Schlagwort: Heilkräutergarten

  • Köln: Demogarten ist Ort der Heilung

    Die Tagung Ende Juni im Heilkräutergarten resoniert bis heute nach und prägt mehr und mehr unsere Arbeit im Demogarten.

    Ich hatte damals ja schon ein bischen erzählt…wir bauen auf so 700 m2 Gemüse, sind ein team aus 5 Gärtner_innen, wovon 4 ezidische Frauen aus Shengal sind. Wir arbeiten außerdem sehr eng mit der Frauengruppe „Frauen in porz“ zusammen, wo meine Kolleg_innen sehr empowernde und trauma-sensible Arbeit mit einer Gruppe an Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrung leisten. Die Kolleg_innen selber kommen u.a. aus kurdisch-feministschen Kämpfen aus dem Iran, was ihre Haltung und Arbeit radikal prägt.

    Bisher haben wir im Gartenprojekt vor allem Zugang und Teilhabe zu gesunder, regionaler Ernährung zentriert, und dabei einen starken Fokus auf Ernährungssouveränität als Teil der Stadtteilsarbeit gehabt. Da der Garten sehr stark von den Frauen frequentiert wird, wächst unser Anspruch an den Garten als Ort der Heilung. Dafür kam die Tagung in Berlin genau zum richtigen Augenblick. Wir haben daraufhin begonnen, regelmäßige Heilkräuterworkshops gemeinsam zu gestalten. Mittlerweile treffen wir uns wöchentliche, machen Erzähl-circles zu Rezepten und Heilkräutern aus der Kindheit der Frauen, aus den unterschiedlichen Regionen, und verarbeiten so viel wie möglich von unseren eigenen Kräutern selber. 

    Das waren bisher unterschiedlichste Teemischungen, Tinkturen, Fire Cidres und Salben aus Schafsgarbe. Das, was wir herstellen, verteilen wir an die Frauen und das direkte Umfeld. 

    Es ist bisher alles recht klein, ohne Internetauftritt und basiert sehr auf unseren direkten Beziehungen und Freundschaften, aber der Effekt ist wahrlich wunderbar und das Feedback der Mitmachenden immer sehr sehr positiv. Immer wieder wird uns rückgemeldet, wie gut das Zusammensein, das Erzählen, das Arbeiten mit den Händen, das gemeinsame Lachen und Weinen tut, das Draußen-Sein.

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  • Nürnberg: Klosterhof des Germanischen Nationalmuseums noch kein GG

    Der große Klosterhof ist erst einmal für die kommenden vier bis fünf Jahre angelegt, es ist noch keine endgültige Planung, weil dann vor Ort noch einmal Bauarbeiten stattfinden. Ich würde den Klosterhof auch aktuell (leider) nicht wirklich Gemeinschaftsgarten nennen, weil der Großteil des Gärtnerns durch engagierte Kolleg*innen unserer internen AG übernommen wird. Der Hof ist jedoch aus unterschiedlichen Gründen leider nicht für alle Menschen zum Gärtnern geöffnet – es wäre sehr wünschenswert, dass er sich in diese Richtung entwickelt, jedoch liegt diese Entscheidung nicht in meinen Händen und hier spielen viele unterschiedliche Faktoren bei uns im Museum eine Rolle.

    Wir haben nun bereits in der zweiten Saison mit einer partizipativen Pflanzaktion gestartet, und gemeinsam mit interessierten Menschen aus der Stadtgesellschaft unsere Gemüsebeete bepflanzt. Aktuell haben wir drei Themenbereiche in den Beeten: alte Gemüsesorten, Heilkräuter nach Hildegard von Bingen und Färbepflanzen(neu seit diesem Jahr und noch in der Entwicklung). Dabei achte ich darauf, dass wir Anbindungen zur Sammlung und Geschichte des Germanischen Nationalmuseums bieten.

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  • Tübingen: Wilde Linde

    (Antrag, Antworten)

    Wir werden in die Gartensaison 2022 am 15.03. mit einem Team von sieben Personen starten.
    Stattgefunden hat bereits ein Gespräch mit dem Direktor der benachbarten Grundschule, mit dem
    eine Kooperation abgesprochen wurde.
    Pflanzenbaulich möchten wir in 2022 zusätzlich zu unseren üblichen Tätigkeiten, die im Jahresbericht
    2021 beschrieben sind, Folgendes umsetzen:
     Anlegen eines kleinen Heilkräutergartens
     Anpflanzen weiterer Blühsträucher
     Daran arbeiten, dass unsere große Wiesen blühender wird
     Begrünung unseres Gerätewagens
     Weiteren Platz für einjährige blühende Pflanzen einrichten

    1. Was hat die Gruppe für Ideen, welche Maßnahmen sind geplant, damit die Gruppe wieder wächst. Viele Gärten sind ja in den „Corona-Jahren“ gewachsen, haben sich bei der Wilden Linde nicht mehr Leute für das Mitgärtnern interessiert? Gibt es Schilder am Garten, wie macht ihr darauf aufmerksam? Gibt es vielleicht mal wieder eine Infoveranstaltung oder Angebote im Garten für die Nachbarschaft?

    Neben der erwähnten Kooperation mit der benachbarten Grundschule haben wir ganz aktuell eine eigene Webseite in Vorbereitung, die als eine Art digitales schwarzes Brett mit Terminen, Vorhaben, etc. fungieren soll.

    Auf die Zahl der Mitmachenden in der Wilden Linde hatte Corona keinen bemerkbaren Einfluss. Der Unterschied zu anderen Gärten lässt sich möglicherweise dadurch erklären, dass Studierende teilweise während der digitalen Lehre gar nicht in Tübingen waren. Generell bleiben bisher nur wenige Leute über mehr als ein Jahr aktiv.

    Es gibt zwei Schilder am Garten. Von dort aus wird man in Zukunft auch zum „digitalen schwarzen Brett“ gelangen. Das Werkstadthaus veröffentlicht außerdem Termine im Newsletter und auf seiner Webseite. Von der Kooperation mit der benachbarten Grundschule versprechen wir uns ebenfalls eine erhöhte Sichtbarkeit (z.B. in der Elternschaft).

    1. Beteiligen sich die Gärtner*innen inzwischen an den Kosten für Saatgut und Pflanzen? Welche Möglichkeiten sehr ihr, dass der Garten unabhängiger von Fördergelder werden kann?

    In der letzten Saison gab es vereinzelt Sachspenden (z.B. Natur-Randsteine, Schrauben & Muttern, Kette mit Zahlenschloss, Schneckenkorn und Setzlinge). In Zukunft sollen freiwillige Geldspenden erleichtert werden (z.B. via Paypal).

    1. Gibt es Überlegungen dazu, dass mehr Kooperationspartner (z.B. aus dem Stadtteil) gewonnen werden können und der Garten auch von Gruppen genutzt wird?

    Ja, diese Überlegungen ergeben sich aus der Lage des Gartens: Er befindet sich in einem Erholungsgebiet an einem Fahrradweg zwischen Innenstadt und Freibad. Die nächsten Gebäude sind Schulen. Mit diesen planen wir uns zu vernetzen. In den letzten zwei Jahren wurden in der unmittelbaren Nachbarschaft des Gartens zudem ein Spielplatz, ein Skatepark, ein Pumptrack und weitere Trainingsanlagen (3-in-One Bewegungspark)  gebaut. Wir sehen darin erhöhtes Wachstums- und Vernetzungspotential für die Wilden Linde unter Interessierten verschiedenster Altersgruppen und erwarten hier Synergieeffekte.

    1. Gibt es derzeit Kooperationpartner und wie beteiligen diese sich an den Kosten?

    Die benachbarte Grundschule hat eine Beteiligung von ca. 10% der jährlichen Kosten mündlich zugesagt. Dies soll sie nun, neben anderen Absprechen, schriftlich fixieren. 

    1. Wer kümmert sich um den Heilgarten und wer nutzt diesen?

    Die Idee zum Heilgarten entstand dadurch, dass eine neue Person kam, die sich nur für Heilpflanzen interessierte. Um auch dieser Person ein Angebot zu machen, haben wir eine kleine Fläche mit Natursteinen, die dem Gemeinschaftsgarten gespendet wurden, umrandet und nun vor, dort Heilpflanzen anzubauen. Zur Nutzung bestände die Möglichkeit, die wirksamen Teile, z.B. Blätter, allen Gärtner*innen anzubieten, sowie deren Bekanntenkreis.


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  • Pödelwitz: Gruppe startet zweiten Garten

    (Mail)
    der Kräutergarten, der im Rahmen der Förderung [durch uns]     angelegt werden soll, entsteht zusätzlich zum Projektgarten (Der gerade verspricht, wieder lebendiger denn je zu werden!) – wenn es natürlich auch personelle Überschneidungen gibt, Pödelwitz ist halt klein! 😉
    Die Vision wäre, ganz Pödelwitz mal zu einem gemeinschaftlich gepflegen und genutzten „essbaren Dorf“ zu machen, eine entsprechende AG Essbares Dorf gibt es auch schon, die fleißig (Guerilla-)gärtnert und die jungen Bäume und Sträucher pflegt. Vor unserem Dorffest am 18.9. soll auch eine erste gemeinschaftliche Ernte- und Verarbeitungsaktion stattfinden.
    Da ja aber 80% der Fläche noch immer in MiBrAG-Hand sind entstehen bis dato nur punktuellere Ansätze, dort, wo es eben möglich ist, die sich dann hoffentlich dereinst zu einem Ganzen zusammensetzen werden! Gerade aber sind die Projekte räumlich getrennt und auch über unterschiedliche Vereine gepachtet – der Projektgarten ist ja schon länger im Dorf und ein autonomes Projekt, der Kräutergarten entsteht jetzt aus unserer Initiative für die Dorfentwicklung heraus
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