(von Shimeles)
Ein Ort ohne Zäune und ohne Mauern: Diakonisches Werk lädt zum gemeinschaftlichen Gärtnern ein
Ein Ort ohne Zäune und ohne Mauern: In Nienburg wurde am Freitagnachmittag der Stadtgarten eröffnet
Als einen Ort, der keine Zäune und keine Maunern kennt, bezeichnete Martin Lechler, Superintendent für den Kirchenkreis Nienburg, das neueste Projekt des Diakonischen Werks. An der Weser unweit des „Weserschlößchens“ wurde am Freitagnachmittag der Stadtgarten eröffnet.
Hinter dem Stadtgarten steckt wie berichtet die Idee, einen öffentlichen Ort zu schaffen, an dem gemeinschaftlich gesät und geerntet und zwanglos verweilt werden kann. Entsprechend rief Lechler Einheimische wie Zugezogene bei der Eröffnung dazu auf, von den Möglichkeiten, die der Stadtgarten bietet, gerne Gebrauch zu machen. Und so ganz nebenbei einen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung zu leisten.
Marion Schaper, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Nienburg und zugleich Ideengeberin, hatte eingangs erläutert, wie es zu der Entstehung des Stadtgartens gekommen ist. Mit dem Stadtgarten würden ihren Angaben zufolge gleich zwei Wünsche erfüllt: einen Ort der Begegnung in so prominenter Lage zu schaffen und gleichzeitig dazu beizutragen, dass die sogenannten Sitzterrassen, die bis dato ein eher stiefmütterliches Dasein fristeten, ein wenig aufzuwerten.
Diesen Ball griff auch Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes auf. Onkes dankte dem Diakonischen Werk für dessen Engagement und räumte ein, dass man sich vonseiten der Stadt in der Tat noch viel, viel mehr zur Weser hinwenden müsse.
Stadtgarten-Projektleiterin ist Janna Kunz. Aus ihrem Studium weiß sie, dass die Gemeinschaftsgärten ihren Ursprung in den USA hatten. In New York habe man sich bereits 1996 zusammengetan, um Brachflächen zu gestalten, Stadtteile aufzuwerten und – vor allem – gemeinsam zu gärtnern. Die Projektleiterin lud unter anderem zu folgenden Aktionen ein:
22. Juli, 14 Uhr: Bau weiterer Pflanzkästen
27. Juli, 15 Uhr: Siebdruck-Workshop
9. August, 19 Uhr: Märchenabend mit Heinrich Benjes.
Möglich wird das Projekt „Stadtgarten“ im Wesentlichen durch die Förderung der „Glücksspirale“.
Die Harke, 19.06.17
Mein persönlicher Eindruck:
der Garten liegt direkt an der Weser, am Fahrradweg, hoch gelegen mit sehr schönen Ausblick.
Gärtnerisch ist da wahrscheinlich schwierig wegen der Beschattung durch die vielen großen Bäume.
Die Startbedingung ist gut: die koordinationsstelle ist für 3 Jahre finanziert, viele Kooperationspartner wirken mit.
Der Garten „Neue Erde“ wird auch durch die neue Koordinatorin, Janna übernommen.
Die Initiativgruppe hat bereits mehrere Aktionen für den Sommer geplant. Siebdruckworkshop gehört dazu.
Janna kommt mit zwei anderen Gartenmitglieder nach Berlin zu unsere Siebdruckbauworkshop und danach wollen sie selbst in ihrem Garten selbst bauen!
Janna ist auch die neue Vereinsvorsitzende der Internationalen Stadtteilgarten in Hannover.
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