Schlagwort: IG Coswig

  • Coswig: Gartenbesuch in Dresden

    nach dem sehr schönen Workshop in den Internationalen Gärten Dresden wollten wir gern mit einigen Vereinsmitgliedern die Gärten besuchen (mehr …)

  • IG Coswig will mehr Begegnungsort werden

    Eine Gärtnerin aus dem Garten in Coswig war beim Workshop „Farben aus Pflanzen“ in Dresden dabei. Sie erzählte, dass es im Garten viel zu viel um Anbau auf Ertrag geht. Der Garten ist groß, die Gruppe nicht so sehr und es ist recht anstrengend. Das, was sie anbauen, wird zu einem großen Teil verkauft, um den Garten zu sichern. Frau Obst und wohl auch die Schatzmeisterin leben wohl vom Garten/haben da Stellen? Gabi, die beim Workshop war, wollte nicht mehr „Sklave des Gartens“ sein und hat sich in die Bienenhaltung eingearbeitet. Sie haben 7 Völker, auch der Honig wird verkauft. 

    Gabi und andere haben Feste und Treffen im Garten organisiert. Sie finden, dass der Garten sich noch viel mehr zu einem Begegnungsort entwicklen muss und nicht nur angebaut werden sollte, sonst ist die Bedeutung des Gartens eher „ihr seid ja doch ein Kleingarten mit Ertragsabsicht“. Ein Stück des Gartens musste schon abgegegen werden, da ein radweg durchgeführt wurde.

    Es sind nun aber schon Kindergruppen dabei und die Tagespflege nutzt den Garten, ebenso wie die Demenzpflege. Für eine Ganztagesschule gibt es ein wöchentliches Angebot, es gibt Feste und Märkte – und es kommen immer mehr Leute in den Garten.

    In einem Museum gab es eine Ausstellung zu „Esskulturen ím Mittelalter“, im Garten haben sie dazu dann Kräuterwanderungen mit Imbiss angeboten, da kamen 2x 30 Leute.

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  • Coswig: Fläche mit essbaren Pflanzen

    unser Projekt „Anlegen einer Fläche mit essbaren Pflanzen“ haben wir nun erfolgreich abgeschlossen und wir möchten Ihnen für Ihre wie stets unkomplizierte und wohlwollende Unterstützung ganz herzlich Danke sagen!

    Wir haben spannende Themen umgesetzt, die sehr viele in Garten- und Natur aktive Menschen angesprochen haben. So fand die Verwendung der Wildobstarten sehr großen Zuspruch! Auch deshalb, weil hier in Coswig/Weinböhla eine trockene Region ist, mit Sandboden dazu. Viele Obstbäumchen sind eingegangen, klagen die Gärtnerinnen und Gärtner der Umgebung. Wildobst ist hingegen robust und eine Alternative. Dazu der Nutzen für die Insekten und Vögel, also, wir hatten wirklich gute Gespräche mit Interessierten. Das Thema Kompost interessierte ebenso eine breite Gruppe, wir konnten es anschaulich und praktisch vorführen, wie es geht. Die wassersparenden Pflanzflächenabdeckung mit Mulch war immer noch für einige Interessierte neu. Schön war, wie von Naturbeobachtungen berichtet wurde, wie Amseln im Laub suchen, welches in vielen kommunalen Grünflächen leider ausgefegt wird. Kleine Sache, aber daran wird deutlich, wie es bei den Menschen ankommt.

    Und, ganz wichtig auch, wir konnten unsere Kooperationsbeziehungen mit den NaBu Leuten der Regio Gruppe Meißen verfestigen. Das ist für unsere künftige Arbeit sehr bedeutend.

    Wir freuen uns sehr, durch dieses Projekt auch 3 neue Mitglieder gewonnen zu haben!

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  • Coswig: Interkultureller Garten will mehr fürs Klima tun

    (Mail)

    Unsere Arbeit läuft mit vereinten Kräften aber die Mitglieder werden nicht mehr, zumindest der konstante Teil wird auch aus Altersgründen weniger. Wir arbeiten sehr viel dann mit Gruppen anderer Einrichtungen gemeinsam zusammen, so bleibt oft auch der eine oder andere als „Fastmitglied“ hängen und unterstütz uns. Viele Mitglieder bringen auch ihre Familien mit, so daß immer ein buntes und reges Treiben bei uns vorhanden ist.

    Nur machen uns die Trockenheit und die Klimabedingungen zu schaffen. Trotz Brunnen ist es oft schwer, alle Pflanzen optimal zu versorgen. Energie hat auch ihren Preis und daher versuchen wir mit Wasserressourcen vom Regen zu bewässern.

    Uns kam der Gedanke für unsere Insekten und auch das Kleinklima im Garten einen Naturteich anzulegen (mehr …)

  • Coswig: Winteraktivitäten im IG

    Wir haben auch über den Winter unsere Aktivitäten im Verein nicht ruhen lassen. Im Dezember trafen wir uns, um Wintergemüse zu ernten und zu verteilen. Grünkohl, Rüben, auch Kohlrabi und die letzten Kürbisse , alle wissen unser Ökogemüse zu schätzen. Aber, das Wichtigste war der schöne Treff, es tat uns gut, weil wir im November und Dezember seltener Einsätze machen. Wir sind froh, dass uns Corona bei der Arbeit im Garten nicht beeinträchtigt.

    Wir starten jedenfalls mit frohem Mut in das neue Jahr!

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  • Coswig: IG Coswig kooperiert mit „Coswig Ort der Vielfalt“

    (Mail)
    in 2021 fanden einige Veranstaltungen im Garten für die Mitglieder beider Vereine und auch für Kinder:

    am 17.08.21 trafen wir uns zu einem Bastelnachmittag im Garten.

    Wir stellten Windlichter her mit einer Dekoration aus Gerste, die wir angebaut hatten. Wir waren erstaunt, wie schön diese einfachen Grannen wirkten, zusammen mit bunter Wolle. Auch für Kinder gut zu machen, da haben wir gleich Erfahrung gesammelt.

    Ein spannender Naturerlebnistag fand am 03.09.21 statt, hier konnten wir einige Kinder für die Wasserlebewesen, die sich in unserem Teich angesiedelt hatten, begeistern. Wir machten Bekanntschaft mit dem „Rückenschwimmer“ der übrigens auch fliegen kann, und stechen auch. Diese Veranstaltung machen wir nächstes Jahr wieder, mit hoffentlich einer größeren Zahl an Kindern, es waren nur 5, aber es hat ihnen sehr gefallen.

    Am 15.10.21 war der Kräuteröltag, hier hatten wir am Vormittag Bedenken, diesen überhaupt stattfinden zu lassen, weil regnerisches Wetter war und die Blüten sonnentrocken eingelegt werden müssen. Aber, es hatte jemand die rettende Idee, zusätzlich doch einfach Pesto herzustellen. Asia-Salat und viele Kräuter waren gut geeignet, Sonnenblumenschrot war schnell besorgt. Ebenso legten wir Hagebutten in Essig ein. Bei der Arbeit war Zeit für die Mitglieder beider Vereine, Verschiedenes zu besprechen. Wir waren an die 13 Leute und es kamen viele Ideen, was wir alles noch auf die Beine stellen können.

    In Vorbereitung ist auch gemeinsames Adventskranzbinden, voraussichtlich am 26.11.21,  dies haben wir im letzten Jahr schon gemacht. Die Kränze wollen wir wieder an Einrichtungen wie Pflege- und Kinderheim in Coswig als Adventsgruß geben.


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  • IG Coswig: finanzielle Unterstützung anderer weggebrochen

    Der IG Coswig hat sich an uns gewendet mit einem Antrag rund um Kosten, die sie in anderen Jahren durch andere Quellen finanzieren konnten. Diese Quellen sind (derzeit?) versiegt.

    wie immer interessiert mich, wie viele Gärtner*innen ihr nun seid?

    Wir sind derzeit 25 Gärtnerinnen und Gärtner, etwa 10 sind jede Woche dabei, einige können sich nur selten, d.h. ca. 3 oder 4 , 10 ? mal im Jahr an unseren Gartenaktionen beteiligen weil sie Auswärts wohnen oder in ihrer Arbeit eingespannt sind.

    die Kosten für den Pferdemist: sind das Kosten für den Transport? Und kann euch der Reitstall oder woher ihr den Mist bekommt, nicht zumindest einen Teil spenden?

    Es sind die Kosten für den Pferdemist, den Transport macht der Pferdehalter so für uns. Wir haben (nicht nur zu ihm) eine gute Beziehung aufgebaut, es gibt immer ein nettes Gespräch bei der Anlieferung über Lagerung des Stallmist, Kompostierung, Pferde.. Die Transportkosten sind allgemein angestiegen, da spielen ja Reparaturen, Abschreibung des Fuhrparks, Sprit natürlich mit rein. Wir bringen ihm dafür dann in der Erntezeit mal etwas Gemüse. Da freut er sich und wir sehen seine Pferde. Aber er hat ja einen Wirtschaftsbetrieb und muss seine Kosten decken. Gerne würde er uns einen Teil des Stallmistes spendieren, aber er kann es sich nicht leisten. Er macht uns einen sehr guten Preis, 25 euro für eine Fuhre aus Hänger und Zugmaschine. Wir haben die Preise der Anbieter unserer Gegend verglichen, er ist wirklich der günstigste.

    Kompostiert ihr selber und reicht dieser Kompost nicht aus? Wie ist eure mittelfristige Strategie, um die Böden fruchtbar zu halten ohne z.B. Pferdemist zukaufen zu müssen?

    Wir kompostieren von Anfang an selber. Dazu nehmen wir nicht nur die Grün-„abfälle“ aus unserem Garten sondern die Gärtner der Umgebung bringen uns Grünschnitt. Bei Sluka haben wir Federn geholt, in der Erntezeit ließen wir uns Trester von der Kelterei Sell bringen. Aber seit einigen Jahren kostet der Transport hierfür. Wir haben uns Rasenschnitt bringen lassen, auch unsere Nachbarn der kath. Kirche schaffen ihr Laub zu uns. Wir nehmen an organischen Material, was wir kriegen können und setzen es in langen Mieten auf. Dann wird es umgesetzt, dabei gesiebt und so gewinnen wir Kompost. Ein guter Dünger, für Möhren, Zwiebeln, Kohl, Salat aber es reicht als Dünger für Starkzehrer immer noch nicht aus. Daher arbeiten wir Pferdemist mit ein. Äußerst erschwerend für unseren Humuskreislauf wirkte sich die extreme Trockenheit der Jahre 2018, 2019 und 2020 aus. Von dieser Trockenheit war Sachsen neben Brandenburg stärker betroffen als andere Bundesländer. Somit kamen die Umsetzungsprozesse in unseren Kompostschichtungen nahezu zum Erliegen, weil es einfach fast nie regnete. Es war uns nicht möglich, den Kompost zu bewässern, wir waren froh, dass wir Wasser für unsere Pflanzen hatten. Wir haben die Strategie, so eine große Menge wie möglich an organischem Material günstig zu bekommen und zu kompostieren. So wird der Boden mit Humus angereichert, Wasserhaltevermögen und Nährstoffgehalt verbessert. Wir haben in den letzten 13 Jahren aus hellem Sandboden schon eine humusreiche Erde gemacht. Außerdem mulchen wir den Boden, um den Humusabtrag durch Wind zu verhindern. Unser eigener Kompost reicht nicht aus, um den Nährstoffbedarf der Gemüsepflanzen zu decken. Auch Kartoffeln brauchen Stallmist, wir haben es mal ohne probiert auf einem Versuchsbeet. Sie wurden nur so groß wie Nüsse. Der Stallmist führt dem Boden auch eine erheblicheMenge an organischem Material zu und verbessert sehr effektiv den Humusgehalt. Somitist es auch eine weitsichtige Bodenverbesserung.

    Wie viele Pflanzen braucht ihr? Auf welche Größenordnung beziehen sich die angegebenen Kosten?

    Wir brauchen 100 Gurkenpflanzen, veredelte wegen der Gurkenwelke, 200 Tomatenpflanzen, 150 kg Pflanzkartoffeln.

    Wie sieht es bei euch mit der Eigenanzucht der Pflanzen aus? Gewinnt ihr selber Saatgut oder habt ihr das vor?

    Wir ziehen Gurkenpflanzen nicht selbst an, weil es ohne heizbares Gewächshaus nicht möglich ist, so kräftige und veredelte Jungpflanzen zur Pflanzung Mitte Mai herzustellen. Dies geschieht in der benachbarten Jungpflanzenanzucht Frühgemüsezentrum Dresden. Mitte/Ende Mai sollte auch gepflanzt werden, sonst ist die Ernte-Saison nur kurz mit viel weniger Ernte. Ein benachbarter Gärtner zieht für uns die Tomatenpflanzen vor, im heizbaren Haus, so dass wir Mitte Mai sehr kräftige und robuste Pflanzen haben. Das ist der beste Start! Wir haben gesehen, wie am Fenster Tomatenpflanzen zu Hause vorgezogen werden, es sind durch den Lichtmangel und die nicht optimale Temperatur nur sehr kleine schwache und anfällige Pflanzen, die dann sehr lange brauchen um zu wachsen.Im Preis der Gurken- und auch Tomatenpflanzen schlagen sich die gestiegenen Heizkosten der Gärtnereien nieder. Aber wir ziehen selbstverständlich Salat, verschiedenste Kohlarten und Kräuter selbst an.Hier verwenden wir Saatgut von Dreschflegel, dieses haben wir schon selbst vermehrt. Wir tauschen auch Saatgut mit Gärtnerinnen und Gärtnern aus Coswig und Radebeul. Das ist sehr spannend. Möhren und Mangold haben wir noch nicht eigens vermehrt, bei Pastinaken machen das hingegen schon lange so. Wir wollen dieses Jahr ausprobieren, von Möhren und Mangold Saatgut zu gewinnen.

    Was soll mit der Folie ausgebessert werden und gäbe es dafür auch plastikfreie Alternativen?

    Mit der Folie wollen die Zelte neu beziehen, weil die Gewächshausfolie einige Jahre hält, aber dann altert und reist. Es gibt als plastikfreie Alternative nur Glashäuser. Diese sind inder Anschaffung vergleichsweise ganz erheblich teurer als Foliezelte. Wir würden zudem ein Gewächshaus aus Glas nicht genehmigt bekommen, weil es ein festes Bauwerk ist. Die Gewächshausfolie hat gegenüber Glas folgende Vorteile: geringes Gewicht, dadurch leicht zu verwenden als Bespannung, kein gefährlicher Glasbruch, kann bei Beschädigungproblemlos geklebt werden, dünner als Glas, dadurch wird weniger Material eingesetzt. Elastisch, geht bei Schneelast oder Hagel nicht kaputt. Wir verwenden unsere Folie so lange wie es geht und kleben Beschädigungen. Aber nach Jahren altert die Folie auch undwird brüchig. Folie verwenden wir auch als Abdeckung für Beete, Salat im Frühjahr oder für Erdbeeren als Frostschutz in der Blüte. Sie ist sehr vielseitig einsetzbar und wir können effektiv ein vorteilhaftes Pflanzenklima damit erzeugen.

    Wie war das nochmal mit der Beteiligung der Gärtner*innen an den Kosten?

    Unsere Gärtnerinnen und Gärtner arbeiten im Garten so oft sie es ermöglichen können, manche auch 2 mal die Woche. Sie bezahlen einen Mitgliedsbeitrag von 36 Euro im Jahr. Das Gemüse, dass sie mitnehmen, wird meist bezahlt. Manchmal verteilen wir eine gleiche Menge der Ernte an Alle, auch als Motivation. Das ist ein finanzieller Anteil, der vielleicht nicht so hoch erscheint, aber es wird auch körperlich viel geleistet von jedem Einzelnen. Wir haben auch Mitglieder weit über 70 und diese arbeiten immer noch mit ihren Händen und legen die Flächen mit an. Die finanziellen Situationen jedes Einzelnen sind am Minimum, oft ist gerade der Beitrag leistbar und ein Zuschuß zum Wasser.


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  • IG Coswig geht weiter in Richtung klimagerechtes Gärtnern

    (Antrag/Antworten)

    der IG Coswig möchte Teile der Fläche umnutzen und dort essbare Wildsträucher pflanzen.
    Das gemeinsame Gärtnern findet weiterhin statt. Es gibt keine Anordnung, die dagegen spricht. Wir halten den Sicherheitsabstand ein und können uns gut auf unserer großen Fläche verteilen. Die Arbeit in Zweiergruppen auch kein Problem. Von den betagteren Mitgliedern bleiben die Meisten jetzt  zu Hause, zur Sicherheit. Allerdings haben sich in den letzten Monaten auch einige Coswiger gemeldet, die mitmachen wollen. Wir sehen, wie sich alles entwickelt.

    Zu unserem Beeten: Wir bauen Gemüse an wie geplant, lediglich auf der Fläche der Südseite wollen wir das Gemüsebeet um einen Streifen von ca. 2 x 15 m verkleinern, um hier einheimische Wildsträucher zu pflanzen. Diese sollen die schon bestehende Gehölzstruktur in ihrer Breite ergänzen und damit das Gelände auch ökologisch aufwerten. Es sollen Kornelkirsche sein, Schlehe, Felsenbirne, Hagebutte, Mirabelle/Wildpflaume (kein Wildgehölz, würde aber auch in die Reihe passen) Diese Sträucher zeigen, was für Früchte essbar sind, diese Pflanzen benötigen (längerfristig!)  weniger Wasser.

    Daher ist es sinnvoll, auf einem kleinen Teil der Fläche Pflanzen zu setzen, die mit weniger Wasser auskommen als Gemüsekulturen. Wir haben in Sachsen ein zunehmend trockneres Klima.

    In der Anwuchsphase  ist es sinnvoll, diese Pflanzung mit Rindenmulch zu bedecken, damit die Verdunstung herabgesetzt wird. Allerdings müssen wir davon ausgehen, dass der Sommer wieder heiß und trocken wird, da müssen wir die Neupflanzung regelmäßig wässern.

    Wir haben auch Wildsträucher Hagebutte und Kornelkirsche selbst vermehrt, aus Sämlingen und Steckhölzern und können damit schon an die 5, 6 meter des Streifens bepflanzen.

    Wir hatten vor, einen Blühsaum vor die Gehölzreihe zu setzen, aber das gibt Probleme mit dem Wässern der Sträucher. Außerdem brauchen wir den Platz für den Gemüseanbau.

    Wir werden den Baubetriebshof Coswig fragen, ob er uns Rindenmulch zu einem günstigen Preis liefern kann. 

    – Den gedachten Bau des Unterstandes können wir zu einer späteren Zeit realisieren, davon haben wir erst einmal abgesehen. Dieses Vorhaben ist verschoben.

    –  wir haben einen Pferdehalter in der Nähe, er kommt aus Weinböhla. Er hat uns schon zu einem sehr guten und fairem  Preis Pferdemist gebracht und kann dies auch wieder machen. Es ist der günstige Lieferant in der Umgebung, wir haben die Preise und auch die Qualität des Stallmistes verglichen. In Coswig gibt es noch 2 weitere Fuhrunternehmen/Pferdehalter. Das eine Unternehmen hat uns sehr strohigen Stallmist gebracht, wenig Nährstoffe und teurer Transport. Das andere coswiger Unternehmen liefert zwar gute Qualität , verlangt aber einen höheren Preis als der Fuhrunternehmer aus Weinböhla. Er muss auch einen Preis verlangen, um seine Kosten für Maschinen, Sprit, Arbeitszeit zu decken. Wir pflegen einen guten Kontakt und geben ihm in der Saison auch mal einige kleine Gemüsegeschenke mit, damit sein Preis so niedrig bleibt.


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  • langfristiger VErtrag für IG Coswig

    (Mail)

    In der morgigen Sitzung des SWA(Stadtentw.Ausschuss) soll erst einmal beschlossen werden, dass der Plan der Umgehungsstraße vom Tisch kommt. (dieser Plan steht seit 20? Jahren und sieht für unser gesamtes Gartenland eine Straße vor)

    Im gleichen Atemzug soll ein Bebauungsplan beschlossen werden, der den IK Garten als dauerhafte Nutzung vorsieht, und allerdings den Streifen für eine Erschließungsstraße beeinhaltet. Das ist eine annehmbare Sache für uns.

    Ich habe mit dem Stadtplaner gesprochen und gesagt, die E-Straße kann doch eine Kurve machen statt grade über die gesamte Südfläche zu gehen und somit bewahren wir eine ökologisch wertvolle Hecke vor der Rodung.

    Wir sollen dies als Vorschlag einbringen, sagte er. Es wäre erst die Grobplanung.

    (öffentlicher Platz im Eingangsbereich und Radweg sind in diesem B-Plan nicht Bestandteil)

    Zum Glück bin ich Mitglied im Stadtentw. Ausschuss.

    Ich hoffe, es gelingt, wäre schon ein Erfolg, die Hecke zu retten. 

    Nach diesem ersten Schritt (der uns die Fläche sichert) soll dann der neue Entwurf für unseren Pachtvertrag  folgen, der Längerfristigkeit vorsieht ( + )  und sicher auch diesen öffentlichen Platz sowie Radweg. ( – )

    Dann müssen wir sehen und weiterarbeiten im Sinne des Gartens..

    Unsere Fahrt nach Nochten in den Findlingspark war für Alle ein schönes gemeinsames Erlebnis. Es gab so viele Ansatzpunkte für verschiedene Themen, Anpassung der Pflanzen an Trockenheit, Gestaltung mit Steinen…. und auch Kultur und Traditionen der Sorben sowie die unvermeidliche Umsiedlung und der Verlust der Heimat der Menschen, die damals in dem Ort wohnten, an dem sich heute der Findlingspark befindet. Dies wurde mit großem  Interesse aufgenommen.

    Die Gestaltung unserer Fläche mit trockenheitsverträglichen Pflanzen haben wir begonnen, es waren gute Anregungen in Nochten. Die Verbindung mit Wasserlauf und Teich fanden wir besonders schön.

    Am vergangenen Samstag hatten wir nach dem üblichen Einsatz mit Dahlien legen und Kartoffeln einbringen wieder unseren monatlichen „Treff unterm Nussbaum“ . Sehr gut, dass unser Jalal 4 neue Mitglieder aus seinem Umfeld mitbrachte. Saumil und Umar kommen aus Pak, Malik aus Indien und Omar aus Lybien. Sie sind froh, sich einbringen zu können. So langsam werden sie mit den anderen Mitgliedern etwas bekannt….

    Unsern Lehmofen haben wir mit einem DAch versehen und mit einem Knickrohr technisch verbessert. Durch verbesserten Luftzug brennt es besser und Holz wird gespart. Die Pizza konnte mit weniger Energie gebacken werden! Unser Beitrag zur Verminderung des CO 2 Ausstoßes und der globalen Erwärmung.


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  • IG Coswig steht vor Veränderungen

    (mails9
    Es gab seit Herbst 2018 viel Unruhe wegen des Pachtlandes für unseren Verein, weil Coswig derzeit einen neuen Flächennutzungsplan aufstellt.

    Wir hatten ja im letzten Jahr schon von unserem Ober- Bürgermeister gesagt bekommen, das wir das Land für die Zukunft nutzen können. Unser Verein wäre politisch sehr wichtig. Da freuen wir uns. Es ist uns auch ein längerfristiger Vertrag versprochen, aber ob wir den bekommen ist noch offen. Ich glaube die Stadt will sich nicht festlegen und hat in dem neuen Entwurf des Vertrages wieder den Passus aufgenommen : „jährlich kündbar“

    Zur Vorgeschichte möchte ich Ihnen folgendes mitteilen:

    es ist wie gesagt Straßenbauland, welches wir als sogenannte „Zwischennutzung“ zur Pacht bekamen. Die Straßenpläne sind zum Glück vom Tisch. Bebaubar ist der Streifen Land nicht, weil der Hauptsammler /Abwasser, darunter liegt. Es geht nur Straße/Zufahrt oder Gartennutzung, oder Sportplatz /Parkplatz so etwas eben. Zum Glück (sonst wären wir es auch los, Eigenheimbebauung bringt ja Geld, machen wir uns nichts vor)

    Der Stadtplaner hat die Idee, einen westlichen Grünring hier zu verankern, das ist ja schon mal gut. Da soll der IK Garten Bestandteil sein. 

    Um die geplanten Veränderungen deutlich zu machen, habe ich für Sie eine Skizze angehängt. 

           Von Nord (Olympia Sportstätte) nach Süden Richtung Coswiger Rathaus soll der Radweg führen. Durch beide Teile des Gartens.

             Im Eingangsbereich des IK Gartens (auf dem Südteil) ist rot kreuzschraffiert (rechte Seite) ein öffentlicher Platz vorgesehen- Als Doppelnutzung, wie das gehen soll weiß ich auch nicht. Es können Autos dann dort parken aber gleichzeitig wäre es ein Vorteil für uns, dort können wir Material anliefern lassen. (wenn zugeparkt ist??)

             Die dritte Maßnahme  ist dann die Zufahrt (orange, links) in das geplante Baugebiet. Hier müssten Bäume im Eingangsbereich und die Heckenstruktur geopfert werden, (Vögel, Eidechsen,..)

    Wir sind hier bei den Gesprächen mit der Stadt sehr im Zwiespalt. Einerseits ist es gut, dass wir also der Garten bleiben sollen. Mit den Einschränkungen könnten oder besser müssten wir uns arrangieren.

    Die Stadt hat als Eigentümerin des Landes die Macht und kann mit dem Land machen was sie will.

    Andererseits ist es ein sinnloser Plan, den Eingangsbereich als öffentliche Fläche auszuweisen. Die Stadt behält sich hier die Gestaltung vor. Natürlich haben wir dies bereits gestaltet, mit Sträuchern, der Kräuterspirale, dem Lehmofen, dem Lehrbeet.

    Vermutlich wollen Kirchenbesucher (einflussreiche) hier ihren Sonntagsparkplatz haben.

    Die Zufahrt: es gibt 2 weitere Möglichkeiten, das heißt vorhandene betonierte breite Wege westlich unseres Gartens. Die liegen im Privateigentum und die Stadt kann die angeblich nicht kaufen. Unser Stadtrat, der Architekt ist, hat hier gelacht und gesagt, wenn der Bauträger das Land erschliest, kauft er doch auch diese  Zufahrten.

    Wir wissen hier nicht, ob die Auskunft der Stadt richtig ist. Nachvollziehbar ist, das sich die Stadt die Zufahrt über den IK garten vorzubehalten muss. Denn im Moment gehöhren der Stadt die beiden anderen Zufahrten nicht. Das ganze geplante Baugebiet ist im Übrigen eine Altlastenfläche und das Bau-Land gehört mindestens zwei Erbengemeinschaften. Somit kann es dauern, das ist gut.

    Der Radweg, er stört, ja, vielleicht kommen auch mehr Leute dadurch in den Garten. (zum Ernten , ha ha, )

    Ich denke, es gibt dieses Radwegeprogramm, Fördermittel, deswegen soll gebaut werden. In ca 2 oder 3 Jahren soll es soweit sein. So ist der Plan, (der evtl. auch nicht realisiert wird,..)

    Wie gesagt, wenn wir nicht im guten Einvernehmen mit der Stadt arbeiten, kann uns ja auch gekündigt werden. Deshalb ist es bestimmt nicht klug, gegen diese Pläne zu protestieren. Die Stadt ist anderseits froh (so der OB Neupold,) dass wir dies Land nutzen, sonst müsste die Stadt es pflegen.

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  • neues Projekt im IG Coswig: Trockenkünstler

    (Gu aus Antrag/Mails)

    Trockenkünstler“ im Interkulturellen Garten – Gemeinsames anlegen, gestalten und pflegen von Nutzpflanzen mit hoher Trockenheitstoleranz

    (Aufgrund der ständigen Erfahrungen mit dem Klimawandel und den nötigen Schutzmaßnahmen für die Pflanzen möchten wir gern ein Stück unseres noch nicht kultivierten Gartenlandes nutzen, um Rahmenbedingungen zu schaffen auch Pflanzensorten an extremen Standorten (Sandboden, Trockenheit, kein Schatten) anzubauen. Dies ist eine Idee von Teilnehmern aus Pakistan und Indien, welche in ihren Herkunftsländern fast ausschließlich unter solchen Bedingungen ihre Flächen bewirtschaften mußten.  Wir möchten dazu auch die vorhandenen Steine mit verwenden und aus diesen Naturmaterialien die Pflanzen schützen und entsprechende Refugien für sie entstehen lassen.)

    1.       Ausgangssituation

    Unser Verein lebt von einer lebendigen Projektarbeit beim gemeinsamen Gärtnern der Nationen. Während der Treffen und beim Arbeiten sind regelmäßig Austausche da. Die Zugewanderten berichten von Anbaubedingungen ihrer Herkunftsländer, berichten über Pflanzen, welche auch bei uns heimisch sind aber hier keinen direkten Verarbeitungswert haben und zum Unkraut deklariert werden, in ihren Ländern hingegen werden diese als Nutzpflanzen auf großen Feldern angebaut z.B. Grüner und Roter Fuchsschwanz. Sie enthalten viele Mineralien wie Eisen und Magnesium und ganz viel Vitamin C. Es gibt dazu noch andere Beispiele. Ebenso gibt es bei uns eine Palette mit trockenresistenten Pflanzen, welche eine gemeinsame Ernte und Verarbeitung zulassen. Im zurückliegenden Sommer wurden die Teilnehmer mit der extremen Witterung konfrontiert. Wir hatten viele Schäden und Verluste an den angebauten Kulturen. Diesem wollen wir teilweise entgegenwirken und Kulturen auch für solche Bedingungen anbauen. Es sollen Beerensträucher wie Holunder, Sanddorn, Schlehe und Hasel gepflanzt werden. Natürlich sollen nur gebietseigene Pflanzen verwendet werden.

    Was ist geplant?

    Der Standort des Trockengartens wurde vollsonnig gewählt. Das A und O der Bodenvorbereitung besteht durch das Abmagern der vorhandenen Fläche. Dies geschieht durch Sand und feinen Kies (z.B. Splitt). Dieser wird eingefräst und je nach vorhandenem Sandanteil im Boden eingebracht. Der teilweise vorhandene lehmige Boden wird mit zusätzlichem Kies (Wand kies / Roh kies) verbessert. Wir wollen Elemente gestalten in Verbindung mit Steinen, Wurzeln, Holz und die entsprechenden Pflanzen.

    Es sollen folgende Kräuter und Gräser für die Fläche verwendet werden: Flausch-Federgras, Blaues Schillergras, Seggen, Schwingel, Thymian, Lavendel, Katzenminze, Blauraute, Mädchenhaar-gras und Färberkamille. Diese Kräuter und Gräser sollen nach dem Verblühen geerntet und ge-trocknet werden und teilweise für Tees verwendet werden oder für die Herbst- und Winter-dekoration im Rahmen von Begegnungstagen für alle Interessierten.

    Gleichzeitig möchten wir den Teilnehmern eine Exkursion in den Findlingspark Nochten ermöglichen. Hier sollen sie Kenntnisse und Informationen sammeln zur Rekultivierung von Naturlandschaften. Hier werden Vorträge (auch mehrsprachig) zu aktuellen Themen (z.B. Geologie, Rekultivierung von Brachen und ehemaligen Bergbaugebieten, Teichbau, Landschaftsgestaltung für Pflanzen an extremen Standorten usw.) angeboten. Ebenso gibt es eine „hauseigene“ Gärtnerei, wo entsprechende Pflanzen zu erwerben sind.

    Wir möchten mit einer Führung den Park mit seinen Besonderheiten und seiner Einzigartigkeit besichtigen. Auch soll diese Exkursion das Wissen der Teilnehmer erweitern, auch mal über die täglichen Arbeitsprozesse hinausschauen, die Horizonte erweitern und so zu einer gelingenden Integration beitragen. Das Erfahrene und Gesehene soll dann gemeinsam im Interkulturellen Garten umgesetzt werden.


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  • Politik sieht IG Coswig als längerfristiges Projekt

    (Gu, Mail)

    wir waren diese Saison sehr mit neuen Aktivitäten und vor Allem mit der Ausrichtung unseres Festes zum 10 jährigen Veriensbestehen am 11. August  beschäftigt.

    Dies war ein sehr schöner Erfolg für uns Alle und ein Anerkennung unserer Arbeit!

    Unter unseren Gästen befand sich die Ministerin Petra Köpping,OBM Frank Neupold und BM Thomas Schubert der STadt Coswig sowie weitere zahlreiche wichige Gäste und Kooperationspartner.

    Auf dem Coswiger  Infokanal K3 ist eine kleine Sendung (vom 16.08.) im Archiv von unserer Feier zu sehen.

    Anbei sende ich ein Foto dieses Tages. Der OB F.Neupold bekräftigte in seiner Rede, das der IK Garten in Coswig auch längerfristig bleiben soll. Ein schöneres Geschenk kann es nicht geben. 


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  • IG Coswig wird 10 – Ministerin gratuliert

    (Gu, alerts)

    Verein erwartet Ministerin zum Geburtstag

    Der Freistaat förderte den interkulturellen Garten seit 2016 mit rund 115000 Euro.

    Auch dieses Jahr hofft der Verein wieder auf eine gute Ernte. Im vergangenen September freuten sich (v.l.) Vereinsmitglied Johannes Hoppe, Vereinschefin Cornelia Obst, Matthias Arnold und die Deutschinderin Jaspal Kauer über die Resultate.
    Auch dieses Jahr hofft der Verein wieder auf eine gute Ernte. Im vergangenen September freuten sich (v.l.) Vereinsmitglied Johannes Hoppe, Vereinschefin Cornelia Obst, Matthias Arnold und die Deutschinderin Jaspal Kauer über die Resultate.
    © Matthias Schumann

    Coswig. Für Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) ist der Verein Interkultureller Garten Coswig e.V. ein herausragendes Beispiel für vorbildliche Integrationsarbeit. Dieses Jahr besteht der Garten zehn Jahre, die Ministerin gratuliert.

    Nachdem sich 2008 in Coswig Menschen zusammenfanden, um die gemeinsame Idee eines interkulturellen Gartens zu verwirklichen, ist es ihnen mit Unterstützung gelungen, einen Ort der Begegnung entstehen zu lassen und einen Ort für gemeinsame Betätigung im Gartenbau zu schaffen, heißt es aus dem Ministerium von Petra Köpping. Derzeit sind unter anderem Menschen aus Indien, Pakistan, Libyen und Afghanistan in der Gartenbewirtschaftung aktiv. Unterstützt werden sie dabei von etwa 20 bis 30 Vereinsmitgliedern, Freunden und Nachbarn. Neben der Pflege des Gartens werden auch Seminare zum Natur- und Umweltschutz angeboten. Ministerin Petra Köpping förderte seit 2016 bereits drei Projekte des Vereins mit insgesamt rund 115 000 Euro. „Hier wird Integration vorbildlich gelebt, denn der Garten dient allen Menschen in der Region als Anlaufstelle. Niemand wird ausgegrenzt, sondern alle sind willkommen. Dadurch werden Kennenlernen, Begegnung möglich und das Verständnis füreinander wächst. Ich danke den Ehrenamtlichen für ihr großartiges Engagement und wünsche den Aktiven für die kommenden zehn Jahre weiterhin viel Kraft, Durchhaltevermögen und Unterstützung“, schreibt die Ministerin, die zur Jubiläumsfeier am Sonnabend nach Coswig kommen will.

    Der Verein hat auch bundesweit Beachtung gefunden. Dass ein Ziel die Integration von Aussiedlern und Aussiedlerinnen durch gemeinsame Tätigkeit mit Einheimischen im Gartenbau ist und der Garten offen für andere Menschen, selbstverständlich auch für Asylbewerber und -bewerberinnen, um ihnen eine Art neues Heimatgefühl zu geben, ein Stück unserer Kultur nahezubringen und auch von ihnen lernen zu können, ist auf der Internetseite der Stiftung Anstiftung zu lesen. Die Münchner Stiftung fördert, vernetzt und erforscht nach eigenen Worten Räume und Netzwerke des Selbermachens. Dazu gehören interkulturelle und urbane Gärten, offene Werkstätten, Reparatur-Initiativen. (mehr …)

  • Blühwiesenprojekt des IG Coswig

    (Gu, Mail)

    In der vergangenen Wochen haben wir uns auch mit unserer Blühwiese beschäftigt. Zahlreiche Schmetterlinge haben sich angesiedelt, die wir beobachten und fotografieren konnten. Dabei begeisterten wir zahlreiche Mitstreiter, die selbständig Fotos machten. Zum heutigen Thementag meldeten wir die Funde an das Portal der schmetterlingswiesen.de- eine gute Gelegenheit, zu lernen, über Natur und Informatik (mehr …)

  • IG Coswig startet Stauden-Vermehrungsprojekt

    (Gu aus Antrag)

    sie sind 22 Mitglieder und 5 Buftis (davon 3 mit Migartionshintergrund) plus Ehrenamtliche, die bei Veranstaltungen und Projekten unterstützen.
    Das derzeitige Wetter mit starker Trockeheit hat dazu geführt, dass vor allen Dingen Stauden nicht blühen und somit den Bienen diese Nahrungsquelle fehlt. Sie wollen nun heimische Stauden selber vermehren und zwar solche, die sich in den Blühphasen abwechseln. Sie wollen in diesem Projekt ihr Wissen austauschen und zusammen lernen. (mehr …)

  • schöner Artikel über IG Coswig

    (gu, alerts)

    Der etwas andere Garten

    Die Freunde des Coswiger Interkulturellen Gartens beenden die Saison mit einem Herbstfest. Es ist offen für alle.

    Von Uta Büttner

    Zufrieden mit dem Ergebnis. Die Ernte im Interkulturellen Garten Coswig ist in diesem Jahr üppig ausgefallen. Die Vereinsmitglieder und Interessenten (v.l.) Johannes Hoppe, Cornelia Obst, Matthias Arnold und die Deutschinderin Jaspal Kauer präsentieren stolz das Gemüse.
    Zufrieden mit dem Ergebnis. Die Ernte im Interkulturellen Garten Coswig ist in diesem Jahr üppig ausgefallen. Die Vereinsmitglieder und Interessenten (v.l.) Johannes Hoppe, Cornelia Obst, Matthias Arnold und die Deutschinderin Jaspal Kauer präsentieren stolz das Gemüse.
    © Matthias Schumann

    Coswig. Nikolai und Waheed unterhalten sich angeregt. Der eine spricht russisch, der andere urdu – National- sowie Amtssprache in Pakistan. Wie sie sich verstehen, bleibt das Geheimnis der beiden. Dann lachen sie, klatschen sich auf die Schulter. Der Russe sagt: „da, da“, der Pakistani „tike“ – was „ja“ heißt.

    Wie sich die Männer da verständigen, weiß auch Cornelia Obst nicht. Aber sie freut sich genau über diese kleinen Begegnungen. Denn das war das Anliegen der Gartenbauingenieurin, als sie 2009 gemeinsam mit Almut Böttcher den Interkulturellen Garten in Coswig gründete. Soziale Kontakte knüpfen, ins Gespräch kommen, fremde Kulturen kennenlernen. Und zwar bei gemeinsamer Arbeit und Begeisterung für die Natur. Der Lohn: sich wohlfühlen und eine reiche Ernte – so wie in diesem Jahr.

    Immer mittwochs und samstags jeweils drei Stunden treffen sich auf der Jaspisstraße 42 zahlreiche Einheimische, Aussiedler und Migranten zum gemeinsamen Gärtnern, Schwatzen, Lernen oder auch Kochen. Der Garten ist für jeden offen. „Matthias Arnold kommt immer mal vorbei und kauft etwas“, sagt Cornelia Obst. Andere bringen kostenfrei ihren Grünschnitt her oder informieren sich über in Deutschland eher selten wachsende Pflanzen. So hat der Verein ein Lehrbeet am Eingang des Gartens angelegt. Zu finden ist dort unter anderem das in Südamerika beheimatete Süßkraut oder die Artischocke.

    „Wir wollen Menschen zusammenbringen, voneinander lernen“, sagt Obst. So ist die Inderin Jaspal Kauer bereits seit einigen Jahren dabei. „Wir haben schon so viel über das Leben in ihrer Heimat erfahren. Beispielsweise, dass Mädchen angehalten werden, still zu sitzen und nicht zum Spielen rauszugehen und etwa Fahrrad zu fahren. Das habe Jaspal erst in Deutschland gelernt. „Sie fühlt sich wohl bei uns, und wir sind froh, dass sie da ist.“

    Manchmal ist aber auch zu wenig Zeit zum Gedankenaustausch. Denn die etwa 4 700 Quadratmeter große Anbaufläche muss bewirtschaftet werden. „Da wird es ganz schön hektisch, vor allem, wenn wir verkaufen“, erzählt Cornelia Obst.

    Der Stand muss vorbereitet, das Gemüse frisch geerntet werden. Deshalb gibt es seit Mai immer am letzten Sonnabend im Monat nach getaner Arbeit einen Treff unter dem Nussbaum im Garten. „Hier können wir in Ruhe reden.“ Denn der Garten ist auch Anlaufpunkt bei Sorgen und Problemen – für Deutsche und Migranten, betont die Vereinsvorsitzende. Meist kann jemand einen Tipp geben oder direkt helfen. Und wenn es regnet, können sich die Hobbygärtner zurückziehen – in ihr kleines „Vereinshaus“, einen Unterstand mit ein paar angebauten Seitenwänden, damit der Wind nicht so durchpfeift. Darunter steht ein langer Holztisch, der genug Platz für Bastelnachmittage bietet.

    Im Frühjahr hat sich der Verein zwei Bienenvölker mit insgesamt 100 000 Bienen zugelegt. So verkauft er neben Gemüse und Kräutern auch Honig. Zweimal im Jahr wird dieser geschleudert. „Wir hoffen, dass die Bienen über den Winter kommen. Unsere Idee war eigentlich auch, diese Insekten Kindern zu zeigen“, berichtet die Vereinsvorsitzende. Überhaupt wünscht sich der Verein mehr Kinder und Jugendliche in seinem Garten. Ideen zu Kooperationen mit Partnern gibt es, doch die Zeit für die Organisation fehlt. Deshalb freut sich Cornelia Obst über jeden neuen Interessenten. Reichlich 20 Mitglieder zählt der Verein derzeit. Eines der neusten Mitglieder ist eine Rentnerin aus Coswig. Sie sei Gärtnerin mit Leib und Seele, erzählt Cornelia Obst.

    Am 21. Oktober ist das jährliche Herbstfest zum Ende der Gartensaison geplant. Dann sitzen Hobbygärtner und Gäste gemeinsam um die Feuerschale. Im Lehmofen wird frischer Kuchen gebacken, im sogenannten Dutch Oven eine leckere Suppe mit Kürbis, Chili-Schoten und Möhren gekocht. Dieser Outdoor-Kochtopf oder Feuertopf aus Gusseisen wird mit glühenden Kohlen beheizt. Zuvor, am 14. Oktober, findet in Kooperation mit dem Partner Initiative Coswig – Ort der Vielfalt ein Begegnungstag im Interkulturellen Garten statt. Natürlich wieder offen für alle.

    Und wenn die Gartensaison im März 2019 von Neuem beginnt, hofft Cornelia Obst wieder auf ganz viele Neugierige und vielleicht auch ein paar neue Mitstreiter.

    http://www.sz-online.de/nachrichten/der-etwas-andere-garten-3789607.html (mehr …)

  • IG Coswig bekommt Preis

    (Gu, Mail)

    Überraschend wurden wir für den David-Schmidt-Preis nominiert.

    Aus der Überzeugung heraus – tagtäglich sozial ehrenamtlich engagiert zu sein und zahlreiche bisherigen Projekt erfolgreich umgesetzt zu haben – nahmen wir an der Preisverleihung am 29.04.2017 in Radebeul teil.
    Wir präsentierten uns mit einem Plakat unserer Vereinsarbeit – es zeigt die Arbeit, den Austausch, das Feiern und gibt Eindrücke der Nationalitätenvielfalt. Großes Augenmerk legten wir auf die Veröffentlichung und Publizierung unserer Fördermittelgeber.
    Mit großem Stolz, Dank und Tränen der Rührung nahmen wir nach der verlesenen Laudation von Frau Christine Ruby den David-Schmidt-Preis in der Kategorie
    Sonderpreis für „Engagement zur Integration von Geflüchteten“ gestiftet von der Hans-Böckler-Stiftung
    entgegen.
    Die Vereinsvorsitzende Frau Cornelia Obst war sichtlich überrascht und dankte der Jury für diese unerwartete Anerkennung und Würdigung unserer Arbeit. Jede und Jeder in unserem Verein hat seinen Anteil dazu geleistet. Die erhaltene Urkunde und die Trophäe einer „stählernen Hand“ werden wir ehren- und würdevoll in unserer Vereinsausstellung präsentieren.

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  • Unterstand inm IG Coswig ist Begegnungsplatz im Garten

    (GU aus Sachbereicht)
    Der Unterstand im IG Coswig ist die einzige vereinseigene überdachte Fläche. Da der Boden aus einer lockeren, unebenen Sandfläche bestand, hat die Gartengemeinschaft sich das Projekt „Fußbodenneugestaltung“ vorgenommen (von uns gefördert). Sie ließen sich von Profis beraten und haben das Vorhaben eingehend miteinander diskutiert. Das Ergebnis: Einbau einer Ausgleichsschicht aus Sand, um darin Gehwegplatten zu verlegen, Begrenzung der Deckschicht mit Beton und Grabsteinsockeln. Es haben sich in wechselnder Besetzung immer 5 – 6 Mitglieder beteiligt, der Bau ging trotz einiger Sprachschwierigkeiten gut voran. Ein Mitglied hatte die Bauleitung. Es gab viel Interesse aus der Nachbarschaft und sie haben den Platz mit einem Osterfeuer eingeweiht (zumindest hatten sie das vor) (mehr …)

  • IG Coswig macht Winterbauaktion

    (Gu aus Antrag)

    Die kühle Jahreszeit rückt unser sogenanntes „Vereinshaus“ in das Zentrum unserer Aufmerksamkeit. Für zahlreiche Aktionen wie Reparaturen, Floristik, Trocken von Erntegut ist es notwendig.

    Wir konnten in diesem Jahr verstärkten Zuspruch für unsere Treffen feststellen und begrüßten Gäste aus anderen Vereinen, dem Stadtrat oder einfach Interessierte der Öffentlichkeit. Sie alle erfuhren von unserer gemeinsamen Arbeit im Garten und sprachen mit Menschen, die sich hier zugehörig und anerkannt fühlen.

    Nun wollen wir unser „Gebäude“ in Ordnung bringen, denn der Boden besteht nur aus Sand und die Bänke und Stühle haben keinen festen Stand. Es bestehen viele Stolperkanten und ein Sauberkehren des Bodens ist nicht möglich. Wir planen deshalb, einen einfachen Fußboden aus Gehwegplatten einzubauen. Die Platten werden in Split verlegt und mit Tiefborden am Rand gesichert.

    Mit diesem Vorhaben soll unser sog. Vereinshaus als Ort der Begegnung, der auch für die Öffentlichkeit zugängliche ist, weiter ausgebaut und aufgewertet werden.

    Diese Aktion ist es für uns eine neue und lehrreiche Gemeinschaftsarbeit an der sich auch Interessierte aus dem Kreis unserer Kooperationspartner oder der Öffentlichkeit beteiligen können. Unsere wichtigsten Kooperationspartner sind der Verein „Coswig als Ort der Vielfalt“ e.V., die Initiative Coswig als Ort der Vielfalt, das Bündnis Buntes Radebeul und die JuCo Soziale Arbeit gGmbH. Über dieses Netzwerk wollen wir unser Vorhaben bekanntmachen. Wir stellen uns vor, dass gerade Flüchtlinge sich bei dieser Bautätigkeit einbringen und ihre Sprachkenntnisse erproben.


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  • Angärtnern und Kräuterspiralenbau bringt 100 Menschen im IG Coswig zusammen

    (Gu, mail)
    wir haben den Bau der Kräuterspirale mit einem FEst verbunden- gemeinsam mit der Initiative Coswig als Ort der Vielfalt. und dies war
    ein voller Erfolg!

    Gemeinsam dieses Fest vorzubereiten – zusammenzukommen – vor Allem gemeinsam aktiv zu sein- Verbindung zu schaffen zwischen ganz verschiedenen Menschen und fröhlich sein war der Plan und so hat es funktioniert!

    Unerwartet groß war der Zuspruch von Deutschen, Migranten und Flüchtlingen- etwa 100 Menschen begegneten (!!) sich und kamen ins Gespräch- beim Herrichten der Tafel mit mitgebrachtem Essen,Vorbereiten des Grills, Volleyballspiel, Stockbrot backen, Kinderschminken, Kräuter kennen lernen und natürlich dem Bau einer Kräuterspirale- es war einfach toll!

    Wir zeigten unseren Flüchtlingen den „Plan“ des Bauwerks und fingen dann einfach an, die Steine auf die Markierung zu legen. Es fand sich eine Gruppe von 6 oder 7 flüchtlingen, diese schafften mit 2 oder 3 Mitgl. d. Vereins Steine ran und schichteten sie auf. Eifrig, verständigt wurde sich über Zeichensprache. Und in einer Geschwindigkeit- so haben auch deutsc he Gäste wargenomme, hier fassen Flüchtlinge mit an und kommen nicht nur zum Essen.

    Fotos sind beim Projekt abgelegt

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  • IG Coswig baut Kräuterspirale

    (Gu, Mail 5.4.)

    wir sind mit Energie in die neue Gartensaison gestartet und haben kürzlich 2 neue Mitglieder gewonnen.

    Letzten Samstag war bei uns im Garten „Bauberatung“ bei dieser legten wir gemeinsam den zukünftigen Standort der Kräuterspirale fest. Wir einigten uns auf einen guten Platz, von der Straße her gut sichtbar, unmittelbar am zentralen Feier-Platz, vom Süden besonnt und geschützt durch eine große Birke.

    Kräuter wurden ausgesät nach Wünschen und Ideen, auch brachten Einige Saatgut mit.

    Am 23.4. wollen wir mit der Initiative Coswig als Ort der Vielfalt und der Kirchgemeinde ein Gartenfest gestalten, natürlich gemeinsam mit coswiger Flüchtlingen. An diesem Tag soll der Bau der Kräuterspirale beginnen,  und wir haben Kräuter zum Thema gemacht- gegrillte Kartoffeln mit Kräuterquark, Kräuterratespiel für Kinder..


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  • Im IG Coswig sind Flüchtlinge dabei. Neuestes Projekt: gemeinsam Kräuter anbauen und verarbeiten

    (Gu aus Antrag, 1.3.)
    auch im vergangenen Jahr haben viel erreicht- so kamen gerade im Sommer zahlreiche Flüchtlinge in unseren Vereinsgarten wir legten Beete an pflanzten und pflegten -, die verschiedensten Menschen kamen zusammen, halfen sich gegenseitig, lernten voneinander, hatten Spaß , fühlten sich wichtig und zugehörig.

    Auch in diesem Jahr wird es wieder so sein. Mit der neugegründeten Initiative „Coswig als Ort der Vielfalt“ arbeiten wir sehr gut zusammen. Durch dieses Netzwerk der Initiative erfuhr eine große Zahl der in Coswig angekommenen Flüchtlinge von unserem Garten. Die Flüchtlinge waren froh, einen Ort gefunden zu haben, an dem sie willkommen sind und sinnvoll etwas tun können. Gemeinsam grillten wir im Garten und es gab viel Gesprächsstoff.

    Wir verwenden unser selbst angebautes Gemüse und auch unsere neuen Freunde aus Syrien und anderen Ländern lieben es sehr damit zu kochen. Sie erzählten uns von der der faszinierenden Vielfalt der orientalischen Kräuter und deren Verwendung. Es ist wie ein Stück Heimat für sie. Frisch sind hier Syrischer Oregano, Habek Minze, Zatar oder Arabisches Bergkraut kaum zu bekommen. Es wäre für uns eine wunderbare verbindende Tätigkeit, gemeinsam diese uns noch nicht bekannten Kräuter anzubauen, und gleichzeitig unseren Begegnungsgarten mit einer Lehrkräuterecke zu bereichern.

    Idealerweise wollen wir Pflanzung auf einem wärmespeichernden Steinhügel nach Art einer Kräuterspirale anlegen. Dies ist sehr arbeitsaufwändig und Alle können mit anfassen.

    Da unser Garten ohnehin Interessierten offensteht, können unsere Flüchtlinge Auskunft geben über Art und Verwendung der Pflanzen-als neuen Ansatzpunkt für Kontakt und Integration.

    Wir verwenden die Mittel so sparsam wie möglich, so können wir die Steine gebraucht von der Baufirma Nibrasch günstiger bekommen. Außerdem versuchen wir gemeinsam mit unseren Flüchtlingen Saatgut einiger Pflanzen zu besorgen weil die eigene Anzucht den Kauf teurer Pflanzen sparen hilft. Unser Kooperationspartner vor Ort, die Gärtnerei Ulbrich, hat uns zugesagt, dass wir in diesem Fall eine Ecke in einem heizbaren Gewächshaus nutzen können.

    Auch der Bio-laden MarThas Laden in Coswig ist sehr an frischen (exotischen) Kräutern interessiert und will damit wiederum Coswiger Kunden über unsere Tätigkeit informieren.

    Nicht zuletzt wird unser kleines interessantes Projekt über die Initiative Coswig als Ort der Vielfalt und die JuCo Soziale Arbeit gGmbH bekannt und zugänglich gemacht.

    Weitere Infos zu der Arbeit mit Flüchtlingen:
    Im letzten Jahr , Januar/Februar, fand sich in Coswig spontan die Initiative „Coswig als Ort der Vielfalt“ schon mit einer großen Zahl von ca 40 bis 50 und mehr? Engagierten (Bürger, Stadträte, Pfarrer..)  die Flüchtlingen helfen wollten. Das ist auch geschehen. Es wurde von einem außerordentlich engagierten Mann, Herrn Meissner, generalstabsmäßig organisiert mit der Bildung von zahlreichen Arbeitskreise (AK Patenschaften, Begegnungen, Deutschkurse, Sport, Fahrradwerkstatt..) die Stadt gewährte Unterstützung- kostenlose Raumnutzung, Veröffentlichungen, etc.. So konnte die doch relativ hohe Zahl von ca 250 Flüchtlingen in Coswig recht gut betreut werden.

    Einige Zeit später wurde der Verein „Coswig als Ort der Vielfalt „ gegründet, um als Träger  die Spendengelder für die Initiative verwalten zu können, Mittel zu beantragen und  der Initiative eine Rahmen zu geben. Dieser Verein COV ist nun natürlich auch ein ganz enger Kooperationspartner unseres Interkulturellen Gartens Coswig ev. Ich selbst unterstützte übrigens diesen in seiner Gründung und bin auch als Vorstandmitglied tätig.

     Ich will Ihnen damit die gute Vernetzung verdeutlichen, durch die Initiative begründet wurde. So sind viele Coswiger in der Initiative organisiert und haben gleichzeitig direkten Kontakt zu Flüchtlingen. Informationen, beispielsweise über unseren Garten- neue Projekte- Angebote- gelangen so direkt zu Flüchtlingen.

    Im vergangenen Jahr haben wir gemeinsam mit dem Bunten Radebeul unseren IK Garten Coswig im Radebeuler Flüchtlingsheim vorgestellt, daraufhin kamen einige radebeuler Flüchtlinge.

    Auch über die kath. Kirche direkt neben den Garten gelangen Infos an Flüchtlinge- die Kirche macht ja auch Veranstaltungen/Angebote. Demnächst wird die Info über unsere Garteneinsatzzeiten auf der Internetseite der Initiative unter Aktuelles wieder erscheinen, wenn wir im Frühjahr anfangen.

    Die Verständigung funktioniert meist auf englisch, manchmal mit Hilfe der iPhones, auf russisch (unsere Aussiedler) geht nicht, am Besten ist es, wenn die Flüchtlinge ihre Deutschkenntnisse erproben, die sind natürlich sehr unterschiedlich vorhanden. Es gab auch Missverständnisse- so fingen einige Flüchtlinge an zu ernten für sich während einer Gartenführung. Da haben wir gesagt, ihr könnt mit uns arbeiten, dann gibt es einen Teil der Ernte für Jeden. Die gemeinsame Tätigkeit wurde auch ohne Sprachkenntnisse verstanden, das ist als Anfang in Ordnung, es ist immer wichtig, auf das Aufeinander von Allen zugehen zu achten. So ganz im Selbstlauf passiert das nicht.

    Die Informationen über Kräuter wollen wir natürlich an Interessierte geben! Im letzten Jahr haben wir ein kleines Rezeptbuch erstellt mit bewährten von uns erprobten Rezepten mit Ernten aus dem Garten- in dieser Art soll es auch mit der kräuterinfo gemacht werden. Während unserer Einsatzzeiten Mittwoch nachm, und Sa. vormittag nehmen wir auch nebenbei Grünschnitt an und verkaufen etwas Gemüse nach Möglichkeit. Da weisen wir auch auf Neues hin, wie der Kräuteranbau.

    Abgeholt haben wir bisher die Flüchtlinge nicht. Einmal habe ich am Stadtplan den weg erklärt, und sie haben sich gefunden (von Radebeul) Demnächst soll ein Objekt in Neusörnewitz OT Coswig/Prasseweg belegt werden, das ist nicht weit vom Garten. Die Schwierigkeit ist, den Flüchtlingen zu vermitteln, dass sie im Garten oder Anderswo willkommen sind. Hier wollen wir (im Sommer?) über die Initiative einen Besuch im Heim organisieren um Kontakt herzustellen.

    Der Bioladen zahlt für die Kräuter, 0,20 €/Bund letztes Jahr für Petersilie, Rosmarin, Schnittlauch.. aber es ist ein sehr kleiner Laden hat es extrem schwer in Coswig. Es waren sehr wenig Bündel die verkauft wurden aber wichtig für das Sortiment sind ihm regionale Kräuter schon. Außerdem liegt Werbung /Flyer von uns aus.

    Nun noch zu Meißen: der Träger ist das Bündnis für Zivilcourage e.V.,

    der Projektname: Internationaler Garten Meißen.

    Seit 2015 (mind.) laufen die Vorbereitungen, es mussten sehr zähe und langwierige Verhandlungen  mit der Stadtverwaltung Meißen bewältigt werden, um einen Pachtvertrag über das Bohnitzer Gelände, Nähe Erstaufnahme f.Flüchtlinge.

    Gegenwärtig sieht es endlich erfolgversprechend aus, aber der Pachtvertrag ist noch nicht unterzeichnet.


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  • Artikel über IG Coswig

    Gärtnern verbindet die Nationen

    Im Interkulturellen Garten gärtnern zunehmend auch Asylbewerber. Ab Januar 2016 ist nun ein neues Projekt geplant.

    Von Nicole Czerwinka

    Wirtschaften im Interkulturellen Garten Coswig e.V. Cornelia Obst und Johannes Hoppe sind hier bei einer Kontrolle der Erdbeerpflanzen.
    Wirtschaften im Interkulturellen Garten Coswig e.V. Cornelia Obst und Johannes Hoppe sind hier bei einer Kontrolle der Erdbeerpflanzen.
    © Arvid Müller

    Coswig. Es sind nur knapp 7 000 Quadratmeter Gartenland in der Jaspisstraße in Coswig. Doch für die Stadt erfüllt diese Fläche eine wichtige Bedeutung. Denn hier trifft sich der Verein Interkultureller Garten seit 2009 jede Woche zweimal, um die Nationen zu vereinen. Rund 25 Mitglieder zählt dieser Verein heute. Acht davon sind russlanddeutsche Spätaussiedler, die zum Teil seit Jahrzehnten schon in Coswig leben. Eben jene Bürger Coswigs, für die der Interkulturelle Garten einst gegründet wurde. Ziel war es, sozial benachteiligten Bürgern sowie Migranten in der Stadt eine Chance, eine Aufgabe zu geben und sie aktiv ins Leben mit einzubinden. „Gegärtnert wird schließlich überall und die Sprache lernt sich auch viel besser, wenn man mit anderen zusammenarbeitet“, sagt Cornelia Obst, eine der Mitbegründerinnen des Vereins – und selbst Gartenbauingenieurin.

    Seit diesem Jahr kommen nun auch zunehmend Asylbewerber bei den Arbeitseinsätzen in der Jaspisstraße vorbei. Manche kommen nur einmal. Ein Grüppchen von etwa fünf bis sechs Leuten schaut jedoch schon regelmäßig vorbei. „Wir sind kein reiner Arbeitsgarten, sondern wollen auch Gemeinschaft pflegen. Wer will, kann die Kinder mitbringen, und vor dem Vereinshaus gibt es eine Feuerstelle, das ist unser Eventplatz“, sagt Cornelia Obst. Nach den Arbeitseinsätzen wird hier nicht selten gemeinsam gegrillt und geschwatzt.

    Neues entdecken

    Im Herbst kamen etwa zwei Kosovo-Albaner regelmäßig bei den Einsätzen vorbei. „Die mussten für ein Beet Mist und Grünschnitt anschleppen und haben das gern getan. Wer bei der Arbeit mit anpackt, wird von den anderen auch akzeptiert. Da unterscheiden sich die Spätaussiedler und die Deutschen nicht“, sagt Cornelia Obst. Bei der praktischen Arbeit können die Asylbewerber die Sprache besser lernen. Zudem baue das gemeinsame Gärtnern auf beiden Seiten Vorurteile ab.

    Und manchmal lerne man sogar noch etwas dazu. Denn gegärtnert wird zwar überall auf der Welt, aber die Geschmäcker sind verschieden: „Ein Pärchen aus Sibirien und Moldawien hat bei uns mal Schwarzen Nachtschatten angebaut. Das kennen wir hier nur als Unkraut und zudem ist es bei uns als giftig bekannt“, sagt Cornelia Obst. Doch in Sibirien gelten die Beeren des Gewächses als Delikatesse. „Sie werden dort oft in die Piroschki eingebacken – und schmecken leicht süßlich“, erzählt Cornelia Obst. Ein anderer Gärtner armenischer Herkunft berichtete, dass bei ihm zu Hause Rhabarber mit Salz und Ei serviert würde. „Bei der Vorstellung, dass wir den hier als süßes Dessert verzehren, verzog er das Gesicht“, erinnert sich Cornelia Obst.

    Das Tor steht immer offen

    Solcherlei Rezepte aus verschiedenen Ländern will sie im Interkulturellen Garten im kommenden Jahr noch verstärkt austauschen. Ab Januar sollen sich die Gärtner bei der Aktion „Wilde Küche im Begegnungsgarten“ regelmäßig am Feuer treffen, um gemeinsam Rezepte aus der Heimat zu kochen. Jeder kann die Zutaten selbst mitbringen oder vorher gemeinsam mit den anderen einkaufen gehen. „Das Feuer hat auch ein bisschen Symbolcharakter, schon früher haben sich die Menschen am Feuer getroffen – außerdem sind wir so nicht auf den Sommer festgelegt. Am Feuer sitzen kann man auch im Januar“, sagt Cornelia Obst. Sie erhofft sich dabei auch eine engere Vernetzung der Teilnehmer. „Beim Kochen kommt man dann wieder ins Gespräch, kann sich gegenseitig helfen, wenn jemand mal was braucht“, sagt sie.

    Sie hofft, dass auch dieses Projekt wieder vermehrt Asylbewerber in den Garten locken wird. „Wer Lust hat, kann jederzeit bei uns vorbeischauen, das Tor steht immer offen“, sagt sie. Einmal hat sie das Projekt schon im Asylbewerberheim in Radebeul vorgestellt. Darauf kamen gleich fünf Leute und wollten mitmachen. Nur eines ist Cornelia Obst wichtig: Auch am Feuer soll sich jeder bei den Treffen einbringen – der eine macht Salat, der andere besorgt die Getränke. „Diese Arbeitsteilung schafft eine Gemeinschaft, das ist eine gute Basis für Gespräche und Integration funktioniert nur im Dialog“, sagt sie.

    http://www.sz-online.de/nachrichten/gaertnern-verbindet-die-nationen-3287855.html (mehr …)

  • Saisonrückblick IG Coswig

    (Mail an info@, 16.10.)
    „Wir können wir auf einen recht erfolgreichen Sommer zurückblicken, wir freuten uns, in unserem Garten einige der in Coswig und dem Nachbarort Radebeul angekommenen Asylbewerber begrüßen zu können.  Im Juni stand unser „Beerenprojekttag“ auf dem Plan. Da wir unsere Beerenplantage mit Taybeeren und Heidelbeeren erweitert hatten und Johannisbeeren ohnehin gut wachsen, konnten wir verschiedene Früchte ernten. (die Johannisbeeren waren leider zur Hälfte verbrannt durch die extreme Sonnenstrahlung) aber Verluste gibt es nun mal. Die Hauptsache war ja, dass wir einigen Asylbewerbern aus Albanien und dem Kosovo unseren Garten zeigen konnten, gemeinsam Beeren pflückten und auch schon ein größeres Erdbeerbeet anlegten. Wir verarbeiteten am Projekttag unsere Früchte zu leckeren Milch und Quarkspeisen. Leider hatten wir den Ramadan nicht berücksichtigt!  So wollten einige unserer Gäste erst nach Sonnenuntergang etwas essen, und nahmen sich eben etwas mit. Eine Frau kam aus Tschetschenien mit ihren 3 kleinen Kinder, die fanden es wunderbar, überall zu naschen!
    Auch im Spätsommer kamen vier Albaner und ein Engländer, ich hatte das Flüchtlingsheim in Radebeul besucht und dort unseren Garten vorgestellt. Gemeinsam mit unseren Mitstreitern im Verein brachten wir die Kartoffelernte ein, pflückten die Aroniabeeren, und pflanzten einige neue Reben und natürlich gab es ein tolles Grillfest unterm Nussbaum. Das fand die allseitige Zustimmung. Unsere Aussiedler konnten sich mit den Kosovaren und Albanern sprachlich auch nicht verständigen, in der Tätigkeit und beim Feiern noch besser  funktioniert es ja trotzdem. Wir hatten anfangs Mühe, die Namen der Ankömmlinge zu behalten, aber sie lernten einige Begriffe schnell. Skelcem ist Landwirt und hatte eine Farm in Albanien, Sücher Koch, jetzt ist fast Saisonende, aber sie wollen im nächsten Jahr wiederkommen!“


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