Schlagwort: Kleine Wildnis Stuttgart

  • Stuttgart: Kleine Wildnis als Klimaaktion

    (Besuch)
    In Stuttgart Hedefingen gibt es eine kleine Gruppe, die sich für die essbare Region Stuttgart einsetz. Bisland zu viert, nun zu sechst (da es wohl 2 Stellen geben wird). Es gibt ein paar kleine Beete, die von Nachbar*innen gepflegt werden. An der Kirche mussten sie ein wenig zurück rudern, da sie ungefragt einen kleinen Obstbaum gepflanzt hatten auf einer angrenzenden Fläche (neben dem Beet) und die Kirchengemeinde nun skeptisch ist.
    Sie haben 4 große verwilderte Gärten übernommen, in einem wird richtig viel angebaut, die anderen haben Obstbäume und Beeren und an manchen kleinen Stellen auch Gemüse. Sie zahlen Pacht und sind Teil der Kleingartenvereinsstruktur und darüber versichtert. Die Verträge haben sie privat abgeschlossen, einen Träger nutzen sie nur für Anträge.In einem steht eine Jurte, es gibt es (edle) selbstgebaute Komposttoilette, Lauben mit Werkzeug und vieles mehr. In einem der Gärten sind drei Bäume gepflanzt für verstorbene Menschen oder Gruppen. Eine Kurdin (bei der Gedenkfeier kamen über 50 Leute und der Baum wird immer mal wieder besucht), für eine Transperson, die sich wegen Diskriminiserungen verbrannt hat (bei der Feier kam niemand aus der Transcommunity) und für die Gruppe nigerianischer Widerstandkämpfer gegen die Umweltkatastophe im Delta, die (länger her) gehängt wurden.

    Flächen für die Beete (außerhalb der Gärten) zu bekommen, was recht schwierig. Das Friedhofs/Garten/Forstenamt hat immer abgelehnt. Die Gruppe ging über den Bezirksausschuss und dann ging es. Inzwischen gibt es auch einen Stadtbeschluss (?) dass Stuttgart essbare Stadt werden soll und dafür ist Geld eingestellt, das u.a. für 2 Stellen für die Aktiven und 1 Stelle im Amt gewidment ist. Noch ist das Geld nicht da.

    Die Gruppe ist klein, aber dedicated. Sie verstehen ihr Engagement als absolut notwendig in Abgesicht der Klimakrise. Ein Bildungsprojekt, ein Projekt, das vernetzt und Bezüge herstellt. Sie haben ein eigenes Logo entwickelt und verschenken alles, was geerntet wird, auch den Saft und die Marmelade, die aus dem Obst gemacht wird. Sie wollen, dass es in jedem Stadtteil ein essbares Projekt gibt.

    Sie verstehen ihre Gärten als Stadtteilgärtnerei, die Pflanzen für all die essbaren Inseln in Hedelfingen züchtet und dann abgbt.

    Sie sind gut vernetzt mit den anderen Gärten in Stuttgart und recht unzufrieden mit der kommunalen Anlaufstelle. Diese empfinden sie als sehr schwach, die machen nur das mit den Anträgen und 2x p.a. eine Austauchrunde. Keine Workshops o.ä., es geht nix weiter voran. Sie zucken auch immer mit den Achseln, wenn die Gärten Unterstützung bei der Verhandlung mit anderen Ämtern wollen (denen die Flächen gehören). Die Kleine Wildnis Gruppe wird immer wieder auf die Ansprechpartnerinnen verwiesen, die dann aber nicht weiter helfen.

    Sie wollen einen Humusworkshop für das Netzwerk machen, haben schon alles organisiert, wollen einen gemeinsamen Kompostplatz für die Gärten anlegen. Die Stadt macht das nicht, doch fördern wollen sie diese Initiative auch nicht. Bei uns wollen sie das nicht beantragen, da sie das nicht zielführend finden, das NICHT über die Fördermittel der Stadt laufen zu lassen.

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  • Stuttgart: Kleine Wildnis kümmert sich um Obstbäume

    (ANtrag)
    Seit drei Jahren pflückt der Gemeinschaftsgarten „Kleine Wildnis“ Obst in und um die Stadt
    Stuttgart und verschenkt es auf Klimademos, bei der Nachbarschaftsarbeit und die Schule und Kindertagesstätte im Stadtteil Hedelfingen. Diese Aktivitäten haben wir ausweiten können und haben in diesem Jahr „Essbare Region Verschenke-Tütchen“ im Netzwerk der Urbanen Gärten etabliert. Wir haben dafür Hochstammbäume auf einer Streuobstwiese zur Verfügung mit einer Höhe von bis zu 7 Metern. Wir pflücken zusammen mit Klimabewegten, NachbarInnen, Kindern und dieses Jahr auch mit Schulklassen.

    Außerdem bieten wir einen Sensenkurs rund um die Bäume an. Dazu haben wir die Stuttgarter Sensenschwinger gewinnen können (mehr …)

  • Stuttgart: Aktive des GG Kleine Wildnis legen essbare Beete in der Stadt an

    (Mail/Artikel)

    „Der Gemeinschaftsgarten in Hedelfingen ist eine grüne Oase, in der Gemüse und Obst gedeihen – begleitet von Vogelgezwitscher, vom Summen und Brummen. Gepflegt wird das Stückle von einer Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger, die sich für mehr Natur in der Stadt und in ihrem Stadtbezirk einsetzen. Jeden Donnerstag treffen sie sich, um gemeinsam zu gärtnern, zu ernten oder um Apfelsaft zu machen. „Uns geht es auch darum zu lernen, wie wir uns lokal selbst versorgen und verpflegen können“, sagt Martin Wunderlich. Im selbst gebauten Solartrockner werden Mirabellen mithilfe von Sonnenenergie zu lang haltbarem Trockenobst. „Das funktioniert perfekt“, so Martin Wunderlich. Gegenüber auf dem sogenannten Sonnengarten stehen Obstbäume. „Einmal im Jahr machen wir Apfelsaft“, berichtet Carina Hieronymi. Die Natur wertzuschätzen und sie klimagerecht für die Selbstversorgung zu nutzen, sind Beweggründe der Bürgerinitiative „Kleine Wildnis“, die sich 2018 formiert hat. Martin Wunderlich, Carina Hieronymi und Neslihan Küncülü sind von Anfang an dabei. Gemeinsames Ziel ist es, die Zukunft lebenswert und ökologisch zu machen. Mit Gleichgesinnten gärtnern sie auf den vier von der Stadt gepachteten Grundstücken mit insgesamt rund 20 Ar und pflanzen essbare Beete in der Stadt.

    Erst kürzlich haben die Aktivisten der „Kleinen Wildnis“ vor dem Gasthaus Krone in der Heumadener Straße 14 Tafeltrauben, Johannisbeeren, Sibirischen Kohl, Blauen Kohlrabi, Salbei, Rosmarin, Winden und Ringelblumen gepflanzt und gesät. „Es soll ein essbares Beet für alle Nachbarinnen und Nachbarn sein, die nach Herzenslust ernten können“, meint Carina Hieronymi. Krone-Wirtin Marita Reckzeh hat das Stückle zur Verfügung gestellt, und sie und ihre Mitarbeiter kümmern sich um die Bewässerung und Pflege des Beetes. „Und wir haben noch mehr Plätze im Auge und schon eine Zusage für ein weiteres essbares Beet“, sagt Martin Wunderlich.

    Stück für Stück wollen die Frauen und Männer der „Kleinen Wildnis“ mit solchen Beeten die „Essbare Stadt“ schaffen. „So können wir einen Teil unserer Ernährung selbst abdecken, klimaschädliche Importe vermeiden, Häuser beschatten, und die Menschen aus der Stadt lernen ihre Natur zudem neu kennen“, sagt Carina Hieronymi. Ein Teil der Pflanzen und des Saatguts für das erste essbare Beet in Hedelfingen stammt von den Vielfaltsgärtnern von den Fildern. Die Aktivisten der „Kleinen Wildnis“ stehen in engem Kontakt mit vielen anderen urbanen Gärten aus Stuttgart und der Region. Gemeinsam arbeiten sie an Lösungen für die Klimakatastrophe. Neben Gemeinschaftsgärten, essbaren Beeten und der Pflege von Streuobstwiesen, Saatgut-Herstellung, Streuobstwiesen-Ernte organisieren sie Klimademos, Schulkooperationen und Gespräche mit der Nachbarschaft und der Stadtverwaltung.“

    https://www.stuttgarter-wochenblatt.de/inhalt.hedelfingen-gruene-oase-statt-grauem-beton.82b2dd5b-8753-464f-93e8-cb52489d9fcf.html (mehr …)