(Sachbericht)
Der Gemeinschaftsgarten ist seit 2024 bei NABU eingetragen als torffreier Garten und partzipiert
ebenso in der Initatve Blühende Wiese, die von der Abteilung Evolutonsbiologie an der Universität Tübingen organisiert wird. Aus beiden Beteiligungen leiten sich Prinzipien der Bewirtschaung des Gartens ab, die folgende Charta noch ausspezifizieren.
Erarbeitung einer Gartencharta
Wir haben folgende Punkte als Grundlage zur Zusammenarbeit im Garten erarbeitet:
1. Menschen, Tiere und Pflanzen werden respektvoll behandelt, in Wort und Tat
2. Pflanzenvielfalt, Tiervielfalt und Ertrag für den Menschen sind gleichermaßen wichZg
3. Beikrautpflanzen, die Insekten dienen, sind ein wertvoller Bestandteil des Gartens und gehören
dazu
4. Chemisch-synthetsche Hilfsmittel (z.B. Schneckenkorn, synthethscher Dünger) werden maßvoll und
tendenziell wenig verwendet
Mitmachende
Im Laufe des Jahres 2024 haben zwischen sieben und 12 Leute im Garten mitgearbeitet. Wir sind froh
wieder mehr Leute gewonnen zu haben, die regelmäßig dabei sind. Ein Artkel in der Lokalzeitung
„Schwäbisches Tagblatt“ hat uns viel positve Resonanz gebracht.
Vernetzung
Wir haben den Garten auf dem „Markt der Vereine“ vorgestellt, wo lokale Initativen um Mitglieder
unter Neubürgern Tübingens werben können, und stehen zusätzlich im Austausch mit der „Umwelt-
AG“ des Wildermuth-Gymnasiums, um über eine mögliche Beteiligung der Schüler*innen im
nächsten Jahr zu verhandeln. Für Schüler der benachbarten Grundschule Lindenbrunnen wird im
April eine sogenannte Elter-AG angeboten, wo Schüler und Schülerinnen Schwebfliegelagunen bauen
werden. Außerdem hat sich der Garten als „troffreier Garten“ (bei Nabu) und „Bunte Wiese“ (bei
einem EU-geförderten Projekt der Universität Tübingen) registrieren lassen.
Dauer der Gartensaison
Das Gartenjahr hat dieses Jahr (2024) Anfang März begonnen und Ende November geendet. In dieser
Zeit haben wir uns wöchentlich dienstags und freitags von 15.30 bis 18.00 Uhr getroffen, insgesamt
also ca. 70 mal. In der heißen Jahreszeit gab es zusätzliche Gießtermine.
Wetter und Ertrag
Das Jahr 2024 war insgesamt regenreich. Trotzdem hat sich der Schneckenfraß dieses Jahr in Grenzen
gehalten, allerdings wurden erstmalig die an sich resistenten Wildtomaten von Braunfäule befallen.
Wir haNen einen unterdurchschniNlichen Ertrag, obwohl wir deutlich mehr gedüngt haben al in
vergangenen Jahren
Standardprogramm
Wie in jedem Jahr wurden im Frühjahr acht Gemüsebeete bearbeitet. Insektenfreundliche
Wildpflanzen wie NachtschaNen, Königskerze, Wiesenkerbel, Schafgarbe und Karde wurden als
Bienenweide stehen gelassen.
Am Samstag, dem 11. Mai war der Pflanztag für alle wärmeempfindlichen Setzlinge. Im Juli wurde
Zuckerhut und Endiviensalat gepflanzt. Im September und Oktober wurde Ackersalat gesetzt.
Der Kompost wurde im April und im Oktober umgesetzt. Die Wiese und Wege wurden gesenst und
der GrasschniN wurde zum Mulchen der Beerensträucher verwendet.
Zusätzliche Maßnahmen
Neben dem Standardprogramm gab es in diesem Jahr einige kreative gärtnerische Initativen:
• Anlage eines kleinen Kartoffelbeets
• Pflanzung einer Feige, mehrerer Kirschbäume, eines Winterjasmin sowie mehrerer
Beerensträucher, gezogen aus Stecklingen
• Umpflanzung zweier Himbeeren aus SchaNen- in Sonnenbereich
• Kompostkasten aus Weidenruten gebaut
• Neuanlage einer Benjes-Hecke
• Brombeeren-RückschniN
• Pflanzung von im Jahr zuvor gesammelten Brutzwiebeln von Knoblauch
Eigenbeitrag (finanziell und materiell)
• Geschenk einer Feige, einiger junger Kirschbäume, einer Haselnuss, eines Winterjasmin, sowie
selbstangezogener Tomatenpflanzen, insbesondere Wildtomaten
• Sammeln, Trocknen, Beschri-en und Auoewahren von Wildblumensamen (z.B. Rotklee,
Ödermännig und Gundermann)
• Geschenk einer relaZv großen Menge Holz eines in der unmiNelbaren Nähe gefällten Baumes (ca. 4
Kubikmeter) und Verarbeitung durch, Philip, ein Mitglied des Gartens
• Geschenk zweier Hochbeete vom scheidenden Pop-Up Gemeinscha-sgarten „Gleisgarten“
Themen mit denen wir uns auseinandersetzen
Ein wichtiges Thema ist der Wunsch nach dauerha-en verlässlichen Mitgärtnern und verlässlicher
Wasserversorgung.
Wintertreffen
Es fanden drei Wintertreffen zwischen November und Ende Jan