Schlagwort: Kochen in Gärten

  • Hamburg: nach wie vor wird im Gartendeck wöchentlich gekocht

    (Besuch)

    Das Gartendeck ist vor ein paar Jahren umgezogen und auf einer Fläche, auf der sie uím Boden gärtnern können. Mit den alten Bäckerkisten vom Pardeck haben sie einen Zaun zwischen ihrer Fläche und dem Hundeplatz gebaut, der direkt angrenzt. Den Garten umgibt ein Zaun, was den Ernteklau eindämmt. Es gibt nicht sehr viele Beete, sie haben aber ein großes Gewächshaus, in dem derzeit vor allen Dingen ganz viel Zeug gelagert wird und einen offenen, überdachten Bereich mit bisher eher kleinen Outdoor-Küche. Das wollen sie ausbauen. Sie kochen nach wie vor jede Woche.
    Es sind auch noch Menschen dabei, die ganz von Anfang an dabei waren. Manche gärtnern nicht, wie Gunnar, der mit Carsten zusammen Bienenexperte ist und unterschiedliche Bienenbehausungen im Garten baut und betreut.
    Vernetzung mit anderen Gärten läuft nur wenig derzeit.
    Auf dem Parkdeck ist noch immer nix passiert. An sich fühlen sie sich auf der neuen Fläche sehr wohl. Doch da vertraglich geregelt ist, dass sie nach den Bauarbeiten wieder aufs Dach können, wollen sie das zumindest weiterhin fordern. Ob sie das dann machen oder was sie da dann machen, wird sich zeigen.

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  • Hamburg: Obstbaumschnitt und Zusammenkunft im Winter

    (Sachbericht)

    Wir haben in einen tollen Baum- und Gehölzschnittworkshop abhalten können, der mit 22
    Teilnehmer*innen sehr gut besucht war. Wir haben die Werbung für den Workshop lediglich
    intern über unseren Newsletter geschickt und haben eigentlich mit weniger Leuten
    gerechnet. Aber das Thema hat wohl einen Nerv getroffen und so kamen trotz Kälte am
    03.Februar so viele Menschen zusammen. Unsere Workshopleitung hatte sich noch
    Unterstützung mitgebracht und so konnten auch wirklich alle einmal selbst Hand anlegen.
    Ohne die Sägen, Astscheren und die Axt wäre das nicht möglich gewesen. Es ist durchweg
    gut gelaufen, ein Glück hatte die Kochgruppe genügend Essen gekocht, so konnten wir alle
    Teilnehmenden auch noch mit Suppe versorgen. Die Werkzeuge sind nun in unserer
    Werkstatt untergebracht. Nach einer kleinen Einweisungen können sich alle Gärtner*innen
    die Werkzeuge ausleihen. Im Anhang findet ihr Fotos des Workshops.

    Die zweite Förderung von der anstiftung haben wir für unsere Winter- und
    Frühlingskochreihe „Kochen am offenen Feuer“ erhalten. Mit unserem neuen Dreibein und
    den passenden Töpfen haben wir die Samstage am Feuer verbracht. Die Idee eines
    Angebotes, dass auch im eher leeren Gartenwinter einen Ort zum Zusammenkommen
    bietet, ist gut angekommen. Da wir eine gelernte Köchin als Anleitung hatten, haben einige
    das Angebot auch genutzt um sich den einen oder andren Kochtrick abzuschauen. Das
    Angebot war gut besucht, je nach Wetter hätten es aber auch noch mehr Teilnehmende sein
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  • Berlin: Satellit-Garten entsteht

    (ANtrag, ANtworten)

    Der SATELLIT ist eine Gast-Stätte, in der sich vielfältige Personen, Ideen und Geschichten
    versammeln. Gemeinsam mit der Nachbarschaft, mit Künstler*innen und Kreativen
    begegnen wir seit drei Jahren lokal, selbstorganisiert und mit künstlerischen Mitteln den
    sozialen und klimatischen Herausforderungen unserer Zeit. Wie können wir das Leben in
    der Großstadt, in Friedrichshain-West, im Barnimkiez besser und solidarischer machen?
    Der SATELLiT verbindet verschiedene künstlerische Arbeitsweisen und Forschungen und
    begünstigt kollaborative Zusammenarbeiten, aber bietet auch ein freies Neben- und
    Nacheinander. Wir machen Geschichten, lokales Wissen und die dazu passenden Gerichte
    sichtbar. In Workshops, Vorträgen und Aktionen lernen wir Neues und Altes.
    2024 werden im SATELLIT die bisher etablierten Kulturformate noch stärker
    zusammengebracht und miteinander in Beziehung gesetzt, um gemeinwohlorientierte
    Nutzungsansätze und Kooperationen noch stärker zu testen.
    Neben kollektiven Kochformaten geht es dabei vor allem um die Wiederentdeckung und
    Pflege von unterforderten Nachbarschaftsräumen- und Praktiken. In diesem Rahmen
    möchten wir einen Gemeinschaftsgarten aufbauen, der aus folgenden Teilen besteht:
    – 1. der kleine Weinberg, der als Spur der Geschichte der Weinstraße vor vielen Jahren von
    der WBM in Kooperation mit einer TU Forschungsgruppe angelegt wurde und seit langem
    nicht mehr richtig gepflegt wurde. In den vergangenen beiden Jahren haben wir im Rahmen
    von Oral-History-Koch-Workshops mit Weinblättern begonnen, den Weinhang zu aktivieren.
    – 2. die große SATELLIT-Terrasse ,auf der wir Hochbeete anlegen möchten, die dann auch
    als Ressourcen für Kochaktionen dienen können
    – 3. die Grünflächen vor der Terrasse, die jetzt von Wildpflanzen und Unkraut bewuchert
    werden.
    Das Anlegen und Pflegen dieser Grünflächen möchten wir umsetzen mit: Fachleuten,
    Künstler*innen, die wir im Rahmen von Projektformaten einladen; mit den verschiedenen
    Gruppen, die sich im SATELLIT treffen, von den Kindern und Erwachsenen, die den
    Mistechko-Club (russisch-ukrainisches Sprachcafé) besuchen, über die Teilnehmenden der
    Line-Dance-Kurse bis hin zur Nachbarschaft und den Vereinsmitgliedern des Vereins
    Satellit/Mitkunstzentrale e.V

    Ist „Satellit“ eine Zwischennutzung? Wer ist Vermieter/Verpächter und was für einen Art Vertrag habt ihr? Müsst ihr Miete/Pacht zahlen?

    Wir haben einen 5jährigen Gewerbemietvertrag mit der WBM, der noch bis Ende 2025 läuft und dann hoffentlich verlängert wird. Wir zahlen eine vergünstigte “Kulturmiete”.

    Gehören der Weinberg und die verwilderte Fläche, die ihr gegärtnert wollt dazu oder gehärt die wem anders? Ist die Nutzung der Flächen befristet?

    Die Grünflächen gehören nicht zur Mietsache aber ebenfalls zur WBM, die uns erlauben, uns um die Flächen zu kümmern.

    Wie groß ist die Gruppe, die gärtnern möchte? 

    Kerngruppe = 5 Personen + Communityaufbau von Freiwilligen aus der Nachbarschaft und SATELLIT Gäste (u.a. möchten wir auch die Ukrainische Kindern (und Erwachsenen) die Mistecko Initiative besuchen damit involvieren)

    Wie macht ihr auf das Gartenprojekt und die Möglichkeit, mit zu gärtnern, aufmerksam?

    u.a. Aushang an unserer Infowand am Weg / Ankündigung regelmässig in unserem monatlichen Newsletter / Instagram / nebenan.de (über STZ Friedrichshain)

    Wer baut die Hochbeete und wie viele können da mitbauen?

    In eine offene Werkstattaktion bauen wir es mit 2 Handwerker*innen aus der Mitkunstzentrale. Mitbauen können 4-8 Personen, je nach Einsatzdauer. Dazu laden wir die Nachbarnschaft mitzumachen.

    Wer kümmert sich dann um die Hochbeete? Sollen die gemeinschaftlich begärtnert werden oder soll es Patenschaften geben z.B.? 

    Patenschaften, die von uns zentral koordiniert werden, sowie Workshops und Treffen, die bei SATELLIT stattfinden

    Ist die Terrasse immer zugänglich/können die Gärtner*innen auch an die Beete, wenn Satellit nicht auf hat?

    Ja.

    Wie groß ist die Grünfläche, was soll auf der Grünfläche genau passieren? Wollt ihr hier Gemüse anbauen?

    Grünfläche “Weinberg”: ca. 25qm Fläche. Hier steht die Pflege und Nachverdichtung des Weins im Vordergrund + eine Transformation und Ergänzung im Sinne von Vielfalt und Permakultur mit anderen Nutz- und Wildpflanzen, je nach Know-How, das ehrenamtlich eingebracht wird.

    Was ist ein Bewässerungscomputer und wie teuer ist dieser? 

    Da der SATELLIT nicht regelmessig offen und betreut ist, haben wir vor ein automatisches Bewesserungssystem einzubauen. Gerade sind wir dabei ob wir Regenwasser sammeln können oder Leitungswasser benutzen müssen. 

    Das Bewässerungssystem wird von unserem Kollegen von der Mitkunstzentrale aus dem Haus der Materialisierung mit Arduino System programmiert. Wir sind gerade im Gespräche und gestalten ein Projekt die (wenn möglich) auf gesammelten Regenwasser basiert ist.

    Die Kosten die wir bisher geschätzt haben sind die im Antrag. Da wir noch am planen sind können natürlich aber etwas schwanken

    Wo werden die Gartengeräte untergebracht und haben alle da jederzeit Zugang zu?

    Lager der Gartengeräte entweder im EG-Keller im Hinterhof oder in einem Schrank im Flur direkt an der Terrasse. Ist mit Schlüssel zugänglich. Schlüssel wird in einem Kästchen mit Zahlencode auf der Terrasse angebracht.

    Wo soll die Rampe hin und könnt ihr diese selber bauen? Was für eine Rampe wäre das?

    Schon lange hatten wir vor eine Rampe zu bauen die zur Terasse führt. Dafür haben wir Zwei Projekte: 

    – eine Platte zu bauen die auf die Treppe (½ der Breite) liegt und um die Ecke läuft. 

    – eine etwas längere Rampe bis zur Terrasse Ecke.

    Wir würden es selber Bauen mit hilfe von Kollegen von der Mitkunstzentrale und Materialien vom HDM. Leider haben wir bisher nicht geschafft es im Stand zu bringen.

    Was ist mit Abdeckung/Sonnenschutz gemeint?

    Die Terrasse ist im Hochsommer sehr stark sonnenbestrahlt. Wir haben ein großes Sonnensegel, das nur ca ⅓ der Terrasse überdeckt. Hier möchten wir eine wetterfeste Konstruktion bauen.


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  • Worms: Feuerstelle im Gemeinschaftsgarten bringt Menschen zusammen

    (Sachbericht)
    die Feuerstelle mit einem großen Dreibeingrill zu ergänzen. Auch größere Gruppen haben nun kontinuierlich die Möglichkeit, an der Feuerstelle zu grillen. Seien es die Würste des lokalen Metzgers oder das selbstangebaute Gemüse und zum Zuckerfest selbstverständlich Lamm. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass dadurch die sozialen Aktivitäten im Freien gefördert werden. Es bietet den Menschen die Möglichkeit, sich um das Feuer zu versammeln, Geschichten zu teilen
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  • Otterndorf: Garten der Hoffung

    (Projektbericht)

    Im Jahr 2022 begann unsere Saison bereits im Januar mit einer größeren Aktion, noch die letzten Bestandteile des von den Vorbesitzern eingegrabenen Mülls zu beseitigen und im Februar mit Reparaturarbeiten auf Grund von Sturmschäden. Anfang März machten wir uns dann an die Vorbereitung der Beete, Ende April die übliche Einsaat (Kartoffeln, Karotten, Rote Bete, Porree, Zwiebeln, Mangold, Bohnen, Erbsen, Kohlrabi, Zucchini, Kürbis). All diese Aktionen wurden von unserer Kerngruppe (8 Menschen mit deutschem Pass, eine Frau aus Pakistan und 1 Familie aus dem Iran) durchgeführt. Im März und April war z.T. sehr schönes Wetter, so dass zum Kaffeetrinken auch andere dazukamen (zwei afghanische Familien, die länger nicht da gewesen waren; eine syrische Familie, die inzwischen leider wieder weggezogen ist und die irakischen Kinder mit ihrer Patin).

    Natürlich fühlten wir uns von dem russischen Einmarsch in der Ukraine betroffen, und einige von uns haben an der Mahnwache im benachbarten Ort teilgenommen. In der Folgezeit hatten wir auch die mittlerweile angekommenen ukrainischen Geflüchteten in den Garten eingeladen. Diese haben sich jedoch hier in der Region eigenständig organisiert und suchen keine weiteren Verbindungen.

    Das im letzten Jahr angelegte Kräuterbeet hat sich gut etabliert. Am 1. Mai haben wir mit frischem Bärlauch und diversen getrockneten Kräutern einen Stand auf dem Otterndorfer Bauernmarkt gemacht, der allerdings leider nicht so gut frequentiert wurde.

    Die wichtigste Neuerung in diesem Jahr ist das Foliengewächshaus, in dem wir mit den zu Hause vorgezogene Gurken- und Tomatenpflanzen in diesem Jahr endlich einmal eine gute Ernte hatten. Die Himbeer-, Joster- und Johannisbeersträucher konnten wir mit dem Stiftungsgeld durch 4 neue Heidelbeersträucher ergänzen, die alle gut angewachsen sind.

    Zu den beiden internationalen Cafés im Mai und Anfang Juli kamen diverse lange bekannte Familien von Geflüchteten, die sich mittlerweile in Deutschland mit fester Beschäftigung und Auto gut etabliert haben: die befreundete kurdische Familie aus Buxtehude, eine syrische Familie und 3 afghanische Familien. Bemerkenswert ist bei allen, dass die Kinder durchweg sehr gute Schulleistungen zeigen – zwei ältere Söhne einer afghanischen Familie haben wegen ihrer sehr guten Abschlusszeugnisse inzwischen besonders begehrte Lehrstellen bei einer Bank und in einer Stadt-Verwaltung bekommen.

    Ab Juli haben wir unseren Plan umgesetzt, regelmäßig im Garten zu kochen. Bis Anfang Oktober kam fast jeden Samstag der neue große Suppentopf oder unsere große Pfanne zum Einsatz. Mit wechselnder Verantwortung wurde gemeinsam geschnippelt und gebrutzelt, bis sich dann um 13 Uhr zwischen 10 und 18 Personen zum Essen einfanden. Auch die Wespen, die sich in der Zwischendecke ein Nest gebaut haben und um den Kochtopf schwirrten, wenn wir wegen Regen im Haus gekocht haben, konnten weder die Erwachsenen noch die Kinder schrecken. Die für den Notfall bereitgelegten Zwiebeln kamen gar nicht zum Einsatz.

    In der Sommerzeit sind auch zwei neue Interessierte hinzugekommen, die kontinuierlich dabei geblieben sind: eine Kolumbianerin mit ihrem (jugendlichen) Sohn, die beide großes Interesse an Gartenarbeit zeigen und eine Kurdin mit ihren zwei kleinen Kindern, die sich gleich mit dem iranischen Mädchen angefreundet haben, so dass wir jetzt auch eine „Stamm-Kindergruppe“ im Garten aufweisen können.

    Neu ist das Interesse an Kinder-/Jugendlichen-Geburtstagsfeiern. Zunächst wünschten sich 2 Jugendliche aus einer der afghanischen Familien „endlich mal eine Geburtstagsfeier“, die wir mit mehrstöckiger Torte, Girlande und Singen im Garten veranstalteten. Das iranische Mädchen ergriff dann eigenständig die Initiative, zu ihren 4. Geburtstag noch weiteren Gäste einzuladen, nämlich Freundinnen aus dem Kindergarten mit ihren Müttern, die vorher noch nie im Garten gewesen waren). Dem iranischen Jungen, der am 24.12. 15 Jahre alt geworden ist, haben wir versprochen, seine Geburtstagsfeier in diesem Sommer nachzuholen.

    Individuelle Förderung in deutscher Sprache fand wieder das ganze Jahr über statt. Im September konnte der Verein für die sonst mit ihren Sprachkursen immer nur unentgeltlich tätige Mitstreiterin für einen Frauen-Anfängerinnen-Sprachkurs Geld von der Samtgemeinde bekommen.

    Im Herbst kam es an mehreren Samstagen dann wieder zur Apfel- und Birnenernte, die dieses Jahr extrem reichhaltig ausfiel. Da wir im Frühjahr noch einmal einen Fachmenschen für Baumschnitt und Versorgung der Obstbäume hinzugezogen hatten, gab es in diesem Jahr fast keine Schadstellen an den Äpfeln. An der Apfel- und Birnenernte nahmen viele Leute teil, auch eine deutsche Frau kam neu dazu, die sich von nun an sporadisch an Garten-Aktionen beteiligen will. Die großen Mengen an Obst konnten wir nicht alle verarbeiten, deshalb haben wir sie zu einer Apfelsaftpresse gebracht, was uns ca. 350 l Apfelsaft beschert hat, von dem wir noch das ganze nächste Jahr etwas haben werden.

    Auch dieses Jahr war geprägt von der Sorge um die Familien in den Herkunftsländern. Seit dem 19. November stehen die selbstverwalteten Gebiete in Nord-Syrien und Nord-Irak (Rojava, Maxmur, Sengal) unter Dauer-Beschuss; die brutale Reaktion des iranischen Regimes auf die Demonstrationen; und die katastrophale Hungersnot in Afghanistan sowie der Ausschluss der Frauen dort aus jeglicher Öffentlichkeit lässt die betroffenen Familien schlecht schlafen und nicht zur Ruhe kommen. Wegen des fehlenden Einspruchs der deutschen Regierung bezüglich des türkischen Angriffs haben wir eine Mahnwache vor dem Kreisbüro der Grünen in Cuxhaven mit organisiert. Ansonsten macht uns der Krieg in der Ukraine und all diese anderen Ereignisse sprachlos und hilflos.

    Das multikulturelle Initiativen-Treff Hadler Forum besteht weiter wie im letzten Jahr. Da die Einschränkungen wegen Corona langsam wegfallen, wollen wir im nächsten Jahr überlegen, neben der Beratung noch mehr Gesprächskreise zu initiieren. Mit den Mitgliedern des Kleingartenvereins haben sich einige zaghafte Berührungspunkte ergeben: bei einer gemeinsamen Aktion zur Befestigung der Wege oder bei der Teilnahme von 2 Mitgliedern unserer Gruppe an einem Skatturnier. Da es inzwischen in der Kleingartenkolonie auch junge Familien gibt, wollen wir versuchen Kontakte zu „unseren“ Geflüchteten-Familien herzu­stellen.

    Nicht alles, was wir uns ausdenken, können wir umsetzen, uns fehlen neue Mitstreiter und Mitstreiterinnen. Die Gartenarbeit wird für einige aus unserer Gruppe altersbedingt immer beschwerlicher, und es kamen im letzten Jahr im Umfeld Krankheiten und Todesfälle hinzu, die den einen oder die andere zeitweise von Aktivitäten abgehalten haben. Es gab aber auch ein sehr schönes Ereignis: die iranische Familie hat im Oktober gleich doppelten Zuwachs bekommen, und wir freuen uns schon darauf, die Zwillings-Babys im Frühling im Garten zu begrüßen.

    Ausblick

    Für 2023 planen wir zunächst ein größeres Frauenfest zum internationalen Frauentag am 8. März. Dies soll uns auch dazu dienen, neue Interessierte für den Garten zu gewinnen. Die Broschüre über 6 Jahre Gemeinschaftsgarten soll bis dahin fertig sein.

    Im Garten wollen wir uns schwerpunktmäßig mit der Verbesserung der Bodenqualität beschäftigen. Das Pflanzhaus wird wieder mit Tomaten- und Gurkenpflanzen bestückt, die wir zu Hause vorziehen. Den Gemüsegarten werden wir etwas weniger vielfältig gestalten, um Arbeit zu reduzieren. Die Kräuter werden wir weiter pflegen, trocknen und verarbeiten. Möglichst werden wir noch einmal eine Fachfrau dazu einladen. Ansonsten soll alles so bleiben, wie es ist: 1. Mai, Zuckerfest, Erntefest; Deutschkurse, Kaffeetrinken, Mittagessen kochen, Kinder­spielen … ein schönes, buntes Jahr 2023.


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  • Backen und Mahlen im Himmelbeet

    (gu, rss)

    Wir werden regionaler und bieten euch ab sofort gemeinsam mit der Erntekammer regionales Getreide von Bio-Höfen aus Brandenburg an. Das Getreide könnt Ihr bei uns in einer Getreidemühle zu Schrot oder Vollkornmehl weiterverarbeiten. Bitte denkt daran, euch eine geeignete Verpackung für das Mehl mitzubringen!

    Roggen und Weizen gibt es für 2€/kg
    Dinkel kostet 3€/kg.

    Wir sehen uns dann wie immer zum Wochende: Freitag ist Backtag im himmelbeet.


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  • Interkulturelles Gärtnern und Schmausen im IG Benediktbeuern

    (Gu aus alerts)

    […]
    Interkulturelles Gärtnern und Schmausen von 11 bis 14 Uhr im Gemeinschaftsgarten ist ein weiteres ZUK-Angebot, bei dem Familien mit Kindern ab vier Jahren und interessierte Bürger zusammen mit Flüchtlingen garteln und kochen können. Seit 2015 gibt es in Benediktbeuern diesen interkulturellen Gemeinschaftsgarten. Benediktbeurer Familien haben ihn gemeinsam mit Flüchtlingen aus Eritrea angelegt und betreuen dort Beete. An diesem Tag wird gemeinsam gegartelt und frisches Gemüse auf unterschiedliche Weise landestypisch zubereitet. Eine Einladung zur Begegnung und gemeinsamem Essen. Der Gemeinschaftsgarten ist nahe dem ZUK-Energiepavillon angelegt, westlich des Klosters. Der Kostenbeitrag beruht auf Spendenbasis.“

    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen/benediktbeuern-kraeuter-und-gemuese-im-zuk-1.3012556 (mehr …)

  • KEBAP Gemeinschaftsgarten baut Outddorküche aus

    (Gu aus Antrag und Antworten)

    Den KEBAP Garten gibt ess eit August 2012. Sie verarbeiten viel des geernteten Gemüses zusammen vor Ort, haben einen Lehmbackofen und machen u.a. damit Angebote für Schulen, Kitas und andere Gruppen. Soweit es geht, nutzen sie Recyclingmaterial.
    Anfang dieser Saison wollen sie ihre Kochmöglichkeiten ausbauen.

          Wie habt ihr denn bisher die Ernte miteinander vor Ort verarbeitet? Was für eine Ausstattung gibt es schon?
    Wir haben einen mobilen Zweiflammen-Gaskocher an eine Gasflasche angeschlossen und alles mobil und sehr basic, campingmäßig improvisiert.
    Gasflasche und Kocher sind auch weiterhin vorhanden und stehen zur Verfügung, Geschirr ist teilweise vorhanden. Es haben auch immer wieder Menschen ihr eigenes Geschirr mitgebracht. Das soll sich in diesem Jahr ändern. Es fehlt an Werkzeug für die Essenszubereitung und bessere Aufbewahrungsmöglichkeiten für Geschirr und Nahrungsmittel. In unserem Anhänger wird es bei anhaltendem Regen zu feucht, daher brauchen wir verschließbare Kunststoffboxen.
    Da wir in diesem Jahr wesentlich häufiger und in Kooperationen kochen wollen, rücken qualitative Verbesserungen im Küchen-Kochbereich in unseren Focus.


          Wenn Schulen und Kindergärten kommen, was macht ihr mit ihnen/was machen sie bei euch? Zahlen die Gruppen dafür ein bisschen was?
    Je nach Jahreszeit und was bei den Kursen und Kitas so anliegt, backen wir mit denen Pizza und Brötchen, bauen Kartoffeltürme oder pikieren Pflanzen. Das soll alles noch ausgebaut werden und wir streben danach stärker zum Thema “ Nachhaltigkeit“, Umgang mit Ressourcen, Energie, Permakultur etwas kindgerechtes zu entwickeln. Bisher am besten klappt das mit dem Lehmofen. Leider können die meistens nix zahlen. Wenn wir das ausbauen, müssen wir dafür finanzielle Unterstützung suchen, weil es übersteigt, was wir ehrenamtlich leisten können. Anfangen konnten wir das nur, weil wir eine FÖJlerin jetzt in Vollzeit haben. (Die Stelle hatten wir uns vorher mit dem Gartendeck geteilt)

          An was für Workshops haben die Institutionen Interesse? Am Brotbacken? Wollt ihr dafür dann ein bisschen Geld haben? Wie beteiligen sie sich an den Kosten?
    die Workshops werden von FÖJ Seminaren, Universitäten und im Rahmen der Open School 21 gebucht. Die werden gewöhnlich auch bezahlt. Die Budgets dafür schwanken. 50,00 €/h + Material z.B. für das Backen ist der Richtwert. Wir haben demnächst ein Plenum, auf dem wir einen Leitfaden im Umgang mit derlei Anfragen festlegen wollen, damit wir das einheitlich handhaben. Das Geld geht zu 50 % an die Leute, die das machen und zu 50% an den Verein. Bei uns müssen immer 2 Leute dabei sein, weil der Aufbau und Abbau bei uns so aufwendig ist. Das Interesse besteht hauptsächlich am Gesamtprojekt, am Garten und den obenskizzierten Themen, die wir ja inzwischen schon in eigenen Anlagen vorführen können (wie das Wassersystem, die Stromgewinnung und die  Kompostlandschaft) Die meisten wollen auch aktiv werden. Bei uns ist es natürlich möglich etwas auszuprobieren, z.B. Tee mit einem kleinen Rocket Stove zu kochen oder auch einfach nur Holz zu hacken. Die Küche ohne fossile Brennstoffe wird sicher auch ein Thema von Interesse werden.

          Kann man den Lehmofen – ggf. nach einer Einführung – auch alleine nutzen? Also ohne dass jemand von euch dabei ist?
     Nein, das ist leider nicht möglich, weil das für uns zu gefährlich ist. Wir streben aber an, daß sich die Backgruppe erweitert und mehr Leute sich auskennen, und verantwortlich Workshops anleiten. Dafür hatten wir bereits einen gutem Start mit kompetenten Leuten, die wir dafür aktivieren wollen.

          Das mit dem Ausbau der Direktvermarktung verstehe ich nicht. Ich dachte, ihr verkocht alles zusammen vor Ort und den Rest nehmen die Leute mit. Was soll an wen vermarktet/verkauft werden?
    Nein, nicht wir vermarkten etwas, sondern wir versuchen Kooperationen mit landwirtschaftlichen Projekten aufzubauen, so daß Leute über uns z.B. Tomaten vom Hof vorm Deich beziehen können oder Olivenöl aus Spanien bestellen und abholen können.
    Das klappt ziemlich toll und wir gucken, wie wir das ausbauen können, ohne das wir da einen Service auf bauen. Direktbezug ist vielliicht besser, meint nur, daß wir den Zwischenhandel umgehen.

          Aus welchem Material sollen Kartoffeltürme und Kürbiskübel sein? Gibt es das nicht sozusagen for free?
    l
    eider nein, für die Kartoffeltürme brauchen wir Maschendraht von der Rolle und Leisten, für die Kürbiskübel brauchen wir Holz, Leisten, Schrauben und Leinöl zum Imprägnieren. Wir wollen diesmal etwas bauen, was wir nicht jedes Jahr erneuern            müssen. Sollten wir Recyclingmaterial finden, nehmen wir das natürlich und würden dann das Geld in Küchengeräte oder Werkzeug investieren, das wir immer gebrauchen können, weil wir sehr viel am basteln, ausbessern und verbessern sind.

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  • Marmelade für alle und viel vor: Tausendschön in Minden

    (Gu, Mail, 10.1.)

    im Februar 2015 hat Greenfairplanet den Gemeinschaftsgarten Tausendschön gegründet. Es war ein unglaublich volles, arbeitsintensives, aktionsreiches Jahr für uns, geprägt von vielen Experimenten (Milpa,Terra Preta, Brennnessellobby) im Gemüseanbau, Kräutergarten, der Hühner-und Bienenhaltung, vielen Ernte- und Kochaktionen in der Gartenküche, dem gemeinschaftlichen Bau der Bio-Toilette, Reparaturen, Platten verlegen, der Aktionstage, des Fairteilen von Lebensmitteln. Es war ein anstrengend, aber sooooooo schön. Es war großartig, mit unseren Flüchtlingsfreunden zu gärtnern, ernten, kochen, werkeln und zu feiern.

    Auch 2016 werden wir Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, helfen, sich im Gemeinschaftsgarten Tausendschön wohl zu fühlen. Gemeinsam mit Bürgern aus Minden planen und bauen wir ein Gewächshaus, Kompostkisten, eine Gartenküche,einen mobilen Hühnerstall, Schleiereulen- und Vogelkästen und den Gartenzaun erneuern.

    Hülsenfrüchte sind in diesem Jahr unser Schwerpunkt. Saen, pflegen, ernten, im Garten konservieren und nach Rezepten unserer Teilnehmer gemeinsam kochen und essen.


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  • Sommerküche im Prinzessinnengarten wird vielfältig genutzt

    (Gu aus RSS, 15.7.)
    Sommer(kochen) im Prinzessinnengarten

    Seit letztem Jahr gibt es unsere kleine Workshopküche im Prinzessinnengarten, an der gemeinsam gekocht, gegessen und verarbeitet werden kann. Mittlerweile wird sie von Kindergruppen (z.B. von ‚Teller statt Tonne‚), verschiedenen Initiativen (z.B. ‚über den Tellerrand kochen‚) oder auch privaten Gruppen genutzt um dort Ernte aus dem Garten zu verarbeiten, Workshops (z.B. zu Fermentierung) zu geben oder um über die gemeinschaftliche Tätigkeit des Kochens Leute zu einem bestimmten Thema zusammenzubringen (z.B. das Soli-Dinner der Schnittstelle). So oder so, wir finden sie toll und sie wird auch im Sommer fleißig genutzt, im folgenden findet ihr einen Auszug unserer Sommer-Veranstaltungen, die an der kleinen Küche stattfinden. Falls ihr Fragen zu dieser habt, oder sie vielleicht selber ein Mal nutzen möchtet, schreibt gerne an selberkochen@prinzessinnengarten.net


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  • Mauergarten: auch im Winter viele Aktivitäten

    (Gu, Newsletter, 1.12.)

    Montag, 1. Dezember: im Freizeiteck 11 bis 16 Uhrinternationale Küche: Gemeinsam bereiten wir das türkische Rezept, das auf unserer großen Festtagstischdecke im
    textil-Workshop aufgenäht wurde. (am 8.12.) gibt es dann den Workshop "arabisch kochen oder Gemüse fermentieren.
    Dienstag, 2. Dezember: 8.30 Uhr Qi Gong im Mauergarten Samstag, 6. Dez. 2014 : im Mauergarten 10 bis 12 Uhr Nikolaus-Kräuterworkshop. In dem Ernährungsworkshop lernen wir über Wirkungs- und Heilweisen vieler getrockneter Kräuter,
    beispielsweise für Tees in der kalten Jahreszeit. Alle sind willkommen. Bringt Fragen und euer Wissen ein! Die Teilnahme ist kostenlos.
    und am Sonntag, 7.12. wird der Garten entrümpelt und winterfest gemacht.

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  • Kunterbunter Sommerplunder und veganer Grillworkshop im Stadtgarten Nürnberg

    (Gu aus Newsletter vom 18.6.)
    „Am Samstag, den 21. Juni kannst Du bereits zum dritten Mal im stadtgarten auf dem kunterbunten Sommerplunder allerlei schöne, selbstgemachte Dinge für Dich und Deine Lieben erwerben. Los geht’s ab 13 Uhr, offizielles Ende ist 17 Uhr. Mit Bio-Limonade und (auch veganen) Kuchen kannst Du zu groovigen Sommer-Sounds auch einfach die Seele in unserem städtischen Idyll baumeln lassen. Wir freuen uns auf Dich: Kunterbunter Sommerplunder
    Unsere veganen Kochworkshops gehen in die nächste Runde und worum geht’s? Klar, ums Grillen! Damit Du bei der nächsten Grillparty nicht dumm aus der Wäsche guckst sondern mit allerlei veganen Leckereien noch den härtesten Fleischesser vom Genuss überzeugen kannst komm zu unserem veganen Grillworkshop am 28. Juni ab 15 Uhr im stadtgarten: Veganer Kochworkshop


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  • DIY im Johannstadtgarten Dresden

    (Gu aus Sachbericht vom 23.5.)
    Die Leute vom Johannstadtarten in Dresden haben im Zeitraum 06/13 bis 05/14 mit von uns bewilligten Mitteln in Höhe von 2100 Euro (ich weiß nicht, ob sie noch andere Mitteln hatten) richtig viel gemeinsam gebaut/weiterentwicklet/angeschoben.
    So haben sie einen Brunnen gebohrt: „Dieser wurde dann im Jahr 2013 auch unter Einsatz vieler Freiwilliger und des großen Engagements unseres Bautrupps auch in die Erde gebracht. Der gezielte Kauf angemessener Materialien sowie die Leihe entsprechender Hand-Werkzeuge ermöglichten uns tatsächlich, ohne Nutzung fossiler Brennstoffe oder Strom einen 8m tiefen
    Schlagbrunnen zu setzen, wartungsfähige Rohre, flexible Anschlussvarianten sowie eine ästhetisch ansprechende Brunnenstube zu installieren“. Sie haben parallel ein Gewächshaus selber geplant und gebaut und zwar aus gebrauchter, gefundenener Fensterscheiben, die sie in einen metallischen, tragfähigen Rahmen bringen mussten. Dazu haben sie Schweißen gelernt – und in einer Werkstatt gearbeitet (gegen kleine Nutzungspauschale für Werkstatt und Schweißgerät) .
    Sie haben Bodenverbesserungsmaßnahmen durchgeführt und Werkzeug angeschafft, da der Garten immer mehr auch zu einer DIY-Werkstatt wird. Sie haben ihren Bauwagen selber abgeschliffen und mit Leinöl wetterfest gemacht und auch ein Lastenrad gebaut. Sie wollten unbedingt so weit wie möglich unabhängig von der „automobilen Logistik“ werden. „Nach mehreren gemeinsamen Arbeitseinsätzen in entsprechenden Werkstätten wurde das Radnunmehr komplett zusammengeschweißt – eben im Frühjahr noch final straßentauglich gemacht und sogar in unseren Vereinsfarben lackiert. Trotz bevorzugter Verwendung von recycleten Teilen überstiegen hier die tatsächlichen Kosten für Material, Lack, Werkzeugnutzung und Zubehör“
    Nicht mehr geschafft haben sie den Bau einer Sommerküche: „Ursprünglich war angedacht, unserem Bauwagen einen leichten Anbau zu verschaffen, der Bar, Spüle, Kochgelegenheit und Lagermöglichkeiten vereinen sollte.“. Sie wollen nun auch in eine andere Richtung gehen und nicht noch so ein Großprojekt gleich stemmen. Es wird eine gemeinsame Feuerstelle geben, über der mittels Dreifuß und großem Kessel Suppe und anderes gemeinsam gekocht werden kann.
    Sie haben auch Bienen im Garten. Die erste Beute kauften sie. „Eine weitere Bienenbeute für ein zweites Bienenvolk wurde im
    Frühjahr nun noch in einer Holzwerkstatt gebaut“ – mit aufklappbarem Schaufenster (mehr …)