Schlagwort: Halle Planetengarten

  • Halle: Freiimfelde, Planetengarten und Celtis-Kulturgarten

    (Projektbesuche)
    2014 wurde in Halle im Stadtteil Freiimfelde der Verein Freiimfelde e.V. gegründet, um aus einer alten Industriebrache einen Park zu machen – als Nachbarschaftsprojekt: mit und für die Nachbarschaft. Wichtig war hierfür die Kooperation/Initiative der Montag Stiftung, die am Anfang die Projektentwicklung gestaltet hat, viel finanziert hat und den Verein den Park sozusagen geschnenkt hat. Der Gemeinschaftsgarten ist ein Teil des Parks. Hier gärtnern Menschen aus der Nachbarschaft hauptsächlich in individuellen Beeten, meistens mit ihren Familien oder gemeinsam als kleine Freundesgruppe – in Hochbeeten. Im Garten stehen auch einige Kunstwerke – nebenan hat ein Künstler sein Atelier. Die Gruppe kennt sich, ab und an kommt wer dazu oder jemand hört auf.
    Der Garten hat beim Freiwilligentag in Halle mitgemacht, der am Tag meines Besuchs vorbereitet wurde. Die Fläche (Garten, Altelier, Wiese) ist durch einen hohen Zaun mit Schloß abgesichert.

    Direkt neben dem Gemeinschaftsgarten, verbunden durch ein Tor aus Zweigen, ist ein großer Apothekergarten, der hauptsächlich von einer Person bewirtschaftet wird. Der Teil sieht wild aus, hier wachsen die Pflanzen direkt in der Erde, doch sind unterschiedliche Beetstrukturen und verschlungene Wege geschaffen worden, ab und an auch eine Art Miniteich. Hier stehen auch Bienen, die „in Schwarmlaune sind“ (so mein Gesprächspartner).

    Der Planeten Garten in Halle wurde Anfang 2023 von Stadt und GutAlaune ins Leben gerufen. Auf der verwilderten Fläche war vor Jahren mal der Sportplatz der angrenzenden Schule. Von Anfang an sollte hier nicht nur ein gärtnerisch genutzter Ort entstehen, sondern ein Treffpunkt für die Nachbarschaft für viele Nutzungen. Anfangs ging es dabei hauptsächlich um Kinder und Jugendliche. Diese für gärtnerisches zu begeistern, ist auch hier schwierig, doch kommen z.B. junge Familien. Die Kinder nutzen gerne das Baumhaus. Seit diesem Jahr ist ein Bauspielplatz mit auf der Fläche. Gemüse wird noch recht wenig angebaut, bisher stand der Aufbau der Infrastruktur an – so gibt es ein tolles Gartenhäuschen mit Küche und Solarstrom, zwei Kompostklos), eins davon barrierearm, ein großes Sonnensegel kann gespannt werden (Sonne/Regen), Blühwiesenbeete, Kräuterbeete wurden in Workshops angelegt, es gibt schon einige Beerensträucher.
    Die Koordinatorin des Gartens/die Kerngruppe möchte mehr Menschen fürs Gärtnern gewinnen, so wurden gerade Hochbeete gebaut, die sie verpachten wollen, um Menschen zu erreichen, die ihr eigenes Beet haben wollen. Sie denken dabei an Senior*innen.
    Geld bekommen haben sie von der Postcode, die Orga-Gruppe bekommt darüber Honorare. Die Hauptansprechpartnerin wurde durch einen Aufruf im NL vom GutAlaule gewonnen, da wurde jemand gesucht der/die Lust hat, sich organisatorisch in den Garten einzubringen.

    Der Celtis-Kulturgarten ist auf der Fläche des ehemaligen zentralen Schulgartens der Stadt. Die Stadt hat diesen Schulgarten vor 10 Jahren aufgegeben. Die Stadt hatte üebrlegt, das Gelände zu bebauen (es ist 3ha groß), doch konnte es für gärtnerische Nutzung erhalten werden. Ein Stadtrat (heute im Landtag), der eine Gartenbaufirma hat, hat das erst genutzt, dann kamen so viele Interessierte, die dabei sein wollet, dass sie 2016 einen Verein gegründet haben. 
    Als Pächter/Mieter ist ein Naturkindergarten mit auf der Fläche, deren Pacht/Miete den Löwenanteil der Kosten deckt. Im Verein sind 30 Leute, die neben dem Vereinsbeitrag auch einen Nutzungsbeitrag zahlen.
    Außerdem muss jedes Vereinsmitglied 20h p.a. bei den Gemeinschaftsarbeiten dabei sein. Sie machen ca. 4 gemeinsame Tage pro Jahr, mache leisten ihre Stunden aber auch außerhalb dessen ab – und manche kaufen sich auch frei und zahlen mehr.
    Der jetzige Vorstand macht wenig Vorgaben, alle dürfen da gärtnern, wo sie wollen, es gibt wenig Schilder. Der Vorstand vorher hat viele Schilder und Infos aufgehängt („bitte gieß mich“, „bitte denk daran, dass…“,) und Regeln, was einige abgeschreckt und zu Unmut geführt hat.
    Der Garten hat sehr viele Bereiche und liegt auf einem Hügel mit Felsen. Teile und Wege sind sehr verwildert, sie kommen mit der Pflegearbeit nicht nach und brauchen eigentlich jemanden, der/die das machen würde – möglichst so, dass diese Person keine Anleitung braucht. Anträge schreiben, jemanden anleiten o.ä.: dazu hat niemand Zeit. Die Leute aus dem Vorstand machen ab und an Angebote für BUND und andere Gruppen, aus der Mitgliedschaft sind wenige über das Gärtnern hinaus aktiv.
    Vandalismus ist gar kein Problem, geklaut wird wohl auch nix. Bis auf weitere Mithilfe beim Bändigen der wild und schnell wuchernden Pflanzen gibt es keinen Unterstützungsbedarf. (mehr …)

  • Halle: GutAlaune baut Planetengarten auf

    (Antrag, Antworten)

    Seit Anfang 2023 baut das Jugendarbeitskollektiv JutAlaune in Kooperation mit der Stadt Halle einen
    Gemeinschaftsgarten in Trotha auf. Das Gelände hat eine Fläche von ca. 3000 m 2
    , mit vielen
    Laubbäumen und Sträuchern. Historisch gehörte das Gelände ehemals zur Schule und zur
    angrenzenden Feuerwehr. Auch ein Fußballplatz soll hier mal gewesen sein. Das städtische
    Grundstück liegt mitten im Wohnviertel und ist durch einen Zaun und ein großes Tor umrundet. Auf
    dem Grundstück steht ein ausgebauter Bauwaagen, in dem auch gekocht werden kann. Der
    Bauwagen verfügt über Solarmodule auf dem Dach, sodass ökologischer Strom genutzt werden kann.
    Die Zugänglichkeit des Grundstücks außerhalb des regelmäßigen offenen Gartens für GärtnerInnen
    ist durch eine Schlüsselbox und einen zweiten Eingang mit Zahlenschloss gegeben. Der Ost bietet viel
    Raum für Gestaltung und Ideen aus der Nachbarschaft. Das Ziel dieses Projektes ist es, gemeinsam
    mit den AnwohnerInnen einen Begegnungsort zu schaffen, in dem gegärtnert, gebaut, ausprobiert
    und sich ausgetauscht werden kann.
    III. Die Visionen & Umsetzung
    Bei einem Workshop mit Menschen aus der Nachbarschaft haben wir Ideen und Wünsche für die
    Gestaltung des Gartens gesammelt. Die Wünsche an den Ort sind vielfältig und reichen von
    gemeinsamen gärtnern bis hin zu einem Nachbarschaftscafé und Veranstaltungen, wie gemeinsame
    Feste. Etabliert haben wir bisher einen festen Gartentag am Donnerstagnachmittag. Hier sind alle
    Menschen eingeladen, die den Garten kennenlernen möchten, gärtnern möchten oder auch einfach
    nur den Schatten der Bäume genießen wollen. Momentan kommen zum offenen Gartentag immer 2-
    3 Menschen, wobei manche Menschen regelmäßig kommen und auch immer neue Gesichter dabei
    sind. Zusätzlich zu den regelmäßigen Gartentagen gibt es regelmäßige Mitmach- Tage, an denen wir
    bestimmte Projekte im Garten angehen. So ist im letzten Jahr zum Beispiel mit Kindern ein Lehmofen
    entstanden, in dem Pizza und Brot gebacken werden kann oder es wurden mit Nachbarinnen und
    Nachbarn neue Beete und ein Naschgarten mit Beerensträuchern angelegt. Die Informationen zu den
    Aktionen streuen wir über Aushänge im Schaukasten vor dem Grundstück und angrenzenden Läden,
    über einen Telegram Kanal und unseren E-Mail Newsletter. Bei größeren Aktionen kooperieren wir
    mit der Bürgerstiftung und der Freiwilligenagentur Halle. Im vergangenen Schuljahr haben wir
    außerdem die Garten AG des Horts betreut und hier vielfältige Angebote für die Kinder geschaffen.
    Das Gelände ist nicht versiegelt und es gibt keine festen Wege. Der humose Boden eignet sich dafür
    Beete zum Teil direkt in der Erde anzulegen. An anderen Stellen wiederum ist das Anlegen von
    Hochbeeten geplant, um das Gärtnern auch für eingeschränkte Menschen attraktiv zu gestalten. Eine
    Vision ist es außerdem den Garten möglichst barrierefrei zu gestallten. In einem Bau-Workshop soll
    eine rollstuhlgerechte Terrasse entstehen, wir wollen gemeinsam mit Jugendlichen ein
    rollstuhlgerechtes Hochbeet bauen und die Hauptwege im Garten für die Nutzung mit Rollstuhl und
    Rollator ebnen. Eine weitere Vision ist es, dass der Garten und damit der Raum auch zukünftig von
    anderen Vereinen und Initiativen genutzt wird.
    IV. Das Team
    Das Team besteht momentan aus 4 Personen, die sowohl die Organisation des Gartens als auch die
    Umsetzung der offenen Gartentage und Aktionstage als Aufgabe hat. Wir organisieren uns kollektiv
    und übernehmen je nach Kapazitäten verschiedene Aufgaben. Zu dem festen Team kommen die
    Nutzerinnen und Nutzer des Gartes. Momentan haben wir zwei private Beete vergeben. Zu den
    offenen Gartentagen (Do Nachmittag) kommen im Schnitt 3 -4 Personen, wobei es sich hier nicht
    immer um dieselben Personen handelt. Unsere Mitmach-Tage sind mit 5-10 Personen auch immer
    gut Besucht. Wir sind bemüht den Garten in der Nachbarschaft noch mehr zu bewerben. Bis Ende Juli
    läuft noch eine Förderung der PostCode Lotterie. Um die Arbeit in dem Umfang fortsetzten zu
    können suchen wir momentan noch nach passenden Fördermöglichkeiten und schreiben Anträge.
    V. Kooperationen & Vernetzung
    Wir sind in der Stadt gut vernetzt mit der Freiwilligenagentur, der Bürgerstiftung und dem
    Freiraumbüro Halle und stehen im Austausch mit dem Quartiersmanager von Trotha. Außerdem ist
    die evangelische Gemeinde sehr wichtig für den Zusammenhalt im Viertel. In den Sommermonaten
    finden die regelmäßigen Quartiersrunden hier im Garten statt. Außerdem gab es im Schuljahr
    2023/2024 eine Kooperation mit dem Hort Delta. Eine Vernetzung der Gemeinschaftsgärten in Halle
    ist in Planung und soll noch dieses Jahr angestoßen werden. Ab Juni wird der Verein KrimZkrams e.V.
    auf der Fläche einen Bauspielplatz etablieren, sodass die Fläche dann gemeinsam genutzt wird. Mit
    der Etablierung des Bauspielplatzes ändert sich die rechtliche Grundlage der Flächenpatenschaft hin
    zur offiziellen Miete der Fläche beim Grünflächenamt der Stadt (Halle), was für uns eine
    Langfristigkeit des Projektes garantiert. Ein großer Vorteil der Kooperationen, vor allem durch den
    Bauspielplatz, ist die erhöhte Sichtbarkeit und Zugänglichkeit der Fläche für die Nachbarschaft.
    VI. Material & Zweck
    Wir möchten mit den Materialien zum einen Möglichkeiten für die Nachbarschaft bieten, sich
    einzubringen und selbst tätig zu werden und zum anderen zum Verweilen einladen. Wir möchten so
    einen Raum schaffen, der von der Nachbarschaft als Begegnungsort angenommen und genutzt wird.
    Trotha ist ein Stadtteil in Halle, mit einem Defizit an Infrastruktur für soziale Projekte und sozio-
    kulturelle Räume. Gleichzeitig ist dieses Stadtgebiet geprägt von sozial schwachen Strukturen und
    benachteiligten Anwohnenden. Wir möchten durch Workshops und gemeinsame Bauaktionen
    Wissen vermitteln und die Teilnehmenden so befähigen auch selbst Ideen zu entwickeln und
    umzusetzen. Dabei legen wir Wert auf eine Kreislaufwirtschaft und möchten den Menschen über
    Upcycling sowie Reparatur und Wiederverwendung von Materialien nachhaltige
    Gestaltungsmöglichkeiten näherbringen. Die finanziellen Mittel über die Förderung der anstiftung
    sollen in den gemeinsamen Bau von Infrastruktur fließen (barrierefreie Terrasse für
    Nachbarschaftskaffee, Hochbeete & Bänke). Außerdem möchten wir mit Hängematten und einer
    Tischtennisplatte das Gelände beleben und Anreize zum Aufenthalt auf der Fläche schaffen. Für den
    Gemüse- und Obstgarten möchten wir Pflanzen kaufen und diese auf gut vorbereitete Beeten mit
    Kompost versorgen. Zur Grundstückspflege benötigt es noch weitere Gartenwerkzeuge und da wir
    momentan noch nicht über einen Wasseranschluss verfügen brauchen wir weitere Infrastruktur zur
    Bewässerung der Beete

    1. Was sind die Rahmenbedingungen für eine Grünflächenpatenschaft?
      Die Grünflächenpatenschaft läuft direkt über einen Vertrag mit der Stadt Halle, vertreten durch den Oberbürgermeister. Patenschaften können von Einzelpersonen, Nachbarn, Gruppen, Vereinen oder Schulklassen übernommen werden. Die Gestaltung der Flächen ist dabei sehr individuell. Die Fläche gehört weiterhin der Stadt, gestaltet und gepflegt wird sie aber von der oder dem Paten. Vertraglich wurde die Entstehung eines Stadtteilgartens festgeschrieben.Die Patenschaft wird noch in diesem Jahr in ein Mietverhältnis umgewandelt. Die Fläche wird dann von dem Verein kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V.  gemietet und wir werden einen Kooperationsvertrag mit zugehörigem Untermietvertrag erhalten. Die Kosten für die Miete trägt die Stadt Halle selbst. Hier steht der Verein kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V. im Kontakt mit der Stadt Halle (Saale). Das Projekt Bauspielplatz wird in einem bestimmten Bereich des Geländes stattfinden (ca. 600 qm).
    1. Ist die Nutzung der Fläche befristet?
      Die Nutzung der Fläche (momentan über die Patenschaft, später über einen Mietvertrag) ist nicht befristet und das Projekt ist auf lange Sicht angelegt.
      Durch das kommende Mietverhältnis haben wir außerdem mehr Rechte und eine langfristige Perspektive. Auch die Stadt ist sehr an einer nachhaltigen Nutzung der Fläche interessiert. Der Bauspielplatz auf der Fläche ist Teil der städtischen Kinder- und Jugendarbeit im Trotha.
    1. Gibt es eine Ansprechperson in der Stadtverwaltung für Gemeinschaftsgärten?
      Es gibt keine Ansprechperson explizit für Gemeinschaftsgärten in der Stadtverwaltung. Unsere Ansprechpersonen setzten sich zusammen aus dem Quartiersmanagement ( Gregory Ward, quartiermanagement@halle.de, dem Dienstleistungszentrum Bürgerbeteiligung, der Bürgerstiftung und dem Grünflächenamt)
    1. Geht die Kooperation mit der Stadt über die Grünpatenschaft hinaus? Beteiligt sich die Stadt finanziell oder mit Materialien oder Dienstleistungen am Aufbau des Gartens?
      Die Stadt beteiligt sich bisher nicht finanziell am Aufbau des Gartens. Wir stehen mit dem Grünflächenamt im Kontakt, um Holzhackschnitzel zu beziehen. Bereits letztes Jahr erfolgte eine Lieferung mit Holzhackschnitzeln. Im letzten Jahr hat die Stadt vor dem Beginn der Patenschaft noch einmal Geländepflege, in Form von Mäharbeiten durchgeführt. Zum Thema Baumpflege werden wir zeitnah mit dem Grünflächenamt Kontakt aufnehmen, damit im Herbst nötige Arbeiten durchgeführt werden können. Hier sehen wir die Stadt als Eigentümer in der Pflicht.
    2. Auf was bezieht sich die Förderung der PostCode Lotterie? (Sind das Honorar, die ihr braucht, um die Gartentage zu machen) Und was passiert, wenn ihr keine Anschlussgelder bekommt?
      Die Förderung wurde im Bereich sozialer Zusammenhalt gestellt und bezieht sich auf die initiale Gestaltung des Geländes und die Etablierung des Gartenprojektes als gemeinschaftsgetragener lebendiger Austausch- und Bildungsort. Es werden sowohl Sachkosten als auch Honorarkosten bis Ende Juli gefördert. Zu den Sachkosten zählen unter anderem die Beerensträucher für den Naschgarten aber auch Schilder, sowie Gartengeräte und eine künstlerisch-pädagogische Leitung des Gartens. Honorarkosten wurden für Workshops, Öffentlichkeitsarbeit und Aktivitäten Ehrenamtlicher veranschlagt.
      Durch den Verein kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V. und dem Projekt Bauspielplatz ist die Fläche auch nach Auslaufen der Förderung gesichert. Auch nach dem Auslaufen der Förderung der PostCode Lotterie wollen wir den offenen Gartentag ehrenamtlich weiterführen und schreiben gleichzeitig weitere Förderanträge, um den Fortbestand des Gartenprojektes auf der Fläche zu sichern.
    3. Wie viele Beete sind geplant? Was für einen (auch räumlichen) Stellenwert hat da Gärtnern?
      Momentan gibt es 9 Beete in unserer Gartenecke auf der Fläche und ein weiteres großes Kürbis-Beet. Diese Anzahl der Beete kann je nach Interesse der Anwohnenden nochmal um ca. 10 Beete vergrößert werden. Zusätzlich können Hochbeete gebaut werden. Das Gelände bietet hier noch viel Platz und Möglichkeiten. Außerdem haben wir bei unserem letzten Mitmach-Tag eine Fläche von Brombeeren befreit, auf der zwei Hügelbeete entstehen werden.
    4. Sind die Wege denn barrierefrei?
      Die Wege sind alle mit Holzhackschnitzel ausgelegt und zum Teil auch schon rollstuhlgerecht. Ziel ist es einen durchgängigen breiten barrierefreien Weg über das Gelände anzulegen. Dazu müssen die Wege noch besser geebnet und verbreitet werden. Hier gibt es schon gemeinsame Pläne mit dem Verein kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V..
    5. Wo soll die Terrasse entstehen (am Bauwagen?) und ist diese für das Gärtnern wichtig? Habt ihr für die Finanzierung schon an die Aktion Mensch gedacht?
      Die Terrasse soll am Bauwagen als Eingangsbereich entstehen. Momentan liegen hier Paletten und ein barrierefreier Zugang zum Bauwagen ist nicht gewährleistet. Unebenheiten im Gelände könnten hierdurch ausgeglichen werden. In dem Wagen befindet sich neben Getränken für die GärtnerInnen auch Werkzeug und Handschuhe, daher ist der barrierefreie Zugang sehr wichtig. Wir haben durch Gespräche mit den Anwohnenden außerdem gemerkt, dass so ein Aufenthaltsort (welcher vom Eingang einsehbar ist) dazu einladen würde, in den Garten zu kommen. Der Großteil des Gemüsegartens befindet sich weiter hinten im Gelände und ist daher vom Eingang nicht gut einsehbar. Bei der Aktion Mensch haben wir bereits einen Förderantrag für eine barrierefreie Toilette gestellt. Hier warten wir noch auf eine Rückmeldung.
    6. Wer würde die Terrasse bauen und wie viele Menschen könnten am Bau teilnehmen?
      Der Bau der Terrasse wird durch uns geplant und und im Rahmen eines Workshop durchgeführt. Zielgruppe dieses Workshops sind Jugendliche aus Trotha. Eine Person aus unserem Team ist ausgebildeter Tischler und hat bereits Erfahrung in der Jugendarbeit. Die Teilnahme ist kostenfrei und die Honorarkosten können entweder noch über die PostCode Förderung abgerechnet werden oder es wird eine Förderung für Bildungsprojekte bei der Stadt Halle (Hallianz für Vielfalt) beantragt. Hier ist es sehr unbürokratisch möglich einzelne Aktionen fördern zu lassen. Die Anzahl der Teilnehmenden beschränkt sich auf 6 Personen, damit eine gute Betreuung und Ausstattung mit Werkzeugen gewährleistet werden kann.
    7. Wie viele Hochbeete wollt ihr bauen und wer baut diese dann?
      Die Anzahl der Hochbeete orientiert sich stak an dem Interesse und der Nachfrage der Anwohnenden. Da sich der Garten momentan noch im Aufbau befindet rechnen wir mit einem steigenden Interesse.
      Die Fläche bietet Platz für bis zu 8 Hochbeete. Gebaut werden können die Hochbeete im Rahmen von Mitmach-Tagen aber auch nach Absprache von den GärtnerInnen in Eigenregie. Die Werkzeuge und Materialien stellen wir zur Verfügung.
    8. Könnten sich die Kooperationspartner an der Finanzierung des Gartens beteiligen?
      Die Kooperationspartner können sich nur indirekt an der Finanzierung des Projektes beteiligen. So unterstützt uns die Gemeinde bei Festen z.B. mit Sitzgelegenheiten und Kuchen, deren Spendenerlös dann an den Garten geht. Außerdem profitieren wir vom kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V. (z.B. gemeinsamer Ausbau der Wege, Nutzung von Holzspenden). Das städtisch finanzierte Projekt Bauspielplatz sieht allerdings keine finanzielle Unterstützung des Gemeinschaftsgartens vor. Bei der gemeinsamen Planung von Veranstaltungen und Workshops profitieren wir aber sicher von den finanziellen Mitteln des Vereins.
    9. Sind Migrant*innen eine eurer Zielgruppen?
      Ja, MigrantInnen sind auch eine unserer Zielgruppen. Laut der aktuellen Sozialraumanalyse ist der Anteil der ausländischen AnwohnerInnen in den letzten Jahren in Trotha auf 7,8% gestiegen (18% 0-18 mit MGH) (Stand 2023). 2020 lag der Anteil noch bei 4,4%. Ein weiter Anstieg ist zu erwarten. Der Gemeinschaftsgarten wird in der aktuellen Sozialraumanalyse unter anderem als Angebot für Demokratieförderung und Partizipation von Jugendlichen genannt. Zeil ist es, dass auf dem Gelände ein Ort der Begegnung entsteht und sich alle Menschen, unabhängig von Geschlecht, Sexualität oder Herkunft wohlfühlen. So haben wir es auch in unserem Schaukasten kommuniziert.
    10. Wie sind die Kommunikations- und Entscheidungswege?
      Das Organisationsteam kommuniziert für kurze Abstimmungen über eine Telagram Gruppe und wir haben uns bisher je nach Bedarf aller 14 Tage zum Plenum getroffen um uns auf den neusten Stand zu bringen, Ideen auszutauschen und Aufgaben zu verteilen. Entscheidungen werden im Kollektiv besprochen. Da wir uns bei den offenen Gartentagen auch regelmäßig sehen sind wir immer ganz gut informiert.
      Zusätzlich haben wir für uns ein Pad zur Koordination der Termine und offenen Gartentage und eine Nextcloud zur gemeinsamen Arbeit an Förderanträgen.
      Zur Kommunikation nach Außen nutzen wir einen Telagram-Kanal, einen E-Mail Newsletter und die Plattform nebenan.de um über Aktionen und Termine zu informieren. Außerdem gibt es noch eine weitere Telegram-Gruppe für Absprachen unter den GärtnerInnen. Beim offenen Gartentag gibt es immer die Möglichkeit mit uns ins Gespräch zu kommen, um Ideen und Wünsche auszutauschen.
      Mit dem kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V. planen wir ein monatliches festes Treffen.
      Für die Zukunft wünschen wir uns selbstorganisierte AG´s, die sich auf der Fläche in unterschiedlichen Projekten einbringen und ihre Visionen und Ideen verwirklichen.

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