Schlagwort: GG am Wasserturm

  • Projekt „Urban Gardening geht aufs Land“ endet – Garten besteht weiter

    (Gu, alerts)

    Die Gartensaison ist vorbei, sind die Dübener Gemeinschaftsgärtner denn mit den Erträgen zufrieden? 

    Ja, wir haben Rote Beete, Möhren, Salate, Mangold, Kartoffeln, Zucchini, Bohnen, Kürbisse, Tomaten in vielen verschiedenen Sorten, Paprika, Kohlrabi, Birnen und sogar Walnüsse geerntet und uns an vielen Blumen erfreut.

    Wie kamen Sie mit der langen Trockenzeit im Sommer zurecht? 

    Zum Glück konnten wir den Brunnen aktivieren und haben tapfer gegossen und gemulcht. Nur die Benjeshecke zum Bahnhof hin wurde nicht grün, weil die Erde hier zu locker lag. Die Flüchtlinge Hussein, Shahid und Anwar waren teilweise jeden Tag zum Gießen im Garten.

    Was haben Sie mit dem vielen Gemüse gemacht? 

    Wir haben es verteilt an die Mitgärtner, öfter gemeinsam gekocht und schöne Feste zusammen gefeiert.

    Wie viele Gemeinschaftsgärtner gibt es inzwischen, die sich um den Garten gegenüber vom Bahnhof kümmern? 

    Um die zwölf, aber eine Gruppe von um die acht Leuten ist immer vor Ort und dazu kommen diverse Besucher, zum Teil mit ganzen Kuchenblechen voller Apfel- oder Rhabarberkuchen, da sie ja wissen, am Donnerstag sind wir immer alle da.

    Das Projekt „Gemeinschaftsgarten geht aufs Land“, das vom Bund gefördert wird, geht Anfang 2019 zu Ende. Wie fällt Ihr Fazit aus? 

    Ein sinnvolles Projekt, auch auf dem Land besteht Bedarf an Gemeinschaftsgärten als einer neuen Form, um sich zu treffen und sich gemeinsam weiterbilden zu können hinsichtlich naturnahem und klimaverträglichem Landbau. Eine weitere Förderung wäre sinnvoll.

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    Das Jahr im Gemeinschaftsgarten am Wasserturm in Bad Düben war von viel Arbeit, aber auch Geselligkeit geprägt. Hier ein kleiner Streifzug durchs Gartenjahr 2018.

    Was hat Ihnen als Projektleiter besonders viel Spaß gemacht? 

    Die Arbeit mit interessanten und spannenden Menschen, aber auch das Outdoor-Jahr im Garten. Wir haben ja sehr viel gezeltet. Besonders interessant, aber auch sehr bedrückend war die Arbeit mit den Flüchtlingen, die viele Schwierigkeiten aufgrund der langsam malenden Mühlen der Bürokratie haben und sehr unter der jahrelangen Trennung von ihren Frauen, Kindern und Eltern leiden. Schön waren die Einladungen zu verschiedenen Tagungen, wo wir über unser Projekt berichten konnten.

    Was war für Sie die größte Herausforderung? 

    Das Recyceln des Glashauses. Das ließ sich doch nicht eben mal schnell ab- und dann wieder aufbauen, wie wir anfangs dachten. Die Flüchtlinge haben eine Menge geholfen und heute ist das recycelte Gewächshaus, was lustigerweise genau die Grundfläche hat, die sonst die Hütten in Kleingärten haben dürfen, nämlich 24 Quadratmeter, eine tolle Möglichkeit, bei kaltem Wind und Regen auch indoor tagen zu können.

    Wie geht es mit dem Gemeinschaftsgarten am Wasserturm in Bad Düben nach Projektende weiter? 

    Es geht weiter. Die Gruppe konstituiert sich und wird hoffentlich als lokale Untergruppe des Vereins Dübener Heide akzeptiert werden, und die meisten Teilnehmer sind bereit und in der Lage, die entsprechenden Kosten wie Vereinsbeitrag und Gartenpacht mitzutragen. Eine weitere Förderung als Zentrum neuer Umweltbildung und Ernährungsschulung wäre aber äußerst sinnvoll.

    http://www.lvz.de/Region/Bad-Dueben/Bad-Dueben-Wie-weiter-im-Gemeinschaftsgarten (mehr …)

  • Stand der Dinge Projekt „urban gardening geht aufs Land“

    (Gu, Newsletter)

    In dem aufregenden ersten Jahr hat sich neben einem engagierten Beirat auch eine Kerngruppe an Garten-Enthusiasten zusammen gefunden. Mit diesen und weiteren Teilnehmern haben wir Exkursionen und verschiedene Workshops durchgeführt:

    Wir haben den Leipziger Gemeinschaftsgarten Annalinde besucht, haben uns in der Dübener Heide verschiedene Gartenflächen angesehen, Hochbeete gebaut, ein altes Gewächshaus ab und (bisher ohne Verglasung) wieder aufgebaut, die Gartenplanung begonnen, Salate, Kräuter, insektenfreundliche Wildhecken gepflanzt, Kartoffeln geerntet, eine Komposttoilette gezimmert, uns zum Gartenbruch getroffen, gemeinsam gekocht, Bäume gefällt, die Einrichtung einer Lehrstelle für Garten- und Landschaftsbau unterstützt, ums Feuer gesessen und den Jahresabschluss mit Glühwein und einer Open-Air Bildershow gefeiert.

    Wir haben zwei Gemeinschaftsgartenflächen eingerichtet:

    2) Regelmäßiger Termin zum gemeinschaftlichen Gärtnern:

    – ab 22. März 2018 JEDEN Donnerstag 14 – 19 Uhr, Gemeinschaftsgarten am Wasserturm, Bad Düben

    In dieser Saison wird der Gemeinschaftsgarten am Wasserturm, Bad Düben, jeden Donnerstag ab dem 22.3.2018 in der Zeit von 14 – 19 Uhr seine Pforten für alle Interessierten rund ums gemeinschaftliche Gärtnern öffnen. Zusätzlich bieten wir verschiedene Workshops und Feste an, die extra bekanntgegeben werden.
    An den Donnerstagsterminen werden wir von Paula Passin (mischKultur) und Michael Kühn (Bahnhofsgenossenschaft Dübener Heide) unterstützt, die dem Projekt in dieser Saison regelmäßig als fachliche Unterstützung zur Verfügung stehen und vor Ort Ihre/Eure Fragen rund ums Gärtnern beantworten können.

    Kolonie Gniest, Gemeinschaftsgarten Gniester Schweiz

    Auch hier wird es einen regelmäßigen noch bekanntzugebenden Termin zum Gärtnern geben, werden wir einige Workshops durchführen und bei Bedarf fachlich von Michael Kühn und Paula Passin unterstützt.


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