Schlagwort: Hevrin Xelef

  • Berlin: Hevrin Xelef Garten weitet Heilkräuter aus

    Die Heilpflanzen haben wir von der Hirschgärtnerei  bekommen.
    Weitere Pflanzen, wie türkischer Drachenkopf, Agastache, Tegetes und
    Sonnenblumen konnten wir von dem Gewächshaus der Prinzessinnen Gärten
    abkaufen.
    Denn für unsere offenen Gartentage (immer mittwochs von 15-18 Uhr) benötigen
    wir für unsere Hochbeete neue und frische Jungpflanzen. Unser Schwerpunkt sind
    Heilkräuter und auch die Zubereitung von Heilkräuterprodukten.
    Hierzu kommen immer Interessierte aus der Nachbarschaft, Menschen aus
    Unterkünften, andere Vereine (wie Zentrum Überleben oder Xenion e.V.).
    Wir sind gerade dabei, den Bauwagen und den Container als Heilkräuterlager
    auszubauen und haben durch die Pergola gleich am Eingang des Gartens und eine
    Sitzecke weiter hinten im Garten Möglichkeiten geschaffen, um Workshops im
    Garten zu geben.
    Für die im letzten Jahr aufgebaute Pergola haben wir zudem im Mai 2025
    6 Weinreben gekauft, die an der Pergola hoch wachsen sollen. Sie sollen in Zukunft
    sowohl Schatten bieten, als auch durch die Verarbeitung der Blätter zu gefüllten
    Weinblättern (Sarma) für gemeinsames Essen und Workshops dienen.
    Um den Gemeinschaftsgarten nachhaltig aufzubauen, benutzen wir Neemöl als
    Spritzmittel, Rindenmulch zum Schutz der Pflanzen und ein Öko-Kräuter-
    Langzeitdünger. Diese Mittel haben wir von Prinzessinnengärten bekommen für
    Zudem haben wir einen neuen Gedenkbaum von der Baumschule Fischer gekauft:
    Eine schon hoch gewachsene Zwetschge. Sie steht jetzt unweit der schwarzen
    Maulbeere und soll an den Genozid 2014 an den Ezid*innen erinnern. Der
    befreundete Verein „women for justice“ hat diesen mit uns zusammen eingepflanzt, (mehr …)

  • Berlin: Heilkräutergarten „Hevrin Xelef“ wichtiger Ort für Frauen

    (Antrag, Antworten)

    Flamingo e.V. (Netzwerk für geflüchtete Frauen* und Kinder)
    hat im Oktober 2019 ein Gartengrundstück mit ca. 500m2 Fläche in Neukölln
    bezogen.
    Innerhalb eines Jahres konnten wir unseren dort aufgebauten
    Heilkräutergarten „Hevrin Xelef“ mit Leben und Kräutern befüllen und
    zusammen mit vielen Frauen* (Migrant*innen, Geflüchtete, Kinder und
    interessierte Unterstützer*innen) bereits zwei Gartenzyklen durchleben.
    Wir haben in Workshops und Aktionstagen aber auch in Kleingruppen
    theoretisches Wissen und praktische Umsetzung im Garten angeboten und
    durchgeführt: Vom Aufbauen, Säen, Bewirtschaften und Ernten bis zur
    Kräuterkunde und Austausch über alternative Heilungsmethoden war der
    Garten fast durchgängig von interessierten Frauen besucht.
    Der Garten hat sich zu einem Ort etabliert, an dem die Frauen zur Ruhe
    kommen, mithelfen und sich untereinander austauschen können.
    Unsere direkten Nachbar*innen auf dem Jacobi-Friedhof sind die
    Prinzessinnengärten mit denen wir uns auf gärtnerischer und persönlicher
    Ebene viel austauschen und uns gegenseitig unterstützen.
    Die Frauen, die zu uns kommen und im Garten arbeiten und sich als Teil der
    Gemeinschaft verstehen, äussern oft eigene Bedarfe an Heilkräutern. Derzeit
    haben wir Thymian, Rosmarin, Salbei, Minze, Fenchel und Kamille. Der
    Bedarf ist immer gross, so dass wir unseren bisherigen Bestand erweitern
    wollen. Um noch in diesem Sommer unseren Heilkräutergarten wieder
    biologisch und nachhaltig zu bewirtschaften, benötigen wir daher weitere
    Samen und Jungpflanzen (wie z.B. Frauenmantel, Zitronenverbene,
    Apotheker-Rosen, Anis, Kümmel u.a.).

    In der Gartengruppe sind wir insgesamt 8 – das ist die feste Gruppe, die sich komplett verantwortlich fühlt. Im größeren Kreis sind wir ab 20 aufwärts. Wenn wir workshops geben, kommen auch immer wieder Externe hinzu. Auch zu Veranstaltungen und Aktionstagen. Dann zählen wir schon 30.

    Aus der Nachbarschaft kommen immer wieder Menschen. Die meisten eher zufällig, wenn sie auf dem Friedhof spazieren und sie setzen sich zu uns und wir reden. Sie finden es super und kommen gerne, die meisten eher um zu reden, statt mitzuhelfen, was aber voll in Ordnung ist.

    Die Heilkräuter gehen auf jeden Fall an die Frauen – wir haben auch immer mehr da aus privatem Anbau. Die Nachfrage ist gross. Wir haben im letzten Winter viele Health Care Pakete an Unterkünfte geschickt mit Heilkräuter Tee. Wir haben alle Beete von euch. Ich weiss es leider nicht aus dem Kopf, aber Anuscheh hat es irgendwo notiert. Ich glaube 30.

    Wir haben keine Patenschaften. Es gibt im Team zwei Gärtnerinnen, die jeweils einmal die Woche kommen und für die Grundstruktur sorgen. Wir lernen von ihnen, irgendwann wird es auch ohne sie gehen. Momentan sind wir jeden Tag da und alle kümmern sich um alles.

    Unsere Gartengeräte stehen in unserem Container und teilweise benutzen wir die von den PG mit, die stehen vorne im Schuppen – alles verschlossen. (mehr …)