Schlagwort: Gemüsewerft

  • temporäres Gartenprojekt in Bremen

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    Bremen Kartoffeln und Kohlrabi, Mangold und Möhren, Salbei und Spinat – mitten in der Bremer Innenstadt, genauer auf dem Hanseatenhof, ziehen derzeit Palettenbeete samt Bepflanzung die Blicke neugieriger Passanten auf sich. Die meisten gucken nur, einige blicken sich verwundert um und fassen das Grün an, manch einer greift zu und probiert. Urban Gardening heißt der Trend, mit dem in vielen Städten der Welt die Natur zurück in die City geholt wird.

    50 Palettenbeete machen den Hanseatenhof zum urbanen Garten, 14 weitere das Citylab im Lloydhof zum Gewächshaus. „Angebaut haben wir essbare Nutzpflanzen“, sagt Michael Scheer, Geschäftsführer der Gesellschaft für integrative Beschäftigung (Gib). Mit seinem Team von der „Gemüsewerft“ hat er die selbstgezimmerten Beete aufgestellt. Zudem lädt nun ein Hopfenpavillon mit Palettenmöbeln zum Verweilen ein.

    Bis zum 30. September können Besucher der Bremer City nun die Wachstumsfortschritte von Erbsen, Bohnen, Borretsch, Thymian, Zucchini, Hopfen und weiteren Pflanzen verfolgen. „Am Ende wollen wir dann gemeinsam ernten und ein Erntedankfest feiern“, sagt Annika Mysegades von der City-Initiative. Für sie ist es eine Möglichkeit, die Aufenthaltsqualität in der Stadt zu erhöhen und zugleich den Menschen die Pflanzen (wieder) näherzubringen. Scheer sieht die Begrünung der etwas anderen Art vor allem als Experiment: „Mich interessiert, ob die Bremer Respekt vor den Pflanzen haben. Ob die Besucher das Angepflanzte überhaupt als essbar erkennen, es verschonen und eher museal betrachten oder zugreifen und es essen“, so der Biologe. Einige Passanten bleiben interessiert stehen und zeigen die Pflanzen ihren Kindern.


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  • ausgedienter Straßenbahnwagen für die Gemüsewerft

    (gu, alerts)

    […]
    An dem neuen Standort beginnt für AT 4 [Straßenbahnwagen] ein zweites Leben. Michael Scheer hat einen genauen Plan: Ein Aufenthaltsraum, Hofladen, aber auch Ort für Lesungen und Musik soll der gelbe Wagen werden. Natürlich muss er erst auf Vordermann gebracht werden. Aber zu viel will Scheer nicht verändern. „Für mich ist er optisch fast fertig“, sagt er. „Das soll keine Luxuslimousine werden, sondern ein Gebrauchsgegenstand.“ Und ein Wahrzeichen für den urbanen Garten in der Überseestadt: ein rostiges Maskottchen mit dem Namen AT 4.

    http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadtreport_artikel,-Strassenbahnwagen-vor-Verschrottung-gerettet-_arid,1433292.html (mehr …)

  • weitere Infos zur Bremer Gemüsewerft

    (Gu aus überarbeiteten Antrag vom 24.3.2014)
    Selbstdarstellung: „Die gemeinnützige Gesellschaft für integrative Beschäftigung mbH setzt derzeit die ‚Gemüsewerft‘ als sozial-urbanen mobilen Gemeinschaftsgarten in Bremen-Gröpelingen um. 2014 ist das erste Pflanzjahr. Der Gemeinschaftsgarten ist Teil einer urbanen Landwirtschaft, die ebenso von unserer Gesellschaft betrieben wird. Während die urbane Landwirtschaft eine kommerzielle Ausrichtung im Rahmen eines integrativen Beschäftigungsprojektes hat (hier werden auch u.a. Pilze in einem Tiefbunker angebaut, der sich ebenso auf dem Grundstück befindet), bietet der Gemeinschaftsgarten eine offene Partizipationsstruktur. Im Rahmen einer freiwilligen oder ehrenamtlichen Mitarbeit können Menschen an der Planung, am Aufbau und dem Betrieb des Gemeinschaftsgartens partizipieren. Neben der Herstellung von Gemüse, Kräutern und Obst soll sich die Gemüsewerft als Diskussionsforum für gesellschaftspolitische und lebensumweltbezogene Themen etablieren. Hinzu kommen freizeit- und bildungsorientierte Veranstaltungen zusammen mit unseren Kooperationspartnern im Stadtteil. Auf der Gemüsewerft möchten wir Platz und geistigen Raum für alle Arten von kulturellen, edukativen, künstlerischen und wissenschaftlichen Ideen bieten.

    Wir können nun ab April beginnen und werden kurzfristig zwei feste Gartentage installieren, an denen alle freiwilligen Helferinnen und Helfer an der Planung und Umsetzung mitwirken können. Neben der Mitarbeit an festen Gartentagen besteht auch die Möglichkeit, einzelne Tätigkeitsbereiche oder Projekte eigenverantwortlich durchzuführen, und dies auch außerhalb der Gartentage. Regelmäßige Foren dienen der Planung und Synchronisation aller (geplanten) Gartenaktivitäten. Aktiv am Garten mitarbeitende Menschen können einen deutlich vergünstigten Mittagstisches in unserer betriebseigenen Gastronomie erhalten, in der Gartenerzeugnisse direkt verarbeitet werden. Das Gelände soll bis Mai soweit hergerichtet werden, dass Anpflanzungen realisiert werden können.

    Es besteht bereits jetzt eine Gruppe Interessierter, die auf das Vorhaben durch Mundpropaganda und Presseberichte im Vorfeld aufmerksam geworden sind. Neben der Aktivierung dieser InteressentInnengruppe werden wir auch im Rahmen einer Pressemitteilung die Eröffnung bzw.Mitwirkungsmöglichkeit kurzfristig ankündigen. GärtnerInnen werden bereits bei der Herrichtung des Gartens beteiligt.
    Auf dem insgesamt etwa 4.000 qm großen Grundstück, auf dem sich auch ein 250 qm großer unterirdischer Bunker befindet, nimmt der Gemeinschaftsgarten etwa 1.800 qm ein. Ein Nutzungsüberlassungsvertrag mit dem Grundstückseigentümer ist bereits unterzeichnet. Die pachtfreie Mindestlaufzeit beträgt 10 Jahre mit 3jähriger Verlängerungsoption.“

    Das Projekt wird von uns gefördert

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