Schlagwort: Grundschule

  • München: Hotus di Monaco ist Nachbarschafts- und Schulgarten auf einem Grünstreifen

    (Besuch)

    In Neuperlach ist ein Gemeinschaftsgarten auf einem Grünstreifen zwischen Einkaufszentrum und Wohnbebauung auf der einen und einer modernen Montesori-Schule, die auch Jugendhilfeträger ist, auf der anderen Seite. Die Idee dazu hatte einer der Lehrer. Sie haben keinen Pausenhof und so nutzen sie das Dach als „Draußen-Freiraum“. Dort gibt es auch viele Beete (leider hatte ich nicht genug Zeit, um auch das anzugucken). Florian (der eigentlich Lehrer für Mathe und Deutsch (?) ist und Imker) hatte dann die Idee, auf dem Grünstreifen mit der Nachbarschaft und Schüler*innen einen Gemeinschaftsgarten mit Gemüseanbau zu realisieren. Sie mussten viele Hürden nehmen, der Streifen gehört z.B. der Eigentümergemeinschaft der „Vierschanzenhäuser“ direkt gegenüber. Unter dem Streifen ist größtenteils eine Tiefgarage, es wurde dort 30 cm Erde aufgeschüttet. Sie haben einen Vertrag, der immer nur für 1 Jahr läuft etc.

    Durch einen Verfügungsfond haben sie Geld für den Aufbau des Gartens bekommen, außerdem war der Garten Teil von Neuperlach grünt (oder wie hieß das?). Sie haben wabenartige Hochbeete gebaut, die Modular auch in der Höhe erweiterbar sind, Bäume in Kästen gepflanzt, Sträucher in die Erde gesetzt, ein Rasengitter verlegt, damit auch Rollifahrer*innen in den Garten können, ein Bewässerungssystem für die Sträucher im Boden verlegt, sie fangen Regenwasser vom Dach auf usw. Auf der einen Seite des Streifens sind die Nachbarschaftsbeete (individuell zugeordnet), es gibt da auch ein Gartenhäuschen – dann kommt eine Konstruktion, die der Prototpy einer Schattenbank ist. Eine tunnelartige Überdachung mit Solar auf dem Tunneldach und Sitzbänken drunter. Durch die Penals gibt es hier auch Strom. Diese Konstruktion ist im Rahmen des EU-Projekts gebaut worden, das Projekt lief aus, da, wo das eigentlich hin sollte (auf eine Brücke), war es zu schwierig und langwierig, so landetet die Schattenbank im Garten.
    Auf der anderen Seite sind die Schulbeete. Da wird Permakultur groß geschrieben, es gibt Schlüssellochbeete und Lasganebeete.
    Florian macht das alles ehrenamtlich und sucht nach Methoden und Möglichkeiten, dass die Gruppe das auch ohne ihn weiter macht und der Garten sich so verstetigt.
    Manche Schüler sind ganz wild aufs Bauen. Sie haben in der Schule auch verschiedene Werkstätten. In der Schule (Grundschule), sind viele geflüchtete Kinder dabei.

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  • Tübingen: im GG Wanne sind Familien dabei

    Wir betreiben bereits im sechsten Jahr den Gemeinschaftsgarten mit viel Freude und Engagement. Ein fester Stamm, bestehend aus fünf Familien und mir, leistet regelmäßig Gartenarbeit. Sporadisch betreue ich eine Gruppe von 4 bis 6 Grundschülern, die im Rahmen der Sozialen Gruppenarbeit gärtnerisch aktiv werden können. Zwei Mitgärtner_innen sind aus gesundheitlichen Gründen und wegen Wegzugs aus Tübingen aus der Gartengruppe ausgeschieden. Kontakte mit Geflüchteten aus der Ukraine und Syrien führten nicht zur Teilnahme, da die Interessent_innen eigene Parzellen zur Bewirtschaftung wünschten.

    Wir bepflanzen in der Zwischenzeit 5 Hochbeete und haben für die Kinder noch 3 kleine und niedere Hochbeete aufgestellt. Zudem haben wir der Wiese einen kleinen Acker (ca. 4 auf 6 m) abgerungen und wir haben vor 3 Jahren ein Gewächshaus geschenkt bekommen. Das hat einen leichten Hagelschaden und die Vorbesitzer wollten sich ein neues zulegen. Im Rahmen des Klimawandels ist man aber für jedes Lüftungsloch dankbar.

    Um Gartengeräte besser unterstellen zu können, haben wir die Geschirrhütte durch einen Schreiner erweitern lassen. Wir nutzen die zusätzliche Dachfläche zum Regenwassersammeln. Ursprünglich war ein 1000 l Fass vorhanden, wir haben durch Neuanschaffung von 3 weiteren Fässern die mögliche Sammelmenge mehr als verdoppelt. Als weitere Baumaßnahme haben wir ein Tippi aus Stangen errichtet, an dem die Stangenbohnen hochwachsen und sich die Kinder darin verstecken können.

    Jedes Jahr erstellen wir zusammen einen Pflanzplan, damit auf den Beeten Wechselwirtschaft betrieben wird. Es gibt für alles was wächst und gedeiht eine ungeschriebene aber allgemein geachtete Ernteregel: Jeder kann sich für den eigenen Bedarf Früchte mitnehmen. Wenn gleichzeitig mehrere Früchte geerntet werden müssen, macht man von der Ernte ein Foto und legt sie zur Abholung durch andere in der Hütte bereit. So verfahren wir auch mit dem Obst, das zu Gelee, Marmelade oder Mus verarbeitet wird. Die Gläser stellt man in die Hütte und alle dürfen sich bedienen. Was nicht abgeholt wird, wandert in den Weihnachtsbazar des Stadtteiltreffs Wanne.

    Zwischenzeitlich haben alle Teilnehmer_innen einen Baumschnitt- und Sensenkurs absolviert. Den Baumschnitt haben wir dieses Jahr deshalb selbstständig durchgeführt. 

    Positiv möchte ich noch erwähnen, dass die Teilnehmer_innen auch ohne meine Anleitung und Anweisung selbstständig im Garten arbeiten. Im allgemeinen werden dabei gute Erfolge erzielt. Wenn mal etwas schief geht, wird aus Fehlern gelernt.

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  • Rosenheim: urban gardening an der Bib

    In Rosenheim gibt es auf dem Platz vor der Stadtbibliothek ein Gartenprojekt mit Büchertauschregal. Entstanden in Kooperation mit Studierenden.
    https://stadtbibliothek.rosenheim.de/news/alle/ein-bunter-platz-zum-chillen-der-salzstadel-br-beitrag/

    Außerdem gibt es eine Kooperation mit der Gemüseackerdemie im Rahmen des Projekts „StadtLeben“ (Schülerinnen und Schüler einer Grundschule bekommen drei „betreute Pflanzungen“)

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  • In Bottrop gibt es drei GG

    (Gu, Mail und Recherche)

    In Bottrop hat der Verein GemeinschaftsSinnGärten inziwschen drei Gemeinschaftsgärten mit angeschoben und aufgebaut.
    Neben dem bei uns im Netzwerk befindlichen Gemeinschaftsgarten am Kulturhof einen Nachbarschaftsgarten an einer Grundschule und einen Interkulturellen Nachbarschaftsfrauengarten:
    “ Am 21.06.2016 war der Startschuss für einen weiteren Gemeinschaftsgarten in Bottrop. Besucherinnen des Cafés Courage und ihre Kinder sowie Bewohnerinnen bauten gemeinsam mit Mitgliedern des Vereins GemeinSinnschafftGarten Hochbeete für Gemüse und Blumen.

    Das Café ist Treffpunkt für geflüchtete und in Bottrop lebende Frauen. Daher war von Anfang an das Ziel, dass die Beete das Quartier nicht nur verschönern sondern auch nachbarschaftliche Zusammenleben im VIVAWEST-Quartier auf dem ehemaligen Prosper III Gelände stärken sollen.

    Die Stadt Bottrop unterstützt das Projekt ausdrücklich. „Dieser interkulturelle Frauengarten ist genau das, was wir als Stadt mit dem im letzten Jahr begonnen Projekt „GemeinSinnschafftGarten“ anstoßen wollten“, sagt Carina Tamoschus vom Fachbereich Umwelt und Grün. „Nämlich über das Gärtnern Kulturen und Generationen zusammenzubringen.“. „Mit dem Verein GemeinSinnschafftGarten, der sich aus der Projektarbeit des letzten Jahres heraus gegründet hat, haben wir nun auch einen starken Praxis-Partner vor Ort“, ergänzt Dorothee Lauter vom Projektbüro InnovationCity.

    Die rund 20 Frauen und Kinder aus verschiedenen Ländern arbeiten Hand in Hand und am Ende stehen drei bunte Hochbeete auf der bis dahin ungenutzten Rasenflächen.“

    Zum Verein:
    Wie unterstützen wir …

    • Beratung bei der Planung von Gemeinschaftsgärten (Standort, Gestaltung usw.)
    • Verleih von notwendigen Werkzeugen und Geräten
    • Organisation von sogenannten „Bautagen“
    • Unterstützung beim Bau von Gartenkisten
    • Akquise von Unterstützern und Spenden
    • Organisation von Fortbildungen und Austauschforen wie z.B. Gartenstammtisch für GärtnerInnen
    • Bereitstellung von Informationen zum gemeinschaftlichen Gärtnern, zu aktuellen Veranstaltungen und interessanten Webseiten
    • Verbreitung der Idee des gemeinschaftlichen Gärtnerns in Bottrop

    Wie alles anfing …
    Der Verein „GemeinSinnschafftGarten“ ist aus dem gleichnamigen Projekt, das von der Stadt Bottrop gemeinsam mit der Fachhochschule Dortmund im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2015 – Zukunftsstadt des Bundeministeriums für Bildung und Forschung durchgeführt worden ist. Das Ziel des Projekts war die Aktivierung Bewohnerinnen und Bewohnern des innerstädtischen Raums für die Schaffung gemeinschaftlich genutzter urbanen Gärten. So sollte ein Stück Natur in die Stadt zurückgeholt werden, die Lebensqualität gesteigert werden und durch das gemeinsame Bauen, Pflanzen und Ernten der Zusammenhalt unter den Bürgerinnen und Bürgern gestärkt werden. Im Rahmen des Projekts sind zwei Gemeinschaftsgärten entstanden: Der Patengarten GemeinSinnschafftGarten am Kulturhof sowie der Interkulturelle Nachbarschaftsgarten „Im Beckedal“.

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