Schlagwort: Interkultureller Garten

  • Brake: IG gibt es nicht mehr

    den Garten gibt es tatsächlich nicht mehr, auf dem Grundstück steht jetzt eine neu gebaute Grundschule.

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  • Eppelheim: Garten konnte sich vergrößern

    Der Garten blüht, wächst und ist zu einer echten grünen Oase mitten im Stadtkern geworden. Es ist inzwischen sogar eine größere Fläche als zu Beginn, ein nach Vandalismus gerettetes Apfelbäumchen wächst prächtig, ein neuer überdachter Sitzplatz wurde gebaut, Beete und Trockenmauern angelegt, ein Stand am Wochenmarkt, um die Flut an Topinambur zu verschenken u.V.m. Betreut wird der Garten von einer kleinen, tatkräftigen Gruppe Engagierter, mit tollen Ideen für den Garten.

    Der Garten gehört zum Dach des Hauses der Begegnung, unter dem sich viele ehrenamtliche Gruppen organisieren. Die Engagierten dort gründen gerade einen Verein, um das Haus mit all seinen Angeboten zu verstetigen.

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  • Bad Homburg: Fläche wird nicht für GG zur Verfügung gestellt

    Der Caritasverband Taunus e.V. hat einen Interkulturellen Frauengarten geplant. Eine Fläche hatten sie im Blick, nun stellt sich raus, dass es sich um eine Streuobstwiese handelt -> die Untere Naturschutzbehörde hat keine Genehmigung für die Nutzung der Fläche durch einen GG erteilt.
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  • Meißen: Nutzung IG wird erweitert

    (Antrag, Antworten)

    Erweiterung Internationaler Garten Meißen
    Ziele des Vorhabens
    Ziel des beantragten Projekts ist die Gestaltung und Erweiterung des Internationalen Gartens Meißen,
    um ihn besser für Veranstaltungen und die Nutzung durch ein außenstehendes Publikum zugänglich
    und attraktiv zu machen. Der Garten soll ein Ort der Begegnung, des Austauschs und des
    gemeinsamen Handelns für Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen bleiben und
    gleichzeitig neue Nutzungsmöglichkeiten erhalten.
    Inhalt des Projekts
    Der Internationale Garten Meißen existiert seit 2016 als gemeinschaftlich genutzter Garten, initiiert
    von Buntes Meißen e.V. Er wurde gegründet, um Menschen mit und ohne Fluchterfahrung einen Ort
    der Begegnung, Teilhabe und Selbstversorgung zu bieten. Über die Jahre ist der Garten ein fester
    Bestandteil der Stadtgesellschaft geworden und dient als Ort interkultureller Veranstaltungen,
    Bildungsangebote und nachbarschaftlicher Begegnung.
    In den letzten Jahren hat die Nutzung zugenommen, insbesondere durch öffentliche Veranstaltungen
    und eine stärkere Wahrnehmung von außen. Das Gelände soll deshalb durch einfache bauliche
    Maßnahmen aufgewertet werden, um mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen und neue
    Nutzungsmöglichkeiten zu eröffnen.
    Geplante Maßnahmen
    Die Umsetzung erfolgt durch Mitglieder des Vereins Buntes Meißen e.V. gemeinsam mit engagierten
    Gärtner:innen vor Ort. Geplant sind folgende Maßnahmen:
    • Bau von Sitzgelegenheiten aus Holz, ergänzt durch wetterfeste Sitzkissen, zur Nutzung bei
    Veranstaltungen
    • Installation eines „Samenspenders“ – ein einfach konstruierter Automat, über den
    Gartenbesucher Saatgut gegen eine kleine Spende erwerben können; dies fördert das
    Bewusstsein für Biodiversität und ermöglicht eine niedrigschwellige Beteiligung
    • Instandsetzung vorhandener Steintischplatten zur Nutzbarkeit was aktuell nicht möglich ist
    • Neuanschaffung von Tischtennis-Utensilien zur aktiven Freizeitgestaltung vor Ort
    • Installation wetterfester Sonnensegel, die Schutz bei Sonne wie Regen bieten und so den
    Garten auch bei wechselhafter Witterung nutzbar machen

    –    Wie groß ist die Gruppe der Gärtner*innen? 
    Aktuell gibt es im Garten rund 75 Mitglieder + Familien
    –    Auf wie viel m² werden Obst/Gemüse/Kräuter angebaut? Wie viele Beete gibt es?
    Auf ca. 5000m² wird angebaut. Beete gibt es 15 Stück die einzelnen Familien gehören.
    –    Wird alles gemeinschaftlich bewirtschaftet oder gibt es (auch) individuelle Beete?
    Siehe Frage darüber. Zusätzlich gibt es den „Garten der Sinne“ der wird gemeinschaftlich genutzt (Kräuter, Gemüse) und die Streuobstwiese mit über 30 Bäumen dieser wird ebenfalls gemeinschaftlich genutzt.“
    –    Was ist sonst noch auf der Fläche?
    Minigolf, Volleyballplatz, Sandfußballplatz, Spielplatz, Outdoor Kegelbahn, Sommerküche, Bühne für Veranstaltungen
    –    Was für Veranstaltungen finden statt?
    Regelmäßige Backtage mit Nutzung des Lehmbackofens, Frühjahrs-,Sommer- und Herbst/Erntedankfest, Intercultural Festival, Unter Leuten Festival, Workshop mit externen Partnern, generelle Nutzung des Geländes von vielen Menschen vor allem in den wärmeren Monaten (Minigolfanlage, Volleyball, Grillen,….) (mehr …)

  • Oerlinghausen: Südstadtgärten bekommen Preis

    Die Südstadtgärten haben den Heimatpreis NRW, Kreis Lippe „Heimat verbindet – Zusammenhat macht stark“ (Platz 2) verliehen bekommen – dotiert mit 3000 Euro.
    „Die Südstadtgärten in Oerlinghausen zeigen auf eindrucksvolle Weise, wie gelebte Nachbarschaft und interkultureller Dialog gelingen können“ (Zitat von Landrat Dr. Axel Lehmann)

    Am 30.08. feiert der Garten sei 5-jähriges Bestehen mit einem Sommerfest. Und sie haben den Pachtvertrag auf weitere 5 Jahre verlängern können (sollte ursprünglich von Jahr zu Jahr sein). (mehr …)

  • Hamburg: keine Nachfolger für VS vom IG in Sicht

    (Tel)
    Den IKG Billstedt in HH gibt es noch, das Mit-Initiator*innenpaar Elisabeth und Wolfgang wissen aber nicht, wie lange noch. Sie wollen nicht mehr den Vorstand im Garten machen und es gibt niemanden, den sie das wirklich zutrauen. Einige haben Interesse, doch da fehlt es ihrer Meinung noch an Qualifikation.

    Ihre Site geht gerade nicht, sie konnten da keine Beiträge mehr posten und beim Versuch, daran, was zu ändern, ist sie gecrasht worden; auch die E-Mail geht gearde nicht.
    -> Vereinsworkshop in HH
    -> Kontakt zum HH Netzwerk
    -> anderen Träger? Ggf. der vom Garten gegenüber?
    -> Herr Hüttig

    Sie haben sehr wenig Zeit und wollen sich nicht mehr so darum kümmern.

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  • Eppelheim: mehr Gärtner*innen für den IG gesucht

    Der Gemeinschaftsgarten wird weiterhin von einer ehrenamtlichen Gartengruppe betreut und von der Stadt Eppelheim unterstützt. Der Garten entwickelt sich gut – die Pflanzen wachsen und die Gartengruppe kümmert sich regelmäßig darum. Die ehrenamtlichen würden sich freuen, wenn sich noch mehr Menschen am Garten beteiligen. Zurzeit überlegen wir, wie wir den Garten noch bekannter machen und besonders Jugendliche als Interessierte gewinnen können. (mehr …)

  • Freising: Tag der offenen Tür im IG

    Ab 11:00 Uhr gibt es Fingerfood aus aller Welt zum Probieren. Die Künstler Pepito Anumu und Tangeni Sem Haikali laden zum gemeinsamen Malen und Trommeln ein. Die Gärtnerinnen und Gärtner stehen Interessierten jederzeit für ein Gespräch zur Verfügung und zeigen gerne, was in ihren Beeten wächst.
    (Sa, 21.06.) (mehr …)

  • Meißen: Finanzierung für den IG ausgelaufen

    (Tel)

    Die Kürzungen für Buntes Meißen betreffen auch den Garten. Die Projektleiterin hat da 15h/Monat und das läuft aus. Wie es weitergehen soll, ist unklar. Im Juni muss sie die Abrechnung machen und hat wenig Zeit für Antragstellungen. Sie wollen versuchen, das über Spenden aufrecht zu halten

    Im Garten gibt es derzeit 13 Beete – der Garten ist eingebettet in einem Freizeitgelände/Park, in dem viel gegrillt wird. Bisher gab es keinerlei Einfriedung des IG, war nicht sichtbar, dass hier der IG beginnt. Nun haben sie dafür einen Zaun gebaut. Sie hoffen, dass so der Gemüseklau ein wenig eingedämmt wird.

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  • Menden: Fläche des IG verkauft

    (Tel)

    Die Fläche, auf der der Internationale Freundshaftsgarten Menden einige Jahre lang war, wurde an eine Firma verkauft. Der Garten wird abgebaut, eine Ersatzfläche gibt es nicht und die Stadt beendet das Projekt. Der bisher zuständige Mitarbeiter ist in Rente.

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  • Elmshorn: Garten entsteht an GU für jungen Männer

    (Antrag, Antworten)

    hiermit beantragen wir eine Förderung für unser Gemeinschaftsgartenprojekt in der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete an der Agnes-Karll-Allee in Elmshorn. Die Unterkunft wurde im November 2024 eröffnet und bietet insgesamt 128 Plätze in Containern an. In der Unterkunft wohnen ausschließlich allein reisende, geflüchtete erwachsene Männer ab 18 Jahren. Die Gemeinschaftsunterkunft liegt relativ abgelegen und dennoch gut angebunden neben dem Krankenhaus und im Industriegebiet. Eine direkte (Wohn)Nachbarschaft ist nicht gegeben, nichtsdestotrotz stehen viele Einwohner:innen der Unterkunft ängstlich und sorgenvoll gegenüber. Hier gilt es frühzeitig zu intervenieren und einen Rahmen zu schaffen, um Vorurteile abzubauen und ein „unbeschwertes“ gegenseitiges Kennenlernen zu ermöglichen.

    Unser primäres Ziel ist es, geflüchteten Menschen eine sinnvolle Beschäftigung zu ermöglichen, den gemeinschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und einen interkulturellen Austausch zu fördern. Die Schaffung von Gemeinschaftsgartenflächen fördert die Selbstständigkeit, stärkt die Eigenverantwortung und bietet die Möglichkeit der zur Integration wichtigen gesellschaftlichen Teilhabe. Die räumliche, naturnah-gewachsene Lage und unmittelbare Nähe der angedachten Fläche(n) ermöglicht einen niedrigschwelligen Zugang, so dass Geflüchtete ganz unkompliziert (kurze Wege) mit anderen Geflüchteten und anderen Elmshorner:innen in Kontakt treten können. Die Hemmschwelle, sich an einem geschützten, „neutralen“ und attraktiven Gartenort zu begegnen ist wesentlich niedriger, sowohl für die Geflüchteten als auch für die lokale Bevölkerung. Einen Ort gemeinsam wachsen zu lassen, kann die ideale Basis sein, um teilzuhaben am gesellschaftlichen Leben. Ganz „nebenbei“ können dabei Barrieren abgebaut, soziale Werte niedrigschwellig vermittelt werden und alle voneinander lernen.

    Projektbeschreibung

    Unsere Gemeinschaftsunterkunft verfügt über mehrere geeignete Flächen für den Anbau von Gemüse, Kräutern und Blumen (ca. 1.000qm). Durch unser Gartenprojekt möchten wir geflüchteten Menschen die Möglichkeit geben, gemeinsam aktiv zu sein, ihre Zeit sinnvoll zu nutzen und soziale Kontakte zu knüpfen. Zudem planen wir, Anwohner*innen aus Elmshorn einzuladen und zu gewinnen, um selbst in der Gartenarbeit tätig zu werden und mitzuhelfen und wollen gemeinsame Veranstaltungen wie Grillabende organisieren.

    Unsere Ziele

    • Schaffung eines gemeinschaftlichen, nachbarschaftlichen, integrativen und niedrigschwelligen Begegnungsortes für Geflüchtete und Anwohner*innen

    • Förderung der Teilhabe, Selbstwirksamkeit und Integration

    • Gemeinwesen- und Stadtteilarbeit sowie Stärkung des Ehrenamtes (durch z.B. Beetpatenschaften oder Anleitung/Unterstützung beim Aufbau des Gemeinschaftsgartens)

    • Förderung von Nachhaltigkeit durch den ökologischen Anbau von Pflanzen ohne Kunstdünger oder Pestizide

    • Verbesserung der Lebensqualität und Gesundheitsförderung durch eine eigene, sinnvolle und kreative Tätigkeit

    • Förderung von Begegnungen und Austausch zwischen Menschen und Kulturen

    Geplante Maßnahmen

    Als Erstes ist die Beschaffung von Gartengeräten, Werkzeugen, Bewässerungssystemen, torffreier Pflanzerde und samenfestem Saatgut notwendig. Die nächsten Schritte beinhalten das Vorbereiten der Beete und Hochbeete, das Setzen von Jungpflanzen, regelmäßiges Gießen und Unkrautjäten sowie Ernten. Es wird geplant, dass sich Bewohner gemeinsam mit dem Unterkunfts- und dem Quartiersmanagement und unter ihrer Aufsicht regelmäßig mehrere Stunden wöchentlich am Projekt beteiligen und dann auch autark tätig sein können. Es wird erwartet, dass sich ungefähr die Hälfte der Bewohner beteiligen wird, was eine erste Abfrage ergeben hat. Im Sommer sollen Anwohner*innen zu Gartenaktionen und gemeinschaftlichen Veranstaltungen eingeladen werden.

    Verstehe ich es richtig und die Flächen für das Gartenprojekt sind auf „neutralem Grund“? Wo sind die Flächen, wie kommen die interessierten Menschen aus der Unterkunft und aus der weiteren Nachbarschaft dort hin/wie ist der Zugang dazu? Wie können die Menschen aus der weiteren Nachbarschaft an die Gartengeräte kommen?

                  Sowohl auf dem „neutralen Grund“ als auch auf dem Gelände der Gemeinschaftsunterkunft. Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen paar Bilder oder den Lageplan zuschicken. Neben der Unterkunft befindet sich die „grüne Villa“, die auch von der Stadt angemietet wird, und wo es genügend Fläche zum Anbauen von Gemüse und Pflanzen gibt. Es ist auch ein Teil unseres Konzeptes, dass diese Villa als Begegnungsort für unsere Bewohner und Elmshorner*innen genutzt wird. Die Verbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist sehr gut. Alle 30 Minuten fährt ein Bus in und von der Stadt, die Bushaltestelle ist 2-3 Minuten Fußweg von der Villa entfernt. Die Stadt ist auch nicht so groß und der Ort ist für viele gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen.

    –             Wie bewerben Sie das Gartenprojekt, so dass es auch für die anderen Elmshorner*innen interessant wird, dabei zu sein? Haben Sie das Projekt in der weiteren Nachbarschaft schon bekannt gemacht? Was neben Grillabenden ist an Veranstaltungen geplant?

                  Das Projekt haben wir noch nicht in der Nachbarschaft bekannt gemacht. Wir werden die Elmshorner*innen auf das Projekt über Social Media (von der Living Quarter (dem Betreiber der UK) und der Stadt Elmshorn) aufmerksam machen, auch durch Aushänge und Flyer. Es besteht auch Möglichkeit, die Presse einzubeziehen, die Stadt Elmshorn kann uns dabei unterstützen. Neben den Grillabenden werden wir auch internationale Kochveranstaltungen anbieten, auch ein Erntedankfest sowohl für unsere Bewohner als auch für die Nachbarschaft.

    –             Wie haben Sie die Projektidee in der Unterkunft vorgestellt, bzw wie sind die Wünsche und Ideen der Geflüchteten mit in die Planung eingeflossen?

                  Wir haben wöchentliche Bewohnerversammlung wo die Projektidee vorgestellt wurde. Das Interesse der Bewohner war groß. Viele bringen auch Erfahrungen in dem Bereich mit.

    –             Wie viele Beete sollen gebaut werden? Sind dazu auch die Menschen aus der weiteren Nachbarschaft eingeladen?

                  Schwierig zu sagen, und es wird sich auch spontan entscheiden. Je nachdem, was die Bewohner möchten, und ob und welche Gruppen sich entwickeln, die gemeinsam an einem Beet arbeiten.. Es ist, unserer Meinung nach, erst später sinnvoll und produktiv, die Nachbarschaft dazu einzuladen. Erstmal möchten wir dass unsere Bewohner sich mit dem Projekt beschäftigen und Routine daraus entwickeln.

    –             Wie viele Menschen werden Ihren Schätzungen nach gleichzeitig gärtnern?

                  Das wird sich auch immer variieren, ich würde sagen beim angenehmen Wetter bis zu 50 Personen.

    –             Könnten die Kompostbehälter auch selber gebaut werden? Was passiert mit dem Kompost?

    Möglich, besser sind jedoch verzinkte Kompostelemente. Holz verrottet zu schnell.

    –             Soll alles gemeinschaftlich begärtnert werden oder soll es auch individuelle Beete geben? Wer entscheidet, was wo angebaut wird? Was passiert mit der Ernte?

                  Sowohl gemeinschaftlich als auch individuell. Das wird sich spontan entwickeln, wie bereits erwähnt. Das Quartiers- und das Unterkunftsmanagement wird entscheiden, wo und was  angepflanzt werden kann. Das betrifft das Gelände von und neben der Villa. Was neben den Wohncontainern gepflanzt wird, können die Bewohner selbst entscheiden. Die Ernte wird für den Eigenbedarf und für Veranstaltungen genutzt.

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  • Garbsen: IG gibt es noch

    […] und seit einigen Jahren arbeite ich ehrenamtlich bei den Int. Gärten Garbsen mit. Dort bin ich sozusagen für den Schriftverkehr und organisatorische Fragen zuständig.

    Wie Jonas Sakolowski Ihnen bereits mitgeteilt hat, bestehen die Int.

    Gärten noch immer. Allerdings wird es immer schwieriger die Gärten auch weiterhin zu erhalten. Die bisherige Trägergemeinde ist mit einer anderen Gemeinde fusioniert. Diese neue Gemeinde (Ev.-luth. Kirchengemeinde Berenbostel Stehlingen, Stephnausstr. 22, 30827 Garbsen-Berenbostel) fungiert nun als Träger der Int. Gärten. Da die Int. Gärten auf einem Grundstück der Gemeinde liegen und das Grundstück längerfristig einer neuen Nutzung zugeführt werden soll (Bebauung mit Kindertagestätte und anderem) wird dann wohl kein Platz mehr für die Int. Gärten vorhanden sein – das wird sich allerding wohl noch einige Jahre hinziehen.

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  • Gladbeck: INtek. Hochbeetgarten vergrößert sich

    (Antrag, Antworten)

    im Herbst 2022 haben wir mit Frauen aus dem Freundeskreis Gladbeck-
    Alanya und der interkulturellen Frauengruppe in Gladbeck den
    interkulturellen Hochbeetgarten im Jovypark im Rahmen des
    Bundesprogramms „Engagierte Stadt“ als ein Ort der Begegnung und des
    interkulturellen Austauschs ins Leben gerufen. Inzwischen konnten mit
    Unterstützung des Umweltamtes der Stadt und lokalen Unternehmen und
    Geschäftsleuten 9 Hochbeete aufgestellt werden.
    Wir hatten mit Ihnen im September 2024 kommuniziert und haben
    anschließend unser interkulturelles Hochbeetgartenprojekt auch in das
    bundesweite Netzwerk eingetragen.
    Die Internationale Gartenausstellung 2027 (IGA 2027) im Ruhrgebiet bietet
    auf Ihrer Internetseite, der IGA-Plattform, nachhaltigen Projekten von
    Bürgerinnen und Bürgern unter dem Menüpunkt „Mein Garten“ auch eine
    Bühne! Auch wir haben unser Hochbeetgarten-Projekt bei der IGA
    angemeldet und nach Prüfung, ob es auch den Kriterien der IGA entspricht,
    ist das Projekt inzwischen freigeschaltet worden. Hier der Link:
    https://www.meingarten.iga2027.ruhr/projekte/details/interkultureller-
    hochbeetgarten-jovyplatz-gladbeck/
    In diesem Frühjahr möchten wir noch zwei weitere Hochbeete aufstellen.
    Eines davon wird ein rollstuhlgerechtes Hochbeet sein, das die Caritas-
    Werkstätten in Gladbeck bauen werden. Das Umweltamt der Stadt
    unterstützt uns dabei.
    Meine Frage/Bitte wäre, ob wir über die Stiftung für Erde und Gartengeräte,
    die wir noch brauchen, eine Unterstützung bekommen können.
    Ihre Fragen, die Sie mir in der Mail geschrieben haben, beantworte ich in
    diesem Zusammenhang wie folgt:
    1. Wie kann man im Garten mitmachen? Gibt es neben den Beeten
    noch weitere Bereiche?
    Der Hochbeetgarten liegt in einem zentralen Park der Stadt,
    dem Jovypark. Neben den Beeten gibt es weitere Flächen, wie eine
    große Wiese und ein gepflastertes Rondell mit Bänken, die wir für
    unsere Treffen und Veranstaltungen nutzen können. Alle Treffen
    und Veranstaltungen sind offen für alle Interessierten.
    2. Sind die Beete fest verteilt, könnten noch weitere gebaut werden?
    Wie viel Interesse dort zu gärtnern, gibt es?
    Die Hochbeete haben Patinnen und Paten, die sie bepflanzen und
    pflegen. Bisher sind jedes Jahr neue Beete hinzugekommen, die
    wiederum an Patinnen und Paten vergeben wurden. Bei unseren
    wöchentlichen Treffen kommen aus den angrenzenden Schulen oder
    aus dem Quartier Menschen vorbei und erkundigen sich regelmäßig
    über das Projekt und Anbaumöglichkeiten mit einem Hochbeet.
    Das Interesse, selbst ein Hochbeet in der Nachbarschaft oder im eigenen
    Garten aufzustellen wächst und hat schon an einigen Stellen in Gladbeck
    Schule gemacht.
    Wir selbst dürfen auf der Fläche im Jovypark maximal 12 Beet aufstellen.
    3. Sind die Frauen noch dabei oder gärtnern nun inzwischen
    hauptsächlich Gruppen?
    Die Frauen sind die Initiatorinnen und Standbein des Projektes und sind
    noch dabei, aber auch drei Gruppen und Seniorinnen.
    4. Gibt es regelmäßige Treffen, gemeinsame Gartentage oder
    ähnliches?
    In der Gartensaison von April bis Oktober treffen wir uns regelmäßig
    freitags zum Gärtnern und Austausch mit Getränken und Gebäck. Die
    Treffen sind immer offen Interessierte. Ende September veranstalten wir
    ein Erntedankfest. Alle zwei Jahre beteiligen wir uns auch bei den
    „Wochen der Vielfalt“ in der Stadt mit unserem Projekt.
    5. Gibt es Vandalismus oder Diebstahl? Und wenn ja, wie gehen Sie
    damit um?
    Bisher haben wir keine Probleme mit Vandalismus gehabt. Wir haben die
    umliegende Nachbarschaft und die Schulen kontaktiert und sie über das
    Projekt informiert, so dass alle ein wenig auf den Garten achten.
    Außerdem ist in direkter Nachbarschaft eine Polizeiwache, die
    wahrscheinlich auch abschreckt.
    6. Wo kommt das Wasser her?
    Das Wasser wird uns vom anliegenden KreativAmt zur Verfügung
    gestellt. Das ist das ehemalige Finanzamtgebäude, in dem jetzt viele
    startups untergebracht sind. Der Geschäftsführer vom Gebäude ist von
    Anfang an von dem Hochbeetgartenprojekt begeistert und unterstützt
    uns mit der Wasserversorgung.
    7. Wo sind die Gartengeräte untergebracht und wie kommen die
    Gärtner*innen da jederzeit ran?
    Die Gartengeräte sind in einer stabilen Gerätekiste in der Größe eines
    Hochbeetes untergebracht. Die Kiste hat uns ein Unternehmen
    gesponsert und steht auf dem Platz bei den Hochbeeten und ist
    abgeschlossen. Die Patinnen und Paten haben jeweils einen Schlüssel,
    so dass sie jederzeit an die Geräte rankommen. (mehr …)

  • Otterndorf: IG entwickelt sich sehr gut

    (Bericht und Antrag)

    Gemeinschaftsgarten Otterndorf, der im letzten Jahr wieder viel Schwung bekommen hat. Wenn es sich über den Winter so hält, besteht die Gartengruppe nun aus zwei kolumbianischen Familien, zwei kolumbianischen Einzelpersonen, einer iranischen Familie, einer Person mit pakistanischem Pass  und 7 Aktiven mit deutschem Pass. Hinzu kommen zahlreiche Einzelpersonen aus afrikanischen und arabischen Ländern, die im letzten Jahr immer wieder bei der Gartenarbeit spontan mitgeholfen haben und zu denen wir auch jetzt im Winter auf Grund von Deutsch-Lern-Angeboten und unserem Neujahrsfest Kontakt behalten.

    Nachdem wir im Herbst 2023 wie beschrieben ernsthaft überlegt hatten, den Garten ganz
    aufzugeben, sind im Jahr 2024 durchgängig so viele Geflüchtete in den Garten gekommen wie schon
    lange nicht mehr. Eine kolumbianische Familie sowie ein Mann aus dem Iran und eine weitere junge
    Kolumbianerin haben regelmäßig einzelne Beete versorgt, und spontan gab es an jedem Samstag
    helfende Hände.
    Zunächst fand im Januar im Gemeindehaus der Kirche wieder ein sehr gut besuchtes internationales
    Café statt (ca. 50 Personen) und zum internationalen Frauentag am 8. März in diesem Jahr zum
    zweiten Mal ein erfolgreiches Frauenfest (ca. 80 Teilnehmerinnen). Diese Feste ermöglichten es in
    der doch recht langen Garten-Winterpause, die Verbindung unter den Garten-Aktiven und auch den
    Ehemaligen aufrechtzuerhalten.
    Die eigentliche Garten-Saison begann dann mit drei Aktionstagen im April. Alle haben mitgeholfen,
    die im Vorgarten abgeladene Komposterde, die wir mit Hilfe der Zuwendung durch die Anstiftung
    bestellt hatten, in den Garten zu schaffen. Parallel wurde das Haus ausgeräumt und geputzt. An allen
    3 Samstagen waren ca. 20 Personen aus 5 Nationen dabei, und alle hatten viel Spaß an der
    gemeinsamen Arbeit.
    Auch das Einsäen und Einpflanzen der vorgezogenen Gemüsepflanzen im Mai und Anfang Juni
    wurde kollektiv umgesetzt, obwohl wir ja eigentlich in diesem Jahr die Verantwortung für die
    einzelnen Beete bestimmten Personen zugeordnet hatten. Auf Initiative der Kolumbianer*innen
    wurde in diesem Jahr auch Mais angebaut, der sehr gut gewachsen ist.
    So kam es, dass sich bis Oktober ein fester Kreis von 10-30 Personen regelmäßig jeden Samstag im
    Garten getroffen hat. Als im Sommer nicht mehr so viel Gartenarbeit anlag, setzten wir uns zu einem
    Deutsch-Gesprächskreis zusammen, in den alle einbezogen wurden und sich deshalb die
    verschiedenen Sprachgruppen mischen konnten. Es kamen auch immer wieder neue Interessierte
    dazu, da wir eine Fahrradwerkstatt eröffnet hatten, die sehr viel genutzt wurde: Geflüchtete kamen,
    weil sie ein Fahrrad haben wollten oder Hilfe bei der Reparatur brauchten – und dann blieben sie,
    weil die Atmosphäre so einladend war. Die Fahrradwerkstatt wurde von einem Deutschen aus
    unserer Gartengruppe und einem Mann aus Liberia gemeinsam betrieben
    Höhepunkt war das Sommerfest im Juni, das wir zusammen mit einigen Kolumbianer*innen und
    Liberianern vorbereitet und durchgeführt haben. Bei schönem Sommerwetter kamen fast 100 Gäste
    in den Garten, darunter 40 gebürtige Deutsche, was uns besonders gefreut hat, weil es zeigt, dass
    der Gemeinschaftsgarten mittlerweile bekannter ist. Eine Gruppe von West-Afrikanern sorgte mit
    eigenen Rap-Stücken für Stimmung, 2 junge Kolumbianer*innen zeigten eine Tanzvorführung, arabi-
    sche Frauen steuerten ihre Musik bei, und am Ende wurde bunt durchmischt auf der Terrasse getanzt.
    Aufgrund der guten Komposterde (und auch weil die Bewässerung wegen der von der „Anstiftung“
    finanzierten zusätzlichen Regentonnen gut geklappt hat), ist alles Gemüse gut gewachsen – mit
    Ausnahme einiger Pflanzen, die dem Appetit von Kaninchen und Nacktschnecken zum Opfer gefallen
    sind. So wurde dann auch ab August gemeinsam geerntet. Es gab immer etwas zum Verteilen, denn
    einige Deutsche brachten zusätzlich überschüssiges Gemüse aus dem eigenen Garten mit.
    Insbesondere die Kartoffelernte wurde im Gemeinschaftsgarten zu einem Happening, an dem alle,
    vor allem auch die Kinder, begeistert teilnahmen. Jeder und jede konnte mit einem Sack voll
    Kartoffeln nach Hause gehen. Im Oktober gab es dann zum Abschluss noch ein Erntefest mit der
    üblichen Gemüsepfanne, zu dem trotz Regenwetters alle gekommen sind. In den kurzen
    Regenpausen wurden die restlichen Äpfel gepflückt und zu einem großen Teil zu einer maschinellen
    Entsaftung gebracht. Der Saft wird nun laufend zum Selbstkostenpreis an alle Gartenaktiven
    abgegeben, was allerdings bei einem Einkommen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz kaum
    erschwinglich ist.
    Im Oktober gab es zudem mit einer deutsch-kolumbianischen Gruppe einen Besuch im Museum für
    gegenstandsfreie Kunst in Otterndorf. Der neue Museumsdirektor war an die Gartengruppe
    herangetreten, um uns zu einer Führung einzuladen.
    Die Grußadresse der stellvertretenden Samtgemeinde-Bürgermeisterin für das Frauenfest, das
    Interesse von einigen Mitgärtner*innen aus dem Kleingartenverein, die hohe Beteiligung von
    Deutschen an dem Sommerfest und auch die Einladung des Museumsdirektors zeigen, dass der
    Gemeinschaftsgarten in unserer Region mittlerweile bekannt und anerkannt ist. Wir haben auch
    eine WhatsApp-Gruppe eingerichtet, in der interessierte Deutsche sich über die Aktivitäten des
    Gartens und die Situation der Geflüchteten in der Samtgemeinde informieren können. Die Gruppe
    hat mittlerweile 30 Mitglieder.
    Ausblick 2025
    Insbesondere auf Grund der verbindlichen Beteiligung einiger Kolumbianer*innen im letzten Jahr, zu
    denen wir auch im Winter Kontakt haben, sind wir zuversichtlich, dass wir den Gemüseanbau im
    Gemeinschaftsgarten auch im nächsten Jahr wieder aufnehmen können. Ein Problem ist die
    Nacktschneckenplage. Wir planen deshalb, für besonders anfällige Pflanzen (Kohlrabi, Zucchini …)
    Hochbeete anzulegen, und wir werden wegen der Kaninchen einige Beete mit Maschendraht
    überziehen müssen. Das Gewächshaus aus Plastik werden wir voraussichtlich nicht wieder aufbauen.
    Zum einen ist es wegen Sturmschäden an vielen Stellen geflickt, zum anderen ist das Raumklima darin
    wegen schlechter Belüftung für die meisten Pflanzen, insbesondere Tomaten, zu feucht (Schwitz-
    wasser). Wir wollen stattdessen versuchen, ein kleines Gewächshaus windgeschützt an einen
    Schuppen anzubauen, denn im Freiland wachsen hier in Norddeutschland Tomaten nur sehr bedingt.
    Da es trotz eigener Äpfel recht teuer ist, Apfelsaft pressen zu lassen, wollen wir im nächsten Jahr
    wieder mal versuchen, den Saft selbst herzusstellen.
    Die Fahrradwerkstatt und den Deutsch-Gesprächskreis werden wir in jedem Fall weiterführen.
    Wir haben bei der Bundesstiftung „Demokratie leben“ Geld beantragt, um das Versammlungshaus
    abzureißen und neu aufzubauen, denn es regnet dort rein, und da es aus giftigen Materialien besteht,
    lässt es sich nicht so leicht abreißen bzw. nachhaltig reparieren. Es ist jedoch sehr unklar, ob wir die
    dafür notwendigen Finanzmittel bekommen werden.
    Ein weiteres Vorhaben ist ein Filmprojekt über den Gemeinschaftsgarten und den Austausch
    zwischen den Kulturen aus den verschiedenen Perspektiven. Hierfür hat sich bereits eine Projekt-
    gruppe gebildet mit ca. 12 Teilnehmer*innen aus 4 Nationen. Federführend beim Filmen werden 2
    junge Menschen sein – eine Frau aus Kolumbien und ein Mann aus Burundi.
    Für die Zeit vor der Gartensaison laden wir im Januar wieder zu einem internationales Café im
    Gemeindehaus ein, eingeladen wurden wir zu einem weiteren Besuch wegen einer neuen
    Ausstellung im Museum für gegenstandsfreie Kunst, und voraussichtlich wird es auch wieder eine
    Veranstaltung zum internationalen Frauentag geben, was in diesem Jahr etwas schwieriger ist, da der
    8. März mitten im Ramadan liegt. (mehr …)

  • NRW: Gartenbaubetrieb will 5000 Euro an IG spenden

    wir der Gartenbaubetrieb Rankers produzieren und vermarkten unter der Marke „LA´BiO!“ Kräuter und Gemüsejungpflanzen.

    In Zusammenarbeit mit der Naturorganisation Naturefund (https://www.naturefund.de/) spenden wir unter anderem jedes Jahr 5.000 € an ein Projekt in Deutschland.

    Wir versuchen immer aktuelle Themen mit einzubeziehen. Die kriegerischen Handlungen zwischen Kulturen und Religionen, die zurzeit wieder vielerorts aufflammen, haben uns auf das Thema „Interkulturelles Gärtnern“ und somit auf Ihre Webseite gebracht.

    Nun zu unserem Anliegen:

    Wir suchen einen Interkulturellen Garten der möglichst innerhalb von zwei Autostunden von unserer Heimat Straelen zu erreichen ist. Er sollte möglichst Bunt im Bezug auf Religionen und Kulturen sein. In sozialen Netzwerken gut präsent sein. Aktiv und interessant auch für Nichtmitglieder sein. Und eine Idee haben was er mit 5.000€ anstellen würde (mehr …)

  • Widdeshoven: im IG kann wohl dieses Jahr endlich angegärtert werden

    (Mail)
    Gemeinschaftsgartenprojekt „Interkultureller Garten Widdeshoven“.
    Die (bauliche) Vorbereitung der Grabelandparzellen ist nahezu abgeschlossen. Aktuell sind wir dabei, die Baulandgrundstücke innerhalb des Plan-/Projektgebiets zu veräußern, was leider aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage etwas länger dauert als in der Vergangenheit. Da in dem Baugebiet „Im Kamp“ u.a. auch Grundstücke für Tiny Houses/Mini Houses vorgesehen sind die Bauherren somit auch teils nur sehr kleine Gärten haben werden, sehen wir die Entwicklung des Baugebiets in einem engen Zusammenhang mit dem Projekt „Interkultureller Garten Widdeshoven“. Ich bin aber zuversichtlich, dass die ersten Gärtner/-innen in diesem Jahr auf ihren Flächen anfangen können


    (mehr …)

  • Hamburg: IG am Willkommenskulturhaus

    (Tel)
    Das Willkommenskultuhaus gibt es seit 2017, es befindet sich in einem alten Gemeindezentrum. Finanziert wird es u.a. über die Nordkirche/den kirchlichen Entwicklungsdienst. Antje K. ist bei der Kirche angestellt.
    Gleich anfangs ist gegärtnert worden und es gab auch Geld dafür.
    Das Haus hat einen Scherpunkt auf den SDGs und der Garten war gerade zu Corona die einzige Möglichkeit, weiter zu machen und so fand viel dort statt. Viele der Nutzer*innen können noch kein oder nur sehr wenig Deutsch.
    Der Garten wurde weiter ausgebaut, ist aber an sch recht klein und verschattet. Es ist ein insektenfreundlicher Garten, sie haben einen Kompost und Wassertonnen mit Regendieben.
    Ein Jahr haben sie eine Förderung über den Bezirk bekommen (Demokratie stärken) und dann Geld über die Norddeutsche Stiftung Umwelt und Entwicklung. Diese Förderung läuft jetzt aus. Ganz wichtig für den Garten war bisher, dass es eine fachliche Anleitung gibt. Das war auch interessant für die Ehrenamtlichen, die im Garten kontinuierlich dabei sind und Gesprächspartner*innen für Geflüchtete.
    Wichtig waren auch inhalrliche Abende, Veranstaltungen rund um das Gärtnern.
    In der Gemeinde ist der Garten nicht ganz doll verankert, obwohl der Pfarrer sagt: Die Gemeide findet hier sttt (im Willkommenskulturhaus), sollte mal mehr gezeigt werden, was schon geschaffen wurde und für was der Garten steht.
    „Gemeinde“ sind alle, die sich da aufhalten.

    Die fachlichen Anleiterinnen machen inzwischen einmal pro Monat einen „Grünen Salon“, der auch im Garten stattfindet (mehr …)

  • Berlin: Multiplikator:innen-Werkstatt: Gärten und Geflüchtete

    (NL)
    Mit einer ersten Werkstatt am 23. Februar 2023 (16-18 Uhr) startet das Projekt „Gärten und Geflüchtete – Mitmachen in transkulturellen Gärten“ der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz. Mit der Durchführung sind Su Schnorbusch (Su Schnorbusch Architekten), Keya Choudhury (soulgardenberlin) und Thomas Fiedler betraut. Das Ziel des Projektes ist es, bis Ende 2023 die Potenziale von Gemeinschaftsgärten und Kleingärten in Berlin als Orte der Unterstützungsarbeit für geflüchtete Menschen zu erschließen und zu stärken.

    (mehr …)

  • Nürnberg: BAMF fördert Schulungen zur interkulturellen Öffnung von Gemeinschaftsgärten

    (Mail)

    Wir vom Global Art Nürnberg e.V. möchten euch dazu einladen, die
    Nürnberger Gärten interkulturell zu öffnen.

    Durch eine Förderung vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge,
    haben wir die einmalige Möglichkeit, kostenlose
    Multiplikatorenschulungen in euren Gemeinschaftsgärten durchzuführen.
    Ziel dabei ist es, sich den Hürden der Teilhabe von Migrant*innen
    bewusst zu werden und gleichzeitig die Vernetzung mit interkulturellen
    Vereinen einzuleiten.  

    Dementsprechend möchten wir gerne drei Schulungseinheiten (Module) mit
    jeweils drei Stunden mit euch durchführen. (mehr …)

  • München: Grünstreifen plant wieder viel für 2022

    (Antrag)

    Veranstaltungskonzept  

     

    Skulpturenpark „perifair“ 2 edition @Waldgarten
    Der Skulpturenpark „perifair“ wurde im vergangenen Jahr zum ersten Mal umgesetzt und präsentierte
    zwei Wochen lang elf Objektkunstwerke von lokalen bzw. regionalen Künstler*innen. Die Arbeiten
    nahmen Bezug auf die aktuelle Situation zum Umweltgeschehen und machten gleichzeitig auf den
    Bürgerpark Oberföhring als kulturelles Randgebiet aufmerksam. Gerne möchten wir thematisch daran
    anknüpfen und in dieser Saison eine zweite Ausgabe realisieren. Begleitend sind wieder eine Führung
    sowie ein Vortrag geplant.  

     

    Rubrik „Lesungen am Samowar“ / Künstlerisches Happening
    Inspiriert vom Buch „Nichts Tun- Die Kunst sich der Aufmerksamkeitsökonomie zu entziehen“, der
    Künstlerin und Autorin Jenny Odell, sollen sich interessierte Personen im Rahmen mehrerer Sessions
    mit verschiedenen Konzepten des Nicht Tuns beschäftigen –  verbunden mit der Beobachtung der Natur
    durch die Brille der Kunst. Die Teilnehmenden werden eingeladen, assoziierte Inhalte in Form von
    eigenen oder fremden ästhetischen Medien einzubringen (Text, Bild, Skulptur, Sprache, Bewegung,
    Sound usw.) und am Ende der Veranstaltungsreihe in Rahmen einer Performance präsentieren.

     

    Mögliche Themenvorschläge:  

     

    • „Das Nützlichsein überleben“ und Zhuang Zhou- „Der nutzlose Baum“ und der Verlust der
    nichtkommerziellen Räume.
    • Die Gartenschule des Epikur
    • Den Schleier der Ablenkung überwinden (3 Bewegungen: Ausstieg, Schritt zur Seite, nach
    unten)
    • Deep Listening nach Pauline Oliveros
    • Mierle Laderman Ukeles „Manifest der Wartungskunst“, Todeskraft (Separation, dynamischer
    Wandel) und Lebenskraft (Zyklizität, Instandhaltung)
    • Betrachten als positiver Akt (David Hockney, John Cage)

    • Robin Wall Kimmerer „Geflochtenes Süßgras“ Über die Weisheit der Pflanzen
    • Humberto R. Maturana, Francisco J. Varela, Der Baum der Erkenntnis

     

    Zwei bzw. Mehrsprachige Lesung für Kinder und Erwachsene: Natur- und Lebenszyklen
    Für Kinder und Erwachsene ist die Naturbeobachtung sowie das Spielen in einem natürlichen
    Lebensraum sehr wichtig. Über die Flora und Fauna, mit Hilfe der Namen von Bäumen, Sträuchern und
    Tieren, eignen wir uns ein Stück Vertrautheit, ein Stück Heimat an. Es ist die Sehnsucht dazu zu
    gehören, ein ungestörtes und friedliches Zusammenleben zu erfahren. Bleibt dieser Wunsch unerfüllt,
    kann er zu einem großen Motor in unserem Leben werden, uns anregen, häufiger auf Andere
    zuzugehen. Oder aber auch unerfüllt Schmerzen verursachen. Einen liebevollen und mutigen Umgang
    mit uns selbst, mit unseren Nächsten und dem Fremden können wir lernen. In den Geschichten der
    alten Volksmärchen und in den modern illustrierten Kinderbüchern werden Krisen zu Initialzündungen.
    Sie beschreiben den verborgenen Umgang mit schwierigen Gefühlen hin zu einem erfüllten,
    freudvollen „und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“. Zielgruppe: Kinder ab 6
    Jahre und ihre Familien  

     

    Interkulturelles Sommerfest & Kleines Erntedankfest
    In dieser Saison möchten wir den Fokus auf die Sommermonate legen und zum ersten Mal ein Fest mit
    großem Rahmenprogramm im Juni umsetzen. Das Angebot soll von Live-Musik, über Mitmach- bzw.
    Kunstformate (im Speziellen für Familien und Kinder) bis hin zu Workshops und Kleidertauschaktionen
    reichen und auch lokale Initiativen aus dem Kultur- bzw. Umweltsektor einbinden. Ebenso ist ein
    Angebot von hausgemachten Köstlichkeiten aus der Gartenküche sowie Naturprodukten aus der
    Eigenproduktion (Grünstreifen-Bazaar) geplant. Unser traditionelles Erntedankfest im Herbst soll
    entsprechend kleiner ausfallen und mehr als großes Picknick mit Live-Musik und gemeinsamen
    Ernteaktivitäten gestaltet sein.  

     

    Radltour – grüne Initiativen im Münchner Nordosten
    Wir möchten die Teilnehmer*innen dazu einladen mit dem Fahrrad grüne Initiativen im Münchner
    Nordosten zu entdecken. Die geführte Tour soll in Kooperation mit dem Netzwerk Urbane Gärten
    München sowie der Initiative Klimaherbst umgesetzt werden und zielt darauf ab die Sichtbarkeit sowie
    Vernetzung der Gartenprojekte untereinander zu erhöhen.   

     

     

    Gemeinschaftliche Aktivitäten  
    Wir veranstalten regelmäßige Gartentage sowie Gemeinschaftsaktionen, wie etwa zum Beispiel
    Picknicke, gemeinsame Kochsessions oder Ausflüge. Darüber hinaus besteht für unsere Gemeinschaft
    die Möglichkeit sich entsprechend der jeweiligen Interessenslage in einer AG einzubringen. Auf diese
    Weise können gut größere Vorhaben einfach besser umgesetzt werden. In diesem Jahr stehen folgende
    Maßnahmen auf dem Programm.
    • Bau von weiteren Vogel- und Nistkästen
    • Neubefüllung der Beete mit Erde von der Stadtgärtnerei München
    • Herstellung von selbstgemachten Pflanzenschildern aus Keramik
    • Finaler Neuanstrich Schuppen

    • Gestaltung einer Sitzbankecke
    • Installation von Hängematten
    • Flächengestaltung mittels künstlerischen Elementen/ Objekten
    • Begründung des Waldgartens

     

    Öffentlichkeitsarbeit
    Wir bedienen uns der typischen Online-Kanäle. Neben unserer Website*, pflegen wir auch ein Profil
    auf Facebook Darüber hinaus sind wir auf allen üblichen Portalen vertreten, wie zum Beispiel bei
    „Urbane Gemeinschaftsgärten“ oder „Urbane Gärten München“. Aus Umweltgründen haben wir uns
    dazu entschlossen im „Offline-Bereich“ die Maßnahmen auf das minimale zu reduzieren und unseren
    Programmflyer nur in kleiner Auflage (250 Stück) zu drucken. Des Weiteren bemühen wir uns um
    kostenlose Medienkooperationen, u.a. mit Blogs, anderen Gärten bzw. grünen Initiativen oder lokalen
    Zeitungen bzw. Anzeigern. (mehr …)

  • Hof. Interkultureller Garten braucht eue Erde

    (Antrag, Antworten)
    Wie viele Gärtner*innen machen mit beim Interkulturellen Garten?

    Insgesamt beteiligen sich 37 Personen.

    Um das Kinderbeet kümmern sich 10 – 15 Kinder, die jeden Freitag am Projekt „Hofer Kidspoint“ teilnehmen.

    Im Gemeinschaftsbeet gärtnern 6 Teilnehmerinnen der EJSA, die am „Frauengesprächskreis jeden Montag teilnehmen.

    Andere Beete sind aufgeteilt an Familien bzw. alleinstehende Teilnehmer*innen; das sind 16 Personen, wobei manche Gärtnerinnen oft auch zum Gärtnern Söhne, Töchter oder Enkel mit einbeziehen, so dass die Anzahl der Personen viel höher sein dürfte.

    Auf der rechten Seite befinden sich ein Kräuterbeet, das für alle Gärtnerinnen zugänglich ist. Dieses wird gemeinsam gepflanzt und gepflegt. Auf der linken Seite befinden verschiedene Beerensträucher, die allen zur Verfügung stehen und ebenfalls gemeinschaftlich gepflegt werden.

    Gibt es eine Warteliste oder noch freie Beete?

    Derzeit haben wir keine freien Beete und konkrete Anfragen. Wenn interessierte Personen oder Familien sich melden, werden sie vermerkt. Wenn unsere Gärtner*innen ihr Beet aufgeben möchten, werden die Beete dementsprechend vermittelt.

    Wozu brauchen Sie die Erde? Geht es um die Schaffung neuer Beete oder soll die Erde in den vorhandenen Beeten mit neuer Erde sozusagen aufgestockt werden? 10.000m² sind ja recht viel.

    Der interkulturelle Garten besteht seit 2011. Die Erde ist seitdem eingesunken, muss auch verbessert werden und benötigt daher eine Aufstockung. Die Gartenanlage wurde von einem Landschaftsgärtner begutachtet.

    Bei der Aufstockung handelt es sich um 10 Kubikmeter Oberboden, bestehend aus einem Humus-Kompost-Gemisch. Dieses wird von der Firma Deeg bis an die Beete geliefert. Wir haben leider keine andere Möglichkeit, denn vom Eingang an der Straße bis zum interkulturellen Garten beträgt die Entfernung ca.70 Meter. Andere Anbieter boten lediglich die Lieferung bis vor Haustür an, d.h. Abladen entweder auf die Straße oder auf den öffentlichen Gehweg, die beide sehr stark frequentiert sind. Durch das Abladen wären die Bewohner im Stadtteil stark beeinträchtigt, da wir leider weder ausreichend Schubkarren noch Personen haben, die die Erde zeitnah zu den 70 Meter entfernten Beete bringen.  

    Beteiligen sich die Gärtner*innen finanziell an den Kosten des Gartens?

    Die Gärtner*innen zahlen aufgrund der Einkommensverhältnisse keine Beiträge wie Nutzungsgebühr oder sonstiges. Bei Beteiligten handelt es sich um geringfügig Beschäftigter, ALG-II-Empfänger oder Personen, die Grundrente beziehen sowie Kinder. Sie engagieren sich aber bei Veranstaltungen.

    Unterstützt die Stadt Hof den Garten?

    Die Stadt Hof beteiligt sich aufgrund der Finanzlage nicht an den Kosten des Interkulturellen Gartens.

    Der Verein EJSA bekommt für Miete und teilweise für sozialpädagogische Angebote einen geringfügigen Zuschuss in Höhe von 12.000 € jährlich, der bei Haushaltberatungen als freiwillige Leistungen revidiert werden kann. Daher ist der Verein finanziell nicht in der Lage die Kosten zu übernehmen.

    Wir benötigen daher Ihre finanzielle Unterstützung für unser Vorhaben.


    (mehr …)

  • Neumarkt: Erster Spatenstich für den Interkulturellen Garten

    (alerts)

    Nun ist es soweit. Das Projekt „Interkulturelle Gärten in Neumarkt“ wird umgesetzt. Am gestrigen Donnerstag rückte schweres Gerät an und die Fläche wurde vom Bauhof umgeackert, damit die Ausgestaltung des Gartens weiter vorangehen kann. Die schon 2017 in Neumarkt aufgekommene Idee wurde von der Integrationsbeauftragten im Stadtrat, Rita Großhauser, der Projektleiterin für Integration im Amt für Nachhaltigkeitsförderung Anna Lehrer und Amtsleiter Ralf Mützel vorangetrieben.Durch die kostenlose Überlassung eines über 3000 Quadratmeter großen Grundstückes durch die Familie Renate und Georg Kellermann findet der „Interkulturelle Garten“ mitten im Herzen des LGS-Parks eine Heimat. Entstehen sollen viele kleine Parzellen, die von allen Neumarktern für einen kleinen Obolus gepachtet werden können. Geplant ist eine Anordnung der Gärten in Form einer Pizza, wobei im Zentrum ein Brunnen errichtet werden soll. Die Anlage soll barrierefrei ausgestaltet werden und eine Gartenhütte als Lager die Geräte beherbergen. Auch eine Gemeinschaftsfläche für Kinder ist angedacht und schließlich soll der angrenzende Weiher ebenfalls mit einbezogen werden.

    Gärtnern in Neumarkt

    Der „Urbane Garten“ nimmt Gestalt an

    Im Augenblick wird das Projekt noch von der Stadt Neumarkt betrieben. Im Amt für Nachhaltigkeit werden die Projektideen gebündelt, die verschiedenen Interessenten zusammengebracht und das Zusammenwirken begleitet. Interessenten können sich über das Amt für Nachhaltigkeitsförderung unter der Telefonnummer (001 81) 2 5526 10 melden.

    Geplant ist allerdings, dass sich in Zukunft ein Verein um die Gärten kümmert. Auch soll die weitere Finanzierung verstärkt über Sponsoren und Spenden stattfinden. Ein Anmieten von Hochbeeten ist auch angedacht. Das Pilotprojekt der Interkulturellen Gärten entstand 1996 auf Initiative von zugewanderten nichtdeutschen Familien in Göttingen. Über die gemeinsame Nutzung intensivieren sich der Austausch und die Begegnung untereinander. So sind inzwischen nach dem Göttinger Vorbild weitere Gärten in Deutschland entstanden, so dass man fast von einer neuen sozialen Bewegung sprechen kann. (nlg)

    https://www.mittelbayerische.de/region/neumarkt-nachrichten/spatenstich-fuer-interkulturellen-garten-21102-art2102395.html (mehr …)

  • Siegen-Achenbach: Interkultureller Garten ausgezeichnet

    (alerts)

    Projekt in Siegen-Aschenbach erhält “Rolle vorwärts” 2021, die Auszeichnung des Westfälischen Heimatbundes.

    "Rolle vorwärts" in Siegen verliehenPreisverleihung im Sozialcafé net(t)werk (v.l.): Philip Engelbutzeder (Uni Siegen), Günther Langer (1. Vorsitzender Heimat- und Verschönerungsverein Siegen-Achenbach), Thomas Tenkamp (Geschäftsführer Kulturstiftung der Westfälischen Provinzial Versicherung), MdL Jens Kamieth (2. stellv. Bürgermeister Siegen), Dr. Silke Eilers (WHB-Geschäftsführerin) –
    Foto Bernd Brandemann

    Durch interkulturelles Engagement Gemeinschaft und Gemeinsinn stärken – das zeichnet das Projekt “Gemeinschaftsgarten: Lebensmittel als Kultur- und Gemeingut” des Heimat- und Verschönerungsvereins Siegen-Achenbach e. V. aus. Dafür erhielt der Verein nun unter über 60 eingegangenen Einsendungen den Preis “Rolle vorwärts” des Westfälischen Heimatbundes e. V. (WHB).

    “Mit unserer Auszeichnung, der ‘Rolle vorwärts’ für frische Ideen möchten wir als Dachverband innovative, zukunftsweisende Heimatarbeit wertschätzen und in die Öffentlichkeit tragen”, so Dr. Silke Eilers, WHB-Geschäftsführerin, bei der feierlichen Preisvergabe am 8. November. “Diese beispielgebenden, mit einem hohen persönlichen Einsatz verbundenen freiwilligen Initiativen sollten nicht als Selbstverständlichkeit angenommen werden. Es braucht eine zeitgemäße Anerkennungskultur, die wahr- und ernstnimmt, indem sie Ermöglichungsstrukturen für Engagement schafft. Dafür setzen wir uns als WHB ein.”

    Bereits zum vierten Mal hatten Heimatakteurinnen und -akteure aus ganz Westfalen Gelegenheit, sich mit ihren Projekten für den Preis “Rolle vorwärts” zu bewerben. Das Kuratorium des WHB würdigt seit 2015 in zweijährigem Rhythmus vorbildliches Engagement in der Heimatarbeit. Die Auszeichnungen, dotiert mit jeweils 4.000 Euro, werden in der Kategorie Innovation durch die Kulturstiftung der Westfälischen Provinzial Versicherung sowie für den Nachwuchspreis durch die Sparkassen in Westfalen-Lippe gestiftet.

    Zur Motivation erläuterte Thomas Tenkamp, Geschäftsführer der Kulturstiftung der Westfälischen Provinzial Versicherung, in seiner Laudatio: “Mit ihrer Kulturstiftung zeigt die Westfälische Provinzial als Versicherer mit gesellschaftlicher Verantwortung ihre besondere Verbundenheit mit der Region. Die Akteurinnen und Akteure in den Heimatvereinen setzen sich immer wieder mit viel Herzblut für ein lebenswertes Westfalen ein.”

    Zur Jury-Entscheidung für die “Ausszeichnung “Rolle vorwärts” führte er aus: “Der Heimat- und Verschönerungsverein Siegen-Achenbach e. V. leistet einen wichtigen Beitrag zur Demokratiebildung und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Er kann an der Schnittstelle soziale Aspekte, interkulturelle Verständigung und Nachhaltigkeit anderen Initiativen, Dörfern und Regionen wertvolle Anregungen für die eigene Tätigkeit geben. Denn mit seinem Projekt ‘Gemeinschaftsgarten: Lebensmittel als Kultur- und Gemeingut’ wird Gemeinschaft gestiftet, Toleranz und Vielfalt gelebt sowie Teilhabe auf Augenhöhe ermöglicht: eine wahre ‘Rolle vorwärts’.”

    Im Rahmen des Projektes hat der Verein mit vielen Helferinnen und Helfern aus der Nachbarschaft einen frei zugänglichen Gemeinschaftsgarten für Menschen unterschiedlicher Kulturen, Generationen sowie sozialer Herkunft angelegt. Sie lernen voneinander und tauschen sich aus über biologische Vielfalt, ökologischen Gartenbau, den Ressourcenkreislauf, Lebensmittelverarbeitung, gesunde Ernährung und nachhaltigen Konsum. Klein gestartet sind zwischenzeitlich immer mehr Gartenflächen zum Bewirtschaften hinzugekommen. Anwohnerinnen und Anwohner, Schülerinnen und Schüler sowie Mitglieder des Heimatvereins sind gemeinsam aktiv. Dabei werden sie fachkundig unterstützt. Für die Fortentwicklung des Projektes gibt es vielfältige Ideen wie Kochabende und Workshops zu unterschiedlichen Aspekten rund um Ernährung, Gärtnern und Lebensmittel. Auch die Vernetzung in der Nachbarschaft soll weiter gefördert werden.

    https://westfalium.de/2021/11/09/rolle-vorwaerts-2021-verliehen/ (mehr …)

  • IG Kranichstein sucht Finanzierung für Stelle

    (Mail)

    in 2008 wurden die Internationalen Gärten Kranichstein e.V. in Darmstadt Kranichstein gegründet mit einer Anschubfinanzierung aus dem Programm Soziale Stadt/Sozialer Zusammenhalt.

    Das Projekt wurde sofort mit der Gründung eines Vereins ins Leben gerufen und hat sich selbst verwaltet, es ist nicht mit einer Begleitung durch eine Sozialarbeiter*in oder Sozialpädagoge*in ausgestattet, wie es häufig im Zusammenhang des Programms Soziale Stadt der Fall ist. Während zu Beginn des Projektes diese Begleitung auch nicht erforderlich war, haben sich in der Gruppe inzwischen starke auch interkulturelle Konflikte manifestiert, so dass eine Begleitung durch eine außenstehende Person, zur erneuten Stabilisierung und Sicherung des Projektes notwendig geworden ist.

    -> Sie suchen eine Finanzierung für eine Sozpäd-Stelle

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  • Projekt „Boden gut machen“ im IG Bad Kreuznach

    (Antrag)

    Ziel ist es, im Jahr 2021 die Gemeinschaft im Interkulturellen Garten zu stärken, Gemeinschaftseinrichtungen zu schaffen und die Qualität des Gartenbodens zu verbessern.

    Inhalte

    Der Interkulturelle Garten mit derzeit 35 eingetragenen Mitgliedern, die ca. 80 Gärtnerinnen und Gärtner jeden Alters vertreten bearbeitet einen Gemeinschaftsgarten von 3600 m2 und 25 Gartenparzellen. Der Verein steht vor einer Neuorientierung und Ausrichtung an den ursprünglichen Zielen. Nach einer Phase, wo die einzelnen Gärtner*innen vor allem ihre Gärten bewirtschaftet und teilweise dort Treff- und Feiermöglichkeiten eingerichtet haben, ist die Idee einer Gartengemeinschaft in den Hintergrund getreten. Damit nicht weiter jede*r sein Ding macht, geht es nun darum, gemeinschaftsbildende Aktivitäten zu entwickeln und eine zentrale Mitte im Garten mit Leben zu füllen. Der Vorstand des Vereins ist zudem nach dem plötzlichen Tod des langjährigen Vorsitzenden Ingo Simon in Teilen neu zusammengesetzt und will die Gartengemeinschaft neu beleben. Wenn auch durch die geltenden Coronabestimmungen Vereinstreffen und Veranstaltungen noch nicht möglich sind, sollten im Jahr 2021 doch Maßnahmen beginnen, die die Gemeinschaft stärken, wie etwa Ausstattung und Gestaltung der ca, 300 m2 großen Gemeinschaftsfläche mit Sitzmöglichkeiten, Grillstelle und Spielmöglichkeiten für Kinder und regelmässigen Gartentreffen, die thematisch gestaltet werden sollten. Unter dem Motto „Boden gut machen“ wollen wir die Bodenqualität verbessern, Trennung der Gartenabfälle machen, gemeinsam neue Methoden des Gärtnerns erarbeiten (Humus bilden, Permakultur, Nachhaltigkeit).


    (mehr …)

  • In Neumarkt an der Oberpfalz werden zwei Gärten geplant

    (Mail)

    Ein urbaner Garten des OGV und Gespräche und Gruppenfindung für einen interkulturellen Garten außerhalb des OGV.
    Der urbane Garten hat zwar einen Ort, an dem er voraussichtlich realisiert wird, der interkulturelle Garten hat noch keinen möglichen Ort und auch nur eine kleine Gruppe.


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  • Bunte Erde Chemnitz: einer der Preisträger des Wettbewerbs „Orte der Demokratie und Teilhabe“

    (alerts)

    Orte für Demokratie und Teilhabe

    Wettbewerb der Wüstenrot Stiftung entschieden

    Eine demokratische Gesellschaft braucht sichtbares Engagement, Solidarität und im Alltag gelebte Werte. Mit dem bundesweit ausgelobten Wettbewerb „Gebaute Orte für Demokratie und Teilhabe“ suchte die Wüstenrot Stiftung kürzlich nach Beispielen für Bauprojekte, in denen eine demokratische Haltung zum Ausdruck kommt und die zugleich vielfältige Gelegenheiten für Teilhabe und Zugang schaffen. Mit dem Wettbewerb griff die Stiftung zugleich die Debatte um Offenheit und scheinbare Selbstverständlichkeiten in unserer Gesellschaft auf, die nicht erst seit der Corona-Pandemie aktuell ist.

    Das unabhängige Preisgericht unter dem Vorsitz des ehemaligen Verfassungsrichters Udo Di Fabio zeigte sich über die rege Teilnahme sehr erfreut: 455 Projekte aus ganz Deutschland wurden eingereicht. Nun fiel die Entscheidung, drei gleichwertige erste Preise und drei Anerkennungen zu verleihen. Die Preise sind jeweils mit 20.000 Euro dotiert, die Anerkennungen mit je 15.000 Euro. Nachfolgende sechs Projekte wurden von der Jury ausgezeichnet:

    [….]
    drei erste Preise, u.a.:

    • 1. Preis: Interkultureller Garten Bunte Erde, Chemnitz (Interkultureller Garten „Bunte Erde“ e. V.)
      Ein gemeinsam gestalteter und bewirtschafteter Garten bildet den Ausgangspunkt, um über das Gärtnern hinaus Demokratie und demokratische Werte erlebbar zu machen. Entstanden ist ein offener Dialog über die Grundbedürfnisse des Lebens und darüber hinaus.

    3x Anerkennung, u.a.:

    Anerkennung: PLATZprojekt, Hannover (PLATZprojekt e. V.)
    Das über Jahre gewachsene Projekt gibt vor allem jungen Erwachsenen einen physischen Ort, der ihnen die Erfahrung von Selbstwirksamkeit und Verantwortungsübernahme für raumwirksame Ideen und eine gemeinsame Stadtgestaltung ermöglicht.
    [….]

    https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Wettbewerb_der_Wuestenrot_Stiftung_entschieden_7514573.html

    zur Preisverwendung:

    https://www.blick.de/chemnitz/interkultureller-garten-auf-dem-kassberg-wird-praemiert-artikel11311589:

    […]Als Begegnungs-, Kommunikations- und Produktionszentrum wollen die Mitglieder des Vereins, der sich 2010 gegründet hat und eine Gartenfläche an der Franz-Mehring-Straße betreibt, hauptsächlich Angebote für Kinder und Jugendliche sowie Familien entwickeln, die nicht nur ökologisch-gärtnerische, sondern auch interkulturelle Kompetenzen fördern.[…]
    Aktuell kooperiert die Gemeinschaft mit zwei Kindergärten, einer Lernförderschule und einer Grundschule aus dem Stadtgebiet.[…]
    „Das Preisgeld soll für weitere Bildungsarbeit, Aktionen mit Kindern und Erwachsenen und für die nachhaltige Unterhaltung des Gartens verwendet werden“, sagt Anja Hüttner vom Vorstand des Vereins. Konkret sei eine nachhaltige und langfristige Bildungspartnerschaft mit dem Karl-Schmidt-Rottluff Gymnasium für die kommenden drei Jahre geplant. „Hier lernen die Jugendlichen am praktischen Beispiel, wie man eine Idee für ein gutes Umweltschutzprojekt im eigenen Wirkungskreis entwickelt, es durchführt und verstetigt“, so Hüttner weiter.

    (mehr …)

  • Heilkräutergarten

    Innerhalb eines Jahres konnten wir unseren dort aufgebauten
    Heilkräutergarten „Hevrin Khalaf“ mit Leben und Kräutern befüllen und
    zusammen mit vielen Frauen* (Migrant*innen, Geflüchtete, Kinder und
    interessierte Unterstützer*innen) einen ganzen Gartenzyklus durchleben.

    Wir haben in Workshops und Aktionstagen aber auch in Kleingruppen
    theoretisches Wissen und praktische Umsetzung im Garten angeboten und
    durchgeführt .

    Vom Aufbauen, Säen, Bewirtschaften und Ernten bis zur Kräuterkunde und
    Austausch über alternative Heilungsmethoden war der Garten fast
    durchgängig von interessierten Frauen besucht.

    Seit November 2020 bieten wir zudem im selbstgestalteten Design
    Kräutertees zum Erwerb an. Für die beteiligten Frauen und auch geflüchteten
    Frauen in Unterkünften stehen die Kräutertees kostenlos zur Verfügung.
    Innerhalb eines laufenden Beratungsprojektes können sie sich vorab bei
    unserer Heilpraktikerin und Ärztin informieren und beraten lassen.

    Der Erlös der Tees soll in ein Projekt für geflüchtete Frauen* und Kinder
    fliessen, viel mehr geht es aber um das Verbreiten der Geschichten von den
    Frauen mit Fluchterfahrung durch beiliegende Flyer und durch das
    Weitererzählen und den solidarisches Aspekt, gemeinsam für einen guten
    Zweck etwas herzustellen und es öffentlich zu machen.

    Im Garten sollen nach einer kleiner Winterpause ab Februar 2021 wieder
    regelmäßig Workshops stattfinden. Er etabliert sich immer mehr zu einem Ort, an dem die Frauen zur Ruhe kommen, mithelfen und sich untereinander
    austauschen können.

    Unsere direkten Nachbarn auf dem Jacobi-Friedhof sind die
    Prinzessinnengärten mit denen wir uns auf gärtnerischer und persönlicher
    Ebene viel austauschen und uns gegenseitig unterstützen.

    Der Bedarf an Heilkräutertees (Thymian, Rosmarin, Salbei, Minze, Fenchel
    und Kamille) ist sehr hoch, so dass wir unseren bisherigen Bestand erweitern
    wollen. Um im kommenden Frühling unsere Kräuter wieder biologisch und
    nachhaltig zu bewirtschaften, benötigen wir daher weiteres Material, um in
    gemeinsamen Aktionstagen, weitere Hochbeete aufzubauen.

     
    • Wie viele Frauen gärtnern inzwischen in dem Gartenprojekt?
    ca. 20 Frauen (von der kurdischen Community sind immer ca. 10 Frauen
    da, manchmal auch mehr und viele Kinder, dann noch ca. 10 Frauen aus
    dem Flamingo Kern plus an Projekttagen und Workshops und
    Beratungsangeboten immer so zwischen 2-6 Frauen.
    • Gibt es eine Kerngruppe?
    Ja, die Kerngartengruppe von Flamingo zu denen auch die kurdischen
    Community Frauen zählen, also ca. 15 Kernfrauen
     
    • Wie oft gärtnert ihr zusammen oder kommen Frauen auch „einfach
    so“?
    Die Kerngruppe ist vereinzelt oder in Gruppen mehrmals die Woche im
    Garten. An den Tagen können alle Interessierte auch kommen und
    mitmachen
    • Gärtnern alle Frauen mit oder machen manche auch „nur“ bei
    Workshops oder bei Verarbeitungsaktionen mit?
    Die ca. 20 Frauen Gärtnerei hauptsächlich und darüberhinaus gibt es die
    Frauen und Kinder die explizit bei Workshops mitmachen oder bei
    Aktionstagen kommen Frauen dazu
    • Wie habt ihr das Gärtner, die Beratungen und die Workshops unter
    Einhaltung der Corona-Regularien gestalten können?
    Da hatten wir Glück, weil wir den Frühling und Sommer in kleinen
    Gruppen (je nach Massnahme) mit genug Abstand und in der freien Luft
    arbeiten konnten. Die Workshops konnten auch unter Einhaltung der
    Hygienmassnahmen stattfinden. Und jetzt ist es etwas schwierig weil es
    sehr kalt ist, aber unser Bauwagen hat seit letztem Monat Solarpanele
    und eine Heizung. Donnerstags sind Beratungen dort und auch das geht
    trotz Coronamassnahmen mit Mundschutz und Händewaschen und
    disentfizieren. Im Garten selbst wird gerade nichts grosses gemacht bis
    Januar / Februar.
    • Wie viel Kräuter habt ihr in etwa geerntet und zu Tees und anderen
    Produkten verarbeitet?
    Wir haben nur Tees produziert. Von den Sorten ca. 2kg: Salbei und Minze.
    Von Kamille etwas weniger, da ist was schief gelaufen ;( bei der
    Bewässerung, aber wird im kommenden Jahr dafür richtig laufen. Von
    Thymian und Rosmarin haben wir nur einen Teil bis jetzt geerntet: jeweils
    ca. 1kg.• Wie viel davon verkauft ihr/wollt ihr verkaufen? Wie groß sind die
    bisherigen Einnahmen aus dem Verkauf der Tees?
    Wir haben einen grossen Teil für den Eigenbedarf für die beteiligten
    Frauen und den anderen Teil wollen wir verkaufen, das wird aber eher ein
    kleiner Teil sein. (in diesem Jahr).
    • Wie viele Hochbeete plant ihr (bitte schlüssle die Kosten dafür noch
    auf) und wer wird die wann bauen?
    26 Hochbeete ich schicke dir den Kostenvoranschlag von PG mit. Lisa
    von PG wird sie mit uns zusammen bauen, also als Workshop und
    Aktionstage für alle offen.

    (mehr …)

  • Gemeinschaftsgarten in Tübingen: Kooperation von Obst- und Gartenbauverein und Stadtteiltreff

    (ANtworten/Antrag)

    • Wie groß ist die Fläche des Gemeinschaftsgartens und wem gehört sie?

    Die Gartenfläche beträgt 1195qm, wie in der Garteninformation bereits angegeben. Der Garten gehört dem Obst- und Gartenbauverein Tübingen e.V., der im vergangenen Jahr auf den Stadtteiltreff Wanne e.V. zugekommen ist mit der Frage, ob der Stadtteiltreff Wanne an der Bewirtschaftung und Pflege des „Lehrgartens des OGVs“ interessiert sei. Nach einer gemeinsamen Besichtigung des Gartens habenTeilnehmerInnen des Stadtteiltreffs zugestimmt, den Garten zur Bewirtschaftung und Pflege zu nutzen. Mit eine Rolle hat die Tatsache gespielt, dass in unserem Stadtviertel mehrere Unterkünfte für Geflüchtete errichtet worden sind und wir hier die Möglichkeit sahen,  über das Gärtnern Kontakt zu Geflüchteten zu bekommen und deren Inklusion im Stadtteil zu fördern. Ein Geflüchteter aus Afrika ist seither aktiver Teilnehmer. Weitere Geflüchtete aus Syrien haben Kontakt mit uns aufgenommen und sind an einer Zusammenarbeit im Gemeinschaftsgarten interessiert.

    Wie ist die vertragliche Regelung für die Fläche? Muss Pacht gezahlt werden? Gibt es eine Nutzungsbefristung?

    Es gibt von der Mitgliederversammlung des OGV Tübingen den Beschluss, den Lehrgarten dem Stadtteiltreff Wanne zur Bewirtschaftung zur Verfügung zu stellen.  Auflagen,bis auf die Ausgabe von Schlüsseln zum Zuganng des Gartens (Mitgliedschaft im OGV) wurden nicht erteilt. Es fällt keine Pacht an und die Nutzung wurde nicht befristet.

    Ich erlaube mir anzumerken, dass der OGV dankbar dafür war, dass er einen Partner gefunden hat, der die Arbeit, die dieser Garten verursacht, von GartenfreundInnnen übernommen wurde, da die Mitglieder des OGV angesichts der demographischen Entwicklung mit der Bewältigung der Pflege der eigenen Grundstücke voll ausgelastet sind. 

    • Wie ist die Fläche beschaffen und was war vorher auf der Fläche?

    Es handelt sich um ein Hanggrundstück. Darauf befinden sich ca. 12 Obstbäume (vorwiegend Apfel-, aber auch Mirabellen- und Zwetschgenbäume, Kirschbäume) und einige Beerensträucher, die gepflegt und/oder ersetzt werden müssen. Desweiteren etwas Spalierobst. Die Magerwiese ist überdüngt, da die Mahd nicht abgeräumt wurde. Wir haben vergangenes Jahr begonnen, die Wiese mit der Sense zu mähen und haben Heu produziert und die Mahd zum Mulchen eingesetzt.

    • Wie groß ist die Gruppe der Gärtner*innen und wie setzt sich diese Gruppe zusammen?

    Die Gruppe der GärtnerInnen umfasst 10 Aktive. Bis auf Australien sind alle Kontinente vertreten. Es sind 2 Familien mit kleinen Kindern, 2 Alleinerziehende mit einem Kind, ein Inder mir Kind, ein Mexikaner mit Partnerin, ein geflüchteter aus Afrika und 3 RenterInnen aus der Tübinger Nordstadt, darunter ich selbst.

    • Woher haben die Gärtner*innen von dem Gemeinschaftsgarten erfahren und wie können weitere Interessierte mitmachen?

    Über den Stadtteiltreff Wanne erfahren die AnwohnerInnen über das Gemeinschaftsgartenprojekt. Ebenso werden Geflüchtete in unserem Stadtteil über die für diese Aufgabe verantwortliche städtische Beauftragte über die Möglichkeit des Engagements in unserem Garten informiert.

    • Wie viele Hochbeete gibt es? Wie viele weitere Beete gibt es ggf?

    Letztes Jahr haben wir zwei Hochbeete von „Geflüchteten am Werk“ gekauft. Ein Mauerhochbeet  haben wir im Frühjahr selbst errichtet. Ein erneuerungsbedürftiges Hochbeet haben wir vorgefunden. Momentan errichten wir ein Palettenhochbeet. Insgesamt wollen wir sechs Hochbeete bauen, um die Bepflanzungen von Jahr zu Jahr von einem zum anderen Hochbeet entsprechend der Fruchtfolge bewirtschaften zu können.

    • Gärtnert die Gruppe gemeinschaftlich oder gibt es (auch) individuelle Beete/Flächen?

    Dieses Jahr war es uns Corona-bedingt verwehrt, gemeinschaftliche Aktionen durchzuführen. Alle TeilnehmerInnen haben mal das eine oder andere in den Hochbeeten gepflanzt oder gesät. Dies soll im nächsten Jahr wieder anders werden, wie wir am vergangenen Samstag bei einem gemeinschaftlichen Gang durch den Garten besprochen und protokolliert haben. Individuelle Beete/Flächen sind nicht vorgesehen. Entsprechende Anfragen  von InteressentInnen hinsichtlich einer individuellen Bewirtschaftung haben wir negativ bescheidet. Das gemeinschaftliche Bepflanzen und ebenso das Ernten sind das gemeinsame Ziel. Das hat dieses Jahr auch ohne Ernteregelung unstrittig funktioniert.

    • Gibt es auch Sitzmöglichkeiten/einen Aufenthaltsplatz/einen Grillplatz oder ähnliches?

    Es gibt eine Hütte mit Stromanschluss, Gartentisch und – bänke. Wir haben eine Grillschale, die wir nach getaner Arbeit letztes wie auch dieses Jahr zweimal in Gebrauch genommen habe. In der Hütte gibt es Geschirr und Besteck.

    Woher kommt das Wasser?

    Wir sammeln Wasser von der Dachfläche der Hütte. Bisher nur eine Dachhälftel effektiv in eine 1000 liter Wassertonne. Das Regenwasser der anderen Dachfläche leiten wir bisher provisorich in 2 größere Bottiche ab. Aufgrund der Regenknappheit war das Regenwassersammeln für die Bewässerung der Hochbeete nicht ausreichend. Deshalb soll die zweite Dachhälfte noch an die Wassertonne angeschlossen werden.

    Über das Nachbargrundstück haben wir aber einen Wasseranschluss, der mit einem Wasserzähler versehen ist, so dass wir ggf. darauf zurückgreifen können. Dieser Jahr mussten wir bereits ca. 7 Kubikmeter Wasser abzapfen. Der Anschluss der zweiten Dachhäfte könnte bei ausreichender???? Regenmenge, die Bewässerung weitestgehend sicherstellen.

    • Wo werden die Gartengeräte untergebracht und wie kommen die Gärtner*innen dort dann jederzeit ran?

    Es gibt einen kleinen Geschirrschuppen, indem sich die Gartengeräte befinden. In der Gartenhütte sind zwei abschließbare Abstellkammern, in der sich weitere Gartengeräte befinden. Wir haben die Regelung aus versicherungstechnischen Gründen und entsprechend der Satzung des OGV getroffen, dass alle GemeinschaftsgärtnerInnen, die dem OGV beitreten, einen Schlüssel für den Garten und die Hütte bekommen. Von den  aktiven GemeinschaftsgärtnerInnen haben bisher 8 Schlüsselgewalt, um Zugang zum Gartengrundstück und damit auch zu den Gerätschaften zu bekommen.


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  • Ein neuer IG entsteht in Berlin

    (Antrag/Antworten)

    Dem Projektträger Oyoun steht neben dem Gebäude in der Wissmannstraße 32 auch die dazugehörige Fläche zur Nutzung zur Verfügung. Für das Gebäude inklusive Gartenfläche besteht ein unbefristeter Mietvertrag zwischen dem Land Berlin und der Kultur NeuDenken gUG. Ziel ist es die Gartenfläche in Form eines Gemeinschaftsgartens zu entwickeln. Hierfür hat sich eine „externe“ Gruppe bereit erklärt, die Entwicklung des „Gemeinschaftsgartens Oyoun“ umzusetzen. Die Gruppe um den Gemeinschaftsgarten ist zusammengesetzt aus queer*feministischen und migrantischen Personen. Darunter auch Personen welche bereits an der Entwicklung eines Gemeinschaftsgartens beteiligt waren und zum Thema forschen.

    Die Gartengruppe ist aktuell aus einer „losen Gruppe“ zusammengesetzt und soll sich langfristig über einen Verein institutionalisieren (siehe unten). Die Gartengruppe trifft sich zu
    2
    festen Gartenarbeitszeiten und alle zwei Wochen für ein zusätzliches Planungstreffen, um hier anstehenden Aufgaben und Organisatorisches zu besprechen. Entscheidungen werden nach demokratischen Verfahren getroffen. Sowohl die Gartenarbeitstage als auch die Planungstreffen sind für alle Interessierten offen (Einschränkungen bestehen aktuell im Zusammenhang mit der Eindämmung des Coronavirus, siehe weiter unten).
    Das Konzept des Gartens sieht eine „vollständig gemeinschaftliche“ Nutzung vor. Das bedeutet, dass es keine individuell genutzten Beete gibt, sondern die gesamte Fläche gemeinschaftlich an den zusammen festgelegten Gartenarbeitstagen bewirtschaftet wird. Der Garten soll soweit wie möglich barrierefreie ausgerichtet werden.
    Die Bewirtschaftung des Gartens richtet sich im Allgemeinen nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus. Dies umfasst unter anderem den Verzicht auf chemisch–synthetische Dünge– und Pflanzenschutzmittel und die Berücksichtigung der Kreislaufwirtschaft. Als die nachhaltigste Form der Gartenbewirtschaftung sollen verschiedene Methoden der Permakultur angewandt werden –– beispielsweise über Zonen– und Sektorenplanung durch u.a. mobile Hochbeete, Kräuterschnecken u.s.w.. Insgesamt sollen neben Nutzpflanzen auch Zierpflanzen als Nahrungsquellen für Insekten Einzug in den Garten finden. Bei der Auswahl von Saatgut und Jungpflanzen wird auf ökologisches, sorten- und samenfestes Saatgut, sowie bevorzugt alte und regionale Sorten geachtet. Die Produktion von eigenem Saatgut ist ebenfalls angedacht. Für möglichst geschlossene Kreisläufe innerhalb des Gartens ist bereits ein Komposthaufen angelegt worden. Um den Gedanken einer Kreislaufbewirtschaftung auch in Bezug auf die Kompostierung möglichst weitreichend umzusetzen, werden auch die kompostierbaren Küchenabfälle der Küche des be´kech Anti–Cafés gesammelt und zur Gartenkompostierung verwendet. Mit Bezug auf die Bewässerung ist eine möglichst vollständige Bewässerung in Form von Regenwasser als auch die Aufzucht von Bienenvölkern und die Kultivierung von Regenwürmern geplant (teils noch Rücksprache mit der Verwaltung notwendig). Weitere Inhalte des Gartens sind die Errichtung von Insektenhotels und Nistkästen, einer Trockenmauer, das Anlegen von Heil– und Färberpflanzen. Auf vielfältige Weise wird so die Biodiversität im urbanen Raum erhöht.
    Die gemeinsam erwirtschaftete Ernte soll vordergründig den Gärtner*innen zur Verfügung stehen und im besten Fall durch z.B. gemeinsame Grillabende vor Ort zusammen verzehrt werden. Weiterhin ist angedacht ein Teil der Ernte gemeinsam zu verarbeiten und so z.B. in Form von Workshops verschiedene Formen des Haltbarmachens auszuprobieren.
    Insgesamt wird dem Wissenstransfer im Garten eine bedeutende Rolle beigemessen. Wissen soll praxisnah durch u.a. Workshops (z.B. Brot backen im eigenen Lehmofen, Einmachen, Düngemittel selbst herstellen, etc.), Führungen oder kulturelle Veranstaltungen allen Interessierten zugänglich gemacht werden. Kooperationen mit anderen Institutionen (Kindergarten, Schulen, kulturelle Zentren) sind hierbei geplant und die Aktivierung der Nachbarschaft bereits am Laufen.

    1. – wie ist die Fläche beschaffen (könnt ihr da z.B. auch in der Erde

    gärtnern?) und wird auf der Gesamtfläche noch was anderes als der Gemeinschaftsgarten sein?

    ->Die Gesamtfläche wird gemeinschaftlich von Oyoun, dem be´kech Anti- Café und dem Gemeinschaftsgarten genutzt.

    Die Fläche des Gemeinschaftsgartens liegt hinter dem eigentlichen Gebäude von Oyoun. Aus dem Gebäude kommend ist man vorerst auf der „Terrasse“, einer ebenerdigen Fläche mit Kiesuntergrund (ca. 200 – 250 qm). Rechts davon ist ein kleiner Teil versiegelter Fläche mit Kopfsteinpflaster. Ringsherum um die Terrasse befindet sich Rasen sowie Bäume und Sträucher. Hier steht zudem eine Bühne, die Oyoun unter anderem für ein Kinderprogramm und weitere Veranstaltungen nutzt. Der hintere Teil des Geländes (ca. 5 m bis zum nächsten Gebäude) ist dicht mit Sträuchern bewachsen.

    Auf der „Terrasse“ stehen ca. 6 Bierzeltgarnituren. Die Fläche wird auch von den Gästen des Cafés und für Veranstaltungen von Oyoun genutzt. Hier sollen vereinzelt noch Hochbeete in Form von Palettenaufsatzrahmen ins Bild integriert werden.

    Auf der Rasenfläche können wir direkt in der Erde gärtnern und haben auch erste Blumenwiesen sowie ein Hügelbeet mit Kürbissen angelegt. Eine Bodenanalyse für die weitere Bewirtschaftung ist angedacht. Wir setzten vermehrt auf Hochbeete mit Palettenaufsatzrahmen, um den Garten mobil und – für die vielfältige Veranstaltungen von Oyoun – dynamisch zu halten. Der Garten soll mit den verschiedenen kulturellen Veranstaltungen von Oyoun im Einklang stehen und sich ins Bild einfügen.

    Die Gartenfläche sowie das Gebäude stehen unter Denkmalschutz, weshalb ggf. der Garten nur mobil angelegt werden darf. Wir warten diesbezüglich noch auf eine endgültige Antwort.

    2. – ist die Fläche umzäunt? Gibt es ein Tor o.ä.? Ist der Garten immer offen und wenn nicht, wie kommen die Gärtner*innen und Interessierte jederzeit in den Garten?
    -> Die Fläche ist vollständig umzäunt. Es gibt ein großes und ein kleines Tor , die zugleich die Zugänge zum Gebäude und zum Café darstellen. Die Zugänglichkeit des Gartens ist somit identisch mit den Öffnungszeiten des Cafés und des Gebäudes, die abendliche Schließung des gesamten Ensembles erfolgt gegen 20.00 Uhr von Montag bis Sonntag.

    An den Gartenarbeitstagen bleiben die Tore bis 22 Uhr offen und werden durch den Schließdienst abgeschlossen.

    5. – Wo werden die Gartengeräte untergebracht und wie haben die Gärtner*innen Zugang dazu?

    -> Es gibt einen abschließbaren Lagerraum, in dem Materialien und Geräte untergebracht werden können. Die Mitarbeiter*innen von Oyoun oder die Hausmeister ermöglichen uns auf Nachfrage den Zutritt.

    6. – Für wie viele Hochbeete sind die beantragten Materialien berechnet, die kommen dann also zu den sechs noch dazu? Wie viele Beete plant ihr insgesamt?

    Die Kosten sind für 15 weitere Hochbeete dieser Art kalkuliert. Insgesamt planen wir rund 30 Hochbeete durch Aufsatzrahmen. Plus weitere Beete wie Kartoffelturm und Hügelbeete (je nach denkmalschutzrechtlicher Genehmigung).

    8. – Was für eine Art von Bewässerung plant ihr? Wo kommt das Wasser her?

    ->  Die Bewässerung soll soweit wie möglich mit Regenwasser erfolgen.

    Das Gebäude verfügt über eine große Dachfläche, allerdings wird das Regenwasser bisher nur abgeleitet. Eine Regenrinnenklappe zum Auffangen des Regenwassers ist geplant (Finanzierung durch Oyoun. Siehe auch oben). Aktuell gießen wir leider ausschließlich über Grundwasser.

     -> Wer wird an den Bauvorhaben beteiligt sein und wie können möglichst viele (also mehr als die Leute der Kerngruppe) da mit machen?

    NR: Wir werden bei Bauvorhaben und ähnlichem über Instagram und einen Aushang im Café-Bereich auf die Aktion aufmerksam machen. Dies ist auch bereits bei dem Bau der ersten Beete so erfolgt. Eine Überlegung ist zudem über Flyer auch die erweiterte Nachbarschaft für die Teilhabe am Gemeinschaftsgarten zu gewinnen (in Abhängigkeit der Entwicklung der Pandemie). Auch durch Gespräche mit den Gästen des Cafés konnte bereits Interesse an der Mitarbeit im Garten gewonnen werden, hier kam es schon häufiger zur spontanen Beteiligung durch Kinder und deren Eltern.


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  • Stand der Dinge IG bei Annalinde

    (Tel)
    Die Mitarbeiterinnen Alice und Susanne haben Anschlussförderungen bekommen. Der IG wird über die Sächsische Aufbaubank gefördert, die Aktivitäten in der Gärtnerei im Osten der Stadt über Umweltbildung in Ankunftsquartieren“ über das Sozialamt.
    Der IG findet pro Woche 1x imn GG von Annalinde und 1x im Burggarten statt. Im Burggarten sind zu 5 – 6 plus auch mal ein paar Leute, die in dem Garten Beete haben. Bei Annalinde sind sie 15 – 20, da dort immer jemand aus der Gartengemeinschaft auch mit dabei ist.

    Sie haben gestern ihre erste größere Veranstaltung seit den Ausgangsbeschränkungen gemacht – mit 30 Leuten im Burggarten, haben sich aber seit Mitte Mai auch in den Gärten mit den Teilnehmer*innen getroffen. Bis dahin gab es während der Ausgangsbeschränkungen digitale Sprechstunden zweimal pro Woche, die sehr gut angenommen wurden.
    Der Besitzer der Sternenbrauerei, dem die Fläche des Burggartens gehört, möchte, dass dort nur gegärtnert wird und es sollen keine Veranstaltungen stattfinden. Wie und ob man nun doch noch kochen kann, ist unklar.

    Über das Projekt in der Gärtnerei (Ankunftsquartiere) hatten sie extra für den Burggarten eine mobile Küche gebaut, die nun wohl wieder zurück in die Gärterei kommt.

    Weitere Veranstaltungen sind geplant. (dann bei Annalinde)

    Es besteht Aussicht, dass das Projekt (IG) nächstes Jahr weiter gefördert wird. (mehr …)

  • WisaWi e.V. macht Gartenprojekt mit Werkstatt mit Geflüchteten

    (Antrag/Antworten)

    In Wiesbaden:
    Seit 2017 gestalten wir gemeinsam mit Geflüchteten einen Gemeinschaftsgarten in Wiesbaden Biebrich.
    Das Gartengrundstück ist ca. 2500 qm groß. Wir haben es von der Stadt gepachtet. Direkt neben dem Grundstück befindet sich eine Gemeinschaftsunterkunft mit Geflüchteten.
    Vorrangig sollten die Geflüchteten der Gemeinschaftsunterkunft, sowie die Menschen aus der Nachbarschaft in das Gartenprojekt integriert werden.
    Auch andere Menschen beteiligen sich, die nicht aus der direkten Nachbarschaft kommen.
    Außer den Geflüchteten der Unterkunft (ca. 250 Personen, meistens machen 40-60 Personen im Garten mit) kommen auch Geflüchtete aus anderen Stadtteilen in den Garten, u.a. auch Geflüchtete, die von unserem Verein betreut werden oder sich bei uns engagieren.
    Außerdem engagieren sich auch Menschen des „Welcome Cafe“ im Garten, sie haben auch ein Gemeinschaftsbeet dort.
    Die Menschen können im Garten ihre eigenen Beete anlegen, ebenso können sie sich zusammenschließen und Gemeinschaftsbeete anlegen. Auch von uns werden Gemeinschaftsbeete angelegt.
    Es gibt bereits 3 Hochbeete, die aus Paletten mit den Geflüchteten selbst gebaut wurden und auch selbst gebaute Gartenmöbel. Ein Brunnen wurde gebohrt und liefert Wasser, wenn das Wasser aus dem Brunnen nicht reicht (was im Sommer oft der Fall ist), können wir das Wasser der Gemeinschaftsunterkunft benutzen und mit einem Schlauch wässern.
    Im Jahr 2017 und 2018 wurde unser Projekt gefördert (die Förderung war aber auf zwei Jahre begrenzt), sodass wir einen Grundstein anlegen konnten. Abgesehen davon, dass dort nicht alles, was benötigt wird, inbegriffen war, brauchen wir jetzt, um weiterzukommen, auch einige unabdingbare Materialien etc..
    Im Gemeinschaftsgarten kann man nicht nur Gärtnern, er dient auch als Rückzugsort, Begegnungsstätte und für diverse Aktivitäten.
    Wir bieten diverse Aktivitäten an (in der Vergangenheit, wie auch dieses Jahr wieder), kreatives Gestalten unterschiedlichster Art mit Erwachsenen und Kindern, Spielangebote, Bewegungsangebote, Upcycling, Holzarbeiten, Palettenbau, Möbelbau für den Garten, aber auch Workshops für Menschen, die etwas für ihr Zuhause bauen möchten und andere handwerkliche Projekte. Dies ist teilweise auch offen für alle Menschen, die einfach so vorbei schauen möchten. Außerhalb der Gartensaison bieten wir einige solcher Aktivitäten z.B. Workshops/offene Werkstatt auch in anderen Räumen an, in der Gartensaison hingegen gibt es dann diese Angebote im Garten selbst, offen für alle, zusätzlich zu den Angeboten für die Geflüchteten und andere, die im Garten tätig sind.
    Dieses Jahr möchten wir mit den Menschen auch eine Kräuterspirale anlegen, sowie weitere Hochbeete, da die 3 Hochbeete gar nicht reichen. Auch andere Arten von Beeten sind geplant, wie zum Beispiel Frühbeete und Strohbeete.

    1. Habt ihr das Grundstück auf eine unbefristete Zeit gepachtet? Wie hoch ist die Pacht?

    Das Grundstück wurde zunächst für sieben Jahre gepachtet, kann jedoch u.U. verlängert werden. Wir müssen keine Pacht zahlen.

    2. Wie viele Beete gibt es bereits? „Nur“ die drei Hochbeete? Oder gibt es auch „Erd“Beete?

    Das war ganz unterschiedlich, je nach Jahr, da sich unterschiedlich viele und unterschiedlich engagierte Menschen beteiligt haben. Wir hatten teilweise 60 Beete, im anderen Jahr ca. 40, in einem 20. Das waren aber Einzelbeete für die Menschen.
    Diese sind auch noch hauptsächlich vorhanden, müssen nur noch bearbeitet und bepflanzt werden.

    Außerdem haben wir verschiedene Gemeinschaftsbeete, zum einen das vom Come together Café, zum anderen eines mit größeren Kräuterbüschen, Beerensträuchern und anderem.
    Jedes Jahr haben wir auch Gemeinschaftsbeete für Tomaten, Kürbisse und Chillis angelegt. Wir haben ein Gewächshaus, das fungiert auch als Gemeinschaftsbeet für Tomaten, Chillis und andere Pflanzen, die besser geschützt werden müssen.

    3. Wie groß ist die Fläche, auf der gegärtnert wird/gegärtnert werden soll?

    Das kommt darauf , wie viele Menschen gärtnern wollen. Bis auf die Stellen, auf denen die Häuschen/Pavillons/Kompost etc. stehen, die Kräuterspirale angelegt werden soll und der Mittelteil des Gartens, der wegen Kieseluntergrund nicht dafür genutzt werden kann (dafür machen wir dort die handwerklichen Dinge, Treffen usw.),  kann theoretisch der Rest dafür genutzt werden. Praktisch ist es aber so, dass wir auch Bienenblumenwiesen anlegen am Rand, Wege, Plätze zum "Chillen", Plätze für die Kinder zum Spielen oder auch Beete anlegen/Tipi aus Bohnenranken für Kids usw. . Es ist ja auch wirklich genug Platz vorhanden. Wir haben natürlich auch weitere Pläne, wie und wann diese umgesetzt werden können, müssen wir mal schauen. Man kann ja nicht alles auf einmal machen ;).

    4. Wie viele der 40 – 60 Leute gärtnern tatsächlich? Ihr macht ja noch so viele andere tolle Aktivitäten

    Im ersten Jahr waren es 60 gärtnernde Leute, im zweiten 40 - dann kamen noch andere Menschen hinzu, die an Aktivitäten teilnahmen, nur gechillt haben, im Garten gespielt haben, sich beraten haben lassen, Hausaufgaben gemacht haben etc.. Wie es dieses Jahr sein wird, wissen wir nicht, da sich die Zusammensetzung der Menschen in der Unterkunft immer ändert. Wir wollen auf jeden Fall die Gruppe alleinerziehender Mütter stark einbeziehen, als auch andere Zielgruppen und natürlich kann ja auch jeder mitmachen, der möchte.

    5. Was passiert mit der Ernte?

    Die Ernte der Einzelbeete kann jeder selbst für sich verwenden (was gerade für die Geflüchteten der Unterkunft sehr gut ist), die Gemeinschaftsbeete sind für alle, also auch die Ernte. Bei den gemeinschaftlichen Kräuter- und Salatbeeten (schnell wachsende) kann sich immer jeder nehmen, was sie/er braucht. Das hat immer gut geklappt.

    Manches haben wir auch für Feste verwendet, also es wurde aus der Ernte gekocht für ein Fest, sowohl von den Geflüchteten, als auch von uns.

    6. Wie werden die Werkzeuge untergebracht, wie zugänglich sind diese dann für wen? Und wenn ich das richtig verstanden habe, dann sind die Werkzeuge im Winter in einer Offenen Werkstatt an einem anderen Ort untergebracht? Wo und wie und von wem werden die dann genutzt?

    Unsere bereits vorhanden, notwendigen Gartengeräte sind in einem kleinen Gartenschuppen, zu welchem jeder, der mitmacht, also auch die Geflüchteten, Zugang hat (Zahlenschloß).

    Dann haben wir noch ein Gartenhäuschen, in welchem Geräte und Materialien untergebracht sind, die von uns (Verein) bei Bedarf herausgegeben werden oder für Aktivitäten benutzt werden. Das ist auch so notwendig. Die jetzt beantragten Werkzeuge würden auch dazu gehören, bis auf manche, die man immer braucht, wie z.B. eine Säge und einen Hammer zum ziehen von Nägeln u.ä. (aber davon nicht alle, nur eines). Im Winter könnten wir bestimmte Werkzeuge auch für die offene Werkstatt verwenden (im Garten braucht sie dann ja keiner), so bräuchten wir das nicht zweimal beantragen. Diese werden dann von den Leuten genutzt, die an der offenen Werkstatt teilnehmen. (Unter Anleitung - auch im Garten gibt es natürlich Anleitungen etc.)

    7. Das mit den Tomatendächern habe ich noch nicht ganz verstanden. Es können entweder 10 für Einzelbeet und eins für ein Gemeinschaftsbeet oder 20 für Einzelbeete gebaut werden? Wer entscheidet das und wären die für die Einzelbeete dann alle auch an einer Stelle oder wird ein großes gebaut, was dann unterteilt werden soll?

    Wir bauen ein langes/großes Tomatenbeet (überdacht), welches dann in Teile aufgeteilt wird. Je nachdem, wieviele Menschen im Mai Einzelbeete anlegen möchten, werden Einzelbeete angelegt, den Rest würden wir dann als Gemeinschaftstomatenbeet nutzen. Das, was ich geschrieben habe, war nur eine Schätzung (20 Einzelbeete, 10 für ein Gemeinschaftsbeet), es kann natürlich auch anders werden, je nachdem, wie interessiert die Menschen an Tomatenbeeten sind.
    Wir haben auch ein paar Tomatenpflanzen, die wir gerade ziehen, die ohne Dächer in den Garten gepflanzt werden können, dies wird dann ein Test-Gemeinschaftsbeet.

    8. Habt ihr eine Finanzierung für die Zeiten, zu denen jemand von euch vor Ort ist? Wenn ja, woher?

    Das macht u.a. ein Bufdi, wir wurden als Einsatzstelle anerkannt und das wird dann auch ab April losgehen. Die anderen unseres Vereins machen es komplett ehrenamtlich, ohne Gelder.

    Und noch eine wichtige Sache: wir machen auch Workshops und erklären den Menschen, dass sie die Samen aus der Ernte aufheben sollen (und wie), da sie ja im nächsten Jahr wieder benutzt werden können. Bei den Gemeinschaftsbeeten kümmern auch wir uns darum.

    Es werden auch Gemeinschaftsbeete von bestimmten Gruppen angelegt, also es schließen sich manchmal mehrere Frauen oder andere Gruppen zusammen, die dann gemeinschaftlich verschiedene Gemüsebeete bearbeiten und sich dann innerhalb der Gruppe die Ernte teilen.


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  • IG Bad Kreuznach bekommt Wasserleitung

    (alerts)

    BAD KREUZNACH – Nach zweijähriger „Trockenzeit“ gibt es endlich Wasser im Interkulturellen Garten „Am Tannenwäldchen“ in Bad Kreuznach. Jetzt versorgt eine eigene Wasserleitung die Parzellen auf dem 3600 Quadratmeter großen Grundstück.

    Erster Vorsitzender Ingo Simon erinnert sich noch allzu gut daran, wie 2017 das „Wasserdrama“ begann. Bis dahin kam das Wasser nämlich aus dem Brunnen des nahegelegenen Franziska-Stifts, der vermutlich wegen einer defekten Pumpe kein Wasser mehr heraufbeförderte. Als diese Wasserquelle also versiegte, war schnell klar: Es muss eine Lösung her, denn ohne Wasser kein Garten. Doch es fehlte am Geld. Die ersten Spendenaufrufe verliefen mehr oder weniger ins Leere. In der Zwischenzeit diente ein Hydrant in der Straße als Notlösung. Zwei- bis dreimal wöchentlich hätten die Mitglieder einen schweren Schlauch etwa 70 Meter vom Hydranten bis in den Garten über die Straße ziehen müssen, um den Garten mit Wasser zu versorgen. Dank eines Zuschusses aus dem Fond „Demokratie Leben“ und Spenden von der Evangelischen Allianz, Volksbank und der Windesheimer Autorin Marita Spang aus ihren Lesungshonoraren konnte das Wasserproblem endlich angegangen werden.

    Nachdem genügend Geld gesammelt und alle Genehmigungen eingeholt waren, legten die Stadtwerke schließlich den Wasseranschluss und setzten den Wasserkasten. Auch hier kamen die Stadtwerke dem Verein preislich entgegen und gaben 1000 Euro Rabatt. Insgesamt habe das Wasserprojekt rund 6500 Euro gekostet. Den Rest haben die Gartenmitglieder selbst erledigt, erzählt Simon. Die Männer und Frauen hätten selbst den Spaten in die Hand genommen, gemeinsam die Rohre und die Wasserverbindungen in den Boden gelegt. (mehr …)

  • In tegel entsteht ein GG, PCL fördert mit 17.000 Euro

    (alerts)

    Der Internationale Bund als Betreiber der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete an der Bernauer Straße 138a lädt zur Gestaltung eines Interkulturellen Nachbarschaftsgartens ein.

    Die Idee überzeugte auch die Deutsche Postcode-Lotterie. Sie spendierte 17.000 Euro für das neue Projekt in Tegel-Süd. Die Idee dahinter ist, so Lisa Miethlau vom Internationalen Bund Berlin-Brandenburg, „Menschen gärtnern zusammen, und sie lernen sich dabei auch gut kennen“.

    Dabei sind die individuelle Gärtnererfahrungen genauso gefragt wie professionelles Zupacken. Ausbilder für Garten- und Landschaftsbau des Internationalen Bundes schauen regelmäßig vorbei und achten darauf, dass Gartengerät und Pflanzen richtig behandelt werden.

    Zum Nachbarschaftsgarten gehört zudem ein internes Projekt für die Kinder in der Unterkunft. Sie setzen sich mit Themen wie Garten, Natur und Umweltschutz auseinander und lesen Bücher zu dem Thema. Ganz praktisch werden dann die Hochbeete bemalt und Vogelhäuschen gestaltet. (mehr …)

  • GG Dresden Prohil startet in die dritte Saison

    (alerts)

    Der Frühling steht in den Startlöchern, ebenso die Freizeitgärtner in Prohlis. Sie haben sich für ihre 3. Gartensaison im Gemeinschaftsgarten viel vorgenommen. Bei regelmäßigen Treffen werden die nächsten Vorhaben gemeinsam besprochen.

    Der Verein Prohliser Gemeinschaftsgarten VSP hat am 4. März seine dritte Gartensaison eröffnet. Ab sofort können interessierte Gartenfreunde wieder montags, donnerstags und freitags jeweils von 14 bis 17 Uhr sowie dienstags von 11 bis 14 Uhr vorbeischauen, mitanpacken oder sich für eines der drei noch freien Einzel- bzw. Familienbeete bewerben. »Auch Interessierte, die auf den Gemeinschaftsbeeten, den Beeren- und Obstflächen sowie bei baulichen Gartenprojekten zeitweise mitmachen möchten oder eigene Ideen einbringen, sind herzlich willkommen«, so Projektleiterin Heike Löffler.

    Zurzeit sind elf Alleinstehende, davon zwei Studenten und neun Rentner, sowie zehn Familien mit zwei und mehr Kindern verschiedener Nationalität im Prohliser Gemeinschaftsgarten regelmäßig aktiv. Zwei Ehrenamtliche unterstützen das Projekt bei Übersetzungen und Bauvorhaben. »Im Dezember mussten wir feststellen, dass auf unserem Gelände einiges durch Vandalismus zerstört wurde, unter anderem die Aufhängevorrichtung für die Gartenwerkzeuge sowie Teile des Heil- und Kräuterpflanzenlehrpfades«, zählt Heike Löffler auf. »Diese Schäden wurden durch unsere Mitglieder zum Teil behoben. Unser Gartenpavillon hielt dem Winterwetter leider auch nicht stand.« Wie im vergangenen Jahr können die Prohliser den Garten für private Feste und gemeinsame Gartenfeste nutzen. Auch Workshops werden wieder angeboten. Der nächste findet am 18. März von 14 bis 18 Uhr zum Thema »Pflanzenanzucht – Tomaten, Paprika & Co« in der Bürgerwerkstatt, Gamigstraße 18, statt. Am 15. April von 15 bis 17 Uhr geht es direkt im Gemeinschaftsgarten ebenfalls um Pflanzenanzucht, dann stehen »Zucchini, Gurke, Kürbis & Co« im Vordergrund. Für Mai ist ein Bau-Workshop geplant. Am 2. Mai soll von 16 bis 19 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Tauschnetz Elbtal eine Pflanzentauschbörse stattfinden. Jeden letzten Montag des Monats treffen sich die Gärtner um 17 Uhr im Gemeinschaftsgarten, um aktuelle und künftige Vorhaben zu besprechen. Dann geht es auch um den Bau einer Überdachung sowie von Gartenmöbeln und um den Ausbau des Gartenhauses.

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  • Interkultureller Garten Regensburg entsteht auf anderem Gelände

    (Tel)
    Der Besitzer der Fläche, auf dem der IG in Regensburg geplant war (und auf der Transition Town auch ein Gebäude gepachtet hat und dort Veranstaltungen macht) ist rassistisch und somit wird dort kein IG aufgebaut. Die Gruppe hat an anderer Stelle eine kommunale Fläche und es sind nun auch mehr Leute.
    Sie müssen noch klären, ob die Komposttoilette, deren Bau wir im Kontext des Gartens gefördert haben, umziehen kann.
    Zudem gibt es beim Gartenbauamt eine Ansprechperson für Gruppen mir einer Liste möglicher Flächen. Die Liste bekommt Transition Town nicht. Die Anfragen sollen von Transition Town gebündet werden, das Amt möchte nicht, dass sich viele Einzelen an es wenden. (mehr …)

  • Tolle interkulturelle Arbeit im Garten der Hoffnung in Otterndorf

    (Bericht)
    Obwohl drei Flüchtlingsfamilien, die zu unserem engeren Gartenkreis gehörten, aus beruf-
    lichen Gründen weggezogen sind und zwei weitere Familien in Ertstantragsländer abgescho-
    ben wurden, hat sich eine Kerngruppe von Aktven weiter gehalten, z.Zt. mit 3 Flücht-
    lingsfamilien   (Iran,  Afghanistan,  Syrien)  und   einem  weiteren  Mann   aus  Syrien   sowie  7
    Menschen deutscher Herkunf. Von Mai bis Oktober wöchentlich samstags um 11 Uhr war
    und ist unser festes Trefen, wir arbeiten zusammen und nutzen die Pausen für einen
    Austausch   in   deutscher   Sprache   und   Bearbeitung   kleinerer   Probleme   mit   Rechnungen,
    Anträgen usw.
    Unseren  Gemüse-   uur   Obstaubau  haben   wir  weiterentwickelt,   indem   wir   z.B.   eine
    Einweisung in den Obstbaumschnit vor Ort organisieren konnten. Eine extrem reichhaltge
    Apfelernte war die Folge. Zudem haben wir einen Schutz für Tomaten- und Paprikapfanzen
    errichtet und ein besonderes Beet für Kräuter angelegt, die wir als Spende des hiesigen
    Landfrauenverbandes   bekommen   haben.   Wir   haben   verschiedene   Kartofelsorten
    ausprobiert und erfolgreich eine Fruchtolge von Kohlrabi (im Sommer geerntet) bis zu
    Feldsalat im Winter durchgeführt. Behälter zur Lagerung und Umsetzung des Kompostes
    wurden angelegt, so dass wir in diesem Jahr von guter Komposterde profteren können. Zur
    Bewässerung haben wir einen alten Brunnen wieder in Gang gesetzt, allerdings hat das
    Wasser im trockenen Sommer nicht gereicht, so dass wir fast täglich abwechselnd zum
    Gießen kommen mussten, was nicht so ein Problem war, da wir dies auf alle Beteiligten
    verteilen konnten.
    Die   männlichen   Gefüchteten   konnten   wir   besonders   durch   unsere  Bauprojekte
    einbeziehen:   wir   haben   ein   Toiletenhaus   gebaut   (Torfoilete),   das   Gemeinschafshaus
    befestgt und einen größeren Schuppen (3×3 m) errichtet. Das Holz hierfür haben wir von
    einem hiesigen Holzhändler relatv günstg bekommen, mussten es aber selber anfahren und
    in einer Gemeinschafsakton ein paar hundert Meter bis in den Garten schleppen.
    Befördert durch die Anschafung eines Trampolius uur (Saur-)spielzeun sind einige Frauen
    mit ihren Kindern auch mal außerhalb der verabredeten Trefen zwischendurch im Garten
    vorbeigekommen. (Unsere Sandkiste ist allerdings den Ameisen zum Opfer gefallen und
    wurde seither gemieden.)
    Ein wichtges Standbein war auch das Deutsch-Uuterstützuuns-Aunebot, sich auch montags
    (in den Sommerferien sogar zweimal pro Woche) im Garten zu trefen, um gezielt für die
    jeweiligen Prüfungen in A2, B1 oder B2 zu üben.
    Wie im letzten Jahr gab es mehrere iuteruatouale Feste mit Kafee und Kuchen oder auch
    Gegrilltem und internatonalen Spezialitäten. Beim  Zuckerrest  waren wir zunächst leicht
    überfordert, weil es unerwartet gleich zu Beginn zu regnen begann und ca. 40 Menschen,
    bepackt mit kulinarischen Köstlichkeiten, fast gleichzeitg in unseren Garten strömten. Dies
    war dann jedoch eine besonders gute Erfahrung, da alle sofort mit anpackten: Planenwurden aufgehängt, Stühle abgewischt, das Haus umgeräumt, der Grill angefeuert, das Holz
    fürs Lagerfeuer ins Trockene gebracht …
    Ein besonderes Highlight war – wie bereits 2017 – unser Eruterest – nur für diejenigen, die
    auch   mal   mit   angepackt   haten.   Es   gab   köstliche   Gemüsepfannen,   ausschließlich   mit
    Produkten aus unserem Garten; das Gemüse wurde gemeinsam vor Ort geschnippelt, was
    auch viele Kinder gerne mitgemacht haben.
    Ein trauriger Anlass war das Abschiersrest rür Rabea Carrero, die Flüchtlingsbeaufragte, die
    uns die ganze Zeit über engagiert und herzlich unterstützt hate.
    Da wir das Land von der Kirche gepachtet haben und diese uns auch unterstützt, gab es auch
    eine Einladung an die Mitglieder des Kirchenvorstandes, die sehr beeindruckt von unserem
    Garten waren und von den Geschichten, die die Gefüchteten bei Kafee und Kuchen über
    ihre Flucht und ihre Heimat zu erzählen haten.
    Was als Aktvität neu hinzugekommen ist, sind zwei Ausfüne, die wir gemeinsam gemacht
    haben: einmal nach Hamburg-Altona zu einem internatonalen Fest auf dem Kemal-Altun-
    Platz und einmal nach Cuxhaven zu der Neueröfnung eines Ladens der Flüchtlingsinitatve
    „Ofenes Herz Altenwalde.. Insbesondere der Ausfug nach Hamburg mit der  regionalen
    „Metronom“-Bahn,   an   dem   20   Personen   teilgenommen   haben,   hat   viel   Begeisterung
    hervorgerufen und die Gruppe zusammengeschweißt.
    Last but not least sei eine kleine Gruppe von Deutschen zu benennen, die aus dem Kontakt
    mit Flüchtlingen und deren Erzählungen einen Bezug zu dem demokratschen Projekt im
    Norden von Syrien (Rojava) entwickelten,  wo im Schaten des Krieges seit 2012 von der
    Bevölkerung eine kommunale Selbstverwaltung mit paritätscher Besetzung durch beide
    Geschlechter und verschiedene Ethnien aufgebaut worden ist, die wir sehr beeindruckend
    fnden. Durch das große Engagement, insbesondere der Frauen, ist zudem eine Vielzahl von
    medizinischen   Statonen,   Frauenhäusern,   Krankenhäusern,   Kindergärten   und   Schulen
    entstanden.  Ein  Iurormatousstaur  –  „Friereu rür Syrieu. –   im Dezember 2018 auf dem
    Wochenmarkt   in   Oterndorf   war   ein   Beitrag,   diese   in   der   Presse   wenig   beachteten
    Aktvitäten in die ffentlichkeit zu bringen. (mehr …)

  • Gemeinschaftsgarten hinter dem Pfarrheim

    (aus Bericht)
    Siegburg

    Hinter dem Siegburger Marienheim in der
    Bambergstraße entsteht ein interkultureller Gemeinschaft sgarten, in dem sich die Nachbarn, die
    Kinder der Grundschule und des Kindergartens sowie der Unterkunft  für Gefl üchtete am Gärtnern
    versuchen können.
    Obwohl die Idee erst im späten Sommer prakti sch umgesetzt werden konnte, entwickelten sich die
    Pfl änzchen und das Miteinander der GärtnerInnen prächti g: Die wichti gsten Gartengeräte und
    Samen waren schnell besorgt und so manches Utensil brachten die Neugärtner einfach selbst
    herbei.
    Nachdem in Handarbeit mit Spaten, Schaufel und Hacke die Wiese in ein Beet umgewidmet wurde,
    hat das warme Wett er im August   Radieschen, Spinat, Rucola, Pfl ücksalat und Persilie so gut
    gedeihen lassen, dass die jungen Pfl anzen bald auf ein zweites Beet verteilt werden mussten.
    Die Mitstreiter arbeiten nach dem Prinzip, „wer mithilft , darf auch ernten“ und so ließen sich
    schon   eine   Handvoll   Nachbarn,   Freunde   und   andere   Gartenliebhaber   den   Salat   aus   dem
    Mariengarten schmecken. In geselligen Runden wurde da schon mancher Geheimti pp für die
    perfekte   Salatsoße   ausgetauscht,   aber   auch   frisch   geerntet   und   gewaschen   schmeckten   die
    Radieschen ganz ohne jedes Dressing.
    Das Grundstück für den Garten stellt die Kirchengemeinde Sankt Servati us unentgeltlich bereit und
    gegossen wird mit dem Wasser der angrenzenden Flüchtlingsunterkunft  am Kannenofen.
    Mit dem Setzen von Blumenzwiebeln und der restlichen Ernte ging das Gartenjahr dem Ende zu,
    aber   eine   Fortsetzung  wird  nur   noch  ein  paar  Wochen  auf  sich  warten  lassen  müssen. Die
    Menschen, die sich regelmäßig zu kreati ven Projekten und gemütlichem Plausch bei Kaff ee und
    Teilchen im Pfarrheim zusammenfi nden, werden im Frühjahr erste Pfl änzchen vorziehen, die auf
    den sonnigen Balkonen einiger Nachbarinnen bis zum Auspfl anzen heranwachsen dürfen. Sobald
    kein Frost mehr droht, sollen sie eingepfl anzt und in den Beeten des Gartens gepfl egt werden.
    Die   nächsten   Ernteerfolge   werde   dann   auch   gemeinschaft lich   verarbeitet   und   etwa   beim
    traditi onellen interkultur (mehr …)

  • dritter IG in Fürth legt los

    Menschen unterschiedlicher Herkunft sollen über das gemeinsame Interesse am Gärteln zusammenfinden. Ein Ansatz, der sich beim Interkulturellen Garten schon bewährt hat. Im dicht besiedelten Wohnquartier bei der U-Bahn-Endhaltestelle markieren nun über 20 jeweils 4,5 Quadratmeter große Hochbeete – drei davon behindertengerecht – eine neue Begegnungsstätte.

    Vom kleinen Gerätehaus führt ein befestigter Weg zu den Pflanzboxen. Ein begrünter Zaun umgibt die 1500 Quadratmeter große Anlage. Nur den Wasser- und Stromanschluss muss die infra noch herstellen. Kein Problem für die Vorsitzende des Regie führenden Interkulturellen Gartenvereins, Helga Balletta. „Wir können sowieso nicht vor März beginnen“, sagt sie.

    Nach einer Infoveranstaltung und auf Zeitungsberichte hin haben sich so viele Interessenten gemeldet, dass die meisten Hochbeete schon in festen Händen sind. Vergeben werden sie jeweils für ein Jahr. Die Nutzer können jedoch beliebig verlängern. Für Fluktuation ist nach Helga Ballettas Erfahrungen mit dem Interkulturellen Garten hinreichend gesorgt, sodass keine Interessenten langfristig chancenlos blieben.

    Jährlich 35 Euro plus Wassergeld müssen die Benutzer der kommunalen Anlage zahlen. Immerhin rund 120 000 Euro hat sich die Stadt das Projekt im Jubiläumsjahr (200 Jahre Eigenständigkeit) kosten lassen. Weil der Fürther Lions Club 10.000 Euro beigesteuerte, heißt die Anlage nun offiziell „Lionsgarten“.

    Hochbeete waren nötig, da der Untergrund mit Schadstoffen aus der Zeit des Flughafens belastet ist. Ohnehin musste die Stadt 3500 Euro für das Entsorgen des Erdreichs zahlen, das zur Gartengestaltung abgetragen wurde. Beim Interkulturellen Garten hat man das Schadstoffproblem mit einer wasserdurchlässigen Trennfolie unter den 35 Parzellen gelöst.

    Ein Problem des Bürgergartens löste die städtische Wohnungsbaugesellschaft (WBG) unbürokratisch: Da die Anlage über keine Toilette verfügt, und die benachbarte Volksbücherei mit ihrem WC an vier Wochentagen geschlossen ist, spendierte die WBG eine öffentliche Sanitärkabine. Der 175.000 Euro teure Modulbau wurde vor kurzem erst vor der Grundschule Soldnerstraße aufgestellt.

    Urban Gardening macht in Fürth zusehends Fortschritte. Im Juli erst wurde ein 400 Quadratmeter großer „Essbarer Garten“ für 40.000 Euro in der Friedensanlage am Friedhof seiner Bestimmung übergeben. Die Hälfte der 16 Hochbeete steht der Allgemeinheit zum Pflanzen und Ernten zur Verfügung. Der Rest ist an Hobbygärtner vergeben, die zugleich dafür sorgen, dass im öffentlichen Teil nichts aus dem Ruder läuft. Das funktioniert, so Balletta, bislang bestens.

    http://www.nordbayern.de/region/fuerth/neuer-burgergarten-auf-der-hardhohe-gedeiht-1.8438230 (mehr …)

  • GeLa-Garten entwickelt sich weiter

    Spielplatz im GeLaGarten in Frankfurt/seckbach:

    Bei dem „GelaGarten“ handelt es sich um ein interkulturelles Gartenprojekt, welches angrenzend

    an eine Unterkunft des EvVfWh für in Wohnungsnot geratene Menschen und Geflüchtete

    auf einem ehemaligen Parkplatz entsteht und sowohl den Bewohnern der Unterkunft als auch

    interessierten Bürger*innen aus Seckbach und den angrenzenden Stadtteilen als interkultureller

    Treffpunkt dient. Gemeinsam können sie dort Gemüse und Obst anbauen, einen Kräutergarten

    anlegen, sich beim Gärtnern kennenlernen und gemeinsam Feste feiern.

    Dank der großzügigen Unterstützung durch die Deutsche Postcode Lotterie konnte unter

    anderem die Spielfläche, bestehend aus einem Spielturm und einer Netzschaukel, realisiert

    werden.

    und: Die drei Apfelbäume wurden dem Garten vom MainÄppelHaus gespendet und unter fachmännischer Anleitung in die Werde eingebracht.


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  • IG Kirchberg gibt es nicht mehr

    (Gu, Mail)

    den Garten gibt es schon seit 2012 nicht mehr.
    ein starkes Gewitter/Hagel, das alle Gewäckshäuser, die aus Glas waren, zerschlagen hat, führte zur Schliesung des IGartens. Der ganze Garten war mit Glassplitter bestreut. Der Besitzer hat das Gelände nicht räumen und die Gewäckshäuser auch nicht neu aufbauen lassen


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  • Vielfalter Güstrow: nächste Schritte

    (Gu, aus Antrag, Antworten

    Während der Vorbereitung der Entwicklungspolitischen Tage 2016 in M-V (Thema: Krieg und Frieden) entwickelte sich bei dem Vorbereitungsteam Mittleres Mecklenburg die Idee, neben Ausstellungen, Lesungen oder Vorträgen auch ein längerfristiges Projekt in Güstrow zu initiieren. So fanden sich im Laufe des Jahres 2017 ein Vorbereitungsteam (Tuimaada e.V., Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V, DRK, Malteser Betreuung Güstrow und Bürger der Stadt) mit dem Ziel, einen Interkulturellen Garten in Güstrow zu gründen.

    Von der AWG Güstrow (Wohnungsbaugesellschaft) wurde ein 2.700 m² großes, leeres Grundstück zur Verfügung gestellt, welches für diese Zwecke beste Voraussetzungen bietet. Dieses Areal befindet sich unmittelbar zwischen einer Schule und einem Malteser –Wohnheim für Geflüchtete.

    Der Verein Tuimaada e.V. hat ein ca. 2000 m² Teil des Grundstücks bis 31.12.2025 gepachtet. Mit Fördergeldern der Norddeutschen Stiftung Umwelt, der Ehrenamtsstiftung und dem LUNG Güstrow wurde das Grundstück eingezäunt, ein Geräteschuppen angeschafft und ca. 1000 m² mit Mutterboden für den Nutzgarten aufgefüllt.

    Im Mittelpunkt des Gartens soll eine Gemeinschaftsfläche mit Grünfläche, Gerätehaus und Pavillon als Begegnungsstätte stehen. Der Bau des Interkulturellen Pavillons ist als gemeinsame Aktion mit einem ansässigen Tischler im Oktober 2018 geplant.

    Stand der Dinge, September 2018

    Aktuell ist die Grundstruktur für einen Interkulturellen Garten geschaffen und die ersten Parzellen zur freien Bewirtschaftung sind seit Anfang September vergeben. Bisherige GärterInnen sind eine Hortgruppe der benachbarten Inselseeschule, zwei russische Familien, zwei Bürger aus Güstrow, eine Klasse der Anne-Frank-Schule sowie Bewohner des Malteser-Wohnheims für Geflüchtete. Da das Grundstück vorher eine Rasenfläche ohne Gehölze war, wirkt der Garten noch sehr leer. Die notwendigste Infrastruktur ist vorhanden (Gerätehaus und einige Geräte) und der Nutzgarten mit Hilfe von Gründungung zum Teil vorbereitet. Nichtsdestotrotz wirkt das Grundstück noch lange nicht wie ein Garten.

    Eine gemeinschaftliche Pflanzaktion

    Um den noch leeren Garten mit mehr Leben zu füllen, wollen wir im Herbst (Anfang November 2018) in Verbindung mit der Einweihung des Gemeinschafts-Pavillons ein paar Obstbäume und etliche Sträucher pflanzen. Bei der Auswahl der Gehölze wurde auf reine Ziersträucher verzichtet, größtenteils liefern die Sträucher essbare Früchte, sind wertvolle Bienenweiden und locken Nützlinge in den Garten. Fachliche Unterstützung bei der Auswahl der Obstsorten, sowie der Pflanzung und ersten Pflege erhalten wir von Mitgliedern des Pomologenvereins Mecklenburg-Vorpommern sowie einer lokalen Baumschule.

    Die Pflanzung soll gemeinschaftlich von allen Beteiligten im Gartenprojekt, Gästen und Interessierten durchgeführt werden. Dafür wollen wir an einem Wochenende möglichst viele Menschen zu einer gemeinsamen Pflanzaktion in den Garten einladen. Geplant ist ein Aufruf in der lokalen Presse und den Kleingarten-Vereinen, um interessierten Menschen das Gartenprojekt vorzustellen und Mitstreiter und Freunde zu gewinnen. Die Pflanzungen sollen durch gespendete Gehölze und Stauden ergänzt werden.

    –      Wie lange haben Sie das Grundstück gepachtet? passiert denn danach? Soll/kann das Projekt auch danach weiterlaufen?

    Das Grundstück wurde bis zu 31.12.2025 gepachtet mit Option zur Verlängerung. Auf dem Grundstück ist zukünftig keine Bebauung geplant.

    –      Inwieweit waren die GärtnerInnen von Anfang an in die Planung und Umsetzung des Gartenprojekts beteiligt? Haben Sie das Projekt zusammen mit den GärtnerInnen geplant und die Arbeiten auch zusammen mit ihnen gemacht oder haben Sie zunächst
          die Voraussetzungen geschaffen und dann Menschen angesprochen?

    Wir sind ein Planungs/Kernteam von 6 Personen, die dieses Projekt ins Leben gerufen haben. Von Anfang an gab es regelmäßig Kontakt zu künftigen Gärtner*Innen, z.B. Bewohner*Innen des benachbarten Malteser – Geflüchteten -Wohnheimes, zwei anliegende Schulen und einheimische Familien. Wir sind dabei, die Voraussetzungen zu schaffen, dass auch weitere Mitgärtner*innen das Projekt mit gestalten können.

    –      Für wie viele GärtnerInnen haben Sie den Garten geplant? Wie viele Beete gibt es schon und wie viele sollen es werden?

    Vorerst haben wir den Garten für ca. 30 Parzellen geplant. Bei Bedarf könnten auf der Gemeinschaftsfläche weitere Parzellen angelegt werden. Mittlerweile sind ca. 20% der Gartenfläche belegt.

    –      Wie informieren Sie die AnwohnerInnen über das Projekt? Gibt es Informationsveranstaltungen? Gibt es ein Schild? Gibt es Flyer?

    Aktuell gibt es ein provisorisches Schild, was durch Kinder gestaltet wurde. Geplant sind demnächst ein kompaktes, professionelles Schild mit Schaukasten zu befestigen.

    Gern erwähnen wir darauf auch die AnStiftung als Förderer.

    In der Vorbereitungszeit wurde der Garten in der lokalen Presse, dem Regional TV und Flyern bekannt gemacht.

    Das letzte Jahr wurde von zwei Eröffnungsfeiern begleitet.

    –      Wer wird beim Bau des Pavillions mitmachen?

    Unter Leitung des beauftragten Zimmermanns sind Bewohner des benachbarten Wohnheimes einbezogen.

    –      Haben Sie die Bepflanzungsideen zusammen mit den GärtnerInnen beschlossen?

    Die Grundidee der Gestaltung wurde mit den Schulen, den Bewohnern und „Natur im Garten“ entworfen und die Bepflanzung mit dem Kernteam ausgearbeitet

    –      Wie beteiligen sich Kita und Schule an den Kosten?

    Die Schulen beteiligen sich nicht an den Kosten, bringen aber eigenes Saatgut und Geräte mit ein.


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  • Im IG Bad Sooden-Allendorf wird eine Komposttoilette gebaut

    (GU aus Antrag und ANtworten)

    die Gartengemeinschaft möchte eine Komposttoilette (Bausatz) bauen:

    –     Ist der Garten nicht in direkter Nachbarschaft des Familienzentrums und die Gärtner*innen können die Toilette des Familienzentrums nutzen?

               Der Garten liegt nicht in direkter Nachbarschaft, zu Fuß benotigt man 15 min zum Familienzentrum. Die öffentlichen Toiletten der Stadt liegen ebenfalls entfernt und kosten pro Nutzung 50 Cent.

     –     Wer wird die Toilette denn leeren?

                       Geplant ist über den Gartenrat zwei Gartennutzer zu finden/wählen die dafür verantwortlich sind.

     –     Was passiert mit dann mit dem Inhalt?

                       Es soll sich bei diesem Klo um ein Trennklo handeln, somit fallen Urin und Fäzes getrennt an. Der Urin kann 1:8 mit Wasser gemischt als Dünger ausgebracht werden, die Feststoffe werden in einem Thermokomposter kompostiert und dann auf Nicht-Nahrungs-Beete ausgebracht.

                      

     –     Wie viele Leute können/werden beim Bau der Toilette mitmachen?

             Aus den bisherigen Erfahrungen anderer Einsätze rechne ich mit 5-7 Leuten,die beim Bau helfen werden.

     –     Woher bekommen Sie das Werkzeug für den Bau?

             Die Werkzeuge kommen teils aus dem Familienzentrum, teils aus privaten Haushalten.


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  • 10 Jahre IG Darmstadt

    (Gu, alerts)

    KRANICHSTEIN – Seit zehn Jahren sind die Mitglieder des Vereins „Internationale Gärten Kranichstein“ nun schon dabei, Gemüse, Obst und Salat auf ihren Parzellen an der Fasaneriemauer zu hegen und zu pflegen. Das soll gefeiert werden und so versammelten sich die Gärtnerinnen und Gärtner unterschiedlichster Nationen am vergangenen Wochenende zum Vorbereitungstreffen. „Ich backe und helfe saubermachen“, verspricht eine Frau. „Es wäre toll, wenn ein paar Männer die Toilette aufbauen könnten“, sagt eine andere.

    Wenig später ist ein Gärtnertrupp am Zusammenschrauben der Kompost-Toilette, die der Verein gerade – ermöglicht durch eine Spende – anschaffen konnte. „Es ist immer wieder toll, zu sehen, wie viel Engagement gerade auch in die Gemeinschaftseinrichtungen gesteckt wird“, sagt die Vereinsvorsitzende Marion Olsowski. Egal, ob es um den Bau einer Pergola oder die Erhaltung der beiden Bauwagen geht, in denen Werkzeuge untergebracht sind, um das Anlegen einer Kräuterspirale oder eines gemeinschaftlichen Komposthaufens. Auch um die an das Gelände anschließende städtische Streuobstwiese kümmert sich der Verein, der Menschen aus Russland, Chile, Kuwait, Thailand, Deutschland, Nepal und dem Iran – um nur einige der vertretenen Nationen zu nennen – umfasst.
    Das seit zehn Jahren währende gemeinsame Gärtnern feiern die Internationalen Gärten am Samstag, 8. September, von 14 bis 18 Uhr. Gäste sind willkommen. Die Mitglieder sorgen für Köstlichkeiten aus der ganzen Welt. Das Jubiläumsfest findet auf dem Gartengelände „An der Fasaneriemauer“ statt. (kaw)

    „Ich hatte damals von einem solchen Projekt in Göttingen gehört und außerdem das Buch „Wurzeln schlagen in der Fremde“ gelesen“, erinnert sich Doro Neidhart an die Anfangsjahre. Zusammen mit Susanne Neumeyer-Seekatz und Barbara Mayer, der späteren langjährigen Vorsitzenden, hat sie die Idee des gemeinschaftlichen Gärtnerns von Menschen unterschiedlicher Herkunft vorangetrieben. Unterstützt aus Mitteln des Bund-Länder-Projekts Soziale Stadt wurde für die Idee die Werbetrommel gerührt – in der Stadtteilrunde Kranichstein, in Vereinen, in Kitas und beim internationalen Frauenfrühstück. „In Kranichstein, wo wir alle drei wohnen, leben so viele Nationen zusammen, da bot sich dieses Projekt einfach an“, meint Doro Neidhart. Und außerdem: „Und wir alle lieben Gärten.“

    Mit Hilfe der Stadt war dann auch bald ein geeignetes Grundstück gefunden: Eine Wiese auf der einst der mittlerweile verstorbene Peter Gleichauf seine Oberwaldhaus-Ponys grasen ließ. Mit Unterstützung des Ketteler-Cardijn-Werks, einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft des Bistums Mainz, wurden 16 Parzellen auf dem 2500 Quadratmeter großen Gelände angelegt. Später kam der Wildschutzzaun hinzu und 2008 konnten die Gärtnergemeinschaft loslegen – zunächst ohne den mittlerweile eingerichteten Wasseranschluss.

    Fast von Anfang an dabei ist Ibrahim Karimpur. Der aus dem Iran stammende Kurde ist froh, einen eigenen Garten bewirtschaften zu können: „Meine Familie hatte früher auch immer einen Garten. Das hier ist damit ein Stück Heimat für mich.“ Als gelernter Koch baut er auf seiner Parzelle hauptsächlich Kräuter an: Schnittlauch, Petersilie, Pfefferminze. Bei handwerklichen Einsätzen ist seine Unterstützung stets sehr gefragt. „Wir sind hier wie eine große Familie“, sagt Karimpur. Man helfe sich gegenseitig. Sei bei jemandem die Ernte sehr üppig ausgefallen, werde an andere verschenkt.

    Das bestätigt auch Erna Lenz. Sie stammt aus Kasachstan und ist erst seit Jahresbeginn bei den Internationalen Gärten mit dabei. „Ich esse gerne Obst und Tomaten. Aber die aus dem Supermarkt sind nicht so gut.“ Tomaten, Erbsen, Weintrauben, Johannis- und Himbeeren kann sie nun im eigenen Garten ernten. „Die Gemeinschaft hier funktioniert gut“, sagt sie. Sie freut sich, dass der Nachbar die Pflanzen mitwässert, wenn sie nicht dazu kommt. Man könne jederzeit mit Unterstützung rechnen.

    Wie in jeder Kleingärtnergemeinschaft gibt es für das Zusammenleben feste Regeln: So werden nicht mehr als zwei Familien einer Nationalität aufgenommen. Die Errichtung fester Hütten ist untersagt, lediglich Pergolen sind auf den Parzellen erlaubt. Bäume dürfen nicht gepflanzt werden, damit Nachbargrundstücke nicht verschattet werden. „Und wenn es Probleme gibt, dann wird das gemeinsam besprochen“, betont Marion Olsowski. Beim Treffen am letzten Wochenende sind die für die Festvorbereitung wichtigen Punkte schnell abgehakt und es bleibt noch Raum für einen wichtigen Hinweis: „Heute können wir die Pfirsiche auf der Streuobstwiese pflücken.“ (mehr …)

  • neuer GG in Bielefeld

    (Gu aus Antrag und Antworten)

    (Gu aus Antrag und Antworten)

    Ziel der Gartenwerkstatt ist es, Gemüse und Obst
    biologisch bzw. permakulturell anzubauen und einen Ertrag zu erwirtschaften, um auf Dauer keinen
    Verlust zu machen. Das Gartenhaus auf der Parzelle soll ggf. auch für Gemeinschafts- und
    Vereinsveranstaltungen genutzt werden.  
     
    Inhalte
    Im Garten werden gärtnerische Kenntnisse, Praktiken und Fertigkeiten vermittelt und angewandt,
    um eigene gärtnerische und soziale Kompetenzen zu entwickeln. Die aktiven MitGärtner*Innen
    beteiligen sich an der Pacht und bringen ihre Ideen in die Gartenplanung ein. Die zzt. 8 Aktiven der
    Gartengruppe entscheiden per Konsent, was, wie und wann im Garten getan und veranstaltet wird
    und welche Garten-Projekte durchgeführt werden. Sie kommen aktuell aus Chile, Peru, Mexiko,
    England und Deutschland. Ausgangspunkt ist der Wunsch, Obst, Kräuter und Gemüse nachhaltig mit
    Gleichgesinnten zu erzeugen – vor dem Hintergrund von Klimawandel, Peak Oil, genmanipulierten
    Lebensmitteln und Verlust von Sortenvielfalt und Gartenflächen in der Stadt.
     
    Maßnahmen und Zeitplan
    Erhaltung der vorhandenen Bauten:
    Vom Vorpächter wurden das Gartenhaus, ein Gerätehaus mit angebauter Toilette und  3
    Gewächshäuser übernommen. Alle Bauwerke müssen dringend überarbeitet werden. Zugang zum GG bisher nur über einen verschlossenen Weg, sie wollen ein eigenes Tor einsetzen, was dann mittels Zahlenschloss für alle zugänglich wird

    – Wie viele Leute könnten noch mitgärtnern? Und wie wollt ihr das Gartenprojekt bekannt machen und für ein Mitmachen werben?
    Die GartenWerkstatt soll ein Open Space sein, mit der Möglichkeit sofort etwas gärtnerisch auszuprobieren, mitzuhelfen, teilzunehmen.  Gerne auch langfristig.
    Bewerben wollen wir die GartenWerkstatt über unsere Website, die noch entsteht, Flyer, Presseartikel. Durch eine Fahrradtour, die zu unterschiedlichen NutzGartenEntwürfen in Bielefeld führt und über den von uns besuchten/mitgestalteten „Runden Tisch Urban Gardening“ der Stadt Bielefeld. Und last not least über das Netzwerk der anstiftung.
    – Gab es schon eine Informationsveranstaltung in der Nachbarschaft des Grabelandes?
    Die Einladung der GartenNachbarschaft ist eine gute Idee, mit den anderen 100 Pächtern in Gespräch zu kommen. Da werden wir unsere ersten Flugblätter unterbringen.
    – Wird es ein Schild geben/gibt es ein Schild, was auf den Garten und Mitmachmöglichkeiten hinweist?
    Definitiv werden wir ein oder mehrere Schilder am Hauptwegzaun anbringen, auch das GartenManifest werden wir wetterfest einlaminieren.
    – Ist der Verein der Pächter der Parzelle? Wie hoch ist denn die Pacht und wie lange läuft der Vertrag? Wie groß ist die Fläche, auf der ihr gärtnern könnt? oder beziehen sich die 340m² auf die gärtnerisch nutzbare Fläche?
    Die Pachthöhe ist 40 ct/m²*a also 136 Euro/Jahr. Die Pacht wird in der Regel am 1. April für ein Jahr gezahlt. Der Vertag verlängert sich dann jeweils um ein Jahr. Zzt. bin ich persönlich als Pächter eingetragen, da der Eigentümer unbedingt einen direkten Ansprechpartner/Pächter wollte.
    – Könnt ihr „einfach so“ noch ein Tor bauen oder habt ihr das beantragt und bewilligt bekommen?
    Da haben wir freie Hand. Der Verpächter/Eigentümer sagte mir konkret zu dieser Frage, dass die Zäune/Tore in der Pflicht der Pächter liegen, d.h. ihm ist es egal wer auf seiner Parzelle welche Zäune baut. Es werden auch gerne zusätzliche Tore eingebaut und Zäune wieder entfernt, um sich gegenseitig zu helfen.
    – Wie lang ist der Weg, der dann zu dem Garten führt und was ist da zur Zeit? Wer würde die essbaren Sträucher beernten?
    Bisher müssen wir durch ein abgeschlossenes Tor über ein Nachbargrundstück ca. 25 m auf einem sehr engen Pfad, der noch zu einer weiteren Parzelle führt. Mit Schubkarre oder Baumaterial schon schwierig. Aber für Interessenten eines Gemeinschaftsgartens ist die bisherige Zuwegung schwierig zu finden, zu beschreiben, zu organisieren, zu erreichen. Das geplante Tor wäre direkt am Hauptweg. Per Zahlenschloss können wir es allen MitGärtnern/Innen zugänglich machen.
    Das geplante Tor ist am Hauptweg, der an allen Parzellen vorbeiführt (manche liegen hintereinander). Unsere Parzelle ist zum Hauptweg begrenzt durch einen Maschendrahtzaun 100 cm hoch mit Stacheldraht oben noch 20 cm verlängert. Dort wollen wir mittig das Tor setzen, den Stacheldraht entsorgen und die essbare Hecke anlegen, die auch von außen von Nachbarn oder Spaziergängern beerntet werden darf und einladend wirken soll.
    Ist die KochWerkstatt ein anderes Projekt von euch? Ist die räumlich in der Nähe des Gartens? Wäre perspektivisch denkbar, die Ernte auch im Gartenhaus gemeinsam zu verarbeiten?
    Die KochWerkstatt hat bisher keinen festen Sitz, kann quasi dort stattfinden, wo ausreichend Platz und Gerät für die Teilnehmer vorhanden ist. Die Anzahl der Teilnehmer ist durch die Anzahl der Menügänge begrenzt (8). Ziel dabei ist es, die saisonalen Produkte in verschiedenen Rezepten zu verwerten, die eigene Variationsbreite zu vergrößern und die saisonalen Gartenprodukte noch attraktiver zu machen als sie durch Preis, Verfügbarkeit und Qualität schon sind. Und während der Saison ist Bio-Gemüse auch für NichtGärtner erschwinglich. Der Standort Garten ist deshalb attraktiv, da einiges improvisiert werden muss und andere Lösungsansätze zum Tragen kommen – da darf auch mal was schief gehen. Im Garten ist jetzt schon das Kochen auf Gas möglich, ein Gasherd müsste noch von Stadtgas (Methan) auf Propangas umgerüstet werden und nächstes Jahr werden wir einen Lehmbackofen bauen, so dass wir auch mit Holz feuern können. Einfache Eintöpfe mit Kürbis, Bohnen, Kartoffeln, Zucchini, Tomaten und Kräutern können jetzt schon jederzeit auf einer Feuerschale, Schwenkgrill o.ä. zubereitet werden. In den vergangenen Jahren haben wir immer wieder feststellen können: wer zusammen is(s)t, bleibt auch zusammen
    J. Denn für die Gemeinschaft (besonders interkulturell) ist das gemeinsame Gespräch beim Essen und Trinken im Garten sehr wichtig, wenn das Gartenthema für manchen zu sehr im Vordergrund steht. Und schließlich ist ein GemeinschaftsGarten auch immer ein soziales Experiment.
    – Was ist das Programm Nachhaltige Nachbarschaft und welche Gruppen sind dort und wie könnten die an dem Gartenprojekt teilnehmen?
    Das Programm Nachhaltige Nachbarschaft habe ich 2014 aus dem Englischen „Transition Together“ oder „Transition Streets“ als Creative Commons übersetzt. (Tom Hansing müsste ein vollständiges Exemplar des Ringbuchordners haben) Es ist ein 140-seitiges Handbuch zur Anleitung eines Nachbarschaftskurses geworden. Mit über 35 Aktionsplänen zu den Themen Energie, Wasser, Ernährung, nachhaltiger Konsum und Mobilität. Ziel ist es, durch die Aktionen im eigenen Haushalt gemeinsam mit den Nachbarn als ersten Schritt die CO2 Emission um 10% zu senken, in dem einfach die Verschwendung von Energie/Wasser/Rohstoffen… vermieden wird. Verschwendung vermeiden heißt, dass man nicht auf etwas verzichten muss, dass man sich nicht einschränken muss. Durch das gemeinsame Handeln lernt man die Nachbarn besser kennen, ihnen zu vertrauen, Probleme gemeinsam zu meistern, andere Lösungen zu finden. Letztendlich kann man in etwa ausrechnen, wie viel Tonnen CO2 man einsparen konnte – von den 12 to/person*a die wir jährlich zum Klimawandel beisteuern. Das Gute: pro Tonne CO2 spart man auch noch ca. 800 Euro an Ausgaben pro Jahr. Kostprobe im Anhang.
    Die Schnittstelle zum Garten ist das Kapitel saisonale/regionale Ernährung. Die 7 Teilnehmer einer Gruppe treffen sich eigentlich reihum, es könnte aber auch ein Termin im Garten angeboten werden, dort werden die saisonalen Produkte gleich geerntet und verarbeitet. Schwerpunkt wäre die Verarbeitung der Produkte und die Kompostierung der Reste.
    (mehr …)

  • IG in Frankfurt: Hiochbeete wurden von Gartenbaufirma gebaut

    (GU, von Najeha)

    Im Herbst hatten wir mit den Bewohnern einen groben Rückschnitt des Wildwuchses gemacht. Dadurch konnten wir den Preis für die Gartenbaufirma etwas reduzieren.

    Die Gartenbaufirma hat dann den Platz gesäubert und den Streifen für die Heckenbepflanzung vorbereitet, die 6 Hochbeete gebaut,  das Fleckchen Rasen (ich hätte nicht gedacht, dass 100 qm so wenig ist und wir werden auf jeden Fall den Rasenplatz vergrößern), und den „Sandkasten“ erstellt.

    300 Heckenpflanzen hatten wir von einem städtischen Gartenbauamt gespendet bekommen und in einer Gemeinschaftsaktion mit Mitarbeiter*innen der Deutschen Bank, Ehrenamtlichen und Bewohnern eingepflanzt. Das hat allen sehr viel Spaß gemacht. Wir hatten aber auch richtiges Glück mit dem Wetter, es war schließlich schon Ende Oktober und die Sonne schien.

    Danach ist eigentlich nichts mehr passiert. Im Januar haben wir unseren ersten Säversuch gestartet und 3 Obststräucher gesetzt.


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  • Im Westallgäu entsteht ein Interkultureller Lern- und Gemeinschaftsgarten

    (Gu, aus Antrag und Fragen)

    […] Zudem wollen wir mit diesem Projekt neuen Menschen in unsere Ar-
    beit mit einbeziehen, um insbesondere auch einen kultur- und generationenübergreifenden Austausch zu
    ermöglichen. So entstand die Idee auf einer ca. ½   Hektar großen Fläche einen Lern-   und Gemein-
    schaftsgarten anzulegen. Dieser soll Raum für Begegnung bieten, die sonst nur schwer möglich sind, für
    einen Austausch zwischen den unterschiedlichsten Menschen und für ein gemeinsames Lernen von und
    mit der Natur.
    2.2. Ausgestaltung des Projektes
    Für die Vorbereitung des Projektes haben wir bewusst sehr offen und breit gestreut Menschen  aus den
    verschiedensten gesellschaftlichen Hintergründen angesprochen und diese eingeladen sich bereits an der
    Planungsphase des Projektes zu beteiligen. Wir waren erstaunt und erfreut über das rege Interesse einer
    Vielzahl von Menschen. Die ausgesprochen pluralistische Gruppe umfasst nun Menschen von 2- 79 Jah-
    ren mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen, Wissensschätzen, Kräften und Fähigkeiten, zusammen ca.
    20 Personen. Dazu kommt eine größere Gruppe Interessierter. Bereits in diesem Prozess war spürbar, wie
    viele Möglichkeiten  sich für ein gemeinsames Lernen und für einen anregenden und Barrieren überwin-
    denden Austausch zwischen den unterschiedlichsten Menschen ergeben können. Wir freuen uns darauf
    mit diesen und weiteren hinzukommenden Menschen nun im kommenden Frühjahr und Sommer mit der
    Gestaltung eines Lern- und Gemeinschaftsgartens zu beginnen. Der derzeitige Plan umfasst fünf Berei-
    che auf etwa einem halben Hektar Land:
    1. Kräuter und Beeren von allen für alle: In diesem Bereich sollen ausdauernde/mehrjährige Kräuter und
    Beerensträucher gepflanzt und gepflegt werden. Diese werden mit Erläuterungen versehen und sollen der
    gesamten Öffentlichkeit frei zugänglich sein.
    2. Gemeinschaftliches Gemüsebeet: Hier sollen leicht anzubauende Kulturen wie Kürbis, Kohl und Kar-
    toffeln von dem in das Projekt eingebundenen Menschen gemeinsam angebaut, gepflegt und dann un-
    kommerziell verteilt werden sollen.
    3. Anbau- und Experimentiergärtchen für Kleingruppen: Hier sollen kleine Interessengruppen von Pro-
    jektteilnehmer_innen selbstständig kultivieren und ausprobieren können. Einzige Bedingung ist ein acht-
    samer Umgang mit der Natur und eine nicht-kommerzielle Nutzung der Erzeugnisse.
    4. Teich / Biotop: An einer Ecke des Gartens soll gemeinsam ein kleines Biotop angelegt und gepflegt
    werden. Dieses soll zu zwei Drittteln ruhiger Bereich, unberührter Lebensraum für eine Vielzahl kleiner
    Tiere sein. Im vordersten Drittel sollen die Projektteilnehmer Gießwasser für Ihre neu angelegten Kultu-
    ren entnehmen könne.
    5. Überdachter Treffpunkt / Begegnungsort: Am Eingang des Gartens soll ein überdachter Treffpunkt ent-
    stehen, der zum Austausch von Saatgut, Gemüse und Ideen und zum gemeinsamen Verweilen anregt.
    2.3. Hintergründe und Zielstellung
    Lernen von und mit der Natur:
    Uns ist es ein wichtiges Anliegen einen Beitrag zum Erhalt und zur Wiederherstellung von naturnahen
    Lebensräumen für Menschen, Tiere und Pflanzen zu leisten. Gleichzeitig sehen wir im Umgang mit und
    der Natur und in der umweltfreundlichen und selbstständigen Erzeugung von Lebensmitteln ein außeror-
    dentlich gutes Medium zur Förderung der unterschiedlichsten Lernprozesse und zur Überwindung von
    gesellschaftlicher Ausgrenzung. Diese Gedanken wollen wir mit unserem Lern- und Gemeinschaftsgar-
    ten zusammenführen und einen Raum schaffen, in dem ein gemeinsames Lernen von und mit der Natur
    frei von gesellschaftlichen Ausgrenzungsmechanismen möglich ist.
    Interkulturelles Lernen:
    Wir haben für unser Projekt gezielt auch Menschen mit Fluchterfahrungen und andere Menschen mit Mi-
    grationshintergrund angesprochen. Bereits in der ersten Gruppenfindungs- und Planungsphase wurde
    deutlich, dass Gärtnern und Gestalten der Umwelt sehr universelle Themen darstellen zu denen unabhän-
    gig vom kulturellen Hintergrund sehr leicht ein  starker Bezug hergestellt werden kann. Daraus kann ein
    interkultureller Austausch zwischen Menschen erwachsen, die ansonsten nur schwer Zugang zueinander
    finden würden. Verschiedenste Herangehensweisen an und Erfahrungen mit diesem Medium bieten zu-
    dem die Chance, eigene Vorstellungen in diesem Bereich um Neues zu erweitern und eingefahrene Denk-
    muster zu durchbrechen.

    – wem gehört das Grundstück und ist es stets von den Gärtner*innen betretbar/nutzbar? Was ist sonst noch auf dem Grundstück? Wie ist es erreichbar (gerade auch für Geflüchtete)?

    Das Grundstück befindet sich in meinem Besitz. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Zeltplatz auf dem die jährlichen Zeltfreizeiten unseres Vereins stattfinden. Außerdem auch der Garten sowie das Waldstück in dem die wöchentliche Wildwuchs Wald- und Gartengruppe für Kinder stattfindet. Die nun neu angelegte Gemeinschaftsgartenfläche war bislang an einen Milchbauern verpachtetes Grünland. Ich werde die Fläche dem Verein wie auch die anderen Flächen kostenlos zur Verfügung stellen.

    Hierzu habe ich mich auch für mehrere Jahre verpflichtet. Alle Aufbauten oder sonstwie erzeugten Werte die Teil des Gemeinschaftsgartenprojektes sind verbleiben im Besitz des Vereins/des Projektes. Das Grundstück liegt nahe bei einer Kreuzung zweier wichtiger Verkehrsstraßen (eine davon ist die B12 zwischen Kempten und Lindau). Der Gemeinschaftsgarten ist für alle jederzeit frei zugänglich. Es sind auch Parkplätze eingeplant. Lediglich die Nutzung einiger Flächen (insbesondere die meisten Anbauflächen) bleibt Menschen, die Teil des Projektes sind vorbehalten. Das Grundstück ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Zu geflüchteten Menschen in zwei nahe gelegenen Erstunterbringungsstellen (Wangen, Hergatz) bestehen aufgrund vorrangegangener Projekte bereits starke Verbindungen. Von dort aus ist der Gemeinschaftsgarten auch mit dem Fahrrad erreichbar.

    – wie soll der Garten organisiert werden? Wie werden Entscheidungen getroffen, wie läuft die Kommunikation untereinander?
    Für den Gemeinschaftsgarten bildet sich derzeit eine eigenständige Orgagruppe die alle den Garten betreffenden Entscheidungen selbstständig und basisdemokratisch treffen soll. Eine Mitgliedschaft im Verein Wildwuchs Westallgäu ist zur Teilnahme an dieser Gruppe im Sinne eines niederschwelligen Zugang nicht erforderlich. Grundlegende Entscheidungen insbesondere solche mit größerer finanzieller Tragweite bedürfen allerdings der Zustimmung des Vereinsvorstandes beziehungsweise ggf. der Mitgliederversammlung.

    – was von den beantragten Materialien können Sie gebraucht bekommen/weiter nutzen? – wo kommen die Materialien her?
    Wir wollen für das Projekt selbstverständlich auch möglichst viele gebrauchten Materialien nutzen. Auch versuchen wir direkte Materialspenden zu organisieren. Dies ist allerdings nicht immer möglich. Manches werden wir auch an verschiedensten Stellen käuflich erwerben müssen.


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