(Antrag, Antworten)
Unser Gemeinschaftsgarten „Kraut und Rüben“ hat sich im Jahr 2025 dynamisch weiterentwickelt
und ist inzwischen ein fest etablierter Lern- und Begegnungsort im Sozialraum Marzahn-Süd.
Mehr als 30 aktive ehrenamtliche Gärtner*innen engagieren sich inzwischen regelmäßig im
Garten, pflegen ihre Beete und gestalten gemeinsame Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche
und Familien. Ein wöchentlich tagender Gartenrat koordiniert dabei Aufgaben, Nutzungsregeln
und Anschaffungen – ein Modell, das sich als besonders erfolgreich und strukturstärkend erwiesen
hat .
Parallel dazu wächst die Teilnahme junger Menschen: Regelmäßig beteiligen sich etwa 15 Kinder
mit ihren Familien am Gärtnern, und 2025 wurde deutlich, dass wir auch immer mehr Jugendliche
im Alter von 14 – 16 Jahren erreichen. Insbesondere Schulen aus dem Umkreis nutzen unseren
Garten für Projektwochen der 9. und 10. Klassen, die sich thematisch mit Umwelt, Nachhaltigkeit
und Gärtnern beschäftigen. Im Jahr 2025 hatten wir insgesamt 125 Jugendliche in unserem
Garten, die sich aktiv beteiligten. Damit ist unser Garten zu einem zentralen Lernort für
naturpädagogische Angebote geworden.
2. Das „Grüne Klassenzimmer“ – ein naturnaher Bildungsort
Das von uns aufgebaute „Grüne Klassenzimmer“ wird von Kitas, Grundschulen und nun
zunehmend auch von weiterführenden Schulen genutzt. Insgesamt waren 350 Kinder und
Jugendliche bei uns, die unser Grünes Klassenzimmer begeistert annehmen. Es umfasst:
kindgerechte Hochbeete (4–6 Stück)
mobile Pflanzkästen
Gewächshaus zum Ausprobieren
altersgerechte Gartenwerkzeuge
eine kleine überdachte Sitz- und Lerninsel
Lernmaterialien für unterschiedliche Altersstufen
Der Lernort ist kein schulischer Unterrichtsraum, sondern ein sinnlich erfahrbarer
Naturlernbereich: Kräuter riechen, Pflanzen pflegen, Wachstumsprozesse beobachten, Ernte
besprechen – all dies geschieht spielerisch, inklusiv und praxisorientiert .
Kinder und Jugendliche gärtnern dort angeleitet, unterstützt durch unser ehrenamtliches Team.
Was angebaut wird, entscheiden die Gruppen gemeinsam – die Ernte fließt in Projekte zur
gesunden Ernährung und Naturbildung ein.
3. Warum wir 2026 eine weitere Förderung benötigen
Die stark steigende Nachfrage seitens Schulen, Kitas, Familien und Ehrenamtlichen erfordert eine
solide Grundausstattung des Gartens. Die Zusammenarbeit mit Kitas und Schulen ist sehr eng,
allerdings kann keine dieser Einrichtungen das Projekt finanziell unterstützen, da die kommunalen
Budgets – insbesondere für präventive Bildungsangebote – deutlich reduziert wurden.
1. Werkzeuge und Gartengeräte
Für das Jahr 2026 benötigen wir ein flexibel einsetzbares Budget zur Anschaffung und Ergänzung von Gartengeräten, die universell und altersübergreifend von Kindern sowie Jugendlichen genutzt werden können.
Da inzwischen jedes Jahr mehrere Hundert Kinder und Jugendliche bei uns im Garten aktiv sind, müssen Werkzeuge regelmäßig ersetzt werden oder ergänzt werden, um den pädagogischen Gartenbetrieb sicherstellen zu können.
Das Budget ermöglicht uns, im Laufe des Jahres diejenigen Geräte anzuschaffen, die tatsächlich benötigt werden – zum Beispiel Schaufeln, Hacken, Spaten, Rechen, Gießkannen oder Gartenscheren.
Zum Rasenmäher im letzten Jahr:
Der Rasenmäher war eine dringend notwendige und einmalige Anschaffung, da der alte aufgrund der starken Nutzung durch Kinder- und Jugendgruppen nicht mehr funktionsfähig war. Wir entschuldigen uns ausdrücklich dafür, dass wir hierbei die Förderbedingungen nicht beachtet hatten, und danken sehr für eure Kulanz. Selbstverständlich wird ein solches Versehen künftig nicht mehr vorkommen.
2. Zusätzliche Beete und deren Bau
Wir planen, zwei weitere Beete für die Jugendlichen anzulegen, da die Nachfrage im vergangenen Jahr deutlich gestiegen ist.
Die Beete werden nicht als Fertigbeete gekauft, sondern weiterhin gemeinsam selbst gebaut – durch unser ehrenamtliches Team, unterstützt von Jugendlichen im Rahmen eines gemeinschaftlichen Bautages. Damit bleibt das Projekt handwerklich-pädagogisch eingebettet und entspricht den Förderbestimmungen.
3. Erde, Pflanzen und Saatgut
Für die Kinder- und Jugendbeete benötigen wir über das Jahr hinweg Erde sowie Pflanzen und Saatgut.
Da verschiedene Gruppen zu unterschiedlichen Zeitpunkten eigene Gartenprojekte umsetzen, brauchen wir die Möglichkeit, saisonal und bedarfsorientiert zu kaufen. Die Entscheidung darüber, was angebaut wird, erfolgt gemeinsam mit den jeweiligen Gruppen im Rahmen der pädagogischen Arbeit.
4. Jugendliche, die regelmäßig gärtnern
Unsere feste Kerngruppe umfasst etwa 25 Jugendliche, die unabhängig von Schule, Ferienangeboten oder Projekttagen regelmäßig im Garten aktiv sind.
Zusätzlich nutzen Schulen das „Grüne Klassenzimmer“ für Projektwochen und thematische Unterrichtseinheiten, wodurch im vergangenen Jahr insgesamt 125 Jugendliche im Garten waren.
5. Aufteilung der Beete zwischen Schulen/Kitas und Jugendlichen
Die Bereiche im Garten sind klar strukturiert:
- Schulen und Kitas nutzen überwiegend das „Grüne Klassenzimmer“ mit kindgerechten Beeten und mobilen Pflanzkästen.
- Die Jugendlichen verfügen über eigene Gemeinschaftsbeete und ein Gewächshaus.
So bleiben Verantwortung und Zuständigkeiten klar abgegrenzt. Schulen und Kitas arbeiten projektbezogen, während die Jugendlichen langfristig und kontinuierlich gärtnern.
6. Mitfinanzierung durch Fördervereine oder weitere Quellen
Wir haben bei Schulen und Fördervereinen angefragt; aufgrund der angespannten Haushaltslage im Bildungsbereich stehen dort aktuell keine Mittel für naturpädagogische Projekte zur Verfügung (dies deckt sich auch mit unseren Erfahrungen aus 2025).
Weitere Finanzierungsideen bestehen jedoch weiterhin, beispielsweise:
- kleinere lokale Mikroförderungen
- Sachspenden aus der Nachbarschaft
- Unterstützung durch Ehrenamtliche
- Einnahmen aus Gartenfesten oder Mitmachaktionen