Schlagwort: internationales Workcamp

  • HilldeGarten Leipzig entwickelt sich gut

    (Gu, Mail)
    Wir sind auch kein Verein sondern eine lose Gemeinschaft, in der die Aufgaben untereinander verteilt sind. Der Garten hat sich vor 2 Jahren auf der Brache des ehemaligen Güterbahnhofes gegründet und es wurden Beete vergeben an interessierte Gärtner. Inzwischen sind wir so viele, dass wir nur noch Hochbeete für neue Hildegärtner vergeben können und immer mehr gemeinschaftliche Beete entstehen. Wie unser Kräuterbeet, unser Heilpflanzenbeet, das gemeinschaftlich genutzte Gewächshaus etc.

    Gerade entsteht unsere Sommerküche und nächsten Freitag feiern wir unser Sommerfest.

    Wir hatten letzten Sommer 3 Wochen ein internationales Workscamp bei uns auf der Fläche und es war toll zusammen den Platz zu gestalten.


    (mehr …)

  • Gartenprojekt am Centre Francais starte

    (Gu, aus Mails,Antrag und Antworten)

    In Berlin Wedding wird – zunächst auf einem Parkplatz, der dem Cente Francais gehört – ein Gemeinschaftsgarten angelegt. Sie wollen das Projekt, sobald eine Nutzungsgenehmigung des Bezirks vorliegt, auch auf Flächen um das Haus ausdehnen. Diese Flächen pflegen sie jetzt schon, doch hat der Bezirk sich bisher gegen die Anlage eines Gemeinschaftsgartens dort ausgesprochen (wäre dann „privatisiert“). Studierende der HU haben sich in einem Semester mit der Nutzung von öffentlichen Flächen durch GGs auseinandergesetzt und eine Nutzungsvereinbarung erarbeitet – in Anlehnung an die von Rosa Rose. Diese liegt nun dem Bezirk vor und das Center wartet auf Antwort. Um dieses Jahr aber schon loslegen zu können, es exisiert schon eine große Gruppe Interessierter, fangen sie mit dem Prakplatz an.

    Wie groß ist die Gruppe, die gärtnern möchte, jetzt schon? Und wie setzt sie sich zusammen?
    Die Gruppe beträgt ca. 40 Leute. Nicht alle konnten bisher zu allen Vorbereitungstreffen kommen, aber es kam auch noch mehr Interesse über die Mailadresse. Ich finde es schwierig,
    jetzt schon einzuschätzen, wie viele dann wirklich engagiert sind und regelmäßig mitmachen werden, aber die Resonanz ist groß. Bei den Interessenten handelt es sich um einzelne Leute und Familien, die in der direkten Nachbarschaft wohnen (Alter zwischen 30 und 60 sowie kleine Kinder), einige Bewohner*innen des angegrenzten Seniorenheims, die Kinder der deutsch-brasilianischen Kita, die ein paar Straßen weiter liegt, sowie einige jüngere neulich in den Wedding zugezogene Leute. Unter all diesen Menschen haben einen Teil einen Migrationshintergrung. Dadurch, dass wir ein sehr fransösisch geprägtes Haus sind, sind auch einige Franzosen in jedem Alter sind dabei, aber der Ort richtet sich an alle! In Zukunft möchten wir verstärkt mit Kitas arbeiten (es gibt allein im Kiez 5-6) und auch mit Flüchtlingen (wir haben im Herbst 2015 das Projekt Bienvenue Refugees Berlin auf die Beine gestellt https://de-de.facebook.com/BienvenueRefugeesBerlin)

    – Wie viele Hochbeete wollt ihr bauen? Für was für eine Größenordnung habt ihr den Bedarf kalkuliert?
    Wir haben unseren Bedarf für eine größere Großenordnung kalkuliert als die Fläche, wo wir anfangen möchten. Idealerweise möchten wir über ca. 300m2 anbauen. Wir möchten mit ungefähr 10 Beeten anfangen, wenn aber die Leute gut mitmachen, gerne mehr. Wir möchten auch im nächsten Frühling weiter machen und es kommen sicherlich beim Saisonbeginn mehr Leute dazu.

    – Muss man Schnittgutkaufen? Bekommt ihr das nicht auch so oder könnt es besorgen?
    Einen Teil des Schnittguts, die dazu dienen, die Hochbeete zu füllen
    und einen Teil des Komposts zu bilden, können wir hier von unserem eigenen Baumschnitt benutzen. Dies reicht aber nicht. Aber du hast recht man kann es wohl umsonst besorgen, ich habe inzwischen einige Baumpfleger angerufen. Die Linie im Budget bezieht sich eher auf Erde und Kompost, den man am Besten gleich in größerer Menge liefern lässt, um die Lieferkosten nicht immer wieder bezahlen zu müssen.

    – Ebenso die Paletten? Bekommt ihr die nicht auch kostenfrei? Sind die dafür gedacht, dass sie unter die Aufsetzrahmen gelegt werden sollen?
    Ich habe viel recherchiert und finde es ziemlich schwierig, Holz ganz kostenfrei zu bekommen. Wir haben uns mit der Gärtner/inngruppe darauf geeinigt, dass jeder guckt, welche Materialien jeder besorgen kann, aber bisher kam relativ wenig zurück. Die Idee war, einen guten Vorrat für die Gärtner/
    innen hier zu haben, damit sie sich ermutigt fühlen, viel zu bauen und machen. Einige Paletten können wir sammeln, aber wir würden dazu gebrauchte und unbehandelte Paletten beim Händler kaufen. Er besorgt auch Aufsetzrahmen, wovon wir ein paar nehmen würden. Sie wurden uns von anderen Gärten schwer empfohlen. Die Paletten würden wir als unterlegen, aber auch damit die „wände“ der Beete bauen. Ich bin außerdem mit der Materialmafia in Kontakt wegen Bretter. Wir möchten unterschiedliche Bauweisen und Hochbeete Typen ausprobieren, um zu sehen, was am Besten geht.

    – Was macht ihr nach der ersten Bauaktion mit dem Akkuschrauber und der Säge? Wird das im Garten gebraucht? Wie wäre das dann untergebracht, wer kümmert sich drum, wie kommt man dran? Wenn es nur für diese eine Aktion ist: könnt ihr euch das dann leihen?
    Für die erste Bauaktion mit den Jugendlichen vom Austausch dürfen wir die Geräte vom Schulumweltzentrum Mitte benutzen. Danach wäre es meiner Meinung sehr praktisch, zumindest eine Maschine und eine Säge zu haben, damit der Bau den Gärtner/innen leichter fällt. In dieser Saison werden wir nur begrenzt anfangen können, aber danach werden wir sicherlich immer wieder bauen müssen. Die teureren Geräte würden wir nicht im Container sondern entwerder in den Büros oder an der Rezeption des Hotels lassen.

    – Wo und wie werden die Gartenwerkzeuge untergebracht?
    Auf unserem Parkplatz stehen 2 Container, die dem Hotelbetreiber gehören. Einen wird er uns zur Verfügung stellen. Drinnen wollen wir alles, was
    zum Garten gehört (Geräte, Material, Dokumentation usw.), unterbringen, außer eventuellen teureren Geräten. Der Container wird mit einem Schloss mit Nummern zugeschlossen und ist somit den Gärtner/innen jederzeit zugänglich.


    (mehr …)

  • Viel Interesse am Gemeinschaftsgarten am Center Francais in Berlin

    (Gu, mail)

    Aber zusammenfassend kann sagen, dass wir recht begeistert sind, denn das Projekt scheint viele unterschiedliche Menschen zu begeistern. Die Leute haben viele Ideen und Lust, sie umzusetzen. Neben den Nachbarn und Interessierten möchten 2 Kitas und das angrenzende Altenheim mitmachen. Wir haben uns schon mit einigen Gärten in der Stadt sowie Gartenaktivistinnen vernetzt (darunter Kerstin Stellmacher und Frauke Hehl, Himmelbeet, Pyramidengarten, Gartenarbeitsschule Mitte, usw.) und freuen uns sehr über den solidarischen Austausch. Allein das Bezirksamt sieht unser Vorhaben mit etwas Skepsis, zumindest was die Nutzung von öffentlichen Flächen angeht. Glücklicherweise haben wir einen Teil eines Parkplatz als Startfläche zur Verfügung. Wir machen im Juni weiter mit der Konzeption des Gartens. Im August wir der Bau der Beete u.a. durch einen Jugendworkcamp vorangetrieben.

    aus dem ersten Protokoll eines Treffens mit Interessierten:
    Der Beginn des Projekts soll deswegen (spätestens) Ende August im Rahmen eines deutsch-französisch-mazedonischen Workcamps stattfinden: 24 Jugendliche aus den drei Ländern werden sich 10 Tage zusammen mit Vorbereitungsarbeiten für den Gemeinschaftsgarten beschäftigen (Bau von Hochbeeten und einer Art Geräteschuppens, Beschilderung, Insektenhaus etc.). Das Workcamp soll mit einem Gartenfest beendet werden, zudem alle herzlich eingeladen sind. Ende August soll der Garten spätestens also begonnen werden, wenn die Anwohner/innen und Interessierten motiviert sind, ist jedoch auch ein früherer Start denkbar und wünschenswert.

    Erläuterung der aktuellen Situation: ursprünglich war der Plan, den Garten auf den angrenzenden Grünflächen zu realisieren. Leider handelt es sich um öffentliche Flächen, so dass wir hierfür keine Genehmigung bekommen haben. Das CFB möchte das Projekt dennoch beginnen, die hierfür zur Verfügung stehenden Flächen sind der hintere Teil des Parkplatzes des CFB sowie ein kleiner Teil vor dem CFB-Gebäude. Das CFB ist für das Vorhaben bereits mit anderen Gärten und Akteur/innen in Kontakt und gut vernetzt. Auch das benachbarte Seniorenwohnheim sowie einige Kitas möchten sich an dem Projekt beteiligen und sind von der Idee begeistert.

    Nach einer Besichtigung des Grundstücks wurden folgende Punkte diskutiert:

    ·Im Hinblick auf die Genehmigung der Nutzung der Grünflächen könnten wir an eine Unterschriftenaktion denken.

    ·Gibt es eine Belastung durch den nahen Flughafen und unmittelbar durch die Müllerstraße? Vom Flughafen eher nicht. Die Entfernung von der Straße sollte 50 Meter sein oder die Partikel durch Gebüsche gefiltert werden.

    ·Wie soll das Projekt langfristig finanziert werden? Wir müssen ein Konzept für die langfristige Finanzierung des Gartenprojekts erarbeiten und uns einen Überblick über Fördermöglichkeiten verschaffen, da das Projekt sonst nicht nachhaltig ist.

    ·Soll jeder Beteiligte einen finanziellen Beitrag leisten? Zunächst einmal möglichst eher Sachspenden und Engagement. Man kann viel schaffen, wenn man gemeinsam überlegt, wer welche Ressourcen hat und man bereit ist, viel selbst zu machen.

    ·Die Hochbeete sollen gemeinsam bewirtschaftet werden. Es soll keine private Nutzung geben, mit Ausnahme einiger Beete für Kitas.

    ·Hochbeete: Woher kann man ausreichend Holz bekommen? Paletten oder lieber „besseres“ Holz (was länger hält)? Paletten sind häufig behandelt aber dafür evtl. günstiger und mit weniger Aufwand verbunden. Es gibt bestimmte Aufsätze mit denen die Paletten sehr schnell in Hochbeete verwandelt werden können (s. Himmelbeet).

    ·Mögliche Kooperationspartner: z.B. Bauhaus: man kann dort Geräte und Werkzeuge ausleihen. Möglicherweise haben solche Geschäfte auch ein Interesse daran, das Projekt zu sponsern?

    ·Was soll gepflanzt werden? Wir möchten am Anfang der Gartensaison einen Anbauplan erarbeiten, der die Wünsche und Interessen aller berücksichtigt. Wir dürfen nicht mit einem ertragsorientierten Garten rechnen, da die Fläche öffentlich sowie Tag und Nacht zugänglich ist. Die Frage der Ertragsverteilung muß dennoch ggf. gemeinsam geklärt werden. Wichtig ist dabei den Anbau von Nutzpflanzen mit ökologischer Relevanz (z.B. Gemüse, Obst, Pflanzen für Insekten, Bienen…).

    Offene Fragen zu denen wir alle Interessierten einladen möchten, sich bis zum nächsten Termin Gedanken zu machen:

    • Frage nach dem Beginn des Projekts. Schaffen wir es in geringer Menge schon vor dem Workcamp Ende August? Vorschlag: sich mehr Zeit nehmen mit allen Interessierten und gemeinsam überlegen.
    • Was haben wir alles schon? Wer kann Geräte, Werkzeuge, Fahrzeuge etc. dauerhaft oder gelegentlich zur Verfügung stellen ?
    • Wer kennt wen ? Z.B. Partnergeschäfte oder Einrichtungen (Geräte, Pflanzen…). Mögliche Kooperationspartner, mögliche Finanzierungsmöglichkeiten oder Sachspenden.
    • Persönliche Kompetenzen, Stärken, Kontakte…
    • Was wollen wir genau? „Design“ des Gartens: Wo genau, Sitzmöglichkeiten, Hochbeete, Container oder Gartenhaus für die Unterbringung von Geräten; was soll angebaut werden (dieses Jahr fangen wir sehr spät an)?

    (mehr …)