Schlagwort: IG DOM Landshut

  • Landshut: DOM (interkultureller) Nachbarschaftsgarten will in Richtung Permakultur gehen

    (Bericht zu unsere Förderung)

    Der interkulturelle Gemeinschaftsgarten am Nachbarschaftstreff DOM war auch 2025 wieder ein beliebter Treffpunkt für Meschen mit verschiedenster Herkunft.

    Was wir gemeinsam umsetzen konnten:

    o   Gemeinsame Planung des Gartenjahres

    o   Wöchentliche Treffen während der Saison jeden Freitag, Treff, gemeinsames Arbeiten, Sprechen (Deutsch lernen) und Austausch, Ernten und Essen

    o   Baumschnitt unter Anleitung, neue Unterstützung gefunden durch einen Studenten der Landschaftsarchitektur und Mitglied im Landschaftspflegeverband

    o   Kräuter- und Gemüsebeete – von der Anzucht über Pflege, Ernte und Saatgutgewinnung aus eigener Hand

    o   Bau neuer Kompostkästen

    o   Abbau alter Hochbeete

    o   Kleine saisonale Feste an Ostern, Sommer, Erntedank, Abschluss und Saisonende am Lagerfeuer

    o   Gesprächsrunden in gemischten Gruppen aus Einheimischer Bevölkerung und Migrant*innen – Philosophieren über Dankbarkeit, Vielfalt und Heimat

    Der Garten freut sich über wachsende Beliebtheit. Vor allem zum Saisonstart waren viele neue Menschen, vorwiegend Frauen beim wöchentlichen Gartentreff um gemeinsam zu Säen und zu Pflanzen. So konnten vor allem Salate, Kräuter, Zucchini, Gurken, Tomaten und Chillis unterschiedlichster Arten angebaut werden. Auch der Baumschnitt und die Bautätigkeiten nahmen zum Jahresanfang einen starken Verlauf. Zum Sommer hin entstand eine gewisse Trägheit innerhalb der Gruppe, was mit beruflichen Veränderungen, Umzug und persönlichen Herausforderung mancher Gartenfreunde zu begründen ist. Im Herbst konnte eine Reihe von Gesprächsangeboten zum Thema Werte und Nachhaltigkeit durchgeführt werden, die sehr gerne genutzt wurden. Dies ermöglichte eine neue Kooperation mit der Hans Lindner Stiftung sowie der Akademie für philosophische Bildung und Wertedialog und dem Nachbarschaftstreff DOM. Mit dem Projekt „ChancenGleich 2.0“ fördern sie den Austausch zwischen den Kulturen. Da der Garten des Nachbarschaftstreffs DOM mitten im Brennpunktviertel der Wolfgangsiedlung liegt, ist diese Form des Austauschs ein Schlüssel für die zukünftige Gestaltung des Gartens als Gemeinschaftsort.

    Woran wir noch arbeiten:

    o   Beet Einfassungen und Neubau von Hochbeeten

    o   Rank Gerüste bauen

    o   Zuständigkeiten für den, von allen genutzten Bereichen im Garten

    o   Verständnis für Permakulturen

    Durch die Fluktuation und den permanenten Wechsel der interkulturellen Treffbesucher ist die feste Aufteilung der Gemüsebeete nur sehr begrenzt möglich.

    Die Beete zu pflegen, zu bewirtschaften und zu ernten gelang in Eigenverantwortung der Gartenfreunde. Vorbereitende (Kompost einbringen, Gemüse-Sortenwahl) und abschließende Tätigkeiten (aufräumen) wurden gemeinschaftlich, unter Anleitung von Mitarbeitenden des Vereins durchgeführt.

    Unter anderem wurde gemeinsam eine nahgelegene Gärtnerei besucht um hiesige Gemüsesorten kennen zu lernen.

    Im Jahr 2026 wird noch einiges fertiggestellt, wie zB.: Die Beet Einfassungen im unteren „Bauerngarten“, sowie die Rank Gerüste für Bohnen etc. Die Werkzeuge und Materialien dafür konnten durch die Mittel der Anstiftung bereits gekauft werden.

    Außerdem wird in diesem Gartenteil in Zukunft mehr der Focus auf Permakultur gelegt. Dafür muss erst einmal informiert werden so, dass ein Verständnis für die Arbeitserleichterung entstehen kann, die so ein Garten mit sich bringt.

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  • Landshut: DOM Garten will mehr in den Stadtteil wirken

    (Antrag, Antworten)
     Die Gartengruppe an sich ist allerdings von großer Fluktuation und Wandel der Aktiven geprägt. Um die Pflege und Nutzung zu weiter zu verstetigen, sollen die Anwohner des angrenzenden Quartiers mehr Bezug zum DOM-Garten bekommen und mehr Möglichkeiten zur persönlichen Mitgestaltung geschaffen werden.

    Neue Ideen für 2025

    o   Gesprächsrunden mit der Nachbarschaft anbieten (z.B. Philosophieren über Kulturelle Themen oder Nachhaltigkeit) um eine Plattform der Gemeinschaft zu schaffen, Gemeinsame Planung des Gartenjahres mit Rücksicht auf Wünsche, Vorstellungen und persönliche Ressourcen

    o   Wöchentliche Treffen während der Saison

    o   Aufgabenverteilung ( Gießen, Jäten, Rasenmähen, Hecke schneiden usw.) auf Ehrenamtliche Helfer aus der Nachbarschaft

    o   Baumschnitt unter Anleitung (z.B. Gartenbauverein oder Landschaftspflegeverband) Kooperationen aufbauen

    o   Reaktivierung von interkulturellen Gemüsebeeten ( indisches Beet, senegalesisches Beet, ukrainisches Beet uä.) mit typischen Pflanzen, die in unserem Klima gedeihen

    o   Eigene Anzucht von Gemüsen, Kräutern und Färberpflanzen

    o   Schneckenzäune bauen, um Erfolg beim Gemüseanbau zu verbessern

    o   Zäune um den Gemüsegarten erneuern, (inzwischen sehr marode)

    o   Alte Hochbeete abbauen (Holz verfault und Ameisenbesiedelung) und neue aufbauen, evtl. neuen Standort dafür finden

    o   Rank Gerüste für Bohnen, Wein, Gurken etc.

    o   Gemeinsame Ernte, Verarbeitung und haltbar machen

    o   Erntedankfest

    Die Gartengruppe ist nur ein Teil der Arbeit im Nachbarschaftstreff DOM. Es gibt viele außerschulische Angebote für unterschiedliche Zielgruppen. Schwerpunkte sind zB.: Deutschkurse für Frauen, das Kreativ Labor für Kinder und Jugendliche und MINT-Angebote die allen zugänglich sind. Das erklärt vielleicht schon die vielen verschiedenen Kulturen und auch die Mehrgenerationen-Situation. Für all diese Angebote wird der Garten mitgenutzt.

    Für diese ganze Arbeit sind wir auf Spenden und Förderungen angewiesen. Die zu akquirieren erfordert auch wieder viel ehrenamtliches Engagement. Der Garten selbst besteht nicht nur aus den Gemüsebeeten, sondern umfasst auch eine Spielfläche, BMX-Bahn, Rasenplatz mit Picknickecke und alten Obstbäumen. Es ist ein offenes, für jeden zugängliches Gelände. Das ist gewollt und gut so, bedeutet aber auch oft Müll und Vandalismus. Um etwas Druck von den Schultern der Leitung und des ganzen Teams zu nehmen diese Fläche zu pflegen, haben wir einen Plan erarbeitet. Es soll mehr aktives Publikum kommen, die im Garten selbst mitgestalten und nicht „nur konsumieren“ wollen. Darin sind unter anderem auch die Erstellung eines Action Bounds durch die Jugendgruppe (kein direkter Teil der Gartengruppe) um das Erkunden des Gartens zu erleichtern und Kunstaktionen zum Thema „Gartenkünste“ zB.: mit einem Holzkünstler. (Bau eines neuen Baumhauses) Das wird wahrscheinlich Teil eines Ferienangebotes.

    Das alles ergibt ein Konglomerat aus vielen kleinen Teilen, und einer davon ist die Gartengruppe. Wir sind in unserer Arbeit eher tätigkeitsorientiert, die Menschen suchen Anschluss, wollen Deutsch lernen, soziale Kontakte knüpfen und Neuverwurzelung. Das funktioniert prima und auf niedrigschwelliger Ebene bei der Gartenarbeit. So kommen und gehen viele, je nach „Migrationsstatus“, Kinder je nach Alter und Interessen. Manche der Anwohnerfamilien nutzen die Angebote und auch den Garten. Was vielen fehlt ist der Blick für den Mehrwehrt des Gartens und die Arbeit dahinter.

    Das soll sich ändern in dem wir gezielter auf die Familien in der Wohngegend zugehen, Gesprächsrunden, Wochentreffen, nicht nur zum Garteln auch zum Teetrinken usw. anbieten. Derzeit besteht der Kern aus etwa 4 Aktiven ehrenamtlichen Erwachsenen, 38 Mitglieder in der WhatsApp Gruppe, die auf Zuruf helfen und einer Gruppe von 5 bis 10 Kindern, die beschäftigt werden wollen. Ein Helfer ist der Hausmeister vom Treff, der für die Arbeit Geld bekommt. Außerdem unterstützen uns einzelne Jugendliche mit einer Jugendleiterausbildung, die auch mit einer kleinen Pauschale entlohnt werden.

    Es gab im letzten Jahr schon wöchentliche Treffen, durch die auch die aktuellen Aktiven kommen. Bisher kamen wenig eigene Ideen zur aktiven Gartengestaltung, bzw. waren nur sehr kurzfristig und wurden oft nicht bis zum Ende gebracht. Eine Dame aus Afghanistan hatte ein Beet mit afghanischem Lauch angebaut und sogar geerntet. Nun ist Sie in München und kann dieses Beet nicht mehr bewirtschaften. Das passiert oft. Dann ist es Zeit wieder neue Pläne zu machen, mit neuen Menschen. So läuft es, seit (5 Jahren) ich den Garten betreue. Ab diesem Jahr soll ein Gartentagebuch geführt werden, um eine bessere Übersicht zu behalten und auch Fruchtfolgen zu beachten. Viele Teilnehmer*innen der Gruppe wollen keine Verantwortung für ein eigenes Beet übernehmen, sondern einfach mithelfen und flexibel bleiben.

    So bewirtschaften wir als Verein die meisten Beete als „Lehrgarten“. Dadurch kann ich als Leitung Wissen über nachhaltige Lebensweise, Regionalität und etwas know how für eine gelingende Ernte und eigenes Saatgut in die Gruppenstunden einfließen lassen. Was guten Zuspruch erhält. Das Beste daran ist die gemeinsame Ernte und das Miteinander beim Verarbeiten und Kochen.

    Der Wunsch Gemüse aus der alten Heimat bei uns anzubauen, kommt natürlich von den Menschen aus den verschiedenen Kulturen, die oft in ihrer alten Heimat große Gärten hatten. Da hier andere Bedingungen herrschen heißt es Mut zum Experimentieren.

    Eine syrische Familie betreut seit vielen Jahren ihre zwei eigenen Beete für Kräuter und Zwiebeln und Weinpflanzen für „Dolma“, die gefüllten Weinblätter. Das Rank Gerüst dafür müsste dieses Jahr erneuert werden. Allerdings ist die Qualität der Blätter wohl nicht so gut, nun überlegen wir gemeinsam, wie es weiter geht.

    Was den Zaun angeht, der marode geworden ist, der grenzt die Gemüsebeete vom Rest des Gartens ab. Den Schutz braucht er vor Hunden und spielenden Kindern. Da der Verfall immer wieder dazu einlädt im Garten Müll abzuladen sollte dieser dringend erneuert werden. Damit alle teilhaben können sollen Holzbretter gemeinsam gesägt und bemalt werden, was das Gelände wiederum aufwerten wird. Die Kosten dafür schätze ich auf ca. 350 bis 400 €. Es sind hier 6 Beete mit ca. 1,5m x 10m plus Wege zwischen den Beeten und einer Himbeerhecke am Rand. Rundherum befinden sich ein paar Johannis- und Stachelbeerenbäumchen. Auch zwei Kompostkästen konnte in den letzten Jahren aufgebaut werden.

    Im unteren Bereich gibt es einen weiteren Gemüsegarten (ges. ca. 7m x 10m), der aber schlechte Boden- und Lichtverhältnisse hat. Hier wird experimentiert was gut wächst. Hierfür wäre auch neues Substrat in Form von Kompost geplant. Vom Milpa- Beet ist im letzten Jahr nur der Popcornmais was geworden, der Rest ist Schnecken zum Opfer gefallen. Da Zucchini und Bohnen eigentlich recht gut gedeihen, wollen wir zwei der oberen Beete mit den Schneckenzäunen umranden.

    Außerdem gedeihen die Kräuter in der Spirale, die 2023 angelegt wurde super. Deshalb können die alten kaputten Hochbeete für Kräuter abgebaut werden, da diese mittlerweile durch eine Hecke zu sehr im Schatten stehen. Es sollen aber neue Hochbeete an einem anderen Platz entstehen, da manche unserer Besucher Rückenprobleme haben uns so auch diese am Garten teilhaben können.

    Das Häuschen für die Gartengeräte ist mit einem Zahlenschloss versehen und für alle der Gruppe zugänglich.

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  • Landshut: mehr Gärtner*innen im IG DOM

    Inhaltliches aus 2023

    Die Gemeinschaft der Gartenfreunde und Gärtnerinnen und Gärtner ist im letzten Jahr stetig gewachsen. Vor allem aus den Deutschkursen und von der Freiwilligen Agentur Landshut kamen Menschen mit Migrationshintergrund aus unterschiedlichsten Ländern und Kulturen zum DOM-Garten.

    Die Anzucht der verschiedensten Gemüse und Kräutersorten begann schon früh im Jahr und fand sehr großen Anklang. Am beliebtesten waren die unterschiedlichen Tomatensorten. Einige Teilnehmerinnen kümmerten sich zu Hause um den „Pflanzenkindergarten“ andere kamen fast täglich, um die Pflänzchen zu gießen.

    Das Auspflanzen fand als große Gemeinschafts- Aktion Mitte Mai statt. Im weiteren Verlauf des Jahres übernahmen einige Frauen die Bewirtschaftung eigener Parzellen und kümmerten sich in Eigenregie darum. In den wöchentlichen Treffen wurden Erfahrungen ausgetauscht, Anleitung für die Weiterarbeit gegeben und gemeinsam geerntet und gegessen. Auch Misserfolge wurden diskutiert.

    Ein großes Problem waren Schnecken, die uns keine Kürbis und fast keine Zucchini Pflanzen übrig gelassen haben. Allerlei verschiedenste Methoden zur Vertreibung der ungebetenen Gäste wurden ausprobiert. Am Ende kamen wir leiden nicht am Bio-Schneckenkorn vorbei.

    Ein großer Erfolg war der Bau und die Bepflanzung der „Kräuterschnecke“ Diese Aktion hat „nur“ Zeit und Mühe gekostet. Alte Ziegelsteine und Substrate bekamen wir vom Kieswerk gespendet. Die Kräuter wuchsen gut an und konnten mehrfach geerntet werden.

    Auch der Bau eines großen Hochbeetes gelang in Eigenregie unseres Hausmeisters mit ein paar Männern aus Senegal und Syrien. Das Holz war um einiges teurer als geplant. Die Zeit zum Bauen war knapp, da sich der Winter und die kalten Tage noch bis Mitte April zogen.

    Dennoch haben wir es geschafft und eine tolle optische Aufwertung vor unserem Treff geschaffen.

    Die Bewirtschaftungen der interkulturellen Beete traf auf großen Anklang. Es entstand unter anderem ein Beet mit afghanischem Lauch, der oft geerntet werden kann. Der senegalesische Pfeffer könnte vielleicht den Winter im Innenraum überleben, ist aber eher als Zierpflanze in Deutschland kultivierbar. Die russischen Frauen legten ein großes Kartoffelfeld an. Leider waren sie zur Erntezeit nicht mehr in der Gruppe. So gab es ein kleines Kartoffelfest, bei der die ganze Gruppe gemeinsam Gerichte wie Reiberdatschi und Pommes zubereitete.

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  • Landshut: DOM Nachbarschaftsgarten vergrößert sich

    (Antrag, Antworten)

    Neue Ideen für 2023

    o   Neuanlegen von interkulturellen Gemüsebeeten ( indisches Beet, senegalesisches Beet, ukrainisches Beet uä.) mit typischen Pflanzen, die in unserem Klima gedeihen

    o   Eigene Anzucht von Gemüsen, Kräutern und Färberpflanzen

    o   Frühbeet Deckeln für Hochbeete bauen, um besseren Erfolg bei der Anzucht zu erzielen

    o   Gemeinschaftsaktionen mit Familien, um die Gruppe zu stärken

    ·        Anlegen einer neuen Kräuterschnecke, um den Mehrbedarf zu decken und Vorräte mit getrockneten Kräutern anlegen zu können

    ·        Aufbau einer Totholzhecke oder/ und eines Weidensofas als Windschutz und für den Insektenschutz (mehr Biodiversität im Garten)

    o   Neue Hochbeete und Wand-Konstruktionen für Erdbeeren, um eine unschöne Wand zu verdecken ( 2 Vorteile: optische Aufwertung und mehr Platz für Pflanzen)

    o   Rank Gerüste bauen für bessere Erträge der Flaschenkürbisse (diese werden im Kreativlabor vom DOM gerne weiterverarbeitet)

    • Wie groß ist die Gartengruppe, wie viele Menschen gärtnern regelmäßig, wie viele sind punktuell dabei?

    Über den Winter bietet der Gartentreff vorwiegend ca. 8 bis 15 Kindern und Jugendlichen eine Anlaufstelle. Es wird draußen aufgeräumt, gekehrt, Futter für die Vögel verteilt und z.B. drinnen Blumentöpfe gebastelt und Sprossen gezüchtet. Ab März geht die Anzucht des Gemüses los. Dieses Jahr gibt es viele Anfragen von ukrainischen Flüchtlingen. Der Wunsch nach einem „Neuanfang“ ist sehr groß. Jetzt erwarten wir eine neue Gruppe von ca. 10 Frauen. So werden es insgesamt 20 -25 Personen sein, die mit uns in der Gruppe regelmäßig gärtnern. Zu bestimmten Aktionen können es auch mal mehr sein.

     

    • Wie viele Beete (und was für welche) gibt es?

    Es gibt 6 Gemüsebeete (je ca5x1,5m), einen „Bauerngarten“ mit Misch.- und Permakulturen (ges. ca. 5x10m) hier soll ein Teil zum Färberbeet (Schaubeet) werden. Außerdem gibt es eine Spielwiese mit altem Bestand von Apfelbäumen, Ein Gewächshaus, das mal ein Einkaufswagenhäuschen war, mit selbst gebauten Pikiertischen und Kübeln für Tomaten, und 3 kleine Hochbeete für Küchenkräuter

     

    • Wie ist der Garten organisiert? Ist alles gemeinschaftlich oder gibt es auch individuelle Beete? Wie groß sind die Beete? Wie werden Entscheidungen getroffen?

    Die Leitung obliegt dem Team des Nachbarschaftstreffs, mit mir als Koordinatorin. Es gibt Beete, die von Anwohnern in der Nachbarschaft komplett eigenständig betreut werden. (Momentan nur 2 Gemüsebeete von einer syrischen Familie) Anfragen von einem Senegalesen und ukrainischen Frauen stehen noch offen bis zur Neuaufteilung im März. Das kann jährlich oder noch schneller wechseln, da die sich Situation der Menschen auch sprunghaft ändern kann. Dann übernimmt die Gruppe die Arbeit oder teilt sie wieder neu auf. Für uns ist die Partizipation der Menschen sehr wichtig. Deshalb versuchen wir Sie zu unterstützen eigene Ideen im Garten umzusetzen. (zB.: Neue Gestaltung der Beete, Zäune oder neue Sorten anzubauen.) Dieses Jahr wurde auch eine Tauschbörse für Saatgut angeregt. Die Beetgrössen variieren, je nach Bedarf. (Siehe oben) Entscheidungen werden demokratisch getroffen, wobei oft auch die Machbarkeit entscheidet.

     

    • Wie viele Hochbeete gibt es? Wie viele sollen gebaut werden und wer wird diese dann bauen? Wie viele von den Hochbeeten sollen mit Frühbeetdeckeln ausgestattet werden? Wer baut diese Deckel?

    Aktuell sind noch 3 Hochbeete vorhanden. ( ca. 1,60x 1m) 2 weitere mussten abgebaut werden, da sie marode waren. Um den Bereich um das Treffgebäude wieder aufzuwerten (Altes Supermarktgebäude, hoher Vandalismus) sollen insgesamt 5 neue Beete entstehen. Davon 3 flache mit Rankhilfen vor der im Antrag beschriebenen Wand. Zwei schmale Hochbeete für Blumen sollen direkt beim Eingang entstehen.  Zwei der noch vorhandenen kleinen Hochbeete sollen Deckel bekommen. Die Deckel bauen wir in der Gruppe gemeinsam mit dem Hausmeister.

     

    • Wie kann man mitmachen?

    Mitmachen können alle Anwohner der umliegenden Häuser und von uns betreuten Migranten (z.B.: Teilnehmer der Deutschkurse). Meistens laden wir persönlich ein, oder finden Teilnehmer durch Mundpropaganda. Anleitung und Kontakte findet jeder im wöchentlichen Gartentreff. Ein Austausch findet auch über Sozialmedia statt.

     

    • Sollen die interkulturellen Gemüsebeete Schaubeete werden? Oder wer wird dort gärtnern? Wer legt die Beete an?

    Die interkulturellen Gemüsebeete sind eine neue Idee der Frauen des Deutschkurses. Sie wollen Samen ihrer Heimat bei uns kultivieren. Dabei geht es in erster Linie um den Austausch, Integration und Deutsch lernen. Wahrscheinlich werden die Beete zunächst in der Gruppe mit Anleitung bewirtschaftet und auch geerntet. Je nach Ernteerfolg könnte sich Eigeninitiative entwickeln. Das muss man allerdings abwarten.

     

    • Wozu braucht man beim Bau einer Totholzhecke oder eines Weidensofas Farbe? Wer entscheidet, was davon gebaut wird, wer wird das bauen?

    Die Farben sind für die Haltepfosten gedacht. Dafür sollen haltbare Pflanzenfarben von „AURO“ benutzt werden. Es ist ungewöhnlich diese Pfosten zu bemalen. Der Gedanke ist, sichtbar zu machen, dass diese vermeintlichen „Rümpelhaufen“ gewollt sind und nicht dazu einladen Müll abzuladen. Sie werden wahrscheinlich nicht auf einmal fertig gestellt, da auch hier ein Arbeitseinsatz für die Gartengruppe geplant ist. Deswegen ist es in unserm Viertel wichtig Zeichen gegen den Vandalismus uns Zerstörung zu setzen. Die Einbindung der Anwohner, hier einen schönen Ort zu schaffen ist auch ein Teil dieser Arbeit. Die Entscheidung trifft die Gartengruppe.

     

    • Wer wird die Kräuterspirale bauen, wer wird sich dann kümmern?

    Die Kräuterspirale bauen die Kinder und Jugendlichen der DOM- Gruppe mit mir und unserem Hausmeister in der Gartenzeit am Freitagnachmittag. Anleitung und Unterstützung haben wir von einer Landschaftsarchitektin. Bepflanzt wird sie an einem Projektwochenende zum Thema „ein Garten für uns“ von angehenden Naturpädagogen und einer Kindergruppe aus dem Quartier. Nach Möglichkeit soll die Pflege in Eigenregie von den „Erbauern“ und deren Familien geschehen.

     

    • Können Sie sich einen großen Hammer für den Bau nicht auch leihen? Was passiert nach dem Bau mit dem Hammer?

    Bis jetzt haben wir noch keinen in der Gruppe der ein solches Werkzeug besitz. Das Ausleihen wäre dann wohl beim Baumarkt möglich. Da so ein Hammer auch für weitere Arbeiten im Garten (z.B.: Zaunerneuerung) zu Einsatz käme wäre ein Kauf sehr sinnvoll. Der Hammer bleibt im Besitz des Nachbarschaftstreffs. Der Garten lebt und braucht an vielen Ecken mal einen großen Hammer. ????

     

    • Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten?

    Die Gärtner*innen unterstützen den Garten oft durch Samen oder Pflanzenspenden. Meistens aber durch Expertise, Zeit und Arbeitseinsatz. Durch den sozialen Hintergrund der Familien sind finanzielle Spenden leider nicht möglich.


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  • Landshut: viele neue Interessierte an IG DOM

    (Antrag, ANtworten)
    Der interkulturelle Garten in Landshut wird mitbetreut vom Nachbarschaftstreff DOM. Dieser hat vor einigen Jahren eine Freifläche, die zum Treffgebäude angrenzt, vom Müll befreit und zu einem urbanen Garten umgestaltet. Es gibt bereits Gemüsebeete, Hochbeete für Kräuter und ein Gewächshaus. Die Gestaltung und Bewirtschaftung liegen in den Händen von russischen Spätaussiedlern, Flüchtlingen aus der Ukraine und anderen Ländern sowie im angrenzenden Quartier wohnenden Familien. „Neuankömmlinge“ finden im DOM-Garten Kontakt zu Gleichgesinnten, Anschluss zur Heimischen Kultur und einen Platz, um neue Wurzeln zu schlagen. Die Betreuung übernehmen Mitarbeiter sowie Ehrenamtliche des Nachbarschaftstreff. Die bunte Mischung an Menschen bringt immer neue Einflüsse und Ideen in den Garten. Da die Zahl der neuen Gärtner*Innen im letzten Jahr stark zugenommen hat ist auch der Bedarf im Garten gewachsen.

    Neue Ideen für 2023

    o   Neuanlegen von interkulturellen Gemüsebeeten ( indisches Beet, senegalesisches Beet, ukrainisches Beet uä.) mit typischen Pflanzen, die in unserem Klima gedeihen

    o   Eigene Anzucht von Gemüsen, Kräutern und Färberpflanzen

    o   Frühbeet Deckeln für Hochbeete bauen, um besseren Erfolg bei der Anzucht zu erzielen

    o   Gemeinschaftsaktionen mit Familien, um die Gruppe zu stärken

    ·        Anlegen einer neuen Kräuterschnecke, um den Mehrbedarf zu decken und Vorräte mit getrockneten Kräutern anlegen zu können

    ·        Aufbau einer Totholzhecke oder/ und eines Weidensofas als Windschutz und für den Insektenschutz (mehr Biodiversität im Garten)

    o   Neue Hochbeete und Wand-Konstruktionen für Erdbeeren, um eine unschöne Wand zu verdecken ( 2 Vorteile: optische Aufwertung und mehr Platz für Pflanzen)

    o   Rank Gerüste bauen für bessere Erträge der Flaschenkürbisse (diese werden im Kreativlabor vom DOM gerne weiterverarbeitet)

    • Wie groß ist die Gartengruppe, wie viele Menschen gärtnern regelmäßig, wie viele sind punktuell dabei?

    Über den Winter bietet der Gartentreff vorwiegend ca. 8 bis 15 Kindern und Jugendlichen eine Anlaufstelle. Es wird draußen aufgeräumt, gekehrt, Futter für die Vögel verteilt und z.B. drinnen Blumentöpfe gebastelt und Sprossen gezüchtet. Ab März geht die Anzucht des Gemüses los. Dieses Jahr gibt es viele Anfragen von ukrainischen Flüchtlingen. Der Wunsch nach einem „Neuanfang“ ist sehr groß. Jetzt erwarten wir eine neue Gruppe von ca. 10 Frauen. So werden es insgesamt 20 -25 Personen sein, die mit uns in der Gruppe regelmäßig gärtnern. Zu bestimmten Aktionen können es auch mal mehr sein.

     

    • Wie viele Beete (und was für welche) gibt es?

    Es gibt 6 Gemüsebeete (je ca5x1,5m), einen „Bauerngarten“ mit Misch.- und Permakulturen (ges. ca. 5x10m) hier soll ein Teil zum Färberbeet (Schaubeet) werden. Außerdem gibt es eine Spielwiese mit altem Bestand von Apfelbäumen, Ein Gewächshaus, das mal ein Einkaufswagenhäuschen war, mit selbst gebauten Pikiertischen und Kübeln für Tomaten, und 3 kleine Hochbeete für Küchenkräuter

     

    • Wie ist der Garten organisiert? Ist alles gemeinschaftlich oder gibt es auch individuelle Beete? Wie groß sind die Beete? Wie werden Entscheidungen getroffen?

    Die Leitung obliegt dem Team des Nachbarschaftstreffs, mit mir als Koordinatorin. Es gibt Beete, die von Anwohnern in der Nachbarschaft komplett eigenständig betreut werden. (Momentan nur 2 Gemüsebeete von einer syrischen Familie) Anfragen von einem Senegalesen und ukrainischen Frauen stehen noch offen bis zur Neuaufteilung im März. Das kann jährlich oder noch schneller wechseln, da die sich Situation der Menschen auch sprunghaft ändern kann. Dann übernimmt die Gruppe die Arbeit oder teilt sie wieder neu auf. Für uns ist die Partizipation der Menschen sehr wichtig. Deshalb versuchen wir Sie zu unterstützen eigene Ideen im Garten umzusetzen. (zB.: Neue Gestaltung der Beete, Zäune oder neue Sorten anzubauen.) Dieses Jahr wurde auch eine Tauschbörse für Saatgut angeregt. Die Beetgrössen variieren, je nach Bedarf. (Siehe oben) Entscheidungen werden demokratisch getroffen, wobei oft auch die Machbarkeit entscheidet.

     

    • Wie viele Hochbeete gibt es? Wie viele sollen gebaut werden und wer wird diese dann bauen? Wie viele von den Hochbeeten sollen mit Frühbeetdeckeln ausgestattet werden? Wer baut diese Deckel?

    Aktuell sind noch 3 Hochbeete vorhanden. ( ca. 1,60x 1m) 2 weitere mussten abgebaut werden, da sie marode waren. Um den Bereich um das Treffgebäude wieder aufzuwerten (Altes Supermarktgebäude, hoher Vandalismus) sollen insgesamt 5 neue Beete entstehen. Davon 3 flache mit Rankhilfen vor der im Antrag beschriebenen Wand. Zwei schmale Hochbeete für Blumen sollen direkt beim Eingang entstehen.  Zwei der noch vorhandenen kleinen Hochbeete sollen Deckel bekommen. Die Deckel bauen wir in der Gruppe gemeinsam mit dem Hausmeister.

     

    • Wie kann man mitmachen?

    Mitmachen können alle Anwohner der umliegenden Häuser und von uns betreuten Migranten (z.B.: Teilnehmer der Deutschkurse). Meistens laden wir persönlich ein, oder finden Teilnehmer durch Mundpropaganda. Anleitung und Kontakte findet jeder im wöchentlichen Gartentreff. Ein Austausch findet auch über Sozialmedia statt.

     

    • Sollen die interkulturellen Gemüsebeete Schaubeete werden? Oder wer wird dort gärtnern? Wer legt die Beete an?

    Die interkulturellen Gemüsebeete sind eine neue Idee der Frauen des Deutschkurses. Sie wollen Samen ihrer Heimat bei uns kultivieren. Dabei geht es in erster Linie um den Austausch, Integration und Deutsch lernen. Wahrscheinlich werden die Beete zunächst in der Gruppe mit Anleitung bewirtschaftet und auch geerntet. Je nach Ernteerfolg könnte sich Eigeninitiative entwickeln. Das muss man allerdings abwarten.

     

    • Wozu braucht man beim Bau einer Totholzhecke oder eines Weidensofas Farbe? Wer entscheidet, was davon gebaut wird, wer wird das bauen?

    Die Farben sind für die Haltepfosten gedacht. Dafür sollen haltbare Pflanzenfarben von „AURO“ benutzt werden. Es ist ungewöhnlich diese Pfosten zu bemalen. Der Gedanke ist, sichtbar zu machen, dass diese vermeintlichen „Rümpelhaufen“ gewollt sind und nicht dazu einladen Müll abzuladen. Sie werden wahrscheinlich nicht auf einmal fertig gestellt, da auch hier ein Arbeitseinsatz für die Gartengruppe geplant ist. Deswegen ist es in unserm Viertel wichtig Zeichen gegen den Vandalismus uns Zerstörung zu setzen. Die Einbindung der Anwohner, hier einen schönen Ort zu schaffen ist auch ein Teil dieser Arbeit. Die Entscheidung trifft die Gartengruppe.

     

    • Wer wird die Kräuterspirale bauen, wer wird sich dann kümmern?

    Die Kräuterspirale bauen die Kinder und Jugendlichen der DOM- Gruppe mit mir und unserem Hausmeister in der Gartenzeit am Freitagnachmittag. Anleitung und Unterstützung haben wir von einer Landschaftsarchitektin. Bepflanzt wird sie an einem Projektwochenende zum Thema „ein Garten für uns“ von angehenden Naturpädagogen und einer Kindergruppe aus dem Quartier. Nach Möglichkeit soll die Pflege in Eigenregie von den „Erbauern“ und deren Familien geschehen.

     

    • Können Sie sich einen großen Hammer für den Bau nicht auch leihen? Was passiert nach dem Bau mit dem Hammer?

    Bis jetzt haben wir noch keinen in der Gruppe der ein solches Werkzeug besitz. Das Ausleihen wäre dann wohl beim Baumarkt möglich. Da so ein Hammer auch für weitere Arbeiten im Garten (z.B.: Zaunerneuerung) zu Einsatz käme wäre ein Kauf sehr sinnvoll. Der Hammer bleibt im Besitz des Nachbarschaftstreffs. Der Garten lebt und braucht an vielen Ecken mal einen großen Hammer.

     

    • Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten?

    Die Gärtner*innen unterstützen den Garten oft durch Samen oder Pflanzenspenden. Meistens aber durch Expertise, Zeit und Arbeitseinsatz. Durch den sozialen Hintergrund der Familien sind finanzielle Spenden leider nicht möglich.


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