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Ehrenfeld –
(as) Gemeinschaftlich gärtnern und selbst gezüchtete Tomaten, Kartoffeln und Johannisbeeren ernten können vielleicht bald engagierte Ehrenfelder im Leo-Amann-Park. Auf einem rund 120 Quadratmeter großen Park-Areal an der Christianstraße in der Nähe des Blau-Gold Turms soll das erste Kölner Urban Gardening Projekt in einer öffentlichen Parkanlage entstehen.
„Vor zweieinhalb Jahren haben wir einen Brandbrief an die Stadt Köln geschrieben, dass die Situation im Leo-Amann-Park kippt und wir dringend Angebote brauchen, die die Menschen im Quartier ansprechen und den Park für alle Nutzerinnen und Nutzer aufwertet. Nun möchten wir den Worten Taten folgen lassen. Urbanes Gärtnern schafft Gemeinschaft, Verbundenheit und Verantwortung mit dem Viertel, in dem man lebt“, beschreibt Andreas Pöttgen, Leiter des Bürgerzentrums, bei der Vorstellung des Projektes die Situation. „Aktuell suchen wir engagierte Bürgerinnen und Bürger, die mit ihren kreativen Ideen einen Gemeinschaftsgarten zum Blühen bringen. Damit wir im Rahmen des Tag des guten Lebens am 15. September mit dem Pflanzen starten können“, ruft Pöttgen auf. Finanziert werden soll das Projekt aus Mitteln des Bundes. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass solche Projekte besser funktionieren, wenn die Bürger die Initiative ergreifen und sich mit ihren Vorstellungen einbringen können“, ergänzte Frank Bowinkelmann, Kooperationspartner und Projektleiter „Essbare Stadt“ des Kölner Ernährungsrates. „Darum sind alle Leute angesprochen, die das in die Hand nehmen möchten. Ziel ist es, bis zum 9. September diesen Jahres ein Konzept für einen Gemeinschaftsgarten erarbeitet zu haben, das wir dann der Bezirksvertretung zum Beschluss vorlegen können.“ Damit nicht „jeder einfach etwas in die Erde steckt“ könnte etwa laut Bowinkelmann ein Verein als Träger hinter dem bürgerschaftlichen Engagement stehen. Der Garten oder die Hochbeete sollte langfristig und nachhaltig durch die Nachbarschaft genutzt und selbst gepflegt werden. Zudem könne man Initiativen oder Jugendeinrichtungen kontaktieren, die etwa den Bau der Pflanzkisten übernehmen könnten.
Kooperation beim Urban Gardening bieten der Verein Gartenwerkstatt Ehrenfeld e.V. und die Akteure von „Essbare Stadt“ des Ernährungsrates Köln. Unterstützung in der Aufwertung des Leo-Amann-Parks erhalten die Initiatoren von der Bezirksvertretung Ehrenfeld, die sich über „ein nachhaltiges Nutzungskonzept freut“. Um die Aufwertung des Parks zu steigern, wurden bereits barrierefreie Zugänge zum Park geschaffen, eine Sitzecke aus Stein angelegt und Stelen für Slacklines angeschafft. Ob nun auch ein öffentlicher Gemeinschaftsgarten im Leo-Amann-Park entsteht, entscheidet sich im Herbst. Bis dahin wollen sich Vertreter der Verwaltung, des Grünflächenamts, des Amtes für Kinderinteressen, des Ordnungsamts, der Bezirksjugendpflege, Ehrenfelder Bezirksvertreter, des Büze sowie Vertreter der Bürgergarde zusammensetzen und Vorschläge zur attraktiveren Gestaltung des Parks sammeln, die dann der Bezirksvertretung zur Entscheidung vorgelegt werden (mehr …)