Schlagwort: Kleingartenanlage

  • Leipzig: Hildegarten und Dill

    (Projektbesuche)

    Der Dill Gemeinschaftsgarten ist in einer Kleingartenanlage. Vorher war hier eine Brache, auf einem Teil steht auch eine alte Laube (davor ist Wiese, hier ist noch Platz für weitere Beete oder andere Infrastruktur). Losgelegt haben sie im Jahr 2020.
    Der Garten ist von Anfang an als inkluisver Garten geplant worden, die Beete sind unterfahrbar und es gibt eine rolligerechte Bank. Neben den Hochbeeten (viele davon sind nach der Methode des „Gärtnern im Quadrat“ gestaltet), gibt es weitere Hochbeete und ein paar Flachbeete, sowie eine Kräuterspirale und einen Färbergarten (in Hochbeeten). Sie haben eine Laube wieder fit gemacht, die für Workshops u.ä. genutzt wird, es gibt ein Tomatendach. Sie machen viele Workshops und sind Einsatzstelle für Bundesfreiwiligendienst. Im Kleingarten sind sie recht bekannt.

    Der Hildegarten ist Teil des Bürgerbahnhof Plagwitz und wächst dort seit 2015. Neben der Gemeinschaftsgartenfläche, die der Stadt gehört, pflegt die Gruppe den nebenan liegenden Obstbaumgarten. Das war Auflage der Stadt.
    Im Hildegarten gibt es hauptsächlich individuelle Beete, die allermeisten direkt im Boden. Den Boden untersucht hat niemand, es wurde eine 50cm Schicht „guter Boden“ aufgeschüttet. „Doch die meisten machen sich da keinen Kopf“. Es gibt auch gemeinschaftlich genutzte Flächen, Beete, eine Kräuterspirale, Heilkräuter, Beeren.
    Vom alten Bahnhof ist noch einiges an Struktur da, so ein Stück einer Ankunftshalle, die für Workshops genutzt wird. Hier haben sie was angebaut, um es winddichter zu machen, denn der Hildegarten liegt direkt in einer der Frischluftschneisen.
    Sie haben einige Kompostklos auf der Fläche, eine Schuppen für die Geräte und – die Hauptattraktion – einen alten Zug, zumindest einen Teil davon. Schienen dafür sind verlegt worden/waren noch da (?), der Zug wurde mit 2 großen Krähnen in den Garten gehieft. Der Gruppe ist wichtig, die Vergangenheit der Fläche sichtbar zu machen.
    Um den Zug gibt es Streit mit der Stadt, Eigentlich genau so genehmigt, gab es da einen Wechsel und das Bauamt sagt nun, dass der Zug so nicht stehen bleiben kann, sondern 5 m verrückt werden muss, was aber gar nicht geht. Die Nutzung ist also noch nicht freigegeben, die Gruppe träumt davon, den Zug innen so umzugestalten, dass Workshop- und Gruppenräume entstehen.
    Es gibt auch einen kleinen Spielplatz im Garten und ein Gewächshaus.
    Probleme: Vandalismus, Diebstahl, Wasser. Die Glasscheiben (Gewächshaus, Zug) werden immer mal wieder eingeworfen, teure, nur kurz zwischengelagerte Geräte werden geklaut, inzwischen wird alles Werkzeug, was ein bisschen was wert ist zumindest im Winter mit nach Hause genommen.
    Wasser haben sie nur Regenwasser, doch regnet es nicht oft genug. (mehr …)

  • Magdeburg: Stadtgarten löst sich auf

    (Mail)
    leider sehen wir dem letzten Gartenjahr dort entgegen. Die Gruppe wandert leider ab und auch ich, der Initiator und „Verwalter“ ziehe mich zurück. Nachwuchs haben wir einfach keinen, auch nach zahlreichen Aktionen,  bekommen. So werden die Parzellen die wir von Unkraut und Brombeeren befreit und urbar gemacht haben, wieder dem Gartenverein zurückgegeben. (mehr …)

  • Berlin: Schleifengarten baut Unterstand mit Regenwasserernte

    n unserem Garten besteht neben unserem Container für Geräte eine mit Beton versiegelte Fläche in den Ausmaßen von etwa 2,80m x 5,50m. Unterhalb dieser Betonfläche befindet sich ein kleiner Keller mit den Maßen von etwa 1,70m x 2,20m, in dem sich die Wasserverteilung für den Schleifengarten und der Laubenkolonie Bornholm 1 befindet. Diese versiegelte Fläche soll mit Hilfe eines leichten Holzgerüstes und einem Dach aus Kunststoff-Wellplatte als Regenschutz für unsere Treffen im Garten überdacht werden. Da wir aus ökologischen Gründen zum bewässern unserer Beete Regenwasser sammeln wollen, beabsichtigen wir mit Hilfe einer Regenrinne Wasser in einer verschließbaren Regentonne zu sammeln. Auch am Dach (2,30m x 2,00m) unserer bereits bestehenden Trenn-Toilette wollen wir eine kleinere Regentonne installieren

    Fragen und Antworten.

    Wie groß ist die Gartengruppe inzwischen, wie groß ist die Kerngruppe?

    Wir sind 26 Vereinsmitglieder und derzeit zwei Interessentinnen in Kennlernphase. Regelmäßig aktiv sind 16 Personen.

    Wie ist der Garten organisiert? Wie laufen die Informations- und Entscheidungswege?

    Organisation: Verein; ca. alle drei Wochen Gartenplenum als oberstes Entscheidungsgremium; alle Infos/Entscheidungen sind in nextcloud einzusehen.

    Wird gemeinschaftlich gegärtnert oder gibt es (auch) individuelle Parzellen?

    Ein Hochbeet wird von 1 – 3 Vereinmitgliedern betreut. Es gibt individuelle Bepflanzung der Beete und Gemeinschaftsbeete (Tomaten im Gewächshaus/Salatbeete/Kräuterspirale)

    Wie viele Beete habt ihr und auf wie vielen wird Gemüse angebaut?

    In allen Beeten wird Gemüse/Kräuter/Obst angebaut. Wir haben derzeit 20 Beete (incl. Kiez- u. Kinderbeet, Kräuterspirale) und ein Gewächshaus.

    Wie macht ihr auf den Garten und Mitmachmöglichkeiten aufmerksam? Wie ist die Resonanz?

    Newsletter, Instagram und lokale Ankündigungen (Plakate). Wir schließen uns den größeren Festen der Kleingartenanlagen Bornholm 1 + 2 an und öffnen den Garten gemeinsam mit ihnen zur Saisioneröffnung und -ende und zur Fete de la Musique. Die Resonanz ist .. wetterbedingt .. sehr gut. Wir organisieren ein großes Büfett, Führung durch den Garten und kleinere gärtnerische Aktivitäten.

    Im Kiezbeet kann jederzeit während der Öffnungszeiten gegärtnert werden. Hier nur mäßige Resonanz.

    Gibt es (viel) Fluktuation?

    Bisher waren wir eine stabile Gruppe. Leider verlassen uns gerade 3 aktive Mitglieder, weil sie aus Berlin wegziehen. Deutlich auch die Auswirkungen von Corona: 2022/23 waren die meisten Mitglieder in der Stadt. Seit letztem Jahr wird es deutlich schwieriger gemeinsame Termine zu finden.

    Was sind eure Herausforderungen?

    Die größte Herausforderung ist die Findung neuer Mitglieder. Viele Interessierte möchten gern gärtnern, haben aber wenig Interesse an der Gesamtorganisation (Vereinsarbeit) des Gartens.

    Wie beteiligen sich die Gärtner*innen finanziell an den Kosten des Gartens?

    Mitgliedsbeitrag : erm. 3,50 € | normal 7 € pro Monat oder höherer Solibeitrag

    Wann wollt ihr die beantragten Vorhaben umsetzen und wie viele Gärtner*innen werden mitbauen?

    Wir wollen im Juni beginnen und es werden wechselnd 5 – 8 GärtnerInnen daran bauen.

    Warum soll die Regentonnen verschließbar sein?

    Wegen der möglichen Ausbreitung der Tigermücke. (mehr …)

  • Halle: GG am Küttener Weg hat nun 3 Parzellen im Kleingarten

    (ANtrag, Antworten)

    Kurzbeschreibung des Vorhabens:
    Der Gemeinschaftsgarten „Am Küttener Weg“ besteht seit 2015 und ist seither ein Ort des
    gemeinschaftlichen Gärtnerns, des Austauschs und der gelebten Nachhaltigkeit. Auf bislang
    rund 700 m² haben Mitgärtner*innen über die Jahre Gemüse angebaut, Gemeinschaft
    gepflegt und Bildungsarbeit geleistet. Im März 2025 konnten wir zwei angrenzende
    Parzellen von einem bisherigen Pächter übernehmen, wodurch sich unsere Gartenfläche auf
    insgesamt 1.400 m² verdoppelt hat. Diese Erweiterung eröffnet uns neue Möglichkeiten, da
    unsere ursprüngliche Fläche in den letzten Jahren zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen
    gestoßen war.
    Unsere Ziele:
    ⦁ Vergrößerung der aktiven Gartengemeinschaft und Entwicklung demokratischer
    Entscheidungsstrukturen für eine größere Gruppe,
    ⦁ Ausbau der infrastrukturellen Versorgung,
    ⦁ Durchführung gemeinsame Arbeitsaktionen und Bau-Workshops,
    ⦁ Abbau von Gefahrenquellen auf den neu gepachteten Flächen,
    ⦁ Vorbereitungen für das Jubiläumsfest „10 Jahre Gemeinschaftsgarten Am Küttener
    Weg“ im September 2025.
    Die Erweiterung stellt für uns einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung des
    Gartens dar, die folgende Aufgabenschwerpunkte/Maßnahmen erfordern (einschließlich
    Zeitplanung):
    ⦁ Bau einer Trenntoilette (die bisherige, gemeinsam genutzte Trenntoilette war
    Eigentum des alten Pächters und wurde von ihm mitgenommen), bis September
    2025,
    ⦁ Aufbereitung und Instandsetzung einer 2019 erbauten Holzhütte, die dringend
    einen neuen Außenschutz (Holzlasur) benötigt, bis Juli 2025,
    ⦁ Aufbau einer Wasserversorgung in den neuen Parzellen, systematische Verbindung
    der übernommenen Regenwasserspeicher, bis Juni 2025,
    ⦁ Beseitigung verkrauteter Flächen und Nutzbarmachung sowie Verschnitt der Obst-
    und Nussgehölze, bis August 2025,
    ⦁ Infrastruktureller Ausbau: Mini-Kühlschrank sowie eine einfache Kochplatte, damit
    Gärtner*innen sich vor Ort versorgen und Lebensmittel angemessen lagern können,
    bis Juni 2025, spätestens September 2025,
    ⦁ Lagermöglichkeiten für Wechselkleidung der Gärtner*innen, bis Juni 2025,
    ⦁ Aufbau einer Wildgehölzhecke als Rückzugsort für Tiere und als Wind- und
    Sichtschutz, bis Juni 2025,
    ⦁ Schaffung neuer Beetflächen, u.a. für Tomaten, Rhabarber sowie Bohnen und
    andere Gemüsekulturen, bis Mai 2025,
    ⦁ Abriss einer zweiten, vom Einsturz bedrohten Holzhütte auf der neu gepachteten
    Fläche, bis Dezember 2025

    1. Wie groß ist die Gartengruppe und wie viele Menschen sind in der Kerngruppe aktiv?

    Derzeit besteht unsere Gartengruppe aus sechs Personen in der Kerngruppe sowie vier weiteren Mitgärtner*innen, die flexibel mitarbeiten. Durch die Erweiterung unserer Fläche möchten wir gezielt neue Menschen ansprechen. Erste Schritte dazu laufen bereits – über persönliche Netzwerke, aber auch digital. Wir überlegen, künftig feste Öffnungszeiten einzuführen, damit der Garten noch besser zugänglich wird.

    2. Wie stabil ist die Gruppe? Gibt es viel Fluktuation?

    Die Gruppe ist insgesamt stabil, auch wenn es über die Jahre immer wieder Wechsel gab. Der Garten wurde 2015 gegründet, aber erst ab 2017 wuchs eine konstante Gruppe, die das Projekt kontinuierlich weiterentwickelte. Viele waren damals in Ausbildung oder im Studium und haben nach rund drei Jahren aus beruflichen oder familiären Gründen Halle verlassen. Durch gezielte Ansprache, unsere Homepage und Postkartenaktionen haben wir jedoch stets neue Interessierte gewinnen können. Die meisten Mitgärtner*innen bleiben mehrere Jahre – das spricht für eine nachhaltige Bindung an den Ort.

    3. Wie setzt sich die Gruppe zusammen? Sind auch Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte dabei?

    Unsere Gruppe ist vielfältig und umfasst Menschen unterschiedlichen Alters und beruflicher Hintergründe. Die Gruppe war lange von jungen Menschen in Ausbildung oder im Studium geprägt, die mit wenig Geld lebten und im Garten einen Ort der Teilhabe fanden. Heute besteht die Gruppe vor allem aus Menschen mit festen Jobs, teilweise in Teilzeit oder im Schichtdienst – einer der Mitgärtner steht kurz vor dem Ruhestand. Aktuell ist niemand mit Migrations- oder Fluchtgeschichte aktiv, aber in der Vergangenheit hatten wir Mitgärtner*innen mit indischer und aserbaidschanischer Herkunft, teils aus der 1., teils aus der 2. Generation. Unser Garten ist offen für alle, unabhängig von Herkunft oder Hintergrund.

    4. Wie können neu Interessierte mitmachen, wer kümmert sich wie?

    Da wir mitten in einer Kleingartenanlage liegen, kommen kaum Menschen zufällig vorbei. Die meisten finden über unsere Homepage, soziale Medien oder durch persönliche Empfehlungen zu uns. Interessierte bekommen eine Gartenführung und ein Gespräch, bei dem wir unsere Grundideen vorstellen und über die Möglichkeiten der Beteiligung sprechen. Danach entscheiden sie selbst, wie sie sich einbringen möchten. Eine WhatsApp-Gruppe hält alle auf dem Laufenden, wer gerade im Garten ist oder was ansteht. Künftig planen wir regelmäßige gemeinsame Arbeitseinsätze, um Verbindlichkeit und Gemeinschaft weiter zu stärken.

    5. Wie lange sind Sie selber schon im Garten dabei und was ist Ihre Rolle?

    Ich bin seit 2017 Teil des Gartens. Zu dem Zeitpunkt war ich die einzige aktive Person. Nach und nach konnte ich wieder eine kleine Gruppe um mich sammeln. Inzwischen bin ich so etwas wie das „Bindeglied“ zwischen Interessierten, dem Vorstand und dem Gartenalltag. Ich übernehme die Begrüßung und Einführung neuer Gärtner*innen und organisiere ich viele Abläufe mit.

    Darüber hinaus engagiere ich mich für die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Dachvereins Gartenwerkstadt Halle e.V..

    6. Wie hoch ist die Pacht und wie wird diese finanziert?

    Pro Parzelle zahlen wir etwa 220 € Pacht, also 880 € jährlich für unsere vier Parzellen. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über die Mitgliedsbeiträge der aktiven Gärtner*innen, die ihre Beiträge nach eigenen finanziellen Möglichkeiten selbst festlegen. Eine externe oder vereinsübergreifende Quersubventionierung gibt es nicht – jede Gartengruppe trägt ihre Fläche eigenständig.​

    7. Wie offen ist der Garten? Kommen die Gärtner*innen jederzeit in die Kleingartenanlage?

    Von April bis Oktober ist die Kleingartenanlage tagsüber geöffnet, sodass der Garten frei zugänglich ist. In den Wintermonaten ist die Anlage abgeschlossen, jedoch verfügen wir über Schlüssel, um den Zugang zu gewährleisten. Unser Garten selbst ist nicht abgeschlossen und kann jederzeit betreten werden.​

    8. Wie machen Sie auf den Garten aufmerksam? Gibt es z.B. ein Schild am Eingang der Anlage und an den zusammengelegten Parzellen, die auf den Gemeinschaftsgarten und Mitmachmöglichkeiten hinweisen?

    Bislang gibt es keine Beschilderung am Eingang, das wurde intern mehrfach diskutiert. Einerseits möchten wir sichtbarer sein, andererseits gab es in der Vergangenheit wiederholt Diebstähle, was die Gruppe vorsichtig gemacht hat. Ich habe mich bei anderen Projekten umgeschaut und plane, gemeinsam mit der Gruppe eine passende Lösung zu entwickeln – informativ, aber dezent. Wir sind auch im Austausch mit dem Vorstand der Kleingartenanlage, da es in Teilen der Anlage noch Vorbehalte gegenüber unserer offenen Nutzung gibt.

    9. Wie viele Beete gibt es schon und wie viele sollen es werden?

    Aktuell gibt es 14 kleinere Beetflächen (meist rund zwei bis drei Meter Durchmesser) und ein größeres Gemüsebeet von etwa 15 m². Zusätzlich gibt es Staudenbereiche, Wildkräuterflächen, Beerensträucher und Baumscheibenbepflanzungen. Im Zuge der Erweiterung möchten wir die Anzahl der Gemüsebeete mindestens verdoppeln, also auf rund 30 Beete erweitern.

    10. Wie ist der Garten organisiert? Wird alles gemeinschaftlich begärtnert oder gibt es Patenschaften oder individuelle Parzellen?

    Wir verbinden gemeinschaftliches Gärtnern mit individueller Nutzung. Es gibt zentrale Flächen, die gemeinsam gepflegt, geerntet und genutzt werden (z. B. Kräuter, Beeren, Kompost, Geräte). Darüber hinaus hat jede*r eigene kleine Beete für individuelle Ideen oder Lieblingspflanzen. Wer gerade im Urlaub ist oder Unterstützung braucht, schreibt in die Whats-App-Gruppe – dann helfen wir uns gegenseitig. Bestimmte Ernten wie Tomaten, Bohnen, Zucchini, Obst oder Kräuter werden immer gemeinschaftlich geteilt.

    11. Woher kommt das Wasser/wie viel können Sie mit der Ernte von Regenwasser abdecken?

    Derzeit nutzen wir drei 210-Liter-Regenfässer, gespeist über das Dach der Gartenhütte. Durch Mulchen und angepasste Bewässerung kommen wir bisher gut zurecht. Bei längerer Trockenheit greifen wir auf einen Wasseranschluss der Anlage zurück. Auf den neuen Parzellen gibt es weitere Dächer für Regenwassernutzung und einen weiteren Außenwasseranschluss. Einige Fässer, die wir übernommen haben, sind defekt – diese möchten wir ersetzen. Ziel ist es, eine möglichst vollständige Eigenversorgung über Regenwasser zu erreichen.

    12. Wie beteiligen sich die Gärtner*innen finanziell am Garten?

    Alle Kosten werden gemeinschaftlich getragen. Jede*r beteiligt sich nach eigenen Möglichkeiten. Wo es geht, kaufen wir gebraucht oder nutzen Netzwerke. Saatgut ziehen wir oft selbst, Beeren vermehren wir durch Stecklinge. Bei größeren Anschaffungen legen wir zusammen. Die Möglichkeit einer Förderung ist für uns neu und würde es uns erleichtern, dringend notwendige Maßnahmen umzusetzen.

    (mehr …)

  • Kiel: Life Garten wird Waldgarten

    (Antrag, Antworten)
    Ja wir sind eine Gruppe, also ein Verein, der sich in AG’s organisiert. Im Lifegarten ist die AG Waldgarten tätig. Lifegarten und der Garten an der Alten Mu sind die beiden Gärten, richtig.

     Ich habe noch ein paar Nachfragen zum Lifegarten und zum Antrag: – Wie ist das in Kiel mit dem Pachten von Flächen in Kleingärten? Hat das jemand von euch privat gemacht oder können auch Vereine Flächen pachten? Wer zahlt die Pacht? Die Pacht wurde ursprünglich von Tanja, der Gartengründerin geleistet.
    Seit der Kooperation mit dem Permakulturzentrum (PKZ) wurde die Pacht geteilt.
    Seit Anfang 2024 besteht ein gemeinsamer Pachtvertrag mit Tanja und PKZ als Pächter:innen. Die Verpächterin ist die Stadt Kiel.
    Also ja, Vereine können das hier wohl auch.

     – Wie groß ist die Gruppe, die regelmäßig gärtnert, wie viele Menschen sagen „das ist mein Gemeinschaftsgarten?“, wie viele machen punktuell mit? „Mein Gemeinschaftsgarten“ würde ich sagen ca. 8 Menschen, wobei wir bei den wöchentlichen Treffen meist weniger sind, weil nicht alle jede Woche kommen. Punktuell, also mit den Wochenendevents steigt der Unterstützerkreis auf ca. 30 Menschen.  

     – was macht ihr im Winter? Im Winter kümmern wir uns um Infrastruktur. Also dieser Antrag fällt auch hauptsächlich in die Kategorie Winterarbeit. Z.B. Wird aktuell ein kleiner Fahrrad Unterstand errichtet. Oder eine Kleine Holzwerkstadt an dem Vereinsheim aufgebaut.

     – Infos zum Vereinsheim und Gewächshaus habe ich auf eurer Site nicht gefunden. Waren die schon da? Wie groß sind diese Gebäude jeweils? Was kommt bei euch ins Gewächshaus? Auf Instagram findest du Beiträge, die beides gut zeigen.
    Vereinsheim, Steinhaus, ca. 4x5m, war schon da, renovierungsbedürftig
    Gewächshaus, Neubau, bzw. Bau aus hauptsächlich recycelten Materialien, Grundfläche ca. 4×6,5m Höhe 4m, Baubeginn 2022, Erste Nutzung 2024, Aktuell in Finalisierung
    Aktuell wird es als Orangerie und Apfellager genutzt.
    Langfristig sollen auch im Sinne des Waldgartens größere Pflanzen (Bäume) permanent dort stehen, die wärmeres Klima brauchen.

     – Wie wird derzeit im Gewächshaus gelüftet? Es sind bereits 3 automatische (hydraulische) Fensterheber verbaut.
    Dadurch dass der Bau insbesondere bei den Fenstern aber noch nicht abgeschlossen ist, sind noch so große Lücken in den Wänden, das automatisch „gut“ gelüftet ist.
    Im Winter wird es jetzt dementsprechend kalt dort.

     – Was passiert auf der Waldbühne? Während der Treffen ist dort eine Sitzmöglichkeit.
    Bei Events wird die Bühne z.B. mit Musik oder Redner:innen bespielt.

     – Wie ist die Gruppe organisiert? Machen alle alles oder gibt es z.B. eine Gewächshaus-AG? Innerhalb der AG Waldgarten machen alle alles.

     – Hat jemand von euch einen Kettensägenschein? Wie viele Menschen aus eurer Gruppe können die Kettensäge nutzen? Wofür und wie oft wird die gebraucht? Tanja ist die einzige mit einem Schein. Es gibt Sägen verschiedener Größe, die nach Einweisung von Tanja auch ohne Schein bedient werden dürfen.
    Die Sägen helfen uns sowohl bei der Errichtung der Infrastruktur, als auch bei der Pflege der Bestandsbäume, oder beim Feuerholz machen. Sie werden sehr häufig genutzt. Auf dem Gelände gibt es viele Bäume und Sträucher.

     – Wie habt ihr bisher den Rasen gemäht? Der Rasen wurde bisher mit einem Verbrenner-Rasenmäher gemäht. Der fällt jedoch altersbedingt auseinander und ist nun nicht mehr nutzbar. Reparatur ist leider unwirtschaftlich und ein Verbrenner auch nicht mehr gewünscht. Aufgrund der Hanglage und der verwinkelten Bepflanzung haben wir uns für einen Akku-Rasenmäher als Nachfolgegerät entschieden.

     – Was für Farbe wollt ihr nutzen? Es handelt sich dabei hauptsächlich um Holzschutzfarbe und Farbe für Rauputz. Teilweise weiß, vor allem beim Gewächshaus jedoch in verschiedenen Pastellfarben. Wir achten auf natürliche Inhaltsstoffe. Was im herkömmlichen Baumarkt nicht zu finden ist, besorgen wir im Naturbauhaus. Das ist in Kiel wirklich gut sortiert und man wird gut beraten.

     – Welche Finanzierungsquellen hattet ihr bisher Im Lifegarten wurde zunächst alles privat finanziert.
    Seit der Kooperation mit dem PKZ wird auch das Vereinsbudget genutzt. Das wiederum finanziert sich durch Beiträge, Workshops und Events.  
    Es wurde auch ein Teil einer Förderung der BINGO Umweltlotterie für den Bau des Gewächshauses verwendet.

    Der Lifegarten ist ein offener Austauschort für alle interessierten Menschen aus Kiel und
    Umgebung. Es ist ein Gemeinschaftsgarten mit Beteiligung des Permakulturzentrums Kiel.
    Ein Schwerpunkt des Lifegartens ist das Thema „Waldgarten“, denn er ist selbst als ein
    solcher konzipiert. Offene Gartentreffen finden immer dienstags und donnerstags, sowie
    jeden ersten Samstag im Monat statt. Die bestehende Infrastruktur umfasst u.a. ein Mini-
    Vereinsheim, eine Komposttoilette, eine Waldbühne und ein großes Gewächshaus. Mehr auf
    der Website lifegarten-kiel.de.
    Ziele
    Mit diesem Förderantrag sollen an der genannten Infrastruktur
    Instandhaltungsmaßnahmen zur Erhaltung, sowie bauliche Maßnahmen zur Finalisierung
    des Gewächshauses realisiert werden. Ein weiteres Ziel ist die Pflege des Waldgartens bzw.
    der Grünfläche, die die heranwachsenden Bäume verbindet.
    Inhalt und Maßnahmen
    • Streicharbeiten an Vereinsheim, Komposttoilette, Gewächshaus und Waldbühne
    • Statische Aussteifung Gewächshaus
    • Fertigstellung der Fenster des Gewächshauses
    • Beschaffung eines elektrischen Akku-Rasenmähers
    Die Arbeiten sollen gemeinschaftlich von den ehrenamtlichen Mitgliedern des
    Permakulturzentrums Kiel durchgeführt werden.


    (mehr …)

  • Gadebusch: Gemeinschaftsgarten auf Kleingartenparzelle entsteht

    Die Gelder sollen genutzt werden, um das Gartenhaus zu renovieren und die Wege zu sanieren, zusätzlich sollen davon Blumen und Sträucher angeschafft werden und fehlende Gartengeräte.  Die Förderung unterstützt uns die Menschen an der Gartenarbeit zu motivieren und mit Spaß und Freude zu Gärtnern und das Projekt Garten der Begegnung anzunehmen. 

    Klimastiftung MV hat sie auch schon gefördert: https://klimastiftung-mv.de/projekte/garten-der-begegnung/

    • Wie offen zugänglich ist die Kleingartenanlage, in der der Garten entstehen soll?
      • Der Garten in frei zugänglich in der KGA von mehreren Seiten 
    • Gibt es ein Schild am Eingang der Anlage oder an der Parzelle, die auf den Gemeinschaftsgarten hinweist?
      • Nein noch nicht soll aber noch kommen am Eingang der Anlage 
      • Am Garten hängt schon ein Banner, dieses wird noch ergänzt mit der Aufschrift Garten der Begegnung 
    • Wie groß ist die Gruppe, die den Garten mit plant, wie groß die Gruppe, die gärtnern möchte? Wie haben die Gärtner*innen von dem Projekt erfahren? Wie kann man mitmachen?
      • Die derzeitige Planungsgruppe besteht aus 5 Personen 
      • Derzeit vorwiegend über Mundpropaganda und zum Teil auf unserer Webseite, diese wird aber auch noch überarbeitet 
      • Mitmachen kann man in dem man kommt und mitmacht.  
    • Wie soll die Fläche genutzt werden? Wie viele Beete soll es geben, was soll noch an Infrastruktur geschaffen werden, was gibt es schon? Soll es individuelle Beete geben oder soll alles gemeinschaftlich bewirtschaftet werden?
      • ca 50-75 m2 sollen als Beete genutzt werden, der Rest Gartenhaus und  Sitzbereiche und Grill
      • es soll alles gemeinschaftlich bewirtet werden
    • Was passiert mit der Ernte?
      • die Ernte wird entweder zusammen gekocht oder jeder der kommt nimmt sich das was er benötigt mit, 
      • Sollte was übrig bleiben oder nicht zu verwertet werden so soll dies in eine Tauschbörse kommen die noch auf dem Gelände gebaut wird am Gartenzaun 
    • Wie laufen die Informations- und Entscheidungswege? Wer entscheidet, was wo angebaut wird etc.?
      • dies wird Saisonbedingt entschieden, in einem Partizipativenprozess
    • Beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten des Gartens?
      • Mit individuellen Spenden, es soll ein Angebot sein wo jeder sich ohne Kosten beteiligen kann. 
    • Was wird in dem Gartenhaus passieren?
      • – in dem Gartenhaus ist auf der einen Seite das Lager und auf der anderen Seite ist ein Raum in dem bei Schlechtem Wetter sich getroffen werden kann und Kaffee und Kuchen gegessen werden kann bzw. die gekochten Sachen aus dem Garten. 
    • B
    • In wieweit sind die Gärtner*innen an den Arbeiten beteiligt? (Wir fördern ja Vorhaben, die dann von der Gartengruppe im Garten (mit) umgesetzt werden).
      • Die gartengruppe führt dieses Projekt mit durch. 
    • Wann in 2025 wollen sie loslegen?
      • voraussichtlich ab März 2025

    (mehr …)

  • Berlin_Reinickendorf: vierter Garten der Naturfreunde

    Im Frühjahr 2024 haben die NaturFreunde Berlin die heruntergekommenen Beete am Kienhorstgraben in der Kolo-
    nie Gartenfreunde im Auguste-Viktoria-Allee-Kiez in Reinickendorf übernommen und wollen sie zu einer grünen
    Oase für nachbarschaftliches Gärtnern machen. Außerdem entsteht in der Kolonie ein Kleingartengrundstück der
    NaturFreunde, auf dem in Zukunft Hochbeete, ein Gartenhäuschen und Sitzgelegenheiten gebaut werden zum
    gemeinsamen Gärtnern und Verweilen.
    Die Beete am Fasanenweg können über den Eingang zur Gartenkolonie in der Kienhorststraße erreicht werden.
    Jede/r darf gerne mitmachen, die Treffen finden jeden Samstag ab 17 Uhr stat (mehr …)

  • Berlin: im Sonnengarten wird nicht mehr gegärtnert

    Besuch (mit Anuscheh)
    Der Sonnengarten ist ein Projekt der „Migrantenselbsthilfeorganisation“ IBCC in Neukölln. Fokus des IBCC ist die Beratung von und Angebote für Menschen mit Behinderung. Frau Gümüs, die eine GF hat schon lange einen Kleingarten in einem riesengroßen Kleingartenareal. Schräg gegenüber gab es ein großes, verwildertes Gelände, auf dem ursprünglich 6 Parzellen entstehen sollten. Sie hatte die Idee für den Sonnengarten und die Fläche vom Bezirk dafür bekommen. Die Fläche war total überwuchert, das THW hat geholfen und mit den Azubis ein Übungswochenende auf der Fläche gemacht, viele Ehrenamtliche haben auch geholfen.
    Sie haben zwei miteinander verbundene Hütten gebaut und auch dafür wieder aus Nachbarschaft/Freundes- und Bekanntenkreis viel Unterstützung und auch Geld bekommen.
    Neben einer Küche gibt es auch ein „Waschhaus“, so dass Menschen sich duschen können/geduscht werden können.
    Ursprünglich sind Familien Fördermitglieder geworden und konnten die Fläche dann nutzen. Das hat aber nicht funktioniert, Ordnung und Sauberkeit wurden nicht eingehalten, irgendwelche Leute haben dort übernachtet, die Mitarbeiter*innen mussten hinter den Nutzer*innen herputzen/aufräumen/Müll wegbringen.
    Nun können Gruppen die Fläche nutzen, wenn einE Mitarbeiter*in dabei ist.
    Die Nutzer*innen haben keine Lust zu gärtnern, die Hochbeete werden nicht mehr für Gemüseanbau genutzt, es gibt auch nur noch 2 – und eine sehr große Rasenfläche. Es ist ein Tobe- und Erholungsrauem, die Gruppengröße ist 20 – 80 Personen groß. Sie wollen aber Obstbäume anpflanzen. (mehr …)

  • Hochheim: Garten noch nicht fertig

    (mail)
    unser Garten ist noch nicht fertig, aber wir schon in der Umsetzung. Aktuell warten wir auf die Genehmigung unseres Bauantrages. Dieser war erforderlich, da wir in einigen Punkten vom Bebauungsplan abweichen und neben einem Clubhaus (Blockhaus) auch noch eine Imkerhütte errichten. Zudem müssen wir Sanitäreinrichtungen planen und bauen.
    Im Jahr 2023 haben wir aber bereits gepflanzt und geerntet und werden im Jahr 2024 den Nutzgarten weiter ausbauen bis wir dann 2025 den gesamten Kultur.Garten mit Streuobstwiese, Nutzgarten und Wildblumenwiese in Betrieb nehmen.


    (mehr …)

  • Siegen: Gemeinschaftsgarten im Kleingarten wächst

    (Mail)

    Die ersten Gärtnerinnen sind wie Du dort siehst voll aktiv und es geht nun darum noch mehr Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. Unsere regionale Zeitung wird Montag ein Interview mit uns machen und in Kürze ganzseitig berichten.

    Die Aktion, den von Euch geförderten Boden und Hackschnitzel zu verteilen, war ein wunderbares Gemeinschaftserlebnis für den ganzen Verein

    Stand: https://www.untermsender.de/Gemeinschaftsgarten (mehr …)

  • Siegen: Gemeinschaftsgarten ensteht auf Kleingartenparzelle

    (Antrag, Antworten)

    Auf unserer Parzelle 75 entsteht gerade ein Gemeinschaftsgarten, in dem viele
    Pächter eines Beetes gemeinsam Gärtnern können. Jede/r hat seinen eigenen
    Bereich und eben viele Dinge gemeinsam: Schuppen,Werkzeuge, Kompost,
    Regenwasser und Frischwasser, Ideen und gegenseitige Unterstützung.

    Als klassische Kleingartenverein möchten wir neue Wege gehen. Wir merken bei den
    Bewerbungen zu einer großen Parzelle, dass 300qm mit Laube zuviel des Guten sind
    und man sich da erstmal rantasten möchte. 15qm Beet sind da schon viel
    übersichtlicher und man ist auch nicht alleine. Urlaubsvertretung, gemeinsame
    Beschaffung und Planung schaffen Selbstvertrauen und Machbarkeit. Auf der
    Parzelle wird es viele Beerensträucherund einen Apfelbaum geben. Die Erträge teilen
    sich die Gemeinschaftsgärtner.

    Uns liegt dieIntegration benachteiligter Bevölkerungsteile am Herzen. Wir verbinden
    das mit dem gemeinsam Nenner aller,dem Gärtnern, so naturverbunden wie möglich
    und sinnvoll:

    MobileHochbeete für die GartenAG der benachbarten Offenen
    Ganztagsschule der Grundschulehttps://www.giersberggrundschule.de/

    Therapiegarten fürdie ErgotherapiePsychiatriedesKlinikumsSiegen

    https://klinikumsiegen.de/therapie/ergotherapiepsychiatrie/

    Studentengarten: Wir unterstützen eine Gruppe vonStudentender Pluralen
    Ökonomik
    https://www.wiwi.unisiegen.de/wiwi/pluraleoekonomik/
    Gemeinschaftsgarten für alle, die sich andere Wegevorstellen können als den
    klassischen Kleingarten in Eigenregie

    Prominent am Haupteingang unserer Anlage gelegen entsteht der
    Gemeinschaftsgarten auf400qm einer ehemaligen Kleingartenparzelle. Die Laube
    musste samt Bodenplatte entfernt werden.Zunächstals Obstgarten konzipiert,
    wurdedaraus derGemeinschaftsgartenmit für uns völligneuer Konzeption.

    Alle Gemeinschaftsgärtnerinnen sollen auch Vereinsmitglieder sein undihr Beet auch
    pachten und jeweils eigenverantwortlich hegen und pflegen.Die gesamte Fläche wird
    aber in gemeinschaftlicherRegie betrieben.

    Am 18. April trafen sich Interessierte undhabenzusammen dieersten Schritte
    konzipiert (Anwesenheitsliste undProtokoll anbei).Wir starten mit vier Pächterinnen
    umzu Beginndie Komplexitätnicht zu hoch werdenzulassen und erhöhen die Anzahl
    mit der Zeit.

    Antworten

    • Wie teuer ist denn der Mitgliedsbeitrag für eine Parzelle im Gemeinschaftsgarten?
      Für ein Beet nehmen wir jährlich €30 als Kostenbeitrag (Wasser, Versicherung Schuppen/Werkzeuge, …) und €45,- als Mitgliedsbeitrag (u.a. Vereinshaftpflicht, Zugang zur Toilettenanlage)
    • Habt ihr da eine soziale Staffelung oder wie geht ihr damit um, wenn Menschen mit gärtnern wollen, sich aber den Mitgliedsbeitrag nicht leisten können?
      Die Kosten haben wir mit den ersten Pächterinnen abgestimmt und erhielten die Rückmeldung, dass das so passt. Wenn sich jmd aus Kostengründen nicht beteiligen könnte, reduzieren wir den Beitrag noch mal um 50%. Wir sind aber der Meinung, dass ein gewisses Engagement auch finanziell da sein muss
    • Gibt es die Möglichkeit, auch erst mal „zu schnuppern“, bevor man in den Verein eintritt, um das gemeinschaftliche Gärtnern auszuprobieren?
      Haben wir noch nicht besprochen – Bisher war es für uns ein integrativer bestandteil auch Mitglied zu sein und sich im Verein wohl zu fühlen.
    • Wie wollt ihr das Projekt bekannt machen, wie können Neuinteressierte dazu kommen? Und wann wollt ihr es öffnen?
      Das Projekt ist ab sofort offen. Man sich über die Website bewerben. Wir bewerben den Verein mit all seinen Angeboten Möglichkeiten über unsere Website, (ebay-)Kleinanzegen und den Bezirksverband und über das Urban gardening projekt in Siegen (Lea Burwitz)
    • Habt ihr eine Skizze von der Gemeinschaftsgartenparzelle? Mich interessiert, wie die Beete zueinanderstehend geplant sind
      Skizze anbei
    • Wie viele Menschen könnten im Gemeinschaftsgarten dabei sein?
      Wir starten mit vier und wollen auf max 10 ausbauen

    (mehr …)

  • Berlin: der urbane Waldgarten im Kleingartenpark wird eröffnet

    (Besuch)
    Auf einer Ausgleichfläche für den Bau der A100 für Kleingärten, ensteht der Urbane Waldgemeinschaftsgarten. Das Projekt ist eine Mischung aus innovativer Kleingartenanlage, Umweltbildungsangeboten und dem Waldgarten. Die Fläche ist 3ha groß und noch sind die durch Firmen ausgeführten Bauarbeiten im vollen Gange. Eröffnet werden soll Anfang Juni. Danach darf die Waldgartengruppe auf das Gelände, die Öffentlichkeit aber noch nicht. Die Gruppe hat zusammen geplant, während und druch Corona gab es einige Fluktuation. Vor kurzem wurde der Verein gegründet, mit 44 Gründungsmitgliedern. Der Waldgarten besteht aus 5 Zonen, für die jeweils eine Gruppe zuständig ist. Alle, die mitmachen, sollen Vereinsmitglieder werden und das Mitmachen im Waldgarten soll der erste Schritt in das Projekt sein. Wer will, kann dan (möglichst zusätzlich) eine der Kleingartenparzellen pachten. Diese Parzellen werden kleiner als die druchschnitten KG-Parzellen in Berlin und in Clustern um den Waldgarten herum aufgebaut. Ob es nur eine Hütte für alle in einem solchen Cluster geben soll etc. müssen die Pächter*innen miteinander entwickeln.
    Es gibt auch noch eine 1000m² große Umweltbidlungsfläche für die Arbeit mit Kindern (Schulen), dafür hat Julia 1/2 Stelle in dem Projekt. Kim hat auch 1/2 Stelle im Projekt und ist für die (gemeinschafts)gärtnerische Entwicklung zuständig. Sie ist zusätzlich beim Bezirksverband der KG angestellt, die Träger vor Ort sind und kann ihre Stunden recht flexibel handhaben, so dass es mehr als 20 Stunden für den Waldgarten Zeit hat.

    (mehr …)

  • Berlin: Gartenprojekt mit Geflüchteten auf Kleingartenparzelle

    (Mail)
    Lange hat eine Frau versucht, ihre Parzelle in einem Kleingarten zu öffnen und einen Gemeinschaftsgarten daraus zu machen. Das ist aus verschiedenen Gründen wohl immer wieder gescheitert. Nun soll auf der Fläche ein Gartenprojekt mit und für Geflüchtete entstehen. Dafür sucht sie nun Honorargelder.
    Angefragt hat sie:

     ° die Leitungsgruppe der Aufnahmeunterkunft mit Security und Hausmeister, die fragen mal beim Land Berlin
     ° den Bezirk Charlottenburg – KEINE Zuwendung für HONORARE bisher möglich
     ° die Schreberjugend – vielleicht ist Förderung in ein bis drei Jahren möglich
     ° eine Stiftung in Stuttgart, diese kann aber nur gemeinnützige Vereine fördern, ist die Unterkunft vom Land Berlin das?
     ° Euch
     ° Dagmar vom HOS, sie berät uns nächste Woche
    (mehr …)

  • Otterndorf: Garten der Hoffung

    (Projektbericht)

    Im Jahr 2022 begann unsere Saison bereits im Januar mit einer größeren Aktion, noch die letzten Bestandteile des von den Vorbesitzern eingegrabenen Mülls zu beseitigen und im Februar mit Reparaturarbeiten auf Grund von Sturmschäden. Anfang März machten wir uns dann an die Vorbereitung der Beete, Ende April die übliche Einsaat (Kartoffeln, Karotten, Rote Bete, Porree, Zwiebeln, Mangold, Bohnen, Erbsen, Kohlrabi, Zucchini, Kürbis). All diese Aktionen wurden von unserer Kerngruppe (8 Menschen mit deutschem Pass, eine Frau aus Pakistan und 1 Familie aus dem Iran) durchgeführt. Im März und April war z.T. sehr schönes Wetter, so dass zum Kaffeetrinken auch andere dazukamen (zwei afghanische Familien, die länger nicht da gewesen waren; eine syrische Familie, die inzwischen leider wieder weggezogen ist und die irakischen Kinder mit ihrer Patin).

    Natürlich fühlten wir uns von dem russischen Einmarsch in der Ukraine betroffen, und einige von uns haben an der Mahnwache im benachbarten Ort teilgenommen. In der Folgezeit hatten wir auch die mittlerweile angekommenen ukrainischen Geflüchteten in den Garten eingeladen. Diese haben sich jedoch hier in der Region eigenständig organisiert und suchen keine weiteren Verbindungen.

    Das im letzten Jahr angelegte Kräuterbeet hat sich gut etabliert. Am 1. Mai haben wir mit frischem Bärlauch und diversen getrockneten Kräutern einen Stand auf dem Otterndorfer Bauernmarkt gemacht, der allerdings leider nicht so gut frequentiert wurde.

    Die wichtigste Neuerung in diesem Jahr ist das Foliengewächshaus, in dem wir mit den zu Hause vorgezogene Gurken- und Tomatenpflanzen in diesem Jahr endlich einmal eine gute Ernte hatten. Die Himbeer-, Joster- und Johannisbeersträucher konnten wir mit dem Stiftungsgeld durch 4 neue Heidelbeersträucher ergänzen, die alle gut angewachsen sind.

    Zu den beiden internationalen Cafés im Mai und Anfang Juli kamen diverse lange bekannte Familien von Geflüchteten, die sich mittlerweile in Deutschland mit fester Beschäftigung und Auto gut etabliert haben: die befreundete kurdische Familie aus Buxtehude, eine syrische Familie und 3 afghanische Familien. Bemerkenswert ist bei allen, dass die Kinder durchweg sehr gute Schulleistungen zeigen – zwei ältere Söhne einer afghanischen Familie haben wegen ihrer sehr guten Abschlusszeugnisse inzwischen besonders begehrte Lehrstellen bei einer Bank und in einer Stadt-Verwaltung bekommen.

    Ab Juli haben wir unseren Plan umgesetzt, regelmäßig im Garten zu kochen. Bis Anfang Oktober kam fast jeden Samstag der neue große Suppentopf oder unsere große Pfanne zum Einsatz. Mit wechselnder Verantwortung wurde gemeinsam geschnippelt und gebrutzelt, bis sich dann um 13 Uhr zwischen 10 und 18 Personen zum Essen einfanden. Auch die Wespen, die sich in der Zwischendecke ein Nest gebaut haben und um den Kochtopf schwirrten, wenn wir wegen Regen im Haus gekocht haben, konnten weder die Erwachsenen noch die Kinder schrecken. Die für den Notfall bereitgelegten Zwiebeln kamen gar nicht zum Einsatz.

    In der Sommerzeit sind auch zwei neue Interessierte hinzugekommen, die kontinuierlich dabei geblieben sind: eine Kolumbianerin mit ihrem (jugendlichen) Sohn, die beide großes Interesse an Gartenarbeit zeigen und eine Kurdin mit ihren zwei kleinen Kindern, die sich gleich mit dem iranischen Mädchen angefreundet haben, so dass wir jetzt auch eine „Stamm-Kindergruppe“ im Garten aufweisen können.

    Neu ist das Interesse an Kinder-/Jugendlichen-Geburtstagsfeiern. Zunächst wünschten sich 2 Jugendliche aus einer der afghanischen Familien „endlich mal eine Geburtstagsfeier“, die wir mit mehrstöckiger Torte, Girlande und Singen im Garten veranstalteten. Das iranische Mädchen ergriff dann eigenständig die Initiative, zu ihren 4. Geburtstag noch weiteren Gäste einzuladen, nämlich Freundinnen aus dem Kindergarten mit ihren Müttern, die vorher noch nie im Garten gewesen waren). Dem iranischen Jungen, der am 24.12. 15 Jahre alt geworden ist, haben wir versprochen, seine Geburtstagsfeier in diesem Sommer nachzuholen.

    Individuelle Förderung in deutscher Sprache fand wieder das ganze Jahr über statt. Im September konnte der Verein für die sonst mit ihren Sprachkursen immer nur unentgeltlich tätige Mitstreiterin für einen Frauen-Anfängerinnen-Sprachkurs Geld von der Samtgemeinde bekommen.

    Im Herbst kam es an mehreren Samstagen dann wieder zur Apfel- und Birnenernte, die dieses Jahr extrem reichhaltig ausfiel. Da wir im Frühjahr noch einmal einen Fachmenschen für Baumschnitt und Versorgung der Obstbäume hinzugezogen hatten, gab es in diesem Jahr fast keine Schadstellen an den Äpfeln. An der Apfel- und Birnenernte nahmen viele Leute teil, auch eine deutsche Frau kam neu dazu, die sich von nun an sporadisch an Garten-Aktionen beteiligen will. Die großen Mengen an Obst konnten wir nicht alle verarbeiten, deshalb haben wir sie zu einer Apfelsaftpresse gebracht, was uns ca. 350 l Apfelsaft beschert hat, von dem wir noch das ganze nächste Jahr etwas haben werden.

    Auch dieses Jahr war geprägt von der Sorge um die Familien in den Herkunftsländern. Seit dem 19. November stehen die selbstverwalteten Gebiete in Nord-Syrien und Nord-Irak (Rojava, Maxmur, Sengal) unter Dauer-Beschuss; die brutale Reaktion des iranischen Regimes auf die Demonstrationen; und die katastrophale Hungersnot in Afghanistan sowie der Ausschluss der Frauen dort aus jeglicher Öffentlichkeit lässt die betroffenen Familien schlecht schlafen und nicht zur Ruhe kommen. Wegen des fehlenden Einspruchs der deutschen Regierung bezüglich des türkischen Angriffs haben wir eine Mahnwache vor dem Kreisbüro der Grünen in Cuxhaven mit organisiert. Ansonsten macht uns der Krieg in der Ukraine und all diese anderen Ereignisse sprachlos und hilflos.

    Das multikulturelle Initiativen-Treff Hadler Forum besteht weiter wie im letzten Jahr. Da die Einschränkungen wegen Corona langsam wegfallen, wollen wir im nächsten Jahr überlegen, neben der Beratung noch mehr Gesprächskreise zu initiieren. Mit den Mitgliedern des Kleingartenvereins haben sich einige zaghafte Berührungspunkte ergeben: bei einer gemeinsamen Aktion zur Befestigung der Wege oder bei der Teilnahme von 2 Mitgliedern unserer Gruppe an einem Skatturnier. Da es inzwischen in der Kleingartenkolonie auch junge Familien gibt, wollen wir versuchen Kontakte zu „unseren“ Geflüchteten-Familien herzu­stellen.

    Nicht alles, was wir uns ausdenken, können wir umsetzen, uns fehlen neue Mitstreiter und Mitstreiterinnen. Die Gartenarbeit wird für einige aus unserer Gruppe altersbedingt immer beschwerlicher, und es kamen im letzten Jahr im Umfeld Krankheiten und Todesfälle hinzu, die den einen oder die andere zeitweise von Aktivitäten abgehalten haben. Es gab aber auch ein sehr schönes Ereignis: die iranische Familie hat im Oktober gleich doppelten Zuwachs bekommen, und wir freuen uns schon darauf, die Zwillings-Babys im Frühling im Garten zu begrüßen.

    Ausblick

    Für 2023 planen wir zunächst ein größeres Frauenfest zum internationalen Frauentag am 8. März. Dies soll uns auch dazu dienen, neue Interessierte für den Garten zu gewinnen. Die Broschüre über 6 Jahre Gemeinschaftsgarten soll bis dahin fertig sein.

    Im Garten wollen wir uns schwerpunktmäßig mit der Verbesserung der Bodenqualität beschäftigen. Das Pflanzhaus wird wieder mit Tomaten- und Gurkenpflanzen bestückt, die wir zu Hause vorziehen. Den Gemüsegarten werden wir etwas weniger vielfältig gestalten, um Arbeit zu reduzieren. Die Kräuter werden wir weiter pflegen, trocknen und verarbeiten. Möglichst werden wir noch einmal eine Fachfrau dazu einladen. Ansonsten soll alles so bleiben, wie es ist: 1. Mai, Zuckerfest, Erntefest; Deutschkurse, Kaffeetrinken, Mittagessen kochen, Kinder­spielen … ein schönes, buntes Jahr 2023.


    (mehr …)

  • Feiburg: Stadt sucht Gärtner*innen für Gemeinschaftsgarten

    (Mail)
    In St. Georgen ist eine große Fläche für innovatives Gärtnern wie etwa Urban Gardening entstanden. Jetzt werden Menschen gesucht, die hier gemeinsam ihre grünen Daumen einsetzen wollen.

    Es werden Menschen gesucht, die gemeinsam ihre grünen Daumen einsetzen wollen. Auf den 2400 Quadratmetern der erweiterten Kleingartenanlage Moosacker sollen je nach Bedarf sechs bis zehn Parzellen entstehen, die zwischen 100 und 400 Quadratmeter groß sein können. 

    Menschen, die sich für dieses Angebot interessieren, werden aufgerufen, sich jetzt zu bewerben. Die Frist dafür läuft bis zum 31. März. In die Bewerbung sollten eine kurze Beschreibung der Gruppe, der Idee des Gärtnerns und der angedachte Flächenbedarf (Richtwert: 30 Quadratmeter pro Person). Ausdrücklich werden Gruppen von Sozial- und Senioreneinrichtungen sowie Aktionsbündnisse zur Förderung von Migration und Integration ermuntert, ihre Bewerbung einzureichen. Sollten mehr geeignete Bewerbungen eingehen als Flächen zur Verfügung stehen, wird das Los entscheiden.

    https://www.urbanes-gaertnern-freiburg.de/de/articles/urban-gardening-st-georgen (mehr …)

  • Berlin: neuer Garten entsteht in Wilmersdorf

    Am Hohenzollerndamm in Berlin-Wilmersdorf soll in Zusammenarbeit mit der gleichnamigen Kleingartenanlage ein offener Gemeinschaftsgarten für die ganze Nachbarschaft entstehen. Seit Oktober 2021 wird der neue Garten von Gärtner*Innen der Kleingartenanlage und Anwohner*Innen aufgebaut – unterstützt durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz sowie dem Bezirksverband der Kleingärtner Berlin-Wilmersdorf e.V. Das Büro `Parzelle X´ begleitet den Prozess und steht mit Rat und Tat zur Seite.

    (mehr …)

  • Freiburg: Mix aus Kleingarten und flexibleren Parzellen, sowie urban farming entsteht

    (alerts)

    Gärtnern und Gemüseanbauen ist in – aber gleich einen ganzen Kleingarten pachten: Das ist vielen Bürgern zu aufwändig. Außerdem fehlen hierfür Flächen. Deshalb wagt die Stadt Freiburg nun ein Experiment: Bei der Kleingartenanlage Moosacker im Stadtteil St. Georgen, die derzeit erweitert wird, ist neben klassischen Parzellen ein Gelände zum Gemeinschaftsgärtnern geplant. Das Konzept ist ein Mittelding zwischen herkömmlichen Schrebergärten und offenen „Urban Gardening“-Angeboten, die es zum Beispiel in Parkanlagen gibt.

    Während ein normaler Kleingarten rund 200 Quadratmeter groß ist, werden im nördlichen Teil der Erweiterungsfläche auf einem insgesamt 2500 Quadratmeter großen Areal kleinere Einheiten entstehen. Die Stadtverwaltung will das Konzept so flexibel wie möglich gestalten. „Ich bin selbst gespannt“, sagt Jutta Hermann-Burkart, stellvertretende Leiterin des Garten- und Tiefbauamts. Zum Beispiel könne eine Familie einen halben Schrebergarten pachten, erklärt sie. Oder mehrere Familien oder einige Freunde bewirtschafteten eine Parzelle in klassischer Größe gemeinsam. Im zweiten Bauabschnitt ist zudem „Urban Farming“ geplant: In Zusammenarbeit mit einem Landwirt soll eine Ackerfläche gemeinschaftlich genutzt werden.

    Dass flexibles Gärtnern gefragt ist, hat eine Studie ergeben, auf deren Grundlage die Stadtverwaltung 2018 ein Konzept für alternatives Gärtnern erarbeitet hat. Zudem gibt es bereits viel Interesse am „Urban Gardening“: Das sind kleine Areale oder einzelne Beete in Parkanlagen, wo Menschen gemeinschaftlich gärtnern. 20 derartige Anlagen gibt es inzwischen in Freiburg. Diese bieten maximale Flexibilität – die Stadtverwaltung hat lediglich einen Ansprechpartner, alles weitere regeln die Gärtner untereinander.

    Die neue Gemeinschaftsgartenfläche in der Kleingartenanlage Moosacker ähnelt indes eher der klassischen Struktur: Die Parzellen werden fest vergeben, und die Gärtner müssen auch die übliche Kleingartenpacht von 24 Euro pro 100 Quadratmeter Fläche und Jahr bezahlen. Sollte das Konzept doch nicht auf so viel Interesse stoßen, sei es jederzeit möglich, die Einheiten zu klassischen Kleingärten zusammenzuschließen, erklärt Jutta Hermann-Burkart. Solche herkömmlichen Parzellen sind im südlichen Teil der Erweiterungsfläche geplant: Dort entstehen in einem ersten Bauabschnitt 54 Gärten, insgesamt sind 90 geplant.

    Die Parzellen dienen als Ersatz für Kleingärten, die im Stadtteil Stühlinger rund ums Rathaus und beim Rettungszentrum für neue Baugebiete weichen müssen. Allerdings: Lediglich 30 Gärtner werden von dort aus nach St. Georgen umziehen. Und die müssen sich auch noch etwas gedulden: Die Bauarbeiten hätten eigentlich schon Ende Juli abgeschlossen sein sollen, hinken wegen des nassen Wetters aber etwas hinterher. Eine halbe Million Euro kostet die Erweiterung insgesamt.

    Kritik vom Bürgerverein
    Dass im Moosacker noch mehr Kleingärten entstehen und dafür weitere landwirtschaftliche Flächen wegfallen, sieht der St. Georgener Bürgerverein sehr kritisch. Vor allem auch deshalb, so sagt der Vorsitzende Martin Maier, weil schon in der bestehenden Anlage „Grill und Ghettoblaster“ dominierten: „Viel Gemüse wird da nicht angebaut.“ Er hoffe, dass dies bei der Erweiterungsfläche anders werde. Stark gemacht hat sich der Bürgerverein für eine Grünfläche mit Sitzgelegenheiten, die ebenfalls im neuen Bereich geplant ist und allen Bürgern zur Verfügung stehen soll.

    Wegen des experimentellen Charakters wird die neue Kleingartenfläche – anders als die bestehende Anlage, die als Ersatz für wegfallende Kleingärten fürs Baugebiet Gutleutmatten im Stadtteil Haslach entstanden ist – nicht über den Kleingartenverein Moosacker betreut, sondern direkt über die Stadtverwaltung. Der Kleingartenverein ist darüber aber gar nicht böse, wie die Vorsitzende Andrea Kiss sagt – im Gegenteil. Der Verein habe genug zu tun, auch mit der großen Nachfrage: „Seit Corona steht das Telefon nicht mehr still.“ Derzeit gebe es einen Aufnahmestopp: Die Warteliste sei mit rund 100 Interessierten für die 94 Gärten übervoll. Auch bei den übrigen Kleingartenvereinen in Freiburg, die insgesamt 3100 Gärten haben, gibt es deutlich mehr Nachfrage als Angebot, genauso wie bei der Stadt Freiburg. Die Stadtverwaltung verwaltet insgesamt 400 Parzellen, auf die aktuell 600 bis 700 Interessierte kommen.

    https://www.badische-zeitung.de/in-freiburg-entsteht-ein-mix-aus-kleinanlage-und-urban-gardening–204542266.html?mode=in (mehr …)

  • Stadt Braunschweig bietet kostenfreie 12 Kleingartenflächen zum gemeinschaftlichen Gärtnern an

    Die Stadt Braunschweig bietet ab diesem Frühjahr zwölf Kleingartenparzellen in unterschiedlichen Kleingartenvereinen zur Nutzung an. Die Gärten können als grüne Lebensräume von Jugendgruppen, sozialen Vereinen und anderen Menschen mit Interesse am gemeinschaftlichen Gärtnern kostenfrei genutzt werden. Bewerbungen sind ab sofort möglich. Das Projekt ist Teil des Förderprojekts „Erhöhung der biologischen Vielfalt in der Stadt Braunschweig“ und wird mit Fördermitteln des Landes Niedersachsen und der Europäischen Union realisiert.

     

    Die Parzellen werden zurzeit hergerichtet und unter anderem mit einem Gerätehaus ausgestattet. Anschließend können die Gruppen mit der Bewirtschaftung der Flächen beginnen und Gemüse- und Blumenbeete anlegen. Bei der Auswahl von Pflanzen, Anbaumethoden, der geeigneten Pflege und sowie allen weiteren Fragen rund um das Urban Gardening gibt es bei Bedarf Unterstützung von der Stadt, dem Julius-Kühn-Institut oder der TU Braunschweig. Es sind keine Vorkenntnisse notwendig. Die Nutzung der Parzellen ist für die Gruppen kostenfrei.

     

    Bewerben können sich engagierte und interessierte Bürgerinnen und Bürger, die sich vorstellen können, bei dem Projekt langfristig und nachhaltig mitzuwirken, und als Verein oder Gruppe organisiert sind, wie beispielsweise Jugend- und Erwachsenengruppen, Kinder- oder Schulgruppen, Senioren-, Koch- oder Nachbarschaftsgruppen. Voraussetzung für die Teilnahme am Projekt ist lediglich, einen Verantwortlichen zu benennen, der sowohl für die Organisation innerhalb der Gruppe und deren Arbeit im Kleingarten zuständig ist, als auch als Ansprechpartnerin bzw. Ansprechpartner für den Austausch und die Kommunikation zwischen Stadt, Kleingartenverein und Gruppe fungiert. Eine Bewerbungsfrist oder besondere Anforderungen gibt es nicht.

     

    Hintergrund zum Projekt

    Im Dezember 2017 erhielt die Stadt Braunschweig einen Förderbescheid für das Projekt ‚Erhöhung der biologischen Vielfalt in der Stadt Braunschweig‘, das zur Steigerung der Biodiversität, des Biotopverbundes- und des Artenschutzes in der Stadt Braunschweig beitragen soll. Im Rahmen des Projektes werden unter anderem 500 Kopfweiden gepflanzt, mehrere Streuobstwiesen und Blühflächen angelegt, und das „Urban Gardening“ gefördert.

    Durch die über das gesamte Stadtgebiet Braunschweigs verteilten rund 8000 bewirtschafteten Kleingärten entsteht ein grünes Verbundsystem, das vielfältige soziale und ökologische Funktionen für die Stadtgesellschaft erfüllt sowie das Stadtklima und das Ökosystem positiv beeinflusst. Der Stadt Braunschweig wurden vom Landesverband Braunschweig der Gartenfreunde e.V. zwölf nicht mehr genutzte Kleingartenparzellen aus verschiedenen Kleingartenvereinen für das Projekt zur Verfügung gestellt, die von engagierten Bürgergruppen genutzt werden können.
    http://www.presse-service.de/data.aspx/static/1068189.html

    (mehr …)

  • Studentengarten Freiburg gibt es nicht mehr

    Aus einem Seminar „urban agriculture in international context“ ist die Idee eines „Studentengartens“, der offen für Alle ist, während einer Gartenexkursion entsanden. Er entstand 2018 auf einer Parzelle in einer Gartenkolonie. Die Anlage „war für  Bauvorhaben vorgesehen“-> temporäre Nutzung. Nun musste der Garten weichen. (mehr …)

  • IG Lahr begeistert Verwaltung

    […]
    Corona hat viele Aktionen im vergangenen Jahr eingeschränkt. Nguyen, als Sprecherin des Beirates, berichtete dennoch von Erfolgen im Interkulturellen Garten. Der Pokal für „Samen und Wurzel“ der „UN-Dekade – biologische Vielfalt“, den das Projekt im Kleingartenpark erhalten hat, steht im Arbeitszimmer von Sozialdezernent Schöneboom. Der lobte das Engagement, dass sich aus der Landesgartenschau als „Begegnungsort und interkulturelles Zentrum“ in Lahr sehr gut entwickelt hat.[…]
    https://www.lahrer-zeitung.de/inhalt.lahr-bekommt-lahr-neue-gemeinderaete.8c3fb825-6305-4b9e-a9f5-3ab8b2bb9afc.html (mehr …)

  • IG Schleswig gibt es nicht mehr

    (Mail)

    den Garten gibt nicht mehr. Damals haben wir den Garten als ein Projekt für Flüchtlinge gemietet, die selten etwas dort gemacht haben, deshalb haben wir das Projekt beendet und unsere Mitgliedschaft an der Garten Verein mit dem  Gartensmietvertrag gekündigt.


    (mehr …)

  • Mitgärtner-Möglichkeit in Kleingartenanlage in Berlin Pankow

    https://gruene-pankow.de/wir/in-pankow/arbeitsgruppen/ag-pankow-nord/:

    Sa, 19.09.20 16:00 Uhr – „Kleingarten meets Urban Gardening – wieviel ökologischer Mehrwert steckt in einer Gartenparzelle?“, Treffpunkt: KGA Hoffnung e.V., +13127+Berlin/@52.5894069,13.3932186,9834m/data=!3m1!1e3!4m5!3m4!1s0x47a85285d79208c1:0xc03a3b7c52c737d!8m2!3d52.58942!4d13.42809?hl=de“ target=“_blank“>Zimbelstraße 13 in Französisch Buchholz

    Hochbeet-Pflanzaktion mit Stefanie Remlinger und Notker Schweikhardt (stellvertr. Vorsitzende bzw. Sprecher für Kultur und Kreativwirtschaft der bündnisgrünen Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus)

    Im Rahmen unserer Streifzüge durch den Norden Pakows besuchen wir heute die Kleingartenanlage Hoffnung e.V. in Französisch Buchholz. Aktueller Anlass ist, dass hier ein Urban Gardening-Bereich entsteht. Zukünftige Beetpat*innen und Gartennachbar*innen und natürlich die Gäste unserer Reihe, sind herzlich eingeladen, letzte Hand anzulegen und erste Pflanzen in die Hochbeete zu setzen.

    Nach getaner Arbeit gibt es ein Feierabendbier/ -brause und eine Podiumsdiskussion. Die Kleingärtnerin Stefanie Remlinger und der urbane Gärtner Notker Schweikhardt werden uns dann einen fröhlich-informativen Disput zum Thema liefern: „Kleingarten meets Urban Gardening“ – über zwei bedeutende Formen städtischen Grüns und städtischen Gärtners werden Erfahrungen ausgetauscht, ökologische und soziale Gemeinsamkeiten und Unterschiede unter die Lupe genommen.

    Nach Sonnenuntergang wird zum Ausklang ein Public Viewing der wundervollen Kurzdoku „Der Kluge geht in den Garten“ geboten und danach gibt es historische Einblicke mit einer Folge der DDR-Fernsehserie „Geschichten übern Gartenzaun“.

    Erläuterung: Die Kleingartenanlage Hoffnung e.V. ist eine kleine Kleingartenanlage mit nur 31 Parzellen. Allerdings wird, wie bei allen KGA in Berlin, die Warteliste immer länger. Klar, rücken die Kleingärtner zusammen. Wenn möglich, werden Parzellen geteilt. Doch das kann nur auf lange Sicht durchgeführt werden und den akuten Bedarf nicht decken. Mit zunächst 4 Hochbeeten, Sitzgelegenheit, Sonnenschirm und Spielplätzchen auf der Gemeinschaftswiese kann kurzfristig ein Angebot zum Mitgärtnern geschaffen werden. Das Projekt wurde von Stefanie Remlinger und Henry Düring-Bienemann, Vorsitzender der Anlage, gemeinsam entwickelt.

    (mehr …)

  • Echinger Gemeinschaftsgarten bedroht

    (alerts)

    […]

    Dem Projekt droht Ungemach – ausgerechnet von anderen Gärtnern

    Kürzlich wurde zu einem Treff auf dem Gelände zu Sekt und Kuchen eingeladen, bei dem die Gartler ihren Gästen das „gewachsene“ Projekt vorstellten – und zum Mittun animieren wollten, offensichtlich mit Erfolg. Ungemach droht dem Gemeinschaftsgarten ausgerechnet durch die angrenzende Kleingartenanlage, die aufgrund der großen Nachfrage expandieren möchte, und zwar am Autobahnwall in Richtung Norden. Genau dorthin also, wo der Gemeinschaftsgarten angelegt und verwurzelt ist. Nach all den Mühen, die von den „Urban Gardenern“ mittlerweile in das Projekt investiert wurde, ist die drohende Verlegung für die engagierte Gruppe demotivierend – und keine gute Idee.

    Ihr Vorschlag lautet daher: den Gemeinschaftsgarten in die Kleingarten-Erweiterung wie eine Insel zu integrieren. Deshalb wurde ein Antrag gestellt, an Ort und Stelle bleiben zu dürfen. Der Ausgang ist ungewiss…

    https://www.merkur.de/lokales/freising/eching-ort28614/echinger-gemeinschaftsgartler-und-ihr-paradies-mit-ungewisser-zukunft-13831104.html

    (Mail, 15.07)
    Die Erweiterung der Kleingartenanlage ist in der Planung. Wir sind mit dem Bauamt in Kontakt und haben dort einen Antrag zum Erhalt des Gemeinschaftsgartens an der jetzigen Stelle gestellt. Wir haben die Zusage, dass der Gemeinschaftsgarten in die Planung miteinbezogen wird. Wir wollen natürlich am jetzigen Standort bleiben, da wir schon viel geackert haben und dieses Jahr auch guten Ertrag haben.

    Die Vorsitzende des Kleingartenvereins hat uns nur Grünstreifen in deren Anlage zur Verfügung gestellt und wir sollten dann auch Mitglied sein. Das gefällt uns nicht, da unser Konzept sich grundlegend von deren Vereinsstatuten unterscheidet. 

    (mehr …)

  • Kleingärten in Berlin bedroht

    (alerts)

    Deutsches Kulturgut oder blockierte Baufläche?

    Nirgendwo auf der Welt gibt es mehr private Kleingärten als in Berlin. Zum 100. Jahrestag der Kleingartenverordnung rückt ihr Potenzial als öffentliche Baufläche in der wachsenden Stadt in den Vordergrund. Unter den Kleingärtnern regt sich Widerstand. Von Lennart Garbes

    Ob angestaubt mit Deutschlandfähnchen und Gartenzwerg, oder als gemeinschaftliche Urban Gardening Kommune junger Familien – Kleingartenkolonien sind ein fester Bestandteil Berlins. Die Idee der parzellierten Naherholung prägt das Bild der Hauptstadt in Pankow und Tempelhof, genauso wie in Charlottenburg und Neukölln.

    In Anbetracht der Gartenkolonien von heute erscheint es kaum vorstellbar, dass es am 31. Juli 1919, als die erste deutsche Kleingartenordnung verabschiedet wurde, noch nicht um das gute Leben der Laubenbesitzer ging. Während Berlins Aufstieg zur führenden Industriemetropole sollte die Kleingartenkolonie der armen Arbeiterklasse die Chance geben, sich selbst mit Essen zu versorgen und etwas Erholung zu finden.

    Überreste dieser ursprünglichen Funktion des Kleingartens finden sich bis heute in der Kleingartenordnung, etwa wenn es darum geht verpflichtend Obst und Gemüse anzubauen. Aber auch der gestiegene Wohlstand hat der Beliebtheit der Laubenkolonie nicht geschadet. In Berlin gibt es mittlerweile 900 Kleingartenkolonien mit circa 71.000 Schollen, die insgesamt drei Prozent des Stadtgebiets bedecken.

    Kleingartentradition trifft eklatanten Wohnungsmangel

    Die akkurat eingeteilten Grünflächen im Innenstadtbereich wecken aber auch Begehrlichkeiten. 100 Jahre nach dem Beschluss der ersten Kleingartenordnung hat sich die Not der Berliner Bevölkerung verlagert. Der Wunsch nach Naherholung und einem eigenen Feld zum Bestellen verblasst gegenüber der Sehnsucht nach bezahlbarem Wohnraum, denn in Berlin fehlen bis zu 300.000 Wohnungen. Experten wie der Berufsverband der Bauingenieure drängen deshalb schon länger darauf, auch die Flächen von Kleingartenkolonien für den Wohnungsbau verfügbar zu machen.

    Die Berliner Politik gibt diesem Drängen nach. Im kommenden Jahr endet die vereinbarte Schutzfrist für den Großteil der Berliner Laubenkolonien. Obwohl es das erklärte Ziel des Berliner Abgeordnetenhauses und des Senats ist, Kleingärten dauerhaft im Stadtgebiet zu sichern, müssen Kolonien weichen – für den Wohnungsbau, aber auch für soziale und verkehrliche Infrastruktur. Das besagt der Kleingartenentwicklungsplan 2030, der im November in Kraft treten soll.

    Für 15 Berliner Kleingartenkolonien sieht der neue Entwicklungsplan die komplette Räumung vor. Bis 2030 müssten so circa 850 Laubenbesitzer ihre Parzellen endgültig verlassen. Danach droht weiteren 26 Berliner Kolonien der Abriss. Die Pächter sollen mit jeweils 7.000 Euro entschädigt werden und Anrecht auf eine Ersatzfläche erhalten, die jedoch weit entfernt vom Ort der alten Kleingartenfläche liegen kann.

    Laubenkolonie als politisches Kampffeld

    Die Kolonie Eschenallee in Berlin-Tempelhof ist eine der betroffenen Kleingartenkolonien. Hier soll im nächsten Jahr ein temporäres Schulgebäude entstehen. Die Pächter, von denen manche seit 50 Jahren in der Kolonie gärtnern, haben das aus den Medien erfahren. Niemand von der Bezirksverwaltung habe mit ihnen darüber gesprochen, sagt Laubenbesitzer Jörg Lange. „Wir sind sauer, weil wir immer noch kein Statement von offizieller Seite haben“, sagt er. „Wir wissen nicht was passiert, wir wissen nur, es passiert was.“

    Einfach hinnehmen wollen die Laubenbesitzer in der Eschenallee ihre Räumung nicht. Sie sehen sich als Bauernopfer in der ungelösten Berliner Wohnungsfrage und werben mit einem aufgehängten Transparent und einer Bürgerinitiative um Unterstützung gegen die geplante Räumung.

    Auch Stefan Evers, Generalsekretär und Stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Berliner CDU, wirft der rot-rot-grünen Koalition vor, planlos zu agieren. Berlin verfüge immer noch über immense Flächen für Bauaktivitäten – beispielsweise am Rand des Tempelhofer Feldes. „Nur weil der Mut fehlt, diese Flächen endlich anzugehen, kann es nicht sein, dass die Kleingärtner das Nachsehen haben“, sagte der CDU-Politiker. „Die über ein Jahrhundert ausgeprägte Kleingartenkultur hat zu einer ungeheuren Vielfalt der Arten beigetragen, an der unbedingt festgehalten werden sollte.“

    Die meisten Kleingartenkolonien sollen erhalten bleiben

    Obwohl er von den Laubenbesitzern, die ihre Parzellen räumen müssen, und von der Opposition scharf kritisiert wird, sieht auch der neue Kleingartenentwicklungsplan vor, den Großteil der Laubenkolonien zu erhalten. 83 Prozent der Kleingartenfläche in Berlin – rund 60.000 Parzellen – werden darin abgesichert. Weitere neun Prozent sollen nicht vor 2030 für andere Bauprojekte in Anspruch genommen werden.

    Der Plan erkennt auch erstmals die positiven Auswirkungen der Kleingärten auf das Stadtklima und die Artenvielfalt in Berlin an. Außerdem gelten viele der zu erhaltenden Grundstücke ohnehin als dauerhaft gesichert, weil sie als Grünflächen stadtplanerisch festgeschrieben sind.


    (mehr …)

  • TAZ für Bebauung von Kleingärten mit Wohnungen

    (alerts)

    Neben dem gar nicht mehr so neuen taz-Gebäude am südlichen Ende der Berliner Friedrichstraße entstand vor einigen Wochen ein Urban-Gardening-Projekt. Nach und nach füllte sich die Brachfläche mit aus Holzbrettern zusammengeschusterten Hochbeeten, Hütten und Sitzgelegenheiten. Es blühen und gedeihen das Gemüse und die Kräuter. Und, ja, bis vor Kurzem fühlte es sich irgendwie gut an, wenn man da jeden Morgen vorbeiradelte. So urban, ökologisch, modern.

    Schon nach kurzer Zeit prangte ein roter Graffitischriftzug provokativ am Holzzaun: „Wohnungen statt Gurken und Tomaten“. Seitdem denkt man sich beim Vorbeiradeln: Ja, klar, weg mit den Beeten, her mit den Wohnungen! Doch so einfach ist das ja alles nicht, denn man kann sich jetzt schon vorstellen, wie es läuft, wenn das kleine Urban-Gardening-Paradies mal tatsächlich bedroht ist, weil irgendwer was anderes – vielleicht sogar Wohnungen, die sich auch Normalos leisten können – auf dem Grundstück bauen will. Dann radelt man eines Morgens vorbei und sieht Hunderte Empörte, die sich an die Hochbeete gekettet haben. Vielleicht sind es sogar dieselben, die am Wochenende in Neukölln für bezahlbaren Wohnraum auf die Straße gehen.

    Anzeige

    Nun nehmen die Urban-Gardening-Projekte in deutschen Großstädten nur Flächen im Promillebereich ein. Außerdem funktioniert das Gemeinschaftsbeet auch auf Dächern, weshalb wir die Kollektivstadtgärtner an dieser Stelle Kollektivstadtgärtner sein lassen wollen und lieber das eigentliche Problem in den Blick nehmen: die Schrebergärten. Die nämlich gehören tatsächlich mit Wohnhäusern bebaut! Denn es gibt ein Recht auf bezahlbaren Wohnraum, aber keines auf das eigene Kartoffelbeet.

    Also weg mit den Parzellen, von denen es allein in Berlin 70.000 gibt. Ganze 3 Prozent der Stadtfläche nehmen sie ein – oft in bester Wohnlage. Gleichzeitig fehlen hier über 300.000 bezahlbare Wohnungen, weil zu wenig gebaut wird. In dieser Woche hat das eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft erneut gezeigt: In den vergangenen drei Jahren wurden etwa in Köln nur 46 Prozent der Wohnungen gebaut, die eigentlich nötig wären, in Berlin sind es immerhin 73 Prozent. Oft fehlt es an freien Flächen.

    Und trotzdem trauen sich PolitikerInnen nur selten an die Schrebergärten ran. In Berlin werden etwa bis 2030 keine Wohnungen auf Kleingartenkolonien gebaut, lediglich ein paar Turnhallen, Kitas und Schulen. Dafür müssen ganze 429 Parzellen verschwinden – weniger als 1 Prozent also. Immerhin gibt es für die BesitzerInnen rund 7.000 Euro Entschädigung.

    Und was ist mit dem Stadtklima?

    SchrebergärtnerInnen sind unangenehme Gegner, sie sind viele – knapp eine Millionen sind im Bundesverband Deutscher Gartenfreunde organisiert – und haben eine entsprechend starke Lobby. Sie wähnen sich auf der sicheren Seite: ihrer Tradition! Und es stimmt ja, die Schrebergärten hatten lange Zeit Sinn, dienten der Gesundheit, der Erholung und der Ernährung von Arbeiterfamilien.

    Anzeige

    Man wollte Menschen, die beengt wohnten, wenigstens ein kleines Stück Scholle geben. Heute hat sich diese Form von Kleinsteigentum erledigt. Der Schrebergarten ist verstaubte Bundesrepu­blik, ist Spießertum und Egoismus. Ist Abschottung gegen Fremde, Angst vor Veränderung und überhaupt auch oft rechts, bedenkt man die zahlreichen verwitterten Deutschlandflaggen, die über fast jeder Gartenkolonie wehen.

    Wer Natur und Erholung in der Stadt will, soll in den Park gehen. Wer ein kleines Idyll abseits vom Stadttrubel sucht, soll aufs Land ziehen. Wer frisches Obst und Gemüse will, soll zum Biosupermarkt gehen – da ist das Zeug günstiger als das aus dem teuer gepachteten Kleingarten, das erst mal gekauft, gedüngt und gewässert werden muss. Und wem es darum geht, die Karotten und die Kartoffeln und die Rote Bete selbst angebaut und beim Wachsen beobachtet zu haben, für den gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten, etwa kleine Parzellen auf Feldern außerhalb der Stadt – oder eben die auf Dächern neu entstehenden Urban-Gardening-Beete.

    Natürlich schmerzt jede Träne eines Kleingärtners beim letzten Blick in die liebevoll aufgebaute Laube. Da haben Erwin und Rosa 40 Jahre ihren Kleingarten gepflegt, erst 1993 das Plumpsklo gegen ein ordentliches getauscht, weil die Kolonie – allein das Wort lässt düstere Erinnerungen aufkommen – endlich ans Abwassernetz angeschlossen wurde, und jetzt sollen sie raus? Wo sollen sie denn jetzt hin am Wochenende? In den Park!

    Oder von den 7.000 Euro Entschädigung einmal im Monat einen Wochenendtrip an die Mecklenburger Seenplatte machen. Dabei können sie dann an ihre Enkelin Marie denken, die zum ersten Mal realistische Hoffnung auf eine eigene Wohnung hat, nachdem sie 5 Jahren von einem überteuerten WG-Zimmer ins nächste gezogen ist, obwohl sie schon 32 ist, als Sozialpädagogin in Vollzeit arbeitet und innerhalb des S-Bahn-Rings in Berlin trotzdem keine Wohnung fand, die sie sich leisten kann.

    Der Luxus des einen ist das Leid des anderen. Und der andere ist in diesem Fall nun mal wichtiger. Politik muss gestalten, steuern, Entscheidungen treffen, die manchen wehtun zum Wohle von vielen. Politik ist nicht dafür da, auf die zu hören, die die stärkste Lobby haben und mit überholter Tradition argumentieren.

    Dieser Text stammt aus der taz am wochenende. Immerab Samstag am Kiosk, im eKiosk, im praktischen Wochenendabo und rund um die Uhr bei Facebook und Twitter.

    „Halt! Stop!“, rufen jetzt klimabewusste BürgerInnen – und KleingärtnerInnen. „Es geht nicht nur um Tradition. Die Grünflächen der Kleingärten sind sehr wichtig fürs Stadtklima. Betoniert man sie zu, wird es noch heißer hier.“ Das will natürlich niemand. Zum Glück werden die neu entstehenden Wohnviertel Grünflächen enthalten und Brunnen und Freiluftschneisen und auf jedem Dach wird es einen Rasen geben – oder eben Urban-Gardening-Projekte.

    Es muss ja auch gar nicht jeder Kleingärtner enteignet werden. Jeder fünfte genügt. Die Berliner Baukammer hat im Frühjahr berechnet, dass, wenn in Berlin ein Fünftel der Kleingärten mit Wohnhäusern bebaut würden, 200.000 Wohnungen mit je 46 Quadratmetern entstehen könnten. 80 Prozent könnten dann weiter ihren Rasen pflegen, Karotten anbauen, im Sonnenstuhl liegen.

    Und der Rest? Der geht in den Park – oder tut sich zusammen. Immer mehr jüngere KleingärtnerInnen machen es vor, teilen sich im Freundeskreis eine Parzelle, einer ist für Kartoffeln zuständig, einer für den Rasen, eine für die Stachelbeeren. Man muss im Hochsommer nicht täglich gießen, sondern kann die Last, auf viele verteilen. Und beim gemeinsamen Grillen könnte man endlich über anderes sprechen als die wahnsinnig machende Wohnungssuche in den aus allen Nähten platzenden Großstädten.

     

    (mehr …)

  • Waldgemeinschaftsgarten in Britz

    (alerst)

    18.07.2019

    Neuer Inhalt

    Themen

    Urban Gardening auf neue Art In Britz entsteht ein gemeinschaftlicher Waldgarten

    Blühenden Baumkronen, darunter liegender Strauchschicht und Pflanzen am Boden.
    So stellt sich der von den Forschern beauftragte Illustrator Arian Rassoul das naturnahe Ökosystem eines städtischen Waldgartens vor: mit blühenden Baumkronen, darunter liegender Strauchschicht und Pflanzen am Boden.

    Foto: Arian Rassoul

    „Das hier ist der perfekte Ort.“ Zufrieden schaut Jennifer Schulz um sich. „Die Fläche ist noch nie bebaut gewesen, sie hat die richtige Größe, der Boden ist schadstofffrei und es stehen hier bisher nur wenige große Bäume und Sträucher“, sagt die Wissenschaftlerin. Zudem ist das Gebiet gut erreichbar – ein Glücksfall. Hier, am Rand des Britzer Gartens, im Süden von Berlin, hat Schulz Großes vor.
    Wo im Moment noch braune Rinder mit langen Hörnern auf einer umzäunten Weide das Gras kurzhalten, soll in den kommenden Jahren zusammen mit interessierten Bürgern ein Waldgarten entstehen. Obst- und Nussbäume, Beerensträucher, Gemüsepflanzen und Kräuterstauden werden  dann einen parkartigen Obst- und Gemüsegarten inmitten der Stadt bilden.

    Ein Ort der Begegnung, Erholung und Bildung soll die Anlage sein, in dem die Anwohner und andere Mitstreiter gärtnern und ernten, wünscht sich Schulz. Aber auch eine grüne Lunge, die die angrenzenden Wohnbezirke im Sommer kühlt und den Wasserhaushalt reguliert. Und natürlich eine Nasch-Oase. Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg, weiß Jennifer Schulz. Gemeinsam mit ihrem Forschungsteam von der Universität Potsdam stellt sie mit Mitteln des Bundesamts für Naturschutz seit einem Jahr im Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben „Urbane Waldgärten“ die Weichen für das ambitionierte Ziel.

    Im Britzer Garten kann der gemeinschaftliche Waldgarten entstehen

    Die Idee für einen solchen urbanen Waldgarten hat Schulz aus Südamerika und Südeuropa mitgebracht, wo sie lange Jahre lebte und als Landschaftsplanerin ähnliche Projekte plante und realisierte. Als sie vor einigen Jahren nach Deutschland zurückkehrte, reizte es die Forscherin, auch hier so etwas zu initiieren. Lange suchte sie nach geeigneten Flächen in Berlin, um hier das Pilotprojekt auf den Weg zu bringen und wissenschaftlich zu begleiten. Sie weiß, dass das Pflanzen und Bewirtschaften eines Waldgartens zwar herausfordernd ist. Die größere Hürde sieht sie aber woanders: „Das Schwierigste wird es sein, über die anfängliche Euphorie hinaus eine stabile Gemeinschaft an Gärtnern und Mitwirkenden zu bilden.“

    Mit ihrem Team untersucht Schulz sowohl biologische, soziale als auch rechtliche Fragen. Die Erkenntnisse sollen dabei helfen, Waldgärten zukünftig auch in anderen Städten erfolgreich anzustoßen und langfristig zu betreiben. Wie wirkt sich ein Waldgarten auf die Bodengesundheit oder die biologische Vielfalt aus? Verändert er die Lebens- und Wohnqualität im Stadtquartier? Wirkt er sich, wie Studien andernorts zeigen, etwa positiv auf psychische Erkrankungen aus oder lässt er die Kriminalität sinken? Welche Betreibermodelle sind möglich?

    Im Bezirksverband Berlin-Süden der Kleingärtner, der unter seinem Dach etwa 9000 Kleingärtner vereint, fanden Jennifer Schulz und ihr Team einen Partner, der die Waldgartenpläne voll und ganz unterstützt. Auf der Fläche im Britzer Garten sollten demnächst sowieso Kleingärten entstehen. Das Areal, das 2,7 Hektar umfasst, ist als Ersatzfläche für andernorts durch Bauvorhaben verloren gegangene Parzellen festgelegt.

    Viele Familien wünschen sich einen Gemeinschaftsgarten

    Mindestens 5000 Quadratmeter davon könnten als gemeinschaftlicher Waldgarten entwickelt werden, kann sich der Geschäftsführer des Vereins, Manfred Hopp, vorstellen. „Hier könnten etwa 20 Familien oder auch mehrere Einzelpersonen gemeinschaftlich gärtnern“, sagt Hopp. Er befürwortet es, Kleingärten auch einmal anders als bisher zu gestalten und versteht die Pläne als große Chance für das Kleingartenwesen. Dieses müsse sich öffnen und auf neue Bedürfnisse reagieren, um zukunftsfähig zu bleiben. „Es ist ein schönes Projekt und wir können kaum erwarten, dass es losgeht“, sagt er.

    „Der Wunsch nach Gemeinschaftsgärten ist groß“, sagt Jennifer Schulz. Besonders Familien mit berufstätigen Eltern und kleinen Kindern würden sich einen Garten wünschen, in dem  gemeinsam gehackt, gesät, geerntet und eingekocht wird. Mit einer Einzelparzelle, deren Pflege und Bewirtschaftung bestimmten Ansprüchen genügen muss, sieht sich diese neue Gärtnerklientel häufig überfordert. Ein Gemeinschaftsgarten bietet außerdem Möglichkeiten  des intensiven Austauschs zwischen den Generationen. Die Jüngeren könnten von den Erfahrungen der Älteren profitieren und vielleicht selbst neue Ideen und Pflanzensorten oder Impulse für den Natur- und Klimaschutz mitbringen.

    Der Waldgarten hat auch Bildungsanspruch – Die Berliner sollen mehr über die Natur lernen

    Positive Effekte des Gärtnerns erhoffen sich Schulz und ihre Partner  nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Natur. „Der Waldgarten soll einen Beitrag für die biologische Vielfalt leisten“, betont die Forscherin. „Der Bebauungsplan für diese Fläche schreibt ganz klar vor, dass die Biodiversität gefördert und das Klima aufgewertet wird.“ Beide Punkte würde ein strukturreicher Waldgarten erfüllen, der mit seinen blühenden Baumkronen, der darunter liegenden Strauchschicht und den Pflanzen am Boden ein naturnahes Ökosystem mit neuen Lebensräumen schafft. Mit einem Langzeitmonitoring, in dem dokumentiert wird, wie sich die Vielfalt an Pflanzen und Tieren und verschiedene Klimaparameter im Laufe der Zeit entwickeln, möchte Jennifer Schulz diese Hypothese untermauern.

    „Alle möglichen Beerensträucher, Rhabarber, Beinwell, Rucola, Minze, Mangold“ – Jennifer Schulz gerät ins Schwärmen, wenn sie all die Nutzpflanzen aufzählt, die in einem Waldgarten neben den Obstbäumen gedeihen können. „Wir haben eine unendliche Vielfalt an Nahrungspflanzen, kennen und nutzen aber nur einen Bruchteil davon.“ Vor kurzem hat sie selbst einen Waldgarten mit mehr als 200 Arten von Nutzpflanzen angelegt, in Portugal brachte sie vor einigen Jahren sogar mehr als 700 Arten auf fünf Hektar Fläche unter.

    Ihr Projekt versteht sie auch als Bildungsangebot. Die Waldgärtner werden von Beginn an in der Planung und Pflege ihrer grünen Oase unterstützt und lernen so nicht nur einiges über die Bedürfnisse und richtigen Standorte ihrer Pflanzen, sondern auch über die Stoffkreisläufe in der Natur. Ein Waldgarten ist sehr ertragreich, betont Schulz. Denn die Pflanzen werden so angeordnet, dass sie sich in ihren Licht- und Nährstoffbedürfnissen ergänzen. Die Vielfalt sorgt außerdem dafür, dass nahezu ganzjährig geerntet werden kann.

    Die Nachbarschaft soll den Waldgarten selber pflegen

    Wie wird der Britzer Waldgarten also in 20 Jahren aussehen? Jennifer Schulz möchte sich noch nicht festlegen. „Wir haben derzeit noch viel mehr offene Fragen als Antworten,“ sagt sie. Letztlich sollen die Bewohner aus der Nachbarschaft, die den Waldgarten pflegen, selbst entscheiden, was sie sich wünschen: ob der Garten jederzeit und für alle zugänglich sein soll und es ob Zäune geben wird, wer  das Obst und Gemüse ernten darf und ob es neben einem Gemeinschaftshaus mit Schulungsmöglichkeiten auch private Lauben geben soll.

    Zugleich steht die Frage: Haben auch weitere Kleingärtner in dem gesamten neu zu gründende Kleingartenverein Interesse am Leitbild Waldgarten? „Es ist ein Entwicklungsprozess, der hier stattfinden muss“, sagt Jennifer Schulz. Eines ist aber sicher: „Das Projekt steht und fällt mit einer guten Gemeinschaft.“


    (mehr …)

  • mehr Hochbeete für den GG Markkleeberg

    (aus Antrag/Antworten)

    Der Gemeinschaftsgarten ist vor 2Jahren in Gemeinschaftsarbeit mit der Außenwohngruppe des Wohnverbundes „Katharina von Bora“ entstanden. Es ist ein 600m² großer leerstehender Garten mit viel Bausubstanz gewesen.

    Der Garten hat eine Gemeinschaftslaube mit einem Geräteschuppen und einer integrierten Trockentoilette. Im vorderen Teil befindet sich eine Streuobstwiese, da dort die Gebäude gestanden haben und somit der Boden nicht für Gemüseanbau geeignet ist.

    Im hinteren Teil befinden sich auf der einen Seite 7 Beete in einer Größe von1x8m. Die Beete wurden im vergangenen Jahr angelegt und von 2 Familien und 2 alleinstehenden Personen, sowie von einer Gruppe geistig behinderter Menschen zum Gemüseanbau genutzt. Zwei Beete wurden zum gemeinsamen Anbau von Kartoffeln genutzt.

    Auf der gegenüberliegenden Seite sind eine große Wiese und ein großer Walnussbaum, der jetzt entfernt wurde.

    Wir haben im vorigen Jahr zwischen den Monaten März und Oktober einmal monatlich Workshops durchgeführt und ein Sommerfest. Die Veranstaltungen wurden gut von der Bevölkerung angenommen wurden.

    Der Gemeinschaftsgarten wurde für den Inklusionspreis nominiert.

    Ziel des Projektes

    Wir wünschen uns noch mehr Nutzer in unserem Garten. Da zu wenig Beetfläche vorhanden ist, sollen die Hochbeete die Anbaufläche ergänzen. Vielleicht können wir auch eine weitere Zielgruppe von körperlich behinderten Menschen damit eine Möglichkeit zur gärtnerischen Betätigung geben. Weiterhin soll perspektivisch der Garten ein Anschauungsobjekt für Wildobst im Garten und deren Fruchtnutzung werden.

    Maßnahmen für das Projekt

    Auf der Fläche des gefällten Walnussbaumes sollen Hochbeete entstehen, da dort diese Fläche von starken Wurzeln durchzogen ist. Die Hochbeete möchten wir gern selbst aus Holz bauen. Wir möchten damit körperlich beeinträchtigten und älteren Menschen ermöglichen ein Beet zum Anbau von Gemüse zu nutzen.

    Ein weiteres Projekt soll ein elektrischer Anschluss im hinteren Teil des Gartens sein. Die Fläche zu Gießen ist so groß, dass wir das Regenwasser aus den Tonnen und dem vorhandenen Regenwasserauffangbecken mit der Pumpe vergießen könnten.

    Und als Drittes möchten wir gern das alte Gerüst des Gewächshauses abschleifen, streichen und wieder mit Doppelstegplatten verschließen, um es für den Gemüseanbau zu nutzen.

    Das letzte Projekt ist die Ersatzpflanzung von Wildobst für den gefällten Walnussbaum. Wir möchten gern Mispel, Felsenbirne und Kornelkirsche pflanzen.

    Zeitplan des Projekts

    Die Arbeiten werden von den Vereinsmitgliedern unter Mithilfe der derzeitigen Nutzer in einem Zeitraum von8 Monaten durchgeführt.

    Entstehung des Projektes

    Dieser Gemeinschaftsgarten ist aus einer Not heraus entstanden. Als er nach dem Tod des Pächters leer stand, war er mit der vielen Bausubstanz schwer zu verpachten, da es Auflagen für den Abriss der Stallgebäude gab. Der Verein konnte den Abriss nicht finanzieren. So musste ein Projekt her, um Fördergelder zu bekommen. Der Kreisverband Westsachsen Leipzig, dem wir angeschlossen sind, hat uns 2015 den Abriss finanziert. Danach habe ich nach Partnern und Nutzern für solch ein Projekt gesucht mit Hilfe der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Markkleeberg gesucht. Sie hat mir den Kontakt zur Wohnstätte „Katharina von Bora“ vermittelt.

    Mit weiteren Fördergeldern wurde dann der Garten gemeinsam von Mitgliedern des Vereins und den Bewohnern der Außenwohngruppe aufgebaut.

    Die Außenwohngruppe sind Menschen mit geistiger Behinderung, die in zwei Wohnungen meist zu dritt leben und mit Hilfe von Betreuern auf ein selbstbestimmtes Leben vorbereitet werden, bzw. auch schon in einer eigenen Wohnung leben und einen Betreuer zur Seite haben. Diese Wohngruppe gehört aber zur Wohnstätte „Katharina von Bora“ in Markkleeberg. Sechs dieser Bewohner haben von Anfang an beim Aufbau des Gartens mitgeholfen und nutzen auch gemeinsam ein Beet.

    Die anderen Beetnutzer sind im vorigen Jahr dazu gekommen.

     

    Die Idee den Garten, dann als Gemeinschaftsgarten zu öffnen, kam von mir. Denn den die Aussenwohngruppe kam nicht so kontinuierlich in den Garten, wie es geplant war. So kam mir die Idee, mehr Nutzer in den Garten zu holen. Ich habe mir im Vorfeld den Gemeinschaftsgarten „Annalind“ in Leipzig angeschaut und mich von Sebastian Popp beraten lassen. Dass dann, nach meinem Aufruf im Markkleeberger Stadtnachrichten, schon erste Interessenten kamen, kann man davon ausgehen, dass Interesse in der Bevölkerung schon das ist. Vor allem kommen die Nutzer nicht nur aus Markkleeberg, sondern auch aus dem Süden Leipzigs und dem südlichen Umland Leipzigs. Das spricht doch für sich.

     

    Öffentlichkeitsarbeit

    Werbung habe ich dann im Markkleeberger Stadtnachrichten gemacht. Mehrere Artikel in der LVZ, über unsere Veranstaltungen, haben den Gartenweiter bekannt gemacht.

    Auch ein Herbstfest zur Eröffnung des Gartens wurde sehr gut besucht.

    Zum Stadtfest der Stadt Markkleeberg sind wir als Verein mit am Stand für Integration vertreten. In diesem Jahr mit einem Wissensquiz zum Thema Garten. Auch hier werben wir für Nutzer des Gemeinschaftsgarten.

    2016 war auch das Team des mdr-Gartens hier und haben einen kurzen Film gedreht.

    Auch im nächste Monat wird wieder ein Aufruf in den Stadtnachrichten erscheinen.

    Nutzung des Gartens

    Im Garten können im Moment 6 Beete für Gemüseanbau genutzt werden. Davon wurden 4 Beete von 2 Familien, einen einzelnen Herrn und der Gruppe geistig behinderter Menschen genutzt. 2 Beete haben wir gemeinsam für Kartoffelanbau genutzt und die Ernte aufgeteilt. Ein zusätzliches Beet mit Kräutern wird von einer Frau gepflegt, die dazu Lehrgänge belegt hat und mit ihrem Wissen viel vermitteln kann Ein kleines Beet wird von einem Herrn gepflegt, der sich mit Permakultur beschäftigt.

    Der Gemeinschaftsgarten gehört zum Kleingartenverein „An der Pleiße Markkleeberg. Der Verein ist Unterpächter des Kreisverbandes Westsachsen Leipzig. Der Gemeinschaftsgarten ist für die Nutzer jederzeit zugänglich, da alle Nutzer einen Schlüssel bekommen. Der Garten ist außerhalb der Anlage zugänglich.

    Die Nutzer können das ganze Jahr in den Garten. Veranstaltungen werden aber nur in den wärmeren Monaten durchgeführt, weil wir in der Laube keine Heizungsmöglichkeiten haben.

    Durchführung des Projekts

    Die Aufarbeitung des Gewächshauses und den Bau der Hochbeete wird durch Eigenleistung in Form von zu leistenden Arbeitsstunden der Mitglieder des Vereins und durch den Einsatz in der Freizeit von den Nutzern erledigt. Mitglieder müssen im Verein 6 Stunden im Jahr leisten. Die Nutzer der Beete werden um Mithilfe gebeten. Es war der Wunsch der beiden Familien, die ein Beet nutzen, das Gewächshaus wiederaufzubauen. Sie haben sich bereit erklärt, an den Arbeiten zu beteiligen.

    Die Nutzer ernten ihr Gemüse von ihrem Beet für den Eigenbedarf. Die Fläche im Gewächshaus wird dann auch auf die Nutzer aufgeteilt. So ist es erstmal geplant.

    Der Anbau von Obst und Gemüse ist nur für den Eigenbedarf

    (mehr …)

  • neues Gartenprojekt in Leipzig

    (Antrag, Antworten)

    SALVIA – der barrierefreie Bildungsgarten
    Wo befindet sich die Fläche?
    Die Fläche des zukünftigen barrierefreien Bildungsgarten SALVIA befindet in der Nähe der S-Bahn-Station
    „Leipzig-Engelsdorf“. SALVIA verortet sich im Osten von Leipzig unweit der B87 und B6. Angrenzend
    treffen hier die drei Stadtteile Paunsdorf, Sommerfeld und Engelsdorf aufeinander. Engelsdorf ist erst vor 20
    Jahren an die Stadt Leipzig angeschlossen worden. Vorher war Engelsdorf ein typisches Straßenangerdorf.
    SALVIA   erstreckt   sich   zukünftig   auf   3.700   qm   eines   5670   qm   großen   Gelände   einer   ehemaligen
    Kleingartenkolonie. Angrenzend an diese Kleingartenkolonie befindet sich ein weiteres aufgegebenes, nicht
    bewirtschaftetes Gelände. Um den Erwerb dieser Fläche bemühen sich unsere Verpächter, so dass sich
    SALVIA eventuell in weiterer Zukunft noch erweitern könnte.
    Das zukünftige SALVIA-Gelände ist zum größten Teil seit einigen Jahren verlassen. Große Bereiche des
    Geländes sind verwildert, vernachlässigt und noch parzelliert. Hier befinden sich alte Bungalows, die nur
    noch abgerissen werden können. Außerdem hat sich über die Jahre eine größere Menge an Sperrmüll auf der
    Fläche gesammelt. Einzelne Parzellen werden noch von Pächtern bewirtschaftet.

    Wer sind die Aktiven?
    Der gemeinnützige Verein gemeinsam grün schiebt das Projekt SALVIA in Leipzig-Engelsdorf an. Seit Ende
    letzten Jahres bauen wir einen ehrenamtlichen Unterstützerkreis auf, der SALVIA mitentwickelt und mit
    aufbaut. Wichtig ist es uns hierbei, dass der Unterstützerkreis aus Menschen mit und ohne Behinderungen
    besteht. Wir sind derzeit dabei, uns mit Akteuren der Behinderten- und  der Umweltbewegung in Leipzig zu
    vernetzen.
    Bei der Ökofete 2018 wurden wir auf die Fläche in Engelsdorf aufmerksam gemacht. Die Stiftung Bürger für
    Leipzig stellte uns einen der Verpächter vor. Dieselben suchten schon längere Zeit eine Initiative, die diese
    Fläche erschließt und bewirtschaftet.
    Was beinhaltet SALVIA?
    Bis zum Jahr 2021 entsteht in drei Projektetappen ein gemeinsamer Lernort für Menschen mit und ohne
    Behinderungen. Hier schaffen wir Begegnungs- und Bildungsräume, die durch ihre barrierefreie Gestaltung
    für alle Interessierten offen stehen werden. Das ist ein großes Ziel, welches wir von Anfang an bei der
    Entwicklung der Fläche in besonderen Fokus nehmen. Über den Verlauf der drei Projektetappen wird die
    Fläche komplett erschlossen und barrierefrei gestaltet sein.
    Auf der SALVIA-Fläche entwickeln wir verschiedene Experimentierareale für Kinder und Erwachsene. Auf
    diesen findet Bildung in vielfältigen Formen statt. Interessierte finden hier Anbauflächen für Kräuter und
    Duftpflanzen durchwachsen mit Blühstreifen, Gemüse sowie Streuobst. In Verbindung mit diesen Flächen
    werden Seminare und Workshop-Formate zu Kräutern und Duftpflanzen stattfinden. Ebenso widmen wir uns
    1dem Thema Inklusion. Wir versuchen mit unserem Projekt SALVIA dieses Thema stärker in der Stadt
    Leipzig zu verankern.
    Ein Waldgarten entsteht auf einer Teilfläche. Dieser nach und nach wachsende Waldgarten mit seinen
    verschiedenen   Biotopen   kann   als   grünes   Klassenzimmer   ergründet   werden.   Des   Weiteren   können   auf
    anderen Projektflächen Permakulturtechniken ausprobiert werden. Barrierefreie Hoch- und Hügelbeete laden
    zum gärtnern ein.

    Ist das ein offener Gemeinschaftsgarten, bei dem die Gärtner*innen das anpflanzen können
    was und wo sie/die Gemeinschaft das will?
    Der SALVIA-Bildungsgarten als Gesamtprojekt teilt sich in mehrere Teilflächen. Eine Teilfläche
    wird vom Verein als Anbau- sowie Lagerfläche für den Bereich Gartengestaltung genutzt. Hier
    arbeiten hauptamtliche Mitarbeiter mit und ohne Behinderungen im Team.
    Auf einer anderen Teilfläche entstehen Experimentier- und Permakulturflächen. Diese Fläche wird
    als offener Gemeinschaftsgarten von einer ehrenamtlichen Gruppe bewirtschaftet. Hier bestimmt
    die entstehende Gemeinschaft, was dort angebaut und gepflanzt wird. Diese Gartenfläche wird  in
    der Projektphase 1 mitberäumt und für die kommende Nutzung als Gemeinschaftsgarten
    vorbereitet.
    Wie groß ist denn die Gruppe, die dort gärtnern möchte jetzt schon? Sind die Freiwilligen
    und Ehrenamtlichen, die du im Antrag drin hast, Leute, die dort gärtnern wollen? Woher
    kommen diese (Nachbarschaft?) und wie haben sie von dem Projekt erfahren?
    Die Gruppe, die dort gärtnern möchte, besteht momentan aus 5-6 Leuten. Es sind tatsächlich die
    Freiwilligen bzw. Ehrenamtlichen, die ich im Antrag im Bezug auf die Projektphase 1 (das
    Beräumen der Fläche) erwähnt habe. Die Ehrenamtlichen kommen aus ganz Leipzig, auch aus der
    Nachbarschaft. Sie erfuhren über sozialen Medien, über verschiedene Verteiler bzw. unseren
    Newsletter von SALVIA.
    Im Zuge unserer Planungen erweitern wir sukzessive unsere Netzwerke. Für das Frühjahr planen
    wir, das Gesamtprojekt SALVIA wie auch den gemeinschaftlichen Garten Stück für Stück in der
    näheren Nachbarschaft (Paunsdorf &Engelsdorf) bekannter zu machen.
    Was versteht ihr unter Bildungsgarten? Bildung von wem für wen und mit welchen
    Methoden?
    Mit unserem Bildungsgarten entsteht ein Garten, wo formelle und informelle Bildung
    nebeneinander stattfindet. Die Mitgestalter im Bildungsgarten können ihre Fähigkeiten und
    Fertigkeiten einbringen, um Bildungsangebote auszugestalten. Das passiert z.B. im Rahmen des
    grünen Klassenzimmers, wo fächerübergreifender Projektunterricht stattfinden kann. Als Methode
    kommen aber auch projektbezogene Tage in Kooperationen mit Schulen aus dem Umfeld bzw. der
    Stadt Leipzig in Frage. Das Thema Inklusion bildet sich im barrierefreien Bildungsgarten besonders
    ab. Als Vermittler von Bildungsinhalten setzen wir auf die Kompetenzen von Menschen mit und
    ohne Behinderungen. Unsere Vision lautet: Gärtnern kann jeder Mensch. Es müssen nur
    entsprechende Barrieren abgebaut werden!
    Im Spätsommer 2019 kooperieren wir mit einer Förderschule und dem Soziokulturellen Zentrum
    Villa aus Leipzig. Im Rahmen eines Sommercamps führen wir an drei aufeinander folgenden Tagen
    Projekttage im Gemeinschaftsgarten durch. Hier werden Hochbeete gebaut / bepflanzt und eine
    Kräuterschnecke neu angelegt. Außerdem ernten wir gemeinsam Kräuter, verarbeiten dieselben und
    lernen mehr über die Ernte und Lagerung von Saatgut.
    Ihr werdet dort ein Büro haben: gibt es auch eine Stelle/Honorare für dieses Projekt? Wer
    fördert die ganzen anderen Vorhaben/Arbeiten?
    Für das Büro gibt es eine Teilzeitstelle über gemeinsam grün e.V. Wir planen im nächsten Jahr die
    Neuanstellung eines Mitarbeiters mit Behinderungen, der Verwaltungsaufgaben bearbeitet. Dazu
    zählt auch als Ansprechpartner für alle ehrenamtlichen Mitarbeiter von SALVIA zu fungieren. Hierbei stützen wir uns auf eine Förderung durch Aktion Mensch. Mit Aktion Mensch realisierten
    wir schon kleinere Vorhaben wie die barrierearme Webseite von gemeinsam grün e.V. und die
    MitMachzeit im Essbaren Palmengarten.
    Bei der trias Stiftung beantragten wir weitere Gelder für die Projektphase 1, welche die Beräumung
    und Urbarmachung umfasst. Es geht hierbei vor allem um die Finanzierung von zwei
    Bauschuttcontainern und Werkzeug für die Abrissarbeiten auf dem SALVIA-Gelände.
    Außerdem sind wir in der Vorplanungsphase von Förderungen über die Bildungschancen Lotterie
    sowie anderen Stiftungen, um SALVIA auf ein sicheres Fundament zu heben.
    Für welche Phase beantragt ihr die Gelder bei uns?
    Wir beantragen für die Projektphase 1 Gelder bei anstiftung. In dieser Phase beginnen wir die
    Fläche zu beräumen, Gebäude zu sichern, Flächen neu aufzuteilen und Beetflächen zu gestalten.
    Wer wird die Spaliere und Rankhilfen wann bauen? Und wie werden diese dann eingesetzt?
    Die Spaliere / Rankgitter werden von der Gruppe von Freiwilligen gebaut, die sich rund um die
    Gemeinschaftsgartenfläche gefunden hat. Die Spaliere nutzt die Gruppe dazu, um stehenbleibende
    Mauerflächen alter Bungalows überranken zu lassen. Sie dienen u.a. als Rankhilfe für Spalierobst
    sowie für Gemüse und Blumen. Zwei alte Bungalows befinden sich direkt auf der
    Gemeinschaftsgartenfläche.
    Was für ein Getränkefass ist das? Wo wird das stehen und wie befüllt werden?
    Das Getränkefass ist ein lebensmittelechtes Kunststofffass von 60 l. Wir benötigen es, da wir derzeit
    keine Trinkwasserleitung auf dem Gelände haben. Das Getränkefass wird im Bungalow aufgestellt.
    Es wird Trinkwasser enthalten.
    Für die Bewässerung im Garten greifen wir auf alte Brunnen zurück. Diese prüfen wir zu Beginn
    der Saison und spülen sie ggf. nochmals durch. Des Weiteren stellen wir mehrere Regenwassertanks
    an verschiedenen Stellen des Gartens (wie am Büro-Bungalow) auf. (mehr …)

  • Westkreuzgarten: ein GG im Kleingarten in Berlin

    (Antrag, tel, recherche)

    Ein spannendes Projekt: ein Kleingarten öffnet sich und es gibt eine Gruppe (bisher 17 Leute), die auf einer 330m² großen Fläche mitten im Kleingarten angefangen haben, einen Gemeinschaftsgarten aufzubauen. Diese Leute waren (fast) alle vorher nicht in dem KG Verein, die sind über Infos auf Straßenfesten etc. auf das geplante Projekt aufmerksam geworden. Sie sind aber nun in den Verein eingetreten (zahlen aber nur die Mitgliedsgebühr und davon wird das Wasser etc. bezahlt). Es gibt ein Schild, alle aus dem GG bekommen einen Schlüssel für die Anlage und diese ist tagsüber immer offen. Sie haben für 45 Hochbeete eine Förderung vom Bezirk bekommen (wurde dann wieder zurückgezogen wegen Vermutungen seitens des BA, das die Fläche gar nicht zum KG gehört, als sie schon das Geld ausgegeben hatten… dann haben sie die Förderung doch bekommen). Es können und sollen noch Leute dazu kommen.

    Aber:

    Es ist unklar, wie es perspektivisch mit der Fläche des Kleingartenvereins weitergeht. Der Bezirk plant einen Park, ob und wie die KG da weiter bestehen werden, weiß derzeit niemand, es läuft derzeit für den Bebauungsplan eine Bürgeranhörung, es gibt eine Petition (KG spricht sich für Park aus, aber mit KG) und zudem ist auch noch unklar, wie lange der Gemeinschaftsgarten an der Stelle bleiben kann, an der sie nun losgelegt haben. Denn da soll eventuell eine Durchwegung entlanglaufen. All das kann aber auch noch Jahre dauern Daher planen sie mobil und haben auch schon eine andere Fläche (die auch auf dem Gelände ist) im Blick.

    Sie planen mit Kübeln, da sollen die Bäume und Sträucher rein, so können sie die auch auf die andere Fläche mitnehmen.

    mehr dazu: http://westkreuzgarten.de/category/allgemein/

    (mehr …)

  • Franziskusgarten Erfurt gibt es nicht mehr

    (Gu, tel)

    Das Gartenprojekt der Caritas hatte als Hauptzielgruppe Obdachlose, Menschen mit wenig Geld etc. Es gab ein paar Jahre lang über studentische Kräfte, die die Menschen kannten, die Möglichkeit einer Art Koordination. Das fiel dann weg und da der Garten in einem Kleingarten war, machte der Vorstand dann Druck, als die Fläche zunehmend verwilderte. Sie gaben den Garten dann auf.


    (mehr …)

  • Allerweltsgarten gibt es nicht mehr

    (Gu, Mail)

    den Allerweltsgarten Mönchengladbach, ein IG in der größten Kleingartenanlage von Mönchengladbach, gibt es schon seit 4 Jahren nicht mehr. (mehr …)

  • Kleingartenkolonie ausgezeichnet, Preisgeld fließt in den Gemeinschaftsgarten

    (Gu, alerts)

    Kleingartenkolonie an der Sonnenallee ausgezeichnet

    Sie zählt 32 Pächter, misst 8500 Quadratmeter: Die „Kolonie National Registrierkassen“ an der Sonnenallee 187 gehört zu den kleinsten im Bezirk. Doch die grüne Insel mitten im sozial schwachen Kiez hat Großes geschafft. Sie ist sie mit dem zweiten Preis des Kleingarten-Landeswettbewerbs ausgezeichnet worden.
    […]
    Das dringend gebraucht, besonders für den knapp 500 Quadratmeter großen Gemeinschaftsgarten. Dort dürfen Nachbarn, Kitakinder und Behinderte werkeln – zum Nulltarif. Seit fünf Jahren nimmt er Gestalt an. Neben vielen Beeten gibt es eine neue Wasserleitung, eine überdachte Sitzfläche, Werkzeugschuppen und ein behindertengerechtes Toilettenhäuschen. Fast fertig ist das kleine Gemeinschaftshaus. Und der kolonieeigene Imker versorgt rund ein Dutzend Bienenvölker.

    Bei so viel Aktivität wundert es nicht, dass die Kolonisten an der Sonnenallee beim Wettbewerb „Kleine Gärten, bunte Vielfalt“ gewonnen haben. Gut, räumt Sabine Karau ein, von 900 Berliner Anlagen hätten auch nur fünf teilgenommen. Das geringe Interesse führt sie auf Bequemlichkeit zurück und auf den Wunsch vieler Kolonisten, unter sich zu bleiben. „Zwar sind Kleingartenanlagen öffentliches Gelände, aber sobald Fremde in den Anlagen erscheinen, sind woanders Pächter oft nicht so begeistert.“

    Wie auch immer: Die Freude über den Erfolg ist groß. 1500 Euro Siegerprämie werden in den Gemeinschaftsgarten investiert. Doch ganz sorgenfrei ist die Zukunft nicht. Die Schutzfrist für die Anlage läuft 2020 aus. Sabine Karau hofft, dass die Kleingärtner trotzdem noch lange bleiben können – auch weil sich viele keinen Urlaub leisten können, die Erholung vor der Haustür und das Miteinander brauchen

    http://www.berliner-woche.de/neukoelln/soziales/bei-uns-tobt-das-leben-kleingartenkolonie-an-der-sonnenallee-ausgezeichnet-d142849.html (mehr …)

  • Ernte wird im interkulturellen Frauengarten Dillingen gemeinsam verarbeitet

    (Gu, alerts)

    Frauen verarbeiten gemeinsam die Ernte aus dem Dillinger Gemeinschaftsgarten zu Spezialitäten. Die Zukunftswerkstatt Saar e.V. lädt Frauen aller Nationalitäten zur Verarbeitung der Ernte aus dem interkulturellen Gemeinschaftsgarten ein. Unter der fachkundigen Anleitung von Birgit Loris und Christine Wagner können Frauen aller Nationalitäten in Workshops lernen, wie man Wildkräuter, Obst und Gemüse durch Dörren und Fermentieren haltbar machen oder zu leckeren und gesunden Smoothies und Pestos verarbeiten kann.

    Das gegenseitige Kennenlernen, Spaß und der interkulturelle Austausch stehen außerdem mit auf der Zutatenliste. Die fertigen Produkte können mit nach Hause genommen oder vor Ort probiert werden.

    Die angebotenen Workshops finden im Vereinsheim des Kleingartenvereins Dillingen Nord, hinter den Stadtwerken, statt. Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden für das interkulturelle Gemeinschaftsgartenprojekt der Zukunftswerkstatt Saar sind immer willkommen.

    Am Dienstag, 17. Oktober, von 18.30 bis 21 Uhr, wird zusammen Obst gedörrt und daraus Obstleder, Müsliriegel und Chips hergestellt und Gemüse fermentiert. Zu diesem Termin soll ein Einmachglas (500 ml) mit Gummi mitbracht werden.

    Am Dienstag, 24. Oktober, um 18.30 bis 20 Uhr, werden aus Wildkräutern, Obst und Gemüse zusammen Smoothies und ein Wildkräuterpesto hergestellt.


    (mehr …)

  • Laubendach wird so umgebaut, dass Laube als Gewächshaus genutzt werden kann

    (GU aus Antrag)
    Der Exotische Gemeinschaftsgarten in Dresden-Coschütz, der sich auf einer Kleingartenparzelle befindet, rüstet das Dach der Laube um.
    Wir wollen/werden auch heimisches Gemüse im potenziell möglichen Laubengewächshaus anbauen und nicht nur Exoten wie auch im Erdgewächshaus, wo auch Wintergemüse und wie auch bekannte wärmeliebende Sommergemüsesorten anbauen (Gurken, Melonen etc.) neben Exoten. Auch kann der Wohnanhänger bei uns als Geräteraum dienen, der hinter der Laube sich befindet. Der Wohnanhänger dürfte normalerweise auch nicht im Kleingrarten stehen – duldet aber der Kleingartenverein. Der Wohnanhänger ist vom Vorpächter. Die Laube kann auch als Laube teils weiterhin genutzt werden, da Sie ja aus 2 Räumen besteht bzw. könnten auch die Lichtplatten mit einer lichtundurchlässigen Folie überdeckt werden, wenn man keine Gewächshausnutzung mehr will.
    neben der Gewächshausfunktion wird das Dach auch so umgerüstet, dass darüber Regenwasser gewonnen werden kann.

    Wir finanzierern 1/3 des Vorhabens, das andere Geld ist über Spenden zusammen gekommen (mehr …)

  • Projektbesuche in Berlin

    (Gu -> nicht alle besuchten Projekte sind aufgeführt, so war ich auch noch im Allmende-Kontor und anderen Gärten)

    Projektbesuche

    Familien- und Bürgergarten am Familienzentrum „Hand in Hand“ in Weißensee.

    Das Familienzentrum ist in erster Linie Kita (im Freigelände hinterm Haus gibt es auch ein Kitagartenprojekt) und hat dann noch als Auftrag für Familien Angebote zu machen, in den Kiez hineinzuwirken. Auf Wunsch von NutzerInnen (Eltern) haben sie ein (kleines) Gartenprojekt auf der Fläche vor dem Haus begonnen. Herzstück ist ein selbstgebauter Lehmofen. Josh vom Mauergarten hat den Bau der Hochbeete angeleitet (sein System: Beet mit Stauraum und Bank) und so sind nun ein paar Beete fertig. Diese sind auf einem ziemlich schattigen Teil der Fläche aufgestellt. Ein Schild gibt es noch nicht, soll aber noch kommen. Ein großes Gartenhaus gab es schon vorher. Es sind einige Familien aktiv, doch gibt es derzeit nix zu tun. Die Beete sind bepflanzt und dank viel Regen und milder Temperaturen wächst alles gut. So richtig eingeschlagen hat es noch nicht. Sie wollen gerne noch mehr Beete bauen, doch erst dann, wenn mehr Interesse da ist. Sie gucken schonmal nach Geld vom Bezirk. Ich denke, das Projekt ist zu klein.

    Generationengarten Falckensteinstraße (Kreuzberg)

    Den Garten gibt es noch und nach wie vor wird er von SeniorInnen und Kitakindern genutzt. „Gemacht“ wird er hauptsächlich vom Hausmeister. Auch das Dach ist noch betretbar und ein paar Töpfe zum Vorziehen von Pflanzen sind hier untergebracht.

    Glogauer 13 (Kreuzberg)

    Der Garten sind wild und nicht genutzt aus. In allen Beeten wuchert es, sieht eher nach Unkraut aus. Doch auf der Website sind aktuelle Termine angekündigt. Dörte und Miren wissen auch nicht, ob noch was läuft, Elizabeth von common grounds meldet sich bisher nicht zurück.

    Gemeinschaftsgarten auf dem Gelände einer Flüchtlingsunterkunft in der Ohlauer Straße (Kreuzberg)

    Auf dem ehemaligen Schulhof ist ein Minigartenprojekt entstanden. Aufgebaut mit Aufsetztrahmen mit dem Gartenbauteam der Prinzessinnengärten, die auch alle 3 (?) Wochen eine Gartensprechstunde abhalten.

    Zur Zeit ist der Bereich, in dem das Gartenprojekt ist, nicht betretbar, da Äste in den großen Bäumen drohen runterzufallen.

    Nachdem der Gartenaufgebaut und bepflanzt war, kommen nur selten BewohnerInnen von sich aus zum Gärtnern. Es ist auch hier nicht viel zu tun. Gartengeräte sind für alle nutzbar in einem der Häuser untergebracht (ziemlich enge Kammer in der es unmöglich scheint, Ordnung zu halten, so wird immer alles nur reingestopft). Wenn das Team der P-Gärten kommt, dann kommen auch einige der BewohnerInnen (und die Kinder, hier sind nur Familien untergebracht), einer der Bewohner war auch als Praktikant o.ä. mal im P-Garten dabei.

    Der Leiter der Einrichtung findet, dass die Größe des Garten so erstmal ausreicht. NachbarInnen sind nicht wirklich dabei, ab und an welche aus den Helferkreisen, dann gezielt als Unterstützung, aber nicht, da das auch ihr Gartenprojekt ist.

    Vattenfall Garten Köpenicker Straße (Mitte)

    Vattenfall betreibt zwei Gartenprojekte in Berlin, beide in Mitte. Das von mir besuchte ist direkt neben dem Kraftwerk/Werksgelände. Um das Gelände herum ist ein hoher Zaun, es gibt klar kommunizierte Öffnungszeiten und jede Menge Verbote .

    Im Garten waren bei meinem Besuch zwei Leute, die für Vattenfall den Garten „machen“. Sie erklärten mir, dass es ein Gemeinschaftsgarten sein soll oder sich hoffentlich dahin entwickelt, aber nur wenige Leute bisher zum Gärtnern kommen. Die Fläche wird aber von den umliegenden FirmenmitarbeiterInnen gerne als Pausenort und Erholungsfläche genutzt. Sie haben auch immer eine kleine Mitmachmöglichkeit für Interessierte, so hätte ich ne Pflanze einpflanzen können. Gartengeräte und alles, was man braucht, bekommt man ausgehändigt. Ich bekam dann noch eine Erntetüte und eine Schere und durfte mitnehmen, was auch immer ich wollte und reif war.

    Pyramidengarten (Neukölln)

    Im Pyramidengarten finden seit einer Weile und bis zu den Sommerferien an mehreren Wochentagen Umweltprogramme für Kindergruppen (Kitas) statt. Der Garten hat sich dafür Kindertische/stühle/gartenwerkzeug besorgt und sie machen diese finanzierten Aktionen zu dritt.

    Sie machen Naturbeobachtungsspiele, leichte physikalische Experimente und verbinden das mit dem Garten. Die Gruppen kommen regelmäßig. Finanziert wird das ganze vom Quartiersmanagement Flughafenstraß. Es ist ein Projekt, das in dieser Phase 3 über 36 Monate läuft

    Der Garten wird gut genutzt für Feiern und Versammlungen unterschiedlicher Couleur, die Beete sind vergeben und ab und an kommen türkische Frauen und ernten alle Weinblätter ab, wenn sie erwischt werden, müssen sie die Ernte wieder abgeben.

    Esperantogarten (Neukölln)

    Der Esperantogarten ist ein kleines, eingezäuntes Garten/Bühne-Projekt es Interkulturellen Theater Zentrums in Berlin. Sie haben in den Beeten eine Saison Gemüse angebaut, was ganz gut funktioniert hat und dann Blumen, was nicht gut lief. Diese Saison (die Beete sehen sehr vernachlässigt aus) haben sie Probleme mit einem Kind/Jugendlichen, der sofort immer alles ausreist und zerstört. Die Hausverwaltung hat schon darauf hingewiesen, dass es so nun nicht bleiben kann. Sie haben eine Sitzung zu diesem Fall und hoffen, eine Lösung zu finden und wieder richtig loszulegen. Auch dieses Projekt ist recht klein, doch ist die Fläche insgesamt klein. Beete und Bühne füllen es ganz aus.

    Karmagarten (Neukölln)

    Auf der Streuobstwiese im Richardplatzkiez hat der zweite Versuch einen Gemeinschaftsgarten anzulegen gestartet. Der erste wurde nie Realität, da es zu massiven Konflikten mit (Kampf)HundebesitzerInnen kam, die die Wiese als ihren Trainingsground begriffen und besetzten.

    Nun stehen einige Beete (auch in alten, runen Metallfässern) und eine Bühne wird gerade gebaut. Die Beete werden genutzt, Vandalismus ist nicht zu sehen. Eine Ecke ist rumpelig (Müll?), doch sie haben auch erst vor kurzer Zeit losgelegt. Leider war niemand da, als ich kam.

    Mitmachgarten (Wilmersdorf)

    Eine große Schrebergartenanlage in Wilmersdorf (mehrere Teile, getrennt durch Straßen) hat neben dem Vereinshaus ein kleines Stückchen Fläche einer bisherigen Parzelle zu einem Mitmachgarten umgestaltet. Die umtriebige Vereinsvorsitzende, die auch in den Berliner Gartenvernetzungsrunden aktiv ist und die Gemeinschaftsgartenszene gut kennt, wollte gerne die ganze Parzelle für das Projekt, doch sind die Strukturen eines Schrebergartens recht kompliziert. Mitreden bei solchen Umnutzungen müssen Bezirk und auch die Kleingartenverbandsebene. Ich habe vergessen, wer von beiden dagegen war, das ganze Stückchen zu einem Gemeinschaftsgarten zu machen (ich glaube der Verband). Alles dauert sehr lange, es muss offiziell eine Umnutzung genehmigt werden etc. Frau Gutzmann (VS der Anlage) sieht den Mitmachgarten (und einen Schulgarten, den sie auch auf einer Parzelle eingerichtet haben und einen „offenen Weg“) strategisch. Die Nutzung ist noch bis 2022 gesichert und danach ist unklar, was passiert. Je mehr Leute, Organisationen, Gruppen die Anlage nutzen und je offener sie mit und für die Nachbarschaft kommunizieren, desto schwieriger wird es, die weitere Nutzung als Schrebergarten nicht mehr zu genehmigen.

    Kiezgarten Fischerstraße (Lichtenberg)

    Der Kiezgarten hat 60 MitgärtnerInnen, 40 sind aktiv. Es gibt Beete, die sich Leute als Gruppe teilen und Gemeinschaftsbeete. Individuelle Beete gibt es nicht. Sie können im Boden pflanzen. Es gibt einige Bauwägen mit Werkzeug, Werkstatt, zum Aufhalten, sie haben eine Outdoorküche, Feuerstelle, ein behindertengerechtes Kompostklo und ein Bienenprojekt, das von maßgeblich vier Leuten vorangetrieben wird, aber 22 Leute sind im Verteiler! Das Interesse ist groß. Es gibt diverse Arbeitsgruppen (AG Beete, AG Bienen, AG Finanzen etc.) und die laufen gut. Der Garten ist dann auch noch ein echter Hingucker, einer meiner Lieblingsgärten in Berlin.

    Campus Cosmopolis (Mitte)

    In einem ehemaligen Hotel in der Nähe des Anhalter Bahnhofs in Berlin ist eine Flüchtlingsunterkunft. In den beiden oberen Etagen arbeiten KünstlerInnen mit den Geflüchteten. Das Projekt heißt „Zusammenkunft“ . Ein Projekt ist ein Gemeinschaftsgarten. Sie nutzen dafür die Fläche hinter dem Hotelgebäude. Es sind ein paar Beete entstanden und auch Möbel gebaut worden, so dass sich Leute hier gemütlich aufhalten können. Eins der Tiny Houses von Lee van Bo ist hier gelandet, was immer wieder Vandalismus-Attacken aushalten muss. Jetzt ist es so gestaltet, dass man ins Innere gucken kann und das hat die Situation verbessert.

    Eine Gartengruppe hat sich bisher (noch?) nicht etabliert, die Initiatorin versucht aber immer wieder, BewohnerInnen zu begeistern. Es gibt (noch nicht?) kein Schild, NachbarInnen sind auch nicht involviert bisher. Es gibt sehr viele Angebote in der Unterkunft und zu fast allen werden die Geflüchteten gezielt abgeholt, aufgesucht, immer wieder eingeladen.

    Sie wollen noch mehr Möbel bauen, das kommt bei den BewohnerInnen gut an.

    Rosenduftgarten (Kreuzberg)

    Der Rosenduftgarten existiert nun schon 11 Jahre lang und nach wie vor leitet Begzada das Projekt. Sie sind voll besetzt und viele der Frauen sind nach wie vor und von Anfang an dabei. Es sind im Laufe der Zeit Familien, Männer, Leute aus der nahen und fernen Nachbarschaft dazu gekommen. Der Garten bietet viele Workshops und Führungen an und es kommen Gruppen aus ganz unterschiedlichen Zusammenhängen, um den Garten kennenzulernen. Das Projekt ist offizieller Teil des Park und somit auf den Parkleitsystemen verzeichnet.

    Im Moment gibt es ein paar Meinungsverschiedenheiten rund um das Bienenprojekt und der „Hauptimker“ hat den Garten verlassen.

    Interkultureller Garten Gatwo (Spandau)

    Das Gartenprojekt in einem kleinen Waldstück gegenüber eines Naturschutzgebiets ist gut belebt. Es sind hauptsächlich Menschen (auch Geflüchtete) aus der näheren Nachbarschaft (Spandau) oder aus dem SOS-Umkreis (SOS ist Träger und hat ein paar Meter weiter eine Gartenbauausbildungsstätte). Aber es kommen extra für dieses Gartenprojekt auch Menschen von weiter her (z.B. Schöneberg). Es gibt eine vor-Ort Verantwortliche, die 2x in der Woche regelmäßig da ist. Doch auch außerhalb ihrer „Präsenzzeiten“ kommen die GärtnerInnen. Organisationen, die Flüchtlinge beraten, bringen ihre Schützlinge mit, Gruppen besuchen das Projekt. Es gibt ein paar Bauwagen, u.a. der „Kunstasyl“-Wagen der Ausstellungsmacherin des Museums in Düppel zu „Flüchtige Heimat“ (sie hatten auch vor, einen GG aufzubauen, doch das hat nicht geklappt). Ein transparentes Gartenhäuschen bildet den Mittelpunkt. Hier stehen Tische und Stühle und Bänke (aus Ästen selbst bebaut), es gibt Kochmöglichkeiten und die gemeinsamen Gartentage beinhalten auch immer ein gemeinsames Kaffeetrinken, sich zusammen setzen und reden.

    Menschenkindergarten (Friedrichshain)

    Das Gartenprojekt befindet sich zwischen Kitas und einem Bürogebäude. Offen ist es für alle NachbarInnen. Der Träger veranstaltet auch Reparaturtage, es gibt einen Foodsharingschrank, einen selbstgebauten Kontiki und viele spannende Beete.

    Er bietet 16 Beete zum individuellen Gärtnern und drum herum noch reichlich Platz für Gemeinschaftsbeete. Die Gärtnerinnen und Gärtner betreuen ihr eigenes Beet und unterstützen die Bewirtschaftung der Gemeinschaftsflächen.

    Aus der Selbstdarstellung:

    – beherbergt u. a. eine Barfuß- und Blumenwiese, Insektenhotel, Kräuterspirale

    -erprobt die Effektivität von Hügelbeeten, Mulchtechniken, Keyhole Gardening, Bokashi-

    Herstellung, Terra Preta Methoden, Permakultur

    – ist mit einem Lehmbackofen und einer Feuerstelle ausgestattet, eröffnet den Zugang zu einer Food

    Sharing Box, einem Tauschladen und bietet in Kooperation mit der Volkssolidarität ein Repair Café

    hat Zugang zu Veranstaltungsräumen und ermöglicht Workshops und Themenabende,

    feiert Feste und bietet Raum für vielfältige Umweltbildungsveranstaltungen – speziell für Kinder.

    Es werden Anbautechniken getestet, Saatgut gezogen, Bodenaufbau erlernt, regionale Sorten geerntet und im Lehmbackofen Essen zubereitet. Klimafreundlich und in bester

    Qualität wird freitags in Gemeinschaft getafelt.“

    Sie waren Praxispartner des „Klimagärten“-Projekts der HU und die Koordinatorin organisiert nach wie vor Praxisworkshops zu Permakultur, spezielle Beete anlegen etc.


    (mehr …)

  • Im Botnager Kleingarten entsteht ein Nachbarschaftsgarten

    (Gu, alerts)

    Mit dem Garten-Kultur-Labor schafft die Gemeinschaft der Gartenfreunde Botnang einen Nachbarschaftsgarten, der langfristig allen Nachbarn offen stehen soll. Das Konzept wurde mit dem ersten Preis der Renate Lingk-Stiftung belohnt.

    […]  Der Vorsitzende der Botnanger Gartenfreunde hatte sich im vergangenen Jahr an ein ambitioniertes Vorhaben gemacht. Rund 1000 Quadratmeter Fläche sollten unter der Führung der Gemeinschaft der Gartenfreunde zu einem Nachbarschaftsgarten umgewandelt werden – offen für interessierte Einzelpersonen aber auch für soziale und pädagogische Einrichtungen aus dem Stadtteil. Zaumseil, der von Beruf Architekt ist, erarbeitete ein Konzept für sein „Garten-Kultur-Labor“, mit dem er sich im vergangenen Jahr für den Förderpreis „Ich bin wertvoll“ der Renate-Lingk-Stiftung bewarb. Im vergangenen Herbst erreichte ihn dann die gute Nachricht: Das Garten-Kultur-Labor gewann den ersten Preis und damit eine Fördersumme in Höhe von 30 000 Euro. 2017 und 2018 stehen daher unter dem Motto „Ich bin wertvoll“.

    „Wenn wir den Preis nicht bekommen hätten, würde alles viel langsamer gehen“, sagt Zaumseil. Dank dem Geld konnten im Nachbarschaftsgarten gleich zu Jahresbeginn mehrere Projekte geplant und in Angriff genommen werden. Die Gartenfreunde erproben Kooperationen auf dem Gelände, etwa mit dem Spitalwaldkindergarten oder der Nikolauspflege. Im Februar richtete eine Garten- und Landschaftsbaufirma das Gelände her und Azubis des Berufsbildungswerks Stuttgart begannen mit dem Bau neuer Wege.

    Zaumseil hatte sich auch an die Schule für Farbe und Gestaltung in Feuerbach gewandt. „Mit der Schule habe ich vor Jahren schon einmal zusammengearbeitet“, sagt der Architekt. Bei Projekten im öffentlichen Raum versuche er immer Schulen mit einzubeziehen. Bei Thomas Schwarzwälder traf er auf Begeisterung. Der ist Lehrer einer Vabo-Klasse. Vabo steht für Vorbereitungsjahr Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse. Schwarzwälders Schüler sind Geflüchtete um die 20, die in erster Linie die deutsche Sprache lernen. Der Lehrer sieht in solchen Projekten mehrere Vorteile: „So können die Schüler die Sprache besser vertiefen. Das ist für ihre berufliche Zukunft wichtig.“ Toll sei auch der zwischenmenschliche Faktor, denn in der Schule sitze man nie so zusammen.

    Eine Freude haben die Helfer vor allem den Kindern des Spitalwaldkindergartens gemacht. „Die sind derzeit die Hauptnutzer des Gartens“, sagt Zaumseil. Schon im vergangenen Jahr haben sie Beete angelegt und Kürbisse, Zucchini und Auberginen angebaut. „Sie führen das in diesem Jahr weiter und legen Familienbeete an“, sagt er. Denn langfristig soll das Garten-Kultur-Labor weiterwachsen. Zaumseils Ziel: „Die Nachbarschaftsgärten sollen irgendwann offen und für jeden nutzbar sein.“ Solange das Areal aber noch nicht fertig ist, steht es nur den Projektpartnern offen.

    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.nachbarschaftsgarten-in-botnang-ein-ort-der-allen-nachbarn-offen-stehen-soll.074ead68-f4c3-4d8a-b79b-9c60c9ae7c65.html (mehr …)

  • IG als Teil der LGS in Lahr wird konkret

    (Gu, alerts)

    Die Idee eines Interkulturellen Gartens soll bei der Landesgartenschau die bunte Vielfalt der Lahrer Einwohner darstellen. Die Idee des interkulturellen Beirats aus dem vergangenen Jahr nimmt jetzt konkrete Formen an. Lahr. Der Gemeinderat segnete diese Idee im November auch finanziell ab (wir berichteten). Auf 600 Quadratmetern Fläche des Kleingartenbereichs in der Nähe des Haupteingangs zwischen der Römer- und Vogesenstraße werden der Platz für individuelle Beete und ein Gemeinschaftsgarten angelegt. Ein Haus mit 70 Quadratmetern ergänzt das Angebot. Die Fläche wird abgetrennt und als ein eigener Bereich auf der Landesgartenschau gekennzeichnet. Möglicherweise werden dann dort Datteln aus Syrien, Wein vom Schwarzen Meer oder Granatäpfel und Feigen aus Nordafrika wachsen. Am Dienstagabend haben Cornelia Gampper (Abteilungsleitern Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren) und Andreas May (Amt für Soziales, Schulen und Sport) diese Idee und die ersten Fortschritte im Rathaus II vorgestellt. Gekommen waren knapp 50 Interessierte. Das Dutzend Beete, die von einzelnen Personen oder auch einer Familie betreut werden sollen, haben eine Größe von zehn bis 15 Quadratmeter. Hier können Hobbygärtner ihre Ideen verwirklichen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Beete zur Landesgartenschau fertig angelegt sind und über diesen Zeitraum auch sorgfältig gepflegt werden. Man wolle, das war die erste Idee des Beirats, den Einwohnern die bunte Vielfalt in der Stadt mittels verschiedenen Pflanzen und Blüten aus aller Welt vorstellen, wenn diese Pflanzen hier auch wachsen können. Gampper und May stellten dabei klar, dass Beete und Gemeinschaftsfeld nichts mit einer klassischen Schrebergartensiedlung zu tun hätten. Hier werde es keine Datscha oder einen Grenzzaun zum Nachbarn geben. Das Ziel des Interkulturellen Gartens wären vielmehr Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung. Daher werde die Stadt demnächst ein großes Gebäude dort aufbauen, das von allen zusammen genutzt werden sollte. Es könnten hier auch Feste gefeiert werden. Bei der Vorstellungsrunde wurde schnell klar, dass dieses Gemeinschaftsgefühl vielen Besuchern wichtig ist. So erklärten sicher mehr als die Hälfte der Anwesenden, dass sie Interesse haben, sich aber nicht zutrauen würden, ein Beet auf dem Niveau der Landesgartenschau anzulegen, geschweige denn zu unterhalten. Hier war das Gemeinschaftsfeld die richtige Adresse. Einige erklärten sich grundsätzlich mit der Idee solidarisch und boten andere Arten von Hilfen an. Es gab aber auch das Gegenteil. Ein Besucher, der aus Moldawien stammt, erklärte begeistert, dass er einen Weinstock pflanzen würde. Eine sechsköpfige Familie aus Syrien fragte nach, ob es auch größere Beete geben werde. Die derzeitige Größe sei für den Bedarf sicher viel zu wenig. Freier Eintritt zur Landesgartenschau Die Idee des interkulturellen Gartens soll über die Landesgartenschau hinaus Bestand haben. Noch ein Vorteil: Wer hier mitmacht, beteiligt sich am Gelingen der Landesgarten und hat hier auch freien Eintritt.)

    http://www.lahrer-zeitung.de/inhalt.lahr-ein-gemeinschaftsgarten-fuer-ganz-lahr.65f2a3db-5dca-478d-a344-1c373223e0b1.html (mehr …)

  • IG Friedberg ist in einer Kleingartenanlage

    (Gu aus Antrag und Antworten)

    Der Interkulturelle Garten Friedberg (IKG) ist ein gemeinwesenorientiertes Projekt des Evangelischen Dekanats Wetterau und besteht seit Januar 2016. Gefördert wird der Garten aus Projektmitteln (DRIN-Projekt) der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und aus Mitteln des Evangelischen Dekanats Wetterau.
    Das Projekt richtet sich zuvorderst an Familien und Personen, die in der Altstadt Friedberg wohnen.
    Der Garten befindet sich noch im Aufbau und liegt in einem Schrebergartengelände in der Nähe der Friedberger Altstadt. Zurzeit wird der Garten von türkischen und bulgarischen Frauen, zum Teil mit Familienanhang, genutzt. Die Gartennutzer/innen arbeiten im Wesentlichen mit Hochbeeten. Die Größe des Gartens umfasste bisher ca. 400 qm. Eine Erweiterung auf ca. 630 qm ist jetzt erfolgt. Wegen der Hinzupachtung einer weiteren Fläche um ca. 300 qm wird derzeit verhandelt. Aufgrund der Erweiterung können weitere Gartennutzer/innen hinzugenommen werden. Es gibt bereits Anfragen.
          Wie groß ist die Gruppe der GärtnerInnen bisher?
    Derzeit gärtnern sechs Frauen und deren Familien. Durch die Grundstückserweiterung können jetzt weitere Gärtner/Innen hinzukommen.

          Sind auch deutsche GärtnerInnen mit in das Projekt involviert?
    Im letzten Jahr war auch eine deutsche Frau als Gärtnerin aktiv. Sie ist aber aus Zeitgründen nicht mehr dabei. Grundsätzlich sollen auch deutsche Gärtnerinnen aktiviert werden. Zurzeit besteht ein Kontakt zu einer deutschen Familie.

          Wie bekommen die BewohnerInnen von Friedberg Kenntnis von dem Projekt, wie kann man mitmachen?
    Über den Garten wurde umfangreich in der Presse berichtet. Ein entsprechender Flyer ist in Arbeit und wird u.a. über die Kooperationspartner weitergegeben.

          Wie offen ist die Schrebergartenanlage? Braucht man einen Schlüssel, im auf das Gelände und einen zweiten Schlüssel, um zu dem Gartenprojekt zu kommen? Wie bekommt man Zugang?
    Der Garten ist über eine Gartentür, die aus Prinzip nicht abgeschlossen wird, direkt zu erreichen. Jeder, der sich interessiert, kann sich im Garten aufhalten.

          Ist das Projekt offen für alle Interessierten (also nicht nur für sozial schwache Menschen?)
    Der Garten ist grundsätzlich offen für alle Interessierten, egal mit welchem wirtschaftlichen Status, Religion oder Herkunft.

          Wie viele Beete gibt es bisher und wieso arbeiten die Frauen in Hochbeeten (in einem Schrebergarten dürfte die Erde ja gut sein)?
    Zurzeit haben wir sieben Hochbeete und zwei ebenerdige Beete.
    Auf Empfehlung unseres Kooperationspartners NABU-Umweltwerkstatt haben wir uns dafür entschieden im Garten überwiegend mit Hochbeeten zu arbeiten, da die zur Bewirtschaftung zur Verfügung stehende Fläche (Sonne, Schatten) eher begrenzt war und es sich gezeigt hat, dass dies ein wirksamer Schutz vor Schädlingen ist. Die zwei ebenerdigen Beete haben unter den Wühlmäusen und Schneckenbefall sehr gelitten.

          Gibt es „nur“ individuelle Beete oder gibt es auch Gemeinschaftsbeete/flächen?
    Bis jetzt haben wir noch kein Gemeinschaftsbeet. Dies ist aber auf jeden Fall vorgesehen. Ebenso ein Gratisbeet.

          Wie werden Entscheidungen getroffen?
    Es besteht ein ständiger Kontakt zu den Gärtnerinnen durch regelmäßige Treffen, auch in den Wintermonaten.

    Klare Entscheidungsstrukturen müssen aber noch erarbeitet werden. Selbstentscheidungsstrukturen zu schaffen ist ein wesentliches Ziel des Gartenprojekts.

          Wie sind die Kontakte zu den anderen Schrebergärtner/Innen?
    Zu den direkten Nachbarn bestehen unterschiedlich gute Kontakte. Es besteht über den Gartenzaun hinweg ein fachlicher Austausch. Ein Nachbar hat uns Angeboten ein Teilstück seines Gartens zu übernehmen. Die Nachbarn werden immer zu unseren Festen eingeladen. Grundsätzlich ist ein Wohlwollen gegenüber dem Interkulturellen Garten festzustellen.

    (mehr …)

  • In HH soll ein Kleingartenpark mit Gemeinschaftsgartenanteilen entstehen

    (Gu, alerts)

    Neugraben-Fischbek könnte Trendsetter in der Modernisierung des Hamburger Kleingartenwesens werden: Der Landesbund der Gartenfreunde in Hamburg, die Behörde für Umwelt und Energie sowie die Harburger Bezirksverwaltung unterstützen den SPD-Vorschlag zu einem Kleingartenpark mit der Möglichkeit zum gemeinschaftlichen Gärtnern in dem Stadtteil. Die Behörde für Umwelt schließt allerdings den ursprünglich gedachten Standort nördlich der Bahnstrecke und des geplanten Wohnquartiers „Fischbeker Reethen“ vor allem wegen der problematischen Nähe zu dem EU-Vogelschutzgebiet „Moorgürtel“ aus. Jetzt soll eine Lösung innerhalb des Neubaugebiets „Fischbeker Reethen“ her. Der Geschäftsführer des Landesbundes der Gartenfreunde hat im Harburger Stadtplanungsausschuss an den Bezirk appelliert, die Idee des Kleingartenparks umzusetzen. „Wir begrüßen, dass neue Gärten in Hamburg geschaffen werden sollen. Das hat es in den vergangenen 20 Jahren so nicht gegeben“, sagte Dirk Sielmann. Das Besondere in Fischbek wäre, dass Gärten in der Nähe von Geschosswohnungsbau geschaffen würden und nicht weit ab von dort, wo die Menschen lebten.

    Die Idee des Kleingartenparks ist ein urbaner Trend und kommt einer Revolution des bisherigen Kleingartenwesens gleich. Es geht dabei nicht um die Aneinanderreihung von Parzellen, nicht selten von hohen Hecken abgesteckte Claims einzelner Nutzer, zuweilen von Gartenzwergen bewacht. Vielmehr würden Menschen aus Mietshäusern die Gelegenheit erhalten, in gemeinschaftlichen Gärten ihr Gemüse zu pflanzen. Vorbilder gibt es in Kopenhagen und Berlin. Hamburg ist noch nicht so weit: Die Planungskonferenz im Stadtteil Groß-Borstel hat im Jahr 2010 das Ziel formuliert, dass die Kleingärten sich perspektivisch zu einem Kleingartenpark mit öffentlich zugänglichen Grünflächen verändern sollen. Auch bei der Gestaltung der Autobahndeckel entlang der A7 ist die Idee von Kleingartenparks in der Diskussion.

    „Uns schwebt vor, dass Kleingärten geschaffen werden, von denen die Öffentlichkeit etwas hat“, sagte Dirk Sielmann. Urban Gardening könnte als gemeinschaftlicher Schnuppergarten angeboten werden. Eine andere Idee der gemeinschaftlichen Nutzung: Mehrere Senioren aus einem Wohnquartier könnten zusammen einen Garten bewirtschaften, schlägt Sielmann vor.

    Das Kleingartenwesen habe sich in den vergangenen zehn Jahr verändert. Die Mitgliederschaft sei heute eine andere. 60 Prozent der Mitglieder seien in dem Zeitraum ausgewechselt worden, sagte Sielmann. Soll heißen: Die Zeit ist reif für öffentliche, gemeinschaftliche Gärten in der Stadt. Der Landesbund der Gartenfreunde strebe das naturnahe Gärtnern an. „Wir wollen keinen Anschluss an das Sielnetz. Das wäre eine Vorstufe von Bauland“, sagte Dirk Sielmann. Mit dieser Aussage dürfte der Geschäftsführer der Gartenfreunde Bedenken bei den Planern der Stadt ausgeräumt haben. […]

    Die Behörde für Umwelt erkennt den Bedarf für zusätzliche Kleingärten in Fischbek an. Im geplanten Wohnquartier „Fischbeker Reethen“ werden mehr als 2000 zusätzliche Wohneinheiten entstehen, mehr als die Hälfte davon im Geschosswohnungsbau. Die Behörde für Umwelt schlägt deshalb vor, einen Kleingartenpark innerhalb des 70 Hektar großen Plangebiets zu realiseren. Mindestens 25 Kleingärten könnten in den „Fischbeker Reethen“ entstehen, sagte Maja Berghausen und fügte hinzu: „100 wären besser.“

    Potenzial innerhalb des Plangebiets sieht auch Hans-Christian Lied. Eine Idee, wie ein Kleingartenpark gelingen könnte, hat Harburgs Stadtplaner auch schon: Zusätzlich zu einer größeren Gartenfläche könnten in dem Wohnquartier mehrere kleine Garten-Satelliten entstehen.

    http://www.abendblatt.de/hamburg/harburg/article209549175/In-Fischbek-Die-Kleingaerten-der-Zunkunft.html (mehr …)

  • IG Braunschweig europäischen Dachverband der Kleingärtnerorganisationen ausgezeichnet

    (Gu, alerts)

    Der „Interkulturelle Garten“ wurde 2007 in Kooperation mit dem Landesverband Braunschweig der Gartenfreunde e.V. durch Zusammenlegung zweier Parzellen im Kleingärtnerverein Heideland e. V. eingerichtet. Hier begegnen sich Flüchtlinge mit ihren Nachbarn.

    Nun ist das Projekt der Stadt Braunschweig in Rühme vom europäischen Dachverband der Kleingärtnerorganisationen (Office International du Coin de Terre et des Jardins Familiaux) für seine Förderung der multikulturellen Gemeinschaft ausgezeichnet worden. Doris Bonkowski, Leiterin des städtischen Büro für Migrationsfragen, Martina Krüger, zuständig für den Betrieb des Interkulturellen Gartens und Manfred Weiß, Landesverband der Gartenfreunde e. V., berichteten am Mittwoch über die Auszeichnung. Krüger erzählte: „Der Interkulturelle Garten bietet Raum für gärtnerische Tätigkeiten, den informellen Austausch und vielfältige Informationsangebote, die für das Ankommen in Deutschland von Bedeutung sind. Die Menschen können hier nach ihrer Flucht zum ersten Mal zur Ruhe kommen. Die Gartenarbeit stellt für viele Flüchtlinge wieder den Bezug zur Natur und Heimat her.“ Im besten Fall würden sich so Netzwerke und neue Ansprechpartner ergeben. „Es ist ein niedrigschwelliges Angebot, einmal im Austausch können wir weitere Ansprechpartner vermitteln“, so Bonkowski.

    Verschiedene Angebote

    Mit dem Preis zeige sich auch, dass das Angebot europaweit wahrgenommen werde. „Wir können schon ein bisschen stolz darauf sein, dass wir in Braunschweig als Erstes in einem Kleingarten so etwas etabliert haben“, ergänzt sie. Der Garten hat von April bis Oktober geöffnet, aber auch in den Wintermonaten werden verschiedene Dinge angeboten, um den Kontakt nicht abreißen zu lassen. Neben Aktionen im Garten gibt es auch immer wieder Infonachmittage.  Im letzten Jahr kamen rund 1.500 Besucher in den Garten. „Wir gehen in einen Kleingarten mitten in die Bevölkerung hinein. Das ist der Integrationsansatz“, ergänzt Bonkowski. Das Projekt wird jährlich mit einer Dauerförderung von 22.500 Euro unterstützt. Manfred Weiß stellt in diesem Zusammenhang auch klar. „Rein mit ehrenamtlichen ist so etwas nicht zu stemmen, man braucht auch professionelle feste Kräfte.“

    http://regionalbraunschweig.de/der-interkulturelle-garten-natur-heilt-die-seele/ (mehr …)

  • Freiberg: GG mit Flüchtlingen entsteht in Kleingartenanlage

    (Gu, alerts)
    Mit einem besonderen Gartenprojekt sollen verschiedene Gruppen der Gesellschaft durch gemeinsames Gärtnern zusammengebracht werden. In Freibergs ersten Gemeinschafts- und Integrationsgarten gehen Bergstädter und Flüchtlinge seit kurzem gemeinsam ans Werk. „Ziel des Pilotprojektes ist es, dass durch das gemeinsame Gärtnern Grenzen der Fremdheit bei Jung und Alt, alteingesessenen Freibergern und Flüchtlingen überwunden werden“, sagt Holger Lueg vom Naturschutzbund (Nabu), Kreisverband Freiberg. In der Kleingartenanlage „Am Häuersteig“ hat der Verein einen geeigneten Garten für das Projekt gepachtet. Derzeit gestalten 30Mitwirkende die 600 Quadratmeter große Fläche im Sinne des „urban gardening“ als Nutzgarten um.

    Bisher haben die Gartenfreunde das brach liegende Gelände bei mehreren Arbeitseinsätzen auf Vordermann gebracht und beachtliches geleistet. Neben dem Zaunwinden- und Brombeerendickicht wurden im Boden steckende Eisenrohre und -pfosten entfernt. Zudem haben Freiberger und Flüchtlinge auch den Abriss der alten Gartendoppelbaracke bewältigt.

    „Schon die ersten Einsätze zeigten überwältigendes Interesse. Die Leute wollen gärtnern und einfach sinnvoll tätig sein“, resümiert Holger Lueg. In Zukunft soll in dem Gemeinschaftsgarten jeder sein eigenes Stück Land bewirtschaften können. „Wir wollen etwa ein Drittel der Fläche als naturnahe Biotopfläche mit Wiese und Gartenteich sowie einen Gemeinschaftsbereich gestalten“, erzählt Lueg. Die anderen zwei Drittel der Fläche sind als Nutzgarten mit Beerenstrauchhecken und Grabeland vorgesehen.

    „Wir wollen auch eine Hütte und eine Terrasse bauen, ein Hügelbeet anlegen, und Beerensträucher pflanzen“, erläutert Lueg. Für das Projekt würden derzeit noch Unterstützer gesucht.

    http://www.freiepresse.de/LOKALES/MITTELSACHSEN/FREIBERG/Freiberger-und-Fluechtlinge-gaertnern-gemeinsam-artikel9642286.php (mehr …)

  • Büdingens bunte Gärten bekommen Förderung

    (Gu, alerts)

    […]
    Claudia Münker, Gartenpächterin am Hain, war eine der ersten, die sich gemeinsam mit Verena Baumann vorstellen konnte, eine Plattform zu schaffen, auf der jeder Gartenliebhaber seiner Neigung nachgehen kann. Im Herbst des vergangenen Jahres kam Anna Jaeger ins Spiel. Die Büdingerin ist Architektin, hat viele Jahre in München gelebt, dort studiert und erfuhr während eines Besuchs in der Heimat von dem Projekt. Sie war sofort Feuer und Flamme.

    Doch bevor losgelegt werden konnte, mussten einige Hürden genommen werden. Wo könnte ein solcher Garten sein? Wer wäre bereit, die Organisation zu übernehmen? Wo könnte das Geld herkommen, um das Ganze zu finanzieren? Und, und, und. Schnell war der Kontakt zur Ehrenamtsagentur hergestellt, die schon viele Projekte in der Stadt ins Leben gerufen und unterstützt hat. Dieter Egner, ehemaliger Vorsitzender, und in der Flüchtlingshilfe aktiv, stellte den Antrag. Nach Bewilligung der Gelder fiel der Startschuss. Finanziert wird das Projekt mit Mitteln aus dem Förderprogramm für Gemeinwesenarbeit. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration stellt über dieses Programm Gelder für Gemeinden mit besonderen sozialen und integrationspolitischen Herausforderungen zur Verfügung. Das trifft in Büdingen zu, da es dort die Hessische Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE) für Flüchtlinge gibt. Und vor allem die sind willkommen in einem offenen Garten.

    Zunächst musste ein passendes Grundstück gefunden werden. Gut erreichbar, möglichst stadtnah, denn es sollten eben auch Menschen aus der HEAE die Möglichkeit haben, mitzumachen. Eines war von Anfang an klar: Es sollte ein Gemeinschaftsprojekt entstehen. Ein Garten, in dem gemeinsam gearbeitet, geerntet und vielleicht auch einmal gefeiert wird. Keine einzelnen Parzellen, in der jeder für sich werkelt, sondern ein großer gemeinschaftlich genutzter Garten. Die Wahl fiel auf einen Schrebergarten am Hain. Inzwischen konnte noch ein weiteres Grundstück dazu gepachtet werden. Insgesamt beträgt die Fläche des Gartens 2513 Quadratmeter.

    […]
    An zwei Tagen in der Woche ist der Garten geöffnet und einer der beiden Organisatoren ist vor Ort. „Meistens sind wir so fünf bis acht Leute, die gemeinsam arbeiten. Als wir das Grundstück gerodet haben, kamen immer drei afghanische Männer aus der HEAE, die sensationell mit der Sense umgehen konnten. Das war uns eine große Hilfe. Leider sind die drei nun nach Friedberg verlegt worden und können nicht mehr kommen. Das ist schade“, erzählt Alexander Dittberner. Regelmäßig dabei ist Farhan Alishing aus Syrien. Er wohnt im „Stern“ in der Vorstadt und kommt täglich, um die Pflanzen zu wässern und nach dem Rechten zu sehen. Er hilft inzwischen auch anderen Büdingern bei anfallenden Arbeiten im Garten.

    Gemüseanbau

    Während in diesem Jahr eher grobe Arbeiten erledigt werden müssen, soll es im nächsten Jahr richtig losgehen. Erste Hochbeete sind gebaut worden. Zum Teil aus Paletten, die der Palettenhandel Büdingen zur Verfügung gestellt hat, andere aus dem Holz der Tribüne des Theatervereins aus dem Oberhof. Auf diesen Hochbeeten soll noch mehr Gemüse angebaut werden.

    http://www.gelnhaeuser-tageblatt.de/lokales/aus-der-nachbarschaft/buedingen/der-gemeinschaftsgarten-am-hain_17279128.htm (mehr …)

  • Knappteich: GG mit Teich in Chemnitz

    (Gu, Mail)

    An den Knappteich grenzt die Kleingartenanlage „Zur Vogelweid“. Der Garten unmittelbar am Teich und dem Hauptweg war lange Zeit ungenutzt. Der Kleingartenverein hat der Projektgruppe diesen Garten überlassen. In Abstimmung mit dem Stadtverband wurde der Garten aus der Kleingartennutzung herausgelöst und unterliegt somit nicht mehr der Kleingartenverordnung. Somit kann das Gelände auf Grundlage der Permakultur umgestaltet werden.

    Nutzung des Garten als
    * Lagerort von Werkzeugen und Baumaterial
    * Naturgarten für die Nachbarn, Schulen und Kitas
    * Nachzucht von Kräutern und „alten“ Pflanzensorten
    * Treffpunkt und Feiern (Grillen)

    Ein Verein in Chemitz hat die Pflegepatenschaft für einen Stadtteich mit anliegendem Grünflächenbereich (in Summe ca 6000 m² Fläche) übernommen und dieses seit 2014 in eine urbane Gemeinschaftsfläche umstrukturiert: ein Gemeinschaftsgarten ist entstanden

    (mehr …)

  • Hochbeetbau im Exotischen Garten Coschütz

    (Gu aus Antrag/Fragenbeantwortung)

    der Gemeinschaftsgarten braucht Hochbeete, damit man auch Wurzelgemüse anbauen kann, da die Radongasbelstung geringer ist als bei normalen Beeten.

    Da angrenzend die Collhalde ist und der Garten unterhalb davon und somit, wie wir gemessen haben, die Radonbelstung schwach bis mittelmäßig ist, da auch im Garten Radongas entweicht. Je tiefer man in den Boden was anbaut, desto höher ist die Konzentration und desto bedenklicher.

    Das Erdgwächshaus wird fertiggestellt, wenn alle Materialen vor sind, was noch eine Geldfrage ist, die sich demnächst lösen wird, durch neue Mitgärtner (Kinder von Schuleinrichtungen, Kindergärtnen) und deren Eltern, die etwas dazu geben können als Spende.

    Die Erde, die vor Ort ist wird für normale Beete und Hügelbeete schon gebraucht wie auch der Anschüttung für den Erdkeller, da wir auch nicht so tief den Erdkeller bauen können, wegen der Radonbelastung, da der Erdaushub auch nicht so groß ist um z.b. die Hügelbeete alle mit Erde zu versorgen, sondern gerade mal so reicht um die Anschütt (oberiridisch) für den Erdkeller zu gewähren. Ich hatte beim Humuswerk Freital angefragt wegen Humuserde, das näher ist als das in Dresden.

    Weiterhin haben Flüchtlinge eines Flüchtlingsheim in der Nähe, Interesse angemeldet, wo 5-10 Flüchtlinge noch mitmachen werden ab Ende September.

    -> sie wollen fünf große Hochbeete bauen.
    Erdkeller und -gewächshaus haben wir dieses Jahr auch gefördert

    (mehr …)

  • Stiftung fördert Aufbau eines IGs im Kleingarten mit 35.000 Euro

    (Gu, alerts)

    Osnabrück
    In der Parzelle Nr. 6 mit dem Namen „Sonneneck“ hat das Mütterzentrum Osnabrück einen 1000 Quadratmeter großen Garten gepachtet. Dieser wird in den kommenden Monaten von Mitarbeitern der MÖWE gGmbH und freiwilligen Helfern des Mütterzentrums umgebaut, damit Mütter und Kinder sich dort wohlfühlen können. Die Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung fördert dieses gemeinschaftliche Projekt mit 35000 Euro für einen Zeitraum von zwei Jahren.

    In dem sonnenverwöhnten Gartenstück am Rande der Parzelle gibt es aktuell noch eine Menge zu tun. Als erstes entsteht ein Zaun rund um das Gelände, damit die Kinder dort sicher spielen können. Als nächstes sollen das Fachwerk-Gartenhaus instand gesetzt und die Toilette erneuert werden. „Wir haben viele Familien mit sehr kleinen Kindern. Die sollen sich mittags in das Häuschen zurückziehen und ein Schläfchen halten können“, erklärt Anna Maria Schmitz-Hülsmann vom Mütterzentrum Osnabrück. Noch in diesem Jahr soll außerdem ein Matschspielplatz entstehen.

    In einem Teil des Gartens werden Beete für Obst und Gemüse angelegt. „Unsere Kinder leben meistens in kleinen Wohnungen ohne Garten“, so Malu Piepenbrink vom Mütterzentrum. „Hier haben sie die Chance zu sehen, wie die Pflanzen wachsen.“ Ziel sei es, sie so zu einem achtsamen Umgang mit der Natur zu erziehen.

    Bei der Pflege des Gartens und der Ernte wollen Mütter und Kinder helfen. Die groben Arbeiten, die handwerkliches Geschick und Fachwissen erfordern, übernimmt dafür die MÖWE gGmbH. Die Bohnenkamp-Stiftung hat beide Einrichtungen zusammen gebracht.

    „Wir sind froh, dass wir dieses tolle Projekt hier unterstützen können“, so MÖWE-Betriebsleiter Thomas Schulke. Für die Langzeitarbeitslosen biete es eine Chance, sich zu beweisen, aktiv zu werden und mit anderen Menschen zusammen zu kommen. Im kommenden Jahr plant das Mütterzentrum in Zusammenarbeit mit einer Berufsschule den Bau eines Holz-Tipis mit Feuerstelle. Außerdem sollen eine Kräuterspirale und kleine Beete für die Kinder angelegt werden.

    „Wir sind sehr glücklich, dass wir diesen Garten hier bekommen haben“, so Piepenbrink. Von anderen Kleingartenvereinen habe sie Absagen erhalten, weil die Leute dort nicht so viele lärmende Kinder haben wollten.

    Im Kleingartenverein Süd am Bröckerweg, der im Frühjahr auch schon einen Garten für Flüchtlingsfamilien zur Verfügung gestellt hat, empfing man die Vertreterinnen des Mütterzentrums dagegen mit offenen Armen. Der Kleingärtnerverein drückte sogar ein Auge zu, als es um den Zaun um den Garten ging. „Eigentlich steht in unserer Satzung, dass jeder Garten von außen einsehbar sein muss. Aber wir verstehen natürlich die besonderen Bedürfnisse der Mütter mit ihren Kindern, die hierher kommen“, sagt Vorsitzende Anne Böer. Der Zaun solle schützen, aber nicht abschotten. So hoffe sie auf ein reges Miteinander zwischen den Gruppen aus dem Mütterzentrum und den anderen Kleingärtnern. (mehr …)

  • Gemeinschaftsgartenproejkt mit Geflüchteten auf zwei Parzellen im Kleingarten in Riesa

    (Gu aus Antrag und Nachfragen)

    In Riesa entsteht in einem Kleingarten auf zwei nah beieinander gelegenen Parzellen eines Kleingartenvereins ein Gemeinschaftsgarten mit und für Geflüchtete.
    Aus einem Deutschkurs für Geflüchtete ist ein Verein entstanden, der sich für alle möglichen Belange des alltäglichen Lebens für Flüchtlinge einsetzt. Aus der Flüchtlingsgruppe enstand der Wunsch, „tätig zu werden“. Ein Vereinsmitglied ist Vorstand eines Kleingartenvereins und diese hatten Parzellen frei. So entstand die Idee, im Kleingarten einen Gemeinschaftsgarten aufzubauen.

    Die Flüchtlinge kommen aus mehreren Stadtteilen der Stadt Riesa, zur Kleingartenanlage in der das Projekt gegründet wurde. Die Kleingartenanlage ist aus allen Stadtteilen zu Fuß ca. 45 min erreichbar.

    – Ist der Kleingartenverein mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar?

    Antwort: Sehr gute Erreichbarkeit. Circa 5 Minuten Fußweg von der Bushaltestelle zur Kleingartenanlage

    – Ist der Kleingartenverein jederzeit offen? Wie kommt man ansonsten rein? Sind die angemieteten Parzellen jederzeit offen?

    Antwort: Die Kleingartenanlage gehört zum öffentlichen Grün der Stadt Riesa und ist deshalb im Frühjahr, Sommer und Herbst von früh bis abends offen. Der Kleingartenverein hat Schlüssel für die Hauptwege nachfertigen lassen sodass jeder Projektteilnehmer,wenn er denn möchte einen Generalzugangsschlüssel für die Haupttore der Kleingartenanlage hat. Und somit die gepachteten Kleingärten jederzeit erreichen kann. Die Parzellen direkt sind nicht verschlossen.

    – Wie viele Beete wollen Sie anlegen und wollen Sie alles gemeinschaftlich machen oder soll es individuelle Parzellen gebe?

    Antwort: Die Parzellen werden Gemeinschaftlich genutzt, sodass die Integration auch einen Sinn ergibt. Es sind 40 Beete angelegt worden.

    […]

              Gelände zugänglich machen (zum Beispiel von Müll befreien, Bewuchs minimieren)

              Konzept zur Zonierung und Gestaltung der Fläche erstellen

              Material für Beet Kisten beziehungsweise Beet Umrandungen beschaffen

              Saatgut und Jungpflanzen beschaffen

              Substrat und Kompost beschaffen

              Material für Wege, Hecken oder Zäune beschaffen 

              Gartengeräte beschaffen

              Zugang zu Gießwasser organisieren

              Beschilderung des Gartens herstellen

    Viele der aufgelisteten Maßnahmen werden von den Gartengemeinschaften selbst durchgeführt. Häufig sind diese sehr findig und improvisationsstark darin, geeignetes preisgünstiges Material zu finden oder nutzbar zu machen. Abhängig vom Gelände und den Fähigkeiten der Gärtnerinnen und Gärtner können jedoch nicht immer alle vorbereitenden Maßnahmen eigenständig geleistet werden.

    Bei der Projektplanung der Gemeinschaftsgärten unterstützt der Verband der Gartenfreunde Riesa e.V. die Akteure. Der Verband hat das nötige Wissen um einen Erfolg garantieren zu können.

    – bitte beschreiben Sie zudem, ob Sie schon Firmen, Läden, Märkte und andere Organisationen nach Spenden gefragt haben und auch Aufrufe an die lokale Bevölkerung gemacht haben.

    Die Mitglieder des Kleingartenvereines haben gemeinsam mit dem Verband die Kosten der Tinkwasser,- und Stromzufuhr getragen. Die Firma RDL einen Bezinrasenmäher sowie einige wenige Werkzeuge zur Verfügung gestellt.

    Weitere Aufrufe werden über die regionalen Zeitungen wie Wochenkurier und Sächsische Zeitung gemacht.

    – ist der Verein Pächter der Parzellen?

    Antwort: JA. Der Verein hat die Parzellen beim Verband der Gartenfreunde Riesa e. V. gepachtet.

    Ein Grünflächenamt gibt es in Riesa nicht, die AUfgaben wurden ausgesourct (so konnten sie dort nicht anfragen). Spendenaufruf gab es, so haben sie auch ein paar (wenige) Pflanzen bekommen, Mulch wollen sie natürlich selber herstellen, doch dauert das.


    (mehr …)

  • Projektbesuche in HH, Berlin und Potsdam

    (Gu)

    Gartendeck

    Das Gartendeck ist Bestandteil der Planungen für die Bebauung der Fläche. Eine Frau vom Gartendeck ist bei allen Sitzungen dazu dabei. Es gab mehrere Entwürfe, nun ist wohl einer ausgewählt. Michaela (Gartendeck) ist enttäuscht, da dieser Entwurf nicht der vom Gartendeck (oder ihr) favorisierte ist. Sie fand den am besten, der eine Fläche für das Projekt vorsah, die 800m² groß ist und ein Gärtnern im Boden zugelassen hätte. Der Entwurf, der wohl das Rennen gemacht hat, sieht eine größere Fläche vor, die aber nur mit Hochbeeten begärtnert werden kann.

    Eine andere Frau ist mit dem ganzen Prozess unzufrieden, sprich, dass es feste AnsprechpartnerInnen des Gartendecks geben mußte und sich das Gartendeck darauf eingelassen hat. Sie zweifelt daran, dass es der Gruppe gut getan hat und findet, dass es dadurch eigentlich auch keine Gruppe mehr gibt. Um die Pflanzen würden sich auch nur noch wenige Leute kümmern.

    Fuhlsgarden

    Das Außengelände einer Kita ist die Heimat für den Gemeinschaftsgarten Fuhlsgarden geworden. Eine Gruppe (die Fuhlsgardener) hatte eine Fläche gesucht und davon hat ein Koordinator von „Kinderwelten Hamburg“ Wind bekommen. Er versteht seinen Job auch als Stadtteilentwicklung und möchte Kita/Familienräume und –flächen öffnen.

    Das Gartenprojekt ist auf einem Teil des Fläche, es gibt auch Bienen (auf einem anderen Teil). Die Fläche nutzt zudem die Kita, aber auch andere Gruppen. Die Gartengruppe möchte gerne, dass das Projekt immer begehbar/nutzbar ist und Zahlenschlösser sollen diese Zugänglichkeit ermöglichen.

    Es gibt außen noch kein Schild, aber auf der Fläche ist das Gartenprojekt bezeichnet.

    Schillergarten

    In Hamburg-Bergedorf hat die lokale Transition Town Gruppe nun ein Grundstück gefunden. Es handelt sich um eine öffentliche Grünfläche, die direkt an einem Spazierweg entlang der Bille (Fluß) liegt, eine kleine, nicht eingezäunte Parkanlage. Es ist das erste und bisher einzige Projekt der TT-Gruppe. Sie haben sich während der Planung und des Aufbaus wöchentlich getroffen. Es wurden einige Hochbeete gebaut, Wasser wird aus der Bille (mit Gießkanne am Strick, die da reingeworfen und rausgezogen wird) geholt, Pflanzen wurden teilweise gespendet. Die Gruppe ist derzeit demotiviert, „die Luft ist raus“. Sie haben das wöchentlichen Treffen abgeschafft und wollen in AGs arbeiten und haben aber jede Woche noch einen Gartentag, an dem einige vor Ort sind. Es machen wenige Leute „von außen“ mit und einigen Leuten der Kerngruppe fehlen die häufigen Treffen. Die Arbeit in den AGs funktionieren nicht und die Initiatorin möchte nicht, dass „immer nur sie“ für alles, was mit Außenkontakten zu tun hat, angefragt wird. Es gab einen Vandalismus-Fall.

    Es wirkt so, als ob sie hohe Erwartungen mit dem Projekt verknüpfen und nun enttäuscht sind, dass es nicht so viel Resonanz gibt und es auch kein Selbstläufer ist.

    Gu berät sie/macht im Winter einen Workshop mit ihnen.

    InPeLa

    Der Interkulturelle Permakulturgarten Langenhorn ist Teil eines Parks. Die Fläche wurde von einer Abteilung des Bezirksamts identifiziert (ich meine Gesundheit; das Gartenprojekt ist Teil eines Gesundheitnetzwerks und wird auch so in Broschüren vorgestellt), das Grünflächenamt war anfangs nicht begeistert. Da das Projekt gut läuft, es ein auch optisch ansprechender Ort ist, ist die Skepsis gewichen. Edourd van Diem war an der Umsetzung beteiligt, schnell hat aber jemand aus dem Stadtteil die Koordination übernommen. In den ersten Jahren gab es dafür auch Geld, ebenso für den Aufbau des Gartens, den Brunnen, die Gartenhäuschen…Inzwischen ist die Honorarstelle ausgelaufen und die Frau, die das gemacht hat, möchte sich nun nach und nach aus den koordinierenden Arbeiten zurück ziehen. Die Parzellen sind unterschiedlich groß, einige GärtnerInnen haben sich nach und nach immer mehr Land genommen und ausgeweitet. Sie haben individuelle und gemeinschaftliche Parzellen, machen Projekte wie „Schneckenzaun“ zusammen, treffen sich oft im Garten und es gibt auch feste Zeiten, zu denen immer jemand da ist.

    Wurzelwerk

    Auf dem Campus der Hamburger Uni ist ein Gartenprojekt entstanden, das eine Frau, die beim Asta gearbeitet hat, initiiert hat. Leute aus der Gruppe sagen, dass sie, als sie diese Stelle nicht mehr hatte, sich nicht mehr für das Projekt interessiert hat. Sie sind ca. 8-10 Leute in der Kerngruppe, das Projekt ist offen für Leute von der Uni und aus der Nachbarschaft. Die Fläche wird von Gruppen für Feiern genutzt, ab und an gibt es Konflikte, da Müll liegen bleibt oder auch mal kaputt geht. Es gibt keinen Zaun. Schilder stellen das Projekt vor.

    Sie wollen gerne weitere Leute erreichen und machen auch Werbung für das Mitgärtnern.

    Der oberste Unibaumensch hat einen Schuppen aus Paletten mit ihnen gebaut, es gibt Workshops und Veranstaltungen (Kino z.B.) und so kommen ab und an auch neue Leute dazu. In der Nachbarschaft ist das Projekt nicht so bekannt, sie haben dafür auch keine Zeit, sich drum zu kümmern.

    Umweltgarten

    In der Kleingartenanlage am S-Bahnhof Tempelhof, die direkt an das Flugfeld grenzt, ist der erste Schritt zu einem „Umweltgarten für geflüchtete Frauen“ auf der Parzelle eines der Vorständen entstanden. Sie wollten eigentlich eine andere Fläche in der Kolonie dafür, die sie aber erst ab jetzt zur Verfügung haben. So haben sie ein paar Hochbeete in die Privatparzelle gesetzt. Sie haben für das Projekt recht viel Geld akquiriert. Sie schichten das jetzt gerade um und wollen dann so richtig ab Herbst loslegen. Es gibt zwei Grundstücke (bei uns sind auch zwei Gartenprojekte schon im Netzwerk), das eine soll der Umweltgarten werden -> Frauen aus den Hangars und aus anderen Flüchtlingsunterkünften sollen hier betreut gärtnern (es gibt eine Gartentherapeutin im Team, es gibt auch Honorargelder). Die Gruppe trifft sich 1x/Woche, die Frauen werden abgeholt oder mitgebracht. Sie können wohl alles aus der Laube nutzen und so auch die Früchte vor Ort gemeinsam verarbeitet. Noch wirkt alles sehr provisorisch.

    Das andere Grundstück soll ein offener Gemeinschaftsgarten werden, in dem „Landwirtschaft“ betrieben werden kann. Es gibt wohl Interessierte, die mitmachen wollen.

    Moros Garten

    In Berlin Treptow ist auf dem Gelände Karpfenteichstraße, auf dem es schon eine offene Metallwerkstatt und den Radcontainer und einen Gemeinschaftsgarten gibt, ein weiterer Gemeinschaftsgarten (in Sichtweite zu dem anderen) entstanden. Soweit mein Gesprächspartner wusste, ist in dem ersten Gemeinschaftsgarten nur noch eine Person wirklich aktiv (sieht auch sehr verwildert aus). Moros Garten haben Leute initiiert, die bei einer Betteninitiative aktiv sind, sprich: Vermittlung von Schlafplätzen für Flüchtlinge. Sie wollten einen Ort haben, an dem sich alle treffen können, den alle mitgestalten können, an dem verschiedene Aktivitäten stattfinden können. Gärtnerisch haben sie wenig Erfahrung, vernetzt mit anderen Gärten sind sie noch gar nicht und alle Infos zu Hochbeetbau/Kompost/Pflanzen waren ganz neu für sie. Sie haben schon einige Beete angelegt, wissen nicht, wie der Boden ist und wollen nun lieber mehr Hochbeete bauen. Sie sind zudem auf der Suche nach Strukturen (wie kommunizieren wir am besten rund um den Garten?).

    Garten der Nachbarn Marzahn

    Auf dem Gelände eines Flüchtlingscontainerdorfs sind noch die Überreste eines Gartenprojekts zu sehen. Die Unterkunft wird von einer Firma betrieben, die das Projekt als überflüssig empfindet. Die Sozialarbeiter sehen es nicht als ihre Aufgabe an, auf das Projekt aufmerksam zu machen. Es gibt einen Wachdienst vorne, die Ehrenamtlichen brauchen Ausweise. Nach einer Richtlinie des Berliner Senats, mussten alle Unterkünfte nun „ihre Ehrenamtlichen“ koordinieren und so sollten die Ehrenamtliche neue Ausweise bekommen (von der Firma, die sie nicht unterstützt und eher als störend empfindet, sie dürfen nicht mal auf Toilette gehen). Die Initiatorin ist lange krank gewesen und nun sind nur noch Überreste zu sehen. Ein paar mickrige Töpfe, ein paar zerrupfte Sträucher, ein paar vertrocknete Jungpflanzen. Das zusammen mit den Kindern angemalte Gartenhäuschen ist umstellt von Fahrrädern und nicht gut betretbar. Das Lageso hat die Außenfläche – nachdem die Ehrenamtlichen zusammen mit ein paar wenigen Flüchtlingen dort gesäät, gepflanzt, gewirkt hatten, durch einen Gärtnern betreuen lassen, der alles wieder dem Erdboden gleich gemacht hat, was angelegt wurde. Aber auch die Flüchtlinge haben so gut wie kein Interesse am Gärtnern/Mitmachen gezeigt. Die Ehrenamtlichen sind frustriert und haben wenig Interesse, das Projekt noch einmal anzuschieben. Es gibt andere Unterkünfte, an denen sie willkommen sind und Unterstützung finden.

    Hofgarten Alte Gießerei

    Vor der alten Gießerei (OW in Berlin Lichtenberg) ist ein Nutzgarten entstanden. Es gibt keinen Zaun, kein Schild, nix, was erklärt, was hier ist oder ob man mitmachen kann. Es sieht eher privat aus.

    Campusgarten

    Auf dem Campus der FH Potsdam ist seit Mai diesen Jahres der Grundstein für einen Gemeinschaftsgarten sichtbar. Entstanden und entwickelt wurde die Idee in einem interdisziplinären Seminar; ein Teil der Gruppe, die sich damit lange theoretisch auseinander gesetzt hat, wollte nun auch praktisch werden. Sie haben sehr viel Zeit und Energie in die Konzepterstellung, Öffentlichkeitsarbeit, Finanzierungsideen und Ideen, wie die NachbarInnen zu erreichen wären, gesteckt. Nun gibt es eine recht zentral auf dem Campus gelegene Fläche, die leider derzeit an eine Baustelle grenzt. Der Campus/die FH leidet daran, dass die Studierenden zu über 80% nicht in Potsdam wohnen und ab 18.00h ist hier nix mehr los. Außerdem ist selbst eine Abkürzung über den Campus für die Nachbarn eine Hürde. Sie gehen lieber außen rum. Es gibt Schilder, die auf das Projekt hinweisen (Campusgarten mit Pfeilen), doch kein Schild erläutert, dass es sich um einen Gemeinschaftsgarten handelt, bei dem alle mitmachen können. Die Gruppe hat noch keine Kontakt zu Vereinen/Organisationen aus der Nachbarschaft aufgenommen und weiß auch noch nicht, wer da so aktiv ist. Sie denken eher in Richtung Ringvorlesung, zu der sie per Hauswurf auch die Nachbarn einladen wollen.

    Sie haben Gelder von Uniinternen Abteilungen akquiriert und erste Beete gebaut. Es gibt einen Spint mit Gartengeräten, es gibt einen nahen Wasseranschluss.

    Sie haben sehr viel Papier erarbeitet und fühlen sich überlastet. In der Beratung ging es um den Stadtteil und wie sie Leute aus der Nachbarschaft erreichen können, aber auch mehr Leute aus der FH ansprechen können, vor Ort im Garten dabei zu sein.

    Seegarten

    Der Seegarten in Potsdam liegt auf einer Teilfläche des Außengeländes einer offenen, sozialen Einrichtung. Es gibt keinen Zaun, aber eine Benjes-Hecke. Hier gärtnern einige Familien auf individuellen Beeten. Sie haben auch Gemeinschaftsflächen und alle bringen sich in unterschiedlicher Art und Weise in das Projekt ein. Es sind auch viele Kinder dabei. Sie haben Bienen, kompostieren erfolgreich, haben den Boden verbessert, es gibt Naschobst und einen gemeinsam gebauten Schuppen. Sie sind mit den anderen Gärten vernetzt und hätten gerne noch mehr Austausch.

    unigardening

    Auf dem Gelände des Botanischen Gartens in Berlin Steglitz ist das studentische Gartenprojekt „sustain – unigardening“ entstanden. Es ist eine Projektwerkstatt, die zusammen mit einer Projektwerkstatt zu Terra Preta und Kompostierung dort verwirklicht wurde. Vor dem Terra Preta Projekt wurde wohl gar nicht kompostiert! Nun steht hier eine high tech Terra Preta Anlage.

    Das Gartenprojekt wird von Studies der FU und der TU genutzt, die Kerngruppe ist nicht groß. Sie machen alles gemeinschaftlich und es wird auch viel dann direkt roh vor Ort gegessen. Sie haben auch einen Teil eines Gewächshauses, in dem Tomaten wachsen. Es werden verschiedene Sachen ausprobiert, wie Milpa (Anbau von Mais, Bohnen und noch was gemeinsam), Gertreide, alte Sorten, verschiedene Düngerarten etc. Es gibt erst ein (sich nicht selbst erklärendes) Schild auf der Fläche – vorher liest man: Zugang nur für Berechtigte o.ä. Man muss das Projekt kennen und dann den Pförtner fragen. Gitti vom Wuhlegarten war anfangs auch noch involviert.

    Thomas Finger, ewiger Tutor der Projektwerkstätten, möchte ein „urban gardening“ Projekt auf dem Campus Charlottenburg machen. Hofgrün an der UdK, was mal von den P-Gärten angelegt wurde, existiert noch oder wieder (Begrünung), es sollen aber noch viel mehr gärtnerische Aktivitäten für Studis und Uni-Leute da angeschoben werden. Er meldet sich dazu wieder.

    Gemeinschaftsgarten Mittelstraße

    In Spandau ist auf der Bezirks-Fläche einer zusammengebrochenen Schule ein Gartenprojekt entstanden. Es gibt auch hier keinen Zaun, doch sie wünschen sich sehnlichst einen. Hier wird alles geklaut, was nicht niet und nagelfest ist, auch Pflanzen werden ausgebuddelt, Leute, die nicht mitgärtnern, kommen mit Tüten, um zu ernten. Und hier gibt es Schilder, die erklären, was das für ein Projekt ist. So kann nur wenig geerntet werden. Sie dürfen kein Feuer mehr machen, seitdem ein Spielplatz direkt neben sie gebaut wurde (was für die Fläche gut ist). Ab und an kommen Kindergruppen, deren ErzieherInnen die Kinder ermutigen, die Beeren o.ä. zu ernten…

    Die Gartengruppe gibt aber nicht auf, macht weiter, nimmt die Gartengeräte mit nach Hause, der Schuppen ist schon lange nicht mehr abgeschlossen, damit wenigstens die Tür nicht ständig repariert werden muss. Es gibt viele Workshops auf der Fläche und eine Frau hat von Anfang an die Koordination, die auch bezahlt wird.

    Gartenprojekt Villa Nova

    Die Villa Nova ist ein Zentrum in Berlin Spandau für Familien mit kleinen Kindern. Zu bestimmten Zeiten wird die Einrichtung auch von begleiteten Flüchtlingsgruppen aus der Nachbarschaft genutzt. Hier hat die Frau, die den Gemeinschaftsgarten Mittelstraße aufgebaut hat und koordiniert, sich für ein Gartenprojekt stark gemacht. Ein Teil der Außenfläche kann mit Erdbeeten genutzt werden, auf einem Teil stehen Hochbeete, die Leute vom Prinzessinnengarten mit Interessierten gebaut und befüllt haben. Doch nach dieser Aktion ist das Interesse merklich abgeflaut. Nur einige wenige NachbarInnen sind interessiert, die gärtnerische Arbeit machen hauptsächlich MitarbeiterInnen. Die Familien mit den kleinen Kindern sind froh, wenn sie nichts tun müssen und beteiligen sich nicht am Garten. Es gibt einen Teil des Gartens, der nur von MitarbeiterInnen genutzt wird und dieser sieht wesentlich besser aus, was die Pflanzen angeht. Auch hier finden viele gärtnerische bzw mit dem Garten verbundene Workshops statt, es gibt eine Gartenzeitung mit Tipps und Infos.

    Die Leute von den P-Gärten hatten empfohlen, das Projekt so zu organisieren, dass alles gemeinschaftlich gemacht wird, doch das hat sich laut der Koordinatorin nicht bewährt. Eventuell versucht sie nun, die Hochbeete zu „indviduellen Beeten“ zu machen und so mehr Interesse für das Projekt zu generieren.

    IG von SOS in Gatow

    Der Interkulturelle Garten besteht! Es gibt individuelle Parzellen, die von Flüchtlingen aus ganz Berlin und von Leuten aus der Nachbarschaft genutzt werden. Die Flüchtlinge wissen nicht, dass es in ihren Bezirken auch Gemeinschaftsgärten/Interkulturelle Gärten gibt und kommen teilweise aus Schöneberg und Kreuzberg. Ein Syrer hat eine Stelle bei SOS (der Träger, der dort auch Aus- und Fortbildungen macht) und ist Agraring. Er lernt jeden Tag dazu, kann aber auch viel einbringen.

    Die Koordinatorin hat ½ Stelle und macht gerade ein Praktikum bei den P-Gärten.


    (mehr …)

  • Bunte Gärten Leipzig haben neu losgelegt

    (Gu, Mail)

    ja, das ist das Projekt von Anke Kops-Horn. Sie hat den Verein letztes Jahr übergeben an ein neues Team und auch der Standort hat sich geändert. Wir fangen ganz neu an.
    Mit dem Projekt Bunte Gärten wollen wir als ehrenamtlicher Flüchtlingshilfeverein die Integration und Inklusion von Asylsuchenden und Flüchtlingen fördern.
    Wir sind ein bunt gemischtes Team von Ehrenamtlichen und betreiben gemeinsam mit Geflüchteten dieses Gartenprojekt, um einen Ort entstehen zu lassen, der den Menschen Sicherheit und Zuflucht bietet, ihnen eine Aufgabe gibt und Raum für Begegnungen auf Augenhöhe schafft.
    Dabei steht die gemeinsame Beschäftigung durch Gartenarbeit wie das Anbauen von Obst und Gemüse im Fokus des Projekts. Nähe, kultureller Austausch und offener Dialog fördern so Miteinander, Respekt und Empathie. Neben der nachhaltigen Gartenarbeit unterstützt der Verein auch über das Gartentor hinaus mit Patenschaften und integrativen Kursen und arbeitet so aktiv am Wachsen der Toleranz und Offenheit.“
    Sie haben nun eine Fläche in einem Kleingartenverein


    (mehr …)

  • Gartenbahnhof Ehrenfeld; Teilumzug und Diebstahl und Brandanschlag

    (Gu aus Newsletter)

    Unser Teilumzug steht vor der Tür: Am 04. Juni 2016 brauchen wir ab 10 Uhr eure Hilfe! Transporter und Anhänger gesucht!

    Wir wollen Pflanzen in Töpfen, Bretter, Paletten und andere Sachen in die Vitalisstraße umziehen. Außerdem müssen wir die Brandreste unseres Wintergartens beseitigen. Wer von euch hat ggf. noch eine Transportmöglichkeit? Wir haben bisher nur einen Transporter zur Verfügung. Eine weitere Transportmöglichkeit wäre natürlich sehr hilfreich. Selbstverständlich benötigen wir auch eure Muskelkraft. Wir sind gespannt, was wir an dem Samstag alles geschafft bekommen. Hoffentlich spielt auch das Wetter mit!

    Wir begannen in der Vitalisstraße zu gärtnern. Zunächst befreiten wir etliche Erdbeerpflänzchen vom wuchernden Wildkraut, schnitten Büsche zurück und räumten das Schrebergartenhäuschen auf. Außerdem galt es noch eine Wiese zu bändigen… Momentan sind wir regelmäßig am Freitag Spätnachmittag in der Vitalisstraße anzutreffen. Wir suchen auf alle Fälle noch weitere interessierte GärtnerInnen, welche dieses Kleinod zu einem fruchtbaren Stück Land machen.

    Wintergarten abgefackelt

    In der Nacht zwischen dem 18. und 19. Mai 2016 wurde im Gartenbahnhof eingebrochen und unser Wintergarten in Brand gesteckt. Dieser brannte vollständig nieder und steckte einen Barwagen von Jack in the Box in Brand. Nachbarn verständigten gegen 5.30 Uhr die Feuerwehr, wodurch das Ausbreiten der Flammen verhindert werden konnte. Neben dem Wintergarten mussten wir feststellen, dass unsere Weinrebe und weitere Stauden Brandschäden davon trugen. Die Weinernte an dieser Rebe fällt dieses Jahr jedenfalls aus. Wir sind entsetzt und sehr traurig über diesen Brandanschlag. Was soll das?

    In den letzten Jahren gab es verschiedene Brände auf dem ehemaligen Güterbahnhof von Ehrenfeld. Es wurden bereits Container, ein Wohnwagen und andere Gegenstände in Brand gesetzt. Treibt da ein Serientäter oder eine Serientäterin sein oder ihr Unwesen? Unser Wintergarten und der Barwagen von Jack waren jedenfalls nicht das erste Brandopfer. […]

    In unser Gartenhäuschen wurde eingebrochen: Der oder die Täter entfernten die Bretter von der Tür und stahlen mindestens einen Zimmermannshammer, eine Zange, einen Kuhfuß und eine Schubkarre. Der Einbruch hängt wohl mit dem Brandanschlag zusammen. Wir fanden den gestohlenen Hammer in der Asche des Wintergartens wieder. Da war leider nur noch das Metallgerüst übrig.

    An den beiden folgenden Gartentreffen galt es die Überreste unseres ehemaligen Wintergartens aufzuräumen. Da waren nur die traurige Reste übrig und das Wegräumen verbreitete wenig Freude. Die verkohlten Balken und Bretter stapelten wir am Rand und die mit Scherben versehene Asche luden wir in Schubkarren und fuhren diese weg. Einem großen Teil der verkohlten Holzreste entledigten wir uns in einem reinigenden Feuer. Übrig bleibt eine kahle Stelle, die deutlich macht, dass wir hier einen Verlust erlitten haben. (ve)

    Nach dem Brandanschlag war unsere Stimmung getrübt, aber wir wollten trotzdem unsere Südfrüchte-ins-Freie-Feier abhalten. Das war auch gut so, denn neue Leute kamen in den Gartenbahnhof.

    Zunächst galt es unsere Südfrüchte zusammenzustellen. Robert hatte dankenswerterweise für uns Tomaten, Paprika und Kürbisse vorgezogen. Bei der Übergabe der vorgezogenen Tomaten war leider etwas schief gelaufen. Vermutlich ließen Leute Pflanzen mitgehen. Wir hatten deshalb zunächst nur wenige Pflanzen zur Verfügung. Durch Spenden von Karin, Manuela und Christian konnten wir das Pflanzendefizit aber wieder wettmachen. Danke! Was uns allerdings noch fehlt sind Chili-Pflanzen.

    Zum 10. International Sunflower Guerilla Gardening Day verabredeten sich am 01. Mai 2016 spontan einige Kids mit ihren Eltern im Gartenbahnhof Ehrenfeld. Der Motto des Tages war: Geht raus, pflanzt Sonnenblumen und begrünt eure Stadt

    Zur Historie: 2016 ist das 10. Jahr (kleines Jubiläum :-)) an dem die Guerrilla GärtnerInnen in Brüssel den 01. Mai zum „International Sunflower Guerilla Gardening Day“ ausgerufen haben.

    Nun wollten wir dies zum Anlass nehmen, um mit Kindern und deren Eltern Samenbälle mit Sonnenblumensamen zu machen. Karin stellte das notwendige Saatgut zur Verfügung, Aniko besorgte zusätzliches Material und wir konnten übrig gebliebene Erde des Gartenbahnhofs nutzen.

    […]
    Das nächste Kinderprogramm findet voraussichtlich am Sonntag, den 26. Juni 2016 um 15 Uhr statt. Wir wollen uns auf dem ehemaligen Güterbahnhof umschauen was es für Müll auf dem Gelände zu finden gibt. Aus dem Müll planen wir kleine und grosse „Skulpturen“ zu basteln.


    (mehr …)

  • Permakultur-Gemeinschaftsgarten entsteht in Kleingartenanlage in Lüneburg

    (Gu aus Antrag und Antworten)

    Der Kleingarten-Bezirksverband Lüneburg richtet auf einer Parzelle einer Kleingartenanlage einen offenen Permakulturgarten ein. Wir fördern ein paar Pflanzen und Materialien dafür

    * Was genau meinen Sie damit, dass eine Gruppe Studierender mit der Organisation und Durchführung des Projektes beauftragt ist?
    In diesem Projekt arbeiten wir mit Studierenden der Leuphana-Universität Lüneburg zusammen. Wir haben ihnen den Garten sowie technische und personelle Unterstützung zur Verfügung gestellt.
    Das Projekt betreuen 5 Studenten aus den Fächern Politikwissenschaften, Kulturwissenschaften und Studium Individuale, die sich im Nebenfach Soziale Nachhaltigkeit als Gruppe zusammen gefunden haben. In diesem Nebenfach wird über 2 Jahre ein Projekt entwickelt, welches sich mit der sozialen Dimension der Nachhaltigkeit auseinandersetzt. Während dieses Projektes wird das universitäre Umfeld verlassen. Den Studierenden ist es wichtig mit Partnern zu einem Themenfeld gemeinsam zu arbeiten (transdisziplinär). In diesem Fall sind wir es als Kleingärtner-Bezirksverband Lüneburg. Das Projekt bedeutet für beide Seiten somit eine Win-Win-Situation. Die Projekte haben den Anspruch längerfristig zu bestehen.

    * Wie groß ist die Gruppe, die mit plant und dann gärtnern möchte? Wie viele Leute sind dabei, die nicht Vereinsmitglieder sind?
    Momentan besteht die Gruppe aus ca. 15 Personen, Vereinsexterne und Mitglieder aus Kleingärtnervereinen. Zwei der Teilnehmenden besitzen Kleingärten auf dem Gelände des Vereins. Es wird eine möglichst heterogene Zusammensetzung der Gruppe angestrebt, was sich bereits in einer weiten Altersspanne der Teilnehmenden äußert.

    * Wie groß ist die Fläche?
    ca. 400 Quadratmeter

    * Welche konkreten Möglichkeiten gibt es mitzumachen?
    Es gibt zwei feste Termine: jeden Mittwoch kontinuierliches Gärtnern und jeden 1. Samstag im Monat Aktionstage mit Expertenvorträgen. Darüber hinaus steht der Garten für alle offen. Es gibt eine Tafel am Gartenhäuschen, auf der jeder entnehmen kann, was gemacht werden kann. Der Garten ist jederzeit zugänglich und kann auch einfach als Erholungsort genutzt werden. Die Teilnehmer werden am gesamten Prozess beteiligt.

    * Planen Sie individuelle Beete oder soll alles gemeinschaftlich laufen? Wer entscheidet, wo z. B. was gepflanzt wird?
    Es ist ein gemeinschaftliches Projekt, das heißt, alle Beete werden gemeinsam angelegt. Die grobe Planung verläuft durch die Studierenden, maßgeblich durch eine gelernte Gärtnerin, die sich mit dem Thema Permakultur auskennt. In der Umsetzung wird aber konstant in Absprache mit den Teilnehmenden abgewandelt und aktualisiert.

    * Wie viele Beete soll es geben?
    Die Anzahl der Beete beläuft sich auf 23 Beete unterschiedlicher Größen, alle in Mischkultur Bepflanzung.

    * Wer macht die „konstante Pflege“?
    Die 5 Studenten sind für die konstante Pflege verantwortlich. Die Teilnehmer beteiligen sich jedoch daran, je
    nach Kapazität. Der Kleingärtner-Bezirksverband stellt sicher, dass die Pflege z.B. auch während der Semesterferien gewährleistet ist.

    * Können die Interessierten jederzeit gärtnern?
    Ja, der Garten steht immer offen. Es ist ausreichend Platz und Beschäftigung vorhanden.

    * Handelt es sich um einen Schaugarten?
    Es ist eher ein Mitmach-Nutzgarten. Den Interessierten bleibt es überlassen, ob sie mitwirken oder nur begutachtet wollen. Permakultur zielt in erster Linie auf einen möglichst hohen Ertrag ab, betont aber gleichzeitig die Relevanz ästhetischer Elemente für das menschliche Wohlbefinden.

    * Wie kommen Leute, die nicht Vereinsmitglieder sind, in das Gartenprojekt – sind das Tor zur Anlage und die Tür zum Gartenprojekt immer offen?
    Es wurde an verschiedenen Stellen in Lüneburg und über die Verbandszeitschrift für das Projekt geworben und eingeladen mitzumachen. Der Garten ist jederzeit zugänglich.

    * Wie setzen sich die 300 € für das Gewächshaus zusammen?
    Die Kosten sind eine vorläufige Schätzung. Da die Pläne für das geplante „Geodome“ nur gegen Entgelt erhältlich sind ist eine genaue Berechnung noch nicht möglich. Das „Geodome“ soll einen Durchmesser von sechs Metern haben und besteht aus Holzlatten und durchsichtiger Plane.
    Die Schätzung beinhaltet 25 Euro für den Bauplan, ca. 150 Euro für das Rohholz und den Zuschnitt, 50 Euro für die Plane, 40 Euro für Tacker, Schrauben, Winkel und Verankerungen sowie 10 Euro für Transportkosten.
    (http://northernhomestead.com/building/)

    * Stehen Sie in Kontakt mit den anderen Gemeinschaftsgärten in Lüneburg?
    Der Kleingärtner-Bezirksverband mit seinen Vereinen und auch die Studierenden stehen in Kontakt mit den Gemeinschaftsgärten in Lüneburg. Namentlich sind dieses der „Kulturgarten Lüneburg“, der „Zickengarten“, die Initiative „Lüneburg im Wandel‘ sowie der Verein Lüneburger Streuobst. Daneben besteht eine Kooperation der Studenten mit dem Gartendeck in Hamburg.

    Der Kleingärtner-Bezirksverband ist als Dachverband der Lüneburger Gartenfreunde für die fachliche Beratung seiner Mitglieder zuständig. Unter fachlicher Beratung verstehen wir auch, dass wir uns verschiedenen Formen der Gartenbewirtschaftung und des Gärtnerns zuwenden.
    Dazu arbeiten wir gerne mit anderen Organisationen (Imkern, Naturschutzvereinen, Kulturinitiativen) und auch Studierenden zusammen. So lernen wir und können Erlerntes weitergeben.
    Die Zusammenarbeit verschafft uns die Möglichkeit über die eigenen Aktivitäten hinaus Menschen einzubinden und für das Thema Gärtnern zu begeistern. Zudem ist wird in diesem Projekt die Dokumentation und Evaluierung durch die Zusammenarbeit sichergestellt.

    (mehr …)