Schlagwort: Kirchengrund

  • Reinstorf: GG im Dorf nimmt Fahrt auf

    Antrag, Antworten

    der Träger will mit dem Garten als „alltagspraktisches Projekt“ zu „einem gemeinschaftsgetragenen Dorfleben, in dem Subsistenz und Commoning praktisch erprobt werden“ beitragen.
    Fläche war bis vor kurzem noch überwuchert, haben sie von der Kirchengemeide kostenlos bekommen.
    Ideen: Brot backen, Kräuterspirale und viels mehr.
    Gruppe besteht aus jungen und alten Dorfbewohner*innen, sie treffen sich 2x/Monat, es gab schon einige Aktionstage. Hochbeete und Bänke wurden gebaut, sie machen das Projekt auch in etablierten Vereinen bekannt wie Feuerwehr und Landfrauen

    Sie wollen mit dem Garten einen zentral gelegenen, alten Pfarrgarten weder beleben und auch Geflüchtete einbeziehen. Ein Lern- und Begegnungsort mitten in der Gemeinde.

    • Die Nutzung der Fläche ist grundsätzlich nicht befristet und verlängert sich nach dem 28.2.26 jeweils um ein Jahr bei einer jährlichen Kündigungsfrist von 3 Monaten. Die Kirche nutzt (abgesehen von der gemeinsamen Nutzung) den vorderen Teil des Gartens (freie Fläche) für gelegentliche Kirchen-Veranstaltungen (Seniorencafé, Konfirmand*innen-Tage). 
    • In der Kerngruppe sind 6 Erwachsene und ca. 7 Kinder. Erreicht wurden bisher durch Veranstaltungen ca. 200 Menschen und Öffentlichkeitsarbeit ca. 2000 Menschen. 
    • In der Offenen Werkstatt der angrenzenden Projektscheune, die über einen Zahlencode auch der Gemeinschaftsgartengruppe zugänglich ist. (Zugang zu den Gartengeräten)
    • Bisher kommt das Wasser aus dem Außenwasserhahn des Pfarrhauses (Trinkwasser, daher nicht im größeren Rahmen zum Gießen vorgesehen). 
    • Bisher gibt es fünf Hochbeete, wovon eines bepflanzt ist. Sie sollten im Frühsommer mit mehrjährigem Gemüse bepflanzt werden, jedoch ist die Person, die den Hut dafür trägt, im Mai schwer erkrankt, sodass sie Hände und Füße derzeit nicht bewegen kann und noch in der Reha ist. Wir überlegen, ob wir die Hochbeete nun interessierten Gruppen zur Verfügung stellen, sodass sie gemeinschaftlich und gleichzeitig mit klarer Zuständigkeit bewirtschaftet werden. Der Ertrag des Gartens wird sich in Zukunft auch aus den gepflanzten Beerensträuchern (Felsenbirne, Berberitze, schwarze und rote Johannisbeere, Blaubeere, Himbeeren, Honigbeere, rote Stachelbeere) speisen, zusätzlich zu den alten und neuen Obstbäumen (Pflaume, Kirsche, Apfel, Birne) und Kornelkirschen. 
    • Wir haben eine Förderung durch die Landwirtschaftskammer („Transparenz schaffen“), die sich auf Honorare bezieht, so konnten wir einige Ehrenamtspauschalen auszahlen und Workshopleitende honorieren. Ein finanzieller Überschuss wurde bislang nur während der Saatgutbörse erziehlt, wovon wir die Kosten für Kaffee und Tee sowie einige neue Beerensträucher bezahlen konnten. Der realtiv große Betrag von ca. 6000 Euro in der Jahresbilanz bezieht sicht auf ein Privatdarlehen von 3000 Euro, das schon zurückbezahlt ist, aber eben bei Einnahmen und Ausgaben auftaucht. Es wurde benötigt, um die Honorare auszahlen zu können, da die Förderung erst rückwirkend gezahlt wurde und der Verein nicht über auszeichend Mittel zum Vorstrecken verfügt. Lassen Sie uns gerne wissen, wenn Sie mit „Überschuss“ die eigentliche Gartenernte meinten! Die wurde bisher z.B. in Form von Brombeermarmelade einvernehmlich aufgeteilt.
    • Wir beteiligen die Gartennutzenden zunächst einmal durch die Offenlegung unserer Finanzen, erklären den Eigenanteil unserer bisherigen Förderung und dass dieser derzeit nur durch Spenden und Mitgliedsbeiträge gedeckt wird. Nach dem Solidaritätsprinzip können alle selbst entscheiden, Geld zu spenden oder Mitglied bei Gut leben Ostheide zu werden. Vor allem bringen die Gartenleute und Gruppen sich über das Mitbringen eigener Geräte und Werkzeuge für die Einsätze ein, sie haben Hochbeete und Jungpflanzen gespendet, und arbeiten natürlich ehrenamtlich an der Erhaltung, Gestaltung und Pflege des Gartens. Wir machen eine Mitgliedschaft im Trägerverein Gut leben Ostheide bewusst nicht zur Voraussetzung, um den Zugang möglichst niedrigschwellig zu halten. Die Kirche als Mitnutzende des Gemeinschaftsgartens wird ebenfalls nicht finanziell an den Eigenmitteln beteiligt, weil sie ja schon den Garten unentgeltlich zur Nutzung zur Verfügung stellt.

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  • Köln: GG entsteht auf Platz vor Kirche

    (Antrag, Antworten)

    TOM: Ein Garten für die Nachbarschaft“

    Im Kölner Stadtteil Meschenich, wo Menschen mit vielfältigen Hintergründen, Geschichten und Lebensweisen zusammenkommen, entsteht mit dem „Garten der Nachbarschaft“ ein lebendiger Ort der Begegnung. Hier wird Gemeinschaft gefördert, Natur erlebbar gemacht und Wissen generationsübergreifend weitergegeben. Der Garten hat für den sozial stark benachteiligten Stadtteil Meschenich einen unschätzbaren Mehrwert für das Zusammenleben der Menschen, die sich in Lebensstilen, Kulturen, Herkunft, Nationalität, etc. stark voneinander unterscheiden.

    Der Garten bietet bereits Sitzgelegenheiten, eine (im Frühjahr) blühende Insektenwiese und einen Bienenstock – ein Paradies für Mensch und Natur. In Zukunft werden hier naturverbundene Workshops für Groß und Klein, gemeinsame Pflanzaktionen sowie eine direkte Verarbeitung der Ernte durch Kinder stattfinden. Vom Beet direkt auf den Teller – oder direkt in den Mund!

    Besonderen Wert legen wir auf den Schaffensprozess: Der Garten soll nicht nur Erholungsraum sein, sondern auch zum Mitmachen und Lernen einladen. Deshalb kooperieren wir mit der örtlichen Grundschule und den Kindergärten, um Kindern praxisnahes Wissen über nachhaltiges Gärtnern, Artenvielfalt und Ernährung zu vermitteln.

    Der „Garten für die Nachbarschaft“ ist mehr als nur ein grüner Fleck in Meschenich – er ist ein Ort des Miteinanders, des Lernens und der Inspiration. Gemeinsam lassen wir hier etwas wachsen!

    Die Fläche gehört der evangelischen Kirche, mit der der Förderverein Soziales Meschenich einen Mietvertrag geschlossen hat. Als Untermieter des Fördervereins hat das Kinder und Jugendzentrum die Nutzungsüberlassung über die Innenräume und dem Außengelände, also dem „Garten der Nachbarschaft“. Die Miete in Höhe von 500,– Euro wird vom Kinder- und Jugendzentrum getragen.

    Die Gartengruppe umfasst ca. 40 bis 50 Personen, darin enthalten sind alle Generationen. Die Kerngruppe – also diejenigen, die regelmäßig „mitarbeiten“, an Veranstaltungen teilnehmen und an Entscheidungsprozessen beteiligt sind, sind etwa 15 bis 20 Personen.

    Der Öffentlichkeit bekannt gemacht wird der Garten über Facebook, Instagram, Printmedien, Mund zu Mund Propaganda und Informationen, die Projektmitarbeiter:innen in ihren Angeboten geben. Mitmachen kann jeder / jede der / die Interesse hat.

    Aktuell gibt es drei kleine Gemüse- und Kräuterbeete. Weitere sind in Planung und sollen umgesetzt werden, sobald dafür die finanziellen Mittel vorhanden sind. Ebenso in Planung ist ein Kompost sowie ein Gewächshaus. Ein Außenwasserhahn ist vorhanden. Individuelle Parzellen gibt es nicht. Die gesamte Fläche wird gemeinschaftliche bewirtschaftet.

    Wie groß ist die Fläche, auf der tatsächlich gegärtnert wird (die kleinen Hochbeete) und wie denken Sie, wird diese, wenn weitere Hochbeete gebaut sind?

    Die Fläche, auf der gegärtnert wird, beträgt ca. 450qm. Darin enthalten ist sind auch die Flächen der Hochbeete.

    Kann/könnte auch im Boden angebaut werden? Wie ist die Fläche beschaffen ((teil)versiegelt?)

    Größtenteils. Vorhanden sind aber auch gepflasterte Gehwege  und Beete.

    Wie groß ist die Gruppe, die tatsächlich gärtnert? Sind das auch Menschen aus der Nachbarschaft wird mit (Kinder)Gruppen gegärtnert?

    Die Gruppe umfasst ca. 20 Personen. Es sind sowohl Kinder, Jugendliche als auch deren Familien. Grundsätzlich aber sind alle Bürger*innen aus Meschenich herzlich willkommen.

    Machen Sie die Möglichkeit, mit Gemüse und Kräuter anzubauen, extra publik? Gibt es regelmäßige Gartentage oder wie kommt die Gartengruppe zusammen?

    Nein, die Begegnungsstätte und der dazugehörige Garten ist den Bürger*innen bereits vielfach bekannt. Ebenso die Angebotsstruktur des Kinder- und Jugendzentrums, so dass auf Werbekampagnen verzichtet werden kann. Der Garten spricht sich durch Mund zu Mund Propaganda rum, zumal das Kinder- und Jugendzentrum ohnehin stark frequentiert ist.

    Es wird Gemüse angebaut, welches selbstverständlich auch geerntet wird. Mit der Ernte wird gemeinsam und an mehreren Tagen gekocht. „Überschüssige Ernte“ von den Teilnehmenden zum Verbrauch mit nach Hause genommen werden.

    Wer koordiniert die Gartengruppe, wer ist Ansprechpartner*in?

    Ansprechpartnerin ist die Sozialraumkoordinatorin und Projektleiterin Nadine Henke. Sie ist es auch, die die Gruppe koordiniert.

    Was wird schon angebaut, was soll angebaut werden und wer entscheidet das?

    Paprika, Kräuter, Salat, Bohnen, essbare Blumen, Beeren, etc. Es wird gemeinsam mit allen Teilnehmer*innen und den gegebenen Umständen  entschieden. 

    Was passiert mit der Ernte?

    Die Ernte wird in Kochaktionen verarbeitet und oder für Workshops aus dem Bereich Gesundheit / Ernährung genutzt. Darüber hinaus wird in der Einrichtung täglich für mehr als 60 Kinder und Jugendliche gekocht.


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  • Köln: Kartäuser Garten ist eine Oase in der Innenstadt

    Projektbesuch

    Unweit eines Verkehsknotenpunktes ist im Innenhof einer Kirche ein Gemeinschaftsgarten entstanden. Neben der Kirche grenzen eine Kita, das Gemeindejugendhaus, eine Senioreneinrichtung an die Fläche.
    Die Idee zu dem Gemeinschaftsgarten hatte ein Pfarrer in Ausbildung, der an die Geschichte der Kirchen anknüpfen wollte. Früher war hier ein Kloster und die Mönche hatten kleine Gemüseparzellen.
    Die Gruppe kümmert sich um eine Fläche, die direkt am Eingang der Kartause ist, um Kräuter und Rosenbeete, die mal hier, mal da sind und um den Garten hinter dem Kreuzgang. Dort hinein kommt man unter der Woche immer bis 18.00h, ansonsten braucht man einen Schlüssel, für den die Gruppe ein Versteck hat.
    Es gibt Gemüsebeete und Blumenbeete, Kompost, Bienen (Rest), eine Pergola, Beeren, einen kleinen Teich und eine große Rasenfläche, die von allen Anlieger*innen genutzt wird.
    Die Gruppe ist recht konstant, sie sind eher älter (50 – 80) und so im Kern 10 Leute. Die Ernte wird geteilt, doch oft interessieren sich die Gärtner*innen nicht dafür, was mitzunehmen. Es geht eher um das gemeinsame Tätigsein, den Ort, das Soziale.
    Der Ansprechpartner ist mit Sprecher im Ernährungsrat für die AG Urbane Landwirtschaft, gut vernetzt und sieht den notwendigen Umbau der Städte als unabwendbar.

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  • Hamburg: Luthergarten macht Winteraktivitäten

    (Antrag, Antworten)

    Wir haben einen großen Baumbestand im Luthergarten, insbesondere unsere Obstbäume
    benötigen natürlich regelmäßige Pflege und Beschnitt. Leider haben die meisten
    Gärtner*innen bei uns noch keine Weiterbildung in der Obstbaumpflege. Dies wollen wir mit
    einem kleinen Workshop im Februar ändern. Hier sollen dann die Grundlagen erworben
    werden, so dass jede Gruppe im Garten ihre Bäume selbst pflegen kann.

    Wir möchten auch über den Winter den Menschen einen Ort zum Zusammenkommen und
    Lernen und gegen die verbreitete Einsamkeit bieten. Daher beginnen wir im Januar mit einer
    Reihe „Kochen am offenen Feuer“. Dafür konnten wir eine gelernte Köchin gewinnen, die
    das Projekt alle zwei Wochen bis in den Sommer mit uns macht, uns beim Kochen begleitet
    und uns in die Kunst des Feuerkochens einführt

    1. Die Größe der Gartengruppe ist schwer zu beziffern, es haben über 400 Leute den Code zum Garten. Zu den größeren Veranstaltungen (z.B. Erntedank oder Sommerfest) kommen zwischen 30 und 60 Leute, je nach Wetter auch einmal mehr. Der feste Kern sind gerade ca 40 Leute, also die, die wirklich mit arbeiten und nicht „nur so“ in den Garten kommen um ihn zum Picknicken oder Kinder lüften nutzen. Zu den Aktionstagen sind wir meist etwas mehr als 20 Leute, da kommen dann ja auch immer die neuen Interessierten dazu, das sind pro Aktionstag (1mal im Monat) ca 3-5 Leute. Diese bekommen dann auch eine Gartenführung und werden, je nach Wunsch, auch aktiv bei den Arbeiten eingesetzt. Wenn die Neuen gleich einen Bereich haben, für den sie sich interessieren, übernehmen die Leute, die in diesem Bereich arbeiten die Neuen. Wenn nicht, bleiben sie erst einmal bei mir angedockt und wir schauen gemeinsam wo ihr Interesse liegt.
    2. Die Gartengruppen (Hühnergruppe, Backhausgruppe, Garten-der-Stille-Gruppe, Permakulturgruppe, Walacheigruppe, Bibelgarten, Werkstatt, Wellbe und Aktionstaggruppe) organisieren sich zum größten Teil selber mit regelmäßigen Treffen und gemeinsamen Arbeiten. Bei einigen bin ich in der Organisation eingebunden und moderiere die Treffen und insbesondere die aufkommenden Konflikte. Die finanzielle Organisation des Gartens habe ich in den Händen und Gruppenübergeordnete Themen auch.
    3. Die Verbindlichkeit ist je nach Gruppe unterschiedlich, generell ist aber zu sagen, dass die Menschen, die in den Gruppen organisiert sind zum größten Teil sehr verbindlich dabei sind, zum Teil auch schon seit Jahren.
    4. Unser Gemeinschaftsgefühl wird durch Aktionstage gestärkt, bei denen wir gruppenübergreifende Aktionen angehen (den Dorfplatz aufräumen, Holz machen, etc) und zusammen Essen. Oft fühlen sich die Leute aber vor allem ihren Gruppen verbunden und definieren sich auch darüber. Auch die Feste im Jahresverlauf (Sommerfest, Erntedank, Advent, etc) stärken das Gemeinschaftsgefühl. Generell bin ich aber dabei über weitere Gartenaktionen da noch ein wenig mehr zu pushen (wie zum Beispiel das Kochangebot). Eine schöne Idee einer Gärtnerin für das Adventsfest war, dass alle einen von ihr selbstgemachten Stern im Garten an ihrem jeweiligen Lieblingsplatz aufhängen, das war auch ein schönes, weil auch gruppenübergreifendes Erlebnis.
    5. Ja, es gibt noch geflüchtete Menschen im Garten, bis auf zwei sind diese aber nicht in den Gruppen organisiert sondern nutzen den Garten für ihre Kinder oder um Beeren zu ernten, spazieren zu gehen, Leute zu treffen.
    6. Es gibt das freiwillige Gartengeld, damit decken wir aber gerade so die Pacht- und Wasserkosten. Alles andere muss so finanziert werden. Die Gruppe machen das oft intern, gerade bei Saatgut, kleinen Geräten, etc., dass sie das zusammen anschaffen und die Sachen dann innerhalb der Gruppe bleiben. Es gibt bestimmt auch einige, die für das gemeinsame Kochen etwas spenden würden, ich gehe aber nicht davon aus, dass wir damit die Kosten decken können.
    7. Die Geräte des Gartens sind je nach Wiederverkaufswert untergebracht. Spaten, Schaufeln, Harken, Handschuhe, etc. sind für alle zugänglich im Schuppen. Teurere Geräte die auch eine Einweisung brauchen sind in der Werkstatt, hier können die Leute den Code haben wenn sie eine Einführung bekommen haben. Noch teurere Geräte sind in der Werkstatt in einem extra Schrank und nur durch die Werkstattgruppe auszugeben. Und die Gruppen haben ihre individuellen Geräten in ihren eigenen Spinden. Die Geräte, die wir für den Baumschnitt anschaffen wollen, würden dann in die Werkstatt kommen und dort nach Einweisung zugänglich sein.

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  • Deutzen: Permakulturgarten auf Kirchgrund

    (Mail)

    in Bohnen-Tipi und ein Hochbeet findet man neben der Kirche St. Konrad in Deutzen, dahinter eine Wiese mit Insektenhotel und zwei neu gepflanzten Bäumen alter Apfelsorten aus der Region: „Borsdorfer“ und „Edler“ aus Leipzig. Cäcilia Reiprich, seit drei

     
     

    Jahren Geschäftsführerin des Vereins Ökokirche Deutzen, erklärt: „Das Hochbeet ist bei unseren Permakultur-Treffen entstanden. Es ist ein Schritt in Richtung Selbstversorgung. Aber man muss viel ausprobieren und seine Ideen immer wieder mit den Erfahrungen abgleichen.“ Am Beet darf man Erbsen naschen und dabei einiges lernen.
    Seit 2020 gibt es den Verein Ökokirche Deutzen. Die halbe Stelle der Geschäftsfüherin wird noch bis Ende Juni aus dem Topf der Pastoralen Projekte im Bistum Dresden-Meißen finanziert. Die ökumenische Initiative starte 2019 mit dem monatlichen „Gebet für die Schöpfung“. Reiprich betont: „Die Aufgabe, die Schöpfung zu bewahren, erscheint mir zu groß, als dass wir Menschen uns nur auf uns selbst verlassen.“

    Permakultur bietet vierfachen Ertrag
    So schicken die Mitstreiter nicht nur Gebete zum Himmel, sondern holen sich auch praktische Berater oder Referenten mit Vorträgen in die Kirche. Denn es gibt große Pläne zum Tun: Das Nachbargrundstück, das der Evangelischen Kirche gehört, soll demnächst gepachtet werden. Dort soll ein Selbstversorgergarten nach Permakultur-Leitlinien entstehen. Das meint: Dauerhafte Landwirtschaft im Sinne eines sich selbst erhaltenden Gartens. Dabei wird altes Wissen über das Zusammenspiel der Natur mit ökologischer Landnutzung verbunden und ist viermal so er tragreich wie konventionelle Landwirtschaft. Allerdings dauere es rund zehn Jahre, bis man alles so ausprobiert und umgesetzt hat, bis dieser Ertrag auch geerntet werden kann, so Reiprich.
    Die Bepflanzungspläne liegen bereits vor. Beispielsweise sollen Erlen Wind abhalten und Schatten spenden, so dass der Boden den Tag über weniger austrocknet, ihr Laub ist ein guter natürlicher Dünger. Dafür werden aktuell Baum- und Buschpaten gesucht. Pflanzaktion ist am 19. November. Dass der Verein sich in Deutzen engagiert ist kein Zufall: Das Dorf südlich von Leipzig wurde wegen des Braunkohletagebaus in den 60er Jahren komplett umgesetzt, dem fiel die alte evangelische Dorfe im Kirche zum Opfer, die bis heute nicht neu gebaut wurde. Es formierte sich bereits in den 1980er Jahren eine ökmenische Öko-Bewegeung mit dem traditionellen Pfingstmontagsgottesdienst an verschiedenen Orten, wie zum Beispiel auch in Mölbis und Deutzen oder St. Konrad in Borna. In diesem Jahr besuchten rund 120 Menschen den Gottesdienst und anschließende Aktionen, viele Familien aus der Pfarrei Borna waren dabei.
    Cäcilia Reiprich, der die Arbeit des Vereins sehr ans Herz gewachsen ist, wünscht sich noch mehr Menschen aus dem Dorf für das Anliegen des Vereins zu begeistern. Andere zu einem nachhaltigen Leben einladen, sei das größte Anliegen des Projekts. Deswegen wurde im Frühjahr ein Kooperationsvertrag mit dem Bischöflichem Maria Montessouri Schulzentrum als außerschulischem Lernort geschlossen. So hat eine neunte Klasse einen Tag Bäume gepflanzt.
    Mitstreiter werden auch noch für das internationale Workcamp des ökumenischen Jugenddienstes gesucht. Ab 23. Juli bis 7. August kommen Teilnehmer unter anderem aus Brasilien, Spanien und Ungarn in die Region, leben im Bornaer Pfarrhaus und arbeiten eine Woche im Deutzener Pfarrgarten. Einige deutsche Teilnehmer fehlen noch. Zwei kostenlose Plätze für Ukrainer sind auch noch frei.

    https://www.aussicht.online/artikel/permakultur-im-kirchgarten (mehr …)

  • Hamburg: Luthergarten-Leitung braucht mehr Stunden

    (Tel)
    Die Leitung des Luthergartens ist noch dabei, den Aufgabenstau abzuarbeiten, der sich aufgetürmt hat, da es keine Koordinierung gab. Eigentlich ist ihre Stelle dafür finanziert, dass sie den Garten auch zu einem entwicklungspolitischen Ort macht. Derzeit ist ihre halbe Stelle nur ausreichend für Garten-Orgaaufgaben. Sie muss und will Aufgaben wieder abgeben und es soll dafür ein Gartenbeirat gewählt werden.
    Es gibt einige GRuppen im Garten, wie Permakultur, Gemüse und Blumen, Hühner, Backen, Tauben, Werkstatt etc, die nicht alle selbständig sind und in manchen ist Mediation notwendig, was auch alles über sie läuft.
    Sie hat die volle Unterstützung der Gemeinde für ihre Arbeit, der Kirchengemeiderat bringt zudem eigen Ideen und Vorstellungen rund um den Garten ein. Sie macht viele Gemeindeveranstaltungen und geht auch mal zu den Sitzungen, um den Garten zu vertreten. (mehr …)

  • Aachen: Jakobsgarten Kooperation zwischen Gemeide und Stadtteilarbeit

    (Tel)

    für Kirchengemeinden ist es immer mit Durchringen verbunden, eine Fläche an eine Gruppe zu geben, die diese die ganze Zeit nutzen möchte, da zumeist kirchennahe Gruppen auch schon die Fläche nutzen (Pfadfinder etc.). Es müssen neben dem Pfarrer auch die Pastoralteams, Kichenrat und Kirchenvorstand zustimmen.
    Derzeit ist es schwierig, Menschen für ehrenamtliches Engagement zu finden, vor allen Dingen für langfristige Bindung oder Verantwortungsübernahme.
    In der Kirche sind oft ältere, bewahrende Menschen aktiv, die nix ändern wollen.
    Es sollen zwar mehr und neue Menschen gewonnen werden, doch dann heißt es „was wollen die denn hier“ – eine „meins, meins, meins“ Mentalität.

    Im Stadtteil Jakobsviertel in Aacehn war eine Gemeindereferentin unterwegs in Sachen „grünes Stadtviertel“, die sich auch in der Stadtteilarbeit engagiert. Als sie die Fläche für ihre Idee eines Gartens hatte, setzte sie eine Info aif nebenan.de, die sehr erfolgreich war. Das erste Treffen fand mit 35 Leuten statt. Leider haben drei schwierige, dominate Frauen viele Interessierte weggeekelt, trotz Konfliktgesprächen. Es gab auch erst wenig Wasser, bis sie das Wasser vom Dach der Kirchen ernten durften und einen Außenhahn bekommen haben (mehr …)

  • Kleve: Garten an der Kirche

    Frau Kuhn ist Mitglied des Kirchenvorstands und hat die Verantwortung für den Garten von der pensionierten Pfarrerin übernommen. Diese war ganz aktiv u.a. hinsichtlich „Kirche findet Stadt“. Da hatten sie anfangs ein offenes Foyer, mit Kaffee und Kuchen und Gesprächen und einer Sozialarbeiterin, die bei Problemen ansprechbar war. Daraus ist irgendwie das Gartenprojekt erwachsen. Das ist direkt an der Kirche, in der Mitte der Fläche sind 2 Hochbeete, die mit Tischen und Bänken umstanden sind. Die Fläche ist ringsum bepfanzt, an der Kirche wachsen Stangenbohnen hoch. Sie sind zu 5 im Orgateam und verstehen den Garten auch als essbare Stadt. Mitmachen kann man natürlich auch. Doch Ernte- und Mitmachmöglichkeit haben sich noch nicht so gut rumgesprochen. Das Team oder Teile sind jeden Samstag vor Ort und stehen für Gespräche zur Verfügung. Was gut läuft sind die Saatgut/Pflanzentauschbörsen, zu denen man auch kommen kann, wenn man nix zu tauschen hat.
    Der Garten wrd vor allen Dingen als Treff- und Aufenthaltsmöglichkeit genutzt. Von Jugendlichen, ältere Menschen und auch von Obdachtlosen, die anfangs hier auch schliefen. Die Stadt hat sie von einem benachbarten Platz vertrieben, sie nutzen nun die Möbel. Es ist Alkohol im Spiel, es wird mal lauter und andere Bürger*innen trauen sich nicht mehr rein oder wollen nicht mehr in den Garten. Die Orga-Gruppe hat nun temporär die Bänke und Tische abgebaut, die Obdachlosen jeden Abend besucht und angesprochen, dass sie doch wo anders bitte schlafen sollen etc. Ohne Bänke und Tische sind diese Menschen nun auch nicht mehr da. Die Stadt fühlt sich nicht verantwortlich für die Obdachlosen, Streetworker*innen gibt es nicht.
    Die Gemeindemitglieder nutzen den Garten nicht, obwohl er im Gemeindeblatt immer wieder auftaucht. (mehr …)

  • Reinstorf: Gemeinschaftsgarten im alten Pfarrgarten

    (Mail)

    Angrenzend an das Gemeindehaus liegt im Dorf Reinstorf der alte Pfarrgarten, der mitterweile über und über mit Brombeeren überwuchert ist. Die Pastorin hegt den Wunsch, ihn in einen öffentlich zugänglichen Gemeinschaftsgarten zu verwandeln. Eine Hand voll Menschen, darunter eben auch ich, setzen sich dafür den Hut auf. Im Gemeindehaus (das kaum noch kirchlichen Zwecken dient, die Pastorin ist längst ausgezogen) entsteht parallel ein Mitgliederladen. Daneben in der alten Pfarrscheune finden selbstorganisierte Veranstaltungen (wie eine Theaterwerkstatt und eine Dorfküche) statt. Wir möchten dazu beitragen, dass dieser Ort ein

    Begegnungs- und Lernort wird und gründen dazu derzeit den Verein Gut Leben Ostheide.

    Reinstorf liegt ca. 15 km östlich von Lüneburg, ist vor allem landwirtschaftlich geprägt. In den letzten zehn Jahren haben sich hier vermehrt junge Menschen angesiedelt, die die sozial-ökologische Transformation in den Dörfern der Gemeinde voranbringen möchten. Wir haben ein enges Netzwerk auch mit lokalen Funktionsträgern wie Feuerwehr und Gemeinderat aufgebaut. Neben den klassischen Vereinen wie Landfrauen, Schützenverein und eben Feuerwehr, gibt es jedoch keinen öffentlichen Begegnungsort für gemeinsamen Tun (mehr …)

  • Berlin: weniger Vandalismus im Paulusgarten

    (antrag, antworten)

    – Materialien für Hochbeete und den Gartengeräteschrank wurden gekauft und werden in diesem Frühjahr zusammengebaut und aufgestellt. Für den Gartengeräteschrank soll zunächst der Untergrund mit Pflastersteinen (siehe Folgeantrag) vom Hausmeister und der Gartengruppe befestigt werden, um u.a. Rattenbefall vorzubeugen. Dies ist sobald wie möglich (März) vorgesehen.

    – Für die Hochbeete benötigen wir noch Muttererde (siehe Folgeantrag). Die Muttererde und die Bodenprobe konnten wir mit der ersten Förderung nicht finanzieren aufgrund der geringeren Förderung als der beantragten Summe. Wir mussten deshalb Positionen streichen, auf die Bodenprobe wollen wir nach Rücksprache mit den Prinzessinengärten nun komplett verzichten. Darüber hinaus war eine Lieferung und Verteilung der Muttererde Ende des letzten Jahres witterungsbedingt nicht sinnvoll.

    – Die Heckenpflanzen beinhalten ausschließlich essbare Sträucher. Es ist eine Obsthecke, die den Garten umfasst. Nur im Altbestand stehen einzelne nichtessbare Sträucher.

    – Die Beschilderung ist ab Sommer (nach dem Bau von Geräteschrank und Hochbeet) vorgesehen.

    – Die Gartengruppe besteht aktuell aus 9 ehrenamtlich tätigen Mitgliedern. Durch öffentliche Aufrufe von Aktionen wie z.B. zum Start der Gartensaison 18.3. auf der Homepage der Kirchengemeinde sowie auf nebenan.de versuchen wir, weitere Nachbarn und Interessierte für den Paulus-Garten zu gewinnen. Bei den samstäglichen Gartenarbeiten kommen auch häufig Nachfragen nach Mitmachmöglichkeiten zustande.

    – Die Gruppe entwickelt sich auch angesichts der Förderungen aktuell deutlich konfliktfreier als vor einem Jahr. Die Ziele scheinen zu motivieren, für den Gartentag am 18.3., wo wir noch Pflanzen von den Prinzessinengärten abholen im März hat sich bereits ein Neuzugang angemeldet. Es scheint wenig, aber zugleich ist es für uns leichter, kontinuierlich wenig neue Personen einzubinden statt plötzlich mehrere.

    – Ernten finden statt, von der Gruppe sowie unkontrolliert durch Externe (Tomaten und Obsthecke, vor allem beim Kinderspielplatz). Durch den besseren Schutz der Pflanzen vor Verunreinigungen wird der Garten allerdings erst für die Nachbarschaft zum systematischen Ernten interessant werden (mehr …)

  • Berlin: Paulusgarten geht einmal um die Pauluskirche

    (Projektbesuch)

    Zunächst hat die Kirchengemeide das durch einen Nachbarn gestartete Gartenprojekt nicht weiter interessiert. Er bekam die Erlaubnis, die Flächen um die Kirche zu bepflanzen. Es kamen Menschen dazu und eine neue Pfarrerin organisierte das dann so, dass der Garten Teil des Angebots der Kirchengemeinde für die Nachbarschaft ist. Wer möchte, kann mitmachen – ohne Kirchengemeidenmitglied zu sein. Die ca. 10-köpfige Gruppe trifft sich jeden Samstag zum gemeinsamen Gärtern, eine bis zwei Gärtner*innen, die direkt gegenüber wohnen, gießen zwischendurch.
    Die Fläche wirkt teils wild überwuchert, teils sieht man, dass gegärtnert wird. Es gibt ein paar wenige Hochbeete, viele Sträucher und Stauden, einiges an Beeren und Kräutern und ein bisschen Gemüse. Seit kurzer Zeit haben sie mittels einer Schnur, die can 30 cm über dem Boden entlang des Gartens gespannt ist, eine ein bisschen sichtbare Markierung geschaffen, dass hier „etwa anderes anfängt“. Das Liegenlassen von Müll, das Zerdeppern von Flaschen etc. hat so ein wenig angenommen. Eine weitere Problematik ist, dass Spritzen gefunden werden und auch andere Drogen konsumiert werden. Sobald die Büsche runtergeschnitten sind, wird das weniger. Ab und an schläft auch jemand im Garten.
    Es gibt keine Schilder, die den Garten und die Möglichkeit, mitzumachen oder auch einfach zu ernten, doch das wollen sie nun angehen. Viele Interessierte denken, dass das ein Projekt der Kirche ist und sie zur Kirche gehören müssen, um mitzumachen. Viele trauen sich nicht, auch nur eine Beere zu ernten.
    Sie ernten Regenwasser von den Kirchendächern, doch es regnet nicht genug. Es gibt auch einen Wasseranschluss und seit kurzer Zeit haben sie einen Schlauch (vorher musste alles mit Kannen gegossen werden, was stundenlang gedauert hat). Werkzeug ist in einer für alle zugänglichen Kiste. Strom wird es auch bald geben, so dass elektrische Geräte angeschlossen werden können.
    Sie brauchen neue Erde und wollen auch mehr Gemüse anbauen.
    Der Garten wird regelmäßig im Gemeindebrief vorgestellt und auch auf der homepage der Kirchen wird er kurz erwähnt.

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  • Gemeinschaftsgarten hinter dem Pfarrheim

    (aus Bericht)
    Siegburg

    Hinter dem Siegburger Marienheim in der
    Bambergstraße entsteht ein interkultureller Gemeinschaft sgarten, in dem sich die Nachbarn, die
    Kinder der Grundschule und des Kindergartens sowie der Unterkunft  für Gefl üchtete am Gärtnern
    versuchen können.
    Obwohl die Idee erst im späten Sommer prakti sch umgesetzt werden konnte, entwickelten sich die
    Pfl änzchen und das Miteinander der GärtnerInnen prächti g: Die wichti gsten Gartengeräte und
    Samen waren schnell besorgt und so manches Utensil brachten die Neugärtner einfach selbst
    herbei.
    Nachdem in Handarbeit mit Spaten, Schaufel und Hacke die Wiese in ein Beet umgewidmet wurde,
    hat das warme Wett er im August   Radieschen, Spinat, Rucola, Pfl ücksalat und Persilie so gut
    gedeihen lassen, dass die jungen Pfl anzen bald auf ein zweites Beet verteilt werden mussten.
    Die Mitstreiter arbeiten nach dem Prinzip, „wer mithilft , darf auch ernten“ und so ließen sich
    schon   eine   Handvoll   Nachbarn,   Freunde   und   andere   Gartenliebhaber   den   Salat   aus   dem
    Mariengarten schmecken. In geselligen Runden wurde da schon mancher Geheimti pp für die
    perfekte   Salatsoße   ausgetauscht,   aber   auch   frisch   geerntet   und   gewaschen   schmeckten   die
    Radieschen ganz ohne jedes Dressing.
    Das Grundstück für den Garten stellt die Kirchengemeinde Sankt Servati us unentgeltlich bereit und
    gegossen wird mit dem Wasser der angrenzenden Flüchtlingsunterkunft  am Kannenofen.
    Mit dem Setzen von Blumenzwiebeln und der restlichen Ernte ging das Gartenjahr dem Ende zu,
    aber   eine   Fortsetzung  wird  nur   noch  ein  paar  Wochen  auf  sich  warten  lassen  müssen. Die
    Menschen, die sich regelmäßig zu kreati ven Projekten und gemütlichem Plausch bei Kaff ee und
    Teilchen im Pfarrheim zusammenfi nden, werden im Frühjahr erste Pfl änzchen vorziehen, die auf
    den sonnigen Balkonen einiger Nachbarinnen bis zum Auspfl anzen heranwachsen dürfen. Sobald
    kein Frost mehr droht, sollen sie eingepfl anzt und in den Beeten des Gartens gepfl egt werden.
    Die   nächsten   Ernteerfolge   werde   dann   auch   gemeinschaft lich   verarbeitet   und   etwa   beim
    traditi onellen interkultur (mehr …)

  • Nordbeet soll eigenständig werden

    (Gu, alerst)

    Im Rahmen der Interkulturellen Woche feiern die Nutzerinnen und Nutzer des Nachbarschaftsgartens ‚Nordbeet‘ am Donnerstag, 27. September, das Ende ihres zweiten Gartenjahres mit einem kleinen Erntedankfest. Seit dem Frühjahr 2017 werden die 14 Parzellen von Bewohnerinnen und Bewohnern der Nördlichen Innenstadt Völklingen bewirtschaftet. Der ehemalige Pfarrgarten der Versöhnungskirche hatte viele Jahre lang brach gelegen und ist zunehmend verwildert. Im Zusammenhang mit dem Förderprogramm Soziale Stadt und des BIWAQ Projektes ‚Besser leben und arbeiten im Quartier‘ wurde diese Brachfläche in den letzten drei Jahren von der Diakonie Saar zu einem interkulturellen Nachbarschaftsgarten ausgebaut.

    Bei dem Erntedankfest wird ab 15 Uhr die Gartensaison 2018 mit einem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee, Tee und Kuchen beendet. Alle Nachbarn und am Projekt Interessierten sind herzlich eingeladen um sich den Garten einmal genauer anzuschauen und sich über das Projekt zu informieren.

    Die kommende Winterzeit wird zur Vorbereitung eines Vereines genutzt. Da das BIWAQ Projekt, welches sich bisher um die Organisation gekümmert hatte, zum Ende diesen Jahres regulär ausläuft, soll die Verantwortung für den Garten an die Nutzerinnen und Nutzer übergehen.


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  • GG der Kirche soll Stadtteilgarten werden

    (Gu, alerts)
    […]
    „Das Projekt kommt in der Gemeinde gut an, denn es ist konkret und die Leute können sich so einbringen, wie es ihre Zeit erlaubt.“ Doch auch wer nur ernten möchte, ist willkommen und darf den Garten durch das unverschlossene Grundstückstor betreten. „Perspektivisch soll das hier ein öffentlicher Garten für den Stadtteil werden“, blickt Kemper voraus. Als niedrigschwelliges Angebot könne das Gartenprojekt Menschen animieren, „zwar nicht in, aber hinter die Kirche zu kommen“, sagt Löhrmann lächelnd. Zunächst aber habe die Initiative viel Bewegung in die Gemeinde gebracht, ergänzt Kemper. Zum Start habe ein Hobbyimker einen ersten Bienenstock im Garten aufgestellt, ein zweiter wird bald folgen. Der Kindergarten unternimmt regelmäßige Ernteausflüge zu den großen Holzkästen, aus der Seniorengruppe kam spontan die Zusage einer finanziellen Spende und die Eröffnungsandacht  zur Langen Nacht der Kirche am 7. September wird im Pfarrgarten stattfinden. „Wir suchen noch einen Gärtner, der Kinder und Jugendliche an das Thema Gärtnern heranführt“, wünscht sich Kemper. „Vielleicht können wir auch Flüchtlinge aus der Unterkunft bei uns um die Ecke in das Projekt miteinbeziehen.“ Urban Gardening in der Dreifaltigkeitskirche lebt von dem ehrenamtlichen Engagement der Projektgruppe. Von den rund 2000 Euro, die die Stiftung Dreifaltigkeit und der Gemeinde-Verein für Kinder- und Jugendarbeit der Initiative bewilligten, ist erst die Hälfte verbraucht. „Der Gartenarchitekt hat uns mit Materialspenden unterstützt“[…]
    http://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/nachrichten/2018/08/2018_08_09_1 (mehr …)

  • GG Völklingen

    (alerts)

    […]
    An der Völklinger Versöhnungskirche erfolgt der Spatenstich für einen interkulturellen Nachbarschaftsgarten. Neben dem Grün soll auf rund 900 Quadratmetern auch die Gemeinschaft wachsen und gedeihen. Die Kirchengemeinde stellt das Grundstück unentgeltlich zur Verfügung, die Stadt übernimmt die Herrichtung und Erstausstattung des Geländes, und das Diakonische Werk an der Saar organisiert den Betrieb des Gartens.[…]

    https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarbruecken/voelklingen/nur-noch-eine-sparkasse-in-voelklingen_aid-6940015 (mehr …)

  • 40.000 Euro für GG in Völkingen

    (Gu, alerts)

    Derzeit werden Wurzeln entfernt, Wege angelegt, eine Wasserleitung installiert. Dann werden Bäume und Sträucher gepflanzt und Zäune gezogen. Ende März oder Anfang April startet das eigentliche Gärtnern.

    Nur selten gehen symbolische Spatenstiche so flott über die Bühne. Bei den eisigen Temperaturen, die am Mittwochnachmittag herrschen, werden keine langen Reden gehalten. Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) dankt allen Beteiligten, wünscht viel Erfolg und fragt, ob noch jemand etwas sagen möchte. Niemand meldet sich. Also machen sich die Kooperationspartner ans Werk: Neben dem Völklinger Verwaltungschef greifen Pfarrerin Rita Wild und Astrid Klein-Nalbach vom Diakonischen Werk an der Saar zum Spaten. Nach wenigen Minuten ist der offizielle Teil beendet.

    Die Gartenfreunde, die hier im Frühjahr die Regie übernehmen, werden sicher länger bleiben. Im ehemaligen Pfarrgarten an der Völklinger Versöhnungskirche entsteht auf etwa 900 Quadratmetern ein interkultureller Nachbarschaftsgarten. Neben Pflanzen soll dort auch die Gemeinschaft wachsen und gedeihen. Mittel- bis langfristig soll die Anlage in Selbstorganisation der Nutzer betrieben werden.

    Neben dem Standort steht auch schon fest, woher die Betreiber kommen. Die Förderprogramme „Soziale Stadt“ und „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier“ (BIWAQ) geben die Grenzen vor. Bewohner der Nördlichen Innenstadt erhalten die Möglichkeit, Blumen, Gemüse und Kräuter anzubauen. Zunächst muss jedoch das Gelände, das lange brach lag, vorbereitet werden. Mit dem symbolischen Spatenstich fiel nun der Startschuss für die Herrichtung des Gartens.

    Die Gesamtkosten dieser vorbereitenden Maßnahme, die vom Fenner Büro Agsta Umwelt zusammen mit den potenziellen Nutzern geplant wurde, belaufen sich auf rund 40 000 Euro. Es gibt einen Zuschuss, der Eigenanteil der Stadt beträgt etwa 13 000 Euro. Die Landschaftsbaufirma Karl-Josef Holz aus Lebach hat Anfang der Woche mit den Arbeiten begonnen: Sie entfernt Wurzeln, legt Wege an, installiert eine Wasserleitung mit entsprechenden Zapfstellen. Anschließend übernehmen Ein-Euro-Jobber des BIWAQ-Projekts gemeinsam mit den künftigen Nutzern die Anpflanzung von Bäumen und Sträuchern sowie die Erneuerung der Zäune.

    Ende März oder Anfang April startet dann das eigentliche Gärtnern. Neben dem Gemeinschaftsbereich sind Parzellen geplant, die in Eigenregie bearbeitet werden. „Wir sind im Moment acht Nutzer“, sagt Dieter Schumann vom Diakonischen Werk. Neben fünf Flüchtlingsfamilien und zwei Einzelnutzern wird auch das BIWAQ-Projekt eine Zelle bewirtschaften. Die zukünftigen Betreiber treffen sich bereits regelmäßig, zur Zeit wird eine Gartensatzung erarbeitet.

    […]

    Zum Thema: Hintergrund Ein erstes Info-Treffen zum geplanten Nachbarschaftsgarten gab es vor rund einem Jahr. Verschiedene Gremien diskutierten in der Folgezeit über Gestaltungs- und Organisationsfragen. Im September billigte der Stadtrat eine Nutzungsvereinbarung zwischen Stadt, Diakonischem Werk an der Saar und evangelischer Versöhnungskirchengemeinde Völklingen. In dem Vertrag sind die Zuständigkeiten der Kooperationspartner geregelt: Die Kirchengemeinde stellt das Grundstück unentgeltlich zur Verfügung. Die Stadt übernimmt die Herrichtung und Erstausstattung des Geländes. Und das Diakonische Werk organisiert den Betrieb des Gartens.

    http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarbruecken/voelklingen/voelklingen/Voelklingen-Baeume-Ein-Euro-Jobber-Fruehling-Gartenfreunde-Spaten-Staedte-Wasserleitungen;art446743,6358665


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  • In Lahr gibt es einen GG auf Kirchengrund

    (Gu, alerst)

    Die BUND-Ortsgruppe Lahr [hat] das „Urban Gardening“ Projekt in Lahr ins Leben gerufen. Im Pfarrgarten der katholischen Kirche St. Peter und Paul ist ein Gemeinschaftsgarten entstanden. Lahr. […]
    Im Frühjahr 2005 begann die Suche nach einem geeigneten Plätzchen dafür. Bei einem Spaziergang durch die Stadt sei der ehemalige Pfarrgarten bei der Kirche St. Peter und Paul aufgefallen, so Mangei. Die Fläche war eine einfache Wiese, die von der katholischen Gemeinde gepflegt wurde. Die Kirchengemeinde wurde angesprochen und war sofort einverstanden. „Ich denke, das Konzept passt auch zum Selbstverständnis der Kirche“, sagt Mangei.

    Seit April darf der Pfarrgarten nun kostenlos genutzt werden. Auch Strom und Wasser werden von der katholischen Gemeinde zur Verfügung gestellt. Die Gruppe, die sich auf einen Aufruf hin zum gemeinsamen Gärtnern zusammengefunden hat, ist dafür sehr dankbar.

    Von Tomaten bis zu Erdbeeren

    Seither ist schon viel geschehen: Tomaten, Kürbisse, Kartoffeln, Erdbeeren, Kräuter und vieles mehr wachsen nun im Garten. Außerdem gibt es einen kleinen Geräteschuppen, der eine private Spende war. Alle Materialien werden von den Beteiligten mitgebracht und jeder pflanzt an, was er gerne möchte. Dadurch entstehen kaum Kosten. Auch gemütliche Sitzplätze stehen im Garten zur Verfügung. Dort kann man sich von der anstrengenden Arbeit erholen. Beispielsweise mit einem Stück selbstgemachten Zwetschgenkuchen und Kaffee, wie am vergangenen Mittwochnachmittag.

    Zu Beginn gab es einige Befürchtungen. Die Hobbygärtner wurden gewarnt: Der Platz sei gut sichtbar, die mit Mühe angelegten Beete könnten verwüstet werden. Doch bisher gab es keinerlei Probleme. Im Gegenteil: Vorbeikommende Passanten erfreuen sich an den schön angelegten Beeten und den Sonnenblumen, die momentan blühen. […]

    Ungefähr zehn Personen beteiligen sich im Moment am Garten und die Gruppe freut sich über jeden, der vorbeischauen und mitmachen möchte. Immer samstags von 14 bis 17 Uhr wird gemeinsam gegärtnert.

    http://www.lahrer-zeitung.de/inhalt.lahr-stadtgaertnern-fuer-jedermann.dc69029e-411a-43cf-9f70-0f5ae9f2a944.html (mehr …)

  • Kirchgarten in Wolfhagen: Flüchtlinge dabei

    (GU, alerts)

    Wolfhagen. Die Gartensaison ist schon weit vorangeschritten, auch im Wolfhager Kirchgarten: Alle 15 Parzellen des offenen Projekts in den Teichwiesen sind vergeben, an Menschen in und aus Wolfhagen, an Einheimische und Flüchtlinge. […]
    Am Ende der Gartensaison steht eine kleine Party für die Parzellennutzer. Dann kommen alle zusammen und überlegen, wer die Parzellen weiterhin bewirtschaften will. Eventuell wird auch ein zusätzlicher Teil des Gartens in Parzellen umgewandelt. Für das nächste Jahr gibt es auch schon Ideen: eine Lesung mit Live-Musik.

    Das Projekt offener Kirchgarten hat solide Wurzeln: Gespendete Pflanzensamen und Werkzeuge sind genügend vorhanden. Und die Pacht von der Kirchengemeinde ist unbegrenzt.

    http://www.hna.de/lokales/wolfhagen/wolfhagen-ort54301/vielfalt-wolfhager-kirchgarten-offene-gartenprojekt-steht-voller-bluete-bringt-menschen-zusammen-6619419.html (mehr …)

  • In Bielefeld entsteht ein GG mit und für Geflüchtete

    (Gu, Mail)
    In unserem Projekt gab es in letzter zeit sehr viele Änderungen. Mittlerweile haben wir eine Fläche in einem kleinen, ländlichen Stadtteil gefunden, in dem aber das größte Flüchtlingsheim Bielefelds ist, mit 500 Bewohnern. Die örtliche evangelische Kirche hat uns eine Fläche auf deren Grundstück angeboten. Wir werden mit der AWO zusammenarbeiten, die für die Sozialarbeit im Flüchtlingsheim zuständig ist. Es wurden sogar drei 1€-Jobs à je 15 Stunden bewilligt, die wir jetzt mit Geflüchteten besetzen können. Die werden nur für den Garten zuständig sein. Von der Volksbank haben wir eine Förderung von 2500€ bekommen. Das war eine Ausschreibung, die sich nur an Projekte mit Geflüchteten in Bielefeld und Umgebung richtete. Genug also, um anzufangen.

    In den nächsten Wochen muss die Fläche noch vorbereitet werden: momentan ist dort eine Wiese. Wir haben aber jemanden gefunden, der den Boden einmal mit einer speziellen Maschine „umdreht“ (ich weiß jedoch nicht mehr, wie diese Maschine heißt), sodass wir noch in diesem Jahr mit dem Anpflanzen beginnen können. Wir hoffen, dass es in spätestens drei Wochen wirklich beginnen kann. Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir eine Mischung aus kleinen Parzellen (1,20m x 3-4 m) und Gemeinschaftsbeeten haben wollen. 

    Die Parzellen sind hauptsächlich für Geflüchtete, aber einige auch für deutsche Ehrenamtler, die regelmäßig vorbeischauen, ob alles OK ist. Die Ernte wird vorraussichtlich nur von den Gärtner genutzt (und nicht verkauft).

    Das Projekt heißt „InteGrow“ und ist eine studentische Initiative

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  • VestGarten Recklinghausen hat Fläche gefunden

    (Gu, mail)
    Der VestGarten als Teil der Lokalen Agenda 21 in RE (die hier leider auch kein Verein, sondern eine informelle Gruppe von Personen ist) hat eine 1.000qm-Fläche (der kath. Kirche) bekommen und  auch schon gut begonnen, diese zu verändern.
    Der harte Kern besteht aus etwa 15 Personen, in einer Interessiertenliste stehen insgesamt 40 Menschen; und die ersten spontanen Zugänge hat es auch bereits gegeben.
    Natürlich waren und sind wir auch hier vor Ort wegen Unterstützung unterwegs: die Kirche gibt uns die Fläche umsonst, Bündnis 90/Die GRÜNEN hat eine Bürgschaft für die Kosten einer Wiederherstellung der Fläche bei Projektbeendigung übernommen und  ein Planungsbüro hat uns 500 € zur Verfügung gestellt. Die Volksbank RE ist kontaktiert,  u.U. kommen von dort auch 500 € als Spende (mehr …)

  • In Lahr (Schwarzwald) entsteht GG auf Kirchengrund

    (Gu, alerts)

    Bunds für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Lahr. Die Umweltschutzorganisation hatte sich im Sommer 2015 auf die Suche nach einer Fläche für ein Stadtgartenprojekt gemacht und ist nun fündig geworden. Die katholische Kirche an der Schutter stellt dem BUND ein Rasenstück östlich der Kirche St. Peter und Paul zur Verfügung. Es diente einst als Pfarrgarten. „Wir freuen uns, dass unser alter Garten wieder belebt wird und unterstützen den BUND sehr gerne bei dem Projekt“, sagt Markus Erhart, Dekan der katholischen Kirche, laut Pressemitteilung. „Für uns ist das ein Beitrag zur Gestaltung des öffentlichen Sozialraums und als Naturschutzprojekt auch zur Bewahrung der Schöpfung.“

    Uli Sand sieht in der Lage des Grundstücks viele Vorteile: „Es liegt sehr zentral, bietet sowohl Schatten, als auch Sonne. Es ist toll, dass uns die Kirche die Wiese zur Verfügung stellt“. Die BUND-Gartengruppe hat mit dem Stückchen Grün schon konkrete Pläne. Es sollen vor allem Gemüse und Kräuter, aber auch Blumen gepflanzt werden. Die Idee ist ein offener Gemeinschaftsgarten für die Lahrer in der Innenstadt. Die Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner sollen dort künftig gemeinschaftlich gärtnern können und das Säen, Wachsen und Ernten erleben. Der Garten soll als offener Platz für alle zu einem Ort der Begegnung werden. „Ernten darf jeder, der gerade vorbei kommt“, so der BUND. An jedem regenfreien Samstag findet künftig von 14 bis 17 Uhr ein Gartentag statt. Dann wird mindestens ein Mitglied der Gartengruppe vor Ort sein und der Garten wird zum Gärtnern freigegeben.

    http://www.badische-zeitung.de/lahr/jeder-ist-zum-gaertnern-eingeladen–120733759.html (mehr …)

  • IG entsteht in Wolfhagen, weiterer IG geplant

    (Gu aus alerts, 10.7.)
    […] Mit großer Begeisterung sind alle dabei, wenn es um das Anpflanzen und Wässern geht. Egal, ob Kinder oder Erwachsene in der Flüchtlingsunterkunft in Gasterfeld. Wenn sich diese gute Stimmung auf die zarten Pflanzen überträgt, dürfen sich wahrscheinlich alle über eine reiche Ernte freuen.
    Der Boden wurde von Heinrich Niggemeyer (Baumschule Pflanzlust, Nothfelden) gefräst. Niggemeyer spendierte gemeinsam mit dem Blumenhaus Röhre und dem Gartencenter Bachmann Saatgut und Pflanzen. Egbert Bachmann ist selbst begeistert mit dabei. Auch das Gartenwerkzeug hat er zur Verfügung gestellt. […] Am 1. Oktober soll eine weiterer Internationaler Garten in Wolfhagen entstehen, der von der Evangelischen Kirchengemeinde Wolfhagen zur Verfügung gestellt wird. Dieser Garten liegt in den Teichwiesen.[auch wieder mit FLüchtlingen]
    https://www.hna.de/lokales/wolfhagen/wolfhagen-ort54301/internationaler-garten-fluechtlinge-wolfhager-bepflanzen-flaeche-5218580.html (mehr …)

  • Aktivisten-Garten in Saarbrücken

    (Gu, Recherche und Mail, 13.8.)
    Der Gemeinschaftsgarten von „Essbares Saarbrücken“ heißt „Aktivisten-Garten“. Die Ansprechpartnerin beschreibt das Projekt so: „Unser Garten ist leider recht klein. Ich schätze mal, dass es nicht mehr als 40 m^2 sind. Die Fläche gehört der katholischen Pfarrgemeinde St. Michael. Pacht zahlen wir keine. Wir bekommen sogar noch Wasser von der Pfarrgemeinde gestellt und dürfen die Gartengeräte mitbenutzen. Aber immerhin profitiert die Pfarrgemeinde ja auch von unserem Projekt, denn die Fläche war vorher total verwildert und wurde von Vorbeigehenden genutzt, um ihren Müll zu entsorgen. Da liegen Welten dazwischen wie die Fläche früher aussah und wie sie jetzt aussieht. In unserer Urban Gardening Gruppe sind etwa 10 Mitglieder, die wirklich regelmäßig kommen. Dann gibt es noch ein paar, die ab und an vorbei kommen, um mitzugärtnern, wenn es ihnen gerade reinpasst. Generell treffen wir uns jeden Donnerstag ab 17.30 Uhr zum gemeinsamen Gärtnern. Unabhängig von diesem festen Termin werden aber immer mal wieder Extratreffen ausgemacht und auch Grillfeste veranstaltet. Die Fläche wird komplett gemeinschaftlich genutzt und ist nicht umzäunt. Wir hatten mal überlegt, individuelle Stücke anzulegen, haben uns dann aber dagegen entschieden. Außerdem darf jeder, der möchte sich an dem Gemüse bedienen – auch, wenn er nicht zur Gartengruppe gehört.“


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