Schlagwort: Idstein Bürgergarten

  • Bürgergarten Idestein: Bauwagen ist nun Küche

    (Mail)

    Viel Zeit ist vergangen, seitdem wir mit dem Bau unserer Gartenküche (bzw. zunächst mit dem Geräteschuppenanbau) begonnen haben, die Ihr uns so großzügig finanziert habt.

    Leider ist uns der Schreinergeselle abgesprungen, der zunächst sehr überzeugend versichert hatte, daß das alles ein Klacks und innerhalb einer Handvoll Wochenenden unter seiner Ägide zu wuppen sei. Nun, der Anbau war schon deutlich komplizierter als gedacht – und da hat er uns mit dem Rest dann gleich mal ganz sitzen lassen.

    Aber: Wir haben in die Hände gespuckt und in viiielen Wochenend- und Abendeinsätzen (zum Teil mit Handylampenbeleuchtung 🙂) das Ding weitgehend fertiggestellt. Am Mittwoch dieser Woche haben wir eine Veranstaltung, bei der die Küche formell eingeweiht wird (den Gasherd haben wir heimlich schon mal zuvor angezündet). Dann wird es immer noch ein paar kleine Verbesserungs- und Verschönerungsarbeiten geben, aber zumindest kann man jetzt kochen. Und das mit dem Geschirr etc. bekommen wir auch noch zusammen. Das wird jetzt hoffentlich wirklich ein Klacks.

    Das wollten wir – mit großem Dank – an die anstiftung zurückmelden. Ein Blogeintrag mit vielen, vielen Fotos unsere Rückbau-, Wiederaufbau- und Ausbauaktivitäten ist unter https://buergergartengesellschaft.de/es-ist-angestiftet-aeh-angerichtet/ (mehr …)

  • In Idstein entsteht ein GG

    (Gu aus ANtrag und Antworten)

    In Idstein entsteht ein GG. zentralen Kern soll werden: eine Gartenküche in dem bereits
    vorhandenen  (aber  sehr  renovierungsbedürftigen)  ausgemusterten  Forstwagen.  Er  soll  der  Kulminationspunkt
    werden, der uns hilft unser Motto „Begegnungsstätte für Kultur und Hortikultur“ zu leben, auch mit BürgerInnen
    unserer  Stadtgesellschaft,  die  sich  nicht  aktiv  als  GärtnerInnen  und/oder  passiv  als  Fördermitglieder  einbringen.

    Der Bürgergarten Idstein entsteht seit Oktober 2017 am „grünen Verbindungsband“, dem Radweg R6/8, der nicht
    nur  Idstein-Kern  mit  einigen  Ortsteilen  direkt  verbindet,  sondern  wichtiger  Teil  eines  intensiv  genutzten
    überkommunalen Radwegenetzes ist. Die Fläche, die den BürgergärtnerInnen zur Verfügung steht, liegt fußläufig
    zur Idsteiner Altstadt, die von vielen Tagesgästen aus der näheren Umgebung bzw. als Ziel für Radausflügler aus
    den Ortsteilen von Idstein, Taunusstein und Esch genutzt wird.
    Innerhalb der Struktur Idsteins ist die Lage des Bürgergartens insofern für die Stadtgesellschaft bemerkenswert, als
    er  zwischen  der  renommierten  Pestalozzi-Schule,  dem  sozialen  Wohnungsbau  in  der  Wörsbachaue  sowie  dem
    satellitenartigen  Neubau-Gebiet  „Nassauviertel“  mit  seinen  bislang  unzureichend  in  die  Stadtgesellschaft
    integrierten Neubürgern und einem Seniorenzentrum liegt.
    Die BesucherInnen des Bürgergartens wie auch die BürgergärtnerInnen selbst spiegeln diese vielfältigen, bislang in
    der  Stadtgesellschaft  weitgehend  interaktionsarm  nebeneinander  lebenden  Bevölkerungsgruppen  wider  –  mit
    Aktiven, die zwischen 9 und 76 Jahre alt sind und aus verschiedenen Nationen stammen.
    wollen oder können.

    Um  eine  noch  größere  soziale  Reichweite  und  integrative  Durchdringung  der  bislang  nebeneinander,  aber
    weitgehend  isoliert  voneinander  agierenden  gesellschaftlichen  Gruppen  Idsteins  zu  erreichen,  ist  als  konkretes
    Projekt  geplant,  den  bislang  bewußt  freigelassenen  Bereich  des  Gartengeländes  mit  einer  Gartenküche  nebst
    Bestuhlung  auszustatten,  die  auch  für  Begegnungsveranstaltungen  „für  Kultur  und  Hortikultur“  genutzt  werden
    kann.
    Der  Um-  und  Ausbau  (inkl.  Anbau  eines  kleinen  Geräteschuppens  für  Gartenutensilien)  wird  mit  so  vielen
    Eigenleistungen wie möglich erreicht werden.

    • Unser Verein hat bereits 20 Mitglieder, die allesamt auch gärtnerisch aktiv sind. Darüber hinaus betätigen sich ca. 5 BürgergärtnerInnen regelhaft im Garten, ohne daß sie Mitglieder des Vereins geworden wären. Unsere jüngste Bürgergärtnerin ist Jahrgan 2009, der älteste Bürgergärtner im Jahre 1942 geboren. Zur Zeit repräsentieren wir fünf verschiedene Nationen, nämlich Deutschland, England, Italien, Syrien und Afghanistan.
    • Die gärtnerische Kerngruppe besteht aus etwa 12 – 15 Leuten. Fünf dieser BürgergärtnerInnen haben zudem Verantwortung im Orga-Team übernommen, das sich darum kümmert, gemeinsam Wochenarbeitspläne aufzustellen (öffentlich einsehbar über http://buergergartengesellschaft.de/aktivitäten), Veranstaltungen zu planen (zuletzt eine Gartenrallye für SchülerInnen einer örtlichen Schule zu deren Projektwochenthema „Essen in Hessen“ und am 23. Juni die Teilnahme am Idsteiner „Fest der Vereine“) etc. Die anderen BürgergärtnerInnen werden von diesen planerischen Aktivitäten nicht nur persönlich (bei mind. 1x wöchentlichem gemeinsamen Gärtnern) und über die Webseite informiert, sondern es gibt zudem eine WhatsApp-Gruppe (Mitglieder, die kein WhatsApp haben, erhalten zentral wichtige Infos als WhatsApp-Screenshot per Email). Außerdem stehen wir in unserer relativ kleinen Kommune auch telefonisch und persönlich kurzfristig zur Ansprache zur Verfügung. Jeden Tag ist eine/r der BürgergärterInnen (Orga-Team) auch flexibel im Garten anzutreffen.
    • Es gibt am Grundstück eine Infotafel, die nicht nur die Gartenprinzipien des gemeinschaftlichen Gärtnerns und Miteinanders als „Begegnungsstätte für Kultur und Hortikultur“ erläutert, sondern auch die Email-Adresse, URL und einen QR zum Besuch der Webseite abbildet. Es wird ausdrücklich dazu aufgerufen, daß wir uns über weitere MitgärtnerInnen freuen (dies wird von uns auch regelhaft BesucherInnen gegenüber persönlich kommuniziert). Zudem ist uns von einer örtlichen Metallbaufirma zugesagt worden, daß sie uns einen wetterfesten Infokasten stellt, so daß die Informationen auch dauerhaft gut lesbar bleiben.
    • Das Grundstück ist uns von der Stadt Idstein pachtfrei zur Verfügung gestellt worden (Überlassungsvereinbarung ist aktuell in der Unterschriftenrunde). Es hat eine Größe von ca. 1.000qm, wobei ein Streifen von ca. 15m Breite über ca. 25m Länge von gärtnerischen Aktivitäten freizuhalten ist. Es handelt sich hier um eine Überschwemmungszone, die wir in Absprache mit der Stadt als Blühstreifen für Schmetterlinge und Wildbienen sowie unsere zwei Honigbienenvölker eingesät haben (die Saat ist super angegangen – sieht toll aus und gefällt den bestäubenden Insekten). Zunächst hat der Überlassungsvertrag einen Zeitraum von 4 Jahren festgelegt (mit Option auf Verlängerung). Wir haben vereinbart, daß der Erfolg des Gartens nach 3 Jahren seitens der Stadt Idstein oder einer von ihr zu beauftragenden Institution evaluiert wird.
    • Bislang haben wir 15 Gemüse(-hoch-)beete gebaut und angepflanzt. Darüber hinaus gibt es drei Beete mit Heilkräutern sowie fünf „Kartoffeltürme“, in denen jeweils 2 alte / seltene Kartoffelsorten kultiviert werden. Die örtlichen Faulschieferbruchsteine, mit denen wir eine Kräuterspirale anlegen wollen, sind seit Anfang Juni auch vor Ort, so daß wir in diesem Monat mit dem Bau und der Bepflanzung los legen können.
    • Die Beete werden allesamt gemeinschaftlich bewirtschaftet. Auch die Entscheidung, in welches Beet welches Saatgut kommt, ist eine Gemeinschaftsentscheidung. Individuelle Beete gibt es nicht und sind auch für die Zukunft nicht vorgesehen. Vielmehr wird der Ertrag als „Demonstrationsobjekte“ für die Umwelt- und Ernährungsbildung verwendet und in diesem Sinne an die GartenbesucherInnen verkostet. Um dies noch ansprechender und in größerer Vielfalt tun zu können, benötigen wir die hier beantragte Gartenküche!
    • Gartengeräte, die dem Verein gehören, sind (bis auf weiteres) noch in geringer Zahl vorhanden. Wir haben als Verein zwei Schubkarren, einen Handkarren, einen Spaten, zwei Eimer u.ä. Diese Gerätschaften sind in einer nahe bei gelegenen Scheune untergebracht, die uns freundlicherweise kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Allerdings gibt es zu dieser Scheune nur zwei Schlüssel, so daß wir eine entsprechende Logistik über unsere WhatsApp-Gruppe organisieren. Einer der Schlüssel ist regelhaft von Di – Sa bei einer Bürgergärtnerin abholbar, die ein Ladengeschäft direkt neben der besagten Scheune betreibt.
    • Ansonsten bringen diejenigen BürgergärtnerInnen, die private Gartengeräte besitzen, diese in möglichst großer Zahl mit und stellen sie großzügig zur Verfügung.
    • Wir planen allerdings nicht nur eine logistisch einfacherere Unterbringung durch An- oder Unterbau von Stauraum unter die Gartenküche (vrgl. Antrag); sondern werden, wenn die Unterbringung im Garten dann diebstahlsicher möglich ist, auch Gartengerät aus dem Vereinsvermögen anschaffen.
    • Wir haben uns bewußt gegen eine Einzäunung des Bürgergartens entschieden, um einzuladen anstatt auszugrenzen. Wir haben statt dessen als optische Zäsur eine (ökologisch hochwertige) Randbepflanzung aus einheimischen Vogelschutz- und Nährgehölzen sowie Bienenweiden angelegt (die, nebenbei bemerkt, auch Nahrung für den Menschen bietet, wenn man sich an dieses alte Wissen erinnern mag, daß man aus Schlehen hervorragendes Kompott kochen und aus Hagebutten Tee bereiten kann!). Diese Hecke wird auch dann, wenn sie Dichte und Höhe durch Zuwachs gewinnt, auf ca. 1.20 – 1.50m Höhe gehalten werden, um sie im Wortsinne überschaubar zu halten. Ein 4m breiter Eingang ist komplett frei von Bepflanzung und zu jeder Zeit für jedermann zugänglich.
    • Die geplanten Handwerksarbeiten werden weitgehend von BürgergärtnerInnen durchgeführt (so, wie wir auch die o.g. Hochbeete sowie einen Bienen- und einen Tomatenunterstand in kompletter Eigenleistung über den bitterkalten Winter erstellt haben). Desweiteren sind viele unserer MitgärtnerInnen in den diversen Ortsteilen mit dort ansässigen Handwerkern gut vernetzt – es ist geplant, diese aktiv mit einzubinden (vrgl. Antrag). Fachhandwerkliche Beratungsleistung werden wir daher nur dann/dort, wo unbedingt nötig stundenweise bei dem beratenden Schiffszimmermann (siehe Anlage 2 zu dieser Mail) abrufen. Insgesamt rechnen wir damit, daß sich zwischen 10 und 20 Personen in irgendeiner Form an dem Um- und Ausbau des Forstwagens zur Gartenküche beteiligen werden. Sollten sich noch mehr finden, werden wir sie natürlich freudig willkommen heißen.

    (mehr …)