Schlagwort: IG Fürth

  • neuer IG in Fürth startet – Stadt gab 120.000 Euro

    (alerts)

    Zwischen wuchtigen Wohnblöcken auf der Hardhöhe entwickelt sich eine grüne Oase. Der neue Interkulturelle Garten zwischen Volta- und Gaußstraße ist an Ostern zum Leben erwacht. 14 der 22 Hochbeete sind bereits in festen Händen. Die ersten Gartenfreunde haben schon mit dem Bepflanzen begonnen.

    Das Vorbild des 2007 eröffneten Stadtgartens an der Uferpromenade macht Schule. Auch auf der Hardhöhe können Menschen eines Wohnquartiers ohne eigene Gärten nun nach Herzenslust Früchte und Gemüse anbauen. Urban Gardening heißt das Zauberwort. Weniger streng reglementiert und viel überschaubarer als eine Kleingartenkolonie wird das Gärtnern zum Gemeingut.

    Dass in dem eingezäunten 1500 Quadratmeter großen Grünzug auf der Hardhöhe noch Wasser- und Stromanschluss fehlen, kann den Elan der Pioniere nicht bremsen. Für den Anfang reicht die Ausstattung allemal. Die jeweils 4,5 Quadratmeter großen Hochbeete sind randvoll mit Planzerde gefüllt. Im hölzernen Gerätehaus können alle Utensilien sicher verstaut werden. Eine öffentliche Toilette hat die Stadt in der Nähe an der Soldnerstraße aufgestellt.

    […]

    Einweihung Ende Mai

    Der Rasen ist angesät, der zentrale Weg muss noch gepflastert werden. Ende Mai, wenn alle Restarbeiten erledigt sind, soll Einweihung gefeiert werden. Bis dahin hält Helga Balletta, die Vorsitzende des Vereins der Interkulturellen Gärten, noch einige Hochbeete für Interessenten frei. Zwei der Pflanztröge sind zudem als Gemeinschaftsbeete vorgesehen. Das soll die soziale Struktur auflockern.

    Ohnehin ist die grüne Oase ein Ort der Begegnung und kein Revier für Eigenbrötler. 120.000 Euro hat sich die Stadt das Projekt zur Verbesserung des Wohnklimas auf der dicht besiedelten Hardhöhe kosten lassen. 10.000 spendete der Lions Club, weshalb die Anlage nun den Namen Lions-Garten trägt.

    Auch ohne Zaun und fest vergebene Beete macht Urban Gardening in Fürth Boden gut. Sehr gut angenommen werden nach Helga Ballettas Worten die frei zugänglichen Hochbeete in der Friedensanlage an der Rednitz. Dass hier nichts verwahrlost, dafür sorgen einige Hobbygärtner. Vor dem Garten an der Uferpromenade werden jetzt zwei sogenannte Naschbeete zur Selbstbedienung aufgestellt.

    Weitere öffentliche Pflanzzonen gibt es im Hof der Volkshochschule in der Hirschenstraße, bei der Volksbücherei in der Fronmüllerstraße und an der Heilig-Geist-Kirche auf der Hardhöhe. Außerdem werden noch Hochbeete an der Humanistischen Schule angelegt. Wer solche Beete betreuen will, kann sich jederzeit beim Interkulturellen Gartenverein wenden.

    https://www.nordbayern.de/region/fuerth/es-geht-los-hardhohe-hat-jetzt-einen-interkulturellen-garten-1.8829538


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  • Stand der Dinge hinsichtlich der beiden neuen Gärten in Fürth

    (Sachbericht)

    Projekt „essbare Stadt“ in der Friedensanlage Fürth:

    Beginn Frühjahr 2018, offizielle Eröffnung Juli 2018.

    8 Hochbeete sind an Gärtner vergeben, die sich auch um die 8 Beete für die Öffentlichkeit kümmern.

    Nach einem Artikel in der Zeitung und einem Infoabend waren sechs Beete vergeben, die beiden letzten, gleich nachdem wir mit dem Anpflanzen begonnen hatten, an Passanten.

    Erfahrungen im 1. Jahr:

    Einige Schwierigkeiten gab es am Anfang auf Grund der Tatsache, dass die öffentlichen Beete erst vier Wochen später aufgestellt werden konnten, das heißt, es wuchs auch alles später und es war nicht ganz einfach, den Leuten begreiflich zu machen, dass sie eigentlich nur von diesen Beeten ernten sollten. Da aber allen Gärtnern dieses Problem von vornherein bekannt war, konnten sie gut damit umgehen. Nachdem wir auch Hinweisschilder angebracht hatten und in der Zeitung darauf hingewiesen wurde, waren letzten Endes alle mit ihrer Ernte zufrieden.

    Dieses Jahr haben wir dieses Problem voraussichtlich nicht, weil alle Beete gleichzeitig angepflanzt werden.

    Auch der Müll hielt sich in Grenzen, das einzige Problem waren Unmengen von Zigarettenkippen. Dieses Jahr wollen wir mehr Aschenbecher aufstellen.

    Seit ein Schild dran ist, liegt interessanterweise kein Abfall mehr in den offenen Kompostmieten.

    Der Garten wird inzwischen sehr gut angenommen, wir hatten viele interessante Gespräche mit Spaziergängern. Sie fanden durchwegs die Idee sehr gut, vor allem zum Sommerende, als nach der Hitze der Garten der einzig grüne Bereich in der braunen Wüste der Anlage war.

    Viele waren vorher sehr skeptisch, weil der Garten offen ist (und an den Wegen zum Fußballstadion liegt). Wir sind auch sehr angenehm überrascht, dass es bis jetzt praktisch keine Beschädigungen gibt, bis auf ein paar Kritzeleien auf der Tischplatte.

    Die Jugendlichen, die sich abends regelmäßig an der Sitzgruppe trafen, haben wir von Anfang an mit ins Boot geholt, sie fühlten sich ein bisschen als Aufpasser.

    Zum gemeinsamen Gärtnern am Montagabend kommen inzwischen auch regelmäßig Helfer oder Leute, die uns Pflanzen bringen. Normalerweise versuchen alle Gärtner, zu diesem Termin zu kommen, aber es hat sich bewährt, dass jede Woche ein anderer Gärtner (Eintrag in Liste) verbindlich da ist, um Fragen zu beantworten.

    Sehr gut bewährt hat sich auch der Einbau der Wasserreservoire in den Beeten, da wir das Wasser in Kannen mit einem Handwagen vom einige hundert Meter entfernten Friedhof holen müssen.

    Ich habe mein Beet (ca. 40 l) während des heißen Sommers nur zweimal aufgefüllt.

    Vom Fördergeld wurden Saatgut und Geräte angeschafft, vom Rest wird auch dieses Jahr Saatgut gekauft, die Geräte müssen noch ergänzt werden.

    Projekt 2. Interkultureller Garten in der Gaußanlage:

    22 Hochbeete, davon 2 behindertengerecht.

    Leider wurde der Garten nicht, wie geplant, im Sommer, sondern erst Ende November fertig. Im Moment fehlen noch Wasser- und Stromanschluss.

    Wir wollen trotzdem auf alle Fälle im März mit der Bewirtschaftung beginnen. Da auch hier Wasserbehälter in den Beeten eingebaut sind, können wir uns am Anfang notfalls mit Kanistern behelfen.

    Inzwischen sind 15 Beete fest vergeben.

    Für die Fördermittel haben wir bereits Saatgut bestellt und werden ebenfalls Geräte anschaffen.


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  • dritter IG in Fürth legt los

    Menschen unterschiedlicher Herkunft sollen über das gemeinsame Interesse am Gärteln zusammenfinden. Ein Ansatz, der sich beim Interkulturellen Garten schon bewährt hat. Im dicht besiedelten Wohnquartier bei der U-Bahn-Endhaltestelle markieren nun über 20 jeweils 4,5 Quadratmeter große Hochbeete – drei davon behindertengerecht – eine neue Begegnungsstätte.

    Vom kleinen Gerätehaus führt ein befestigter Weg zu den Pflanzboxen. Ein begrünter Zaun umgibt die 1500 Quadratmeter große Anlage. Nur den Wasser- und Stromanschluss muss die infra noch herstellen. Kein Problem für die Vorsitzende des Regie führenden Interkulturellen Gartenvereins, Helga Balletta. „Wir können sowieso nicht vor März beginnen“, sagt sie.

    Nach einer Infoveranstaltung und auf Zeitungsberichte hin haben sich so viele Interessenten gemeldet, dass die meisten Hochbeete schon in festen Händen sind. Vergeben werden sie jeweils für ein Jahr. Die Nutzer können jedoch beliebig verlängern. Für Fluktuation ist nach Helga Ballettas Erfahrungen mit dem Interkulturellen Garten hinreichend gesorgt, sodass keine Interessenten langfristig chancenlos blieben.

    Jährlich 35 Euro plus Wassergeld müssen die Benutzer der kommunalen Anlage zahlen. Immerhin rund 120 000 Euro hat sich die Stadt das Projekt im Jubiläumsjahr (200 Jahre Eigenständigkeit) kosten lassen. Weil der Fürther Lions Club 10.000 Euro beigesteuerte, heißt die Anlage nun offiziell „Lionsgarten“.

    Hochbeete waren nötig, da der Untergrund mit Schadstoffen aus der Zeit des Flughafens belastet ist. Ohnehin musste die Stadt 3500 Euro für das Entsorgen des Erdreichs zahlen, das zur Gartengestaltung abgetragen wurde. Beim Interkulturellen Garten hat man das Schadstoffproblem mit einer wasserdurchlässigen Trennfolie unter den 35 Parzellen gelöst.

    Ein Problem des Bürgergartens löste die städtische Wohnungsbaugesellschaft (WBG) unbürokratisch: Da die Anlage über keine Toilette verfügt, und die benachbarte Volksbücherei mit ihrem WC an vier Wochentagen geschlossen ist, spendierte die WBG eine öffentliche Sanitärkabine. Der 175.000 Euro teure Modulbau wurde vor kurzem erst vor der Grundschule Soldnerstraße aufgestellt.

    Urban Gardening macht in Fürth zusehends Fortschritte. Im Juli erst wurde ein 400 Quadratmeter großer „Essbarer Garten“ für 40.000 Euro in der Friedensanlage am Friedhof seiner Bestimmung übergeben. Die Hälfte der 16 Hochbeete steht der Allgemeinheit zum Pflanzen und Ernten zur Verfügung. Der Rest ist an Hobbygärtner vergeben, die zugleich dafür sorgen, dass im öffentlichen Teil nichts aus dem Ruder läuft. Das funktioniert, so Balletta, bislang bestens.

    http://www.nordbayern.de/region/fuerth/neuer-burgergarten-auf-der-hardhohe-gedeiht-1.8438230 (mehr …)

  • es wird konkret: 2 neue GGs in Fürth

    (Gu aus Antrag und Antworten)

    Essbare Stadt in der Friedensanlage, Friedenstraße

    16 Beete, 8 davon werden im Mai aufgebaut und schon von Interessenten, die mitgärtnern wollen, bepflanzt, die anderen 8 Ende Juni, vorher werden sie von der Stadt  drei Wochen als temporäre Beete bei den Theatertagen genutzt (Die Bepflanzung erfolgt in diesem Fall durch die Stadt, das ganze Theaterprojekt betrifft uns nur deshalb, weil es einmal Beetebauen erspart und hat mit uns nichts zu tun!).

    Für diesen Gemeinschaftsgarten (ähnlich wie green city in München, nur mit Hochbeeten) brauchen wir Werkzeug. Wir haben schon ein paar Leute, die sich darum kümmern und auch regelmäßig da sind, wenn jemand mitgärtnern will. Diese Leute haben dann auch Zugang zu der Werkzeugkiste.

    2. Neuer interkultureller Garten, Gaußanlage

    Mit nicht öffentlich meine ich, es ist wie beim jetzigen Garten: wenn jemand da ist, darf (und kann) man rein, sonst nicht, die Beete sind individuell vergeben.

    Bis jetzt sind drei Nationen beteiligt, auf der Hardhöhe, wo der neue Garten entsteht, gibt es nicht so eine bunte Mischung wie in der Innenstadt, ich sehe ihn eher als Gemeinschaftsgarten, wir bauen auch zwei Beete, an die man mit dem Rollstuhl rankommt.

    Auch für diesen Garten brauchen wir Werkzeug (wird in einem Werkzeugschuppen aufbewahrt, Schlüssel haben die Mitglieder) und Pflanzen für die Gemeinschaftsbeete


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  • Zweiter IG für Fürth

    (Gu, alerts)

    Wenn Thomas Jung traditionell zu seinem Jahresausblick einlädt, spricht er – natürlich – gerne von den schönen Dingen, die da kommen werden. Tatsächlich steht 2018 einiges an, allen voran ein weiteres Stadtjubiläum mit einer Fülle von Veranstaltungen. Wenn 2018 vorüber ist, sagt Jung, werde Fürth „grüner, strahlender und urbaner“ sein.

    Grüner werde Fürth, weil 200 Bäume im Stadtgebiet gepflanzt werden, weil Energiewälder an der Dambacher Straße und der Sperberstraße entstehen, weil Fassaden begrünt und ein zweiter Interkultureller Garten sowie ein „essbarer Garten“ geschaffen werden. (mehr …)

  • Vorsitzende des IG Fürth macht Fürth essbar

    (Gu, alerts, 7.4.)

    Der Wunsch nach einem eigenen Garten kann in einer Großstadt nicht jedem erfüllt werden. Das weiß die Initiatorin des Projekts „Essbare Stadt“, Helga Balletta, nur zu genau. Denn sie ist nicht nur VHS-Dozentin, sondern auch Vorsitzende des Interkulturellen Gartens am Rednitzgrund. „Die Flächen sind begrenzt“, bedauert sie, „wir können die Nachfrage gar nicht bedienen.“ Heuer sind dort gerade einmal drei Beete wieder freigeworden – und 30 Bewerber haben sich darum bemüht.

    Es wäre schade, wenn die Motivation zum Gärtnern verloren ginge, findet Balletta. Deshalb sind für sie öffentliche Beete eine schöne Alternative. Der Hinterhof der VHS sei als erster Standort die richtige Wahl: „Er ist frei zugänglich, gleichzeitig aber auch ein wenig geschützt. Ein Wasseranschluss ist ebenfalls vorhanden.“ Allerdings könnten die kleine Fläche und der hängende Kräutergarten – praktisch in alten, aufgeschnittenen Plastikflaschen angesät – angesichts der vielen Bewohner von Innen-, Ost- und Südstadt nur ein Anfang sein.

    „Hast du schon gesehen? Die Tomaten an der Kirche sind reif. Und der Basilikum am Rathaus.“ So oder so ähnlich dürfen künftig gern die Unterhaltungen der Fürther klingen, wenn es nach Helga Balletta und Alexandra Schwab vom ebenfalls beteiligten Quartiersmanagement des Bund-Länder-Projekts „Soziale Stadt“ geht. „Die Fürther sollen durch die Freude über gemeinsames Gärtnern und Ernten ins Gespräch kommen“, wünscht sich Schwab. Außerdem seien die Beete eine Möglichkeit, Verantwortung für Stadt und Gesellschaft zu übernehmen.

    Sie hat noch andere Flächen im Blick

    http://www.nordbayern.de/region/fuerth/furth-erster-schritt-zu-einer-essbaren-stadt-1.5107827 (mehr …)

  • Finanzierung IG Fürth

    (Gu, Mail 27.8.)
    Du hattest mich wegen der Finanzierung gefragt. Die Stadt hat 40.700.- bezahlt, davon aber 60% von der Förderung für die „soziale Stadt“ wieder zurückbekommen.

    Was ich leider noch nicht herausgefunden habe ist, wer die ca. 20.000.- an die Stadtwerke für Strom- und Wasseranschluss übernommen hat. Im o.g. Betrag kann es nicht enthalten sein, ich habe die Rechnungen überschlagen.


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