(SZ)
Auf dem Allacher Oertelplatz wünschen sich Anwohner mehr Grün und Aufenthaltsqualität. Eine Urban-Gardening-Initiative soll jetzt Abhilfe schaffen, der Bezirksausschuss steht hinter dem Projekt.
Der Oertelplatz ist, so sieht es zumindest Diana Brand, eine „Betonwüste“. Zwar hat das Baureferat Allachs Marktplatz und Stadtteilzentrum inzwischen mit zwölf Platanen bepflanzt, die in einigen Jahren ein Schatten spendendes Dach über der Fläche bieten sollen. Zum Verweilen lade der vollkommen versiegelte Platz deshalb aber noch nicht ein, dafür fehle die „Wohlfühlatmosphäre“, findet die Vorstandssprecherin der Grünen im Ortsverband Allach-Untermenzing. Sie hat deshalb jetzt die Initiative ergriffen und eine Idee zum Urban Gardening entwickelt. Langfristig vorstellen könnte sie sich gemeinschaftliches Garteln an vielen Orten im Stadtbezirk, am Josef-Schnetz-Platz etwa, im Diamalt-Park, in der Gerberau oder auch an Bushaltestellen oder auf begrünten Dächern. Doch das sind Zukunftsvisionen.
Für den Oertelplatz hingegen gibt es schon konkrete Planungen: 20 Beetkübel wünscht sich Brand zur Verschönerung des Platzes, sie hat dafür bereits ein Angebot des Start-Ups Beetzauber eingeholt. Auch ein ganzes Netz an Leuten, die sich engagieren wollen, hat die Allacherin schon aufgebaut. Diese Menschen würden die Pflege der Hochbeete übernehmen. Ursula Schleibner, die mit der Kinder- und Jugendgruppe „Würmranger“ regelmäßig die Natur erkundet und pflegt, wäre ebenfalls an einer Kooperation interessiert.
Vorstellen könnte sich Brand außerdem Schulen oder Kitas als Paten für einzelne Pflanztröge – im Rahmen von Bildungsprojekten. Bezahlt werden soll das Projekt aus dem Budget des Bezirksausschusses, die Lokalpolitiker „begrüßen“ die Idee ausdrücklich. Es fehle aber noch ein detailliertes Konzept, insbesondere die Sondernutzung und der Zugang zu Wasser seien zu klären. Auch auf die Anzahl der Beetkübel, die sie finanzieren sollen, wollen sich die Bürgervertreter noch nicht festlegen.
