Schlagwort: IG Bunte Gärten Leipzig

  • Bunte Gärten Leipzig: Laube wieder richtig schön

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    Als wir die Bunten Gärten 2015 gepachtet haben, bot die Laube schon einen eher jämmerlichen Anblick. Das Dach war halb eingestürzt, die Tür fehlte, die Fensterscheiben waren eingeschlagen und drinnen stapelte sich der Müll zwischen bemoosten, feuchten Wänden. Aber: die Substanz war in Ordnung, massive Steinmauern versprachen eine gute Basis.

    Also beschlossen wir, es anzugehen und der Laube zu neuem Glanz zu verhelfen. Aber wie können wir das wuppen und wer soll das bezahlen und wer hat überhaupt einen Plan, wie das geht? Fragen über Fragen – auf die wir nach und nach Antworten fanden.

    Die Vereinskasse der Bunten Gärten verfügte nicht über das nötige Volumen und Bauvorhaben mit Fördermitteln finanziert zu bekommen ist nicht so einfach, weil die meist ausgeschlossen sind aus den Förderrichtlinien. Trotzdem gelang es uns, Geld zu sammeln, teils durch Spenden, teils durch Fördermittel.

    ++++Jetzt kommt die Stelle mit der Danksagung++++
    Ein wirklich dickes Dankeschön an die Postcodelotterie und das Amt für Stadtgrün und Gewässer der Stadt Leipzig sowie die privaten Spender, die das unterstützt haben! Wir sind happy!

    Fehlte nun nur noch jemand, der auch fachlich einen Plan hat. Anpacken wollten und konnten wir ja alle, aber ein neues Dach konstruieren und Wandverschalungen bauen oder Fenster und Türen richten gehörte nun nicht vorrangig zu unser aller Grundkompetenzen.

    Gut, dass man jemanden kennt, der jemanden kennt, der jemanden kennt.

    So kamen wir in die luxuriöse Situation, echte Bauchfachleute zu gewinnen, die mit all ihrem Know-how, dem Werkzeug und der Energie sich der Sache gewidmet haben. Ein ewig währender Dank an Peter und Jens!!! Ihr habt das Unmögliche möglich gemacht.

    So ein Projekt hat aber auch durchaus logistische Herausforderungen zu bieten. Was brauchen wir an Baumaterial, woher bekommen wir das und wie um Himmels Willen landet das alles in den Bunten Gärten neben der Laubenruine? Die Fachleute machten eine Kalkulation und wir tappten mit dem Einkaufszettel in den Baumarkt, der auch alles prompt geliefert hat. An die Bordsteinkante. VOR der Kleingartenanlage. Hundert Meter weit entfernt vom Bauplatz.  Also hieß es, alle verfügbaren Menschen zusammen zu rufen und an einem warmen Samstagvormittag, zentnerweise Holz und Beton abzuladen und an Ort und Stelle zu schleppen. Mit einiger Man- und vor allem Women-Power ist uns das gelungen.

    In den folgenden Wochen konnten wir das Wunder bestaunen: nach und nach wurde aus der hässlichen Ruine ein Schmuckstück. Zuerst neue Dachbalken und ein Dach, dann die Verschalung der Wände, neue Fenster und die Tür … alles nahm Gestalt an und sieht nun einfach wunderbar aus.

    Werkzeug in Laube

    Wenn man jetzt einen Blick hinein wirft, sieht man die viele (Bau-)Arbeit fast nicht mehr, aber dafür um so mehr die herrliche „Innenausstattung“, die Robert mit viel Liebe zum Detail über den Winter geschaffen hat. Mal sehen, wie lange das so ordentlich bleibt. ;-

    Wir sind froh über die großartige Unterstützung und auch ein klein wenig stolz auf das, was wir da geschafft haben. Das Gefühl, gemeinsam als Bunte Gärten Team ein solches Projekt gemeistert zu haben ist einfach großartig. 

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  • Aus alt mach neu in den Bunten Gärten Leipzig

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    wir haben unsere alte eingefallene Gartenlaube zu einem schönen Gerätehäuschen um- und ausgebaut. Eigentlich standen nur noch die Mauern da. Das Dach war eingefallen, eine Tür gab es auch nicht mehr, das Fenster war kaputt und allerlei Müll lagerte im Inneren. Über den Sommer haben wir es mit vielen Helfern wieder schick und nutzbar gemacht.

    Aus alt wird neu

    Nur die Inneneinrichtung hat noch gefehlt. So blieb und bleibt Zeit, über den Winter den kleinen Schuppen für all unsere Gartengeräte herzurichten. Es geht ja nicht darum, alles nur wild hineinzustellen. Mit guter Sortierung bekommt man einfach mehr hinein und gut sieht es auch noch aus. Ein paar Bilder vom Innenausbau folgen noch. Das Häuschen braucht zusätzlich auch noch Strom. Auch den werden wir die nächsten Tage verlegen und im Frühjahr folgt dann noch ein schützender farbiger Anstrich.

    So wird unser Gewächshaus aussehen…

    Wenn die Temperaturen wieder steigen, werden wir auch unser neues Gewächshaus aufbauen, um dort Pflanzen vorzuziehen und den Tomaten eine geschützte Umgebung zu bieten. Man sollte ja nicht immer davon ausgehen, dass die Sommer so trocken und warm werden wie im vergangenen Jahr.


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  • paar Infos zu Leipziger GGs

    (Gu, Projektbesuche)

    Die Bunten Gärten haben über Kontakte von Anke Kops-Horn, die nicht mehr aktiv ist, vier Parzellen in einer Kleingartenanlage bekommen. Für die Wiederurbarmachung dieser Parzellen haben sie Geld von der Stadt bekommen (explizit für Kleingärten). Sie haben auch schon 2x Bußgelder bekommen. Sie sind „ganz normale Pächter mit allen Rechten und Pflichten“. Gemeinschaftsarbeiten, die in der Anlage anfallen und die ja jede*r Pächter*in machen muss, gehen bei ihnen sehr schnell, da sie ja eine Gruppe sind.
    Vorbehalten gegenüber den migrantischen Mitgärtner*innen hatten sie befürchtet, sind aber ausgeblieben.

    Der private Eigentümer der Fläche von Querbeet hatte bei seinem letzten Besuch gesagt, dass er schon einen Käufer für die Fläche hat. Sie haben ihn „beraten“, die Fläche noch liegen zu lassen, da sie dann ja an Wert zunehme. Zwischenzeitlich haben sie eine AG Flächensuche gegründet und ein gutes Bild über mögliche Alternativen. Dann sagte der Besitzer, ja, so mache ich es, ihr könnt noch 2 Jahre bleiben.

    Im GG essbarer Palmengarten (mitten im Park, ohne Zaun) gibt es eine aktive Gruppe, die zu bestimmten Zeiten da ist. Inzwischen übernehmen Leute auch Patenschaften für bestimmte Pflanzen/Beete und manche labeln auch Beete mit ihren Namen. Es gibt keinen Wasseranschluss und so versuchen sie viel zu mulchen und Pflanzen anzubauen, die nicht viel Wasser brauchen („die Natur ist unser Vorbild“), doch soll nun bald die auch von uns mitfinanzierte Pumpe mit Schlauch richtig eingesetzt werden. Gartengeräte bringt die Koordinatorin 1x Woche mit dem Lastenrad mit, vor Ort gibt es noch keine Lagermöglichkeit.

    Stadtgarten H17: die Edith Mayron Stiftung hat die Fläche gekauft (80.0000 Euro) [http://www.maryon.ch/foundation/stadtgarten-h17/#.WRRa99ykKUk].
    Der Verein muss nun 4000 Euro Pacht p.a. zahlen, was die Leute unter einen immensen Druck setzt. Sie müssen nun viele Veranstaltungen machen, um Spenden einzuwerben, um die Pacht bezahlen zu können. 1/2 der Pacht können sie wohl über Mitgliedsbeiträge stemmen – jedes jahr gibt es dafür eine „Bieterrunde“, alle tun das rein, was sie denken/können, wenn es nicht reicht, gibt es eine weitere Runde). Pro m2 individuell genutzte Beetfläche zahlt man 1 Euro. Ab 2018 müssen sie monatliche Raten zahlen, bis dahin haben sie die Pacht mit Direktkrediten finanziert.. Sie wollen nun verstärkt die Idee einer m2 Patenschaft vorantreiben und einen Unterstützerkreis aufbauen.
    Über den Verfügungsfonds Leipziger Westen haben sie einen Wasseranschluss finanziert bekommen (die Stiftung hat dazu einen Eigenanteil geleistet, da es ja ihr Grundstück ist).
    Struktur: sie bielden dreiköpfige Tandems, die an bestimmten Tagen Gießen u.a. abdecken und es gibt AGs (Finanzen, Fundraising und ÖA, AG Kaffeebetrieb, ggf AG Kino u.a.). Der Vertrag ist auf 10 Jahre ausgelegt und sie können so lange bleiben, wie sie wollen. Sie sagen, wenn es nicht weiter gehen soll.

    Bei Annalinde gab es viel Vandalismus. Auch der Eiswagen war davon betroffen und dieser wird nun dem Besitzer zurück gegeben. Sie haben nun einen Container (wenn ich es mir richtig gemerkt habe, haben sie das Geld dafür über den Lush Charity Pot). Im Gemeinschaftsgarten von Annalinde findet 1x Woche ein Interkutureller Garten mit AnsprechpartnerInnen statt, zu dem gezielt Geflüchtete eingeladen werden. (finanziert über ESF)
    Die Annalinde Gärtnerein hat eine weitere Fläche in Aussicht: im Osten und zwar genau die Fläche, auf der einst die Bunten Gärten waren. Es gibt jetzt auch eine Azubine.
    Den Inhalt des Kompostklos im Gemeinschaftsgarten nutzen sie nicht selber, sondern bringen ihn zu Ökolokus, die das dann weiter verarbeiten.

    Info am Rande: seit Anfang diesen Jahres muss das Allmende-Kontor (Berlin) die 5000 Euro Pacht nicht mehr zahlen. Die so „freien“ Gelder wollen sie für Workshops nutzen.


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  • Bunte Gärten Leipzig haben neu losgelegt

    (Gu, Mail)

    ja, das ist das Projekt von Anke Kops-Horn. Sie hat den Verein letztes Jahr übergeben an ein neues Team und auch der Standort hat sich geändert. Wir fangen ganz neu an.
    Mit dem Projekt Bunte Gärten wollen wir als ehrenamtlicher Flüchtlingshilfeverein die Integration und Inklusion von Asylsuchenden und Flüchtlingen fördern.
    Wir sind ein bunt gemischtes Team von Ehrenamtlichen und betreiben gemeinsam mit Geflüchteten dieses Gartenprojekt, um einen Ort entstehen zu lassen, der den Menschen Sicherheit und Zuflucht bietet, ihnen eine Aufgabe gibt und Raum für Begegnungen auf Augenhöhe schafft.
    Dabei steht die gemeinsame Beschäftigung durch Gartenarbeit wie das Anbauen von Obst und Gemüse im Fokus des Projekts. Nähe, kultureller Austausch und offener Dialog fördern so Miteinander, Respekt und Empathie. Neben der nachhaltigen Gartenarbeit unterstützt der Verein auch über das Gartentor hinaus mit Patenschaften und integrativen Kursen und arbeitet so aktiv am Wachsen der Toleranz und Offenheit.“
    Sie haben nun eine Fläche in einem Kleingartenverein


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  • Die Bunten Gärten Leipzig sind auf der Suche nach einem neuen Grundstück

    (Aus einer Mail von Shimeles) Er hat die Info telefonsich bekommen

    .Der „Bunte Gärten Leipzig“ gibt das bisherige Gartengrundstuck auf. Der Bunte Garten war flächenmäßig in eine frühere Städtische  Ausbildungsbetrieb  für Gartenbau integriert . Die Stadt möchte  das Grundstuck zurück haben. Daher muss die Bunte Gärten nach alternative Gartengrundstuck suchen. Sie verhandeln über  ein alternativ Grundstuck in eine Kleingarten Kolonie. So bald sie das Grundstuck bekommen, wollen sie für die  Infrastrukturaufbau einen Antrag bei der Stiftung stellen.

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