Schlagwort: IG Park Schönfeld Kassel

  • Caritas stellt Gartenprojekt für Flüchtlinge im Park Schönfeld ein

    (Gu, mail)
    Ich möchte dich darüber informieren, dass wir unser Gartenprojekt in der Gemeinschaftsunterkunft Park Schönfeld von Caritas-Seite beendet haben. Die entstandenen Hochbeete, Erdbeertürme und Bänke haben wir natürlich stehen gelassen und hoffen, dass die Betreiber diese, wie geplant, den Bewohnern zur Bewirtschaftung überlassen. Bei zwei Hochbeeten fand das schon dieses Jahr statt. Gießkannen und Kleinstwerkzeug steht auch zur Verfügung, das haben wir dagelassen.

    Grund für die Beendung ist zum einen, dass ich keine Gelder mehr für meine Honorarkraft beantragen kann über unsere Eigenmittel und mir für eine Drittmittelakquise für dieses Projekt die Zeit fehlt.

    Und vor allem ist in den drei Jahren der Kontakt mit den Betreibern gleichbleibend schlecht geblieben, was für alle Kontakt zwischen unserem Verband und diesem einzelnen Betreiber gilt und eine absolute Ausnahme ist. Die Außenanlangen wurden sehr unregelmäßig gepflegt und wir haben eher noch dafür gesorgt, dass dieser Missstand nicht zu deutlich zu Tage tritt, mit den gepflegten Hochbeeten und netten Gestaltung…..

    Wir haben die angeschafften Geräte in einer anderen Gemeinschaftsunterkunft untergebracht und überlegen, im Frühjahr mit einem neuen Projekt zu starten, wenn ich eine Finanzierung für Personalkosten zur Begleitung eines Gartenangebotes bekommen kann, was gerade nicht so einfach ist.

    Das ist wirklich schade, war aber für uns der richtige Schritt. Wir hatten tolle zwei Jahre mit dem Projekt und das dritte Jahr war jetzt eher nicht zufriedenstellend aus den genannten Gründen.


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  • Projektbesuch des Gartenprojekt auf GU Gelände in Kassel

    (Gu, Projektbesuch)

    In einem ehemaligen Kinderkrankenhaus im Park Schönfeld in Kassel (4 Tram-Stationen vom Rathaus entfernt) leben derzeit 370 Flüchtlinge. Die Anzahl der BewohnerInnen ist in den letzten Monaten sprunghaft gestiegen.
    Es gibt ein großes Außengelände, Träger ist eine private Firma. Die Caritas macht Sozialberatung u.ä – und sie haben ein Gartenprojekt auf dem Außengelände initiiert. Da lange Baustelle war (Treppenhäuser wurden nachgerüstet), haben sie die Hochbeete (Aufsetzrahmen) an verschiedenen Stellen aufgebaut. Sie haben am Eingangsbereich an bisher mit Zierpflanzen bepflanzten Stellen Kräuter gesetzt, Kartoffeltürme aus Drahtgeflechten gebaut, Beerensträucher gesetzt. So gibt es nicht eine Stelle, an der ein etwas größeres Projekt sichtbar wäre, sondern an einigen Stellen sind kleinere Beete entstanden. Aufgebaut wurden die Hochbeete und Sitzgelegenheiten von Azubis, Flüchtlinge haben aber wohl „tatkräftig mitgeholfen“. Die Caritas hat über eine Stiftung Honorare für die gärtnerische Betreuung der Beete, so dass jemand 2x/Woche vor Ort ist und zum Mitgärtnern einlädt. Kinder sind immer mit Begeisterung dabei, beim Bauen auch Männer, Frauen haben sie noch nicht so richtig erreicht – einige Leute machen aber gerne mit.
    Die Leute von der Caritas sind sich nicht ganz grün mit der Betreiberfirma. Diese macht im Außengelände gar nicht, schafft dort auch keine Möglichkeiten, sich hinzusetzen, reaktiviert vorhandene Spiel/Sandplätze nicht wirklich, schmückt sich aber mit den Beeten und Bänken, die im Rahmen der Caritas-Aktivitäten entstanden sind.
    Leute aus der Nachbarschaft sind nicht dabei und das wird eventuell auch gar nicht möglich sein, wie wir die Caritas-Mitarbeiterinnen sagten. Die Firma guckt wohl genau, wer kommt und um die Sicherheit der BewohnerInnen zu gewährleisten, kann nicht einfach jeder auf das Gelände. Ob es Möglichkeiten für eine Art feste Gruppe gibt, ist unklar. Sie wollen das eruieren, haben aber auch noch keine Kontakte in die Nachbarschaft rund um das Gartenprojekt geknüpft. Sie schätzen das aber als schwierig ein.
    Geräte, Bänke, Feuerschalen sind in einer Garage untergebracht – Gießkannen sind wohl auch außerhalb der Gartenzeiten für alle verfügbar.


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  • IG Park Schönefeld hatte gute erste Saison

    (Gu, Mail, 6.10.)
    De Garten auf dem Gelände einer Flüchtlingsunterkunft in Kassel hat sich gut entwickelt in seiner erste Saison.
    „Wir vom Jugendmigrationsdienst sind seit 01.10. Projektträger eines Modellprojektes des Bundesfamilienministeriums. Das Projekt heißt „JMD2start“, wobei speziell junge Asylbewerber in den Fokus von Beratung und Angeboten treten, und damit konnten wir unser Team mit zwei Personalstellen aufstocken!!!
    Dem Garten geht es gut, unser Kartoffelfest heute mit neuer Gulaschkanone mussten wir wegen schlechtem Wetter leider absagen.
    Wir planen Kunstprojekte wie einen Mosaiktisch für nächstes Frühjahr und haben schöne Willkommensschilder mit den Bewohnern gemacht, die ein Staudenhochbeet schmücken. In den letzten Wochen wurden Himbeer- und Johannisbeerbüsche gepflanzt.
    Schwierig ist weiterhin der Kontakt mit den Betreibern, die von sich aus das Außengelände nicht gestalten. Alle Sitzgelegenheiten auf dem Areal (drei kleine Bänke und eine Rundbank) sind durch unsere Initiative mit Kooperationspartnern entstanden!“


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