Schlagwort: Jubiläum

  • Dachau: Bienen und Jubiläum im Wurzelgarten

    das Bienenforum spricht die Bürgerschaft (jeden Alters) an, hat jedoch auch Programmanteile zu aktueller Forschung rund um die Honigbiene aber auch bezüglich der Biodiversität. 

    14.02.2026 Biopoly Wurzelgarten – Interkulturelles Fest / Karneval der Kulturen.

    Außerdem habe ich diese Woche vom Kulturamt Dachau die Zusage für „Biopoly Wurzelgarten – Interkulturelles Fest“ im Dachauer Ludwig-Thoma Haus am 14.02.2026 erhalten. Der Wurzelgarten wird nächstes Jahr 20 Jahre alt. Gemeinsam mit sozialen/kulturschaffenden Vereinen wird es an diesem Tag einen „Karneval der Kulturen“ (viel Musik, festliche Trachten) geben (mehr …)

  • München: Generationengarten feiert 20jähriges Jubiläum

    (Besuch)

    Für den Generationengarten im Petuelpark wurden die Anwohnenden vom Träger (Stadtteilarbeit) in einer Klinkenputzen-Befragungsaktion informiert und einbezogen. Je näher an der Stelle, an der das entstehen sollte, die Menschen wohnten, desto weniger Begeisterung hatten sie. Die Untertunnellung lag noch nicht lange zurück, sie hatten Angst vor erneutem Lärm. Nicht nur durch den Bau, sondern auch durch den Betrieb.

    Für den Bau gab es 2 Entwürfe („Schuhschatel oder halbes Fass“ -> das Fass machte das Rennen). Von Anfang haben sich verschiedene Gruppen hier getroffen, Feste fanden und finden statt. Der Garten und der Pavillon sind ein wichtiger Begegnungsort geworden, die Möglichkeiten, sich im Pavillion mit Gruppen zu treffen, aktiv zu werden, sind sehr beliebt. Schon fast seit Anfang an gibt es auch ein ehrenamtlich organisiertes Kaffee und Kuchen Angebot. 

    Einige der Gärtner*innen sind von Anfang an dabei. Die meisten bauten zunächst Gemüse an, doch gibt es ein gravierenden Schneckenproblem, so dass fast alle hauptsächlich Blumen in ihren Beeten haben. 

    Es gibt eine hphe „Betreuungsdichte“, so hat eine Frau 5h/Woche für den Garten und Lukas 20 für das Gesamtprojekt, zudem ist noch eine weitere Frau (Aufgabengebiet Frauen, Familie, Gesundheit) dort mit angesiedelt.

    Der Garten macht mit bei 1m² Lein und hat ein Sandarium. Die TUM forscht hier und hat 27 Wildbienenarten gezählt. (mehr …)

  • München: rosen_heim – die Zwischennutzung jährt sich zum 10ten Mal

    (Besuch) 
    Im Frühjahr 2015 gab es den Startschuss für rosen_heim, einen GG, der auf einer Brache hinter der Kirche im alten Stadtkern von München-Ramersdorf entstand. An der Rosenheimerstraße, daher der Name. 

    Der Garten ist Teil der Stadtebauförderung, Planungsreferat München hat anfangs auch gefördert und es als „Aktivierungsmaßnahme, Leute im Stadtteil werden erreicht, Treffpunkt, man kann aktiv was machen“ verstanden.
    Die Fläche gehört der MGS (mbH) (www.mgs-muenchen.de), sie ist Sanierungsträger und Treuhänder der Landeshauptstadt München. Die MGS will den alten Ortskern umgestalten und „aufwerten“ und neue Wohnungen sollen entstehen. Bis dahin: Nutzung durch den Garten. Anfangs war die Zwischennutzung für 3 Jahre bewilligt. Die Koordinatorin sagte, dass sie glaubt, der Garten wird an einem anderen Ort weiter bestehen, sollte es doch bald zu einer Bebauung/Umgestaltung kommen.
    In der Saison von Mai bis September findet alle 2 Wochen mittwochs ein offener Gartentag statt, zu dem alle Interessierten, Besucher*innen..kommen können. Bei unserem Besuch (Robert und Gudrun) gab es an dem Tag auch eine Pflanzentauschbörse, Menschen brachten hauptsächlich Zimmerpflanzen vorbei.
    Der Garten hat einen Zaun mit Schloss, die Gärtner*innen haben den Schlüssel (oder war es ein Code?), Wasser kommt von der benachbarten Schule, es gibt einen Container, ein paar überdachte Sitzmöglichkeiten und als Besonderheit einen Kuppelbau aus alten Fahrradfelgen, da finden Workshops und lauschige Abende am Feuer statt. 
    Die Beete sind selbst gebaut, anfangs ausschlißelich aus Recyclingmaterial, wie alten Betten und auch Ziegel, die noch aus der letzten Ziegelei in Ramersdorf übrig waren. Koni, Gärtern der ersten Stunde hat wohl alle Beete (mit)gebaut, vor allen Dingen die alten. Er bewirtschaftet einige der Beete, ein paar sind mit den Ziegeln gebaut/umrahmt. Er hat auch Beete „hinter der Grenze“ zur Wiese mit Bienen angelegt, da gibt es u.a. ein Erdbeet mit Kartoffeln, damit die Kinder sehen, aus was Pommes hergestellt werden. 
    Im rosen_heim gibt es eine Koordinatorin, die derzeit mit einem Werkvertrag angestellt ist. Sie organisiert die vielen Veranstaltungen (mit), löst Konflikte, ist Ansprechpartnerin und kümmert sich um Netzwerkarbeiten und ÖA. nebenan.de ist eine ihrer Spielwiesen, auf der sie die Veranstaltungen bewirbt. 
    An einigen Beeten haben die Gärtner*innnen schräge Dachkonstruktionen mit Rinnen angebracht, die Regenwasser in Tonnen leiten sollen. Das Wasser aus den Tonnen wird mit Hightech (Solar) in Tröpfchenbewässerungsschläuche geleitet.
    am 11.7. feiert der Garten sein 10jähriges Jubiläum. (mehr …)

  • Leipzig: Wirrwuchs blickt mit gemischten Gefühlen auf 2024 zurück

    Das Jahr begann turbulent, mit Einbrüchen, Vandalismus und einer spürbaren Zunahme rechter Raumnahme im Stadtteil. Doch dank Ihrer Unterstützung konnten wir all dem etwas entgegensetzen und ein starkes Zeichen für eine vielfältige Gemeinschaft in Paunsdorf
    setzen. Besondere Highlights waren in diesem Jahr für uns die Soliparty im April und unsere 5-jährige Jubiläumswoche im August – wunderbare Feste voller Begegnungen und Inspiration.
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  • Haar: Haar zum Anbeißen wird 10

    Zum 10-jährigen Bestehen von „Haar zum Anbeißen“ mit 4 Gemeinschaftsgärten, gibt es eine Feier.
    Mehr zum Projekt: https://www.gemeinde-haar.de/de/unser-haar/Ich-engagiere-mich/Haar-zum-Anbeissen (mehr …)

  • Nürnberg: Kollekt Jardin feiert 5jähriges

    wir freuen uns, Sie herzlich zu unserem fünfjährigen Jubiläum des gemeinnützigen Gemeinschaftsgartens Kollekt Jardin e.V. einladen zu dürfen! Dieses besondere Ereignis möchten wir nutzen, um Ihnen für Ihre wertvolle Unterstützung und die Ermöglichung unseres Projekts zu danken.

    Die Jubiläumsfeier findet auf unserem Vereinsgelände (Adolf-Braun-Straße 40), am 31. August ab 15 Uhr statt. 

    Programm:

    15h Workshops für Groß und Klein (Textilspace – nimm Dein T-Shirt mit und bedrucke es! Improtheater & Parcours)
    16h Open Stage & HipHop Beats mit Lusus Naturae, moderiert von Nino Berry
    18h Überraschungsprogramm
    19h Cillout Session
    20:30h Cat Nation LIVE und mit feuriger Begleitung
    22h DJ Elektro Party mit Silent Disco (Tom Foxcock & OVERFLOW aka Old Schepperhand)

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  • Kiel: IG Kiel wird 10 Jahre alt

    Interkulturelle Garten Kiel: und tatsächlich feiern wir in diesem Jahr unser 10-jähriges Bestehen [Anfang Juni] Seit einem Jahr läuft im Garten ein neues Projekt „Erden und Aufblühen“, mit dem Fokus Umweltbildung, vor allem für Schulklassen aus der näheren Umgebung. Die Angebote werden sehr gut angenommen und stellen eine echte Bereicherung für die Kinder in diesem „Brennpunkt“-Stadtteil dar (mehr …)

  • Bremen: Festival von Ab geht die Lucie

    (Mail)

    das Stadtgartenprojekt „Ab geht die Lucie!“ feierte am 2. Juni 2023 seinen 10. Geburtstag. Wir, die ehrenamtlichen Stadtgärtner*innen blicken auf eine bewegte Dekade auf dem Lucie-Flechtmann-Platz in der Bremer Neustadt zurück. Dieses Jubiläum feiern wir mit einem dreitägigem Festival vom 22. – 24. September auf der „Lucie“.

    Zum Auftakt möchten wir die Entwicklung von der Betonwüste zum Garten für alle noch einmal Revue passieren lassen und gemeinsam in die Zukunft blicken. (22. September um 11 Uhr auf den Lucie-Flechtmann-Platz) (mehr …)

  • FRankfurt: Kirchplatzgärtechen feriert 10-jähriges Jubiläum

    (NL)

    Jeder Mensch ist ein Gärtner oder der erweiterte Gartenbegriff. Das Ginnheimer Kirchplatzgärtchen startete im März 2013 als soziales Gartenexperiment im Rahmen des Stadtlabor unterwegs-Projekts „G- Town Wohnzimmer Ginnheim“ des historischen museums frankfurt, initiert von Sybille Fuchs und Jan Jacob Hofmann

    unser  Kirchplatzgärtchen ist 10 Jahre alt geworden und das wollen wir gemeinsam feiern. Dazu laden wir herzlich alle Menschen, die uns begleitet haben ein:
    13. Mai zur 11. Pflanzentauschbörse & Urban Gardening Aktionstag mit Soiree
    * 14 Uhr startet die Pflanzentauschbörse mit vielen Überraschungen. Ein Fahrradeismann kommt vorbei, die Frankfort Igels stimmen uns mit Musik ein und es gibt Aktionsstände für Kinder und alle andere KleingärtnerInnen. Der Solarverein und das Quartiersmanagement sind dabei. 
    * 18 Uhr Soiree mit unsere Lieblingsband „Die Tongärtner“ &  gemütlichen Austausch: wir kommen ins Gespräch mit Beteiligten und blicken zurück auf 10 Jahre Urban Gardening in Frankfurt.
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  • Nürnberg: Stadtgarten gibt es seit 10 Jahren

    Der erste Nürnberger Gemeinschaftsgarten, der nach ökologischen Prinzipien arbeitete war der Stadtgarten in Eberhardshof von der Organisation Bluepingu. Seit 10 Jahren gibt es das Projekt bereits. Hier wird großer Fokus darauf gelegt, dass das Gärtnern ein Gemeinschaftsprojekt ist, und man sich in der Gruppe abspricht. (mehr …)

  • Berlin: Perivoli feiert 20 jähriges Jubiläum

    (Tel, Antrag, Antworten)

    Perivoli feiert sein 20jähriges Bestehen mit Workshops, einem Fest und einer Ausstellung

    Die Ausstellung zeigt den Werdegang des Perivoli 2002-2021 mit vielen Fotos und Berichten als Collagen. Sie soll ab Mitte/Ende Mai bis September auf der großen unteren Veranda im Perivoli gezeigt werden. Die transportablen Sachen würden wir danach im ToSpiti aufhängen, weil dort noch einige Senioren sind, die früher Mitglieder waren und dort auch alles angefangen hat.

    Die Workshops finden, wie bisher geplant, in den zwei Wochen vor dem Fest statt und sie sind kostenlos. Dazu gibt es jeweils eine Führung durch den Garten und durch die Ausstellung.


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  • 10 Jahre IG Darmstadt

    (Gu, alerts)

    KRANICHSTEIN – Seit zehn Jahren sind die Mitglieder des Vereins „Internationale Gärten Kranichstein“ nun schon dabei, Gemüse, Obst und Salat auf ihren Parzellen an der Fasaneriemauer zu hegen und zu pflegen. Das soll gefeiert werden und so versammelten sich die Gärtnerinnen und Gärtner unterschiedlichster Nationen am vergangenen Wochenende zum Vorbereitungstreffen. „Ich backe und helfe saubermachen“, verspricht eine Frau. „Es wäre toll, wenn ein paar Männer die Toilette aufbauen könnten“, sagt eine andere.

    Wenig später ist ein Gärtnertrupp am Zusammenschrauben der Kompost-Toilette, die der Verein gerade – ermöglicht durch eine Spende – anschaffen konnte. „Es ist immer wieder toll, zu sehen, wie viel Engagement gerade auch in die Gemeinschaftseinrichtungen gesteckt wird“, sagt die Vereinsvorsitzende Marion Olsowski. Egal, ob es um den Bau einer Pergola oder die Erhaltung der beiden Bauwagen geht, in denen Werkzeuge untergebracht sind, um das Anlegen einer Kräuterspirale oder eines gemeinschaftlichen Komposthaufens. Auch um die an das Gelände anschließende städtische Streuobstwiese kümmert sich der Verein, der Menschen aus Russland, Chile, Kuwait, Thailand, Deutschland, Nepal und dem Iran – um nur einige der vertretenen Nationen zu nennen – umfasst.
    Das seit zehn Jahren währende gemeinsame Gärtnern feiern die Internationalen Gärten am Samstag, 8. September, von 14 bis 18 Uhr. Gäste sind willkommen. Die Mitglieder sorgen für Köstlichkeiten aus der ganzen Welt. Das Jubiläumsfest findet auf dem Gartengelände „An der Fasaneriemauer“ statt. (kaw)

    „Ich hatte damals von einem solchen Projekt in Göttingen gehört und außerdem das Buch „Wurzeln schlagen in der Fremde“ gelesen“, erinnert sich Doro Neidhart an die Anfangsjahre. Zusammen mit Susanne Neumeyer-Seekatz und Barbara Mayer, der späteren langjährigen Vorsitzenden, hat sie die Idee des gemeinschaftlichen Gärtnerns von Menschen unterschiedlicher Herkunft vorangetrieben. Unterstützt aus Mitteln des Bund-Länder-Projekts Soziale Stadt wurde für die Idee die Werbetrommel gerührt – in der Stadtteilrunde Kranichstein, in Vereinen, in Kitas und beim internationalen Frauenfrühstück. „In Kranichstein, wo wir alle drei wohnen, leben so viele Nationen zusammen, da bot sich dieses Projekt einfach an“, meint Doro Neidhart. Und außerdem: „Und wir alle lieben Gärten.“

    Mit Hilfe der Stadt war dann auch bald ein geeignetes Grundstück gefunden: Eine Wiese auf der einst der mittlerweile verstorbene Peter Gleichauf seine Oberwaldhaus-Ponys grasen ließ. Mit Unterstützung des Ketteler-Cardijn-Werks, einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft des Bistums Mainz, wurden 16 Parzellen auf dem 2500 Quadratmeter großen Gelände angelegt. Später kam der Wildschutzzaun hinzu und 2008 konnten die Gärtnergemeinschaft loslegen – zunächst ohne den mittlerweile eingerichteten Wasseranschluss.

    Fast von Anfang an dabei ist Ibrahim Karimpur. Der aus dem Iran stammende Kurde ist froh, einen eigenen Garten bewirtschaften zu können: „Meine Familie hatte früher auch immer einen Garten. Das hier ist damit ein Stück Heimat für mich.“ Als gelernter Koch baut er auf seiner Parzelle hauptsächlich Kräuter an: Schnittlauch, Petersilie, Pfefferminze. Bei handwerklichen Einsätzen ist seine Unterstützung stets sehr gefragt. „Wir sind hier wie eine große Familie“, sagt Karimpur. Man helfe sich gegenseitig. Sei bei jemandem die Ernte sehr üppig ausgefallen, werde an andere verschenkt.

    Das bestätigt auch Erna Lenz. Sie stammt aus Kasachstan und ist erst seit Jahresbeginn bei den Internationalen Gärten mit dabei. „Ich esse gerne Obst und Tomaten. Aber die aus dem Supermarkt sind nicht so gut.“ Tomaten, Erbsen, Weintrauben, Johannis- und Himbeeren kann sie nun im eigenen Garten ernten. „Die Gemeinschaft hier funktioniert gut“, sagt sie. Sie freut sich, dass der Nachbar die Pflanzen mitwässert, wenn sie nicht dazu kommt. Man könne jederzeit mit Unterstützung rechnen.

    Wie in jeder Kleingärtnergemeinschaft gibt es für das Zusammenleben feste Regeln: So werden nicht mehr als zwei Familien einer Nationalität aufgenommen. Die Errichtung fester Hütten ist untersagt, lediglich Pergolen sind auf den Parzellen erlaubt. Bäume dürfen nicht gepflanzt werden, damit Nachbargrundstücke nicht verschattet werden. „Und wenn es Probleme gibt, dann wird das gemeinsam besprochen“, betont Marion Olsowski. Beim Treffen am letzten Wochenende sind die für die Festvorbereitung wichtigen Punkte schnell abgehakt und es bleibt noch Raum für einen wichtigen Hinweis: „Heute können wir die Pfirsiche auf der Streuobstwiese pflücken.“ (mehr …)

  • 20 Jahre Internationale Gärten in Göttingen

    (Gu, alerts)

    Der Entwurzelung durch Flucht etwas entgegensetzen durch das gemeinsame Gärtnern. Das war ein Ansatzpunkt für die Gründung des Vereins Internationale Gärten Göttingen vor 20 Jahren. Inzwischen gibt es überall in Deutschland Gärten nach dem Göttinger Vorbild.

    Hansjörg Gutberger, Kamal Chowdhury, Shimeles Tassew und Najeka Abid gestalten die Internationalen Gärten mit.

    Hansjörg Gutberger, Kamal Chowdhury, Shimeles Tassew und Najeka Abid gestalten die Internationalen Gärten mit. Quelle: Böhm

    Göttingen „Wir hatten am Anfang keine Vorstellung davon, wie das in den Gärten gehen wird mit unterschiedlichen Familien“ erzählt Najeka Abid. Abid ist seit den ersten Jahren dabei und bearbeitet ein kleines Stück Garten in Geismar am Gehrenring, baut Zucchini, Kürbisse, Melisse, Koriander und Bockshornklee an. Ein Ort der Begegnung sollten die Gärten sein. „Grammatik lernen kann man an der Volkshochschule“, sagt Abid. Hier gehe es darum, was die Menschen für den Alltag brauchten. Und das seien Kontakte.

    Das gemeinsame Gärtnern von Deutschen und Flüchtlingen ist ein Erfolgsmodell geworden. Nicht nur 20 Jahre Verein sprechen dafür, sondern auch der Niedersächsische Umweltpreis und der ungebrochene Zuspruch, denn alle Parzellen in den beiden Standorten in Grone und Geismar sind belegt.

    Einen Streifen Land pflegen

    1996 schon gestaltete eine Gruppe von Migranten-, Flüchtlings- und deutschen Familien einen ersten interkulturell gestalteten Garten in Geismar. 1998 wurde der Verein gegründet. Gemeinsames Gärtnern stand zunächst im Vordergrund.

    „Ich habe am Anfang einen Vertrag mit der Stadt geschlossen, einen Streifen Land zu pflegen“, erzählt Shimeles Tassew, Vorsitzender des Vereins. Bedingung war damals, dass dort etwas angebaut wird für die benachbarte Schule, und dass Kindergarten und Schulen aus der Umgebung Parzellen erhielten.

    Möglichst keine Pflanzenschutzmittel benutzen

    Im Garten wird deutsch gesprochen. Rund 63 Mitglieder aus 25 Nationen hat der Verein momentan, je 20 Parzellen gibt es in den beiden Gärten in Grone und in Geismar am Gehrenring. Alle Parzellen sind mit rund 20 Quadratmetern gleich groß. „Es gibt auch andere Konzepte“, sagt Tassew. Manche hätten auch gern 200 Quadratmeter. Neben Einzelparzellen für den Anbau von Gemüse und Kräutern gibt es Gemeinschaftsflächen. Gartenwerkzeug wird zur Verfügung gestellt. Der Verein legt seinen Mitgliedern eine ökologische Bewirtschaftung ihrer Flächen nahe, auf Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger soll verzichtet werden.

    Der Garten in Geismar in seinem Gründungsjahr

    Der Garten in Geismar in seinem Gründungsjahr. Quelle: Runzer

    „Ich arbeite in einem Forschungslabor an einem der Max-Planck-Institute Göttingens. Unsere Arbeitssprache ist Englisch“, erzählt Kamal Chowdhury vom Vereinsvorstand. Die meisten Wissenschaftler blieben zwei bis drei Jahre da. „Wir haben eigentlich keine Notwendigkeit für Integration. Ich habe in den Gärten ein anderes Leben außerhalb des Labors kennengelernt.“ Den Alltag der Flüchtlinge und ihre traumatischen Erlebnisse.

    Glückliche Zusammensetzung

    Rund 40 Prozent der Mitglieder kommen aus Deutschland. Das ist auch so gewollt. Nur sehr selten musste der Vorstand bislang lenken, wer Parzellen bekommt. „Wir haben eine glückliche Zusammensetzung“, so Hansjörg Gutberger, der für den Garten in Grone zuständig ist. Denn wenn zu viele Parzellen an Menschen einer Nationalität vergeben werden, hätten andere unter Umständen keine Lust mehr zu kommen. Das sei nicht das Konzept.

    Vielfalt gestalten ist ein Motto des Vereins. Es gibt gärtnerische, handwerkliche, künstlerische Angebote, mit denen das Wissen der Vereinsmitglieder weitergegeben wird. Im Jahr 2018 gab es beispielsweise diverse Siebdruck-Workshops von und mit Geflüchteten, Bildervorträge, eine Saatgutbörse und Kurse in der 2008 errichteten Lehrimkerei.

    Die Lehrimkerei im Groner Friednesgarten

    Die Lehrimkerei im Groner Friednesgarten. Quelle: r

    Der Verein arbeite an der Schnittstelle zukunftsorientierter Themen: Integration, Umwelt, Soziales. Dass das gemeinsam verhandelt werde, gefalle ihm sehr gut. „Ich wüsste wenig Vereine, die das so leben“, sagt Gutberger.

    Der Garten ist eine Art Passage

    Zehn Mitglieder sind seit über zehn Jahren dabei, viele verlassen die Gärten auch wieder. Sie ziehen um in andere Städte, nehmen eine Arbeit auf. Der Garten sei eine Art Passage, sagt Tassew. „Wir haben viel Zulauf, viel Erfahrung. Und wir beginnen immer wieder von vorn.“

    http://www.goettinger-tageblatt.de/Thema/Specials/Thema-des-Tages/Verein-Internationale-Gaerten-Goettingen-besteht-20-Jahre


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  • IG Coswig wird 10 – Ministerin gratuliert

    (Gu, alerts)

    Verein erwartet Ministerin zum Geburtstag

    Der Freistaat förderte den interkulturellen Garten seit 2016 mit rund 115000 Euro.

    Auch dieses Jahr hofft der Verein wieder auf eine gute Ernte. Im vergangenen September freuten sich (v.l.) Vereinsmitglied Johannes Hoppe, Vereinschefin Cornelia Obst, Matthias Arnold und die Deutschinderin Jaspal Kauer über die Resultate.
    Auch dieses Jahr hofft der Verein wieder auf eine gute Ernte. Im vergangenen September freuten sich (v.l.) Vereinsmitglied Johannes Hoppe, Vereinschefin Cornelia Obst, Matthias Arnold und die Deutschinderin Jaspal Kauer über die Resultate.
    © Matthias Schumann

    Coswig. Für Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) ist der Verein Interkultureller Garten Coswig e.V. ein herausragendes Beispiel für vorbildliche Integrationsarbeit. Dieses Jahr besteht der Garten zehn Jahre, die Ministerin gratuliert.

    Nachdem sich 2008 in Coswig Menschen zusammenfanden, um die gemeinsame Idee eines interkulturellen Gartens zu verwirklichen, ist es ihnen mit Unterstützung gelungen, einen Ort der Begegnung entstehen zu lassen und einen Ort für gemeinsame Betätigung im Gartenbau zu schaffen, heißt es aus dem Ministerium von Petra Köpping. Derzeit sind unter anderem Menschen aus Indien, Pakistan, Libyen und Afghanistan in der Gartenbewirtschaftung aktiv. Unterstützt werden sie dabei von etwa 20 bis 30 Vereinsmitgliedern, Freunden und Nachbarn. Neben der Pflege des Gartens werden auch Seminare zum Natur- und Umweltschutz angeboten. Ministerin Petra Köpping förderte seit 2016 bereits drei Projekte des Vereins mit insgesamt rund 115 000 Euro. „Hier wird Integration vorbildlich gelebt, denn der Garten dient allen Menschen in der Region als Anlaufstelle. Niemand wird ausgegrenzt, sondern alle sind willkommen. Dadurch werden Kennenlernen, Begegnung möglich und das Verständnis füreinander wächst. Ich danke den Ehrenamtlichen für ihr großartiges Engagement und wünsche den Aktiven für die kommenden zehn Jahre weiterhin viel Kraft, Durchhaltevermögen und Unterstützung“, schreibt die Ministerin, die zur Jubiläumsfeier am Sonnabend nach Coswig kommen will.

    Der Verein hat auch bundesweit Beachtung gefunden. Dass ein Ziel die Integration von Aussiedlern und Aussiedlerinnen durch gemeinsame Tätigkeit mit Einheimischen im Gartenbau ist und der Garten offen für andere Menschen, selbstverständlich auch für Asylbewerber und -bewerberinnen, um ihnen eine Art neues Heimatgefühl zu geben, ein Stück unserer Kultur nahezubringen und auch von ihnen lernen zu können, ist auf der Internetseite der Stiftung Anstiftung zu lesen. Die Münchner Stiftung fördert, vernetzt und erforscht nach eigenen Worten Räume und Netzwerke des Selbermachens. Dazu gehören interkulturelle und urbane Gärten, offene Werkstätten, Reparatur-Initiativen. (mehr …)

  • IG in Duderstadt feiert 20 jähriges Bestehen

    (Gu, alerts)

    „Black and white, our future is bright.“ Mit einem sanften Reggae-Song eröffnete Ahmed Asery aus dem Jemen die gut besuchte bunte Sommerparty. Später bekam er Verstärkung von seiner Band „3 Meters Away“, als Gastsänger trat Edik Hajoyan aus Armenien auf, auf einer offenen Bühne konnte man zu Trommel und Gitarre greifen. Reichhaltig und vielfältig war auch das Essensangebot. Bei polyglottem Sprachgewirr unter alten Obstbäumen wurden gleich an mehreren Stellen Gartengrills angefeuert, ein Zelt mit internationalem Buffet bestückt. Siebdruck, Kinderschminken, ein Tisch mit Gartenbüchern aus dem Fairkauf-Laden, ein Fußballspiel und Luftballons, die als Zeichen des Friedens in den Himmel stiegen, gehörten ebenfalls zum Programm.
     „Toleranz, Anerkennung, Hoffnung, Lebensfreude“ nennt der Caritasverband als  Ernte, die im Internationalen Garten eingefahren wird, wo Flüchtlinge Wurzeln schlagen. „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen“ zitierte Projektbetreuerin Martina Hesse ein afrikanisches Sprichwort, Caritas-Geschäftsführer Ralf Regenhardt sprach von einem „interkulturellen Paradies“ als „Ort des Friedens mit Strahlkraft in die Gesellschaft hinein“. Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) erinnerte an die Anfänge des niedrigschwelligen und ehrenamtlichen Projekts, für das die Stadt kostenlos das Grundstück zur Verfügung stellt. Über die künftigen Konditionen und die Möglichkeit eines zentraleren Standortes müsse der Stadtrat befinden.

    Vor 20 Jahren das erste Pflänzchen auf der Talwiese zum Wachsen gebracht hat Agaringenieur Dr. Tassew Shimeles. Nach Göttingen sei Duderstadt der zweitälteste interkulturelle Garten in Deutschland, sagt der Ideengeber. Als „Brückenbauer, fleißigen Gärtner und Dolmetscher“ würdigte Regenhardt auch Hassan Gahzi, der seit der ersten Stunde dabei sei. Die grüne Oase stehe für 20 Jahre Begegnung, Verständigung und friedvolles Miteinander über alle Grenzen hinweg.

    Als Geburtstagsgeschenk des Caritasverbandes versprach Regenhardt eine Motorsense. Jetzt fehlen für das auf Spenden angewiesene Projekt nur noch eine Wasserpumpe und eine Fräse

    http://www.goettinger-tageblatt.de/Duderstadt/Uebersicht/20-Jahre-Internationaler-Garten-Verstaendigung-im-Gruenen-ueber-Grenzen-hinweg . (mehr …)

  • Ufer Projekte werden 5 Jahre

    (Gu, Mail)
    dieses Wochenende ist ein ganz besonderes: unser Verein UFER-Projekte Dresden wird 5 Jahre alt. Auf unserem Mist sind hier in der Stadt mehrere Gemeinschaftsgärten gewachsen, unter unserem rechtlichen Blätterdach gedeihen außerdem das Gartennetzwerk sowie Bildungsprojekte wie die Seitentriebe und Junges Gemüse.

    Nicht nur, dass der Anlass ein feierlicher ist und wir viele tolle Programmpunkte organisiert haben, nein, darüber hinaus auch für euch die Gelegenheit, einige Gärten und uns UFERianer mal zu treffen und kennen zu lernen 🙂
    Bitte leitet die untenstehende Einladung gern weiter an Freunde und Bekannte.

    Wir sind schon sehr gespannt und freuen uns wie bolle!

    Bis dahin,
    Sebastian

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    Wow, fünf Jahre ist die Gründüngung unseres Vereins schon her. Damals konnte sich niemand der sieben Mitglieder ausmalen, dass unsere Beetroot-Organisation bis heute vier Gärten, mehrere spannende Bildungsprojekte und ein starkverzweigtes Netzwerk pflanzen würde.

    Das wollen wir das ganze erste Juli-Wochenende lang feiern, mit einem großen UFER-Festival – 
    fühlt euch also herzlich eingeladen, mit uns fünf Jahre urbane Freiräume, Bildungsangebote und Nachhaltigkeits-Netzwerkerei zu feiern!
    Wir haben vier verschiedene Veranstaltungen vorbereitet, alle verschieden, zu den jeweiligen Gärten passend und mit ihrem ganz eigenen Charme:

    Freitag, 1. Juli | 19 Uhr | Gemeinschaftsgarten hechtgruen
    Bei uns hackt’s – Gartenbeetz mit den Tagträumern und Schönfeld Dieter Wehrenpfennig

    Samstag, 2. Juli | 11 Uhr | Gemeinschaftsgarten Gorbitz
    Früchtlinge willkommen – Mitbring-Gartenbrunch in Gorbitz

    Samstag, 2. Juli | 18 Uhr | Gemeinschaftsgarten Johannstadt
    Jedes Böhnchen ein Tönchen – Geburtstagskonzert mit Polyluxus, TorstenTorsten und Autumn Valley
    Anmerkung für Fussball-Interessierte: wir sind natürlich inklusiv und versuchen, am Abend eine Übertragung des EM-Spiels bereitzustellen. Damit ihr im Garten sein könnt und nicht woanders 😉

    Sonntag, 3. Juli | 14 Uhr | Kleiner Garten Strehlen
    Chill-I-Dill – Entspannung im Gartencafé

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  • Ig Bayreuth feiert 10jähriges Jubiläum

    (Gu, Mail)
    Mit einem bunten Fest, Grußwort der Oberbürgermeisterin, Musik und Buffet feiert der IG Bayreuth am 5.6. sein 10jähriges Bestehen (mehr …)

  • 10 Jahre Rosenduft

    (Gu, Mail)

    Am 15.5. feiert der Rosenduftgarten in Berlin sein 10-jähriges Bestehen. (mehr …)

  • IG Aalen wird 10 Jahre alt

    (Gu, Mail, 23.7.)
    Der IG Aalen feiert Ende September sein 10-jähriges Jubiläum. Aus der Einladung:“ Erlebe mit uns die Vielfalt des Wurzelswerks und was daraus wächst: Wurzelgeschichten aus den Heimatländern der GärtnerInnen und Geschichten des Ankommens in der Fremde, das chinesische Mondfest, musikalische und
    kulinarische Wurzelgeschichten.“
    In Kooperation mit dem Theater der Stadt Aalen (mehr …)

  • Ausstellung 10 Jahre IG Lichtenberg

    (Gu, Mail, 28.5.)
    miteinander.füreinander

    Ausstellung 10 Jahre Interkulturelle Gärten in Lichtenberg eröffnet

    Dreißig Jahre Hohenschönhausen – das sind auch zehn Jahre interkulturelle Gärten in Hohenschönhausen und im Bezirk Lichtenberg. Vom 28.05.2015 bis zum 27.06.2015 stellt die UmweltKontaktstelle gemeinsam mit den Gärten über 150 sehr sehenswerte Fotos in der Anna-Seghers-Bibliothek im Linden-Center, Prer­ower Platz, 13051 Berlin-Hohenschönhausen aus. Sie erzählen über die Geschichte, die vielfältige Natur, die Arbeit, das Leben und das Miteinander in den Ge­meinschaftsgärten. In der ersten Etage werden die Bil­der der vierjährigen Garteninitiative gezeigt und in der dritten Etage sind die Fotos des Zehnjährigen Gar­tens in der Liebenwalder Str. zu sehen.


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  • Der Generationengarten München wird 10 Jahre alt

    (Gu, Mail, 26.3.)
    Am Freitag, 12.Juni 2015 ab 16 Uhr feiert der Interkultruelle Generationengarten (Petuelpark/München) sein 10-jähriges Bestehen.
    Offizieller Teil mit Gartenrundgang und Reden ist ab ca. 17 Uhr geplant, vorher Kaffee & Kuchen, anschl. Kulturprogramm und „Internationales Büffet“..


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  • IG Lichtenberg feiert 10-jähriges Bestehen und hat Sorge um die Fläche

    (Gu Tel, 16.3.)
    am 16.4. feiert der IG Lichtenberg sein 10-jähriges Bestehen mit Ausstellung, Musik und bunten Programm. Das Gartencafé eröffnet an diesem Tag die Saison.

    Besorgt sind sie, da ihr Vertrag für die Flächennutzung demnächst ausläuft und es sein kann, dass ein großer Teil der Fläche mit einer Sporthalle für die benachbarte Schule bebaut werden soll. Das ist im Flächennutzungsplan so drin und die Schule hat wohl Bedarf. Die BVV hatte sich jedoch schon mehrfach für Garten ausgesprochen. Die Garten-Verantwortlichen haben bereits Briefe an die Entscheidungsgremien und „wichtige Leute“ geschrieben und führen Gespräche. Anne hält uns auf dem Laufenden

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