(NL)
Auch unser Projekt STADTGEMÜSE hat weiter Wurzeln geschlagen. Auf der Fläche der Unterkunft Billbrook ist im Sommer gemeinsam mit den Anwohner:innen ein neuer Gemeinschaftsgarten entstanden – mittlerweile unser siebter. Schon nach kurzer Zeit wurde er zu einem lebendigen Treffpunkt für Groß und Klein. Das wöchentliche Gärtnern mit unserem Projektleiter Gerardo ist für viele zu einem festen Termin geworden. (mehr …)
Schlagwort: Gartenprojekt auf Gelände einer Flüchtlingsunterkunft
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Hamburg: Was Tun Siftung hat 7 Stadtgemüse Standorte
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Elmshorn: Gartenprojekt an der GU für junge Männer
(Sachbericht)
Die Gemeinschaftsunterkunft an der Agnes-Karll-Allee wurde im November
2024 neu errichtet und verfügt über insgesamt 128 Plätze. Die Unterkunft ist ausschließlich für
alleinstehende Männer vorgesehen. Bei der Planung des Gemeinschaftsgartenprojekts wurde
davon ausgegangen, dass bis zu 100 Bewohner aktiv beteiligen könnten. Das Gartenprojekt
wurde als Beschäftigungsmöglichkeit und als Angebot für eine aktive, gemeinschaftsorientierte
Freizeitgestaltung konzipiert. Unser Ziel war es, den Bewohnern eine strukturierte Tätigkeit,
einen Ort der Begegnung sowie eine Möglichkeit zur persönlichen Beteiligung und
Verantwortung zu bieten.
Der Antrag auf Förderung wurde im März 2025 gestellt und in Höhe von 2100€ genehmigt. Ab
Mitte Mai konnten wir mit den Gartenarbeiten aktiv beginnen.
Beschaffung des Materials. Mit den zur Verfügung gestellten Fördermitteln wurden
Gartenwerkzeuge, Regentonnen, Schubkarren, Gießkannen, Gartenschläuche, torffreie
Blumenerde, Samen sowie verschiedene Jungpflanzen angeschafft. Gartenhandschuhe konnten
wir aus eigenen Mitteln finanzieren.Beschreibung des Gemeinschaftsgartens. Die Gemeinschaftsunterkunft verfügt über eine
weitläufige Außenfläche, die sich gut für einen Gemeinschaftsgarten eignet. In unmittelbarer
Nähe des Containerdorfs befindet sich die Grüne Villa, eine ehemalige Baumschule, auf deren
Gelände regelmäßig Projekte stattfinden – organisiert sowohl durch unsere
Kooperationspartner als auch durch das Unterkunftsmanagement. Nach Absprache mit der
Stadt Elmshorn darf die bebaubare Fläche rund um die Grüne Villa für das
Gemeinschaftsgartenprojekt genutzt werden.
Es stehen sowohl Grünflächen direkt neben den Containern als auch Flächen auf dem Gelände
der ehemaligen Baumschule zur Verfügung. Zunächst wurde ein kleiner Bereich hinter den
Containern bepflanzt, auf dem ein Gemüsegarten entstand. Unsere Bewohner zogen im April
und Mai Tomaten, Zucchini, Gurken, Paprika, Auberginen und Erdbeeren vor. Dies erfolgte
teils gemeinsam im Gemeinschaftsraum, wo mehrere Bewohner zusammen die Samen in
Anzuchttöpfe setzten. Nach 3-4 Wochen konnten die Jungpflanzen ins Freiland umgepflanzt
werden. Einige Bewohner bevorzugten es, die Anzucht eigenständig in ihren Zimmern
durchzuführen. Auch diesen Wunsch haben wir berücksichtigt.
In der Grünen Villa wurde ein kleiner „Naschgarten“ angelegt, in dem Himbeeren, Brombeeren
und Johannisbeeren gepflanzt wurden. Unsere Bewohner sowie Besucher der Grünen Villa
konnten sich bereits im Juli und August über die erste Ernte freuen.
Rechts von der Grünen Villa wurde zunächst nur einen kleinen Teil der verfügbaren Fläche
genutzt, da unsere Kapazitäten begrenzt waren. Dort wurden Kartoffeln angebaut, deren ersten
Knollen im Oktober geerntet werden konnten.
Darüber hinaus wurden auf dem Gelände der Unterkunft Blumen gepflanzt – unter anderem vor
dem Verwaltungscontainer, neben den Briefkästen sowie am Gemeinschaftscontainer.
Zusätzlich erhielten einige Bewohner Samen und Zwiebeln, die sie eigenständig an den
Wohncontainern pflanzen konnten. Dies führte zu einer sichtbaren Aufwertung der
Außenanlage.Zum Abschluss der Saison wurde im November die Verkehrsinsel neben dem Parkplatz mit
den Krokussenzwiebeln bepflanzt, welche voraussichtlich im kommenden Frühjahr erblühen
werden.Beteiligte des Gartenprojektes. Die Gartenarbeiten erfolgten unter Anleitung und Aufsicht
des Unterkunftsmanagements. Hauptsächlich wurden sie von Bewohnern durchgeführt, die an
den Arbeitsgelegenheiten gemäß §5 des Asylbewerberleistungsgesetzes teilnehmen. Insgesamt
waren 12 Bewohner beteiligt. Für ihre Arbeit erhielten sie eine zusätzliche Vergütung von 0,80€
pro Stunde. Darüber hinaus unterstützten uns auch Bewohner, die nicht unter das
Asylbewerberleistungsgesetz fallen oder nicht zu den Arbeitsgelegenheiten verpflichtet sind.
Tatsächlich fiel die Zahl der aktiven Teilnehmer jedoch geringer aus als ursprünglich erwartet.
Der Großteil der Bewohner sind junge Männer im Alter zwischen 18 und 35 Jahren, die
überwiegend durch Sprachkurse oder Arbeitstätigkeiten eingebunden sind. Dadurch stand
vielen nur begrenzt Zeit zur Verfügung, um regelmäßig am Gartenprojekt teilzunehmen.
Dennoch fanden sich engagierte Gruppen, die die Gartenarbeiten zuverlässig unterstützten.
Die Aufgaben der Teilnehmer des Gartenprojekts umfassten unter anderem die Anzucht der
Pflanzen, die Pflege der Beeten, das Gießen sowie das Pflanzen und Beschneiden der Blumen.
Einige Bewohner brachten wertvolle Vorerfahrungen aus ihren Herkunftsändern im Bereich
Landwirtschaft und Gartenarbeit mit. Für viele andere – ebenso wie für Teile des
Unterkunftsmanagements – war das Projekt eine neue und bereichernde Erfahrung sowie eine
Gelegenheit, gemeinsam Neues zu lernen. Auch unsere Kollegen vom Quartiersmanagement
der Unterkunft beteiligten sich aktiv am Projekt.Weitere Planung und Verbesserungspotenzial.
Insgesamt war das Projekt sehr erfolgreich. Allerdings war der Startzeitpunkt teilweise etwas
spät, da viele Gemüsesorten üblicherweise 1-2 Monate früher gepflanzt werden sollten.
Außerdem fiel die Ernte im Bereich hinter den Wohncontainern geringer aus als erwartet, da
ein Teil der Jungpflanzen aufgrund niedriger Temperaturen Frostschaden erlitt. Dennoch
konnten wir eine gute Menge Zucchini, Tomaten und zwei Kürbisse ernten. Das Meiste wurde
unter den Bewohnern verteilt. Die Kürbisse nutzten wir im Oktober zur Halloween-Dekoration
unseres Büros.Diese Erfahrungen werden wir im kommenden Jahr berücksichtigen. Ein großer Vorteil besteht
darin, dass wir vom Vorbesitzer der Grünen Villa (der damaligen Baumschule) ein großes
Gewächshaus – abgesehen von der Deckfolie – übernehmen konnten. Im Frühjahr 2026 ist
geplant, dort Gemüse und Erdbeeren vorzuziehen. Die Installation des großen Gewächshauses
hat bereits begonnen. -
Berlin: GG Schweriner Ring und IG Hagenower Ring
(Projektbesuch)
An der GU Hagenower Ring gibt es einen Gemeinschaftsgarten. Die Ehrenamtskoordinatorin Eva ist inzwischen bei BENN um die Ecke und hat auch da (Schweriner Ring) einen Gemeinschaftsgarten aufgebaut/ein vorhandenes Gartenprojekt weiterentwickelt.
Die jetzige EA Koordinatorin hat mit anderen Aufgaben viel zu tun, der Garten ist nicht mehr so aktiv Teil ihrer Arbeit.
Da immer wieder geklaut wurde (von anderen Bewohner*innen), trotz großen Schilder in mehreren Sprachen, Infotagen, direkten Gesprächen, haben sie sich entschieden, einen Zaun bei den Zugängen zum Garten vom Gelände der GU aus zu bauen. Um überhaupt auf das Gelände zu kommen, muss man sich anmelden und einen Zettel unterschreiben und wir bekamen dann einen Schlüssel zum Garte.
Bei dieser Bauaktion ware viele Männer begeistert dabei. Die Beete sind gemeinschaftlich, die Ernte wird unter allen Beteiligten geteilt. Derzeit sind hauptsächlich Kinder dabei. Von außen ist das Gartenprojekt gut zu sehen. Dieses Gartenprojekt wird kein Selbstläufer, dafür gibt es zu viel Wechsel in der GU. Es braucht zudem eine Person, die in der GU arbeitet, um den Garten immer wieder vorzustellen, jemand, der/die die Menschen kennt und mit ihnen zusammen im Garten ist. Keya/soulgarden hatten dieses Projekt mal begonnen und dann an Eva übergeben. Eine ältere Frau aus der Nachbarschaft ist konstante Gärtnerin im Garten, sie kann aber z.B. nicht gießen. Weitere Menschen aus der Nachbarschaft sind nur ab und an dabei.BENN hat in Höhenschönhausen am Schweriner Ring Räume in einem ehemaligen Jugendclub. BENN macht dort offene Stadtteilarbeit mit Hausaufgabenhilfe, Veranstaltungen, Treffen, Kursen. Ein Teil des Außengeländes ist ein Gemeinschaftsgarten. Eine ältere Frau aus der Nachbarschaft gärtnert schon länger auf der Fläche. Sie ist wohl sehr angetan davon, dass hier nun ein Gemeinschaftgarten entsteht. Sie hat allerdings klare Vorstellungen, wie alles ablaufen und organisiert sein soll, was andere abschreckt.
mit dabei sind noch 6 Leute aus der Nachbarschaft und ab und an vorbei kommen auch noch welche. Es gibt Gemeinschaftsbeete und individuelle Beete, sie können im Boden arbeiten und haben auch Hochbeete. Das Konzept des Gartens entwickelt sich gerade noch. Sie haben den Luxus, dass es eine Gärterin auf Honorarbasis gibt, die den Garten betreut. Eva ist für die Gruppe zuständig. Ab und an gibt es Workshops, da kommen aber die Gärtner*innen eher nicht, sondern nur die Mitarbeiter*innen. (mehr …) -
Berlin: wenig Teilnahme aus GU bei Garten
Es gibt den Nachbarschaftsgarten Hagenower Ring noch. Der Träger der Unterkunft hat gewechselt, deshalb stimmt die Website nicht mehr. Die Ansprechpartner sind nun Albatros gGmbH. Wegen des Trägerwechsels bin ich nicht mehr dort im Garten aktiv, aber arbeite nun ganz in der Nähe in einem Nachbarschaftsprojekt mit angrenzendem Garten.
Leider ist seitdem die Situation im Garten Hagenower Ring nicht ganz so einfach. Die Ehrenamtlichen geben sich die größte Mühe, aber es fehlt die Teilnahme aus der GU (mehr …) -
Stuttgart: Zusammenwachsen gibt es nicht mehr
Garten an einer Unterkunft vom Helferkreis „Freundeskreis Neckarpark“
, aktuell liegt das Thema „Urban Gardening“ bei uns auf Eis. Die beiden, die das bisher gemacht haben, sind nicht mehr dabei (mehr …) -
Stuttgarte: Bunter Kräutergarten existiert nicht mehr
(Mail)
die Unterkunft wurde abgerissen und der Garten damit gleich mit. Auch die Bäume wurden ausgepflanzt und entfernt – ich konnte bis heute nicht herausfinden, wohin unsere Beete und die Bäume gebracht worden sind.
Wir haben nie eine Förderung vom Stadtplanungsamt erhalten, dafür aber vom Bezirksrathaus und anderen Quellen (mehr …) -
Berlin Mariemfelde: IG und Radwerkstatt
(Bericht)
Hochbeete wurden von Bewohner*innen und Unterstützer*innen in der GU aufgebaut. Das Bepflanzen wurde mit einem kleinen Fest verbunden. Neben den Hochbeeten gibt es eine Sitzgruppe.
Radwerkstatt wurde wieder eröffnet.
Ziel: mit Garten und Werkstatt sollen die Bewohner*innen und Nachbarschaft nähe rzusammen gebracht werden. Tore sind für Nachbar*innen geöffnet.
Einladungen für das Fest wurden in der Nachbarschaft persönlich durch Mitarbeiter*innen und jugendliche Bewohner*innen verteilt. Die Resonanz war nicht sehr hoch. (mehr …) -
Berlin: bei IG Kirsche_Nuss gibt es erste zarte Anfänge
(Besuch)
Im Westend entsteht an einer Geflüchtetenunterkunft ein Gartenprojekt. Die Schreberjugend hat 2 Beete (Aufsetzrahmen) und ein bisschen Erde und Honorar für 8 Workshops mit jungen Menschen zur Verfügung gestellt. Cine, die in dem Bezirk schon lange aktiv ist, und eine Künstlerin wollen an der Unterkunft mithilfe der Workshops Anfänge für ein Gartenprojekt schaffen. Nebenan gibt es eine große, als Nachbarschaftszentrum genutzte Villa. Wenn man um die Villa rumläuft, kommt man ungehindert von Zäunen oder Wachschutz auf die Fläche der Unterkunft. Will man direkt rein, muss man sich ausweisen etc. Die Nachbarschaft ist noch informiert, es ist auch noch unklar, ob/wie die Heimleitung das Projekt überhaupt billigt und unterstützt. Es gibt bisher ein paar kleine Töpfchen mit winzigen Meldekeimlingen.
Cine will weiteres Geld über HoR beantragen, hat Soulgarden als Berater im Boot und Kontakt zu Anuscheh und dem Bezirk. (mehr …) -
Spandau: Gartenprojekte an Unterkünften
(Mail)
Bevor die Aufnahmeeinrichtung Askanierring vom Landesbetreib für Gebäudebewirtschaftung – Teil B (LfG-B) im Jahr 2020 übernommen wurde, wurde die Einrichtung von der AWO Mitte e.V. betrieben. Ich habe erfahren, dass im Jahr 2015, damals noch in Zusammenarbeit mit AWO, ein Gemeinschaftsgarten gestaltet wurde.
Ich schreibe Sie an, weil wir in beiden Einrichtungen mehrere Gartenaktionen planen. Gerne würden wir auch unsere Gärten für die Nachbarschaft öffnen. Wir möchten sowohl die Geländen umgestalten, als auch Hochbeeten aufstellen, Blumen und vielleicht Gemüse oder Früchte pflanzen und Bewohner*innen dazu engagieren, sich um ihren Garten zu kümmern. Wir haben sogar interessierte Hobby-Gärtnerinnen, die den Bewohnern das Gärtnern (mit Unterstützung) beibringen können.
-> die Ehrenamtskoordinatorin möchte an beiden Unterkünften Gärten aufbauen. Die Bewohner*innen sind sehr motiviert und es fehlt nur an Material (Erde und Hochbeete primär).
-> auf der Fläche Askanierrung gab es bis vor Corona einen Gemeinschaftsgarten, der über das Umweltbüro Berlin-Brandenburg an der Unterkunft aufgebaut und koordiniert wurde
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Berlin: Gemeinschaftsgarten an der Unterkunft für Ge- flüchtete Marienfelde
(Antrag, Antworten)
Gegenwärtig betreut der IB [Internationaler Bund] zirka 700 Menschen aus mehr als 10 Ländern im
Übergangswohnheim für Geflüchtete in der Marienfelder Allee in Berlin.
Etwa die Hälfte davon sind Kinder bis 18 Jahre.
Ziel unserer Arbeit ist es, die geflüchteten Familien, Jugendlichen und Kinder
bei der Bewältigung ihrer vielfältigen Probleme zu unterstützen und ihren Le-
bensalltag in einer fremden und beengten Umgebung zu erleichtern.
Die bei uns lebenden Familien bleiben längerfristig in den Wohnungen woh-
nen, es gibt derzeit kaum Rotationen. Daher ist es uns besonders wichtig,
Kontakte zu der unmittelbaren einheimischen Nachbarschaft zu fördern. Lei-
der gab es aufgrund von Festlichkeiten wie dem Zuckerfest Beschwerden
seitens der Nachbarschaft woraus die Idee entstand das Tor zu den hinteren
Strassen und ihren Bewohner*innen zu öffnen und auf dem Platz wöchentlich
ein Café / Tag der offenen Tür stattfinden zu lassen.Da zudem der Wunsch immer wieder seitens der Bewohner*innen geäußert
wurde, eigenes Gemüse und Kräuter anzubauen, entstand der Wunsch, ne-
ben der wieder aufgebauten Fahrradwerkstatt gemeinsam einen Gemein-
schaftsgarten mit Tisch und Stühlen zu errichten. Am Freitag, 03.06.2022 soll
an einem Aktionstag in der Unterkunft aus den Paletten Hochbeete gebaut
und mit Erde gefüllt werden. Besonders die Jugendlichen sind dazu eingela-
den mitzuhelfen und dürfen auch die Container für die Fahrradwerkstatt mit
Graffiti bemalen. Sobald der Gemeinschaftsgarten als ein solcher zu erken-
nen ist, wollen wir Einladungen an die Nachbarschaft verteilen. Familien aus
den Unterkünften wollen backen und Kräuter aus dem Garten dafür verwen-
den, im Spätsommer könnte auch schon etwas Gemüse geerntet werden.
Der Garten soll vor allem als Gemeinschaftsort im Freien für die Bewohnen-
den als auch ein Ort zum Austausch mit der Nachbarschaft dienen. Durch die
Einladungen zum Café / Tage der offenen Tür soll ein Platz der Begegnung
erschaffen werden, Gespräche stattfinden und Gemeinsamkeiten herausge-
funden werden. Das sowohl unter den Bewohner*innen, als auch unter der
diesen und der Nachbarschaft.An den folgenden Tagen wird gemeinsam gesät, Jungpflanzen ausgesucht
und Inputs über Pflanzenkunde auf mehreren Sprachen finden statt.
Der Garten wird somit eingeweiht und selbstorganisierte Treffen können an
diesem Ort stattfinden. Alles Rund zum Thema Garten, Café und Kuchen und
Fahrradwerkstatt.* Es wird keine individuellen Beete geben. Alles ist gemeinschaftlich organisiert. Wir gehen davon aus, dass sich auf diese Weise viele Bewohner*innen verantwortlich fühlen und es so zu weniger Vandalismus kommt. Regelmäßig zu festen Zeiten werden wir das Tor unseres Außengeländes nach außen hin öffnen, sodass Nachbar*innen mitgärtnern können. Die bei uns zur Verfügung stehenden Gartengeräte können dann von allen mitgenutzt werden.
* Gemeinsam mit den bereits engagierten Bewohnenden haben wir uns entschieden, aus den vier Hochbeeten ein zusammenhängendes Beet in „L-Form“ zu gestalten. So kann der vorhandene Platz gut genutzt werden und es ist noch ausreichend Spielraum, um das Beet bei Bedarf zu erweitern.
* In direkter Nähe zu den Hochbeeten befindet sich die Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt. Diese ist zu denselben Zeiten geöffnet wie unser Außentor. Die Werkstatt besteht aus zwei Containern. In einem dieser Container sind die Gartengeräte untergebracht und können von der Nachbarschaft sowie von der Bewohnerschaft genutzt werden.
* Wir werden Flyer erstellen, um die Nachbarschaft auf unser Projekt aufmerksam zu machen und sie zum Mitmachen einzuladen. Wir wollen auch ein Schild an unserem Außentor befestigen, das auf den Garten hinweist. Außerdem werden wir zu unserem Sommerfest einladen und auch dort den Garten bewerben.
* Die Bewohner*innen werden zu den Beetbau-Aktionen von ihren Sozialarbeiter*innen eingeladen. Außerdem wird im Bewohner*innenrat, sowie in den Kinder- und Jugendclubs zum Mitmachen animiert. Durch den regen Zulauf zur Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt ist die Grünfläche vielen Bewohner*innen bereits gut bekannt.
* Neben den Hochbeeten gibt es, wie beschrieben, auf dem Platz eine Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt. Dort arbeitet ein ehrenamtlicher Bewohner, weitere Ehrenamtliche sind geplant. Die Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt richtet sich explizit auch an Nachbar*innen. Die Ehrenamtlichen und die Jugendlichen unterstützen gern bei kleineren Reparaturen. Außerdem planen wir mit dem Verein Kidbike e.V. eine Kooperation für eine Mädchen/Frauen-Fahrradwerkstatt.
Daneben sollen in Form eines kleinen Freiluft-Cafes Heiß- und Kaltgetränke ausgeschenkt und damit zum Verweilen eingeladen werden. Mit dieser Kombination sind wir optimistisch, eine tragfähige Gemeinschaft entstehen zu lassen.
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Caritas stellt Gartenprojekt für Flüchtlinge im Park Schönfeld ein
(Gu, mail)
Ich möchte dich darüber informieren, dass wir unser Gartenprojekt in der Gemeinschaftsunterkunft Park Schönfeld von Caritas-Seite beendet haben. Die entstandenen Hochbeete, Erdbeertürme und Bänke haben wir natürlich stehen gelassen und hoffen, dass die Betreiber diese, wie geplant, den Bewohnern zur Bewirtschaftung überlassen. Bei zwei Hochbeeten fand das schon dieses Jahr statt. Gießkannen und Kleinstwerkzeug steht auch zur Verfügung, das haben wir dagelassen.Grund für die Beendung ist zum einen, dass ich keine Gelder mehr für meine Honorarkraft beantragen kann über unsere Eigenmittel und mir für eine Drittmittelakquise für dieses Projekt die Zeit fehlt.
Und vor allem ist in den drei Jahren der Kontakt mit den Betreibern gleichbleibend schlecht geblieben, was für alle Kontakt zwischen unserem Verband und diesem einzelnen Betreiber gilt und eine absolute Ausnahme ist. Die Außenanlangen wurden sehr unregelmäßig gepflegt und wir haben eher noch dafür gesorgt, dass dieser Missstand nicht zu deutlich zu Tage tritt, mit den gepflegten Hochbeeten und netten Gestaltung…..
Wir haben die angeschafften Geräte in einer anderen Gemeinschaftsunterkunft untergebracht und überlegen, im Frühjahr mit einem neuen Projekt zu starten, wenn ich eine Finanzierung für Personalkosten zur Begleitung eines Gartenangebotes bekommen kann, was gerade nicht so einfach ist.
Das ist wirklich schade, war aber für uns der richtige Schritt. Wir hatten tolle zwei Jahre mit dem Projekt und das dritte Jahr war jetzt eher nicht zufriedenstellend aus den genannten Gründen.
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Friedland-Garten entwicklet sich gut
(von Najeha)
Im Garten gibt es keine privat Parzellen, sondern die ganze Fläche als gemeinsame-Parzelle bewirtschaftet.
Sie arbeiten viel mit Kinder der Unterkunft in Friedland
Sie hat mich für das Sommerfest am 25.08 eingeladen und sich gewünscht, dass ich an dem Tag ein Workshop anbieten.
Leider, ich habe am 25.08 meinen Workshop in Frankfurt-Oder.
Ich habe sie erklärt, dass bei mir keine spontane Termine geht, es muss geplant wird.
Ab 12.08 findet im Garten ein Sommer-Jugend-Camp (wie letztes Jahr)für zwei Wochen statt. Leo aus Göttingen und Carlo aus Italien betreuen die Jugendgruppe die zwei Wochen, sie melden sich bei mir, wenn sie Beratung brauchen sagte Heidi.
Der Plan ist ein Lehm-Ofen und ein paar Bänke im Garten aufzubauen und ein Theaterstück mit den Kinder der Unterkunft vorbereiten, an dem Fest zu spielen.
Die Gartengruppe hat ein paar von Landfrauen gewonnen, sie backen oft Kuchen für die Gäste bei der Veranstaltungen.
Sie haben auch mit große Freude einen Wohnwagen von Nachbarn-Dorf bekommen, der Wagen passt für 20 Leute, wenn die Jugendliche im Garten übernachten möchten.
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Ökostadt Bremen erichtet 3 Integrationsgärtnern an Flüchtlingsunterkünften
(Gu aus Antrag und Antworten)
Mit unserem aktuellen, zweijährig angelegten Projekt Integrationsgärten – Baustein einer
nachhaltigen Entwicklung im Quartier, an dessen Ende die Gründung von drei Interkulturellen
Gemeinschaftsgärten in der unmittelbaren Nähe von Bremer Flüchtlingsunterkünften steht,
verknüpft wir Umweltbelange und integrationspolitische Fragestellungen. Das Ziel ist es den
Geflüchteten und der Nachbarschaft im Quartier einen gemeinsamen Ort der Begegnung und der
Freizeitgestaltung zu bieten.
Im April 2017 hat ÖkoStadt mit dem Aufbau des dritten und somit letzten Integrationsgartens in der
von der Inneren Mission Bremen betrieben Flüchtlingseinrichtung in der Neuwieder Straße
begonnen. In den nächsten sechs Monaten wird eine professionelle Gärtnerin zusammen mit den
BewohnerInnen und Freiwilligen aus der umliegenden Nachbarschaft die ca.250m² große Fläche
bespielen. Der Garten ist von der Straße, an dem das Flüchtlingsheim gelegen ist, direkt einsehbar.
Zudem liegt das Heim zur Straße hin und ist nicht abgeriegelt. Es ist jederzeit zugänglich und hat
einen sehr offenen sowie transparenten Charakter. Zudem befindet sich das ÜWH inmitten einer
Hochhaussiedlung in der auf einem relativ kleinen Raum sehr viele Menschen leben, die z.B. beim
Gang zur Straßenbahnhaltestelle automatisch Notiz (ob gewollt oder nicht) von unserem
Gartenprojekt nehmen. Auf der Fläche sollen in den nächsten sechs Monaten 1 zwei große
Gemüsebeete für die Zucht von Kartoffeln und Zwiebeln, 10-12 Hochbeete für den Anbau von
Kräutern und Gemüse sowie selbstgebaute Sitzmöglichkeiten entstehen.
Seit Anfang April arbeiten nun fünf BewohnnerInnen und zwei Freiwillige aus der Nachbarschaft
daran die Planungen gemeinsam umzusetzen. Der Garten wird von unserer gärtnerischen
Angestellten und einer Praktikantin unseres Vereins an drei Tagen in der Woche für jeweils fünf
Stunden pro Tag betreut.
Vor Ort haben übrigens bereits erste Kooperationsgespräche mit dem Verein TNU (Treffpunkt
Natur&Umwelt) stattgefunden, der in der Nähe das Gartenprojekt „QuerBeet“ betreibt. Geplant sind
wechselseitige Besuche während denen die jeweiligen Gartengruppen gemeinsam gärtnern und in
Kontakt kommen können. Darüber hinaus sollen gemeinsame Erntefeste stattfinden, bei denen wir
eine nahegelegene Kirchengemeinde miteinbeziehen wollen.Das Projekt Integrationsgärten endet offiziell Ende 2017, die beiden Teilprojekte in Osterholz jeweils im September insoweit sie von bezahlten Arbeitskräften und Praktikanten von ÖkoStadt Bremen betrieben werden. Danach sollen sie von den Trägern vor Ort und Ehrenamtlern weitergeführt werden. Das Ziel von ÖkoStadt ist es, solche Projekte zu gründen, aufzubauen und dann entsprechend in die Hände von bürgerschaftlichem Engagement oder freien Trägern zu legen.
2. Übergabe von Projekten
An die Innere Mission(IM) haben wir bislang noch kein Projekt übergeben. Wir haben im Spätsommer damit begonnen und setzen das jetzt Anfang Mai fort. Das zweite Projekt mit der IM, für das wir Ihre Unterstützung erbeten haben, hat Ende März begonnen .
Das AWO-Projekt am Niedersachsendamm wurde hinsichtlich der Öffentlichkeitarbeit gemeinsam betrieben, solange ÖkoStadt mit bezahlten Kräften vor Ort war. Infos dazu finden Sie auf unserer Website. Danach liegt die Verantwortlichkeit für alles- auch PR- bei der AWO. Wir wurden damals um vorzeitige Übergabe gebeten, weil es unter den Flüchtlingen einen in Gartenbau erfahrenen Mann gab, der im Rahmen der 1 Eurojob-Initiative der Bundesregierung die Arbeit unserer Koordinatorin fortsetzen sollte.
3.Weiterführung der Arbeit
Im übrigen ist es bei Flüchtlingsgärten so, dass die aus den Finanzzuweisungen bezahlten Projektkoordinatoren der Wohlfahrtsverbände entsprechend Zeitkontingente zur Verfügung gestellt bekommen. Bei dem früheren AWO-Projekt in Arbergen konnte die Koordinatorin, die beim Aufbau des Gartens für ÖkoSTadt gearbeitet hatte, dann als Angestellte der AWO vor Ort einen Teil ihrer Arbeitszeit für das Gartenprojekt einsetzen.Dem bürgerschaftlichen Engagement soll in Osterholz besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Dort haben wir nicht nur weniger Widerstand aus der Nachbarschaft gegen die ÜWH`s- anders als in Arbergen- sondern auch mit dem TNU-Projekt erste Ansätze von Beteiligung an Gartenprojekten mit Nachbarn. Das wollen wir uns auch zu Nutze machen. Wir haben jetzt einen Mitarbeiter gewonnen, der halbtags an einem Projekt für bürgerschaftliches Engagement der Uni-Essen von Bremen aus arbeitet und den anderen Teil für uns arbeiten wird. Er hat Erfahrungen in Kinderprojekten mit UNICEF und kommt im Übrigen vom Land, kennt also den Gartenbau aus seinem familiären Hintergrund.
4. ÖkoStadtarbeit nach Übergabe
Nach Übergabe sind in diesem Fall die Träger und deren Koordinatoren verantwortlich; diese stimmen sich auch mit den Ehrenamtlichen ab, für die, ehe sie vor Ort tätig werden dürfen, jeweils ein polizeiliches Führungszeugnis einzureichen ist (mehr …) -
neues von der Begegnungsoase Freiburg
(Gu, RSS)
interkulturellen Gartenprojekts auf St. Christoph schon aus dem Winterschlaf erwacht. Es gibt mehrere gute Neuigkeiten, die frischen Wind für das neue Gartenjahr bringen.Erstens: Wir können unsere Öffentlichkeitsarbeit professionalisieren. Ich habe mit einem Foto der Begegnungsoase St. Christoph einen der ANU-Medienpreise „Der Wandel im Bild“ gewonnen. (Fotografisch ist das Bild nicht umwerfend, eben ein Schnappschuss, den ich mit meiner Handy-Kamera und erdigen Händen bei einem Aktionstag gemacht habe. Aber die tolle Stimmung kommt rüber.) Als Preis bekommen wir eine professionelle Medienberatung der auf Nachhaltigkeit spezialisierten Agentur KGMNE. Bald designen wir also schöne Postkarten und Plakate.
Zweitens: Wir haben ein Umweltbildungs-Projekt für die Kinder von St. Christoph konzipiert, das vom Freiburger BNE-Fonds gefördert wird.
Mit dem Beginn des Gartenjahres wollen wir als ehrenamtliche Gartengruppe regelmäßig mit den Kindern gärtnern, aber auch kreativ sein, basteln, Geschichten erzählen, Pflanzen und Esskulturen kennenlernen. Zusätzlich dazu wird es Gartenaktionstage und Begegnungsfeste für alle BewohnerInnen und Interessierten geben. Dank finanzieller Förderung und Unterstützung durch unsere Kooperationspartner FABRIK, Pädagogische Ideenwerkstatt BAGAGE und Ökostation können wir nicht nur Saatgut und Gartengeräte kaufen, sondern auch Kreativ-Workshops machen und weitere Gartenelemente wie Insektenhotel und Trockensteinmauer fachlich kompetent bauen. (mehr …) -
Ökostadt Bremen legt Gärten auf dem Gelände von Flüchtlingsunterkünften an
Gu, aus Antrag)
Integrationsgärten – Baustein einer nachhaltigen Entwicklung im Quartier“ heißt das Projekt der Ökostadt Bremen (die immer mal wieder Gärten aufbauen, manche laufen nach der Förderung weiter, andere nicht)
Integrationsgärten ist ein auf zwei Jahre ausgelegtes Projekt, das bis Ende 2017 läuft. Die aktuellen Förderer finanzieren die anfallenden Kosten für Personal, Verwaltung und Veranstaltungen seit Januar 2016. Für die Ausstattung eines unserer integrativen Gärten sind wir auf zusätzliche Förderung angewiesen. Drei Gärten sollen so entstehten.
„Im August 2016 haben wir mit den Arbeiten an unserem zweiten Integrationsgarten begonnen. […] Derzeit entstehen auf dem Grundstück der von der Inneren Misson betriebenen Übergangswohnheimes (100 Bewohnerinnen) zwei große Gemeinschaftsbeete auf einer Fläche von ca 150m². In Zukunft besteht zudem die Möglichkeit weitere Teile der Rasenfläche zu bespielen. Aktuell wird der Garten von einer von Ökostadt angestellten Gardenizerin, welche an vier Tagen pro Woche jeweils für vier Stunden vor Ort ist und von ein bis zwei Praktikantinnen unseres Vereins kontinuierlich betreut. Die Resonanz ist bisher sehr gut. es gärtnern koninuierlich mind. 10 BewohnerInnen und viele Kinder, auch von der gegenüberleigenden Grundschule, mit“Sie haben für dieses Projekt sehr viel weniger Spenden bekommen, als sie eingerechnet haben. Der Eigentümer der Fläche möchte, dass die Beete umrandet werden, sie brauchen Werkzeug und wollen eine bessere Möglichkeit schaffen, an Wasser zu kommen (Regenwasser). AnwohnerInnen sind nicht mit dabei und sie haben auch noch nicht viel unternommen, um AnwohnerInnen anzusprechen. Die Kinder aus der Schule kommen ab und an mal mit ihren Freunden aus dem Lager mit, gärtnern aber nicht regelmäßig. Von Ende Oktober bis März ruht das Projekt, dann läuft es bis Mitte 2017 und soll dann an die Innere Misson (Betreiber des Heims) übergeben werden, die wohl auch ganz aufgeschlossen ist. Wie es dann aber konkret weitergeht, ist offen.
-> wir fördern (zunächst) nicht. Sie sollen zunächst gucken, wie sie AnwohnerInnen einbeziehen können.
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Vor Flüchtlingsunterkunft in Heimstetten ist ein Nutzgarten entstanden
(Gu aus alerts)
Gartenprojekt: Flüchtlinge pflanzen Gemüse an
Heimstetten – Die Bewohner der Asyl-Unterkunft an der Räterstraße haben ein Gartenbeet angelegt. Doch das Ganze ist für die Menschen mehr als ein Gartenprojekt.
In einem früheren Leben arbeitete Hussein Kabbah* auf den Feldern vor Sierra Leones Hauptstadt Freetown. Er war Landwirt. Heute kniet der 37-Jährige am Beet vor der Asyl-Unterkunft an der Räterstraße und fährt mit der Hand durch die Erdbeersträucher. Er ist ein Flüchtling. Sein Asylverfahren läuft noch. Aber ist er deshalb kein Landwirt mehr? Hat er sein früheres Leben zurückgelassen, als er Europa über das Mittelmeer erreichte?
Wer Kabbah dabei beobachtet, wie er die Erdbeer- und Tomatensträucher hegt und pflegt, der sieht, dass dieser Mann mit Pflanzen umgehen kann. Und dass es ihm Spaß macht, einem etwas über Gemüse aus Ostafrika zu erzählen. Er fragt: „Do you wanna see the okra?“
„Das Gartenfieber ist ausgebrochen“
Mit Unterstützung des Asyl-Helferkreises haben 14 Flüchtlinge einen Gemüsegarten vor dem Gebäude angelegt. Sie haben Beete abgesteckt, die Erde umgegraben, Steine gesammelt und Wegbegrenzungen gesetzt. Später haben sie Samen gesät und zum Beispiel Salat, Kohlrabi, Tomaten, Gurken, Zucchini, Paprika oder Auberginen eingepflanzt. „Im Asylbewerberheim an der Räterstraße ist das Gartenfieber ausgebrochen“, schreibt die Gemeinde Kirchheim in einer Pressemitteilung. Doch das, was sie hier geschaffen haben, ist viel mehr als ein Garten.
Auszeit vom Behördenstress
Besucht man die Menschen in ihrem Garten, sieht man Männer, die über die richtige Menge Wasser für Chilischoten diskutieren. Man sieht Frauen, die deshalb über ihre Männer lachen. Und man sieht Kinder, die Sonnenblumen pflanzen, kichern und spielen. Dinge wie das Asylverfahren und schwer zu verstehende deutsche Bürokratie haben gerade Auszeit.
Gartenkunde und Deutschunterricht in einem
Ahmad Rashid ist 17 Jahre alt. Vor neun Monaten floh er aus Afghanistan nach Deutschland. Eine Arbeit hat er nicht. Er erzählt, morgens und abends beschäftige er sich mit dem Gemüsegarten. Das mache ihm sehr viel Spaß. Dazwischen gehe er zum Deutschunterricht. Vor Kurzem haben die Bewohner der Unterkunft an der Räterstraße mithilfe der Gemeinde eine Kräuterschnecke aufgebaut. Dort wächst Thymian, Salbei, Estragon – alles, was eben so üblich ist in der hiesigen Gemüse- und Kräuterlandschaft. Die Flüchtlinge, die aus den unterschiedlichsten Ländern stammen, kannten nicht jede Pflanze. Im Deutschunterricht haben sie daher eine Vokabelliste mit allen Namen der Gemüsesorten erstellt. Gerlinde Reichart vom Helferkreis sagt: „Das ist ein dauerhaftes Betätigungsfeld, für das die Bewohner in Eigenregie selbstverantwortlich sind.“ Und Kirchheims Bürgermeister Maximilian Böltl sagt, viele dürften teilweise nicht arbeiten, weil sie aus sicheren Herkunftsländern stammen. „So haben sie wenigstens ersatzweise eine sinnvolle Beschäftigung.“
Je nach Nationalität hat jeder sein eigenes Garten-Know-How
In der Unterkunft leben hauptsächlich Familien. Im Gemüsegarten gehört meistens ein Beet einer Familie. Je nach Nationalität hat jeder sei eigenes Garten-Know-How. Was die Bewohner anpflanzen bleibt ihnen selbst überlassen. Die Samen besorgt der Helferkreis. Manches muss im Internet bestellt werden, weil es das im Gartencenter nicht gibt. Wie die Okra-Samen.
Okra ist eine Gemüsepflanze. Sie sieht aus wie grüne Paprika. Ist aber nicht scharf. Insbesondere im arabischen und afrikanischen Raum wird es verwendet. Beim Kirchheimer Asyl-Helferkreis haben sie extra Samen der Pflanze im Internet bestellt. Hussein Kabbah zieht die Samen in einer Kiste hoch, die er mit Erde befüllt hat. Die Kiste steht geschützt unter einem abgeschlossenen Holzanbau an der Asyl-Unterkunft. Will Kabbah nach den Pflanzen schauen, muss er zuerst einen Security-Mitarbeiter bitten, die Tür am Anbau aufsperren. Die Schoten, die man essen kann, bilden sich etwa nach acht Wochen. Diese will Kabbah ernten und dann, falls das möglich ist, am Markt verkaufen.
http://www.merkur.de/lokales/muenchen-lk-nord/kirchheim/heimstetten-auszeit-stress-fluechtlinge-legen-gartenbeet-6448382.html (mehr …)
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In Wangen/Allgäu gibt es zwei Gartenprojekte
(Gu, Mail, 17.3.)
Bei uns geht es nun los mit zwei kleinen Gartenprojekten. Wir sind schon Ansähen und Pflanzen vorziehen.
Im Kirchgarten ensteht der eine Garten. Dort ist nicht viel Platz aber dafür haben wir eine kleine Hütte für schlechtes Wetter.
Der zweite Garten liegt direkt vor den Flüchtlingsunterkünften (mehr …) -
Leute aus den Internationalen Gärten Göttingen bauen Gartenprojekt für Frauen und Kinder an einer Unterkunft auf
(Gu aus Antrag/E-Mail-Kommunikation)
Leute aus den IG Göttingen sind dabei an einer Flüchtlingsunterkunft ein Gartenprojekt aufzubauen, was sich in erster Linie an Frauen und Kinder richten soll. Zusammen mit dem Wohnheim und einer nachbarschaftsinitiative wurde ein geeigneter Grundstücksteil identifiziert und zusammen von GärtnerInnen und Flüchtlingen bei einer Baumpflanzaktion markiert. Ab März soll nun der Garten aufgebaut werden, ein halbes Jahr lang intensiv begleitet von zwei Frauen aus den IG Gö, die dafür an anderer Stelle Honorarmittel beantragt und bewilligt bekommen haben. Sie planen viele Aktivitäten für die Kinder und wollen regelmäßig 1x/Woche vor Ort sein. Da die InitiatorInnen neben ihrem Engagement in den IG Gö auch bei Nährboden Göttingen eingebunden sind und andere GärtnerInnen Interesse an einer Mitwirkung an dem Projekt haben, gehen sie davon aus, dass es auch nach dem ersten halben Jahr auf jeden Fall weiter gehen wird und sich verstetigen kann.
Die Fläche, die für Beete zur Verfügung steht ist ca. 120 qm groß. Sie eignet sich also, um hier mit mittelgroßen bis kleinen Gruppen zu gärtnern. Der Garten ist von einer Grünfläche umgeben, auf der gespielt und gesessen werden kann. Sie kann vor allem für die kleinen Events und Veranstaltungen genutzt werden, bei denen die Nachbarn und die BewohnerInnen oder auch mal eine Schulklasse von einem der Kinder eingeladen werden.
Das Angebot, den Garten in kontinuierlichen Treffen mit aufzubauen, richtet sich zunächst an die Kinder des Flüchtlingswohnheims und ihre Mütter. In der Annahme, dass diese sich weniger frei in der Stadt bewegen als die überwiegende Zahl der männlichen Geflüchteten, gehen wir davon aus, dass sie ein Vor-Ort-Angebot sehr zu schätzen wissen. Zurzeit leben 15 Kinder im Wohnheim. Rechnen wir noch 7 Mütter dazu, ist die räumliche Kapazität für ein Gärtnern zur selben Zeit ausgeschöpft. Zwischen den Treffen steht der Garten für alle Geflüchteten offen. Es wird keine individuellen Beete geben, sondern Gemeinschaftsbeete wahrscheinlich zu verschiedenen Themen. Doch auch Rückzugs-Zonen, wie ein Bohnen-Tipi sind angedacht. Da es uns aber wichtig ist, den Kindern bei der Planung viel Mitbestimmung einzuräumen, können wir im Vorhinein nicht genau sagen, welche Pflanzen wir anbauen werden, wie die Beete gestaltet werden etc.
Bei Aktionen, wie dem Schneiden von Flechtwerk, dem Einschlagen von Pflöcken oder dem Aufbauen von Hochbeeten, sind auch Männer gern gesehen und eingeladen, ihre Kraft mit einzubringen. Wir möchten sie nicht ausschließen. Bei Interesse besteht für diese aber auch die Möglichkeit, Parzellen im Internationalen Garten Geismar zur Verfügung gestellt zu bekommen. Der Wert des Willkommensgartens besteht nicht nur im Gärtnern selbst und ergibt sich nicht ausschließlich für die unmittelbare Zielgruppe, also den Frauen und Kindern. Wichtig ist, dass der Garten ein Ort der Begegnung ist, nicht nur für die BewohnerInnen des Heimes, sondern auch für zum Beispiel AnwohnerInnen und HeimbewohnerInnen. Damit wird der Garten dazu beitragen, Sozialkontakte zu stärken und Integration zu erleichtern.
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IG mit Flüchtlingen in Münstern geplant
(Gu, Mail, 7.2.)
Auch wir bekommen endlich unsere Flüchtlinge.Daraus ergibt sich die wunderschöne Möglichkeit, einen interkulturellen Garten ins Leben zu rufen. Yepee!
Sozialamt, Amt für Umwelt und Grünfläche, Nachbarschaftsinitiativen … wir knüpfen Kontakte.
Unsere Flüchtlinge (ca. 100 Menschen) – es handelt sich um Familien – werden vorausssichtlich Anfang Mai die Unterkunft beziehen.
Es gibt genügend freien Boden, der sich für eine Bepflanzung eignen würde (Gemüse, Kräuter, Blumen, Beerensträucher…).
Wir wollten in einigen Monaten anfangen, Jungpflanzen aus eigenen Samen vorzuziehen (das, was wir so haben), so dass Anfang Mai schon einiges an Willkommensgrün wächst, wenn die ersten Flüchtlinge kommen (mehr …)
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neues Gartenprojekt in Berlin-Buch startet demnächst
(Gu aus Antrag, 1.2.)
Die Gruppe, die den Willkommens-Kultur-Garten in Spandau angelegt hat, macht ein weiteres Projekt: Garten-Buch, wieder an einem Flüchtlingsheim – ein als Containerdorf angelegtes dauerhaftes Wohnheim, von dem aus die BewohnerInnen sich eigene Wohnungen suchen sollen.
auf dm ca. 360m² großem Areal soll ein „Kisten-Garten“ entstehen. Bisher haben sie ca. 15 der geplanten 33 Beete schon da. Bei uns beantragen sie den Rest.
Es gibt eine Gruppe, die mitgärtnern wird aus den beteiligten Gremien (siehe unten), aus dem fortbestehenden Gartenprojekt in Spandau und zusätzlich freiwillige Gärtner, die schon Interesse angemeldet haben und über diesen Weg auch Partner für Flüchtlingspatenschaften suchen.
Vor dem Hintergrund einer stark rechtsextrem agierenden Gruppe im Stadtgebiet, haben wir den Kontakt zu „moskito“-Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtextremismus, für Demokratie und Vielfalt gesucht und arbeiten bereits zusammen.
Außerdem unterstützen uns die „Pankower Gartenfreunde“ (Bezirksverband der Gartenfreunde Pankow e.V.). Wir kontaktieren den Unterstützerkreis Buch, haben Anfragen von einem Kindergarten aus dem Stadtteil. Außerdem beteiligen wir den benachbarten Campus Buch und das Netzwerk für Demokratie und Respekt Buch-Karow.
Wir haben auch Anfragen von Interessierten, die über die Anstiftungs-Seite aufmerksam auf uns geworden sind und im Gartenprojekt mitarbeiten wollen. -
zwei neue Gartenprojekte in Berlin-Spandau
(Gu, Mail, 26.1.)
Der Koordinationskreis Hof- und Gartengestaltung zweier Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge in der Storkower Str. wollen die Höfe gemeinsame mit Hochbeeten, vertikalen Beeten, Sitzecken gestalten.
Wir haben vorerst nur 4 Hochbeete, werden aber in diesem Jahr richtig loslesen. Bisher hat vor allem der Unterstützerkreis, zu dem viele Leute aus der Nachbarschaft gehören, gebaut und sich um die Bepflanzung gekümmert.
Einige Bewohner haben dabei geholfen. Im März planen wir ein Pflanz- und Bauwochenende zusammen mit den Flüchtlingen und wollen dies mit einem Fest verbinden.
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Aufbau eines IG als Bachelorarbeit
(Gu, alters
Integration durch interkulturellen Garten
Im Rahmen einer Bachelorarbeit im Studiengang Landschaftsarchitektur an der Hochschule Geisenheim University wurde ein interkultureller Garten an einer Mainzer Flüchtlingsunterkunft geplant und auch gestaltet.
Andreas Paul, Professor an der Hochschule Geisenheim, fiel die triste, schwarze Containersiedlung in der Mainzer Elly-Beinhorn-Straße auf und initiierte mit seiner Studentin Viola Refghi, die Entwicklung eines Interkulturellen Gartens.Interkulturelle Gärten sind gemeinschaftlich bewirtschaftete Nutzgärten, die neben Gemüsebeeten auch Aufenthalts-, sowie Spielflächen haben und darüber hinaus auch einen Ort der Begegnung darstellen. Also ein gemeinsam genutzter Garten als Integrationsort von Menschen unterschiedlicher Herkunftsländer und Altersgruppen.
Mit Spenden über 50.000 Euro wurde bei der Umsetzung auf die Bedürfnisse der Anwohner geachtet: Plätze wurden befestigt, Sitzgelegenheiten gebaut, Fahrradständer aufgestellt und ein kleines Beachvolleyballfeld errichtet. Die Kinder durften in Eigenregie ihren Zaun streichen. Nun steht noch die Bepflanzung der Gemüsebeete an.
http://blog.hs-geisenheim.de/index.php/2016/01/einweihung-interkultureller-garten-termin-vormerken/ (mehr …)
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Jahresrückblick Garten der Hoffnung
(Gu, Mail, 6.1.)
[…]
Ein Mix aus Geplantem und Spontanem, Erwartetem und Überraschendem, Lust und Frust.
Alles in allem eine ganz gut ausbalancierte Sache. Und das, obwohl fast alle von uns am Anfang noch keinerlei Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten hatten.Ein kleines Jahresrückblicks-Video findet Ihr auf unserer Website.
Unsere Intention „Einfach anfangen – was machen“ hat sich in allem bewährt.
Wir haben wunderbare Menschen kennengelernt aus dem Heim, aus der Nachbarschaft, aus anderen Gärten und und und …
Wir haben eine Menge über uns selbst erfahren.
Preise bei den Wettbewerben „Respekt gewinnt“ des Berliner Ratschlags für Demokratie und „Urbane Paradiese“ der Grünen Liga Berlin sind ein toller Ansporn.
Ab Frühjahr 2016 können wir für Kinder von 9 – 14 J. aus dem Heim und aus der Nachbarschaft endlich qualifizierte naturerlebnispädagogische Freizeiterlebnisse anbieten (Kooperation mit Sylvester e.V.) – gefördert von der Kreuzberger Kinderstiftung.
Die Organisatoren des Berliner „Langen Tags der Stadtnatur“ haben heute bei mir angefragt, ob wir uns 2016 nicht beteiligen wollen.Über den Herbst/Winter lassen wir unsere Nachbarschafts-Nähwerkstatt laufen (Kooperation mit offensiv 91 e.V.). Dafür haben wir Nähmaschinen, Zubehör und jede Menge Stoffe gespendet bekommen. Jetzt ist grade noch Neujahrspause. Aber ab nächster Woche geht`s weiter.
[…]
Außerdem sind viele unserer Freund*innen aus dem Heim, mit denen wir 2015 gebaut, geplanzt und gefeiert haben, inzwischen nicht mehr dort. Im besten Fall haben sie inzwischen eigene Wohnungen, lernen Deutsch, arbeiten oder studieren, im schlechten Fall sind sie über Nacht abgeschoben worden.
Interessant ist aber auch, dass zahlreiche ehemalige Heimbewohner*innen immer noch in die Unterkunft kommen, sich Rat abholen bzw. Neuankömmlingen selbst Rat und Hilfe geben, Freunde besuchen oder einfach mal so zum gemeinsamen Kaffeetrinken vorbeischauen. Die hochengagierter Heimleitung hat wirklich eine Atmosphäre des Respekts und des Vertrauens geschaffen, das seinesgleichen sucht. Da können sich viele andere Heimbetreiber aber so was von eine Scheibe abschneiden. Auch daher ist es für uns besonders wohltuend, das Gartenprojekt an genau dieser Unterkunft zu realisieren. Helfer*innen, die ähnliches in anderen Berliner Unterkünften aufbauen möchten, bekommen schon mal zu hören „Das ist doch hier nicht Disneyland, wir sind doch kein Wohlfühlhotel.“ (mehr …) -
Flüchtlingsgärten in Magdeburg
(Gu, Recherche)
Unter dem Dach von Transition Town wurden Hochbeete gebaut, die an Flüchtlingsunterkünften aufgestellt und von AGs betreut werden
https://www.facebook.com/RefugeeGardensMD/ (mehr …) -
IG Park Schönefeld hatte gute erste Saison
(Gu, Mail, 6.10.)
De Garten auf dem Gelände einer Flüchtlingsunterkunft in Kassel hat sich gut entwickelt in seiner erste Saison.
„Wir vom Jugendmigrationsdienst sind seit 01.10. Projektträger eines Modellprojektes des Bundesfamilienministeriums. Das Projekt heißt „JMD2start“, wobei speziell junge Asylbewerber in den Fokus von Beratung und Angeboten treten, und damit konnten wir unser Team mit zwei Personalstellen aufstocken!!!
Dem Garten geht es gut, unser Kartoffelfest heute mit neuer Gulaschkanone mussten wir wegen schlechtem Wetter leider absagen.
Wir planen Kunstprojekte wie einen Mosaiktisch für nächstes Frühjahr und haben schöne Willkommensschilder mit den Bewohnern gemacht, die ein Staudenhochbeet schmücken. In den letzten Wochen wurden Himbeer- und Johannisbeerbüsche gepflanzt.
Schwierig ist weiterhin der Kontakt mit den Betreibern, die von sich aus das Außengelände nicht gestalten. Alle Sitzgelegenheiten auf dem Areal (drei kleine Bänke und eine Rundbank) sind durch unsere Initiative mit Kooperationspartnern entstanden!“ -
Willkommenskultur-Garten in Spandau hatte eine erfolgreiche erste Saison
(Gu aus Bericht, 7.9.)
Der Bericht ist beim Projekt abgelegt.
Es ist ein Gartenprojekt an einem Flüchtlingsheim, das von der AWO geleitet wird. Im Garten dabei ist die Leiterin der Kindergruppe und einige Ehrenamtliche. Der Garten ist 400m² groß. Das Projekt wurde bei Veranstaltungen in und außer Haus vorgestellt und die Träger (UBB) werten das Projekt als erfolgreich. Die weitere Betreuung ist durch Bundesfreiwilligendienst und Ehrenamtliche nächstes Jahr gesichert. (mehr …) -
Gartenprojekt am Haus Leo in Berlin
(Gu, Mail, 10.8.)
Das Haus Leo in Berlin Neukölln (Träger Berliner Stadtmission): „Das Haus Leo ist eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlingsfamilien aus der ganzen Welt. Anders, als bei vielen anderen Flüchtlingswohnheimen, bieten wir den Menschen, vorranging Familien, 2-Zimmer-Wohnungen, wodurch sie ein eigenständiges und privates Leben führen können.am Berliner Hermanplatz“ hat auch ein Gartenprojekt. „Wir betreuen diesen Garten in Kooperation mit den Prinzessinnengärten. Da wir im Moment, insbesondere im Team das sich um den Garten kümmert, personelle Umstellungen haben [haben wir keinen Ansprechpartner]“.
http://www.berliner-stadtmission.de/haus-leo (mehr …) -
In Oberhausen entsteht Gartenprojekt auf dem Gelände einer Unterkunft
(Gu, Mail 27.7.)
„wir möchten mit dem Kistengarten beginnen.
In der Weierstraße in Oberhausen Sterkrade ist das größte Flüchtlingslager mit über 300 Flüchtlingen. Vor allem afrikanische, syrische, afghanische Männer und Roma Familien mit vielen Kindern. Auf dem Gelände ist Platz, es gibt Interesse bei einer Reihe von Flüchtlingen, mitzumachen.
Eine Druckerei hat uns 20 Paletten gestiftet, die genau die Größe für die Böden haben. In der Stadtverwaltung wird gesucht, ob es die Finanzierung für Seitenteile, Schrauben, Innenverkleidung und Mutterboden gibt. Das zieht sich aber schon ziemlich hin. Beim Drogeriemarkt „dm“ haben wir auch einen Antrag gestellt. DM hat den Frauengarten mit einer Spende unterstützt. Am 30.7. ist eine Konferenz aller Zweigstellenleiter aus der Region, dort soll unser Antrag vorgestellt werden.
Wir haben auch dem Garten- und Landschaftsverband die Idee vorgestellt aber noch keine Antwort bekommen“ (mehr …) -
Mobiler Garten für Flüchtlinge im Übergangswohnheim Marienfelde geplant
(Gu aus Antrag, 24.7.)
In einem Übergangswohnheim in Berlin Marienfelde soll „eine einfache, schnell zu errichtende Gartenlösung mit mobilen Beeten“ entstehen, „die zusammen mit den Flüchtlingen aufgebaut und bei Bedarf versetzt oder wieder abgebaut werden können. […] Von den 700 Menschen, die derzeit im Übergangswohnheim Marienfelde wohnen, sind 300 Kinder und Jugendliche. Die Heimleitung hat vorgeschlagen, zunächst Kinder und Jugendliche an die Gartenarbeit heranzuführen und den Garten im Rahmen des Kinder- und Jugendclubs aufzubauen und zu betreuen. Zu Nachbarschaftsgruppen besteht reger Kontakt.“
Der Garten soll schrittweise aufgebaut werden, begonnen wird mit 2 Beeten und der Nutzung eines vorhandenen Beetes auf einer Fläche, die getrennt über eine Seitenstraße zugänglich ist. Sie wollen gemeinsam kochen und auch Beetpatenschaften an Interessierte aus der Nachbarschaft vergeben.
Träger ist Himmelbeet (mehr …) -
Internationaler Willkommesgarten in Göttingen geplant
(von Shimeles, 23.6.)
Internationaler WillkommensgartenVorschlag der Internationalen Gärten betr. Einrichtung eines Gartens am Flüchtlingswohnheim Zietenterrassen
Der Verein Internationale Gärten e.V. -Göttingen möchte beim Flüchtlingswohnheim Zietenterrassen einen ‚Internationalen Willkommensgarten‚ zusammen mit interessierten Flüchtlingsfamilien aufbauen. Gedacht ist an einen mobilen Kräuter- und Gemüse Garten in mobilen Kisten auf Euro Paletten. Zusätzlich zu seinen gärtnerischen Tätigkeiten können verschiedene Kurse angeboten werden: u.a. Kräuterheilkunde, Herstellung von Kosmetik und Ölen, gute Ernährung, Kompostierung, Lehrimkerei, Handwerklich-künstlerisches Gestalten.
Neben dem Aufbau eines mobilen Kistengartens auf den Zietenterassen kann der Verein im Internationalen Garten in der Charlottenburgerstrasse, etwa 6 bis10 Flüchtlingsfamilien neue Parzellen zur Verfügung stellen und die Familien in sein Vereinsleben integrieren. Unser multi-lingualer Verein hat langjährige Erfahrungen in der sozialen Integration von Neuzuwanderern.
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Kleines Gartenprojekt in Wangen geht an den Start
(Gu, Tel, 19.6.)
In Wangen entsteht ein Gartenprojekt auf dem Gelände einer Flüchtlingsunterkunft. Ein dreiköpfige Initiatorinnenteam (Asylkreis) und bisher 10 Flüchtlinge haben erstes Material gekauft und bekommen heute Pflanzen geschenkt. Das Projekt ist zunächst auf 2 Jahre angelegt. Die Initiatorinnen sehen es als Zwischenschritt zu einem größeren Interkulturellen Garten. Die Verhandlungen mit der Stadt über Fläche und aber auch Finanzierung für eine der Frauen waren noch nicht erfolgreich. So beginnen sie mit diesem Projekt. (mehr …) -
neues aus Göttingen und Schwäbisch_Gmünd
(von Najeha, 15.6.)
1. Neue Initiative in Göttingen „Göttingen hilft“ von Bewohnern und Nachbarn im Stadtteil Geisamr wurde gegründet.Die Vereinsmitglieder haben an der Sitzung am 31. Mai teil genommen, sich vorgestellt, die Angebote des Vereins für die Flüchtlinge in und aus demGarten vorgelegt.
Herr Shimeles hat dem Ortrat Geismar einen Gemeinschaftsgarten auf dem Gelände des Heimes vorgeschlagen.
Der Ortsrat findet die Idee sehr gut; der Verein ist für die nächste Sitzung des Ortrates am 25. Juni eingeladen.
2. Die Situation im Interkulturellen Gartenprojekt am Studentenheim in Göttingen
Die Mitarbeiterin für internationale Kommunikation am Göttinger Studentenwerk an der Uni Göttingen, Cigdem Cagirici hat den Verein um Zusammenarbeit gebeten.
Das Gartenprojekt ist durch den jährlichen Wechsel der Tutorenämter etwas eingeschlafen..
Sie suchen die Möglichkeit das Projekt wieder zu beleben, sie finden, der Garten stelle einen wichtigen Beitrag für mehr Partizipation in der studentischen Gemeinschaft dar.
Sie haben den Wunsch, die Internationalen Gärten zu besuchen, um Ideen und Anregungen zu bekommem.
3.Die Situation im Weltgarten in Schwäbisch Gmünd
Der Vorsitzende des Gartenvereins ist von „Burn out“ betroffen und hat die Stadt verlassen.
Er hat viele Projekte in der Stadt mit aufgebaut mit großer Verantwortung, bis er seine Nerven verloren hat.
Es gibt seht wenig Interessierte Für den Garten
Die Sozialarbeiterin im dortigen Asylheim verhindert den Kontakt der Initiatoren des Gartens mit den Asylbewerbern, wie Frau Biebl mich informierte.
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Pflanzengeflüster in Haltern am See
(GU, Mail, 13.6.)
Seit Mai diesen Jahres haben wir angefangen, mit den Flüchtlingen in den Unterkünften Am Lorenkamp in Haltern am See einen Garten anzulegen (Name des Projekts: Pflanzengeflüster)Größe: ca 100 m² wir haben aber noch viel Platz um größer zu werden.
Wir haben im Asylkreis die Idee des interkulturellen Gartens aufgegriffen, indem sich Ehrenamtliche, aber auch Mitbürger privat und aus eigenem Antrieb für und mit Asylbewerbern engagieren, die aus 24 unterschiedlichen Ländern nach Haltern am See in die Flüchtlingsunterkünfte gekommen sind. Es geht darum, dass sich Menschen bei gemeinsamer Gartenarbeit begegnen, miteinander reden und dass wir uns für andere Kulturen interessieren. Wir finden es macht einfach riesigen Spaß gemeinsam zu pflanzen, säen und zu werkeln.
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Gartenprojekt auf Gelände einer Dortmunder Flüchtlingsunterkunft entstanden
(Gu aus RSS, 10.6.9
Der Innenhof der Flüchtlingsunterkunft in der Adlerstraße 44 blüht, denn seit Mitte Mai steht dort ein mobiler Garten, in dem verschiedene Gemüse und Kräuter wachsen. Mit und für die BewohnerInnen bauten Anika Simon und Carlos Tobisch von den Urbanisten eine kleine Oase, die aus Europaletten, Lebensmittelkisten, einem IBC-Kanister und einem Gewächshaus besteht.Beim Aufbau konnten wir auf zahlreiche große und kleine Helfer zählen. Nach ersten interessierten Blicken packten bereits beim Antransport der Materialien kräftige Unterstützer mit an, und stapelten die Europaletten übereinander. Als es daran ging, die Lebensmittelkisten mit Erde zu befüllen und Setzlinge einzupflanzen, gab es auch für die Kinder kein Halten mehr. Wir zwei waren also mehr damit beschäftigt, den Aufbau und das Pflanzen zu koordinieren, als selbst zu pflanzen. Nun wächst im Garten eine bunte Mischung aus Gemüse und Kräutern, von Kohl über Paprika und Tomaten bis zu Thymian und Petersilie.
Wir sind gespannt, wie sich die BewohnerInnen des Gartens annehmen und hoffen, dass ihnen die Gartenarbeit und das Wachsen der Pflanzen viel Freude macht.
Wir möchten uns an dieser Stelle sehr herzlich bei Frau Kaiser vom Koordinationsteam der Flüchtlingsunterkunft für die tolle Zusammenarbeit bedanken. Ein großer Dank geht an das Bezirksmarketing Innenstadt-West und Herrn Oliver Krauss, die durch eine Spende den Einkauf des benötigten Materials ermöglicht haben. Ein Dankeschön geht auch an die Pflanzen- und Setzlingsspender, die auf unseren Spendenaufruf reagiert haben und uns Gemüsepflanzen und Kräutern zukommen haben lassen. (mehr …)