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    (Gu, alerts)Gärtner wollen zurück auf ihre ScholleRüdersdorf (MOZ) Es blüht etwas im Wohngebiet, lautet die Überschrift für eine kleine, aber feine Fotoausstellung, die am Dienstag im Bürgerzentrum Brücke eröffnet wurde. Es sind Bilder von Renate Radoy, Gerlinde Burkard, Marlis Lehmann und Torsten Nowy. Die vier eint der interkulturelle Garten, in dem sie mitarbeiten, den sie hegen und pflegen, lieben und nun auch verteidigen.
    „Seit Herbst kommen wir eigentlich nicht mehr in den Garten hinein, beziehungsweise wird er ziemlich rigoros verändert“, sagt Torsten Nowy. Ursache sind die Bauarbeiten auf dem Gelände des Heinitz-Gymnasiums. Nachdem zunächst Leitungen gesucht wurden, die sich auch über das ursprünglich 2400 Quadratmeter große Areal des Gartens zogen, wurden für die Baustraße und den Neubau ganze 800 Quadratmeter des Gartens weggeknabbert. Renate Radoy und Torsten Nowy mussten ihre mühsam seit 2009 urbar gemachten „Schollen“ hergeben.

    Zum Jahreswechsel kam dann der nächste Hieb für die Gartenfreunde. Unbekannte zerstörten mutwillig das Gewächshaus. Das hatten die Enthusiasten zur Eröffnung des Gartens von der Stiftung interkulturelle Gärten München 2010 gesponsert bekommen. „Mittlerweile hat die Polizei die Ermittlungen gegen unbekannt eingestellt“, bedauert Torsten Nowy. Er steht im Kontakt mit der Bauverwaltung und hofft, dass er bis nächste Woche ein verbindliches Angebot bekommt, wie die Hobbygärtner wieder in die Anlage kommen. Die Männer und Frauen mit dem Hang zum Miteinander und grünen Daumen brennen darauf, die Frühjahrsbestellung einzubringen.

    „Als wir vor acht Jahren angefangen haben, war es tatsächlich ein interkultureller Garten. Die Hälfte der Mitmacher waren Russlanddeutsche“, erinnert sich Gerlinde Burkard. Mittlerweile hat ein Großteil derer so viel Gefallen am Gärtnern gefunden, dass er dieses Projekt verlassen und woanders einen Schrebergarten gepachtet hat. „Das kann man auch so sehen, dass diejenigen bei uns die Lust aufs Grün bekommen haben, nun aber mehr wollen“, sagt Gerlinde Burkard. Denn A und O im interkulturellen Garten, der sich künftig Nachbarschaftsgarten nennen wird, und zu dem nun auch eine Gruppe der behinderten Mitmenschen der Lobetaler Anstalten gehört ist, dass es keine Zäune gibt, sondern einen großen gemeinschaftlichen Platz des Miteinanders.

    http://www.moz.de/landkreise/maerkisch-oderland/strausberg/artikel8/dg/0/1/1559403/


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