Schlagwort: Kleingärten

  • Berlin: KG gesichert

    Der Senat hat heute auf Vorlage von Senatorin Ute Bonde das #Kleingartenflächensicherungsgesetz beschlossen.

    Damit werden die rund 56.280 Kleingärten auf landeseigenen Flächen langfristig geschützt. Die Anlagen sind wichtige Orte der Erholung, des sozialen Miteinanders und der Artenvielfalt.

    Senatorin Ute Bonde: „Unsere Kleingartenanlagen sind grüne Oasen mitten in der Stadt – Orte der Erholung, des sozialen Miteinanders und der Artenvielfalt. Mit dem Gesetz stellen wir sicher, dass diese Freiräume auch künftig geschützt werden.“

    Das Gesetz stellt klar, dass Kleingartenflächen auf landeseigenen Grundstücken nur in eng definierten Ausnahmefällen und nur mit Zustimmung des Abgeordnetenhauses in Anspruch genommen werden dürfen.

    Wenn eine Anlage aufgegeben wird, müssen gleichwertige Ersatzflächen in der Nähe bereitgestellt werden. Außerdem werden Kleingartenorganisationen wie der Landesverband Berlin der Gartenfreunde e. V. künftig frühzeitig in entsprechende Verfahren einbezogen. (mehr …)

  • Leipzig: KG plant GG

    […] bin ich selbst in einem KGV (Verein für naturgemäße Gesundheitspflege – Nat’l) im Vorstand tätig und wir planen perspektivisch aus einer ehemaligen Parzelle vielleicht einen Gemeinschaftsgarten zu machen (mehr …)

  • Halle: GG am Küttener Weg hat nun 3 Parzellen im Kleingarten

    (ANtrag, Antworten)

    Kurzbeschreibung des Vorhabens:
    Der Gemeinschaftsgarten „Am Küttener Weg“ besteht seit 2015 und ist seither ein Ort des
    gemeinschaftlichen Gärtnerns, des Austauschs und der gelebten Nachhaltigkeit. Auf bislang
    rund 700 m² haben Mitgärtner*innen über die Jahre Gemüse angebaut, Gemeinschaft
    gepflegt und Bildungsarbeit geleistet. Im März 2025 konnten wir zwei angrenzende
    Parzellen von einem bisherigen Pächter übernehmen, wodurch sich unsere Gartenfläche auf
    insgesamt 1.400 m² verdoppelt hat. Diese Erweiterung eröffnet uns neue Möglichkeiten, da
    unsere ursprüngliche Fläche in den letzten Jahren zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen
    gestoßen war.
    Unsere Ziele:
    ⦁ Vergrößerung der aktiven Gartengemeinschaft und Entwicklung demokratischer
    Entscheidungsstrukturen für eine größere Gruppe,
    ⦁ Ausbau der infrastrukturellen Versorgung,
    ⦁ Durchführung gemeinsame Arbeitsaktionen und Bau-Workshops,
    ⦁ Abbau von Gefahrenquellen auf den neu gepachteten Flächen,
    ⦁ Vorbereitungen für das Jubiläumsfest „10 Jahre Gemeinschaftsgarten Am Küttener
    Weg“ im September 2025.
    Die Erweiterung stellt für uns einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung des
    Gartens dar, die folgende Aufgabenschwerpunkte/Maßnahmen erfordern (einschließlich
    Zeitplanung):
    ⦁ Bau einer Trenntoilette (die bisherige, gemeinsam genutzte Trenntoilette war
    Eigentum des alten Pächters und wurde von ihm mitgenommen), bis September
    2025,
    ⦁ Aufbereitung und Instandsetzung einer 2019 erbauten Holzhütte, die dringend
    einen neuen Außenschutz (Holzlasur) benötigt, bis Juli 2025,
    ⦁ Aufbau einer Wasserversorgung in den neuen Parzellen, systematische Verbindung
    der übernommenen Regenwasserspeicher, bis Juni 2025,
    ⦁ Beseitigung verkrauteter Flächen und Nutzbarmachung sowie Verschnitt der Obst-
    und Nussgehölze, bis August 2025,
    ⦁ Infrastruktureller Ausbau: Mini-Kühlschrank sowie eine einfache Kochplatte, damit
    Gärtner*innen sich vor Ort versorgen und Lebensmittel angemessen lagern können,
    bis Juni 2025, spätestens September 2025,
    ⦁ Lagermöglichkeiten für Wechselkleidung der Gärtner*innen, bis Juni 2025,
    ⦁ Aufbau einer Wildgehölzhecke als Rückzugsort für Tiere und als Wind- und
    Sichtschutz, bis Juni 2025,
    ⦁ Schaffung neuer Beetflächen, u.a. für Tomaten, Rhabarber sowie Bohnen und
    andere Gemüsekulturen, bis Mai 2025,
    ⦁ Abriss einer zweiten, vom Einsturz bedrohten Holzhütte auf der neu gepachteten
    Fläche, bis Dezember 2025

    1. Wie groß ist die Gartengruppe und wie viele Menschen sind in der Kerngruppe aktiv?

    Derzeit besteht unsere Gartengruppe aus sechs Personen in der Kerngruppe sowie vier weiteren Mitgärtner*innen, die flexibel mitarbeiten. Durch die Erweiterung unserer Fläche möchten wir gezielt neue Menschen ansprechen. Erste Schritte dazu laufen bereits – über persönliche Netzwerke, aber auch digital. Wir überlegen, künftig feste Öffnungszeiten einzuführen, damit der Garten noch besser zugänglich wird.

    2. Wie stabil ist die Gruppe? Gibt es viel Fluktuation?

    Die Gruppe ist insgesamt stabil, auch wenn es über die Jahre immer wieder Wechsel gab. Der Garten wurde 2015 gegründet, aber erst ab 2017 wuchs eine konstante Gruppe, die das Projekt kontinuierlich weiterentwickelte. Viele waren damals in Ausbildung oder im Studium und haben nach rund drei Jahren aus beruflichen oder familiären Gründen Halle verlassen. Durch gezielte Ansprache, unsere Homepage und Postkartenaktionen haben wir jedoch stets neue Interessierte gewinnen können. Die meisten Mitgärtner*innen bleiben mehrere Jahre – das spricht für eine nachhaltige Bindung an den Ort.

    3. Wie setzt sich die Gruppe zusammen? Sind auch Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte dabei?

    Unsere Gruppe ist vielfältig und umfasst Menschen unterschiedlichen Alters und beruflicher Hintergründe. Die Gruppe war lange von jungen Menschen in Ausbildung oder im Studium geprägt, die mit wenig Geld lebten und im Garten einen Ort der Teilhabe fanden. Heute besteht die Gruppe vor allem aus Menschen mit festen Jobs, teilweise in Teilzeit oder im Schichtdienst – einer der Mitgärtner steht kurz vor dem Ruhestand. Aktuell ist niemand mit Migrations- oder Fluchtgeschichte aktiv, aber in der Vergangenheit hatten wir Mitgärtner*innen mit indischer und aserbaidschanischer Herkunft, teils aus der 1., teils aus der 2. Generation. Unser Garten ist offen für alle, unabhängig von Herkunft oder Hintergrund.

    4. Wie können neu Interessierte mitmachen, wer kümmert sich wie?

    Da wir mitten in einer Kleingartenanlage liegen, kommen kaum Menschen zufällig vorbei. Die meisten finden über unsere Homepage, soziale Medien oder durch persönliche Empfehlungen zu uns. Interessierte bekommen eine Gartenführung und ein Gespräch, bei dem wir unsere Grundideen vorstellen und über die Möglichkeiten der Beteiligung sprechen. Danach entscheiden sie selbst, wie sie sich einbringen möchten. Eine WhatsApp-Gruppe hält alle auf dem Laufenden, wer gerade im Garten ist oder was ansteht. Künftig planen wir regelmäßige gemeinsame Arbeitseinsätze, um Verbindlichkeit und Gemeinschaft weiter zu stärken.

    5. Wie lange sind Sie selber schon im Garten dabei und was ist Ihre Rolle?

    Ich bin seit 2017 Teil des Gartens. Zu dem Zeitpunkt war ich die einzige aktive Person. Nach und nach konnte ich wieder eine kleine Gruppe um mich sammeln. Inzwischen bin ich so etwas wie das „Bindeglied“ zwischen Interessierten, dem Vorstand und dem Gartenalltag. Ich übernehme die Begrüßung und Einführung neuer Gärtner*innen und organisiere ich viele Abläufe mit.

    Darüber hinaus engagiere ich mich für die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Dachvereins Gartenwerkstadt Halle e.V..

    6. Wie hoch ist die Pacht und wie wird diese finanziert?

    Pro Parzelle zahlen wir etwa 220 € Pacht, also 880 € jährlich für unsere vier Parzellen. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über die Mitgliedsbeiträge der aktiven Gärtner*innen, die ihre Beiträge nach eigenen finanziellen Möglichkeiten selbst festlegen. Eine externe oder vereinsübergreifende Quersubventionierung gibt es nicht – jede Gartengruppe trägt ihre Fläche eigenständig.​

    7. Wie offen ist der Garten? Kommen die Gärtner*innen jederzeit in die Kleingartenanlage?

    Von April bis Oktober ist die Kleingartenanlage tagsüber geöffnet, sodass der Garten frei zugänglich ist. In den Wintermonaten ist die Anlage abgeschlossen, jedoch verfügen wir über Schlüssel, um den Zugang zu gewährleisten. Unser Garten selbst ist nicht abgeschlossen und kann jederzeit betreten werden.​

    8. Wie machen Sie auf den Garten aufmerksam? Gibt es z.B. ein Schild am Eingang der Anlage und an den zusammengelegten Parzellen, die auf den Gemeinschaftsgarten und Mitmachmöglichkeiten hinweisen?

    Bislang gibt es keine Beschilderung am Eingang, das wurde intern mehrfach diskutiert. Einerseits möchten wir sichtbarer sein, andererseits gab es in der Vergangenheit wiederholt Diebstähle, was die Gruppe vorsichtig gemacht hat. Ich habe mich bei anderen Projekten umgeschaut und plane, gemeinsam mit der Gruppe eine passende Lösung zu entwickeln – informativ, aber dezent. Wir sind auch im Austausch mit dem Vorstand der Kleingartenanlage, da es in Teilen der Anlage noch Vorbehalte gegenüber unserer offenen Nutzung gibt.

    9. Wie viele Beete gibt es schon und wie viele sollen es werden?

    Aktuell gibt es 14 kleinere Beetflächen (meist rund zwei bis drei Meter Durchmesser) und ein größeres Gemüsebeet von etwa 15 m². Zusätzlich gibt es Staudenbereiche, Wildkräuterflächen, Beerensträucher und Baumscheibenbepflanzungen. Im Zuge der Erweiterung möchten wir die Anzahl der Gemüsebeete mindestens verdoppeln, also auf rund 30 Beete erweitern.

    10. Wie ist der Garten organisiert? Wird alles gemeinschaftlich begärtnert oder gibt es Patenschaften oder individuelle Parzellen?

    Wir verbinden gemeinschaftliches Gärtnern mit individueller Nutzung. Es gibt zentrale Flächen, die gemeinsam gepflegt, geerntet und genutzt werden (z. B. Kräuter, Beeren, Kompost, Geräte). Darüber hinaus hat jede*r eigene kleine Beete für individuelle Ideen oder Lieblingspflanzen. Wer gerade im Urlaub ist oder Unterstützung braucht, schreibt in die Whats-App-Gruppe – dann helfen wir uns gegenseitig. Bestimmte Ernten wie Tomaten, Bohnen, Zucchini, Obst oder Kräuter werden immer gemeinschaftlich geteilt.

    11. Woher kommt das Wasser/wie viel können Sie mit der Ernte von Regenwasser abdecken?

    Derzeit nutzen wir drei 210-Liter-Regenfässer, gespeist über das Dach der Gartenhütte. Durch Mulchen und angepasste Bewässerung kommen wir bisher gut zurecht. Bei längerer Trockenheit greifen wir auf einen Wasseranschluss der Anlage zurück. Auf den neuen Parzellen gibt es weitere Dächer für Regenwassernutzung und einen weiteren Außenwasseranschluss. Einige Fässer, die wir übernommen haben, sind defekt – diese möchten wir ersetzen. Ziel ist es, eine möglichst vollständige Eigenversorgung über Regenwasser zu erreichen.

    12. Wie beteiligen sich die Gärtner*innen finanziell am Garten?

    Alle Kosten werden gemeinschaftlich getragen. Jede*r beteiligt sich nach eigenen Möglichkeiten. Wo es geht, kaufen wir gebraucht oder nutzen Netzwerke. Saatgut ziehen wir oft selbst, Beeren vermehren wir durch Stecklinge. Bei größeren Anschaffungen legen wir zusammen. Die Möglichkeit einer Förderung ist für uns neu und würde es uns erleichtern, dringend notwendige Maßnahmen umzusetzen.

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  • Berlin: Soulgarden und Schreberjugend machen Projekt zusammen

    (Gespräch/Thomas)

    Soulgarden Berlin (Organisation von Keya) hat zusammen mit der Deutschen Schreberjugend Gelder über die DSEE-Förderung „TransformD“ erhalten (ausgegeben sein müssen die Mittel bis Ende 2025). Die Erfahrungen, die Soulgarden im Projekt mit Kleingärten als Ankommensorte für Geflüchtete vorher gemacht hatte, sollen bundesweit übertragen werden.

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  • Stuttgart: Kleine Wildnis als Klimaaktion

    (Besuch)
    In Stuttgart Hedefingen gibt es eine kleine Gruppe, die sich für die essbare Region Stuttgart einsetz. Bisland zu viert, nun zu sechst (da es wohl 2 Stellen geben wird). Es gibt ein paar kleine Beete, die von Nachbar*innen gepflegt werden. An der Kirche mussten sie ein wenig zurück rudern, da sie ungefragt einen kleinen Obstbaum gepflanzt hatten auf einer angrenzenden Fläche (neben dem Beet) und die Kirchengemeinde nun skeptisch ist.
    Sie haben 4 große verwilderte Gärten übernommen, in einem wird richtig viel angebaut, die anderen haben Obstbäume und Beeren und an manchen kleinen Stellen auch Gemüse. Sie zahlen Pacht und sind Teil der Kleingartenvereinsstruktur und darüber versichtert. Die Verträge haben sie privat abgeschlossen, einen Träger nutzen sie nur für Anträge.In einem steht eine Jurte, es gibt es (edle) selbstgebaute Komposttoilette, Lauben mit Werkzeug und vieles mehr. In einem der Gärten sind drei Bäume gepflanzt für verstorbene Menschen oder Gruppen. Eine Kurdin (bei der Gedenkfeier kamen über 50 Leute und der Baum wird immer mal wieder besucht), für eine Transperson, die sich wegen Diskriminiserungen verbrannt hat (bei der Feier kam niemand aus der Transcommunity) und für die Gruppe nigerianischer Widerstandkämpfer gegen die Umweltkatastophe im Delta, die (länger her) gehängt wurden.

    Flächen für die Beete (außerhalb der Gärten) zu bekommen, was recht schwierig. Das Friedhofs/Garten/Forstenamt hat immer abgelehnt. Die Gruppe ging über den Bezirksausschuss und dann ging es. Inzwischen gibt es auch einen Stadtbeschluss (?) dass Stuttgart essbare Stadt werden soll und dafür ist Geld eingestellt, das u.a. für 2 Stellen für die Aktiven und 1 Stelle im Amt gewidment ist. Noch ist das Geld nicht da.

    Die Gruppe ist klein, aber dedicated. Sie verstehen ihr Engagement als absolut notwendig in Abgesicht der Klimakrise. Ein Bildungsprojekt, ein Projekt, das vernetzt und Bezüge herstellt. Sie haben ein eigenes Logo entwickelt und verschenken alles, was geerntet wird, auch den Saft und die Marmelade, die aus dem Obst gemacht wird. Sie wollen, dass es in jedem Stadtteil ein essbares Projekt gibt.

    Sie verstehen ihre Gärten als Stadtteilgärtnerei, die Pflanzen für all die essbaren Inseln in Hedelfingen züchtet und dann abgbt.

    Sie sind gut vernetzt mit den anderen Gärten in Stuttgart und recht unzufrieden mit der kommunalen Anlaufstelle. Diese empfinden sie als sehr schwach, die machen nur das mit den Anträgen und 2x p.a. eine Austauchrunde. Keine Workshops o.ä., es geht nix weiter voran. Sie zucken auch immer mit den Achseln, wenn die Gärten Unterstützung bei der Verhandlung mit anderen Ämtern wollen (denen die Flächen gehören). Die Kleine Wildnis Gruppe wird immer wieder auf die Ansprechpartnerinnen verwiesen, die dann aber nicht weiter helfen.

    Sie wollen einen Humusworkshop für das Netzwerk machen, haben schon alles organisiert, wollen einen gemeinsamen Kompostplatz für die Gärten anlegen. Die Stadt macht das nicht, doch fördern wollen sie diese Initiative auch nicht. Bei uns wollen sie das nicht beantragen, da sie das nicht zielführend finden, das NICHT über die Fördermittel der Stadt laufen zu lassen.

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  • Eching: Gemeinschaftsgarten hat VHS Kontakt nur, da Pächterin

    (Tel)
    Der GG Eching läuft soweit ganz gut. Er ist entstanden aus einer „Theorie-Gruppe“, die es zum Thema an der VHS gab. Die VHS ist dann Pächterin eines Grundstücks geworden, auf dem auch Kleingärten entstehen soll (was bisher noch nicht geschah). Weitere Kontakte zur VHS gibt es nicht. Die Gärtner*innen müssen sich da auch nicht anmelden, sondern können einfach kommen und gärtnern. (mehr …)

  • Berlin: Fuchsgarten i- Selbsversorgung m Kleingarten für Menschen mit wenig Geld

    (NL)
    Eigenes Obst & Gemüse ganzjährig anbauen und gemeinschaftlich gärtnern – das ist schon ganz bald im Selbstversorgergarten „Fuchs-Garten“ möglich, der gerade in der Kleingartenanlage „Gartenfreunde am Wackerplatz“ in Reinickendorf entsteht.

    Wie genau? Im Fuchs-Garten gibt es sieben Beetflächen mit je 60 m² pro Person zum Anbau von Obst und Gemüse sowie Gemeinschaftsflächen, wie Kompost und Gewächshaus.

    Was müssen Sie mitbringen?

    • Lust am Gärtnern,
    • Sie wohnen in Reinickendorf, bestenfalls in der Nähe des Wackerplatzes,
    • haben einige Stunden Zeit in der Woche, um sich um Ihr Beet zu kümmern,
    • und Sie beziehen Bürgergeld, Grundsicherung, Wohngeld oder Bafög.

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  • Berlin: Multiplikator:innen-Werkstatt: Gärten und Geflüchtete

    (NL)
    Mit einer ersten Werkstatt am 23. Februar 2023 (16-18 Uhr) startet das Projekt „Gärten und Geflüchtete – Mitmachen in transkulturellen Gärten“ der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz. Mit der Durchführung sind Su Schnorbusch (Su Schnorbusch Architekten), Keya Choudhury (soulgardenberlin) und Thomas Fiedler betraut. Das Ziel des Projektes ist es, bis Ende 2023 die Potenziale von Gemeinschaftsgärten und Kleingärten in Berlin als Orte der Unterstützungsarbeit für geflüchtete Menschen zu erschließen und zu stärken.

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  • Berlin: Trägerform für Hanggarten gefunden

    (tel)
    Der Hanggarten ist eins der Projekte, deren Begleitung der Berliner Senat per Ausschreibung an eine Firma vergeben hat. Neben dem Schleifengarten geht auch hier um den Aufbau und die Verstetigung eines Gartenprojekts in Kooperation mit einer Kleingartenanlage. Der Hanggarten ist Teil einer Kleingartenanlage in Wilmersdorf. Die Begleitung läuft über Parzelle X, die ein Jahr Zeit haben. Diese sehr kurze Zeit wurde nun noch bis Ende des Jahres verlängert. Im Garten selbst soll in dieser Zeit noch ein Gartenhaus gebaut werden.
    Die Trägerform, die nun gefunden wurde: die Mitglieder der Gemeinschaftsgartengruppe werden Fördermitglieder der KGA die KGA Unterpächterin. Besitzer der Fläche ist das Bezirksamt, der KG Bezirksverband ist Zwischenpächter und wird die Fläche nun als an den Kleingartenverein unterverpachten. Da kein Verein Pächter werden darf, sondern nur natürliche Personen, musste jemand aus dem Verein dafür gefunden werden, was gelang, jedoch soll nun möglichst jemand aus der Gemeinschaftsgartengruppe bald Vollmitglied des Kleingartenvereins werden und den Vertrag bzw. Nutzungsvereinbarung unterzeichnen.

    In der letzten Sitzung der Gemeinschaftsgartengruppe hat sich gezeigt, dass einige der Gärtner*innen sich nun vorstellen können, Aufgaben zu übernehmen. Jemand soll Sprecher*in werden, um nach innen und außen ansprechbar zu sein, es zeichnet sich ab, dass Arbeitsgruppen jenseits der gärtnerischen Tätigkeiten gegründet werden können. Ob das tragfähig ist und die Gruppe sich nach Auslaufen der Begleitung im nächsten Jahr weiter trifft, ist offen. Auch die Finanzierung der Betriebskosten und laufenden Kosten für Pacht, Winterdienst, Müllentsorgung, Wasser, Versicherung ist offen. Zudem fehlt eine Toilette – die im Kleingarten soll die Gruppe nicht nutzen…

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  • Berlin: Weiterentwicklung des Schalottengarten

    (Antrag, Antworten)

    Seit dem Umzug im Jahr 2020 hat sich einiges getan:

    ·    Aufbau aller Hochbeete inkl. Wurzelfließ und Mäusegitter

    ·    Kauf eines gebrauchten Geräteschuppens

    ·    Anschluss eines Wasseranschlusses

    ·    Anschaffung eines gebrauchten Wassertanks

    ·    Aufstockung mit Erde und Humus für alle Beete

    In 2022 wollen sie noch weitere Beete mit Aufsetzrahmen aufgestockt und die angrenzende Garage gestrichen werden.

    Wir gehören zur Bahn-Landwirtschaft Bezirk Berlin e.V.

    die Kontonummer ist die bereits bekannte. 

                   • Wie groß ist denn die Gruppe, die gärtnert inzwischen?

    wir sind im Moment 17 Gärtner*innen

                     

                   • Wie viele Beete gibt es, wie viele davon sind Gemeinschaftsbeete?

    Es gibt 50 Beete, davon gibt es Gemeinschaftsbeete für Blumen. Zudem haben wir gemeinschaftliche Sträucher und Bäume. Gemeinschaftsflächen : Hang Gr. 16, Grundkante, Bereiche am Totholzwall, Gnadenbeet am Holunder. Da kommt einiges zusammen.

                  

                    Wie zugänglich ist die Fläche, wie würden Sie die Lage beschreiben? Was grenzt an die Fläche?

    Der Garten ist immer zugänglich, wenn wer da ist (was bei 17 Leuten zumindest in der Saison fast immer ist), Zaun ist nur gegen Schubkarren etc., viele klettern regelmäßig unkompliziert drüber und genießen den Garten/Bänke. Zwei Törchen.

                   

                   • Wie wurde der Wasseranschluss finanziert?

    Der erste Wasseranschluss wurde über die Anstiftung finanziert, der zweite auf der neuen Fläche wurde zur Hälfte von der Anstiftung finanziert.
     

                  
                   • Wie lange haben Sie die Fläche „sicher“? Wie sind die Kündigungsfristen? 

    Wir haben die Fläche jetzt seit 2020, es gibt keine Kündigungsfrist, bisher gibt es keine Kündigung, aber wenn man sich Pläne ansieht, könnte es passieren, dass unser Garten Plattgemacht wird.

    Deshalb werden wir verstärkt Öffentlichkeitsarbeit leisten wollen und auch müssen.. es droht weitere Versiegelungen von Flächen und vielen Kleingärten wurde schon gekündigt. Da wollen wir uns unbedingt dagegen stemmen!!

                  

                   • Soll auf den dann gestrichenen Wänden Infos zum Schalottengarten stehen oder wie soll über die gestrichenen Wände mehr Aufmerksamkeit für den Gemeinschaftsgarten geschaffen werden?

    Der Garten befindet sich in einer Kleingartenkolonie, direkt daran befindet sich ein Weg, der von vielen genutzt wird. Von weitem sieht man die Garage, es macht einfach einen schöneren Eindruck und dadurch kommen bestimmt auch noch mehr Besucher vorbei. Die Garage dient hierzu als Eyecatcher.

    Zusätzlich könnte man so eine Art Eigenwerbung draufmalen. 

                  
                   • Wie ist der Kontakt zum Kleingartenverein, wie wird der Gemeinschaftsgarten dort gesehen, unterstützt?

    Die Fläche wurde uns durch den Vorstand proaktiv zur Verfügung gestellt (ohne Pachtzins!) mit dem Anspruch, mehr Öffentlichkeit zu schaffen für die Gefahren für die Kolonie. Rodung des neuen Geländes durch Jan Winkler
    Verlegung der Wasserleitung/Kauf Wasseruhr, Finanzierung des Zauns/Schloss/Schlüssel. Einstellung der Pächter den Schalotten gegenüber aber durchaus gemischt.


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  • Hamburg: Kurzinfos zu den Gärten, die bei der Vernetzung (20.1.) dabei waren

    Die Stiftung „Was tun“ ist aus einem Freundeskreis entstanden. Sie haben die Gartenprojekte „Stadtgemüse“ gegründet, die urban gardening und Integration verbinden, also gemeinschaftliches gärtnern mit Geflüchteten. Ihr Pilotprojekt auf dem Hafencitygeläne war eine Zwischennutzung, dort gab es wöchentliche Treffen und es wurde gegärtnert, gekocht etc.
    Sie haben nun zwei Standorte, an denen sie weitere Stadtgemüseprojekte etalbiert haben und eine weitere Fläche wird bald eröffnet. Pro Fläche gibt es eine Projektleitung, für deren Finanzierung die Stiftung Spenden sammelt. Auch bei den neuen Flächen gibt es wöchentliche Treffen, bei denen gegärtnert wird, Deutsch gesprochen etc. „Man lernt was auf Augenhöhe“. Die Nachbarschaft soll einbezogen werden, wegen Corona war das die letzte Zeit nicht möglich – die Flächen sind an Unterkünften, der Zugang zu diesen war streng reglementiert.

    Beim Mitmachgarten auf Guts Karlshöhe trifft sich die Gruppe immer freitags. Sie pflanzen gemeinsam und haben einige Projekte gemacht, wie Weidenbau, Bau eines Kraterbeets. Die Gerätschaften holen sie mit einem kleinen Wagen, die sind um die Ecke untergebracht. Geplant ist Pilzzucht. Es ist „wie eine Oase im Wohnviertel“

    Grün(t)raum Heimfeld ist im dritten Jahr und liegt direkt an einer Kirche. Sie haben Probleme mit Gemüsediebstahl. Es gibt ganz unterschiedliche Beetformen und einen Kartoffelturm. Es wurde eine Bewässerungsanlage angelegt, sie haben einen Backofen, Feste werden gefeiert und es gab auch Gottesdienste im öffentlichen Raum (bei ihnen im Garten?)

    GemüBiDu befindet sich auf dem Gelände der Saga und ist nicht ganz öffentlich – nur für die Mieter*innen der großen Anlage. Sie werden von der Saga unterstützt und auch vom Stadtteillladen. Sie sind 9 in der Kerngruppe und haben sich im Stadtteil breit gemacht, sprich, „da wo es grün ist, sind wir dabei“. Der Garten ist immer frei zugänglich, 1x im Monat sprechen sie sich ab. Ein Schwerpunkt liegt auf Insekten und Vögeln. 1x p.a. machen sie ein Erntedankfest für die Nachbarschaft.

    Der Oberhafengarten liegt im Kultur- und Kreativquartier. Die Initiatorin hat auch die Hanseantische Materialverwaltung gegründet, ist im Quartiersrat und sehr rege im und für den Stadtteil unterwegs. Es entsteht hier ein neues Viertel und sie haben es geschafft, das der geplante Erholungspark ein Gemeinschaftsgarten wird – Fläche: 6000m². Teil davon wird Wildblumenwiese (als Stellvertreterflächen), sie haben eine Wasserzisterne und es gibt erste Kompostierungsansätze. Nun geht es um den „Übergang zur Nutzung“ als Gemeinschafsgarten mit Gemüseanbau.

    Der Interkulturelle Garten Veddel ist am Café Nova und ein Ort des Austauschs und der Begegnung für die Nachbarschaft. Anfangs waren sie ganz viele, die Gruppe ist geschrumpft und sie sichen neue Leute, die regelmäßig da sind. Sie kooperieren mit einer Schule, die eine Patenschaft für drei Beete übernommen hat. Sie haben keinen Zaun und wollen auch keinen. Pilzanbau und Permakultur sind geplant.

    Der Stephanusgarten nutzt einen ehemals verwilderten Kirchgarten und die Gruppe baut alles selber. Es ist ein Ort der Begegnung, Nachbarschaftsfeste werden groß geschrieben.

    Im Kulturpalast möchte de Nachhaltigkeitsmanager einen Garten top down aufbauen. Der Kulturpalast ist im ehemaligen Wasserwerk und auf der Fläche ist Platz für das Gartenprojekt. Er hat schon einige Materialien bestellt, denkt an zunächst 10 Hochbeete und hat schon ein kleines interessiertes Grüppchen gefunden. Es sollen Workshops und feste Gartentage folgen.

    Fuhlsgarden gibt es seit 5 Jahren, liegt im Grünzug eines Kitaträgers. Jeden Sonntag trifft sich die Gruppe zum offenen Gärtnern und sie machen 3 – 4 Veranstatungen p.a.

    Südlinie ist ein neu entstehende Projekt. In einem Kleingarten haben sie bisher zwei Parzellen, pachten eine dritte dazu und es soll ein Gemeinschaftsgarten entstehen. Das Viertel ist ein großes Neubauviertel mit 1600 Wohnungen. Der Wunsch des Landesverbands der Kleingärten ist es, dass es mehr Kooperationen mit Schulen, Kitas gibt udn auch eine Öffnung – z.b. durch Gemeinschaftsgärten – für die Nachbarschaft. Es gibt wohl eine Kooperation mit der Loki Schmidt Stiftung.

    Der Landesvorsitzender der KGs hat durchgesetzt, dass inzwischen auch Vereine Parzellen in Kleingärten pachten können. Zumindest in HH


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  • Berlin: neuer Garten entsteht in Wilmersdorf

    Am Hohenzollerndamm in Berlin-Wilmersdorf soll in Zusammenarbeit mit der gleichnamigen Kleingartenanlage ein offener Gemeinschaftsgarten für die ganze Nachbarschaft entstehen. Seit Oktober 2021 wird der neue Garten von Gärtner*Innen der Kleingartenanlage und Anwohner*Innen aufgebaut – unterstützt durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz sowie dem Bezirksverband der Kleingärtner Berlin-Wilmersdorf e.V. Das Büro `Parzelle X´ begleitet den Prozess und steht mit Rat und Tat zur Seite.

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  • Bad Hersfeld: GG für Menschen mit Beinträchtigungen in Kleingarten

    (alerts)

    Bad Hersfeld – Ein Ziel haben, einen Ort, zu dem man gehen, Menschen, mit denen man reden kann – für viele Menschen mit Behinderungen, die keiner geregelten Arbeit nachgehen können, ist das keine Selbstverständlichkeit. Einen solchen Ort bietet der Verein „mittendrin“ in Bad Hersfeld an – normalerweise.

    In Zeiten von Corona waren Treffen in geschlossenen Räumen oder gemeinsame Ausflüge kaum möglich. So entstand die Idee für das Gartenprojekt.

    Korinna Ziehn suchte und fand einen Kleingarten in der Anlage am „Strandbad“, der gepachtet werden konnte. Im Frühsommer 2020 ging es los – zunächst mit Überlegungen, was mit dem Garten geschehen solle. Es wurden Blumen gepflanzt, Gemüse angebaut, das Gartenhaus leuchtend blau gestrichen. Drei Mal pro Woche treffen sich Corinna Ziehn und ihre Kollegen mit den Teilnehmern des Projekts. „Es ist immer was zu tun“, sagt Stefanie Papendieck, die auch zuhause einen Gemüsegarten und deshalb eine ganze Menge Erfahrung mit dem Gärtnern hat.

    Die Teilnahme an dem Projekt ist freiwillig und auch das Maß des Arbeitseinsatzes. Wer bei schönem Wetter einfach nur mal Kaffee trinken und sich unterhalten möchte ist ebenso willkommen, wie diejenigen, die vor Ideen und Tatendrang förmlich übersprudeln. Sarah Petzner, zum Beispiel, sieht immer wieder Dinge, die dringend getan werden müssen.

    Ihr neuestes Projekt: Gemeinsam mit Christoph Kriefall will sie einen Unterschlupf für Igel bauen, in dem die stacheligen Gesellen gut überwintern können. Begeistert erzählt sie von der Riesenzucchini, die sie geerntet hat, und von dem Kürbis, und zeigt auf ein hübsch gestaltetes Beet mit Heidekraut und Kies, das sie gemeinsam mit anderen angelegt hat.

    Natürlich gibt es Arbeiten, die regelmäßig erledigt werden müssen, betont Daniela Rölke. Rasenmähen, zum Beispiel, oder Hecke schneiden. Das sehen auch die Regeln des Kleingartenvereins so vor. Es sei jedoch kein Problem, dafür jemanden zu fnden, freut sich Claudia Hoh. Grundsätzlich ist es den Verantwortlichen von „mittendrin“ wichtig, dass das Gartenprojekt ein niedrigschwelliges Angebot ist, dass die Beschäftigung im Garten Spaß macht und entspannt und nicht in Arbeit ausarten soll.

    Wichtig ist ihnen auch, dass die Teilnehmer miteinander ins Gespräch kommen, dass neue Freundschaften und private Verabredungen entstehen. Sarah Petzner und Christoph Kriefall überlegen etwa, im nächsten Frühjahr im benachbarten Tennisclub mit dem Tennisspielen anzufangen.

    Kriefall empfindet die Gartenarbeit für sich persönlich als Entlastung. Das Projekt habe ihm geholfen, gut durch die schwierige Coronazeit zu kommen, sagt er. Es ermögliche ihm Teilhabe am sozialen Leben in Verbindung mit sinnvoller Tätigkeit. In fröhlicher Runde selber aktiv zu werden, das macht ihm Freude.

    Ihren Garten bewirtschaften die Teilnehmer des Projekts übrigens so weit wie möglich ohne Chemie. Dass dann Salat und Kohlköpfe zu inem nicht unerheblichen Teil den Schnecken zum Opfer fallen, nehmen sie in Kauf. (Christine Zacharias) (mehr …)

  • Gemeinschaftskleingarten in Dresden

    (Mail)

    Der Verein Sommerfrische e.V. hat von seinen knapp über 100 Gärten fast 30 Kleingartenparzellen, die gemeinschaftlich von mehreren Familien bewirtschaftet werden, da der Vereinsvorstand das anstrebt. Das sind alles feste angemeldete Kleingärtner die in Kleingruppen fest Parzellen zugeordnet sind. Einen freien Gemeinschaftsgarten gibt es nur für Kinder in der Anlage. Aber es sind halt auch gemeinschaftliche Gruppen ohne vorher sich zu kennen. (mehr …)

  • Jena: urban gardening soll gefördert werden

    (alerts)
    Auf Antrag der FDP hat der Jenaer Stadtrat mehrheitlich der Fortschreibung der Kleingartenentwicklungskonzeption zugestimmt. Konkret geht es darum, den aktuellen Bedarf an Kleingartenflächen zu ermitteln. Gemeinschaftsgärten und das Konzept „Urban Gardening“ sollen als besondere Nutzungsformen von der Stadt gefördert werden. Der Kleingartenbeirat soll ausdrücklich einbezogen werden. Mit dem Regionalverband der Kleingärtner ist eine Vereinbarung abzuschließen für den Fall, dass Ersatzflächen geschaffen werden, wenn Kleingärten zu Bauland werden. Weiterhin soll geprüft werden, inwieweit die Kleingartenkonzeption auch in Absprache mit dem Saale-Holzland-Kreis erstellt werden kann.

    https://www.jenatv.de/mediathek/59325/Kleingartenentwicklungskonzeption_wird_fortgeschrieben.html (mehr …)

  • Internationaler KG-Kongress

    Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e. V. ist gerade dabei den Internationalen Kongress der Kleingärtner*innen vorzubereiten. Ein Vortrag könnte evtl. zum Thema gemeinschaftliches gärtnern in Kleingartenanlagen sein (mehr …)

  • Berliner Senat will KG besser schützen

    (alerts)
    Die rot-rot-grüne Koalition im Berliner Abgeordnetenhaus will die Kleingärten in der Hauptstadt mit einem neuen Gesetz dauerhaft schützen. Ein entsprechender Entwurf liege mittlerweile vor, sagte der Sprecher für Stadtentwicklung, Umwelt und Klimaschutz der SPD-Fraktion, Daniel Buchholz, der Berliner Morgenpost. „Wir haben einen vollständigen Entwurf erarbeitet, den wir noch innerhalb der Koalition, mit Experten aus dem Kleingartenbereich und Juristen diskutieren wollen“, sagte er. Nach der parlamentarischen Sommerpause solle die Diskussion dazu weitergehen. Geplant sei, das Gesetzesvorhaben noch in diesem Jahr ins Abgeordnetenhaus einzubringen und beschließen zu lassen.

    Tagesspiel gegen diese Art von Schutz:

    Weniger Gärten für einzelne, mehr Fläche für alle

    Die Koalitionsfraktionen wollen per Gesetz die Laubenkolonien retten. Keine gute Idee – das Land braucht dringend Wohnraum. Ein Kommentar

    Privates Paradies auf meist staatlichem Grund: der Kleingarten.Mehr Artikel

    Privates Paradies auf meist staatlichem Grund: der Kleingarten.Foto: www.imago-images.de

    Die Stadt wächst, sie braucht Wohnungen, aber ausgerechnet jetzt wollen die rot-rot-grünen Regierungsfraktionen in Berlin die Kleingärten dauerhaft unter Schutz stellen. Dabei waren die immer als Baulandreserve vorgesehen. Kleingärten nehmen im Stadtgebiet eine Fläche ein, die 14 Mal dem Großen Tiergarten entspricht, und doch profitieren nur die wenigen davon, die das ungeheure Privileg haben, landeseigene Grundstücke kostengünstig als privates kleines Paradies nutzen zu können.

    Langsam, sehr langsam verschiebt sich jedoch etwas in der öffentlichen Meinung. Auch der Politik ist bewusst, dass die Situation, so wie sie über Jahrzehnte entstanden ist, den Bewohnern der Stadt, die sich immer dichter drängen, immer weniger vermittelbar ist. 71.000 Parzellen hat die Stadt, bei 3,7 Millionen Einwohnern.

    Manche Laubenkolonien sind gesichert wie Festungen, abweisend für Außenstehende, sogar mit Stacheldraht, und einige haben Lauben auf der Parzelle, so groß wie Wohnhäuser. Es wird dort auch verbotenerweise gewohnt. Das scheint von den Ordnungsbehörden niemanden zu kümmern.

    Die Politik hat begriffen, dass sich etwas ändern muss und dass die Privilegien der Laubenpieper auf Kosten der Allgemeinheit gehen. Zugleich hat sie offenbar erhebliche Angst vor deren Zorn. Warum die Kleingärtner allerdings sakrosankt sein sollten, erschließt sich nicht.

    Hätten sich die Fraktionen angstfrei der Frage genähert, was sinnvoll ist, so wäre vielleicht ein zukunftsweisender Entwurf herausgekommen. Doch was der Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen da festschreiben will, ist das Gegenteil. An den Besitzständen der Kleingartenpächter wird im Grundsatz nichts geändert, im Gegenteil: Sie bekommen endlich Bestandssicherheit. Als Gegenleistung müssen sie sich nur wenig bewegen. Unter anderem müssen sie in den Monaten von April bis Oktober die Allgemeinheit auf die Gemeinschaftsflächen ihrer Anlagen lassen, also Wege und Plätze.

    Den Laubenpiepern wird kaum etwas abverlangt

    „Kleingärten sollen dem Wohl der Allgemeinheit dienen“, heißt es in dem Gesetzentwurf, und: „Auf Kleingartenflächen sind soziale Projekte (…) zu unterstützen.“ Dort sollen Kitas, Schulen, Senioreneinrichtungen gärtnern können. Und wer regelt Art und Dauer der Nutzung? Die Verbände der Kleingärtner. Verpflichtet sind sie dabei anscheinend zu nichts.

    Weitere Regelungen in dem Gesetzentwurf tun ebenfalls niemandem weh. Ökologisch gärtnern, Sachkunde nachweisen, nicht zu viel Fläche versiegeln. Zu große Lauben müssen verkleinert werden, das darf aber zehn bis 20 Jahre dauern. Warum so lange?

    In Paris, Rom, Madrid unvorstellbarIn welcher anderen europäischen Metropole wäre Derartiges denkbar? Paris? Madrid? Rom? Vollkommen unvorstellbar, dass eine so kleine Zahl von Menschen die Stadtpolitik so gängeln könnte.

    Das Argument, der ökologische Wert der Kleingärten sei hoch und sie deshalb unentbehrlich, überzeugt dabei auch nicht. Fast jede Parzelle hat eine Laube, es ist also viel mehr Fläche versiegelt, als dies der Fall wäre, wenn die Parzellen zu öffentlichen Parks zusammengefasst würden. Auch hier wären gemeinschaftliches Gärtnern, Urban Gardening, die „essbare Stadt“ mit dem Anbau von Obst und Gemüse denkbar, und zwar für jeden.

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    Ein Anfang könnte sein, die Gemeinschaftsflächen auszuweiten, etwa wenn ein Garten aufgegeben wird. Die meisten Pächter sind schon älter, auch wenn sich zunehmend Jüngere für die Gärten interessieren. Durch gezielten Tausch könnte auch dafür gesorgt werden, dass die neuen Gemeinschaftsflächen sich in der Nähe des jeweiligen Vereinsheims befinden.

    So könnte sich der Anteil der Gemeinschaftsfläche über die Jahre immer weiter vergrößern, ohne dass ein Flickenteppich entsteht. Das würde langsam und sozialverträglich geschehen. Nur eine Idee – es ließen sich sicherlich mit etwas Kreativität und Willen auch andere finden. Der Staat sollte jedenfalls seine Optionen auf seine Grundstücke nicht so einfach aufgeben.

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  • Kölner Kleingärten sollen sich öffnen

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    „Kleingärten haben Konjunktur in Köln“, attestierte Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Die Gärten hätten nicht nur eine soziale, sondern auch eine ökologische Funktion. Zu Kriegszeiten dienten die Gärten in erster Linie der autarken Versorgung der Bürger mit Obst und Gemüse, hatten einen konkreten Nutzen und dienten nicht nur der Idylle. „Wir wollen wieder in diese Tradition treten“, so die Oberbürgermeisterin. Projekte, bei denen auf brachliegenden Flächen Gemeinschaftsgärten angebaut würden, hätten großes Potential. Umweltministerin Heinen-Esser bestätigte die gestiegene Nachfrage am Kleingartenwesen und Urban Gardening gerade durch junge Leute.
    Dafür jedoch, so Joachim Bauer vom Amt für Landschaftspflege und Grünflächen, müssten die vorhandenen Kleingartenflächen neu aufgeteilt und dadurch mehr Menschen zugänglich gemacht werden. 192 Kleingarten-Anlagen gibt es in Köln, sie befinden sich größtenteils auf Grundstücken der Stadt. 600 Quadratmeter große Schrebergärten müssten in mehrere Kleingärten unterschiedlicher Parzellengröße umgewandelt werden, um die gestiegene Nachfrage bedienen zu können, so Bauer. Der Verband müsse sich für neue Formen des Gärtnerns öffnen. Dazu müsse auch die Gartenordnung in eine zeitgemäße Form gebracht werden.

    Eine weitere Herausforderung für die Zukunft des Kleingartenwesens brachte der Vorsitzende der Kreisverbandes Armin Wirth zur Sprache: Es werde immer schwieriger, Menschen zu finden, die ehrenamtlich die Vorstandsarbeit in den Vereinen übernehmen.

    https://www.rheinische-anzeigenblaetter.de/region/koeln/kreisverband-koelner-gartenfreunde-e-v–feierte–urban-gardening–wird-immer-beliebter-36180820 (mehr …)

  • urbane Gärten Augsburg beraten Freiraumplaner in Hannover

    (Mail)

    wir, die Gruppe Freiraumplanung aus Langenhagen, planen aktuell für die Stadt Hannover die Umstrukturierung eines Teils des Kleingartenvereins Friedenau e.V. in Hannover. In diesem Zuge sollen aus wenigen übergroßen Gärten viele neue und kleinere Parzellen entstehen. Bei der Umgestaltung sind die Aspekte des Artenschutzes/Naturschutzes, Gemeinschaftsflächen sowie des ökologischen Gärtnerns von großer Bedeutung.

    Den Hinweis auf die urbanen Gärten Augsburg bekamen wir über Frau Wollkopf vom Fachbereich Umwelt und Stadtgrün, Hannover.

    Ihr Projekt ist für uns besonders interessant, da die soziale Komponente /das gemeinschaftliche Gärtern und der Austausch auch bei uns eine große Rolle spielen sollen.
    Um den Pächter*innen Möglichkeiten und Chancen für die neuen Gärten aufzuzeigen, sind wir aktuell auf der Suche nach Referent*innen, die bereit wären, bei einer Info-Veranstaltung in einem kurzen Vortrag ihr Projekt vorzustellen und über Organisationsform, Gemeinschaftsaktionen etc. berichten.

    Unser Ziel ist es, an einem Abend zwei Referent*innen zu Gast zu haben, die über Erfahrungen, Chancen und Schwierigkeiten berichten und danach in den Austausch mit den Pächter*innen, Bezirksverband usw treten. (mehr …)

  • Kleingärten sollen sich mehr öffnen

    (alerts)

    In Deutschland gibt es rund eine Million Kleingärten. Die meisten davon im Osten. Zurzeit aber steigt der Druck auf die Kleingartenanlagen. Platzmangel in den Großstädten, Mitgliederschwund im ländlichen Raum oder die Bezahlbarkeit sind nur einige Themen, die beim 28. Bundesverbandstag in Dresden diskutiert wurden.

     
    Zentrales Thema auf dem Bundesverbandstag in Dresden waren die Erkenntnisse aus der aktuellen Kleingarten-Studie. Für die Bestandsaufnahme wurden zwischen Juli 2017 und Mai 2019 verschiedene Landesverbände, Kommunen oder Ministerien befragt. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Kleingärten in weiten Teilen der Gesellschaft anerkannt sind, aber besser gefördert werden müssen. Dafür erfordert es neue Konzepte und vor allem viel Engagement.

    Vizepräsident sieht Dresden in Vorreiterrolle

    Für Dirk Sielmann, den Vizepräsidenten des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde, hat Dresden in Sachen Kleingartenwesen eine Vorreiterrolle. Nicht nur, weil die Stadt Dresden den ortsansässigen Stadtverband unterstützt. „Der Verband ist auch gut organisiert“, fügt Dirk Sielmann hinzu. So findet ein reger Austausch zwischen Mitgliedern und Vorstand statt. Ideen, beispielsweise ein Kleingartenwettbewerb, werden zusammen entworfen und stetig weiterentwickelt. Und von dem Wissen größerer Anlagen profitieren auch diejenigen, mit nur wenigen Parzellen. „Das führt letztlich auch dazu, dass der Erhalt der Kleingartenanlagen gesichert ist“, meint Dirk Sielmann.

    Vorteile in der Stadt | Leerstand auf dem Land

    In mehr als jeder zweiten befragten Kommune ist das Interesse der Bevölkerung an Kleingärten gewachsen. Besonders in den Großstädten. Gerade in den Ballungsräumen ist die Nachfrage zum Teil so groß, dass Wartelisten geführt werden. Der Platz für neue Kleingartenanlagen fehlt meistens, da Wohn- oder Industrieräume geschaffen werden. „Wir haben hier eine große Flächenkonkurrenz“, sagt Dirk Sielmann. „Da müssen wir Synergien schaffen. Ein erster Schritt wäre zu überlegen, ob bei Großbauprojekten auch neue Kleingartenanlagen geschaffen werden müssen.“ Ein anderer, die vorhandenen Anlagen umzugestalten. Der Bundesverband strebt an, nur noch kleinere Parzellen von maximal 300 Quadratmeter Fläche zu schaffen. Das könnte zum Beispiel dadurch gelingen, indem größere Kleingärten geteilt und saniert werden.

    Ein ganz anderes Problem stellt sich dagegen im ländlichen Raum. Die Parzellen bleiben oft leer. In den vergangenen Jahren sind in Deutschland etwa 25.000 Kleingärten abgerissen worden. „Das kostet die Vereine viel Geld“, erklärt Dirk Sielmann und appelliert an die Politik, „dass Städtebaufördermittel für den Rückbau von Parzellen zur Verfügung gestellt werden.“

    Kleingärten werden immer öffentlicher

    Immer mehr Kleingartenanlagen setzen auf ein öffentlich zugängliches Angebot. Hinweisschilder und Infotafeln werden an den Eingängen platziert, neue Eingangstore und Zäune sorgen für eine bessere Einsehbarkeit. In einigen Kleingartenanlagen verschwinden zunehmend die sichtbaren Grundstücksgrenzen. Statt Holzzäunen werden kleine Steine als Begrenzung gelegt oder die Grundstücke oft gemeinsam bewirtschaftet.

    Zwischen Tradition und Moderne

    Es ist aber auch ein Spagat, den die Kleingärtner in Zukunft leisten müssen. Andere Formen wie das „Urban Gardening“, also die gärtnerische Nutzung von städtischen Flächen, werden immer beliebter. Einige Vereine haben schon Hochbeete aufgestellt, die man mieten und sich im „Urban Gardening“ ausprobieren kann. Die Infrastruktur muss verbessert, Wege und Gemeinschaftsräume geschaffen werden. Gleichzeitig soll der Grundgedanke erhalten bleiben. Auf mindestens 30 Prozent der Grundstücksfläche müssen Beete angelegt sowie Bäume und Sträucher gepflanzt werden, betont Vizepräsident Dirk Sielmann: „Gartenpächtern ist zu vermitteln, das kleingärtnerische Interessen und Nutzungen im Mittelpunkt stehen.“

    https://www.mdr.de/sachsen/dresden/dresden-radebeul/kleingaertner-tagung-dresden-100.html

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  • Konkurrenz zwischen KG und GG in Zürich

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    Tiefrote Rosen, leuchtende Sonnenblumen und dazwischen akkurat aufgereihte Rüeblistauden und Lauchstengel: Der Schrebergarten ist für viele Städterinnen und Städter ein beliebter Ort, um einen Arbeitstag ausklingen zu lassen. Irgendwo steht meist der unvermeidliche Gartenzwerg, vielleicht weht eine Schweizer Fahne im Wind, vielleicht eine portugiesische, und neben dem Geräteschuppen wartet ein überdachter Gartentisch. Doch nun erhält das seit Jahrzehnten populäre Modell des Familiengartens Konkurrenz.

    In Altstetten plant die Stadt Zürich auf einem Areal, das etwa sechs Fussballfelder misst, neue Hobbygärten. Allerdings nicht jene vom Typ Gartenzwerg und Gartenhäuschen: Etwa drei Viertel der Fläche sind sogenannte Fruchtfolgeflächen. Häuschen darf man darauf nicht aufstellen. Und die Idee der rot-grünen Stadtregierung ist auch eine andere: Hier sollen Gemeinschaftsgärten entstehen. Die Städterinnen und Städter sollen sich zu Genossenschaften zusammenschliessen und kollektiv gärtnern.

    Beide buhlen um Land
    Das ist weniger abenteuerlich, als es klingt: Im Rahmen des Urban-Gardening-Trends haben sich schon vor Jahren mehrere Gartenkooperativen gebildet, die Gemüseabonnemente für Städter anbieten. Neu ist, dass sich die Familiengärtner und die Gemeinschaftsgärtner als direkte Konkurrenten gegenüberstehen: Beide buhlen um städtisches Land, das immer knapper wird. Sei es beim Bau des Pfingstweidparks und -schulhauses, beim neuen Eishockeystadion oder bei der geplanten Grossüberbauung Thurgauerstrasse in Leutschenbach: Stets müssen bestehende Gartenareale weichen. Die Stadt will Ersatz bieten, aber immer weniger in Form von Familiengärten.

    Verändert haben sich auch die Ressourcen, welche die Stadt bereitstellt. Früher wies man den Gärtnern einfach Restflächen zu, auf denen zuvor Schutt abgelagert worden war und die entsprechend mit Schadstoffen belastet waren. Heute lässt sich die Stadt das trendige Urban Gardening eine Menge kosten: 10,5 Millionen Franken steckt sie ins erwähnte Areal im Altstetter Dunkelhölzli. Zwar sind dort noch andere Erholungsflächen geplant, aber auch in die Gärten wird kräftig investiert. Ursprünglich hätten es sogar 12,8 Millionen sein sollen, was dem Gemeinderat aber zu viel war.

    «Bünzli» und «Hipster»
    Im Stadtparlament wurde hart gefeilscht um die begehrten Flächen, und zwar exakt entlang des politischen Links-rechts-Schemas. Die SVP nannte die Gemeinschaftsgärten sinngemäss eine Luxus-Kolchose, während die Grünen im Projekt eine «einmalige Chance für innovative Ansätze in der Gartenbewirtschaftung» sahen. Man ahnt es: Die einen lassen den Bünzli aufleben, der niemand anders an seinem grünen Glück teilhaben lassen will. Die anderen befürchten, die linken Hipster mit ihrer Planwirtschaft würden sowieso nichts Gescheites auf die Reihe bekommen und hätten nach einer Saison schon genug vom Gärtnern. Allerdings sind die Spiesse nicht gleich lang: Die Lobby der Gartenkooperativen ist im rot-grünen Zürich viel grösser und mächtiger als die der Familiengarten-Vereine.

    In Altstetten hat die Stadtverwaltung nun nach langen Diskussionen zugesichert, dass beide Fraktionen zum Zug kommen sollen. Wegen der Fruchtfolgeflächen steht für die Familiengärtner allerdings nur ein kleiner Teil des Areals zur Verfügung.

    In der Praxis werden die ideologischen Trennlinien dann hoffentlich wieder zerfliessen, und man wird Setzlinge oder Tipps über den Gartenzaun hinweg austauschen. Wer einen Blick auf die lange Warteliste des Familiengartenvereins Altstetten-Albisrieden wirft, der merkt übrigens rasch, dass sich dort auch viele junge «Urban Gardener» eingeschrieben haben, die – wenn überhaupt – eher ins Hipster- als ins Bünzli-Schema passen dürften. (mehr …)

  • TAZ für Bebauung von Kleingärten mit Wohnungen

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    Neben dem gar nicht mehr so neuen taz-Gebäude am südlichen Ende der Berliner Friedrichstraße entstand vor einigen Wochen ein Urban-Gardening-Projekt. Nach und nach füllte sich die Brachfläche mit aus Holzbrettern zusammengeschusterten Hochbeeten, Hütten und Sitzgelegenheiten. Es blühen und gedeihen das Gemüse und die Kräuter. Und, ja, bis vor Kurzem fühlte es sich irgendwie gut an, wenn man da jeden Morgen vorbeiradelte. So urban, ökologisch, modern.

    Schon nach kurzer Zeit prangte ein roter Graffitischriftzug provokativ am Holzzaun: „Wohnungen statt Gurken und Tomaten“. Seitdem denkt man sich beim Vorbeiradeln: Ja, klar, weg mit den Beeten, her mit den Wohnungen! Doch so einfach ist das ja alles nicht, denn man kann sich jetzt schon vorstellen, wie es läuft, wenn das kleine Urban-Gardening-Paradies mal tatsächlich bedroht ist, weil irgendwer was anderes – vielleicht sogar Wohnungen, die sich auch Normalos leisten können – auf dem Grundstück bauen will. Dann radelt man eines Morgens vorbei und sieht Hunderte Empörte, die sich an die Hochbeete gekettet haben. Vielleicht sind es sogar dieselben, die am Wochenende in Neukölln für bezahlbaren Wohnraum auf die Straße gehen.

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    Nun nehmen die Urban-Gardening-Projekte in deutschen Großstädten nur Flächen im Promillebereich ein. Außerdem funktioniert das Gemeinschaftsbeet auch auf Dächern, weshalb wir die Kollektivstadtgärtner an dieser Stelle Kollektivstadtgärtner sein lassen wollen und lieber das eigentliche Problem in den Blick nehmen: die Schrebergärten. Die nämlich gehören tatsächlich mit Wohnhäusern bebaut! Denn es gibt ein Recht auf bezahlbaren Wohnraum, aber keines auf das eigene Kartoffelbeet.

    Also weg mit den Parzellen, von denen es allein in Berlin 70.000 gibt. Ganze 3 Prozent der Stadtfläche nehmen sie ein – oft in bester Wohnlage. Gleichzeitig fehlen hier über 300.000 bezahlbare Wohnungen, weil zu wenig gebaut wird. In dieser Woche hat das eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft erneut gezeigt: In den vergangenen drei Jahren wurden etwa in Köln nur 46 Prozent der Wohnungen gebaut, die eigentlich nötig wären, in Berlin sind es immerhin 73 Prozent. Oft fehlt es an freien Flächen.

    Und trotzdem trauen sich PolitikerInnen nur selten an die Schrebergärten ran. In Berlin werden etwa bis 2030 keine Wohnungen auf Kleingartenkolonien gebaut, lediglich ein paar Turnhallen, Kitas und Schulen. Dafür müssen ganze 429 Parzellen verschwinden – weniger als 1 Prozent also. Immerhin gibt es für die BesitzerInnen rund 7.000 Euro Entschädigung.

    Und was ist mit dem Stadtklima?

    SchrebergärtnerInnen sind unangenehme Gegner, sie sind viele – knapp eine Millionen sind im Bundesverband Deutscher Gartenfreunde organisiert – und haben eine entsprechend starke Lobby. Sie wähnen sich auf der sicheren Seite: ihrer Tradition! Und es stimmt ja, die Schrebergärten hatten lange Zeit Sinn, dienten der Gesundheit, der Erholung und der Ernährung von Arbeiterfamilien.

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    Man wollte Menschen, die beengt wohnten, wenigstens ein kleines Stück Scholle geben. Heute hat sich diese Form von Kleinsteigentum erledigt. Der Schrebergarten ist verstaubte Bundesrepu­blik, ist Spießertum und Egoismus. Ist Abschottung gegen Fremde, Angst vor Veränderung und überhaupt auch oft rechts, bedenkt man die zahlreichen verwitterten Deutschlandflaggen, die über fast jeder Gartenkolonie wehen.

    Wer Natur und Erholung in der Stadt will, soll in den Park gehen. Wer ein kleines Idyll abseits vom Stadttrubel sucht, soll aufs Land ziehen. Wer frisches Obst und Gemüse will, soll zum Biosupermarkt gehen – da ist das Zeug günstiger als das aus dem teuer gepachteten Kleingarten, das erst mal gekauft, gedüngt und gewässert werden muss. Und wem es darum geht, die Karotten und die Kartoffeln und die Rote Bete selbst angebaut und beim Wachsen beobachtet zu haben, für den gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten, etwa kleine Parzellen auf Feldern außerhalb der Stadt – oder eben die auf Dächern neu entstehenden Urban-Gardening-Beete.

    Natürlich schmerzt jede Träne eines Kleingärtners beim letzten Blick in die liebevoll aufgebaute Laube. Da haben Erwin und Rosa 40 Jahre ihren Kleingarten gepflegt, erst 1993 das Plumpsklo gegen ein ordentliches getauscht, weil die Kolonie – allein das Wort lässt düstere Erinnerungen aufkommen – endlich ans Abwassernetz angeschlossen wurde, und jetzt sollen sie raus? Wo sollen sie denn jetzt hin am Wochenende? In den Park!

    Oder von den 7.000 Euro Entschädigung einmal im Monat einen Wochenendtrip an die Mecklenburger Seenplatte machen. Dabei können sie dann an ihre Enkelin Marie denken, die zum ersten Mal realistische Hoffnung auf eine eigene Wohnung hat, nachdem sie 5 Jahren von einem überteuerten WG-Zimmer ins nächste gezogen ist, obwohl sie schon 32 ist, als Sozialpädagogin in Vollzeit arbeitet und innerhalb des S-Bahn-Rings in Berlin trotzdem keine Wohnung fand, die sie sich leisten kann.

    Der Luxus des einen ist das Leid des anderen. Und der andere ist in diesem Fall nun mal wichtiger. Politik muss gestalten, steuern, Entscheidungen treffen, die manchen wehtun zum Wohle von vielen. Politik ist nicht dafür da, auf die zu hören, die die stärkste Lobby haben und mit überholter Tradition argumentieren.

    Dieser Text stammt aus der taz am wochenende. Immerab Samstag am Kiosk, im eKiosk, im praktischen Wochenendabo und rund um die Uhr bei Facebook und Twitter.

    „Halt! Stop!“, rufen jetzt klimabewusste BürgerInnen – und KleingärtnerInnen. „Es geht nicht nur um Tradition. Die Grünflächen der Kleingärten sind sehr wichtig fürs Stadtklima. Betoniert man sie zu, wird es noch heißer hier.“ Das will natürlich niemand. Zum Glück werden die neu entstehenden Wohnviertel Grünflächen enthalten und Brunnen und Freiluftschneisen und auf jedem Dach wird es einen Rasen geben – oder eben Urban-Gardening-Projekte.

    Es muss ja auch gar nicht jeder Kleingärtner enteignet werden. Jeder fünfte genügt. Die Berliner Baukammer hat im Frühjahr berechnet, dass, wenn in Berlin ein Fünftel der Kleingärten mit Wohnhäusern bebaut würden, 200.000 Wohnungen mit je 46 Quadratmetern entstehen könnten. 80 Prozent könnten dann weiter ihren Rasen pflegen, Karotten anbauen, im Sonnenstuhl liegen.

    Und der Rest? Der geht in den Park – oder tut sich zusammen. Immer mehr jüngere KleingärtnerInnen machen es vor, teilen sich im Freundeskreis eine Parzelle, einer ist für Kartoffeln zuständig, einer für den Rasen, eine für die Stachelbeeren. Man muss im Hochsommer nicht täglich gießen, sondern kann die Last, auf viele verteilen. Und beim gemeinsamen Grillen könnte man endlich über anderes sprechen als die wahnsinnig machende Wohnungssuche in den aus allen Nähten platzenden Großstädten.

     

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  • Kleingartenentwicklungsplan Berlin liegt vor

    (Tel)

    Entwurf des Kleingartenentwicklungsplanes Berlin 2030

    Nunmehr liegt ein erster Entwurf des Kleingartenentwicklungsplanes Berlin 2030 vor. Der Entwurf sieht weiterhin den dauerhaften Erhalt von ca. 83 % der Kleingartenfläche und rd. 60.000 Parzellen in Berlin vor. Weitere ca. 9 % (rd. 6.800 Parzellen) des Gesamtbestandes sollen nicht vor 2030 in Anspruch genommen werden. Für diese Kleingartenanlagen (KGA) soll im weiteren Verfahren geprüft werden, inwieweit sie durch alternative Bauflächenpotenziale ersetzt werden können oder ob durch entsprechende Bebauungskonzepte auf diesen Flächen ein Teil der kleingärtnerischen Nutzung erhalten werden kann.

    https://www.berlin.de/senuvk/umwelt/stadtgruen/kleingaerten/downloads/kep/KEP_entwurf_190228.pdf (mehr …)

  • berlin: KG sollen wegfallen, andere mehr in Richtung urban gardening gehen

    (alerts)

    Die Berliner SPD hat das Vorhaben des rot-rot-grünen Senats verteidigt, mehrere Kleingartenkolonien zugunsten von Infrastrukturprojekten aufzulösen. Der Sprecher für Stadtentwicklung, Umwelt und Klimaschutz der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Daniel Buchholz, sagte am Dienstag im Inforadio des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), bisher befinde man sich nur im Planungsstadium.

    „Es ist noch ein Entwurf, der mit den Bezirken abgestimmt wird. Aber (…) wir werden für die wachsende Stadt (…) insbesondere für neue Schulbauten, Kitas, Turnhallen, aber auch für einige Verkehrsverbindungen einige Kolonien anknabbern müssen. Einige werden komplett wegfallen“, so Buchholz.

    Er betonte, es handle sich nur um einen kleinen Teil aller Kleingärten in Berlin: „Wir haben in Berlin 73.000 Kleingärten. Das ist für eine Hauptstadt, eine so große Stadt, eine sensationelle Zahl. Wir werden davon auch fast alle retten können. In den nächsten zehn Jahren rechnen wir mit dem Wegfall von rund 430 Parzellen. Und bis 2030 könnten insbesondere für Verkehrsmaßnahmen noch mal andere dazukommen, sodass man mit dem Wegfall von vielleicht 850 Parzellen rechnen muss. Das ist gut ein Prozent.“

    Die betroffenen Kleingärtner wolle man in die Überlegungen einbeziehen, versprach Buchholz. Man werde für sie neue Flächen finden. Zudem erklärte er, es gehe darum, für Kleingärten neue Konzepte zu entwickeln, die sich am Urban Gardening orientieren: „Es gibt Kolonien, da sind die Grundstücke zu groß für die Pächterinnen und Pächter. Wenn man das neu organisiert, (…) vielleicht auch noch mit einer Öffnung der Kolonie (…) für die örtliche Kita, für das örtliche Seniorenhaus, dass man miteinander etwas tut, dann können wir noch mehr retten.“ (mehr …)

  • KG und GG together – action research in Berlin und Warschau

    (Gu, Mails)

    Ich habe schon vor 2 Jahren mit einer Professorin von Humboldt universität und einem Professor von Universität Łodz in Polen und auch Elisabeth Meyer-Renschhausen geschrieben. Nach lange Monate warten und dann eine weitere Erarbeiten wurde das Projekt endlich akzeptiert. Als ich schon eine schöne Arbeit in Polen habe, werde ich mich nicht so intensiv als geplant in dieses Projekt engagieren können, werde ich aber teilweise dort tätig.

    Es geht im die Integration von Klein- und Gemeinschaftsgärten in Sinne von eine bessere Verständnis zwischen beide Gruppen, Weisen von Zusammenarbeit, lernen von ein ander und einer gegenseitige Hilfe und Unterstützung in der ”Kampf” in der Stadt über die Fläche (gegen Investoren etc). Also wir werden das Projekt in Berlin und Warschau durchführen als action research

    Integration von Kleingärten und Gemeinschaftsgärten in Warschau und Berlin.

    3. Kurzbeschreibung des Vorhabens

    Das Projekt will zur Zusammenarbeit von Gemeinschafts- und Kleingärten für eine nachhaltige urbane Gartenentwicklung in Polen und Deutschland beitragen. Ziel der Antragsteller ist, beide Formen des städtischen Gartenbaus in einem gemeinschaftlichen Prozess in öffentlich zugängliche Frei-, Aufenthalts- und Erholungsräume verwandeln, die den Bedürfnissen ganz verschiedener sozialer Gruppen gerecht werden zu erforschen und in einem CITY-LAB zu begleiten. Durch die Schaffung von Arbeitsräumen, Bildung und sozialer Integration in Gärten einerseits und durch die Produktion von gesunder Nahrung und Erhöhung der Biodiversität andererseits werden sozialer Dialog und Lebensqualität der Stadtbewohner verbessert sowie die Ökosysteme erhalten. Ziel des Projektes ist es im Speziellen, die bisherigen Prozesse und Muster sowie die Akteure der Annäherung von Klein- und Gemeinschaftsgärten zu analysieren, mögliche Wege zur besseren Integration beider Gartentypen am Beispiel von Warschau und Berlin aufzuzeigen. Das stärkt die Position von Klein- und Gemeinschaftsgärtnern in Verhandlungen mit Kommunen und Investoren, die die kommerzielle Nutzung der Gartengrundstücke planen. Die Forschung im Projekt wird nach der Methode der Participatory Action Research durchgeführt, mit einer engen Zusammenarbeit zwischen den Wissenschaftlern sowie den Gärtnern und der Quartiere. Die Bewerber sind verantwortlich für die Initiierung von Kooperationen zwischen Gartenvertretern, die Moderation von Fokusgruppen und Durchführung von VISIS-Workshops. Ein wichtiger Teil des Projekts wird auch der Erfahrungsaustausch zwischen Gärtnern aus Deutschland und Polen sein. Beide Länder haben eine lange, aber unterschiedliche gärtnerische Tradition. Seit 1990 haben sie Veränderungen der sozialen Werte und damit der wirtschaftlichen, migrations- und bevölkerungspolitischen Folgen beider Hauptstädte erlebt. Das Projekt fällt unter den Förderschwerpunkt „Normen- und Wertewandel“, da es um eine Veränderung der Wahrnehmung von Wesen und Funktion städtischer Gärten in der europäischen Stadt des 21. Jahrhunderts in Europa geht.

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  • Pankows Kleingarten starten Kampagne

    Die Wohnungsnot bedroht Pankows Kleingärtner schon seit längerem. Deshalb haben diese sich jetzt mit der Kampagne „Da wächst was“ zusammengeschlossen, um für den Erhalt ihrer Grünflächen in den Innenstadtbereichen mobil zu machen. In einem ersten Video sind Plakate mit Schriftzügen wie „Revoluftionäre“ oder „Für mehr Fluglärm“ gegen das Insektensterben zu sehen. (mehr …)

  • Fördergeld u.a. für Aktivierungf von 12 nicht genutzten KG Parzellen für gemeinschaftliches Gärtnern in Braunschweig

    (Gu, alerts)

    Braunschweig. Die Stadt war mit zwei Förderanträgen erfolgreich: Grünes Licht gab es von Bund und Land für die Förderung von Projekten zum Klima- und Artenschutz. Die von der Stadt eingereichten Projekte mit einem Gesamtvolumen von über 5,5 Millionen Euro sollen zwischen 2018 und 2022 mit einer 80-prozentigen staatlichen Förderung umgesetzt werden.

    Zum einen handelt es sich dabei um den Förderbescheid zum Biodiversitätsprogramm „Förderung der biologischen Vielfalt in der Stadt Braunschweig“ des Niedersächsischen Umweltministeriums mit einem Fördervolumen von zirka 2,75 Millionen Euro. Zum anderen erhält die Stadt Bundesmittel in Höhe von etwa 1,9 Millionen Euro für den Förderantrag „Braunschweig – Integrierter Klimaschutz mit urbanem Grün – Makroklimatische Regulierung durch Pflanzen.“ Insgesamt steuert die Stadt selbst Eigenmittel in Höhe von etwa 1,2 Millionen Euro für beide Projekte dazu. Diese sind in den Haushalt ab 2018 eingeplant. Beteiligt an Planung und Umsetzung der Projekte ist neben dem federführenden Grünflächendezernat auch das Baudezernat.

    Förderantrag „Förderung der biologischen Vielfalt in der Stadt Braunschweig“

    Insgesamt sind für den Förderantrag 8 thematische Module mit 11 Maßnahmenpaketen zur Stärkung der Biodiversität in der Stadt Braunschweig erarbeitet worden.

    – Modul I-Park- und Grünanlagen: Entwicklung von ca. 100.000 m² artenreicher Wiesenflächen und Anlage von rund 20.000 m² mehrjähriger Blühstreifen sowie 7.500 m² artenreicher Staudenmischpflanzungen und extensiver Ruderalfluren im gesamten Stadtgebiet

    – Modul II-Auen: Pflanzung von 500 Kopfweiden im gesamten Stadtgebiet

    – Modul III-Ungenutzte Flächen: Anlage von 6 Streuobstwiesen auf einer Gesamtfläche von ca. 18.000 m² in Verbindung mit der Pflanzung von 270 Obstbäumen (alte, erprobte Sorten) im gesamten Stadtgebiet. Obsternte durch Schulklassen und Kita-Gruppen

    – Modul IV-Historische Parkanlagen: Entschlammung und Renaturierung des Südteiches und des Portikusteiches im historischen Bürgerpark

    Modul V-Kleingärten: Urban-Gardening- Aktivierung von 12 nicht genutzten Kleingartenparzellen in verschiedenen Kleingartenanlagen für gemeinschaftliches Gärtnern von interessierten gesellschaftlichen Gruppen/Familien etc.

    – Modul VI-Schutzgebiete: Entschlammung und Entkusselung des Neuen Bleeks-Teiches im Naturschutzgebiet Riddagshausen

    – Modul VII: Schul- und Bürgergartengarten: Anlage von Trockenmauern als Sonderbiotope

    – Modul VIII-Artenschutz: Fledermausschutz- und Amphibienschutzmaßnahmen im gesamten Stadtgebiet sowie Entwicklung der Außenanlagen am Haus Entenfang im Naturschutzgebiet Riddagshausen

    Förderantrag Braunschweig – Integrierter Klimaschutz mit urbanem Grün – Makromatische Regulierung durch Pflanzen“

    Im Rahmen des Gesamtprojektes sollen folgende Maßnahmen zur Schaffung und Entwicklung innerstädtischen Grüns umgesetzt werden:

    – 7.000 m² horizontale Begrünung städtischer Gebäude (Dachbegrünung)

    – 7.500 m² vertikale Begrünung städtischer Gebäude (Fassadenbegrünung)

    – Aufstellung von zwei Mooswänden (City-Trees) außerhalb der Innenstadt

    – Anlage von 15 Hektar Energiewald (Kurzumtriebsplantage) im Stadtgebiet

    – Anlage von 1 Hektar Miscanthus-Plantage in Labyrinthform

    – Pflanzung von 650 Bäumen in den Ortsteilen von Braunschweig

    https://www.focus.de/regional/bayern/ahorn-und-das-sind-die-projekte-mit-denen-sich-die-stadt-beworben-hat-und-die-sie-umsetzen-will_id_8051619.html (mehr …)

  • Sommerfst mit Siebdruck im Kulturgarten Lüneburg

    (aus Bericht von Shimeles)

    Informieren und Mobilisierung von Wohnheim Bewohner am Samstag und die Abholung am Sonntag

    Anna M., Najeha und ich waren am Samstag in mehreren Wohnheimen um die Geflüchteten anzusprechen und zu informieren über die Veranstaltung am Sonntag. Natürlich war die Information mehr als nur einfache Einladung zum Fest. Viele der Geflüchteten fragten nach. Najeha hat laufend in Arabisch, Farsi und Kurdisch übersetzt.Wir hatten Geflüchtete aus Osteuropa, Iran, Irak, Sudan ansprechen können. Die Geflüchteten, mit denen wir gesprochen hatten waren freundlich. Viele kamen auch zum Fest am Sonntag. Wer nicht gekommen sind Afrikanische Flüchtlinge.Am Sonntag war ich mit Anna erst im Garten, um die Sachen abzuladen. Danach fuhren wir zu den Wohnheimen, um die Geflüchteten abzuholen.Ich habe einige Runden mit meinem Auto gemacht um einige Geflüchtete, die zum Fest wollten aber nicht wussten wo der Garten liegt und keine Fahrrad fahren konnten, mitzunehmen. Einige kamen mit Anna zu Fuß. Annas bemühen die Geflüchteten in den Heimen zu informieren und für die Veranstaltung zu mobilisieren habe bewundert. Schnell merkt man, dass sie „der Motor“ hinter dem Gartenprojekt ist.

    Austauschs Gespräche in Kulturgarten am Samstag 29.07.2017

    Am Samstag konnten wir uns im Kulturgarten in Austauschgesprächen rund um die Themen Gärtnern, Kooperation mit der Gartennachbarschaft, Gärtnern mit Geflüchteten, Potenzial der Interkulturellen Garten, etc… mit den GärtnerInnen und Nachbarn austauschen.
    Ein aktuelles Thema war natürlich die neu fertiggestellte Komposttoilette! Ein 1 Kammer–Trenn- Kompostklo. Anna hat sie mir stolz gezeigt und sagte, sie hätten es gerade gestern fertig gestellt! Einen Tag vor der Veranstaltung!
    Neben dem Austausch wurde gegärtnert, und anschließend gemeinsam Brot gebacken.
    Najeha und Anna hatten von Zuhause Brotteig vorbereitet und mitgebracht.
    Ziel der Austauschgespräche war: Es soll den Bewohnern der Flüchtlingsheime und weiteren Lüneburgern ein Raum zum gemeinsamen Gärtnern, zum Austausch und Beisammensein gegeben werden.
    Das Gespräch soll den Austausch fördern und Hemmschwellen zwischen den Kulturen abbauen. (auf Augenhöhe kommunizieren und voneinander zu lernen und zusammen Spaß zu haben.
           

    Veranstaltung(Sommerfest) und Siebdruckworkshop am Sonntag 30.07.2017

    „Hier funktioniert es gut“, sagt Herr Roemer zu mir, Er meinte die Zusammenarbeit zwischen Interkulturellen Gärten und Kleingartenkolonien.
    Das waren die ersten Worte des Vorsitzenden der Kleingartenverband Lüneburg als er mich begrüßte (wir kennen uns seit vielen Jahren. Er war mit einer Gruppe vor 10 Jahren in Göttingen)
    Etwa 50-60 Lüneburger, davon beteiligten sich etwa 20 Flüchtlinge an dem Sommersfest. Es wurden Kartoffeln und Topinambur, geerntet, gegrillt, Stockbrote gebacken, an dem Siebdruck-Workshop teilgenommen und Fußball gespielt.
    Die größte Mehrheit der Flüchtlinge an dem Tag waren junge Männer. Viele junge Studentinnen waren ebenfalls da. So freundlich wie sie miteinander umgangen sind schien es, dass das Ziel, Berührungsängste abzubauen und gemeinsam Zeit zu verbringen, gut zu funktionieren scheint. Dabei stellt sich für mich die Kontinuitätsfrage der aktiven GärtnerInnen.

    Beim Siebdruck hat es zunächst keinen großen Ansturm am Anfang gegeben. Da es mehrere Angebote gab kamen immer mehr Leute erst verspätetet zum Siebdruck. So bin ich erst um 8 Uhr abends mit dem letzten Druck fertig geworden (siehe das Blaue seeds for Water Druck). Es hat vielen Flüchtlingen Spaß gemacht! So haben Einige angefragt, ob ich für sie einen Bauworkshop anbieten kann, damit sie ein Gerät vor Ort haben, womit sie weiterdrucken können.

    Bei der Veranstaltung hat Najeha laufend in Arabisch und auch in Persisch übersetzt. Für die Übersetzung in andere Sprachen gab es einen Mann. Auch die Grüße der Politiker und guten Wünsche wurden für das gesammelte Publikum (viele darunter die kein deutsch sprechen) übersetzt.


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  • Gelder für Rückbau ostdeutscher Kleingärten gefordert

    (Gu, alerts)

    Kleingärten sind in Ostdeutschland nicht mehr so gefragt. Der Linken-Bundestagsabgeordnete Jan Korte fordert Finanzhilfen für den Rückbau.

    „Kleingärten waren im Osten Deutschlands einst gefragt. Das Bild hat sich entscheidend gewandelt: In vielen Vereinen finden sich nicht genug Interessenten, die Parzellen bewirtschaften wollen. Grund für die Linksfraktion bereits zum wiederholten Mal bei der Bundesregierung nachzufragen, wie sie mit diesem der Leerstandsproblematik umgeht. Einer der Fragesteller ist Jan Korte, Bundestagsabgeordneter aus Anhalt-Bitterfeld. Die Antwort der Regierung liegt der Volksstimme vor.
    Thema Rückbau: Eine Parzelle beispielsweise in Ackerland umzuwandeln, ist rund 4000 Euro teuer. Diese Kosten würden viele Vereine in den Ruin führen. Hier hakt Korte ein und fordert: „Bund und Land dürfen die Kleingartenvereine nicht im Regen stehen lassen.“ Neben Konzepten für eine Neunutzung der Flächen sollten die Vereine insbesondere finanziell beim Rückbau unterstützt werden.
    Die Bundesregierung schreibt in ihrer Antwort an die Linksfraktion, dass die „Anpassung und der Umbau von Kleingartenanlagen sind in allen Programmen der Städtebauförderung grundsätzlich förderfähig“. Auf Antrag der Städte und Gemeinden würden die Länder über eine Förderung entscheiden.
    Ein neuer Begriff in der Gartenwelt ist das „Urban Gardening“ (Nutzung städtischer Flächen für Gärtnerei). Die Bundesregierung erklärt hierzu auf Nachfrage der Linken-Parlamenterier, dass sich Kleingartenanlagen dafür eignen würden. Ein Bundesprogramm existiere nicht, es gebe jedoch Fördermöglichkeiten.
    Positiv vermerken die Linken, dass die Bundesregierung das Leerstandsproblem erkannt und die Untersuchung „Kleingärten im Wandel“ in Auftrag gegeben hat. Abgeordnete und Kleingärtner können nun gespannt darauf warten, welchen praktischen Nutzen die Studie bringt.“

    https://www.volksstimme.de/deutschland-welt/politik/kleingaerten-vereine-bleiben-mit-leeren-gaerten-allein (mehr …)

  • Integration im Kleingartenverein

    (Gu aus StiftungsWelt 02/2017)

    Integration im Kleingartenverein Deutsche Scholle
    Die Outlaw gGmbH – Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe ist ein freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe, der deutschlandweit mit vielfältigen Angeboten vertreten ist. Am
    Standort Osnabrück bilden sowohl die Hilfen zur Erziehung wie auch die Migrationsarbeit Schwerpunkte. Seit 2016 führt Outlaw das Projekt Querbeet durch: Kleingartenvereine wie die Deutsche Scholle e.V. stellen geflüchteten Familien leerstehende und verwilderte Grundstücke zur Verfügung. Die Geflüchteten setzen mit praktischer Unterstützung der Nachbarn
    die Gärten instand. Durch die gemeinsame Arbeit rücken Unterschiede und Sprachbarrieren in den Hintergrund, Fragen der Herkunft und Nationalität treten zurück.
    Das Projekt hat viele Gewinner: Die geflüchteten Familien erhalten einen naturnahen Rückzugsort von den beengten Gemeinschaftsunterkünften. Die alteingesessenen
    Gärtner erleben persönliche Begegnungen mit  Zugezogenen  und  der  Leerstand  von Parzellen  geht  zurück.  Schließlich  belebt das Projekt Querbeet die Kleingartenverei-
    ne und hilft ihnen, sich selbst neu wahrzunehmen und in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Mitgliederzahlen steigen. Das urdeutsche Terrain Kleingartenverein wird so
    zum Ort gelingender Integration. terre des hommes Deutschland e.V. konzipierte und begleitet das Projekt Querbeet, die Finanzierung  übernimmt  die  Deutsche  Bundes-
    stiftung Umwelt (DBU). (mehr …)

  • Bewegung in Dresden

    (Gu, mail, 20.7.)
    […] „der Aprikosengarten ist noch da und bleibt auch die nächsten Jahre. Durch eine Baustelle wird er aber vorübergehend auf 500 m² reduziert.

    Wir haben hier da etwas Bewegung, da der Apfelgarten ja auch umziehen muss – ein Flüchtlingsübergangsheim wird gebaut und wir verlieren einen größeren Teil der Fläche. Momentan ist dort beabsichtigt den Rest des Gartens mit den Flüchtlingen weiter zu betreiben, währen der Hauptteil auf eine Fläche in der Nähe umzieht.

    Es gibt auch noch immer reichlich Neugründungen von Gärten, die noch nicht alle auf der Gartennetzwerkseite zu sehen sind. Das weiß ich, da ich zu einigen davon Kontakt habe. An der Grenze zu Freital haben sich 2 Stücj nebeneinander gegründet ohne von einander zu wissen.

    Dort probiere ich etwas aus, da die eine Fläche (wo ich meine Finger mit drin habe) in einem großen (1100m²) Kleingarten ist, der Vorsitzende ist sehr aufgeschlossen und wenn es klappt, ist der Gemeinschaftsgarten unkündbar. „ (mehr …)

  • Grüne Hannover plädieren für

    (Gu, mail, 23.4.)

    „Die GRÜNE Ratsfraktion hatte gestern (Mittwoch, 22.04.15) unter dem Titel „Quo Vadis Kleingärten“ zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung zur Zukunft der Kleingärten im Kulturhaus Hainholz eingeladen. Unter der Moderation von Pat Drenske, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und umweltpolitischer Sprecher der grünen Ratsfraktion, diskutierten die Wirtschafts- und Umweltdezernentin der Landeshauptstadt Hannover, Sabine Tegtmeyer-Dette, der Vizepräsident des Bezirksverbands Hannover der Kleingärtner, Dr. Reinhard Martinsen, und der Geschäftsführer der Internationalen StadtteilGärten Hannover, Eberhard Irion, mit dem engagierten und fachkundigen Publikum.

    Die Ergebnisse der Diskussion fasst Drenske so zusammen:

    – „Kleingärten erfüllen eine wichtige ökologische und soziale Funktion für die Landeshauptstadt. Daher sind ökologisch hochwertige und wohnortnahe Gärten zu schützen bzw. neu zu schaffen.

    – Bezüglich einer Flächenkonkurrenz zwischen Wohnungsbau und Kleingärten ist nichts in Stein gemeißelt. Der Rat legt schlussendlich fest, wo gebaut wird. Die GartenbesitzerInnen werden ggf. entschädigt. Die Zahl von 20.000 Kleingärten soll jedoch erhalten werden.

    – Für wegfallende Gärten soll Ersatz geschaffen werden. Diese Ersatzflächen können auch öffentliche sein, da gemeinsames Gärtnern immer beliebter wird.

    – Gärtnern ist wieder „in“. Es werden daher neue Gartenformen benötigt, um den unterschiedlichen Nutzungsansprüchen gerecht zu werden. Die „neuen“ Gartenformen können sich in Partnerschaft mit den traditionellen Kleingärten entwickeln.“

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