Wir (KJR Nürnberger Land) haben eine Einrichtung in der Kinder- und Jugendgruppen Ferien oder Seminare veranstalten können. Wir bemühen uns seit einigen Jahren mit einem Permakulturgarten und „essbarer Nachhaltigkeit“ mit Kräuterschnecke und Obststräuchern und Kompost, Insektenhotels, Blühwiesen etc. Es ist also so eine Art temporärer Gemeinschaftsgarten, immer für die jeweiligen Gruppen die auf dem Gelände sind. Das Gelände ist öffentlich zugänglich und liegt neben einer Gaststätte an einem gut frequentiertem Wanderwege-Knotenpunkt und wir streben an, irgendwann eine Umweltbildungsstation zu werden (mehr …)
Schlagwort: Jugendzentrum
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Second Attempt in Görlitz bekommt ESF Förderung für GG und OW
(Gu, Mail)
das urban gardening Projekt nimmt leider nicht so richtig fahrt auf. Uns fällt es schwer eine stetige Gruppe aufzubauen.
Wir konnten jedoch über den ESF eine zweijährige Förderung akquirieren, um eine Koordination auszuschreiben.
Ebenfalls werden wir über eine zweijährige ESF-Förderung, ein umfängliches Programm aufbauen können, um die offenen Werkstätten zu füllen
ab dem 01.07. kümmert sich jemand um den Werkstattbereich und ab dem 01.01.2018 dann um den Stadtteilgarten (mehr …) -
Gärtnern, Reuse, Foodsharing und mehr im GG Nia Domo in Chemnitz
(Gu aus Antrag und Antworten)
im Jahr 2014 ist in Kooperation mit Partnervereinen in Brasilien (Sao Paulo) und Argentinien(Buenos Aires) das trilaterale Jugendökologieprojekt „Nia Domo“
(Esperanto: „unser Haus“) ins Leben gerufen. Dieses befasst sich im Austausch mit den Partnervereinen mit Aspekten ökologisch-nachhaltigen Bauens, Re- und Upcycling sowie permakulturell orientierten Gartenbaus. Dafür wurde im Jahr 2015 eine ca. 400 m² große brachliegende Fläche auf dem Vereinsgelände zur gärtnerischen Bewirtschaftung nutzbar gemacht. Im Rahmen einer Jugendbegegnung im Jahr 2015 wurde gemeinsam mit deutschen, brasilianischen und argentinischen Jugendlichen ein an dem Prinzip der „Earthships“ des amerikanischen Architekten Michael Reynolds orientiertes Gewächshaus errichtet, das den zentralen Punkt des Gartenprojektes darstellt. Im Jahr 2016 wurde gemeinsam mit Jugendlichen, jungen Erwachsenen und jungen Migranten aus Chemnitz die nutzbare Fläche erweitert, ein Kompost und eine Feuerstelle angelegt, eine bepflanzbare Umgrenzung und erste Hochbeete errichtet. Im Sommer wurde im Rahmen einer weiteren internationalen Jugendbegegnung ein Lehmofen gebaut. Für das Jahr 2017 ist in gemeinsamer Planung mit den involvierten jungen Menschen aus dem Stadtgebiet der weitere Ausbau des Gemeinschaftsgartens und eine permakulturell orientierte Bepflanzung des Gartens geplant.
Konkret geht es im Bereich der baulichen Maßnahmen um das Anbringen von Dachrinnen zur Gewinnung von Regenwasser zur Bewässerung der Anpflanzungen, das Anlegen von Wegen
und Sitzmöglichkeiten, den Ausbau eines überdachten Geräteschuppens und die Fertigstellung bzw. Instandhaltung des Gewächshauses. Im gärtnerischen Bereich soll eine
Begrünung der Bodenfläche und eine nutzungsorientierte Bepflanzung des Gewächshauses und der im letzten Jahr neu geschaffenen Beetflächen erfolgen. Die gewonnen Erträge des Gartens kommen sowohl den Mitgärtnern als auch den sozialen Projekten des Vereins (z.B. wöchentlich stattfindenden Geminschaftsküche, auf dem Gelände befindlichen FairTeiler des
Foodsharing-Projektes in Chemnitz) zu Gute.Das Gartenprojekt „Nia Domo“ auf dem Gelände des Alternativen Jugendzentrums ist sowohl als offener Gemeinschaftsgarten konzipiert, als auch als pädagogischer Projektgarten. Das gesamte Außengelände des Jugendzentrums, als auch der Garten ist jederzeit, auch außerhalb der Öffnungszeiten des Hauses, frei zugänglich und kann inklusive der Feuerstelle und des Lehmofens jederzeit genutzt werden.
Einmal wöchentlich wird die Arbeit im Garten bei Bedarf handwerklich und unter permakulturellen Aspekten angeleitet und unterstützt. Eine Anmeldung ist zur Nutzung des Gartens nicht notwendig.Ebenso werden in Abhängigkeit von anstehenden größeren Arbeiten gelegentlich Arbeitseinsätze und projektorientierte Gruppenarbeiten mit Jugendlichen, ebenso wie Führungen und Vorträge organisiert.
Das Vereinsgelände befindet sich direkt am Jugendzentrum und verfügt über verschiedene Bereiche (Skateanlage, Graffitimauer, Freiflächen, NiaDomo-Garten)und ist, wie bereits oben erwähnt jederzeit zugänglich. Um den Garten wurde eine Umfriedung in Form von Pflanzkästen mit zwei unverschlossenen Zugängen angelegt. Ein Zaun existiert nicht. Insofern ist das gesamte Außengelände jederzeit ohne Zugangsbegrenzung durch alle eventuellen Besucher nutzbar. In Anlage reichen wir Ihnen einige Bilder nach, so dass Sie sich vielleicht ein besseres Bild von den örtlichen Gegebenheiten machen können.
Die Gruppe, die sich regelmäßig um den Garten kümmert umfasst ca. 20 Personen. Dabei handelt es sich in erster Linie um Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von ca. 16 bis 35 Jahren. Dieser Altersschnitt ergibt sich jedoch in erster Linie aus der üblichen Ziel-bzw.
Besuchergruppe des Jugendzentrums und ist nicht festgelegt. Einige Nutzer bringen gelegentlich auch ihre Kinder zum Arbeiten mit auf das Gelände. Insofern werden auch Familien einbezogen. Natürlich steht der Garten auch älteren Interessierten offen. Im Rahmen von Gruppenarbeiten und den erläuterten internationalen Begegnungsmaßnahmen wurden im Verlauf der vergangenen Jahre jedoch schon mehrere hundert junge Menschen mit dem Garten in Kontakt gebracht und wirkten an diesem mit. Es gibt ein Partnerprojekt in Brasilien ( Urbenaer Gemeinschaftsgarten Ponto de cultura „Nia Domo“/Sao Paulo) mit dem auch Austauschmaßnahmen stattfinden.
Da sich angrenzend das Gelände eine Kleingartenanlage befindet, gab es hier schon öfter Besuche durch die Nachbarn und einen gärtnerischen Austausch. Ansonsten ist das Jugendzentrum respektive der Garten einige Kilometer abseits des Stadtzentrum in einem eher gewerbegeprägten und dünn besiedelten Ort gelegen und die Nutzer des Gartens kommen aus dem gesamten Stadtgebiet. Eine Anleitung der Aktivitäten erfolgt, wie bereits erwähnt einmal wöchentlich bzw. bei größeren Bauaktionen oder in der gruppenorien-tierten Projektarbeit. Beworben wird der Garten über die Website des AJZ e.V. und die Facebookseite zum Projekt, ggf. auch über Flyer und Aushänge bei spezifischen Aktionen.
Es gibt momentan ein langes und schmales Erdbeet (ca. 6 m x.05 m), drei quadratische Hochbeete (2 Stck á ca.2×1,5 m und 1 Stck. ca. 1x1m) sowie als Teil der Umfriedung drei rechteckige Hochbeete/Pflanzkästen (ca. 2 mx 0,5 m) und 3 quadratische Pflanzkästen (ca.0,5 x 0,5 m): Hinzu kommt die Bepflanzungsfläche im Gewächshaus (rund angelegt: Umfang ca. 6m,Tiefe ca.0,5 m)und Hängepflanzen. Unter nutzungsorientierter Bepflanzung verstehen wir, dass in erster Linie Gemüse, Obst, und Kräuter angebaut werden, die durch die Mitwirkenden direkt geerntet und als Lebensmittel genutzt werden können.
Die Materialien würden wir im Baustoff- bzw. Holzhandel besorgen bzw. haben wir auch schon auf Wertstoffhöfen bzw. anderen Anlaufstellen für Bauabfall (Remex etc.) Materialien besorgen können. Wir sind immer bemüht, auch auf dem Gelände befindliche Materialien zu recyceln, um so Kosten zu minimieren bzw. auch den Re- und Upcycling-Fokus des Projektes im Auge zu behalten.
Zu anderen Gemeinschaftsgärten in Chemnitz (z.B. Zietenaugust/Sonnenberg) gibt es lose Kontakte. (mehr …)
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weiterer Gemeinschaftsgarten in Augsburg entsteht
(Gu aus Antrag und Antworten)
Das Außengelände eines Jugendzentrums in Augsburg wurde seit 2013 umgestaltet und aus einer brachen Fläche wurde eine nutzbare Fläche. Das Jugendzentrum-Team möchte nun einen Gemeinschaftsgarten dort anlegen, der mit den NutzerInnen, Nachbarn und BewohnerInnen von nahen Flüchtlingsunterkünften angelegt und weiterentwickelt werden soll.
– Mit wem wurde das Gartenprojekt zusammen geplant? Haben Sie NachbarInnen/Interessierte dazu eingeladen und wie konnten diese an dem Prozess teilnehmen?
Die grobe Planung stammt vom Team des k15. Konkretere Ideen wurden in informellen Gesprächen mit Nachbarn und Interessierten gesammelt und besprochen.
– Wie groß ist die Gruppe, die gärtnern möchte?
Etwa 7 – 12 Personen
– Haben Sie schon Kontakt zu der Flüchtlingsunterkunft und das Projekt dort vorgestellt? Wie haben die BewohnerInnen reagiert? Wie wollen Sie diese einbeziehen (abholen? Bestimmte Zeiten?)
Es besteht ein intensiver Kontakt zu den Bewohnern der Gemeinschaftsunterkunft. Die Kinder und jungen Erwachsenen sind sozusagen Dauergäste in unserer Einrichtung; auch die Eltern der Kinder und ein Großteil der anderen Bewohner ist regelmäßig bei uns im Haus, z.B. zum gemeinsamen Kochen und Essen jeden Donnerstag. Die Arbeit im Garten würde eine willkommene Abwechslung, Verantwortung und eine sinnvolle Aufgabe darstellen – also all das, was im „normalen“ Flüchtlingsalltag oft zu kurz kommt.
– Wie groß ist die Fläche, die zum gärtnern (und allem, was dazugehört) genutzt werden soll?
Die Gartenfläche umfasst ca. 240m².
– Wie groß sollen die Hochbeete werden und wer wird darin wie gärtnern können? Soll alles gemeinsam bewirtschaftet werden oder soll es individuelle Anteile geben?
Zwei Hochbeete sind bereits vorhanden, zusätzlich sollen 2-3 Hochbeete à 110×80 cm entstehen. Geplant ist derzeit eine vornehmlich gemeinsame Bewirtschaftung. Bei Nachfrage und Wunsch sind aber natürlich auch individuelle Beetanteile denkbar.
– Wie werden die Jugendlichen beteiligt? Bekommen sie sozusagen einen eigenen Teil/ein eigenes Beet?
Bei Zustandekommen einer Kooperation mit anderen Jugendeinrichtungen wäre eine Hochbeetaufteilung nach Institutionen denkbar. Da hierfür aber noch keine konkreten Rückmeldungen vorliegen, ist die derzeitige Planung die einer gemeinsamen Bewirtschaftung der Flächen.
– Wie sind Entscheidungs- und Kommunikationsstrukturen angedacht?
Vermutlich werden unterschiedliche Kommunikationskanäle genutzt. Neben Austausch und Terminabsprachen über Facebook und Email, wird die Kommunikation mit Nachbarn und Bewohnern der Gemeinschaftsunterkunft erfahrungsgemäß eher über informelle Gespräche auf der Straße oder im Garten ablaufen. Denkbar sind regelmäßige Treffen, bei denen man wichtige Punkte in der Gruppe bespricht und Entscheidungen trifft. Dies würde auch einen demokratischen Entscheidungsprozess begünstigen.
– Was für eine Werkstatt gibt es im Haus und kann diese dann auch von den GärtnerInnen (auch den Nachbarn) genutzt werden?
Im k15 befindet sich eine Werkstatt, die mit allen üblichen Werkzeugen und Materialien ausgestattet ist. Diese ist während unseren Öffnungszeiten (Dienstag bis Samstag) zugänglich.
– Wo werden die Gartengeräte untergebracht und wie sind diese zugänglich für die GärterInnen?
Die Gartengeräte werden in unserem Außenlager untergebracht, das vom Garten aus zu betreten ist. Zugänglich ist dieses immer, wenn das k15 geöffnet ist (Dienstag-Samstag). Zusätzlich besteht die Möglichkeit Schlüssel für das Außenlager zu verleihen.
– Haben Sie beim Grünflächenamt schon nach Rindenmulch o.ä. gefragt? Es gibt es gute Kooperationsbeziehungen zwischen den Augsburger Gemeinschaftsgärten und der Stadtverwaltung
Noch nicht, das ist aber ein super Tipp – vielen Dank dafür!
– Sind Sie mit den anderen Gemeinschaftsgärten vernetzt?
Eine Vernetzung und ein (Erfahrungs-)Austausch mit anderen Gärtnern ist in unseren Augen auf jeden Fall sinnvoll und der Plan Kontakte in diesem Bereich zu knüpfen besteht, wurde aber bisher zeitbedingt noch nicht umgesetzt.