(Bericht)
Hochbeete wurden von Bewohner*innen und Unterstützer*innen in der GU aufgebaut. Das Bepflanzen wurde mit einem kleinen Fest verbunden. Neben den Hochbeeten gibt es eine Sitzgruppe.
Radwerkstatt wurde wieder eröffnet.
Ziel: mit Garten und Werkstatt sollen die Bewohner*innen und Nachbarschaft nähe rzusammen gebracht werden. Tore sind für Nachbar*innen geöffnet.
Einladungen für das Fest wurden in der Nachbarschaft persönlich durch Mitarbeiter*innen und jugendliche Bewohner*innen verteilt. Die Resonanz war nicht sehr hoch. (mehr …)
Schlagwort: IG an Unterkunft Marienfelder Allee Berlin
-
Berlin Mariemfelde: IG und Radwerkstatt
-
Berlin: Gemeinschaftsgarten an der Unterkunft für Ge- flüchtete Marienfelde
(Antrag, Antworten)
Gegenwärtig betreut der IB [Internationaler Bund] zirka 700 Menschen aus mehr als 10 Ländern im
Übergangswohnheim für Geflüchtete in der Marienfelder Allee in Berlin.
Etwa die Hälfte davon sind Kinder bis 18 Jahre.
Ziel unserer Arbeit ist es, die geflüchteten Familien, Jugendlichen und Kinder
bei der Bewältigung ihrer vielfältigen Probleme zu unterstützen und ihren Le-
bensalltag in einer fremden und beengten Umgebung zu erleichtern.
Die bei uns lebenden Familien bleiben längerfristig in den Wohnungen woh-
nen, es gibt derzeit kaum Rotationen. Daher ist es uns besonders wichtig,
Kontakte zu der unmittelbaren einheimischen Nachbarschaft zu fördern. Lei-
der gab es aufgrund von Festlichkeiten wie dem Zuckerfest Beschwerden
seitens der Nachbarschaft woraus die Idee entstand das Tor zu den hinteren
Strassen und ihren Bewohner*innen zu öffnen und auf dem Platz wöchentlich
ein Café / Tag der offenen Tür stattfinden zu lassen.Da zudem der Wunsch immer wieder seitens der Bewohner*innen geäußert
wurde, eigenes Gemüse und Kräuter anzubauen, entstand der Wunsch, ne-
ben der wieder aufgebauten Fahrradwerkstatt gemeinsam einen Gemein-
schaftsgarten mit Tisch und Stühlen zu errichten. Am Freitag, 03.06.2022 soll
an einem Aktionstag in der Unterkunft aus den Paletten Hochbeete gebaut
und mit Erde gefüllt werden. Besonders die Jugendlichen sind dazu eingela-
den mitzuhelfen und dürfen auch die Container für die Fahrradwerkstatt mit
Graffiti bemalen. Sobald der Gemeinschaftsgarten als ein solcher zu erken-
nen ist, wollen wir Einladungen an die Nachbarschaft verteilen. Familien aus
den Unterkünften wollen backen und Kräuter aus dem Garten dafür verwen-
den, im Spätsommer könnte auch schon etwas Gemüse geerntet werden.
Der Garten soll vor allem als Gemeinschaftsort im Freien für die Bewohnen-
den als auch ein Ort zum Austausch mit der Nachbarschaft dienen. Durch die
Einladungen zum Café / Tage der offenen Tür soll ein Platz der Begegnung
erschaffen werden, Gespräche stattfinden und Gemeinsamkeiten herausge-
funden werden. Das sowohl unter den Bewohner*innen, als auch unter der
diesen und der Nachbarschaft.An den folgenden Tagen wird gemeinsam gesät, Jungpflanzen ausgesucht
und Inputs über Pflanzenkunde auf mehreren Sprachen finden statt.
Der Garten wird somit eingeweiht und selbstorganisierte Treffen können an
diesem Ort stattfinden. Alles Rund zum Thema Garten, Café und Kuchen und
Fahrradwerkstatt.* Es wird keine individuellen Beete geben. Alles ist gemeinschaftlich organisiert. Wir gehen davon aus, dass sich auf diese Weise viele Bewohner*innen verantwortlich fühlen und es so zu weniger Vandalismus kommt. Regelmäßig zu festen Zeiten werden wir das Tor unseres Außengeländes nach außen hin öffnen, sodass Nachbar*innen mitgärtnern können. Die bei uns zur Verfügung stehenden Gartengeräte können dann von allen mitgenutzt werden.
* Gemeinsam mit den bereits engagierten Bewohnenden haben wir uns entschieden, aus den vier Hochbeeten ein zusammenhängendes Beet in „L-Form“ zu gestalten. So kann der vorhandene Platz gut genutzt werden und es ist noch ausreichend Spielraum, um das Beet bei Bedarf zu erweitern.
* In direkter Nähe zu den Hochbeeten befindet sich die Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt. Diese ist zu denselben Zeiten geöffnet wie unser Außentor. Die Werkstatt besteht aus zwei Containern. In einem dieser Container sind die Gartengeräte untergebracht und können von der Nachbarschaft sowie von der Bewohnerschaft genutzt werden.
* Wir werden Flyer erstellen, um die Nachbarschaft auf unser Projekt aufmerksam zu machen und sie zum Mitmachen einzuladen. Wir wollen auch ein Schild an unserem Außentor befestigen, das auf den Garten hinweist. Außerdem werden wir zu unserem Sommerfest einladen und auch dort den Garten bewerben.
* Die Bewohner*innen werden zu den Beetbau-Aktionen von ihren Sozialarbeiter*innen eingeladen. Außerdem wird im Bewohner*innenrat, sowie in den Kinder- und Jugendclubs zum Mitmachen animiert. Durch den regen Zulauf zur Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt ist die Grünfläche vielen Bewohner*innen bereits gut bekannt.
* Neben den Hochbeeten gibt es, wie beschrieben, auf dem Platz eine Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt. Dort arbeitet ein ehrenamtlicher Bewohner, weitere Ehrenamtliche sind geplant. Die Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt richtet sich explizit auch an Nachbar*innen. Die Ehrenamtlichen und die Jugendlichen unterstützen gern bei kleineren Reparaturen. Außerdem planen wir mit dem Verein Kidbike e.V. eine Kooperation für eine Mädchen/Frauen-Fahrradwerkstatt.
Daneben sollen in Form eines kleinen Freiluft-Cafes Heiß- und Kaltgetränke ausgeschenkt und damit zum Verweilen eingeladen werden. Mit dieser Kombination sind wir optimistisch, eine tragfähige Gemeinschaft entstehen zu lassen.