(Antrag, Antworten)
Zuerst zum Gewächshaus. Jedes gute Gartenprojekt braucht natürlich ein schönes Gewächshaus.
Bisher haben wir unsere Jungpflanzen bei den Mitgliedern zuhause vorgezogen, was aber leider ab
einer gewissen Größe einfach nicht mehr funktioniert. Mit dem Gewächshaus können wir unsere
Pflanzen zentral an einem Ort vorziehen und haben dadurch einen besseren Überblick über die
vorgezogenen Arten und Sorten, sowie eine verlässlichere Chance, dass die Pflanzen auch keimen.
Außerdem gibt es einige Arten, die durch eine längere Vegetationsphase im Gewächshaus wesentlich
höhere Erträge bringen und gerade im Hinblick auf die klimatischen Veränderungen (siehe
vergangenes Jahr Regen, Stürme, etc.) den Schutz brauchen. […] Der Bau soll im Laufe des Frühjahrs stattfinden, sodass wir zu Beginn des
Sommers (ca. Juni / Juli) die ersten Pflanzen darin pflanzen können. Die Vorzucht im Gewächshaus
wird dieses Jahr leider noch nicht klappen.
Das zweite Projekt ist ein Backofen. Der Ofen soll nicht nur zum Brotbacken geeignet sein, sondern
mehrere Funktionen haben (backen, trocknen und grillen). Damit wollen wir bei größeren
Veranstaltungen, wie beispielsweise unserem Sommerfest, die Gäste bewirten und im Herbst unser
Obst und Gemüse trocknen, um es so haltbar zu machen. Wir kooperieren mit verschiedenen
Gartenprojekten der Stadt über das Gartennetzwerk Nürnberg und würden diese Ressource darüber
selbstverständlich auch teilen. Außerdem möchten wir die Nachbarschaft dazu einladen, in den
Sommermonaten einmal monatlich bei uns im Gemeinschaftsgarten Brot zu backen, wofür wir
vorher in Workshops zusammen Sauerteig ansetzen. Die Idee kam von einem kurdischen
Vereinsmitglied, welches früher genau das in seinem Dorf regelmäßig einmal in der Woche machte.
Dieses Mitglied wird den Bau des Ofens auch leiten und hat bereits eine Skizze und eine Materialliste
erstellt. Die Genehmigung dafür haben wir von der Stadt ebenfalls bereits erhalten. Der Bau soll
ebenfalls im Frühjahr starten und wird sich durch die Zwischenschritte (Bodenplatte, Fuß, Dachplatte,
Dach) jedoch etwas in die Länge ziehen. Wir rechnen damit, dass wir den Ofen zum Sommerfest im
Juli/August einweihen können.
Unser Mietvertrag (Liegenschaftsamt Nürnberg/ SUN) läuft auf unbefristete Zeit mit einem Jahr Kündigungsfrist. Unser letzter Mietvertrag (von privat) hatte eine Befristung, der aktuelle aber nicht mehr. Vielleicht war das ein Missverständnis. Ich hänge hier nochmal den relevanten Teil des aktuellen Mietvertrages an.
Wie in jedem Verein fluktuieren die Mitgliederzahlen natürlich auch bei uns. Durch Corona sind zuerst einige ausgetreten, da sie sich den Beitrag nicht mehr leisten konnten und wegen den Kontaktbeschränkungen eher ängstlich waren. Im Laufe des letzten Jahres sind dann aber auch wieder einige neue dazugekommen. Aktuell haben wir 27 aktive Mitglieder. Wir rechnen in 2022 mit einem erneuten Zuwachs, da einerseits in der Gartengruppe seit Herbst neue Leute dabei sind, die noch keine Mitglieder sind und andererseits ein größeres partizipatives Projekt über Jugend für Europa geplant ist, wofür wir im Laufe der nächsten Woche eine zu- oder absage bekommen. Da es schon das dritte Projekt bei Jugend für Europa ist, gehen wir stark von einer Zusage aus.
Wir wollen schon lange eine – gemeinsam mit den Naturfreunen gestaltete – Informationstafel bauen, was wir bis jetzt aber noch nicht geschafft haben. Zum Ende des letzten Jahres haben wir von der Kulturoase Nürnberg einige Sachen gespendet bekommen (mobiles Pop-Up-Cafe, Sitzgelegenheiten & Tische), darunter auch eine Litfaßsäule, die wir jetzt vorerst als Informationssäule anbringen werden. Zukünftig soll diese in einen Natur-Erlebnis-Parcours über das Gelände eingebaut und als Ausgangspunkt dafür verwendet werden.
Mit Global Art Nürnberg gibt es regelmäßige Kooperationen und wir haben mit ihnen einige Veranstaltungen bei uns auf dem Gelände durchgeführt (z.B. Global Art Sommer-Camp, Global Art Jams, Sommerfest, Workshops). Außerdem haben wir letztes Jahr zwei Veranstaltungen mit we integrate e.V. durchgeführt, wo ehrenamtliche eingeladen und gemeinsam Zukunftsvisionen entwickelt wurden, sowie einige Fragen zur Verbesserung der Arbeit zwischen Stadt und Vereinen erarbeitet wurden. Diese Kooperation wird sich im Laufe des nächsten Jahres auch noch vertiefen.
Die Komposttoiletten funktionieren soweit ganz gut, sind aber durchaus noch verbesserungswürdig. Wir haben zwei separate Behälter für flüssige und feste Hinterlassenschaften. Die flüssigen kommen direkt auf unseren normalen Kompost (ca. 50 Liter pro kubikmeter) und die festen werden in separaten Komposten verwertet, die mindestens zwei Jahre ablagern. Die separaten Komposte (feste Exkremente) haben wir bis jetzt noch nicht auf unsere Pflanzenbeete verteilt, sondern nur als Kompost für Büsche, Bäume und Zierpflanzen verwendet.
Unsere Holzwerkstatt ist praktisch durchgängig in Benutzung durch die Vereinsmitglieder und war auch schon eine Hilfe für größere Bauvorhaben anderer Vereine (z.B. eine Bühne der Oldschool Grasshoppers, Künstler von Global Art, Workshops der Naturfreunde). Mit der Fahrradwerkstatt haben wir im letzten Jahr ein Projekt bei Jugend für Europa durchgeführt und sie „CycleTower“ getauft, da es sich dort nicht mehr nur um Fahrräder dreht, sondern ums Re- und Upcycling von allen möglichen Gegenständen. Das Projekt verlief leider auch nur mäßig, da es coronabedingt schwierig war zu planen und alle Einrichtungen, die wir angefragt haben, keine Besuche außerhalb ihres Hauses machen wollten. Unser nächster Schritt wird sein, das mobile Pop-Up-Cafe von N-ORT zu einem Repaircafé auszubauen und dieses in den Sommermonaten regelmäßig zu bespielen.
Da die aktuellen Bauvorhaben von professioneller Natur sind, werden diese nicht als Gemeinschaftsprojekte durchgeführt, sondern erfordern viel Fachwissen und Genauigkeit. Natürlich werden unsere Mitglieder über die Bausessions darüber informiert und sind herzlich dazu eingeladen dabei zu helfen (wir brauchen bei jeder Bausession mindestens 2-3 Helfer), jedoch werden die wichtigen Schritte immer von Fachkundigen geleitet bzw. durchgeführt. Diese sind zwei Landschaftsgärtner (Barham Ismael und Leon Müller), zwei Schreiner (Joris Pauli und Basti Eins), sowie unser Allroundtalent Thomas Steinbauer (Schreiner, Elektriker, Maurer).
Unsere Idee ist es, im Laufe der Sommermonate (ca. Juli bis September) eine Workshopreihe für die Nachbarschaft anzubieten, bei der gemeinschaftlich Natur-Saueteig angesetzt und dieser am folgenden Tag in unserem Ofen aufgebacken wird. Das Ganze soll über das neue Projekt bei Jugend für Europa (nature me & you) durchgeführt werden. Es gibt bei immer fünf Projektteilnehmer, die die Workshops organisieren und leiten. Die Werbung wird über Flyer direkt in die Briefkästen der Nachbarschaft verteilt. Für die Herstellung der Teige werden wir wahrscheinlich ins Naturfreundehaus gehen, da es dort mehr Küchenwerkzeuge gibt und auch der Stromanschluss stabiler ist, als bei unserer Küche.
Das Haltbarmachen wird mit einem Trockenschrank funktionieren, der nach dem Backen bei Resthitze in den Ofen gelegt wird. Das ist ein relativ einfaches Prinzip mit einem Wellblechboden und einem Holzkasten mit Löchern darüber. Durch den Holzkasten kommt die Hitze nur von unten über das Wellblech an die Früchte. (mehr …)