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Beim Schleifengarten tut sich viel, dank des tollen Engagements der Projektpartner und von vielen Helferinnen und Helfern aus den Bornholmer Gärten und dem Kiez. Inzwischen sind die alten Garagen mit Hilfe der früheren Mieterinnen und Mieter abgerissen, ebenso die bisherigen Zäune. Die Fläche wurde mit Unterstützung des Bezirksamts Pankow geebnet. Ein neuer Zaun mit großem Tor kommt im Januar oder Februar. Zum Jahreswechsel geht die Fläche vom Stadtbezirk an den Kleingartenverein Bornholm I e.V. über. Bis dahin darf die Baustelle nicht betreten werden.
Dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit dem Bezirk sowie der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, die das Pilotprojekt vorantreiben und großzügig fördern, sowie der gemeinnützigen Gesellschaft soulgardenberlin, die den Prozess zum Aufbau des Schleifengartens begleitet und organisiert, wurden schon viele Schritte in die Wege geleitet – darunter öffentliche Kieztreffen und eine Beteiligung über unsere Homepage www.schleifengarten.de. Für das berlinweite Pilotprojekt für einen Gemeinschaftsgarten als Teil einer Kleingartenanlage wurde nun auch die Förderung durch die Senatsverwaltung bewilligt. Da sie nur für dieses Haushaltsjahr gilt, bestellt eine Arbeitsgruppe bereits eine Grundausstattung mit Gewächs- und Gerätehaus, Materialien für Hochbeete sowie Arbeits- und Gartengeräte. Unsere Kleingartenanlage rechnet alles noch bis Dezember ab, zum Jahresanfang wird das Material geliefert und im Verein zwischengelagert. Im neuen Jahr kümmern wir uns auch um einen Anschluss von Wasser und Strom auf dem Gelände. Der Rest hängt von Euch Schleifengärtnerinnen und Schleifengärtnern ab. Dafür wurden ja schon Arbeitsgruppen gebildet – vielen Dank dafür!
Was ist bei dem Projekt grundsätzlich zu beachten? Es handelt sich um einen Gemeinschaftsgarten auf einer Kleingartenfläche. Deshalb ist klar: Der Schleifengarten ist vorrangig ein Garten zum Gärtnern in Gemeinschaft, als Naturerlebnis auch für Kinder und sozialer Ankerpunkt für unseren Kiez. Als Teil der Kleingartenanlage orientiert er sich an der Gartenordnung des Bezirksverbandes der Kleingärtner, die naturnahes Gärtnern vorschreibt. Also: viele Nutzpflanzen, kein Dünger, nicht alles kann mit Geräten und Möbeln vollgestellt werden. Die Fläche ist zudem gemeinnützig und alle Nutzerinnen und Nutzer sollten bitte Rücksicht auf die umliegenden Gärten nehmen. Das schließt einige gewünschte Nutzungen aus und das sollten alle von vornherein wissen: Der Garten wird kein Spielplatz (Trampolin), kein Freizeitpark (Pool oder Sauna), keine Hundewiese (dafür ist die Fläche leider zu klein). Es darf auch keinen gewerblichen Verkauf von Speisen und Getränken geben, eine Abgabe gegen Spenden ist allerdings erlaubt. Keine Sorge, viele Eurer Ideen und Vorschläge werden trotzdem möglich sein und gemeinsam umgesetzt: eine bunte Gemeinschaftsfläche, viele Hochbeete, neue Ideen zum Bauen, Gärtnern und Gestalten. Wir laden Euch zum Austausch mit uns Gärtnerinnen und Gärtnern von Bornholm I ein und stehen für Hilfe und Beratung jederzeit zur Verfügung.
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