Schlagwort: Klimagarten

  • Tübingen: Klimagarten finanziert sich selbst

    Wir hatten das Glück für den Ernährungsrat Tübingen Kurse zu geben und somit Geld zu generieren. Unsere Verbrauch geldmäßig im Jahr ist nicht so hoch. (mehr …)

  • Trier: solidarischer GG will zu Waldgarten werden

    (Antrag, Antworten)
    Im Gemeinschaftsgarten gibt es bereits einen diversen Bestand an Bäumen und
    Sträuchern. Der Fläche des heutigen Gemeinschaftsgartens gehörte früher zu einer
    Baumschule. Dort wurden in den 1990ern Obstbäume gepflanzt. Später übernahm
    „Transition Trier e.V.“ die Fläche und pflanzte dort 2013 weitere Obstbäume, essbare
    Sträucher und erste Stauden. 2017 wurde der Gemeinschaftsgarten „SoLaWi
    Trier“ gegründet, der zunächst als Untergruppe des Transition Trier e.V. agierte und
    seit 2025 von einem eigenen gemeinnützigen Verein getragen wird. In den letzten
    Jahren ist ein strukturreicher, vielfältiger Gemeinschaftsgarten entstanden, der im
    Nahbereich der Stadt Trier nicht nur Möglichkeit zur Erholung bietet, sondern
    inzwischen auch Weiterbildungsaufgaben übernimmt. Der Garten soll eine
    klimaorientierte Weiterentwicklung erfahren, indem die bereits bestehenden sowie
    neu angelegte Teilbereiche mit Baumbestand zu einem Waldgarten erweitert werden
    sollen. Zu diesem Zweck ist eine für den Garten erhebliche Investition von 1000 Euro
    notwendig, um Bäume, Sträuc

    Wie groß ist die Gruppe, die regelmäßig im Gemeinschaftsgarten gärtnert? Wie groß ist die Kerngruppe, die den Garten organisiert?

    Das Garten- und Handwerksteam (Kerngruppe) besteht aus vier Personen. Diese werden von Praktikant*innen und freiwilligen Helfer*innen unterstützt. Der Gemeinschaftsgarten steht allen Interessierten offen, egal ob Vereinsmitglied oder nicht. Es ist schwierig zu sagen wie viele Menschen genau mitgärtnern, weil einige Personen regelmäßig und andere sporadisch vorbeikommen. Wir schätzen, dass 10-20 Menschen regelmäßig aktiv sind und ca. 30-40 unregelmäßig. Neben dem Gärtnern gibt es auch noch viele weitere Aufgaben, wie zum Beispiel die Arbeit im Vorstand, das in Stand halten von Strukturen, Sauber machen, Veranstaltungen organisieren, etc. Diese werden auch von Mitgliedern übernommen.

    Gibt es Fluktuation und wie erfahren Menschen von den Mitmachmöglichkeiten?

    Auf unserer Homepage steht, dass man gerne bei uns mitmachen kann. Neue Menschen rufen oft vorher an oder schreiben eine E-Mail. Dann verabreden wir uns mit Ihnen persönlich, zeigen Ihnen den Garten und laden die Person ein auf unseren E-Mailverteiler aufgenommen zu werden.

    Offene Mitmachtage werden per E-Mail kommuniziert und finden meist 1–2-mal die Woche statt, oft auch öfters.

    Es wurde an die Mitglieder kommuniziert, dass man telefonisch auch außerhalb der offenen Mitmachtage Aufgaben erfragen kann. Einige Mitglieder haben auch feste Aufgaben oder kennen sich selbst gut genug im Garten aus, sodass diese eigenständig arbeiten können.

    Über den Mailverteiler erreichen wir etwa 300 Personen, wobei es auch sein kann, dass nur eine Person aus einer Familie oder WG die E-Mail erhält, aber dann die Info weitergeben kann.

    Es gibt Fluktuation und es kommen auch regelmäßig neue Menschen dazu. Das Garten- und Handwerksteam fluktuiert im Kern nicht, aber es kann sein, dass Menschen temporär oder länger dazu stoßen und intensiv im Garten mitarbeiten und organisieren.

    Die Mitglieder-Fluktuation ist im Vergleich zu anderen Projekten (Erkenntniss über persönlichen Austausch mit anderen Projekten) jedoch relativ gering. Menschen steigen meist aus dem Projekt aus, wenn sie wegziehen (besonders Studierende) und kommen oft dazu, weil sie neu in der Stadt sind und gezielt nach einem solchen Projekt suchen.

    Wem gehört die Fläche, habt ihr einen Vertrag für die Nutzung(en) und wie war das mit der Pacht?

    Die Fläche gehört der Stadt Trier. Ursprünglich wurde die Fläche von unserem Trägerverein Transition Trier e.V. gepachtet, welcher sich aktuell auflöst. Seit diesem Jahr haben wir einen eigenen Verein. Wir stehen im Austausch mit der Stadt Trier und haben bereits die Zusage für die Übernahme der Pacht erhalten. Aktuell ist der neue Pachtvertrag bei der Sachbearbeiterin in Arbeit. Wir erwarten, dass wir ihn spätestens Anfang November unterschreiben können.

    Was passiert mit der Ernte?

    Bei uns im Verein unterscheiden wir zwischen ordentlichen und Fördermitgliedern. Alle ordentlichen Mitglieder bekommen wöchentlich eine Liste mit Infos darüber was aktuell geerntet werden kann. Es werden regelmäßig Führungen angeboten, in denen die Standorte der Pflanzen und Erntetechniken gezeigt werden. Einige Pflanzen werden auch von dem Gartenteam geerntet und dann den Mitgliedern zur Abholung hingestellt. Alle Menschen sind eingeladen im Garten zu naschen ????. Wenn wir Umweltbildungsprojekte anbieten, dann ernten wir auch immer etwas und bieten dies zur Verkostung an.

    Es gibt ca. 150 ordentliche Vereinsmitglieder. Diese ernten primär im Garten oder nutzen den Garten auch einfach als Erholungs- und Freizeitfläche, häufig mit ihren Kindern.

    Wer entscheidet wann, welche Pflanzen gekauft werden? Habt ihr da einen Übersicht über die Kosten der Wunschpflanzen oder wie geht da die Planung dann weiter?

    Eine erfahrene Gärtnerin aus dem Gartenteam hat bereits einen Vorschlag inklusive Kostenübersicht formuliert. Sobald die Finanzierung geklärt ist, wird die Wunschliste als TOP in der monatlichen Vorstandssitzung aufgenommen und abgestimmt. Wir werden auch eine Rundmail versenden, in denen Mitglieder noch Wünsche äußern können. Über die gärtnerische Umsetzbarkeit entscheidet dann das Gartenteam.

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  • Schwerte: Spatenstich für den Klimagarten

    Der Klimaarten ist Teil seiner Internationalen Gartenausstellung 2027

    Die Urbanisten organisierten in Kooperation mit dem Büro Förder Landschaftsarchitekten den Beteiligungsprozess für den Klimagarten Schwerte. In fünf Veranstaltungen konnten die Schwerter Bürger*innen ihre Ideen und Anliegen einbringen, die dann in einem Nutzungskonzept für den Klimagarten mündeten.
    […]
    „Wir wollen den Klimagarten hier als Bildungsort etablieren“, unterstrich Dimitrios Axourgos. „Umweltbildung ist uns ein besonderes Anliegen und zentraler Bestandteil des Projekts“. Jetzt entstehe u.a. ein Klimapavillon für Veranstaltungen und projektbezogenen Unterricht, der allen, vor allem aber den Schulen und KiTas in Schwerte zur Verfügung steht. Fünf Themengärten und ein Klimalehrpfad als Bildungsweg werden angelegt. Abgedeckt werden die Themenbereiche Umweltschutz, Klimaanpassung und Biodiversität. „Wir wollen theoretisches Wissen praktisch vermitteln und erfahrbar machen und einen attraktiven Ort zum Aufenthalt und Austausch schaffen“, so der Bürgermeister.

    Die Kosten für den Klimagarten belaufen sich auf 3,3 Millionen Euro, von denen drei Millionen Euro durch den Bund gefördert werden. Fertig sein soll der Klimagarten schon in einem Jahr, also deutlich vor dem Beginn der IGA. Die Stadt ist überzeugt, dass der Klimagarten davor, vor allem aber auch danach ein attraktiver Ort für Besucher*innen sein und bleiben wird.

    Klimagarten Schwerte (klimagarten-schwerte.de)

    Quelle: https://dieurbanisten.de/spatenstich-fuer-den-klimagarten-in-schwerte-wandhofen/
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  • Freising: Knollen und Co: Träger von drei Gärten, Streuobstwiese, Vereinshaus

    Knollen und Co gibt es seit 9 Jahren, gestartet mit einem Garten, um gemeinschaftlich gärtnern zu können. Dann wurde ihnen zwei private Grundstücke angeboten, eine Streuobstwiese und auch das Grundstück mit diversen Häuschen der Sudentendeutschen Landmannschaft. Sie haben alles genommen und nutzen die Grundstücke hauptsächlich gemeinschaftlich. Nur im Garten „Panama“ gibt es individuelle Beete. Hier grenzt ein Naturschutzgebiet an, die Pflanzen überwuchern sehr schnell auch den Garten immer wieder. Weiter hinten auf dem Gelände ist ein Weiher. Der Hauptansprechpartner fällt gerade aus, die anderen Gärtner*innen verstehen sich nicht als Gruppe, sie kümmern sich eher nur um ihre eigenen Beete.

    Der Auengarten ist der jüngeste Garten in der Trägerschaft (seit 2021). Hier gibt es vier große Beete und sie versuchen, Teile der 4-Felder Wirtschaft umzusetzen. In allen Gärten gibt es Gartenhäuschen für die Gerätschaften, Wasser (meist gibt es Brunnen, die geschlagen wurden), im Auengarten gibt es Solar. Auf der riesengroßen Streuobstwiese gibt es keine Gerätschaften oder andere Infrastruktur, sie schaffen es hier auch nicht, die Bäume abzuernten. Unklar ist hier die Versicherungslage, Träger ist wohl der Landschaftspflegeverband.

    Im Garten Cocgane gibt es Bienen, der Garten ist durch einen Weg zweigeteilt, hier wächst eine sehr große Vielfalt an Gemüse. Neulich ist der Garten mal ganz überschwemmt worden, das Wasser stand sehr hoch und hat alles unter sich begraben. Die meisten Pflanzen haben das überlebt. Es gibt eine Außenküche, doch seitdem der Verein das Haus der Sudentendeutschen mit voll ausgestatteter Küche nutzen kann, passiert hier viel weniger. Auch Gruppen nutzen den Garten, nächste Woche kommt eine Gruppe afrikanischer Frauen mit Kindern. Nebenan wird ein Gebäude saniert und soll Unterkunft für Geflüchtete werden, die dann hoffentlich den Garten mitnutzen. Bisher haben die Versuche, Geflüchtet einzubeziehen, nicht so gefruchtet, die Menschen haben andere Themen.

    Organisiert sind die Gärten üebr regelmäßige (Planungs)treffen und Gartentage vor Ort, zu denen auch immer Ansprechpartner*innen da sind.
    Die Vorstandsleute wünschen sich, dass aus jedem Garten eine Person mehr koordiniert und dann auch mit dem Vorstand kommuniziert, doch das klappt noch nicht gut.

    Noch sind die meisten Arbeiten auf wenigen Schultern, was beim Gründer Till zu Ermüdungserscheinungen führt, er ist nicht mehr zu motiviert.

    Sie haben letztes Jahr Umweltbildungsangebote mit externen Referent*innen angeboten, finanziert über die Postcode, dieses Jahr haben sie keine Förderung und machen das mit Bordmitteln.

    Wenn etwas in der Zeitung über sie steht, errreicht das hauptsächlich ältere Leute. Der Workshio „Klima und Boden“ stand im Lokalteil der SZ und es kamen auch üebr 80-jährige, die von anderen per Mail angemeldet wurden.

    Sie haben nun Kontakt zum Liegenschaftsamt, da sie damit liebäugeln, auch noch im Freisinger Norden eine Garten aufzubauen (da wohnt die eine Vorstandsfrau). Bisher haben sie diesen Kontakt noch gar nicht gehabt.

    Sie suchen eigentlich auch noch mehr Mitmacher*innen.
    Sehr bekannt und mit langer Warteliste ist ein Selbsternteprojekt eines Landwirts, was an einer vielbefahren Kreuzung liegt und somit sehr sichtbar ist.
    Mit dem IG am Schafhof haben sie nicht viel zu tun, sie wissen voneinander.

    Das GRunstück von dre Sudentendeutschen Landmannschaft können sie erstmal nutzen, es gehört wohl einer Stiftung und noch ist unklar, was damit passiert. Der bisherige Verein ist aus Altersgründen der Mitglieder da nun weg. Hier haben sie große Lagerflächen, einen Versammlungsort und ein Grundstück, auf dem auch gegärtnert werden kann. Das pflegt ein Vereinsmitglied.

    Sie suchen Gelder für die Vernetzungsarbeit/die Vorstandsarbeit/die Koordination. (mehr …)

  • Neuwied. ReThink legt Klimagarten an

    (Antrag und Antworten)

    So wurde bereits
    eine Online-Leihplattform für Alltagsgegenstände ins Leben gerufen, sowie Upcycling- und
    Nachhaltigkeits-Workshops durchgeführt. Weiterhin organisieren wir regelmäßige Repair Cafés und
    dorfweite Hof- und Gartenflohmärkte, und konnten dank einer früheren Förderung der anstiftung
    einen florierenden Gemeinschaftsgarten im Ortsteil Heimbach-Weis aufbauen.
    Nun wollen wir auf einem neu gepachteten Grundstück im Ortsteil Oberbieber einen Klimagarten
    anlegen, mit dem wir die Prinzipien der ökologischen Gartenarbeit vermitteln, auf die
    Auswirkungen des Klimawandels auf Mensch und Natur aufmerksam machen, und Wege für den
    Umgang mit selbigen aufzeigen wollen. Der Ort soll auch ein Treff-, Informations- und
    Erholungspunkt für die Menschen der Region sein.
    Die Arbeit am Klimagarten wurde bereits begonnen, doch ist noch viel Arbeit erforderlich, um aus
    dem neuen Grundstück einen naturnahen Arbeits- und Begegnungsort zu machen.
    Auf dem 2600m² umfassenden Grundstück (Hochstraße 68, 56566 Neuwied / Oberbieber) wurden
    bereits 1000m² zu einer insektenfreundlichen Blühwiese umgewandelt. Auf weiteren 1000m² wird
    der Neuwieder Klimagarten entstehen.
    Dieser Teil des Grundstücks wurde ordnungsgemäß von ReThink e.V. für eine Mindestlaufzeit von
    10 Jahren gepachtet, der Eigentümer erhebt jedoch als Unterstützung für das Projekt keinen
    Pachtzins. Die Kellerräume eines angrenzenden Wohnhauses können als Lagerfläche genutzt
    werden, ebenso kann von dort Strom und im Bedarfsfall Wasser bezogen werden. Das Regenwasser
    vom Hausdach kann für den Garten genutzt werden.
    Es hat sich bereits eine Gruppe von über 20 aktiven Helfer*innen gefunden, die mit Fortschreiten
    des Projekts sicher noch anwachsen wird.
    Anschließen kann sich jede*r Interessierte, um Versicherungsschutz und Haftung zu gewährleisten
    wird ein Beitritt zu ReThink e.V. empfohlen.
    Es gibt eine vereinsunabhängige Chatgruppe aller Helfer*innen für Planung und Koordination, in der
    auch gemeinsam Entscheidungen getroffen werden.
    Wir werden in unregelmäßigen Abständen Pressemitteilungen veröffentlichen, um über den
    Fortschritt des Projekts zu informieren und die Thematik der Klimawandelanpassung ins öffentliche
    Bewusstsein zu rücken. Bereits jetzt wird das Projekt von Stadtverwaltung und Politik mit großem
    Interesse wahrgenommen und verfolgt.
    Als primäre Maßnahmen müssen als Infrastruktur Wege angelegt und Wasserversorgung
    sichergestellt werden. Weiterhin entsteht ein kleiner Platz als Treff- und Diskussionsort.
    Parallel werden klima- und insektenfreundliche mehrjährige Stauden und Sträucher, sowie Bäume
    als Schattenspender und zur Stabilisierung des Erdbodens gesetzt. Ebenso werden mehrere
    (Hoch)beete für den Anbau von Obst und Gemüse angelegt, an deren Pflege sich Anwohner*innen,
    örtliche Vereine und die benachbarte Kindertagesstätte beteiligen wollen.
    Zur zusätzlichen Förderung der Biodiversität werden mehrere Benjeshecken angelegt.
    Während und nach der Anlage des Gartens werden wiederkehrende Workshops abgehalten, in
    denen die angewendeten Techniken und Prinzipien erklärt und praktisch demonstriert werden.
    Die Erträge des Gartens werden nach der Ernte unter allen Teilnehmer*innen kostenlos aufgeteilt.
    Eine Gewinnung von Saatgut für die kommende Saison ist geplant.
    Die laufenden Kosten des Projekts werden teils durch die Mitgliedsbeiträge und Spenden an
    ReThink e.V. finanziert. Gegebenenfalls werden weitere Fördergeber für zukünftige Teilprojekte
    hinzugezogen.

    • Was war vorher auf dem Grundstück?
      • Früher eine Gärtnerei, anschließend lag da Gelände über 20 Jahre brach. Der kleine Wald, der sich derweil gebildet hatte, musste vergangenes Jahr gerodet werden.
    • da Politik und Verwaltung das Projekt mit großem Interesse wahrnehmen, haben Sie dort schon nach Fördermöglichkeiten nachgefragt?
      Das haben wir. Fördermittel seitens der Stadt bestehen nicht, uns wurden jedoch ein paar öffentliche Förderprogramme empfohlen.
      Die meisten davon haben jedoch andere Schwerpunkte, eines würde jedoch konkrete ökologische Einzelprojekte, wie das Anlegen der Benjeshecke, fördern. Sollten wir ein passendes Teilprojekt haben, bei dem Geldmittel erforderlich sind, werden wir darauf zurückkommen.
    • Handelt es sich bei den beantragten Pflanzen und dem Saatgut um Gemüse, Obst und/oder Kräuter?
      Hauptsächlich mehrjährige, klimaresistente Pflanzen: Stauden, (Obst)sträucher, Obstbäume. Für die Beete werden wir auch „normales“ Obst und Gemüse setzen, auch eine Kräuterspirale ist vorgesehen. Im Vordergrund steht anfangs aber eine Auswahl resilienter, mehrjähriger Pflanzen, die einen echten Beitrag zur Biodiversität leisten.
    • Sollen Schilder und Infotafeln selber gebaut werden? Sind die 100 Euro Materialkosten?
      Die Informationen der Schilder, beispielsweise Erklärung des Begriffs „Klimagarten“, zur Wasserspeicherung etc., würden wir gerne wetterfest drucken lassen. Die werden dann auf selbstgebauten Holzschildern montiert. Diese Schilder werden in erster Linie aus Holzresten gebaut, so dass die 100€ für den professionellen Druck vorgesehen sind. 
    • 50 Euro für den Bau von Hochbeeten: haben Sie die anderen Materialien auf anderen Wegen bekommen? Wie viele Hochbeete sollen gebaut werden und wofür wollen sie die 50 Euro einsetzen?
      Wir haben bereits viel Material wie Paletten, Folie und mehr aus verschiedensten Quellen bekommen.
      Die 50€ sind für Schrauben, Winkel und Verstrebungen angesetzt. 
      Zu Beginn werden lediglich 3 Hochbeete gebaut, die übrigen Starter-Beete werden ebenerdig angelegt.  
    • Wie viele Beete für den Anbau essbarer Pflanzen wird es geben?
      Wir starten mit den erwähnten 3 Hochbeeten, hinzu kommen 5-6 ebenerdige Beete.
      Wenn sich mehr Interessierte für die Gartenarbeit und die Pflege der Beete finden, haben wir ausreichend Flächen eingeplant um diese zu erweitern.

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  • Stuttgart: Kleine Wildnis als Klimaaktion

    (Besuch)
    In Stuttgart Hedefingen gibt es eine kleine Gruppe, die sich für die essbare Region Stuttgart einsetz. Bisland zu viert, nun zu sechst (da es wohl 2 Stellen geben wird). Es gibt ein paar kleine Beete, die von Nachbar*innen gepflegt werden. An der Kirche mussten sie ein wenig zurück rudern, da sie ungefragt einen kleinen Obstbaum gepflanzt hatten auf einer angrenzenden Fläche (neben dem Beet) und die Kirchengemeinde nun skeptisch ist.
    Sie haben 4 große verwilderte Gärten übernommen, in einem wird richtig viel angebaut, die anderen haben Obstbäume und Beeren und an manchen kleinen Stellen auch Gemüse. Sie zahlen Pacht und sind Teil der Kleingartenvereinsstruktur und darüber versichtert. Die Verträge haben sie privat abgeschlossen, einen Träger nutzen sie nur für Anträge.In einem steht eine Jurte, es gibt es (edle) selbstgebaute Komposttoilette, Lauben mit Werkzeug und vieles mehr. In einem der Gärten sind drei Bäume gepflanzt für verstorbene Menschen oder Gruppen. Eine Kurdin (bei der Gedenkfeier kamen über 50 Leute und der Baum wird immer mal wieder besucht), für eine Transperson, die sich wegen Diskriminiserungen verbrannt hat (bei der Feier kam niemand aus der Transcommunity) und für die Gruppe nigerianischer Widerstandkämpfer gegen die Umweltkatastophe im Delta, die (länger her) gehängt wurden.

    Flächen für die Beete (außerhalb der Gärten) zu bekommen, was recht schwierig. Das Friedhofs/Garten/Forstenamt hat immer abgelehnt. Die Gruppe ging über den Bezirksausschuss und dann ging es. Inzwischen gibt es auch einen Stadtbeschluss (?) dass Stuttgart essbare Stadt werden soll und dafür ist Geld eingestellt, das u.a. für 2 Stellen für die Aktiven und 1 Stelle im Amt gewidment ist. Noch ist das Geld nicht da.

    Die Gruppe ist klein, aber dedicated. Sie verstehen ihr Engagement als absolut notwendig in Abgesicht der Klimakrise. Ein Bildungsprojekt, ein Projekt, das vernetzt und Bezüge herstellt. Sie haben ein eigenes Logo entwickelt und verschenken alles, was geerntet wird, auch den Saft und die Marmelade, die aus dem Obst gemacht wird. Sie wollen, dass es in jedem Stadtteil ein essbares Projekt gibt.

    Sie verstehen ihre Gärten als Stadtteilgärtnerei, die Pflanzen für all die essbaren Inseln in Hedelfingen züchtet und dann abgbt.

    Sie sind gut vernetzt mit den anderen Gärten in Stuttgart und recht unzufrieden mit der kommunalen Anlaufstelle. Diese empfinden sie als sehr schwach, die machen nur das mit den Anträgen und 2x p.a. eine Austauchrunde. Keine Workshops o.ä., es geht nix weiter voran. Sie zucken auch immer mit den Achseln, wenn die Gärten Unterstützung bei der Verhandlung mit anderen Ämtern wollen (denen die Flächen gehören). Die Kleine Wildnis Gruppe wird immer wieder auf die Ansprechpartnerinnen verwiesen, die dann aber nicht weiter helfen.

    Sie wollen einen Humusworkshop für das Netzwerk machen, haben schon alles organisiert, wollen einen gemeinsamen Kompostplatz für die Gärten anlegen. Die Stadt macht das nicht, doch fördern wollen sie diese Initiative auch nicht. Bei uns wollen sie das nicht beantragen, da sie das nicht zielführend finden, das NICHT über die Fördermittel der Stadt laufen zu lassen.

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  • Potsdam: Klimagarten Wendeschleife wächst

    (Antrag, ANtworten)

    Die Pflege und Bepflanzung der Beete des Gemeinschaftsgartens wird von Beetpat*innen (27 Personen inklusive Angehörige), dem Team Wendeschleife und weiteren Interessierten übernommen. Die Beetpat*innen stimmen sich regelmäßig mit dem Projektteam ab und übernehmen teilweise auch die Betreuung des wöchentlichen offenen Gärtnerns sowie die Gestaltung von Workshops.Das Team Wendeschleife besteht aus Norbert Fadtke (Bundesfreiwilligendienst), Henrike Wieck (Bundesfreiwilligendienst), 2 Ehrenamtlerinnen und mir (Francie Großhennig, Umweltlotsin des oskar.Begegnungszentrum). Im Projekt Wendeschleife legen wir besonderen Wert auf die soziale Integration und lokale Vernetzung, auf Umweltbildung und Qualität des Lebensumfelds sowie Nachbarschaftliches Engagement und Beteiligung. Um die Projektziele zu erreichen, stellen wir in unserer Arbeit folgende Bereiche in den Mittelpunkt:

    èÖkologisches Gärtnern (z.B. offenes Gärtnern am Mittwoch)

    èStadtgrün und Stadtnatur, Multifunktionale Grünflächen (z.B. Garten offen für alle, kein Zaun)

    èGemeinschaft, Wertschätzung und Gestaltung des Wohnumfeldes, Freizeit im Freien, Identifikation mit dem Lebensumfeld, Zeit im Freien (z.B. Pflanzaktionen, offener Kaffeeklatsch)

    èFörderung von umweltbewusster Ernährung (z.B. Klimakochen)

    èSelbermachen, Unverpackt, Reparieren statt Wegwerfen, Mülltrennung/-vermeidung, Teilen oder Leihen statt neu kaufen(z.B. Handarbeitscafé, Saatgut- und Pflanzentausch)

    èNachhaltige Mobilität, Leitungs-/Trinkwasser und Grauwasser (z.B. Verleih von Lastenrad)

    èNaturpädagogische Umweltbildungsangebote (z.B. Schul-AG „Die Welt ist mein Garten“)

    Eine unschätzbare Unterstützung für die Mitarbeiter*innen und Beetpat*innen stellt gerade bei der Umsetzung von Festen das Netzwerk engagierter ehrenamtlicher Helfer*innen dar.

    Das Begegnungszentrum oskar. wird durch die Landeshauptstadt Potsdam gefördert. Im Rahmen dieser Förderung sind Kosten für die hier beschriebenen Vorhaben nicht vorgesehen.

    2      Vorhaben

    Wir würden gern die folgenden beiden Vorhaben für unser Projekt Wendeschleife fördern lassen:

    1. Naturpädagogik: Der verbindende Grundgedanke der geplanten Aktivitäten dieses Vorhabens ist der Aufbau eines für die Zielgruppe interessanten naturpädagogischen Angebotes in Form von Exkursionen, Experimenten und Workshops. Durch diese thematische Erweiterung der Wendeschleife soll die Reichweite im Stadtquartier gesteigert und die Gesamtthematik Naturschutz/Umweltschutz/Nachhaltigkeit besser vermittelt werden.

    2. Schutz: Als weiteres wesentliches Vorhaben planen wir den Schutz der Beetpatenpflanzungen durch dafür sinnvolle Maßnahmen, um zum einen hier mehr Nachhaltigkeit für das Geschaffene als auch Würdigung der Mitarbeit durch Schutz vor Verunreinigungen zu gewährleisten.

    Der Projektzeitraum ist für Mai bis Ende des Jahres 2024 vorgesehen. Die Einweihung der einzelnen Projektsegmente erfolgt fortlaufend. Im Einzelnen würden wir gern die folgenden Maßnahmen fördern lassen:

    ·        Naturpädagogisches Material: Für die Einrichtung eines mobilen grünen Klassenzimmers möchten wir die notwendigen Materialien (z.B. Exkursionsbox Natur/ Wildbienenzucht) anschaffen.

    ·        Walderdbeeren Schau- und Nutzgarten: Wir möchten einen bisher unbepflanzten eher schattigen Standort auf dem Essbaren Innenhof erobern. Walderdbeeren und Waldmeister würden wunderbar zu dem dort bereits befindlichen Minzgarten passen.

    ·        Färberpflanzen + Equipment: Um ein weiteres spannendes Feld der historischen Pflanzenverwendung in unseren Gemeinschaftsgarten zu holen, würden wir gern ein Beet mit Färberpflanzen anlegen und diese für Workshops nutzen.

    • Wie viele Menschen sind denn inzwischen im Garten aktiv und hat sich an der Anzahl der Beete was geändert?
      • Wir haben 17 Hochbeete plus 12 Flachbeete. Mit den Hochbeeten erreichen wir etwa 30 Personen (eingetragene/r Beetpat*in plus Familie/Partner*in). Außerdem gibt es Spontangärtner*innen und Terrassenaufräumer*innen die häufig ungesehen aktiv sind bzw. beim offenen Gärtnern in den Gemeinschaftsbeeten mitarbeiten.
    • Erreicht ihr mit dem Garten auch Migrant*innen/Geflüchtete?
      • Circa ein Drittel der Beetpat*innen haben einen Migrations- bzw. Fluchthintergrund.
    • Wo soll das Färberbeet hin? Ihr hattet ja nicht mehr viel Platz auf der Fläche? Wer würde sich darum kümmern? Was und wie viele Workshops plant ihr? Wo würden diese stattfinden?
      • Für das Färberbeet soll eins der 3 großen Blumenbeete aufgelöst und auf die anderen beiden umverteilt werden. Darum kümmern würde sich unsere Bundesfreiwillige, ein Mitarbeiter aus der Fahrradwerkstatt der USE, eine an dem Thema interessierte Beetpatin und ich. Die Workshops würden je nachdem was gemacht wird im Garten oder in der Stadtteilküche im oskar.Begegnungszentrum etwa einmal im Monat stattfinden.
    • Was ist mit „Aufbau für die Beete zum Schutz“ gemeint? Welche Materialien sind gemeint? Wer würde hier bauen?
      • Auf eurer Internetseite gibt es bei „Umgang mit Vanadalismus“ ein Bild von einem Hochbeet welches einen abschließbaren Kasten aufgesetzt hat. Für den Bau von 5 Aufbauten bräuchten wir: Holzlatten, Sechseckdrahtgeflecht, Holzschrauben, Überfälle mit Öse, Winkelverbinder und Schlösser.Gebaut würden diese von den Beetpat*innen an den betreffenden Beeten mit der Unterstützung des Team Wendeschleife, evt. kann ich noch jemanden aus der Fahrradwerkstatt begeistern. 
    • Wie hat sich der essbare Innenhof weiterentwickelt? Gibt es da auch eine Gruppe, die sich kümmert?
      • Die Gruppe im essbaren Innenhof besteht aktuell leider nur aus 3 interessieren Anwohner*innen. Aber dafür wächst und gedeiht alles vorhandene prächtig. Und in der Erntesaison/ wärmere Jahreszeit konnten wir beobachten, dass die Beeren und die Minze von Anwohner*innen geerntet werden und auch die Kinder zum Naschen verleiten.
    • Könnt ihr die Infotafeln nicht mit vorhandenen/gebrauchten/Restmaterialien bauen, die bei euren anderen Aktivitäten im Oskar anfallen/eh da sind?
      • Ja, das können wir versuchen.

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  • Potsdam: Klimagarten ist hauptsächlich soziales Projekt

    (Projektbesuch)
    Der Klimagarten Wendeschleife ist auf der Fläche ehemaliger Trambahngleise entstanden. Hier war die Wendeschleife. Der Garten gehört zu dem Nachbarschafts/Begegnungszentrum Oskar und liegt in Potsdam-Drewitz.
    Menschen, die hier gärtnern, haben eher wenig Geld. Es gibt eine angestellte Koordinatorin und zwei Bufti-Stellen. Eine dieser Stellen hat ein Mann inne, der vorher ehrenamtlich im Garten dabei war. Er macht alle handwerklichen/baulichen Arbeiten, ist präsent und der Garten ist für ihn wie ein Zuhause. Was passiert, wenn diese Stelle bald ausläuft, ist unklar. Es gibt individuelle Beete, einen Bauwagen mit Terasse, Kompost und Sitzmöglichkeiten. Der Garten ist ganz offen, Vandalismus gab es bisher gar nicht. Ab und an wird Müll liegen gelassen. Eine Beobachtung: wenn es frische Harkenspuren gibt, wird kein Müll liegen gelassen. Wenn klar ist, dass sich jemand kümmert. Der Garten ist ein Projekt, was von der Wohnungsbaugesellschaft gefördert wird. In der Schule, in der der Träger seine Räume hat, gibt es auch ein Repair Café und eine Kiezküche. Beeren, die im Garten geerntet werden, werden dort zum Kuchen gebacken.
    Wir haben u.a. ein Tauchregal gefördert. Dieses ist zu einer Tauschterasse geworden, die Teil des Bauwagens im Garten ist. Das Tauschen bzw Nehmen von Dingen, wird gut angenommen, vor allen Dingen Spielzeug. Es gibt auch Kaffeetrinken und gemeinsam Blumeschmuck basteln o.ä.
    Für die Beete gibt es eine Warteliste.
    Warum der Garten Klimagarten heißt, wusste bei meinem Besuch niemand. Gemutmaßt wurde, dass das an einer Förderung hing. (mehr …)