Schlagwort: Gemeinschaftsbeete

  • Kleiner Garten Dresden: innovative Uferbefestigung geplant

    (Gu, Workshop, 20.9.)
    Der Gemeinschaftsgarten Kleiner Garten (in Anlehnung an den benachbarten Park „Großer Garten“) ist auf einer 800m² Fläche eines Privateigentümer entstanden. Eine der Initiatorinnen hat sich beim vorbeigehen immer gewundert, dass auf der tollen Fläche nichts passiert und die Idee für das Gartenprojekt entwickelt, bei einer Veranstaltung Leute getroffen, die auch einen Gemeinschaftsgarten aufbauen wollen. Der Flächenbesitzer war angetan von der Idee, hat ihnen eine Treppe in den Garten gebaut und sie zahlen nur die 100 Euro Grundsteuer als Pacht p.a. Der Eigner wollte einen Verein als Vertragspartner und der Kleine Garten konnte bei den Ufer-Projekten unterschlupfen. Die 100 Euro zahlen sie über Vereinsbeiträge und auch die Versicherung von Ufer gilt für sie mit.
    Sie sind ca. 30 Leute, im Kernteam 10, die sich vorher kaum kannten. Sie wollen alles gemeinschaftlich machen, aber nicht nur gärtnern, sondern auch einen Raum zum Erholen und einfach im Grünen sein schaffen. Der Garten ist nicht abgeschlossen, die Treppe hat mit einem über die beiden Geländer gelegten Stock nur eine visuelle Barriere. Sie versuchen mit möglichst wenig Geld auszukommen und eher vorhandene Sachen zu nutzen, so haben sie ihr Werkzeug über Abreißzettel (Garten braucht Werkzeuge) bekommen und ihre Gartenhütte, die sie gerade bauen wird aus mehreren an anderer Stelle abgebauten Lauben bestehen. 1x Monat haben sie ein Plenum, sie kommunizieren über einen Mailverteiler und haben eine 48h Regel: wenn dann niemand was dagegen hat, kann man es machen. Es gibt 1x Woche einen offenen Tag, wo die Kerngruppe da ist und auch da wird viel miteinander besprochen.
    Gute Erfahrungen haben sie mit dem online Tool Trello gemacht: eine virtuelle Pinwand, mit der sie die Gartenpflege und auch das Ernten regeln.
    Im Herbst wollen sie eine Planungswerkstatt machen. Zum einen, um zu reflektieren und zu planen, zum anderen, da sie einen Bach auf der einen Flächenseite haben. Sie haben an diesen Bach auch Beete gebaut, die sie da aber nicht haben dürfen – wegen Errosionsgefahr. Nun hat das Umweltamt ihnen gesagt, dass sie ausprobieren könnten, dort Nutzpflanzen anzubauen, die mit ihren Wurzeln das Ufer stabilisieren könnten. Ansonsten müssten sie einen Abstand von 10 m zu dem Bach halten, was eine große Fläche des Gartens wäre (zumal dort eine sonnige Lage ist) (mehr …)

  • Aprikosengarten muss sich verkleinern

    (Gu, Workshop, 21.9.)
    Der Aprikosengarten in Dresden-Pieschen versteht sich als Mehrgenerationengarten. Sie sind seit ein paar Jahren auf einer Brache, die vorher gewerblich genutzt wurde. Über EFRE Gelder wurden Teile des Bodens ausgetauscht (da wo die Nutzbeete sind – nur ein Teil der Fläche wird gärtnerisch genutzt, der andere Teil ist wild und noch brach). Zunächst haben 2 Leute das Projekt gemacht und es dauerte einige Zeit, bis sich eine Gruppe fand. Doch nun sind sie 20 – 30 Leute mit einem Kernteam von 10-15. Es gibt ein paar Leute in diesem Kernteam, die sich sehr gut gärtnerisch auskennen und die die Planung des Gartens hauptsächlich machen, oft da sind, ihr Wissen weitergeben. Sie haben – bis auf eins – nur Gemeinschaftsbeete. Nur eine Frau mit starker Migräne und Sonnenallergie hat ihr eigenes Beet in einem halbschattigem Bereich bekommen. Dieses Jahr haben sie viel Zuwachs bekommen, vor allen Mütter mit kleinen Kindern. Sie nutzen 2Tm² von der Fläche und haben so noch viel Freiraum. Seit einiger Zeit ist aber klar, dass eine Grundschule neu gebaut wird und die angrenzende vorhandene Schule ihre Turnhalle vergrößern wird. Der Garten muss sich deutlich verkleinern und auch auf der Brache umziehen und so im Prinziep neu anfangen (da nicht überall der Boden ausgetauscht wurde). Sie sind Teil eines vorhandenen Vereins, jedeR zahlt 30 Euro (obwohl fast niemand dort Mitglied ist) und das Geld wollen sie dann für einen dann ggf. zu zahlende Pacht und andere Ausgaben nutzen. Noch ist das Gärtnern dort pachtfrei möglich.
    Sie waren ein Ort des Bildungsprogramms des Dresdener Gartennetzwerks (Pflanzentauschbörse, Obstbaumveredleung). Jeden Do gibt es ein Bastelcafé bei dem sich Frauen treffen, Häkeln und Filzen und es gibt vorne am Eingang ein Zahlenschloß- (mehr …)