Schlagwort: H 17 Leipzig

  • Leipzig: 2025 schwieriges Jahr für H17

    (NL)
    Dieses Jahr war aufregend und zehrte an unseren Kräften, nicht zuletzt wegen der lang ausbleibenden Fördermittel und der stark gestiegenen Grundsteuer. Ob der wertvolle Stadtbaum auf unserem Grundstück gesichert werden kann, hängt weiterhin davon ab, was genau auf dem Nachbargrundstück mit der Nummer 15 passieren wird. Sehr ärgerlich waren auch die zwei Einbrüche im Garten, bei denen teure Kabel zerschnitten und gestohlen wurden.

    Gleichzeitig werden die Aussichten auf Fördermittel leider immer trüber und das Projekt „Grüner Montag“ kann in der jetzigen Form 2026 nicht wiederholt werden, was sehr schade ist, weil damit auch die geschaffene kleine Stelle wegfällt.

    Und dann kam kurz vor Weihnachten auch noch eine Mieterhöhung für das Grundstück.

    (Mail)

    Zum einen wird meine Stelle und das ensprechende Mitgärtnern-Projekt über eine Förderung durch die Postcode Lotterie leider nicht verlängert.

    Außerdem fordert der Grundstückseigentümer Terra Libra GmbH/Stiftung Edith Maryon

    (https://maryon.ch/stiftung/tochterunternehmen/terra-libra/herzlich-willkommen/)

    ab Januar eine indexbezogene Mieterhöhung um 17%, die wir jetzt auch trotz Verweis auf unsere Prekarität und bitte um Aussetzung der Verbraucherindexbindung nicht erlassen bekommen.

    Damit vergrößert sich die monatliche Mietbelastung im Vergleich zu 2024 um 112 Euro (50 Euro Grundsteuererhöhung, 62 Euro Mieterhöhung).

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  • Leipzig: Stadtgarten H17 braucht mehr Geld

    (Mail)

    Wir habe Ende Oktober endlich den Förderbescheid der Stadt Leipzig (Amt für Stadtgrün und Gewässer) bekommen und seit dem 5.12. auch das Geld auf dem Konto. Zwar müssen wir einen Eigenanteil übernehmen, aber eine großer Teil unser laufenden Kosten dieses Jahr ist dadurch zum Glück gedeckt und wir konnten dadurch im November noch 4 Workshops und Bildungsveranstaltungen anbieten.

    Nicht gedeckt ist allerdins die Erhöhte Grundsteuer. Der Erhöhung um 662 Euro auf 980 Euro stehen bisher nur 50 Euro zusätzlicher Spenden auf der Grundlage unseres Spendenaufrufs gegenüber.

    Um die gestiegenen Kosten im nächsten Jahr zu decken, planen wir unsere Fundraisingbemühungen inkl. Spendeneinwerbung zu intensievieren, aber das braucht leider etwas Anlauf, weil wir von Krankheit eingeschränkt sind. Und ich nehme jetzt erstmal meinen Jahresurlaub 🙂

    Gleichzeitig schielen wir auf das Nachbargrundstück Hähnelstraße 15. Da wollte eine Baugruppe bauen, die ist aber anscheinend wieder abgesprungen. Dennoch will der Eigentümer (eine

    Baulandentwicklungsfirma) einen viel zu hohen Preis für das Gurndstück und es ist eher unwahrscheinlich, dass wir da eine machbare Lösung mit einer Stiftung hinbekommen, um zukünftig auf einer größeren Fläche zu gärtnern und soziokulturell im Viertel zu wirken.

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  • Leipzig: Stadt fördert den Stadtgarten H17

    (NL)
    es gibt gute Neuigkeiten – wir haben nach langem Bangen zum Wochenbeginn endlich einen positiven Förderbescheid der Stadt Leipzig bekommen – das ist eine große Erleichterung!

    Gleichzeitig bleibt immer noch eine große Lücke von über 500 Euro, um die verdreifachte Grundsteuer zu stemmen. Auch den Eigenanteil zum städtischen Förderprojekt müssen wir finanzieren. 

    Und dann wurden uns schon zum zweiten Mal teure Outdoor-Stromkabel geklaut 🙁 Immerhin haben die Diebe diesmal die tollen Atlanten der Heinrich-Böll-Stiftung mitgeklaut, um sich weiterzubilden (mehr …)

  • Leipzig: Moorbeet im H17 fertiggestellt

    Abschließen konnten wir im Frühjahr aber endlich den Neubau des

    Moorbeetes im Eingangsbereich des Gartens! Im Anhang findest du Fotos.

    Letztlich hat Neudorff endlich torffreie Rhododendron- u. Hortensienerde

    im Angebot, mit annehmbaren Versandkosten – das als Tipp für andere

    Interessenten an Moorbeeterde. So konnten wir das Beet endlich befüllen

    und bepflanzen.

    Zusätzlich habe ich als Bildungsmaterial zum Mitnehmen von der

    Heinrich-Böll-Stiftungn Boden- und Mooratlanten bestellt, um über das

    Beet hinaus für die Thematik zu sensibilisieren und Besucher*innen die

    Möglichkeit zu geben sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen.

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  • Leipzig: Moorbeet und Grauwassertum um Stadtgarten H17

    (Bericht)

    Bei der Wahl des Standorts für das Moorbeet haben wir, bzw. damalige Vereinsmitglieder, uns
    leider falsch informiert. Ausgiebige Recherchen haben ergeben, dass ein Moorbeet an einem
    möglichst sonnigen Standort aufgestellt werden sollte. Heimische Karnivoren sowie
    Heidelbeeren gedeihen besonders gut in der Sonne. Da wir die alte Grundkonstruktion am
    schattigen Standort nicht weiterverwenden konnten, haben wir uns entschieden das Moorbeet
    komplett neu zu planen. Der Standort wird an den zentralen und sonnigen Garteneingang
    verlegt, wodurch es Besucher*innen gleich ins Auge fallen und auch für Bildungszwecke
    besser nutzbar sein wird. Auch haben wir uns für die Variante mit Teichfolie und
    Wasserspeicher entschieden. Der Wasserspeicher soll aus drei neben einander
    angebrachten, umgekehrten Bottichen gebaut werden und sorgt dafür, dass das Moor ständig
    feucht bleibt und nur gelegentlich gegossen werden muss. Unser neues Vorhaben hat den
    Bau etwas hinausgezögert und die Kosten (vor allem für das Bauholz) drastisch erhöht. Die
    Mühe hat sich jedoch gelohnt: Es entsteht ein wertvolles seltenes Biotop, das
    Kohlenstoffdioxid bindet. In den Folgejahren wollen wir einheimische Moorbeetpflanzen u.a.
    verschiedene Torfmoosarten, die durch ihr Absterben neuen Torf bilden, einsetzen.  

    Unsere Bibliothek über Umweltthemen hat mit dem Sachbuch Die Humusrevolution und
    Bildungsmaterial der Heinrich Böll-Stiftung (Versandkosten für kostenloses Bildungsmaterial:
    Insektenatlas, Plastikatlas, Meeresatlas, Mobilitätsatlas) an Zuwachs gewonnen. In nächster
    Zeit planen wir für unsere Literatur ein geeignetes Regal zur Aufbewahrung zu bauen. Dieses
    soll in der Hütte aufgestellt werden und von außen erreichbar sein. So kann die Bibliothek zu
    den Öffnungszeiten leicht geöffnet werden und die Literatur ist vor der Witterung geschützt.  

    Die Arbeiten am Tomatenunterstand haben sich unter anderem durch die Coronasituation
    leider über einen längeren Zeitraum hingezogen. Aber: was lange währt wird endlich gut! Im
    Frühjahr 2021 konnten wir den Unterstand, inklusive neuer Regenrinne, fertigstellen und
    freuen uns schon bald wieder verschiedene Tomatensorten anzupflanzen.
    Die Anschaffung der neuen Regentonne ermöglicht es in den nächsten Jahren, mehr
    Regenwasser aufzufangen und erspart uns Trinkwasser zum Gießen zu verwenden. Die
    Regentonne wurde im Eingangsbereich des Gartens aufgestellt und fängt das Regenwasser
    des Küchendachs auf.  

    Gleich neben der Küche steht der Grauwasserturm, der mit Hilfe der Fördergelder fertig gestellt
    werden konnte. Da wir uns nach ausführlicher Beratung mit dem Kollektiv für angepasste
    Technik (KanTe) für eine spezielle Bauform mit fester Tonne, Belüftungssystem und einem
    Unterbau als Erhöhung zum Auffangen des gefilterten Wassers entschieden haben, waren die
    Materialkosten deutlich höher und die Förderung durch die Anstiftung eine große Hilfe. In Ihm
    können täglich bis zu 40 Liter leicht verschmutztes Grauwasser (bei Abwasser vom Abspülen
    und Hände waschen, bzw. 20 Liter stärker verschmutztes Küchenabwasser) zu Gießwasser
    geklärt werden. In den Folgejahren wollen wir durch Bepflanzung die Klärwirkung weiter
    verbessern. (mehr …)

  • Stadtgarten H17 baut gärtnerische Infrastruktur aus

    (Antrag)

    Auch in diesem Jahr planen wir die Bepflanzung der Beete. Wir verzichten dabei auf torfhaltige Erde,
    chemische Dünger etc. und nutzen stattdessen z.B. das Prinzip der Hügel- und Hochbeete sowie
    Kompostproduktion. So gedeiht ein ökologischer Schaugarten, der im Kleinen damit experimentiert,
    wie   Nahrungsmittelproduktion   ohne   Nutzung   umweltschädlicher   und   nicht   lokal   verfügbarer
    Ressourcen und somit ohne Naturzerstörung und Ausbeutung möglich sein kann. Dafür soll in in
    diesem Jahr die Erhaltung der vorhandenen Struktur im Vordergrund stehen. Ausbesserungsarbeiten an
    den Hochbeeten, den Beetbegrenzungen und dem Tomatenhaus sind nötig. Auch die Reorganisation der
    Kräuterspirale wollen wir realisieren.
    Auch   sollen   nachhaltige,   viele   Jahre   benutzbare   Rankhilfen   gebaut   werden,   welche   aus   mobilen
    Einzelteilen bestehen und somit jedem Beet und den Bedürfnissen der rankenden Pflanzen (Erbsen,
    Bohnen,   Gurken,   Tomaten   etc.)   entsprechend   zusammengesetzt   werden   können.   Ebenso   soll   im
    Rahmen eines Workshops aus glasiertem Ton wiederbeschreibbare Pflanzenbeschilderung entstehen um
    allen (Gärtner*innen, Kindern, Nachbar*innen) die Möglichkeit zu geben zu erkennen, welche Pflanze
    sie vor sich haben.
    Für   die   praktische   Umsetzung   dieser   Vorhaben   benötigen   wir  torffreie   Komposterde.   Die
    Kompostproduktion auf dem recht kleinen Gelände reicht fürs Anreichern von Anzuchterde (so das
    keine gekauft werden muss). Die zusätzlich zu kaufende Erde brauchen wir um die Beete und die
    Kräuterspirale mit Kompostgaben zu versorgen, da das Grundstück ab einer Tiefe von 30cm mit Schutt
    verfüllt wurde. Nährstoffe sind dadurch für die Pflanzen nur unzereichend aus dem (tieferen) Boden zu
    beziehen.
    Zudem   brauchen   wir  samenfestes   Saatgut   &   Jungpflanzen.   Letztes   Jahr   ist   es   gelungen
    Tomatensaatgut zu gewinnen, welches wir nun dieses Jahr verwenden können. Zudem sollen 5-6
    „Bienenfreudeplätze“ entstehen. Neben einer bienenfreundlichen Mischkultur soll es zusätzlich kleine
    Orte geben, die nachhaltig mit Bienenpflanzen bepflanzt werden. Dabei soll berücksichtigt werden,
    dass diese das ganze Jahr über  Blüten  für Bienen und Schmetterlinge bieten und möglichst aus
    mehrjährigen Stauden bestehen um diese Plätze langfristig anzulegen.
    Außerdem benötigen wir  Materialien für Ausbesserungen  an den Beeten und der Kräuterspirale
    sowie zum Bau der Rankhilfen und Beschilderung. (mehr …)

  • Stadtgarten H17 entwicklet sich prächtig

    (Gu, Mail)

    im Garten blüht und wächst es gerade bestens und es geht voran. Wir sind ja gerade am Trinkwasseranschluss und an der Außenküche dran. Und eine Ausstellung gibt es ja auch wieder (mehr …)

  • Stadtgarten H17 in Leipzig hat sich gut weiterentwickelt

    (Gu aus Antrag und Antworten, 17.3.)

    Wir sind momentan 19 aktive Mitglieder, die auch alle gärtnern und sechs weitere unterstützen uns gelegentlich. Auf den Gemeinschafts- und Ausstellungsfläche können auch Nicht-Mitglieder zu den Öffnungzeiten sehr gern mitgärtnern.
    Der Garten ist 550 Quadratmeter groß und die Beetfläche insgesamt sind 103 Quadratmeter, davon sind 80 Quadratmeter Patenbeete. Momentan gibt es 31 Patenbeete und ein weiteres soll hinzu kommen.

    Patenbeete sind Beete, die für einen symbolischen Euro pro Quadratmeter von einzelnen Mitgliedern begärtnert werden. Sie sind ebenfalls Teil des „Schauengartens“. Wir verstehen unseren Garten insgesamt als Schau- und Mitmachgarten, da dieser zu den Öffnungszeiten allen Besucher*Innen offen steht. Der Garten soll sichtbar machen, wie ökologisches und nachhaltiges Gärtnern in der Stadt aussehen kann.
    [Sie wollen die Ausstellung der Gartenwerkstatt Marburg zeigen „Wurzelgemüse – vergessene Vielfalt“]:
    Für die Ausstellung müssen wir Schautafeln und entsprechende Halterungen bauen. Dafür brauchen wir Holz. Außerdem müssen wir die Erklärungen zu der gepflanzten Ausstellung farbig drucken lassen, z.T. in Plakatgrößen und diese einlaminieren lassen. Außerdem wollen wir Flyer drucken lassen, um die Ausstellung und das entsprechende Begleitprogramm, wie Führungen zu bewerben.
    Wir haben letztes Jahr im ganz geringen Umfang Saatgut selber gewonnen. Wir haben unomplizierte Pflanzen selber vorgezogen und hatten dadurch zusätzlich Jungpfanzen.

    Es können auch Leute mitmachen, die nicht im Verein sind. Sie nennen ihr Angebot „Schau- und Mitmachgarten“, um möglichst niedrigschwellig Zugang zu ermöglichen. Sie wollen auch in 2016 wieder Garten-Café und Garten-Essen-Abende veranstalten, Kinovorführungen, Workshops, Feste. Sie haben eine Gartensprechstunde und eine Wissenstauschbörse.


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  • H17 in Leipzig gründet Verein

    (Gu, Mail, 12.11.)

    „wir sind eine offener Gemeinschaftsgarten, der den Vereinsmitgliedern und zu einigen Veranstaltungen und Terminen allen Interessierten offen steht. (Im Moment bespielen wir ein Winterquartier mit Gartenspezifischen Filmen, ab dem Frühjar wollen wir wieder möglichst tägliche Öffnungszeiten und Veranstaltungen im Garten machen). Der Verein steht auch allen offen und ist gemeinnützig. Die Fläche ist 550 qm groß. Das Besondere an unserem Projekt ist wohl, das wir als Zwischennutzung begonnen und den Garten seit 2010 aufgebaut haben, mit der Aufwertung des Viertels und der angestrebten Verwertung des Grundstücks durch den Eigentümer jedoch nicht weiter ziehen wollten auf eine Brache am Stadtrand, sondern nach einer Lösung gesucht haben bleiben und das Projekt ausbauen zu können. Dies gelingt uns wahrscheinlich zusammen mit der Stiftung Edith Maryon und wir hoffen so einen Freiraum erhalten zu können, der einen kritischen Blick auf die Stadtentwicklung sowie die gesellschaftlichen Verwertungs- und kapitalistischen Wirtschaftsprozesse werfen will.“

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