(Gu, Mail)
Seit März betreibt der Verein ÖkoStadt seinen zweiten Flüchtlingsgarten am Standort Osterholz direkt am erweiterten Übergangswohnheim (ÜWH). Die Gärtnerin und Biologin Christina Wolterink hat gemeinsam mit BewohnerInnen und freiwilligen Helfern rund 400 qm Brachfläche urbar gemacht. Als erstes wurden verschiedene Obstbäume gepflanzt. Dann wurde das Areal aufgeteilt in Ackerfläche für Kartoffeln, Gemüsebeete und Hochbeete für Pflanzen, die vor den immer hungrigen Kaninchen geschützt werden müssen.
Wege, Wasserversorgung, Abgrenzung der Beete zu den Spielflächen und Sitzgelegenheiten – an all diesen Dingen wurde und wird gearbeitet. Als nächster großer Schritt soll ein Gerätehaus, das von der Bürgerstiftung Bremen gesponsert wird, errichtet werden.
Der Garten bietet den Geflüchteten im ÜWH eine kleine Heimat, einen Ruhepunkt bei all den täglichen Aufregungen und nicht zuletzt die Möglichkeit praktisch zu arbeiten und selbstgezogenes Gemüse zu ernten.
Durch die Zusammenarbeit mit den Freiwilligen und Helfern aus den Nachbarschaften soll auch die Integration besser gelingen. ÖkoStadt arbeitet hier eng mit dem Verein Treffpunkt Natur & Umwelt (TNU) zusammen und wird sich im Rahmen dieses Projektes sowohl am Stadtteilfest und am Sommerfest der Inneren Mission beteiligen. Mit einem eigenen Erntedankfest am 8.9. soll der Abschluss der Gartensaison mit den BewohnerInnen des ÜWH gefeiert werden.
Aktuell ist folgende Veranstaltung geplant:
W o r k s h o p „Gemüseanbau in der Stadt“
Gemeinsam mit Roland Wozniewski von TNU wird Frau Wolterink neben einer Vorstellung der beiden Projekte interessierten BewohnerInnen der ÜWH`s, Nachbarn und weiteren Interessierten Fruchtfolge, Düngung und Mischkulturen nahebringen. Außerdem soll ein Einblick in die Aufgaben der Umweltpädagogik gegeben werden.