Schlagwort: Gemüseheldinnen

  • Frankfurt/Main: Stadtfarm sucht Finanzierung

    (Besuch)

    Die Stadtfarm ist nicht zentral gelegen und richtig viel Wohnbebauung gibt es hier auch nicht. Trotzdem kommen an allen Mitmachtagen vergleichweise viele Menschen, um mitzugärtern. Viele kennen sich dabei nicht aus, die Gruppenzusammensetzung wechselt auch sehr häufig. Für Chris, die seid dem Weggang von Julie nun wohl die Haupt“gärtnerin“ ist, ist das eine Herausforderung.
    108 Market Gardening Beete gibt es hier.

    Auf dem Gelände ist ein baufällig Haus, was sie gerne nutzen würden, doch haben sie die Finanzierung für die Reparaturen noch nicht zusammen. Sie hoffen, dass sie Gelder darüber bekommen, dass Ffm nächstes Jahr „World Design Capital“ ist. Sie haben ein Gewächshaus geschenkt bekommen, was unaufgebaut auf der Fläche steht, da sie es gerade nicht schaffen und auch dafür noch weitere Gelder brauchen. An allen Ecken und Enden mangelt es an Geld, Finanzierung ist das Thema, womit sie derzeit Schwierigkeiten haben. Zudem eine Mitarbeiterin, die das Fundraising gemacht hat, nicht mehr im Team ist und sie kein Geld für die halbe Stelle haben, die sie wohl innehatte. Durch die Polytechnische Gesellschaft haben sie eine OE-Beratung finanziert bekommen, sie hoffe, dass dadurch Strukturen und Arbeitsabläufe klarer werden. 
    Sie machen Teamevents, die aber nicht immer stattfinden (just an dem Tag, als ich kam, hatte die Firma nicht mal abgesagt) und Führungen, für die sie auch etwas Geld bekommen.

    zumindest haben sie von der Polytechnischen Gesellschaft 15T Euro für nächstes Jahr zugesichert bekommen. Sie wollen mit Krankenkassen kooperieren und haben einen Gartenbauauftrag in Aussicht (das ist noch nicht öffentlich!). 
    Ein großes Projekt ist die Anlage eines großen Teichs auf der Fläche.

    Die Ausbildung wollen sie umstellen, da haben dann hauptsächlich Externe dran teilgenommen, gedacht war sie eher für GemüseheldInnen. Die Leute sind auch nicht mehr so bereit, so viele Wochenenden zu investieren und die Finanzierung der Stelle (Chris) ist eigentlich für Angebote für „arme Kinder“ (wenn ich mir das richtig gemerkt habe).

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  • Frankfurt/Main: Pflegegärtchen wird vom Sozialdezernat finanziert

    (besuch)
    Das Pflegegärtchen in Frankfurt Fechenheim ist um ein Pflegeheim herum entstanden. Das Sozialdezernat ist auf die GemüseheldInnen zugegangen, mit der Bitte und Idee, dort ein Gartenprojekt aufzubauen. Der Ansatz/die Förderung heißt „Würde im Alter“.Der Bezirk ist einer der ärmeren Bezirke Frankfurts, das Pflegeheim hat sowohl amulante als auch stationäre Pflege, Menschen mit ganz unterschiedlichen Beeinträchtigungen leben hier. Demenzkranke, Menschen mit körperlichen Einschränkungen und mit kognitiven Schwierigkeiten etc.

    Die 3 jährige Förderung beeinhaltet auch 1 Stelle, die sich 2 Frauen teilen. Die Förderung läuft Ende des Jahres aus, doch sind die Mitarbeiterinnen optimistisch, dass es eine Anschlussförderung gibt.
    Im Gesamtprojekt GemüseheldInnen gibt es 5 Vollzeitstellen, die sich 9 Menschen teilen. Über eine Förderung haben sie aktuell auch eine OE gehabt.

    Vorher war die Fläche um das Haus Abstandsgrün. Sie haben 20cm Mutterboden aufgeschüttet, nachdem sie mit Pappe etc. dem Boden frei hattten. Drunter ist Bauschutt, aber zum Glück waren die Bodenproben sauber. Sie haben ihre bewährten Kompostbeete angelegt, gärtnern im Boden, haben 2 Hochbeete, die mit Rollis unterfahrbar sind.
    Montags machen sie eine Gartengruppe für die Bewohner*innen, die aber nicht so viel im Garten sind. Nur wenige haben noch die Möglichkeit, auch wirklich zu gärtnern oder mit zu helfen bei körperliche anstrengenden Arbeiten.

    Do und Fr von 10.00 – 15.00h sind offene Mitmachtage und da kommen da Menschen aus der nahen und fernen Nachbarschaft. Manche immer, manche punktuell, ab und an viele. Sie arbeiten mit und dürfen dann auch ein bisschen was ernten. Auch am trüben nebligen Novembervormittag meines Besuchs waren bestimmt 8 Leute aktiv im Garten. Das meiste der Ernte geht ins Haus und wird dort verteilt. 
    Keinen guten Konkakt haben die GemüseheldInnen zum Küchenchef. 

    Mit dabei ist auch eine Kita und eine Schule und sie überlegen, ob die nicht eigene Beete bekommen können. Sie sind in Kontakt mit vielen anderen Trägern im Stadtteil.

    Gemüse wird auch hier geklaut. Sie haben Fake-Kameras angebracht und glauben, dass es ein bisschen besser wurde dadurch.

    Interessant: sie dürfen kein Regenwasser zum Gießen nehmen, da die Bewohner*innen nicht mit Regenwasser in Berührung kommen dürfen.

    Sie haben auch ein Auto zur Verfügung.

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  • Frankfurt/Main: GGs Teil der Spätsommerschau im Palmengarten

    (alerts)

    Spätsommerschau im Palmengarten mit Spätsommerfest am 13. und 14. September

    Gemeinschaftliches Gärtnern in der Stadt wird immer beliebter. In seiner Spätsommerschau von Donnerstag, 11. September, bis Sonntag, 5. Oktober, widmet sich der Palmengarten dem Urban Gardening und stellt drei Gemeinschaftsgärten aus Frankfurt und Umgebung vor.
     
    „Die Spätsommerschau zeigt, mit welchem Reichtum uns diese Jahreszeit beschenkt. Urban Gardening und Gemeinschaftsgärten sind dabei weit mehr als Orte der Ernte. Sie sind Orte des Lernens, der Begegnung und der Solidarität. So wächst ein Frankfurt, das grüner, vielfältiger und klimaresilienter wird“, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen. „Unsere Stadtgesellschaft profitiert enorm von solchen Orten der Begegnung – umso schöner, dass Besucher:innen des Palmengartens sie in der Spätsommerschau und beim Spätsommerfest erleben können.“
     
    Auf Schautafeln in der Galerie am Palmenhaus präsentieren sich die GemüseheldInnen Frankfurt, die Interkontinentalen Gärten aus Offenbach und der Neue Frankfurter Garten. Die Garten-Gemeinschaften berichten unter anderem davon, wie sie Städte essbar machen, im Garten die Vielfalt der eigenen Stadt abbilden und allen Altersgruppen die Natur näherbringen.
     
    „Mit ihrem ökologischen und sozialen Engagement sind urbane Gemeinschaftsgärten echte Gärten der Zukunft“, sagt Palmengarten-Direktorin Katja Heubach. „Wir sind gespannt auf den Austausch zwischen unseren Gärten und mit dem Gartenpublikum, das beim Spätsommerfest Gelegenheit hat, Vertreter:innen der Gemeinschaftsgärten persönlich kennenzulernen.“
     
    Auch gestalterisch knüpft die Spätsommerschau an einen üppigen Zier- und Gemüsegarten an. Zwischen allerlei Blattschmuck-Pflanzen gibt es viel Essbares zu entdecken – von verschiedenen Paprikaarten über Mangold und roten Grünkohl bis zu Feigen. „Wir wollen diese Jahreszeit in ihrer ganzen Farbenpracht zeigen“, sagt Dominik Heukemes, der die Spätsommerschau gemeinsam mit seinem Team gestaltet hat und dazu ermuntert, immer wieder mal in der Galerie vorbeizuschauen: „Wegen der langen Dauer der Schau werden wir zwischendurch einige Pflanzen austauschen, sodass sich die Gestaltung mit der Zeit verändert und fließend vom Spätsommer in den Herbst übergeht.“ […]

    https://frankfurt.de/de-de/aktuelle-meldung/Meldungen/Urbanes-Gaertnern—modische-Pop-Ups-und-schmuckes-Gemuese/

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  • Ffm: Neues Projekt der GemüseheldInnen

    Es geht los! Wir laden euch herzlich ein zu unserer ERSTEN Mitmachaktion in unserem wunderschönen sonnigen Lerngarten! Am 10.03.25 ab 10:00Uhr ist es soweit!

    Treffpunkt ist der Haupteingang der Charles-Hallgarten-Schule „Am Bornheimer Hang 10“.

    Kurz zum Hintergrund:
    Wir haben in diesem Jahr erneut eine unglaublich schöne und wichtige Kooperation mit der Ludwig-Börne-Schule und der Charles-Hallgarten-Schule: Unser Lerngarten! Hier werden Schulklassen das Jahr über lernen, wie sie selbst ertragreich und naturnah Gemüse, Kräuter und Obst anbauen und gleichzeitig in Gemeinschaft werkeln können. In den 10 Market Garden Beeten mit Wildkräuter-und Staudenbereich wurde schon im Vorjahr unglaublich viel geerntet. (mehr …)

  • Ffm: Preis für GemüseheldInnen

    (insta)

    Juhuu! Wir freuen uns riesig. Die GemüseheldInnen erhalten für ihr Projekt „Frankfurter
    Stadtfarm“ den „Wir für morgen“-Preis
    Im Rahmen der #Charity-Initiative von @Union Investment haben wir es unter mehr als 240
    Bewerbungen auf das Siegertreppchen geschafft und sind zum „Wir für morgen“-
    Gewinnerprojekt in der Kategorie #Umwelt gekürt worden. Mit dem Preis würdigt die
    Fondsgesellschaft der Volksbanken Raiffeisenbanken gemeinnützige Vereine mit insgesamt
    rund 280.000 Euro, die sich für soziale Gerechtigkeit, mehr Chancengleichheit und ein
    besseres Umweltbewusstsein starkmachen.
    Im Frankfurter @Städel Museum durften wir eine großartige und mit viel Herz ausgerichtete
    Preisverleihung erleben. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Union Investment und den
    […]. Das
    Fördergeld hilft uns dabei, gemeinsam mit vielen weiteren HeldInnen noch viel mehr Orte für
    Gemeinschaft, Urban Farming und Umweltbildung zu schaffen – in Frankfurt und darüber
    hinaus.

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  • Ffm: Flächenplanung bei der Stadtfarm

    wie ihr mitbekommen habt, gibt es zurzeit einiges an Änderungen auf der Stadtfarm. Wir freuen uns, euch für Sonntag, den 20. Oktober zu einem gemeinsamen Flächenplanungstreffen einzuladen. An diesem Tag wollen wir uns gerne etwas mehr Zeit nehmen, um uns gemeinsam und in Ruhe mit der Flächengestaltung auf der Stadtfarm auseinander zu setzen. Wir werden um 13 Uhr auf der Stadtfarm starten. Später gibt es die Möglichkeit, das gesammelte Wissen in einem Raum in der Nähe zu besprechen. An Kaffee und Kuchen wollen wir natürlich auch denken – kein Treffen ohne Leckereien! Wir planen um 18 Uhr, das Treffen ausklingen zu lassen.

     

    Dabei geht es an diesem Nachmittag darum, zunächst viele Informationen und Ideen zusammenzutragen, Potentiale und Begrenzungen zu sehen, zu träumen, zu spinnen und die Vielschichtigkeit einer Planung zu betrachten. Denn schließlich gibt es ganz unterschiedliche Aspekte, die Berücksichtigung finden möchten: Intensivgemüse und Mehrjährige, Gemeinschaftserleben und Bildungsaspekte, Biodiversität und Infrastruktur (mehr …)

  • Frankfurt: Social Day bei den GemüseheldInnen

    ????Mittlerweile bewirtschaften wir mit über 350 aktiven Stadtbürger*innen 18 Gärten, und eine große Stadtfarm in Frankfurt. Das sind insgesamt 15.000 m2 Anbaufläche.

    Der Team-Day mit der LBS startete mit einem Impulsvortrag. Danach gab es eine Führung durch die Grüne Lunge und unsere GemüseheldInnen-Gärten, entlang des Permakulturpfades. Anschließend ging es dann in die Aktion. Neben dem Wiederaufbau einer Benjeshecke wurde unter anderem im Schattenbereich des Mirabellengartens gepflanzt.

    Der grönende Abschluss ist bei uns natürlich immer ein gemeinsames Picknick.
    (Insta)
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  • Frankfurt: GemüseheldInnen Stadtfarm eröffnet

    am 6. Juni öffnet ein ganz besonderer Ort in Frankfurt seine Tore! Wir eröffnen unsere neukonzipierte Frankfurter Stadtfarm in Sachsenhausen, die wir in den vergangenen Monaten dank der Unterstützung von zahlreichen Engagierten umgestaltet und weiterentwickelt haben. Wir danken insbesondere der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die das Vorhaben durch eine Förderung ermöglicht hat.

    Mit der Frankfurter Stadtfarm schaffen wir für Frankfurt…

    • einen Lernort für Naturerfahrung, Umwelt- und Ernährungsbildung zum Mitmachen.
    • ein Reallabor für Urban Farming nach regenerativen Ansätzen.
    • einen Ort für Gemeinschaft und soziales Miteinander in der Stadt.
    • eine artenreiche Naturoase, die dem Klimawandel etwas entgegensetzt.

    Im Rahmen einer großen Auftaktveranstaltung möchten wir die Neueröffnung mit Euch/Ihnen feiern! Dazu laden wir herzlich ein!

    Wann? Donnerstag, 6. Juni 2024, 11.00 bis 13.00 Uhr

    Wo? Hainer Weg 255, 60599 Frankfurt am Main

    Nach einer Führung über die Flächen und der Vorstellung unseres neu angelegten Permakultur-Lehrpfads möchten wir bei Fingerfood und Getränken ins Gespräch kommen.

    Besonders freuen wir uns, dass folgende Gastredner*innen bereits zugesagt haben: Tina Zapf-Rodriguez (gewählte Stadträtin der Stadt Frankfurt) und Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft). Weitere Informationen zum Programm folgen in Kürze.

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  • frankfurt: GemüseheldInnen wollen Stadtfarm neu etablieren

    (ANtrag/ANtworten)

    die GemüseheldInnen Frankfurt wollen die Stadtfarm auf neue Füße stellen. Seit Ende 2023 ist die Farm ausschließlich ein Projekt des GemüseheldInnen e.V. mit dem Schwerpunkt auf Bildung und Gemeinschaft. Die Kooperation mit der Gärtnerei Anja Rappelt wurde aus verschiedenen Gründen aufgelöst.

    Während der eineinhalbjährigen Kooperation haben sich aus Sicht des GemüseheldInnen e.V. folgende Erkenntnisse ergeben: Das Konzept von gemeinschaftlichem Urban Farming mit ökologischen Anbaumethoden funktioniert – und zwar nicht nur in kleineren Gemeinschaftsgärten, sondern auch in großem Stil auf einer Stadtfarm. Die Nachfrage von Schulen, Unternehmen und Organisationen nach Bildungsangeboten und der Bedarf der Stadtbevölkerung, regelmäßig ehrenamtlich mitzugärtnern und praktischen Bio-Gemüseanbau zu erlernen, ist riesig – wir konnten ihn aus Kapazitätsgründen bisher nur in Ansätzen bedienen. Aber: Die großen Potentiale der Stadtfarm in den Bereichen Klimaschutz, Bildung und sozialer Zusammenhalt konnten nur ansatzweise ausgeschöpft werden, solange sie in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Dynamik des Gärtnereibetriebs stattfanden. Denn weil der Gemüseverkauf alle Betriebskosten der Gärtnerei inklusive der Gehälter decken musste, dominierte hoher wirtschaftlicher Druck die Abläufe auf der Stadtfarm. Der Druck, hohe Erträge zu erzielen, ging zulasten der Bildungsarbeit, die aus Kapazitätsgründen im letzten Jahr deutlich reduziert werden musste. Die bisher bewirtschafteten 2 Hektar waren angesichts der arbeitsintensiven ökologischen Anbaumethoden zu groß für nur zwei Gärtnerinnen, was die Bildungsarbeit zusätzlich erschwert hat. Um zukünftig die Bildungsarbeit – statt hauptsächlich den Gemüseertrag – in den Mittelpunkt zu stellen, möchten wir die Frankfurter Stadtfarm neu aufstellen. Auf durch den GemüseheldInnen e.V. gepachteten Flächen wollen wir die Stadtfarm als Bildungsort und als Reallabor für Urban Farming neu etablieren und durch zielgruppenorientierte Bildungs- und Gemeinschaftsangebote mehr Menschen erreichen als bisher. So soll die Stadtfarm in Frankfurt zu einem Modellprojekt für nachhaltige Lebensmittelproduktion und Umweltbildung in der Stadt werden, das im Bereich Klimaschutz, Ernährungswende und nachhaltige Stadtentwicklung überregionale Strahlkraft entwickeln kann Da auf der neuen Stadtfarm auch ein großer Teil der Jungpflanzen für alle anderen Gemeinschaftsgärten der GemüseheldInnen (aktuell 18 Gärten) angezogen werden soll, planen wir in einem unserer 4 großen Folientunnel „Pippilotta“, eine Anzuchtstation einzurichten.

    Hierfür benötigen wir natürlich Pflanz- und Anzuchttische und Equipment, das wir aktuell noch nicht besitzen. Da die übernommenen 4 großen Folientunnel schon sehr alt sind und die ehemaligen Türen aktuell für die Community eine Gefahr darstellen, möchten wir hier gerne die Türen reparieren und die Folientunnel flicken.

    • Wo wollt ihr die Stadtfarm neu etablieren? Auf welcher/welchen von euch gepachteten Flächen? Oder sind das Flächen, die ihr neu angepachtet habt? Wie groß sind die Flächen für die Stadtfarm, wem gehören diese und ist der Vertrag unbefristet?

    Für die neu konzipierte Stadtfarm bleiben wir tatsächlich auf 3 Flächen, die auch schon vorher zur Stadtfarm gehört haben.

    Die Flächen „Market Garden“ und „Villa Kunterbunt“ wurden bisher von Anja Rappelt gepachtet. Sie gehören der Stadt.

    Anja hat letztes Jahr diese beiden Flächen an uns abgegeben, und so pachten wir diese offiziell seit November 2023 von der Stadt Frankfurt – unbefristet.

    Auf dem Gelände befindet sich – sehr spannend – auch noch ein heruntergekommenes zweistöckiges Gärtnerhaus. Wir sind gerade in der Stadt und der Firma Blasius Schuster KG in Gesprächen. Denn diese Firma möchte uns das Haus nach einem Besuch bei uns renovieren :-))) . Die Stadt hat hierzu auch schon „grünes Licht“ gegeben.

    Zum ersten Mal in der Geschichte der GH hätten wir dann ein Haus, in dem man auch mal Seminare halten kann, mit kleiner Küche etc.

    Aktuell müssen wir immer Räume in der Stadt anmieten, auch für unsere „StadtfarmerInnen-Ausbildung“ sind wir beständig auf der Suche nach neuen Räumen.

    Die dritte Fläche, auf der unser Mandalabeet steht, pachtet Anja von einer Privatperson. Wir dürfen hier erstmal für die nächste Zeit die Fläche bewirtschaften.

    Ob wir die Fläche auch noch die nächsten Jahre bewirtschaften können wissen wir nicht. Unser Hauptfokus sind aber die beiden anderen Flächen, da diese auch prominenter liegen.

    Fläche Market Garden 1728 m2

    Fläche Villa Kunterbunt 2870 m2

    Mandalabeet 243 m2 

    • Sind die Folientunnel schon alle auf dieser Fläche? Was war vorher dort drin? Wer hat sich darum gekümmert?

    Die 4 Folientunnel befinden sich auf der „Villa Kunterbunt. Anja Rappelt hat uns diese überlassen, und möchte dafür nichts, da die Folientunnel damals von ihr schon gebraucht gekauft wurden.

    Wir haben die Tunnel die letzten zwei Jahre (während Juli und ich bei Anja angestellt waren) mit der Community bewirtschaftet, allerdings eher mit mehr Sorge als Freude wegen des Zustandes der Tunnel.

    • Ist die Stadtfarm auch ein Gemeinschaftsgarten?

    Zu 100%, denn durch eine Förderung der Stiftung Polytechnische Gesellschaft haben wir die Möglichkeit die Stadtfarm 3 Monate lang von Februar – Ende April 2024 neu zu planen.

    Hier der Text aus einem aktuellen Post dazu:

    Wir danken der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, mit deren Förderung wir als GemüseheldInnen e.V. die Frankfurter Stadtfarm auf neue Füße stellen können. Im 3-monatigen Förderprogramm – von Februar bis Ende April 2024 – entwickeln wir ein neues Konzept für die Stadtfarm als Bildungs- und Gemeinschaftsort. Zur Auftaktveranstaltung im Juni, bei der wir die neue Stadtfarm vorstellen, möchten wir alle Stadtbürger*innen, Politiker*innen und Unterstützer*innen herzlich einladen! Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

    Das Förderprogramm hat mir, Laura, ermöglicht zum ersten Mal in der Geschichte der GemüseheldInnen beim Verein (GemüseheldInnen e.V.) fest angestellt zu sein mit einer 85%-Stelle für diese 3 Monate der Projektphase. Danach, und das war die Förderungsbedingung der SPTG, wird mich der Verein weiter beschäftigt. Aktuell bin ich sozusagen die Projektkoorinatorin der Stadtfarm.

    Die Stadtfarm wird also mehr als davor ein Gemeinschaftsgarten, wie auch alle anderen GemüseheldInnen Gärten es sind. Nur eben viel viel größer und auch mit mehr politischem Fokus und Bildungsangebot.

    Für uns geht hiermit ein großer Traum war!

    Juli ist aktuell noch im Burnout, aber sie wird nach ihrer Rückkehr – so unser Plan – auch beim Verein angestellt sein.

    • Wie viele Menschen sind im Kernteam der Stadtfarm dabei, wie viele machen mit? Was kann man mitmachen? Wie kann man mitmachen?

    Aktuell sind wir in der Kernteamgruppe der Stadtfarm 35 Menschen, die unter der Woche regelmäßig kommen um zu gärtnern und für sich zu ernten.

    Für Anja Rappelt wird nicht mehr geerntet. 

    • Was an Bildungs- und Gemeinschaftsangeboten plant ihr?

    Regelmäßige Führungen für Stadtbürger*innen, Schulklassen, Unternehmen, 

    Workshops

    Stadtfarmer*innen-Ausbildung

    Mitmachaktionen an Sonntagen

    Stadtfarm-Kernteam-Gärtnern unter der Woche

    Praktika

    • Wollt ihr auch Gemüse verkaufen?

    Erstmal nicht. Was wir uns vorstellen können ist irgendwann überschüssiges Gemüse an soziale Einrichtungen zu geben.

    • Wer zieht die Pflanzen an? Wie werden die dann in die Gärten verteilt?

    Unser guter Jens-Holger, der seit dem ersten Tag der Stadtfarm dabei ist, und mich und Juli im Burnout vertreten hat.

    Um ihn herum gibt es ein Pflanzen- und Anzucht-Team. Geplant ist, dass er sein Wissen weitergibt und  im Jahresverlauf auch andere dazulernen.

    Jens-Holger ist auch bei der Stadtfarmer*innen-Ausbildung (12 Monate) dabei.

    Die Pflanzen werden dann von der Stadtfarm aus Mithilfe von Fahrgemeinschaften in die anderen Gärten gebracht.

    Natürlich bestellen wir auch weitere Pflanzen von Natterer (BIO). 


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  • Frankfurt: Gemüseheldinnen trennen sich von Gärtnerei

    (tel)
    Die beiden Initiatorinnen der Gemüseheldinnen waren zu Mindestlohnbedingungen bei der Gärtnerei Rappelt angestellt. Parallel dazu haben sie weiter die Community aufgebaut/waren für diese da. Sie haben nun einen Burnout und haben sich von der Gärtnerei getrennt. Laura arbeitet jetzt wieder. Sie wollen die Stadtfarm weiter als Bildungsort aufbauen.
    Eine tragende Stütze hat sich von ihnen getrennt, die Frau, die die Anzucht gemacht hat. Sie sind dabei, Orte für die Anzucht zu finden und auszustatten. Dafür wollen sie bei uns Gelder beantragen. (mehr …)

  • Frankfurt: zweiter Ausbildungsdurchgang der Gemüseheldinnen startet im Januar

    (Mail)
    bei den GemüseheldInnen haben wir gerade recht erfolgreich mit 19 Teilnehmer*innen die erste Runde der Stadtfarmer*in-Ausbildung abgeschlossen. Nun starten wir Mitte Januar in die zweite Runde und haben noch freie Plätze. 

    Mehr Informationen gibt es auf unserer Website www.gemueseheldinnen.de/bildung/ gerne kann man auch unser aufgezeichnetes Infogespräch bei uns anfragen unter stadtfarmerin@gemueseheldinnen.de
     

    Hier die Infos zur Ausbildung im Einzelnen:
    Inhalte:

    In der einjährigen Ausbildung mit einer festen Lerngruppe erwarten euch spannende Themen wie: Urban Farming, Market Gardening, Permakultur, Kulturplanung, Jungpflanzenanzucht, Bodenaufbau, Biodiversität, Gartendesign, Communitybuilding und Anleitungspraxis  –  das  Ganze in einer gemeinschaftlichen und angenehmen Lernatmosphäre.

    Die Ausbildung wird an 12 Wochenenden 2024 jeweils Samstag und Sonntag ganztägig stattfinden, sowie weitere Praxiseinheiten in den laufenden GemüseheldInnen-Projekten enthalten. Außerdem habt ihr die Möglichkeit, an verschiedenen Exkursionen zu inspirierenden Projekten oder Kooperationspartner*ìnnen der GemüseheldInnen teilzunehmen.

    Termine:
    Die Ausbildung startet mit dem ersten Ausbildungswochenende 13. und 14. Januar 2024 in Frankfurt. Alle weiteren Termine findet ihr auf unserer Webite: https://gemueseheldinnen.de/bildung/

    Referent*innen:
    Erfahrene GemüseheldInnen mit ihrem jeweiligen Expert*innen-Wissen und spannende externe Referent*innen

    Kosten:
    Wir haben uns für ein solidarisches Preissystem entschieden:

    • 1800 € für GemüseheldInnen-Mitglieder
    • 2400 € für alle Nicht-GemüseheldInnen-Mitglieder und Menschen, die ein solidarisches Preissystem unterstützen wollen.
    • Ein “unterstützter” Preis (für Geringverdienende, Studierende etc.) kann auf Anfrage ermöglicht werden.

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  • Frankfurt: Gemüseheldinnen haben 2 Stellen für „Pflegegärtchen“

    Im Außengelände des Heinrich-Schleich-Haus (Vollzeitpflege, Kurzzeitpflege und Tagespflege für Senior*innen) entsteht auf 1200m² ein Gartenprojekt, das auch offen für die Nachbarschaft sein soll. Auftakt ist am 3.2.
    Zwei Gemüseheldinnen (Lafleur und Maren) haben dafür für 2 Jahre Stellen bekommen, die der Träger (teilweise?) zahlt, um das Gartenprojekt aufzubauen und zu betreuen. Es geht um Gartentherapie und aktive Freizeit. Es soll so weit wie möglich barrierefrei werden und es sollen Veranstaltungen angeboten werden. (mehr …)

  • Frankfurt: erste Ausblidung der Gemüseheldinnen ausgebucht

    Die Gemüseheldinnen bieten eine Ausbidung zur Stadtfarmer*in an. Der erste Durchgang startet morgen und läuft 12 Wochenenden in 2023.
    mehr Infos: https://gemueseheldinnen.de/bildung/

    Infos von Peter (Vorstand) dazu: auf Antrag der Grünen wurde 2022 eine Rückstellung im Haushalt in Höhe von 75000 Euro (für einen längeren Zeitraum) vorgenommen, für Bildungsangebote der Gemüseheldinnen für Frankfurter*innen. (Der Haushalt wurde dann im Nob 2022 verabschiedet)
    Chris und Anne haben auf dieser finanziellen Grundlage das Ausbildungsprogramm entwickelt. Da machen nun 20 Leute mit, 10 davon sind Gemüseheld*innen, die fit gemacht werden sollen und wollen, um mehr Verantwortung zu übernehmen für bestimmte Gärten.
    Darüber hinaus werden andere Bildungsangebote gemacht, ggf. sowas wie Exkursionen.

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  • Frankfurt: GemüseheldInnen starten neues Projekt

    (Antrag, Antworten)

    die GemüseheldInnen Frankfurt starten ein großes neues Projekt! Wir gehen eine Kooperation mit der Gärtnerei Anja Rappelt ein und möchten zum ersten Mal professionellen Gemüseanbau mit Gemeinschaftsgarten verbinden. Dafür werden wir, Juli und Laura, in Vollzeit bei der Gärtnerei angestellt. Wir werden Gemüse für den Laden der Gärtnerei produzieren und gleichzeitig eine Community aufbauen, die sich von denselben Flächen selbst versorgt. So können die Mitglieder der Community die Prinzipien des Market Gardening und der Permakultur und deren praktische Anwendung erlernen. Wir werden insgesamt 2 Hektar bewirtschaften, die in mehrere Flächen aufgeteilt sind. Auf zwei Flächen sollen Kräuter wachsen, eine Fläche möchten wir mit essbaren Blüten und sogenannten „Mesclun“-Zutaten (bunte Salate aus jung geerntetem Gemüse) bestücken, in insgesamt 6 Tunneln sollen Sommerkulturen wie Tomaten und Paprika zu stehen kommen, und auf einer großen Fläche bauen wir einen Market Garden mit 88 Beeten auf. Wir wollen intensiv mit Mischkulturen experimentieren und viel in Bodenaufbau investieren, denn die Flächen sind durch jahrelangen konventionellen Anbau heruntergewirtschaftet.

    Die erste Aktion hat bereits stattgefunden, mit mehr als 25 Menschen! Sie haben gemeinsam die Kulturreste aus dem Vorjahr aus den Tunneln entfernt, einen Kompostplatz angelegt und Müll gesammelt. Bei strömendem Regen war die Stimmung wunderbar! Ab sofort finden jeden Sonntag Gemeinschaftsaktionen statt; aber auch unter der Woche ist es jederzeit möglich, mitzugärtnern.

    Antworten auf meine Fragen:
    1. Die Flächen/Beete werden nicht geteilt. Alle Gemeinschaftsgärtner bauen auf allen Flächen mit uns gemeinsam an, und zwar das Gemüse für den Laden gleichzeitig mit ihrem eigenen. D.h., wir machen eine Kulturplanung, in der wir die Mengen einplanen, die die Gärtnerei braucht, und dazu noch deutlich mehr, damit immer genug da ist für alle zum Selberernten. Jeder darf sich dann immer mitnehmen, was er/sie will, wenn er/sie gärtnert. Die Kulturplanung macht Ilka, die auch bei den GemüseheldInnen dafür zuständig ist, und da wir 30-40 Gemüsearten und noch viel mehr Sorten einplanen, ist sicher für jede*n alles dabei. Auch Grüne Soße und andere Kräuter bauen wir an. Da die Kulturplanung für so große Flächen extrem komplex und aufwändig ist, kann die Community dabei allerdings zumindest dieses Jahr nicht involviert sein (wir sind sehr spät dran für einen Start noch dieses Frühjahr). 

    Bei der ersten Aktion am Sonntag waren 30 Leute da, wir denken, dass das jeden Sonntag möglich wäre. Wie bei unseren anderen Gärten möchten wir eine feste Community bilden, die sich austauscht, vernetzt, und auf Wunsch auch unter der Woche jederzeit mitarbeiten kann. Für die Community wollen wir auch viele Bildungsveranstaltungen anbieten – und die Gärtner*innen können hier lernen, wie man auf sehr großen Flächen hochproduktiv anbauen kann, lernen Market Gardening und Permakultur. Auch wollen wir uns gerade jetzt am Anfang intensiv mit Bodenaufbau beschäftigen, haben schon 150 m3 Grünschnitt- und Rinderdungkompost bestellt und wollen auch mit Terra Preta/Pflanzenkohle arbeiten. 

    2. Tatsächlich sind die Häuschen und Toiletten, die wir bei euch beantragt haben, schon vormontiert und würden wahrscheinlich an einem Sonntag zusammengebaut werden. Daran können sicherlich 20-30 Leute teilnehmen, wenn wir alles gleichzeitig aufbauen. Bisher haben wir immer alles komplett selbst gebaut, das kann aber unser Toilettenplaner und -bauer diesmal nicht leisten, weil er gleichzeitig das gesamte Bewässerungssystem plant. Deshalb müssen wir auf die einfachere Variante zurückgreifen, denn schon bei der 1. Aktion war das Fehlen von Toiletten ein Problem… 

    3. Die Leerung der Klos würde das feste Team erledigen. In anderen Gärten haben wir Toilettendienste ;-). Den Urin würden wir verdünnen und damit die Gründüngung gießen, um Mulchmaterial zu generieren. Die Feststofftüten brauchen wir, weil wir die Fäzes erst einmal nicht kompostieren würden; das ist ja ein komplexes Thema für sich, mit dem wir uns schon seit langem beschäftigen, und auch in der Grünen Lunge bekommen wir es bisher nicht hin. Jemand muss sich des Themas annehmen und es dann auch umsetzen, und diesen jemand haben wir noch nicht gefunden ;-).


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  • Frankfurt/Main: Gemüseheldinnen professionalisieren sich weiter

    Tatsächlich machen wir gerade einen riesigen Sprung mit unserem Projekt, denn wir steigen in eine Gärtnerei mit ein und starten das Pionierprojekt „professioneller Gemüseanbau in Verbindung mit Gemeinschaftsgärten“. Laura und ich werden Vollzeit dort angestellt, um alles zu koordinieren.

    Die GemüseheldInnen Frankfurt bewirtschaften gemeinschaftlich insgesamt 19 Gärten und eine Gärtnerei mit über 250 aktiven Gärtner*innen. 16 Gärten befinden sich in der Grünen Lunge am Günthersburgpark, einem ehemals von Bebauung bedrohten riesigen Gartengebiet mitten in der Stadt. Außerdem gibt es vier sogenannte PermaKulturInseln verteilt über die Stadt – essbare Inseln, die von Stadtbürger*innen beackert werden. Eine befindet sich in einem Kleingartengebiet, eine auf dem Campus der Goethe-Uni, eine in Frankfurt-Sachsenhausen, die vierte ist eine Kooperation mit einer Gärtnerei. (mehr …)

  • Frankfurt: Gemüseheld*innen kooperieren mit Uni

    (alerts)

    Die ersten Radieschen sind in den Hügelbeeten schon geerntet. Der Eichblattsalat sprießt, auch der Spinat entwickelt sich gut. Heute warten Tomaten-, Gurken- und Auberginen-Setzlingen darauf, in den Boden zu kommen. Der noch junge Garten auf dem Campus Westend der Goethe-Universität hat in diesem ungewöhnlich kühlen Frühjahr die Eisheiligen heil überstanden. Die Sommerkulturen dürften jetzt keine Nachtfröste mehr erleben, glaubt Juliane Ranck, Mitbegründerin der GemüseheldInnen.

    Die Initiative bewirtschaftet in der „Grünen Lunge“ nördlich des Günthersburgparks mehr als ein Dutzend Gärten gemeinschaftlich. Jetzt wurde die Uni erfolgreich für das „Urban Farming“ angeworben. Den GemüseheldInnen haben dabei engagierte Studenten und der AStA geholfen, die ähnliche Ideen hatten. „Wir haben uns eineinhalb Jahre mit der Bürokratie herumgeschlagen“, sagt der Geographie-Student Emil Unkrig.

    Denn das eigentliche Ziel, den Garten auf dem Hauptcampus anzulegen, scheiterte an den Bebauungsplänen. Der neue Uni-Präsident Enrico Schleiff, seit Jahresbeginn im Amt und selbst Biologe, machte dann jedoch ein anderes Areal ausfindig. Das liegt nun zwar etwas abseits, versteckt hinter Pappeln und Hecken an der lärmumtosten Kreuzung Miquelallee/Hansaallee. Dafür ist es aber eine Fläche mit 2000 Quadratmetern. Anfang März ließ die Uni die Wildnis zuerst einmal urbar machen. Den Studenten ist es in nur wenigen Wochen gelungen, mithilfe der vier „Animateurinnen“ von den GemüseheldInnen das Areal in eine ansehnliche „Permakultur-Insel“ umzuwandeln.

    Unterstützung durch den AStA

    Mehrmals in der Woche helfen nun 40 Studenten regelmäßig beim Gärtnern, das nach den Regeln der sogenannten Permakultur funktioniert. Diese setzt auf humusreiche Hügelbeete, die Komposterde kommt aufgearbeitet und kostenlos aus den Bio-Tonnen des Frankfurter Entsorgungsunternehmens FES. Der AStA will mit der Unterstützung des Projekts zeigen, dass Landwirtschaft angesichts von Klimakrise und Artenschwund auch anders funktionieren kann – und dass der Anbau von unbehandeltem Gemüse und Kräutern mitten in einer Stadt möglich ist. „Wir wollen ein Zeichen setzen“, sagt Moritz Schmitthenner vom Ökologie-Referat des Studierendenausschusses.

    Für die Bepflanzung setzt man auf einen ausgeklügelten Mix, was eine große Logistik verlangt. Dafür ist bei den GemüseheldInnen Ilka Wittig zuständig, die im ausgebauten Keller ihres Eigenheims in den vergangenen Monaten in einem ersten Schritt Tausende Setzlinge großgezogen hat. Die „Jungpflanzenmutti“, wie sie in der Initiative genannt wird, liefert dann fürs Einsetzen einen mithilfe von Excel-Tabellen ausgetüftelten Plan. Eine Zeichnung gibt für die Beete die Anweisungen bis ins kleinste Detail, jeder Zentimeter ist berechnet. Mit Spinat als Vorkultur wird dann in der Mitte 14 mal die Aubergine Zora als Hauptkultur eingepflanzt. Außerdem darf sich 48 mal Batavia-Salat breitmachen. Dazwischen werden Ringelblumen eingesät.

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  • GemüseheldInnen: Ortsbeirat kann sich dauerhafte Nutzung vorstellen

    (alerts)
    Der Ortsbeirat kann sich das Gartenprojekt GemüseheldInnen dauerhaft auf dem Areal des Innovationsquartiers vorstellen. Denkbar sind künftig Kooperationen mit Schulen.

    Das geplante Neubaugebiet Günthersburghöfe nördlich des Günthersburgparks kann nach Ansicht des Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Ortsbeirat 3 auch weniger dicht bebaut werden als bislang geplant. Michael Mirsch sagt, dass er sich in dem umstrittenen Quartier auch nur 1000 statt der derzeit vorgesehenen 1500 Wohnungen vorstellen könne, „wenn sich dort eine andere Stimmung entwickelt“.

    Die Entwicklung sah Mirsch nach der Präsentation der GemüseheldInnen in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats – und bekam Applaus für seine Aussage. Die Gruppe betreibt auf dem Areal des geplanten Innovationsquartiers ein „Urban Farming“-Projekt. Unter dem Motto „Frankfurt essbar machen“ bauen sie gemeinschaftlich Obst und Gemüse an (die FR berichtete).

    Auch bei anderen Vertretern des Ortsbeirats kam das Projekt gut an, das Juliane Ranck und Laura Setzer vor einem Jahr ins Leben gerufen haben. Zwar könne die Bebauung nicht mehr verhindert werden, sagt Ortsvorsteherin Karin Guder (Grüne). Dennoch sei es ein wichtiges Zeichen, „das Menschen etwas tun können für den Klimaschutz“. Da die GemüseheldInnen von der Stadt Frankfurt brachliegende Gärten zur Verfügung gestellt bekommen, hofft Elke Windemuth (Linke), dass die Stadt den Bebauungsplan verändert.

    Als gutes Beispiel lobte SPD-Chef Rüdiger Koch das Gartenprojekt, das nach dem Konzept der Permakultur arbeitet, einer Kombination aus alten und innovativen Methoden. „Mit der Landwirtschaft kann es so nicht weitergehen.“ Koch regt an, dass die Gruppe künftig die im Neubaugebiet geplante Gartenwildnis bewirtschaften könne. Der Vorschlag kam bei den GemüseheldInnen gut an. Dort könne ein Permakulturgarten als Lernort für alle entstehen, sagt Mitstreiterin Chris Kircher. Denkbar sei auch eine Kooperation mit der für das Baugebiet vorgesehenen Grundschule, ergänzt Claudia Ehrhardt von der CDU. Die Kinder könnten dort über Nahrungsmittel und deren Anbau lernen.

    Das Interesse der Bürger an dem Projekt sei bereits sehr groß, sagt Juliane Ranck. Mehr als 100 Menschen zwischen 14 und 60 Jahren beteiligten sich inzwischen. Beete gebe es in zehn Gärten, „aber es könnten ruhig noch mehr werden“. Der Gruppe ist bewusst, dass sie das Areal voraussichtlich nicht dauerhaft nutzen können, „dabei ist es viel zu wertvoll, um es zu bebauen“. Sie schlägt vor, stattdessen einen öffentlichen Permakulturgarten mit Schulgarten, Ateliers und Fortbildungszentrum zu verwirklichen. Eine Bebauung könne es auf dem bereits versiegelten Bereichen geben.
    https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-nordend-lernen-obst-waechst-13559624.html (mehr …)

  • GemüseheldInnen stellten sich bei Ortsbeirat vor

    (Mial)

    : übrigens hatten wir gestern eine gute Präsentation des Projektes im zuständigen Ortsbeirat. Wir haben viel Zustimmung gefunden und hoffen, auch darüber eine Förderung zu bekommen. Und auch ein Besuch vorgestern beim Kulturamt hat großes Interesse an Sevengardens geweckt und tatsächlich haben sie alles viel größer gedacht als ich zunächst. Eine angenehme Überraschung. (mehr …)

  • GemüseheldInnen Ffm kämpfen für Erhalt der „Grünen Lunge“

    (Mail)

    Wir sind ein Gemeinschaftsgarten, und es ist gar nicht so einfach, das zu erklären: Es gibt das riesige Gebiet der Grünen Lunge in Frankfurt (16 ha), wo die Stadt in den nächsten Jahren bauen lassen will. Das Gebiet besteht aus vielen Gärten, die teilweise seit Jahren brachliegen, weil die Eigentümer nicht mehr verpachten (weil sie lukrativ verkaufen wollen). In einem dieser verwilderten Gärten haben wir im März begonnen (wir haben ihn sozusagen besetzt), und seitdem haben wir Stück für Stück weitere, angrenzende Gärten dazubekommen, drei davon offiziell. Inzwischen gärtnern bei uns um die 40 Leute, manche haben „eigene“ kleine Beete, von denen aber jeder ernten darf, vor allem aber haben wir Gemeinschaftsbeete. 

    Die Stadt würde sagen, dass es sich um eine Zwischennutzung handelt, wir sehen das anders: Wir möchten den Erhalt der Grünen Lunge erwirken. Deshalb haben wir in den vergangenen Wochen mit verschiedenen Akteuren eine Vision „PermaKulturGarten 2025“ entwickelt, die zeigt, wie wir uns die Grüne Lunge vorstellen können. Diese Vision werden wir am 23.9. bei einer Pressekonferenz der Stadt präsentieren, und wir sind momentan dabei, möglichst viele UnterstützerInnen dafür zu gewinnen. (mehr …)