(Gu aus Antrag und Antworten)
Die Kompost-Toilette entsteht auf einer im Aufbau befindlichen Gemeinschafts-Waldgartenfläche bei Kemberg. Sie soll im Rahmen eines Workshops am 23. Sept.
2017 zum Start der Einrichtung dieser Gartenfläche erbaut werden. Der Workshop wird geleitet von dem aus Berlin stammenden „Kollektiv für angepasste Technik“
(KanTe, https://kante.info/).
Die Waldgartenfläche wird als Teil des in der Dübener Heide gelegenen Projektes „Urban Gardening geht aufs Land“ entwickelt 1. In der Projektbeschreibung sowie in der Budgetierung des Projektes ist der Bau einer Kompost-Toilette nicht enthalten.
Dieser Projektansatz ist im Verlaufe der Projektumsetzung durch Teilnehmer an die Projektleitung herangetragen wurden und soll im Anschluss an die theoretische Erarbeitung der Grundlagen von Komposttoilettenanlagen. als eigenständiges Projekt praktisch umgesetzt werden.
Der beantragende Verein Dübener Heide e.V. ist Träger des Projektes „Urban Gardening geht aufs Land“. Das Vorhaben wurde im Rahmen des Modell- und Demonstrationsvorhabens „Soziale Dorfentwicklung“ im Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BLUE) der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung beantragt und bewilligt.
Das Projekt dient dazu, die Potenziale von Gemeinschaftsgärten resp. des Urban Gardening für den ländlichen Raum zu ergründen.
Die fraglichen Potentiale sind auf die Aufgaben des Naturparks und seiner Schutzzwecke bezogen: Gemeinschaftsgärten sollen in ihrer Eignung geprüft werden, in wie weit sie sich als Plattform für Kommunikation, (interkulturelle) Integration, Umweltbildung, Kultur, Attraktionsräume für junge und urbane Zielgruppen und als Beispiel umweltgerechter Landnutzung nutzen lassen. Insofern werden auf allen vom Projekt unterstützten Gartenflächen kein Kunstdünger und keine Pestizide verwandt.
Das Projekt führt auf Basis einer Workshop-Reihe in das Thema Gemeinschaftsgärten als (halb-)öffentliche Lernorte für die Umweltbildung ein und initiiert und begleitet in
Anknüpfung an zu erfassende Vorortinitiativen die Errichtung von zwei (Pilot-) Gemeinschaftsgärten-Projekten in der Region. In einer dieser Flächen soll die beantragte
Komposttoilette erbaut werden.
Die Toilette wird mobil gebaut, da nicht klar ist, ob auch langfristig Leute auf dieser Fläche gärtnern werden.
Wir haben in unserem Gartenprojekt im Teil Sachsen-Anhalt bisher eine motivierte Kerngruppe aus 6-8 Personen die im Umkreis von 2 – 5 km zur Workshopfläche und potentiellen Waldgarten wohnen. Zusätzlich kommen einige aus dem sächsischen Teil der Dübener Heide. Dabei handelt es sich auch um Leute, die selber Gärtnern und auch thematisch verwandte Seminare anbieten und das Projekt unterstützen wollen; einige kommen auch aus Interesse an den Workshopthemen . Dem gesamten Projekt wind ca. 25 Personen zugeordnet die bei unterschiedlichen Workshops anwesend waren.
Die jetzt anvisierte Fläche und die Idee zu diesem Workshop wurde von den Teilnehmern der durch unsere bisherigen Workshops gebildeten Kerngruppe vorgeschlagen, zu dem auch der Besitzer der Fläche gehört, und von unserem Projekt aufgenommen.
Leider ist die anzustrebende zusätzliche erweiterte Grupp des Gartenprojektes noch nicht vorhanden; diese muss vom Projekt weiter aufgebaut werden . Das soll auch über möglichst interessante Workshops geschehen. Der Komposttoilettenworkshop unter Leitung von KanTe bietet sich da an. Was dann später auf dieser Fläche angebaut werden soll, wird von den Teilnehmern entschieden.
Zeitlich sind wir durch die späte Bewilligung des Projektes im Jahresverlauf leider etwas hinterher, so dass der Workshop für dieses Gartenprojekt recht spät ins Jahr gerutscht ist. Aufgrund der Rahmenbedingungen des Förderprogramms können wir den Workshop jedoch nicht verschieben (mehr …)