Schlagwort: Kompost

  • Dresden: Internationale Gärten

    Die IG Dresden haben nach dem Umzug vor einigen Jahren viel Fläche dazu gewonnen. Es sind 120 Gärtner*innen und in etwa 68 Beete. Sie wollen die Beete zu einem Dritten Geflüchteten, Migrant*innen und Deutschen geben. Derzeit ist die meiste Nachfrage bei Deutschen. Es gibt hauptsächlich individuelle Beete, doch auch einiges Gemeinschaftliches. Ein Imker nutzt den Garten auch. Sie haben eine Außenküche, einen großen Container, einen Brunnen mit Pumpe für die Wasserversorgung, einen großen Kompost, einen Grillbereich, einen Bereich, an dem Workshop stattfinden können.
    Es sind auch chinesische Gärtner*innen dabei, deren Gemüse leider oft schon geklaut wurde. Neulich hat ein Anwohner nachts fünf Taschenlampen gesichtet..Es wird schon eine Menge geklaut. Der Garten ist umzäunt, das Tor aber offen.
    Der Mitgliedsbeitrag ist 25 Euro p.a. , es gibt aber auch einen reduzierten Satz. Dazu kommt ein Betrag fürs Beet, der sich nach dem Einkommen richtet.

    Anke vom Vorstand beklagt, dass sich nur wenige für Gemeinschaftsaktivitäten interessieren oder sich einsetzen. Müll wird auch nicht immer mitgenommen. Es gibt AGS zu Kompost, dem Gartengeräteschuppen, den Blumen und für die Rosen usw.

    Das Kompostklo wird von vielen genutzt, die vollen Eimer leeren sie auf den Sträuchern aus und lassen es da verrotten.
    Jede*r kann Experimente im Garten vorschlagen und machen, so macht ein ghanaischer Wissenschaftler ein Kompost-Experiment, um das optimale Komposterzeugnis zu bekommen. Das Konzentrat will er dann verkaufen.

    Interessant auch ein Konflikt mit der Nachbarschaft/zwischen arabischen Frauen und deutschen Frauen. Die arabischen Frauen haben die Weinblätter geerntet, die deutschen Frauen waren entsetzt, da dann ihrer Kenntnis nach die Trauben nicht mehr richtig wachsen. Es gab eine Vermittlung, beide Seiten lernen viel über Verwendungsmöglichkeiten verschiedener Teile einer Weinpflanze. Inzwischen bauen die Familien Wein auch direkt af ihren Parzellen an.

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  • Berlin: Einweihung Nachbarschaftskompost beim Gleisbeet

    Nachbarschaftsfest im Wriezener Park (Gleisbeet) statt.

    Das Fest wird gemeinsam von Anwohner:innen und lokalen Initiativen, insbesondere dem Umweltbildungszentrum NIRGENDWO und dem Urban Gardening Projekt GleisBeet der NaturFreunde Berlin gestaltet und lädt Jung & Alt zum Mitmachen & Genießen ein.

    Ihr trefft uns sowohl an unserem Stand als auch an der Fahrradwerkstatt.

    Vorläufiges Programm (Änderungen vorbehalten):
    – 13:30 Uhr Führung „Gärtnern im Wriezener Park“
    – ab 14 Uhr Jonglage-Workshop für Kinder
    – 15 Uhr Pilzführung
    – 16 Uhr Wildkräuter-Spaziergang
    – 17:30 Uhr feierliche Einweihung des neuen Komposts für die Nachbarschaft
    – 19 Uhr Ende des Fests im Park
    – ab 19 Uhr Lagerfeuer zum Ausklang im NIRGENDWO

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  • Gartenbesuche in Freiburg

    Mit mit unterwegs war die Ansprechpartnerin für GGs der Stadt Monika und die Wandel-Garten Koordinatorin Monica.

    Wandelgarten (Vauban): direkt an einer Tramendhaltestelle (Wendeschleife war das bisher) entstand der Garten auf dem Gelände des Vereins „Autofrei wohnen“ -> Menschen, die keine Stellplätze bauen mussten, deren Flächen sind dort vereinigt. Mit auf dem Gelände ist ein sehr großer Weiden“palast“, der aber gerade radikal runtergeschnitten wurde. Niemand hatte sich gekümmert, die Weiden waren nicht mehr in den Palast einfelchtbar. Es ist noch offen, wie es hier weitergeht. Hinter dem Weidenpalast möchten beide Gruppen gerne Obstbäume (Maulbeerbäume) anpflanzen. Dazu gibt es eine Fördermöglichkeit über die Stadt.
    Gerade ist die Gruppe nicht ganz so groß (seit Corona) und Monica macht sehr viel. Doch kommen auch immer mal wieder neu Interessierte und manche bleiben auch. Einige sind von Anfang an dabei (Gruppe scheint mir vom Altersdurchschnitt eher 50/60 plus). Der Garten ist inzwischen gut eingewachsen, zur Straße hin mit essbaren Beerensträuchern. Es gibt Erdbeete und Hochbeete, individuelle und gemeinschaftliche Beete. Ein Schwerpunkt liegt auf Kompostierung, hier haben sie eine Wurmfarm, machen Bokashi etc. Sie hatten ein Regenwurmprojekt und sind sehr an Terra Preta und anderen Bodenaufbereitungsmethoden interessiert. Ein Projekt, was sie dazu machen heißt „Boden gut machen“: Sie bekommen Biogut von einem Café. Wasser können sie i.d.R. – bis auf den Hochsommer – aus dem Bach entnehmen (anstrengend, Gießkanne in den Bach halten, volle Gießkanne in die Schubkarre hiefen etc.), doch wenn der Pegel der Dreisam zu niedrig ist, dann dürfen sie auch aus diesem Bach nix mehr entnehmen. Mit Fördergeldern von uns haben sie das Häuschen mit einer guten Regenrinne ausstatten können, die das Wasser nun in einen IBC Kanister führt. Wasser von diesem Kanister füllen sie in hochgebockte IBCs um, so dass sie mit dem Gefälle arbeiten können. Für das Umfüllen bräuchten sie eine Pumpe, so könnte das erheblich erleichtert werden. Um möglichst Wasser im Boden zu halten, haben sie die Wege mit in Wasser getränkter Weellpappe ausgelegt und oben drüber eine dicke Schicht Mulch aufgebracht. Bringt wohl eine ganze Menge.
    Ein Problem: es wird immer mehr Gemüse geklaut. Ein Schild haben sie zwar, doch das stellen sie wegen Vandalismusgefahr immer nur auf, wenn jemand da ist. Was etwas genützt hat sind bunte DinA4 Zeichnungen von Kindern und Erwachsenen mit netter Beschriftung an den Beeten. Sie sind in Freiburg und mit den anderen Gärten gut vernetzt. Auch Wassertonnen aus Metall und andere Gegenstände wurden schon geklaut.

    Klimagarten (Weingarten): für den ältesten und wohl größten (Monika B. von der Stadt) Gemeinschaftsgarten wurden in einer Guerilla Aktion 2012 die Grundlage gepflanzt. Sie wollten damit auf die Klimakrise und das Thema Ernährung aufmerksam machen. Der Klimagarten ist heutzutage 600m² groß, einer der Initiator*innen gärtnert „wild“ auf der anderen Seite des Baches, was die Stadtverwaltung toleriert, da er ein Urgestein der Szene ist. Im Klimagarten kommt das Wasser auch aus einem Bach, hier ist es noch ok, daraus zu schöpfen. Der Garten hat keinen Zaun, ist öffentlicher Grund und soll das auch blieben. Die ca. 25-köpfige Gruppe hat an verschiedenen Stellen Schilder angebracht, doch sind diese von manchen Seiten nicht sichtbar -> es wird viel fremdgeerntet. Dazu hatten sie auch mal Schilder, da gab es gleich Beschwerden beim Amt, dass die das nicht dürfen, da das ja eine öffentliche Fläche ist. Monika B. berichtet, dass sich viele Bürger*innen mit allen Möglichen Fragen und Beschwerden ans „Amt“ richten. Ihre Amtskollege*innen auch aus anderen Abteilungen haben wohl bis heute eh nicht verstanden, was so ein Gemeinschaftgarten soll…Alle Veränderungen der Gärten auf öffentlichen Flächen werden auch aus der Stadtverwaltung heraus genau beobachtet und kommentiert.
    Der Klimagarten darf kein Häuschen oder ähnliches aufstellen, so sind die Geräte in einer großen Kiste. Unter einem großen Baum stehen Tische und Stühle, die dort dann angekettet werden. Davon ist noch nix weggekommen. Die Gruppe ist bunt gemischt, alte, junge, Deutsche, Menschen aus anderen Herkunftsländern, aber keine Geflüchteten sind dabei. Es werden auch vermeindlich exotische Pflanzen angebaut, so z.B. schwarzer Sesam. Die koranische (?) Gärtnerin bringt das Saatgut aus ihrer Heimat mit und versucht auch, es zu vermehren. Es gibt individuelle und gemeinschaftliche Beete, man muss wissen, wo welche sind. 
    Onboarding: man kann ein paar Mal zum Mitgärtnern kommen, erfährt da jede Menge, gärtnert auf den Gemeinschaftsbeeten und erst danach kann man, bei Interesse, ein eigenes Beet bekommen.

    Urbaner Garten (Weingarten): dieser recht kleine Garten ist auf einer Abstandgrünfläche entstanden und soll derzeit wiederbelebt werden. Organisiert wird er schon länger vom QM. Da ist es wohl so, dass alle Neuen diesen Arbeitsbereich bekommen und aber nur ca 1h/Woche dafür Zeit haben. Es gibt ein paar Hochbeete (Material fällt teilweise auseinander) und 2 Erdbeete. Nur 2 Beete werden derzeit wirklich genutzt/gepflegt. Der Garten wird aber viel zum Sitzen, Picknicken, sich Treffen genutzt. Menschen aus den gegenüber liegenden Hochhäusern wurden noch nicht erreicht. Es gibt aber auch niemanden, der/die Zeit und Engagement da reinsteckt. Die Ansprechpartnerin würde den Garten gerne wieder aufbauen und sucht nun nach Möglichkeiten, diese Aufgabe auch auf andere Schultern zu verteilen (Beratung: Uni, Freiwilligenzentrum, FSJ, Organisationen im Viertel). (mehr …)

  • Zwickau: GG zum Fleißigen Winkel sehr aktiv

    Erst kürzlich hatten wir einen ganzseitigen Artikel in der Zwickauer Freien Presse.

    Vor ein paar Tagen hatten wir ein Interview mit einer Studentin aus Marburg, die sich für unser Regenwasserprojekt interessiert hat.

    Und erst gestern haben wir einen Tag des offenen Gartentor im Zusammenhang mit einen Fest auf den Spielplatz in unserer Nachbarschaft veranstaltet.
    Sie haben auch ein Kompostprojekt, bei dem pflanzliche Küchenreste gesammelt werden.

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  • Berlin: Lucies Garten wird viel von der Nachbarschaft genutzt

    (Besuch)

    Der Gemeinschaftsgarten ist ein „Hanggarten“ mit großem Gefälle. Er liegt an einem der Eingänge in die Hasenheide. Auf der Treppe vor dem Eingang läuft sehr viel Drogenmissbrauch. Da liegen ganz oft Spritzen etc. und Uta hat beobachtet, dass so gegen 5.oo früh viele Menschen auf der Treppe warten. Sie vermutet, dass dann die „Drogenausgabe“ stattfindet. Ab und an ist auch ein Beet in der Nähe des Eingangs durchwühlt, die vermuten, dass da Drogen versteckt werden. Auch im Garten finden sie immer mal wieder was.
    Ab und an übernachten Menschen im Garten, ab und an gibt es unangenehme Hinterlassenschaften, anders als bei der Laskerwiese aber nicht in den Beeten.
    Sie haben neue Wege angelegt und eine Benjeshecke errichtet (vor dem Zaun zu einen Weg und Bauhaus). Der Erfolg: es wird weniger Müll in diesem Teil gefunden.
    Einmal gab es eine Beschwerde wegen Ratten (im Park gibt es jede Menge), die in Paletten vom benachbarten Bauhaus nisten und im Garten gesehen wurden, Bauhaus hat die Paletten inzwischen verräumt (aber nie auf Mails o.ä. reagiert).
    Vandalismus gibt es auch ein wenig, Jugendliche haben den Strandkorb ein bisschen demoliert etc.
    Interessant: neulich wurde der gesamte Knoblauch aus allen Beeten geklaut.
    Ernten darf in dem Garten jede*r, doch gleich alle Pflanzen auszubuddeln, war dann doch neu.

    Der Garten wird zu den Öffnungszeiten viel von der Nachbarschaft genutzt. Mädchen feiern eigenständig Geburststag mit Cola und Keksen, Familien mit Kleinkindern nutzen den kleinen Spielplatz, Menschen aus den nah gelegenen Büros nutzen den Garten für ihre Pause etc. Die Garten-Gruppe sagt allerdings Anfragen nach Kindergeburstagen inzwischen ab, da es zu viele ungesicherte Stellen gibt und die Erfahrung gezeigt hat, dass Kinder den Garten bei solchen Gelegenheiten auch immer ein wenig zerlegt haben (große Steine aus der Kräuterspirale verschleppt etc.)

    Sie haben verschiedene Kompoststationen im Garten, für Grünschnitt und einen für Biomüll, den die Gärtner*innen mitbringen. Sie wollen demnächst mit Martina K. eine Heißrotte anlegen und suchen Geld für das Honorar.

    Wasser: da haben sie aufgestockt. Neben der Wasserlösung mit einem Standrohr, mit der IBS-Tanks gefüllt werden und Wasser über eine Leitung (?) von einem nahen Biergarten (?) haben sie einen der Kompostplätze überdacht und verschiebbare Regenrinnen gebaut. Wenn Starkregen fällt, füllen sich die darunter stehenden Tanks schnelll.
    Sie haben einen Tischler in der Gruppe, der gerne Lösungen baut.
    Oft läuft es auch so im Garten, dass jemand eine Idee hat und was macht (zB ein paar Weinreben anpflanzen) und daraus dann viel mehr wird. Sie haben ein Rankgitter geschneckt bekommen und die „Baugruppe“ hat eine Weinlaube gebaut.

    Ein Tipp für andere: ein älteres Paar aus der Nachbarschaft hat schon oft im Garten gesessen. Nun haben sie angefangen, in einem kleinen, klar abgegrenzten Beet, Unkraut zu zupfen und können sich vorstellen, auch mehr zu machen. Der Weg ins Mitmachen war hier die Überschaubarkeit der Fläche und der Aufgabe. (mehr …)

  • Bremen: Garten im Irgendwo

    (ANtrag, Antworten)

    • Wem gehört die Fläche und wie sieht die vertragliche Regelung dafür aus? Gibt es eine Nutzungsbegrenzung oder haben Sie eine langfristige Nutzungsdauer?

    Die Fläche gehört der Wirtschaftsförderung Bremen (Stadt). Wir haben als Verein Kulturbeutel e.V. einen auf 10 Jahre unkündbaren Mietvertrag mit Aussicht auf weitere 10 Jahre.

    • Muss der Verein Pacht zahlen und wenn ja, wie viel? 

    Wir zahlen einen Betrag von 600 Euro pro Jahr an die Stadt.

    • Wie groß ist die Fläche, auf der gegärtnert wird?

    Die Hochbeetfläche beträgt ca. 23m2, dazu kommt ein Beerenbeet (4m2), eine Kräuterspirale, ein Quittenbaum, 5 Kübel mit Kartoffeln je ca 60l und ein Gewächshaus mit ca. 13 großen Wannen je ca. 90l.

    • Sind die Hochbeete, das Gewächshaus, die Bäume etc. an einem Ort auf der Fläche oder ist der Garten sozusagen verteilt im „Irgendwo“

    Der Garten ist eine abgegrenzte Fläche, die nicht bei allen Veranstaltungen zum Veranstaltungsgelände gehört. Es wird hier meist an seperaten Terminen gegärtnert, außer zu Familientagen, wo auch mal ein Workshop im Garten stattfinden kann. 

    • Wie lange gibt es den Garten schon?

    Seit 2017.

    • Wie groß ist die Gruppe, die den Garten plant, weiterentwickelt und die gärtnert? Wie groß ist die Kerngruppe? Wie setzt sich die Gruppe zusammen, sind z.B. auch Menschen mit Fluchtgeschichte oder Migrationshintergrund dabei?

    Die Gruppe ist besteht aus aktuell 5-8 Menschen, die sich über eine Telegramgruppe organisieren. Je nach Zeit und Kapazität wird sich an der Planung der kommenden Gartensaison beteiligt. Die Hauptorganisation liegt momentan bei einer Person, welche als Überblicksperson zu größeren Aktionen aufruft und darüber Bescheid weiß, welche Aufgaben momentan anliegen könnten. Die Gruppenmitglieder sind hauptsächlich studentisch. Wir haben aber auch schon Schulklassen und geflüchtete Kinder aus der naheliegenden Unterkunft an besonderen Tagen miteingebunden und einen schönen Tag im Garten angeleitet.

    • Gab es Fluktuation und wenn ja, woran lag das?

    Es gibt durchaus Fluktuation – weshalb auch Überblickspersonen für eine erfolgreiche Gartensaison wichtig sind. Das liegt dann meist daran, dass die Personen nach dem Studium wegziehen oder auch einfach den Stadtteil wechseln. Andere Gründe sind uns nicht bekannt. Es finden sich aber immer wieder neue Personen.

    • Wie machen Sie auf den Mitmachgarten aufmerksam, wie erfahren Menschen aus der Nachbarschaft davon?

    Es gibt ein Holzschild am Zaun mit Kontaktdaten. Außerdem ist auch in unsere Onlinepräsenz einsehbar, dass der Gemeinschaftsgarten auf der Fläche existiert.

    • Wird alles gemeinschaftlich begärtnert oder gibt es auch Patenbeete oder individuelle Beete?

    Bisher wurde alles gemeinschaftlich angepflanzt und es wurde sich um alles von allen gekümmert, da Mischkultur und Fruchtfolge beachtet wurde und der Garten als mehrjähriges System. Patenbeete sind in nächster Zeit allerdings auch angedacht. 

    • Wie entsteht Gemeinschaft?

    Durch gemeinsame Aktionen, Gärtnern und Kochen der geernteten Lebensmittel. 

    • Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten des Gartens?

    Es wird eigenes Saatgut gekauft/mitgebracht/vermehrt/getauscht und auch Werkzeuge und teilweise Jungpflanzen Zugesteuert. Auch wird gemeinsam zu Kleinanzeigen “Zu Verschenken” Aktionen gefahren, wo Dinge aus Gärten abgeholt werden können – dabei wird beispielsweise neben Zeit auch das Fahrzeug und Benzin gestellt.

    • Haben Sie Kontakt zum Grünflächenamt und dort nach Möglichkeiten der Unterstützung (z.B. Kompost) gefragt?

    Bisher nicht, das ist eine gute Idee!

    • Wo würden die Pflanzlichter hängen? Wer kümmert sich im Garten um die Anzucht?

    Das Anzuchtregal ist in einem Teil des Hauses aufgebaut, in dem auch das Büro des Vereins ist. Dort haben alle Ehrenamtlichen Zugang. 

    • Aus welchem Material bestehen die Schneckenkragen?

    Aus recyceltes Polypropylen – es gibt auch welche aus rostfreiem Stahlblech, diese sind allerdings viel teurer.

    • Sind Sie mit anderen Gärten in Bremen vernetzt? Da gibt es ja recht viele.

                     Wir tauschen mit dem Stadtgarten Lucie öfter Saatgut aus und es gab auch die Idee,                dass Workshops in Zukunft auch mal bei uns stattfinden,

    Ein Gemeinschaftsgarten in der Airportcity Bremen!
    Ein Gemüsegarten, der frei zugänglich ist mitten in der Stadt ist gelebte Subkultur im
    urbanen Gebiet, in dem sonst alle im Supermarkt einkaufen und Selbstversorgung auf dem
    Balkon nur sehr begrenzt möglich ist. Nicht zuletzt bietet der Garten einen Aufenthaltsort, an
    dem wir uns von der Stadt erholen und gleichzeitig dem grauen Beton immer mehr Grün
    abringen!
    Die Fläche an der Amelie-Beese-Straße, auf der seit 2017 das IRGENDWO seinen Platz
    findet, ist das beste Beispiel einer Vision der grünen Oase mitten in der Stadt mitten in der
    Airportcity.
    Ab dem Frühjahr erblüht im IRGENDWO ein Stadtgarten, an dem jede*r teilhaben kann! In
    Hochbeeten, Kräuterspirale und Gewächshaus können Gemüse- und Obstpflanzen gepflanzt
    und gepflegt werden. Dabei nutzen wir die Saat der Pflanzen aus dem Vorjahr, organisieren
    Saatgutbörsen und sammeln kostenlose Pflänzchen ein, wo immer wir sie finden. Wir
    reproduzieren hier Saatgut selbst, tauschen es untereinander, statt Hybridsorten im
    Baumarkt zu kaufen, kultivieren alte Sorten, ziehen lokales Gemüse, bereiten es im Idealfall
    gleich vor Ort zu und kochen damit.
    Die Ernte können die Gärtner*innen selbst genießen und das Gemüse wird auch genutzt, um
    gemeinsam zu kochen und so ein schönes Miteinander zu schaffen. Zu den Projekten
    gehören je nach Interesse der am Garten beteiligten weitere DIY-Projekte: wir möchten einen
    Wasserturm bauen, permakulturelle Ansätze erproben und unsere Pflanz- und Erntestrategie
    weiterentwickeln und erproben. Welche dieser Projekte wir umsetzen, wird kollektiv und
    basisdemokratisch entschieden. Wir laden zu wöchentlichen Treffen im Garten ein (dort
    warten gepflegte Hochbeete, Gewächshaus und eine Werkstatt) auf Mitnutzung.
    Was ist aktuell geplant? ca. 15 m2 Hochbeete, die Erneuerung der Kräuterspirale, zwei
    kleine Obstbäume, ein Beerenbeet, sechs Kartoffelkübel und ein 8m2 Gewächshaus. Die vor
    ungefähr vier Jahren gebauten Hochbeete aus Paletten und anderem Holz, müssen dieses
    Jahr teilweise repariert werden. Manche sind abgesackt, manche lösen sich an einigen
    Stellen. Die Beete sollen mit Kompost aufgefüllt werden, sowie mit organischem Bio-Dünger
    unterstützt werden (Bodenaktivator und Dünger) Es sollen weitere Rankgitter gebaut werden
    (für Stangenbohnen, Gurken und Kürbisse). Ein langfristiger Kompost soll angelegt werden.
    Da letztes Jahr ein hoher Verlust durch Schnecken verursacht wurde, soll eine nachhaltige
    Schneckenabwehr durch Schneckenkragen etc. angeschafft werden Außerdem möchten wir
    chemiefrei gegen Blattläuse vorgehen mit Marienkäferlarven. Für die Jungpflanzenanzucht
    braucht es Pflanzenlicht und wiederverwendbares Zubehör (Anzuchtschalen, Ballbrause etc).
    Da wir nicht genug Platz haben für die Jungpflanzenanzucht, soll ein Teil der Jungpflanzen
    bei einem lokalen, biologischen und inklusiv arbeitendem Bertieb gekauft werden. Die
    geplanten Anschaffungen und Kosten haben wir im Kostenplan zusammengestellt.

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  • Berlin: Praxisaustausch Community Kompost

    Am Di., 30.4 von 17:00 – 19:00 Uhr 

    im Prinzessinnengarten auf dem Jacobi-Friedhof (Hermannstraße 99)

    gaaanz Hinten auf dem Gelände, bei der Kompost-Station

    Nächsten Dienstag findet ein ganz besonderer Kompost-Nachmittag statt!Wir wollen mit euch Erfahrungen zum Thema Gemeinschaftliches Kompostieren austauschen.

    • Bist du am Thema interessiert?
    • Hast du schon konkrete Pläne, einen gemeinschaftlichen Kompost zu starten?
    • oder habt ihr vielleicht schon gemeinschaftlich genutzte Komposter?

    Dann komm am Dienstag, den 30.04. zwischen 17:00 und 19:00 Uhr zu uns in den Prinzessinnengarten!


    Der Workshop ist Teil eines Erasmus-Projekts, an dem wir seit letztem Jahr mit zwei Partnerorganisationen aus Prag und Wien arbeiten. In der Zwischenzeit konnten wir viel voneinander lernen und wollen unsere Ergebnisse gerne mit euch Teilen und von euch, euren Meinungen und euren Ideen lernen.

    Ende Februar haben wir bereits einen Workshop zu dem Thema durchgeführt, der aber eher theoretisch war. Diesmal soll es praktischer werden – deshalb treffen wir uns direkt bei der Kompoststation: Dort haben wir viel verschiedene – rattensichere – Infrastruktur, die als Inspiration dienen kann.

    Der Fokus liegt auf der Kompostierung von Küchenabfällen, gerne aber auch in Kombination mit Grünschnitt aus dem Garten.

    Gemeinschaftliches Kompostieren – praktischer Erfahrungsaustausch

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  • Taufkirchen: Interkultureller Garten auf privat gepachteter Fläche

    Besuch
    Gibt es seit 9 Jahren, im Zusammenhan mit Sozialer Stadt entstanden, ist auch noch immer Soziale Stadt Gebiet.
    Gepachtet nahc wie vor privat von einer Lokalpolitikerin, die das Geld von der Kommune zurück bekommt.
    Die Gärtner*innen zahlen pro Jahr je nach Parzellengröße, eine kleine kostet 10 Eure.
    Es sind ca. 76 Parzellen derzeit, oft ist aber dort mehr als 1 Person tätig. Manche sind schon von Anfang an dabei und wollen jetzt im Garten bleiben und die Sonne genießen, aber gärtnern nicht mehr unbedingt. Es gibt auch Fluktuation, ca 7 Leute pro Saison wechseln, die immer vorhandene Warteliste kann immer abgearbeitet werden. Parzellen werden halbiert oder auch geviertelt.
    Es gibt keinen Träger, keine Versicherung, kein Konto o.ä.
    Gemanagt wird der Garten von 2 Frauen, die eine hat den Garten gegründet, die andere war/ist Gärtnerin. Sie entscheiden alles, es gibt eine WhatsAppgruppe, aber nur die eine der beiden kann da drin schreiben, alle andern schicken ihr die Infos, die sie dann dort einträgt. Es gibt auch eine E-Mail Liste, um auch die zu erreichen, die nicht bei WhatsApp sind und Aushänge im Garten.

    Zunächst 1/4 der jetzigen Fläche, Kooperation mit benachbarter Moschee, waren hauptsächlich türkisch stämmige Gärtner*innen, dann wurde erweiteret und es kamen deutsch stämmige Menschen dazu, dann wurde erweiteret und Parzellen mehr gemischt.

    Alle sind aufgerufen, sich an bestimmten Gemeinschaftsarbeiten zu beteiligen, die Orga-Frauen sind dabei sehr froh, dass nie alle kommen, da die Koordination von 80 Leuten sehr aufwendig ist.

    Die Parzellen sind individuell, es gibt ein Gerätehaus, aus der Erfahrung, dass dieses sich sehr aufheizt und die Stiele immer aufbrechen, haben sie eine offene Überdachung rangebaut und die Geräte dort untergebracht.
    es gibt ein Beet für eine Aktion mit einer Schule, gemeinsam sind viele Komposte und das Wasser. Zunächst gab es IBCs, die von der freiwilligen Feuerwehr aufgefüllt wurde, dann hat die Stadt Leitungen gelegt  und sie ernten Regenwasser von einem benachbarten Gebäude (arbeiten mit Gefälle und einer Kaskade von Tonnen).

    Klo gibt es nicht, bei Veranstaltungen kann das Klo in der Moschee genutzt werden.

    Gibt keinen gemeinsamen Gartentag

    Gießvertretung: meinsten durch direkte Nachbarn, gibt aber auch Flaggen

    Ein Mann ist selbsternannter Hausmeister und darf im Gegenzug als einziger eine wilde Parzelle haben, mit Aufbauten die über kniehoch sind (was sonst die Regel ist).

    Müllsammeltag: sie sind dabei (was zu meinem Besuch)

    In der Gemeinde ist der Garten noch immer nicht ganz bekannt, gibt immer Menschen, die beim Vorbeigehen Fragen haben.

    In der Mitte: großer Tisch, Saatguttauschregal, eigentlich überdacht, muss neu mit Schilf belegt werden, Schilf wächst vor Ort um den Garten rum.

    Garten läuft!

    Fläche: ex Erdbeerfeld, soll irgendwann bebaut werden.

    zur Entstehungsgeschichte: https://www.soziale-stadt-taufkirchen.de/interkultureller-garten/ (mehr …)

  • Coswig: Fläche mit essbaren Pflanzen

    unser Projekt „Anlegen einer Fläche mit essbaren Pflanzen“ haben wir nun erfolgreich abgeschlossen und wir möchten Ihnen für Ihre wie stets unkomplizierte und wohlwollende Unterstützung ganz herzlich Danke sagen!

    Wir haben spannende Themen umgesetzt, die sehr viele in Garten- und Natur aktive Menschen angesprochen haben. So fand die Verwendung der Wildobstarten sehr großen Zuspruch! Auch deshalb, weil hier in Coswig/Weinböhla eine trockene Region ist, mit Sandboden dazu. Viele Obstbäumchen sind eingegangen, klagen die Gärtnerinnen und Gärtner der Umgebung. Wildobst ist hingegen robust und eine Alternative. Dazu der Nutzen für die Insekten und Vögel, also, wir hatten wirklich gute Gespräche mit Interessierten. Das Thema Kompost interessierte ebenso eine breite Gruppe, wir konnten es anschaulich und praktisch vorführen, wie es geht. Die wassersparenden Pflanzflächenabdeckung mit Mulch war immer noch für einige Interessierte neu. Schön war, wie von Naturbeobachtungen berichtet wurde, wie Amseln im Laub suchen, welches in vielen kommunalen Grünflächen leider ausgefegt wird. Kleine Sache, aber daran wird deutlich, wie es bei den Menschen ankommt.

    Und, ganz wichtig auch, wir konnten unsere Kooperationsbeziehungen mit den NaBu Leuten der Regio Gruppe Meißen verfestigen. Das ist für unsere künftige Arbeit sehr bedeutend.

    Wir freuen uns sehr, durch dieses Projekt auch 3 neue Mitglieder gewonnen zu haben!

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  • Moers: gelungene Bauaktion mit Schule im Zaubergarten

    25 Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen der Grundschule Lindenschule haben im Rahmen des Sachunterrichtes mit ihren Großeltern / älteren Menschen aus dem Stadtteil Repelen einen Teil des AWO-Grundstückes bepflanzt und selber einen Komposter gebaut. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von einer Lehrkraft der Lindenschule, einer Mitarbeiterin des Internationalen Zentrums und von Ehrenamtlichen aus dem Stadtteil. Angeleitet wurden die Teilnehmenden von einer Floristin aus dem Stadtteil Repelen, welche sich für das Projekt zur Verfügung gestellt hat. Nachdem der Komposter gebaut wurde, konnte auf dem AWO-Grundstück eine Komposter-Rallye mit verschiedenen Stationen durchgeführt werden, die allen Beteiligten sehr viel Spaß bereitet hat. Es konnte bspw. Wissen darüber vermittelt werden, warum ein Komposter wichtig ist und was man in einen Komposter reinwerfen darf. Am 20.06.24 wurde geerntet und alle Menschen aus dem Stadtteil Repelen wurden hierzu eingeladen. Das Interesse an unserem generationsübergreifenden Garten von Seiten der Stadtteilbwohner*innen, der Politik und der Presse war nach wie vor groß (mehr …)

  • Rehfelde: Kompost-Bienenstand wird gebaut

    (Antrag/Antworten)

    Sowohl die Integration von diversen Arten von Komposttypen und auch Bienen, sind ein sehr wichtiger Aspekt für den Waldgarten und dessen Gemeinschaftsbildung.

    Mit dem Bauprojekt ‚Kompost&Bienenstand‘ entsteht hier ein lange nutzbares Projekt, das auch den Aspekt der BfN (Bildung für Nachhaltigkeit) im Waldgarten Rehfelde fördert.

    Die Umsetzung soll in mehreren Workshoptagen, mit den Nutzern des Gemeinschaftsgartens erfolgen.

    Projekt Ziel:

    Hauptsächlich wird eine Holz Konstruktion für

    – 2 Bioreaktoren nach Johnson und Su in Eurogitterboxen ( 1,24m x 0,84m x 0,97m )

    – einen Herkömmlichen Kompost mit ca. 2m x 1,2m x1m

    – einem Wurmkompost

    also insgesamt knapp 5m³ Kompostvolumen entstehen, die mit einer Begehbaren Fläche, den Kompost vor Witterungseinflüssen wie Starkregen und Austrocknung schützen soll.

    Da in den meisten Gartenprojekten Platz Mangelware ist, bietet sich an, das die Fläche über dem Kompost genutzt wird, um Wassertanks oder Tonnen aufzustellen und Regenwasser vom Dach aufzufangen.

    Damit kann dann der Kompost bei Bedarf gewässert werden, ohne Pumpen nutzen zu müssen. Langfristig ist dies Automatisiert geplant, wird aber frühstens 2024 realisiert werden können.

    Die Begehbaren Fläche über dem Kompost kann auch wunderbar als Stellfläche für Bienenstöcke genutzt werden, die dadurch vor Bodenfeuchte und Wildtiere geschützt und doch dadurch im Waldgartenprojekt sehr präsent sein werden.

    Zusätzlich wäre durch Platz im unteren Teil eine Begrünung des Projektes mit Rankpflanzen denkbar, um noch mehr Schatten zu erzeugen und die Biodiversität zu erhöhen und, oder auch eine kleine Speisepilzfarm ließ sich integrieren.

    • Als ich euch besucht habe, war der Platz für ein solches Projekt im Waldgarten noch umstritten. Habt ihr geklärt, wo das dann stehen wird?

    Ja, der Platz steht jetzt fest, fernab von Laufwegen zum Schutz der Bienen im Südlichen Teil des Waldgartens

    • Wo soll das Bauen/die Workshops dazu stattfinden? Über welche Kanäle soll darauf aufmerksam gemacht werden? Wer würde die Workshops anleiten? An wie viele Workshops denkst du? Wie viele Leute können insgesamt mitbauen?

    – Die Workshops finden in einem der unausgebauten Container auf dem Waldgartengelände statt, was den Vorteil eines vor Sonne, Wind und Regen geschützten Arbeitens bietet.

    – Leiten würde ich die Workshops, weil ich bereits die entsprechenden Erfahrungen habe und die Zahl der Workshops ist Abhängig wie viele jeweils mit bauen werden, ich setze mal 5-6 Workshop Tage an.

    – Wenn die Helfenden sich abwechseln, dann würde ich persönlich sagen max. 6-8 Leute, mehr wird dann zu viel Trouble, beim Gesamtaufbau können natürlich mehr dabei sein dann.

    – Das wird in dem Internen Gruppenchat, auf Wachstumswende und auf der Webseite dann bekannt gegeben

    • Ihr seid ja schon so eher wenige Aktive in der Gruppe, wie viele aus der Waldgartengruppe sind auf jeden Fall beim Bau dabei?

    Mit mir sind insgesamt 4 Aktive Leute aus dem Waldgarten bei dem Bauen mit dabei und bei einem kleinen Fest zum Endzusammenbau, werden definitiv mehr aktive dabei sein.

    • Wer würde sich um die verschiedenen Komposter kümmern?

    Da Johnson und Su ein Langzeit Kompost ( 2 Jahre Dauer)  ist und der Normale Kompost eine Kaltrotte wird, der ebenfalls lange reifen wird, kann ich mich definitiv um die Komposte kümmern und auch entsprechende Workshops geben. 

    • Wo kommen die Füllungen her?

    Aus dem Waldgarten zum großen Teil langfristig selbst und vom Sägewerk in Rehfelde.

    • Habt ihr die anderen notwendigen Werkzeuge vor Ort?

    Ich persönlich habe alle benötigte Werkzeug und muss nur Verbrauchsmaterialien und Schablonen besorgen und bauen ( HTW Maker Space ), Außerdem gibt es eine Kapp und Gehrungssäge als Leihgabe aus dem Urban Garden der HTW Berlin.

    • Wie werden die Materialien oder gebauten Teile dann transportiert?

    Durch private Transporte mit einem Anhänger und natürlich Bestellungen die per DHL, DPD angeliefert werden, das Sägewerk liefert ebenfalls an.

    • Gibt es schon Bienen im Garten (habe ich nicht mehr im Kopf)? Wenn nicht: gibt es Imker*innen, die bei euch in der Gruppe sind und den Platz mit ausgesucht haben? Werden sie sich am Bau beteiligen?

    – Ich bin Imker am Standort der HTW Berlin, darum auch die Idee mit dem Grundfläche sparendem Baukonzept, weil ich das schon im Urban Garden der HTW Berlin schon länger praktiziere.

    – Auch habe ich bereits auch 2 Bienenvölker die nach Rehfelde umziehen können, sobald ich das nötige Gesundheitszeugnis vom Amtstierarzt zugeschickt bekommen habe.

    – Es besteht seitens der Waldgartenmitglieder schon sehr großes Interesse an mehr Information zum Thema Imker.

    • Warum soll es zwei Bioreaktoren geben? Könnte die ganze Konstruktion nicht ein wenig kleiner gebaut und damit preiswerter hergestellt werden?

    – Der Waldgarten ist ein sehr großes Gelände und der Pilz basierte Johnson und Su Kompost kann sehr gut gebraucht werden zur  Bodenverbesserung, die dringend nötig ist.

    – Sehr schön wäre auch den Workshop Kompost nach Johnson und Su Jährlich machen zu können, denn nur alle 2 Jahre ist schon sehr wenig.

    – Außerdem ist geplant mit den Eurogitterboxen der Holzkonstruktion etwas mehr Gewicht und Stabilität zu verleihen.

    – Konstruktionsbedingt ist durch die geplante Alternative Imkerei eine gewisse Höhe notwendig und damit auch Breite, damit es Stabil steht.

    – Auch wäre es im Sinne der Bildung dann jeweils kleine Gruppen mit direkt zu die Bienen nehmen zu können, daher muss es sehr Stabil gebaut werden.


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  • Berlin: Bokashi-Workshop in der Bib

    Bokashi Workshop in der Bezirkszentralbibliothek Tempelhof

    Wann: 22.09.2023 | 17:00 bis 19:00 Uhr

    Wo: Bezirkszentralbibliothek Tempelhof „Eva-Maria-Buch-Haus“

    Text: Zuhause Kompostieren mit der Bokashi Methode. Wir lernen, wie Küchenabfälle Zuhause fermentiert werden können, um diese anschließend zu fruchtbarer Erde zu kompostieren.

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  • Magdeburg: Vitopia Gemeinschaftsgarten – Kompostplatzbau in Kooperation mit Hochschule

    (Antrag, Antworten)

    Am Stadtrand Magdeburgs, mitten im Herrenkrugpark, liegt die ehemalige Parkgärtnerei.
    Das Grundstück wurde 2012 durch die Vitopia-Genossenschaft gekauft und inzwischen
    sind ein gemütliches, familienfreundliches Café, eine Herberge und selbstverwalteter
    gemeinschaftlicher Wohnraum entstanden. Auf dem Außengelände befindet sich der
    Gemeinschaftsgarten mit Gemüsebeeten, altem Baumbestand, sowie Gartenbereiche
    rund um das Café mit Plätzen, die zum Austauschen und Verweilen einladen, wie ein
    Pavillon und die Lagerfeuerstelle. Das Wohnhaus wurde mit viel ehrenamtlicher Mithilfe
    nach ökologischen Gesichtspunkten saniert und beispielsweise Trocken-Trenn-Toiletten
    eingebaut, um perspektivisch Kreisläufe durch ein Kompostkonzept besser schließen zu
    können. Ökologische und soziale Projekte sind für die über 100 Mitglieder der
    Genossenschaft, des Kultopia-Vereins und der Wohngemeinschaft wichtige
    Anknüpfungspunkte, um sich gemeinsam für eine lebenswertere Zukunft einzusetzen und
    in die Gesellschaft zu wirken.

    GG

    Der Vitopia-Garten ist von Anfang an durch viele Hände mitgestaltet worden. Neben den
    etwa 15 Menschen aus der Wohngemeinschaft bringen sich Mitglieder aus Verein und
    Genossenschaft ein. Es haben schon mehrere BFD-Freiwillige (u.a. aus Syrien) Projekte
    umgesetzt und es finden immer wieder auch Menschen ohne vorherige Berührungspunkte
    zu uns und machen mit. Mit der Zeit hat sich der Garten sehr entwickelt. Es gibt nun eine
    große Fläche für den Anbau von Gemüse und über das Grundstück verteilt zahlreiche
    Obstbäume, Beete, Ecken und Nischen, die gestaltet und gepflegt werden. Auch ein Imker
    hatte hier schon seine Bienen stehen

    Bisher haben wir in mehreren kleinen Behältern kompostiert, um das anfallende Material,
    wie Gemüse- und Pflanzenabfälle und Schnittgut vom ganzen Gelände, wieder zu
    vererden. Diese stoßen inzwischen an ihre Grenzen und wir haben uns entschlossen,
    einen neuen Kompostplatz zu bauen. Dafür hat sich eine Arbeitsgruppe von vier Personen
    ausgiebig informiert und beraten lassen.
    Ein Studierender der Hochschule, der hier fleißig mitgärtnerte, hat seine Masterarbeit über
    für uns geeignete Kompostierungsverfahren geschrieben, sodass perspektivisch – in
    Kooperation mit der Hochschule – sogar unsere Komposttoiletten in den Kreislauf
    eingebunden werden können. Ein Verfahren mit mehreren Kompostierungsstufen und
    möglichst hohen Temperaturen soll am Ende, nach ca. zwei Jahren, die hygienische
    Sicherheit gewährleisten. Diesen Plan möchten wir nun umsetzen.
    Um den Kompostplatz langfristig nutzen zu können und – mit Blick auf die
    denkmalgeschützten Gebäude – schön zu gestalten, möchten wir die Komposter aus
    Ziegelsteinen mauern. Diese können wir von mehreren Abriss-Baustellen recyclen, wofür
    wir schon Zusagen haben. Den Transport und die Aufarbeitung der Steine organisieren wir
    ehrenamtlich. Ebenfalls versuchen wir, Materialien für die Überdachung des Komposts
    wiederzuverwenden, indem wir die Unterkonstruktion aus Holzresten bauen. (mehr …)

  • Wuppertal: Permakulturhof wird weiter aufgebaut

    (Sachbericht/Antrag)

    Im Jahr 2022 haben wir mit der Umsetzung des über die Spendenplattform Betterplace.org finanzierten Projekts “Ein Feuchtbiotop für den Hof” begonnen. Nach den beauftragten Baggerarbeiten wurde mit Unterstützung aller Hofaktiven und an zwei Social Days mit jeweils 20 Teilnehmenden eine Teich- und Sumpfzonen-Landschaft aus einem Ton-Lehm-Gemisch begonnen und gestaltet (Fertigstellung voraussichtlich Herbst 2023).

    Zurzeit wird im Außenbereich ein Lagerschuppen stabilisiert, der als Unterstand für Gerätschaften genutzt werden soll und im Kuhstalloberboden wird ein Großteil der Hofwerkstatt mit Materiallager eingerichtet. Dadurch wird der untere Kuhstall (ein Raum von ca. 80 m² mit einer Deckenhöhe von 3m) weitestgehend frei.

    Wir wollen diesen ehemaligen Kuhstallbereich als einen multifunktionalen Raum sowohl für die aktive Hofarbeit wie auch für die Durchführung von Workshops nutzen. Sitz- und Stellmöglichkeiten sind entweder vorhanden oder können flexibel zusätzlich geschaffen werden. Durch die Angleichung des vorhandenen Estrichbodens zu einer einheitlich begehbaren Fläche mit einem Lehmboden werden Stolperfallen beseitigt und der Zugang für Menschen mit Einschränkungen wird erleichtert.

    Die Kosten für das Material des Lehmbodens (die Ausbringung wird in Eigenleistung der Aktiven erfolgen) ist durch das Preisgeld des an unser Projekt verliehenen AOK-Förderpreises “Gesunde Nachbarschaften” (Dezember 2022) gesichert.

    Da die Baggerarbeiten im hinteren Geländeteil für das Feuchtbiotop nun abgeschlossen sind, kann nunmehr der Platz vor dem Gärtnerhaus mit einer Fläche von ca. 60 m² zu einem zentralen Kompostplatz hergerichtet werden. Hier gibt es Platz für Anwendungsbeispiele der Humus- und Kompost Herstellung und die für den Hof benötigte Masse von Kompost.

    Gerne würden wir nach der Herrichtung des Kompostplatzes evtl. ab Spätherbst 2023 Kompostworkshops auf dem Hof anbieten. Bei allen bisherigen Führungen haben wir festgestellt, wie zentral dieses Thema und das Wissen darüber für die Bewirtschaftung von Garten- und Landschaftsflächen ist und dass auch Menschen mit jahrelanger gärtnerischer Erfahrung Neues hinzulernen (möchten).

    Die Anzahl der Vereinsmitglieder wächst und auch die Aktiven werden mehr. Auch im Winter waren durchgehend 8 – 10 Leute bei den Arbeitssamstagen auf dem Hof. Im Sommer bis zu 20.
    Es gibt auch einen Mittwochs-Vormittag Gruppe und das Kernteam überlegt, einen regelmäßigen Abend unter der Woche für (theoretische) Workshops anzubieten. Sie müssen die Gebäude abschließen, wenn niemand aus der Kerngruppe dabei ist, der Hof liegt nicht in der Stadt und ist umgeben von Kleingartenanlagen. Soziale Kontrolle ist nicht gegeben.
    Der größe Kompostplatz (200m²) ist aufgelöst, da haben sie nun Beete angelegt und wandern mit dem Kompostplatz über das Gelände, nun haben sie einen Standort vor einem der Gebäude gefunden, der logistisch und von den klimatischen Bedingungen her geeignet ist.

    Mit den gestiegenen Energiepreisen müssen sie nun insgesamt 350 Euro pro Monat an den Verpächter zahlen, dazu kommen noch laufende Kosten für Versicherung etc. Sie nehmen für das Mittagsessen, was Samstag immer gekocht wird, einen kleinen Obolus und auch ein bisschen Geld für die Hofführungen. Damit finanzieren sie das hauptsächlich.

    2023 wollen sie


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  • Mainhard: nicht so viel Interesse am entstehenden Permakulturgarten wie gedacht

    (Bericht)

    Wir haben über den Winter 2021/22 eine Organisationsgruppe von vier Naturfreunden und Nesrin
    Caglak gebildet.
    Zusammen mit Nesrin wurde eine Reihe von Permakultur Garten Workshops im Naturfreundehaus
    geplant und beworben. Im Rahmen dieser Workshops sollten auch die für das Gemeinschaftsgarten-
    Projekt vorgesehenen Flächen für die praktische Umsetzung des im Workshop gelernten genutzt
    werden. In Vorbereitung wurden alle dafür vorgesehenen Flächen freigeschnitten. Das erste dieser
    ursprünglich 5 Workshops wurde erfolgreich durchgeführt und ermöglichte, mit vielen Händen den
    Grundstein für den Gemeinschaftsgarten zu legen.

    Leider kam es, trotz großem Werbeaufwand zu keinem weiteren Workshop in dieser Reihe, aufgrund
    mangelnder Anmeldungen. Dafür gab es jedoch schon von uns angeleitete Arbeitseinsätze, wie z.B.
    mit einer Gruppe Interessierter des Arbeiter Samariter Bundes.

    […]Als nächstes einigten wir uns auf eine Liste und Kollektion von 35 Obstbäumen, die während der
    Gartenaktionen auf den Gemeinschaftsgarten Flächen gepflanzt werden sollten. Um diese Pflanzaktion
    auch nachhaltig zu gestalten, war es nötig zusätzlich für jeden Baum auch Wühlmausschutz in Form
    von rostenden speziellen Maschendraht sowie als Schutz gegen Wildverbiss, Wildschutzzaun und
    Zaunpfähle sowie Verbindungsmittel zu kaufen.
    Alle Bäume wurden während des ersten Permakultur Workshops erfolgreich eingepflanzt und mit
    besagten Schutzvorrichtungen versehen. Seither muss hier etwa alle zwei Tage gegossen werden,
    damit die Bäume während der großen Trockenheit und Hitze auch anwachsen. Wir verloren trotzdem
    5 der Bäume, die einfach nicht ausschlugen. Evtl. hatten diese jedoch auch schon einen Schaden, als
    wir sie von der Bio Baumschule Pflanzlust holten. Über einen eventuellen Ersatz von dort, wird noch
    verhandelt.

    Als nächstes war es notwendig eine Lösung für die Bewässerung der Flächen und Bäume zu finden.
    Dazu wurden eine ganze Reihe von gebrauchten 1000 Liter Tanks in Gitterkästen erworben und hin
    transportiert. Inzwischen sind diese an die Regenfallrohre des Naturfreundehaus-Daches
    angeschlossen und füllen sich kaskadenartig nacheinander, bis das Wasser am Randes des Gartens
    ankommt. Hier sind allerdings noch mehr Einsätze nötig, bis alles richtig funktioniert. Unter anderem
    soll hierfür noch ein besonders langer Wasserschlauch angeschafft werden.

    Es war uns möglich Kompostringe aus dem Zaunmaterial des ehemaligen deutsch-deutschen
    Grenzzauns zu erwerben und aufzustellen. In einer mehrphasigen Gemeinschaftsaktion ist es uns
    gelungen eine erste etwa 120 m² große Fläche gegen Wildverbiss einzufrieden und etwa ein Viertel
    der so geschützten Fläche mit Pappe und Eselsmist (den wir aus der Nachbarschaft bekommen)
    abzudecken.

    Mail, 26.6.:Die Holzplattform haben wir etwas hinten an gestellt, weil es ja erst einmal darum ging einen Start hinzulegen. Alles wurde plötzlich teurer, als wir geplant hatten. Auch die Materialkosten für die Plattform wurden kriegsbedingt so hoch, dass wir erst einmal warten wollten. Wir bemühen uns einen Geräteschuppen geschenkt zu bekommen, was kürzlich fast gelungen wäre. Das wäre dann eine Hütte, die wir irgendwo zerlegen, zum Projektort transportieren und dort wieder aufbauen würden. Bis dahin können wir alles noch in die alten Schuppen des Naturfreundehauses stopfen. Wenn es uns gelingt, eine Hütte geschenkt oder sehr günstig gebraucht zu bekommen. Hätten wir noch genug Mittel für die Plattform.

    Kompostring bedeutet in unserem Fall ein etwa 1,30 m hohes Element aus dem ehemaligen DDR Grenzzaun (sehr enges verzinktes Geflecht und unverwüstbar) zu einem Zylinder gebogen und verschraubt. Solche Ringe werden hier in der ganzen Gegend als Kompostbehälter genutzt.

    Naja, was die Gartengruppe angeht, so wissen wir, dass es etwas Geduld braucht. Die meisten Vereins-Mitglieder, die noch nicht so alt und gebrechlich sind, haben irgendwann auch schon mal mit angepackt. Wir sind zuversichtlich, dass wir im nächsten Frühjahr alles soweit vorbereitet haben, dass wir eine neue Reihe von Permakultur Workshops starten können und wir auch darüber neue Mitglieder gewinnen können (mehr …)

  • Austausch von Expertise in Münchner Gemeinschaftsgärten

    Ruth Mahla vom Stadtacker https://ackermannbogen-ev.de/stadtacker/ im EWH. (Eine Welthaus Garten)

    Sie wird für uns einen Kompostworkshop halten und möglichst gleich mit uns einen Komposter starten (mehr …)

  • Halle: „high-tec“ Kompost und Gewächshaus für alle im Gemeinschaftsgarten „alte Gärtnerei“

    (Antrag, Antworten)

    Ausgangspunkt
    Der Gemeinschaftsgarten „alte Gärtnerei“ am Galgenberg 2 in Halle, ist die „Erbin“ der alten
    Stadtgärtnerei von Halle.
    Mit Beginn des Projektes 2018, waren viele Gewächshäuser und ein Teil der Anzuchtsinfrastruktur
    marode aber erhalten. Seit dem konnten wir sie nach und nach wieder zugänglich und nutzbar
    gemacht werden. Deshalb verfügt der Gemeinschaftsgarten über ein unüblich großes Gewächshaus,
    das wir modifizieren wollen, um bunter zu werden.
    Der Garten
    Der Gemeinschaftsgarten hat einen öffentlichen, wöchentlichen Gärtner*innentag.
    Für Interessierte stellen wir einmal im Monat unseren Garten vor und ab Mai können bei uns einmal
    monatlich die Kräuterbeete mitbeerntet werden.
    Im vergangenen Jahr waren wir Mitprotagonist, bei den Nachhaltigkeitswochen der Stadt Halle, der
    Gemeinschaftsgarten Radtour und dem alternative Vorlesungsverzeichnis.
    In diesem Jahr sind wir bereits bei Pflanzeklimakultur engagiert.
    Der Gemeinschaftsgarten ist ein Teilprojekt des multidiversen Raums der am Galgenberg
    entstanden ist und weiter entsteht.
    Das gesamte Projekt
    Derzeit bestehen im Projekt, eine Hühner- und Laufentengruppe, eine Theater AG, offenen
    Werkstätten für Fahrrad, Druck, Metall und Holz, ein Proberaum, eine links ökologische
    Jugendbibliothek und eine Solarstromgruppe.
    Uns eint die Schaffung und der Erhalt eines ökologischen Soziokulturraums am Galgenberg, ein
    Antidiskriminierender, Antirassistischer, weltoffener Umgang miteinander und nachhaltige
    Verwendung unserer Ressourcen.

    Im Gartenprojekt wollen wir als nächsten Schritt diese beiden Maßnahmen verwirklichen:
    Aus-/Aufbau Kompostsystem
    Nach nun fast drei Anbauperioden, wollen wir unseren Stoffkreislaufwirtschaft schließen.
    Da viel Gestrüppschnitt auf dem großen Gelände anfällt, haben wir im letzten Jahr eine Methode
    zur Herstellung von Pflanzenkohle etabliert und wollen damit unsere Bodenqualität mit
    Biokohlekompost verbessern.
    Dazu soll unser Wurmkompost von aus den Bäckerkisten in eine Badewanne ziehen. Und ein
    strukturiertes Anlegen von 1 – 1,5 m³ Komposthaufen mit entsprechendem Monitoring umgesetzt
    werden.   Nach dem Vorbild der Fuldarer Klosterabtei.
    Zu Beginn wollen wir die Ausgangswerte der Bodennährstoffe, auf unseren beiden sehr
    unterschiedliche Flächen, feststellen, um die Wirkung der Kohle auf den Boden zu dokumentieren.
    Um aus dem Kompost eigene Anzuchtserde ökologisch herzustellen, wollen wir anstelle eines
    Kompostdämpfers zum Desinfizieren, einen Pyrokocher nutzen aus dem gleichzeitig Kohle
    gewonnen wird und nicht nur Asche übrig bleibt.
    Und einige Zerkleinerungsmaschinen/-werkzeuge für gute Holzkompostierung anschaffen.
    Gewächshausmodifizierung
    Erste Experimente im vergangenem Jahr mit exotischen aber sehr interessanten Nutzpflanzen wie
    Luffa zur Bioschwammherstellung und Mönchsfrucht als Zuckerersatz, haben uns unsere
    Gewächshausnutzung überdenken lassen.
    Um diese und andere Kulturen mehrjährig anbauen zu können, soll in den alten nicht mehr
    funktionalen Heizungsrohrschächten Gewächshausbeete anlegt werden, in denen außer Luffa und
    Mönchsfrucht, Süßkartoffeln, Curubas, Bergpapayas uvm. kultiviert werden sollen.
    Um die Beete besser winterfest zu machen und das Mauerwerk zu schützen, wollen wir sie mit
    Schaumglas als nachhaltigem Isolatorstoff isolieren und verkleiden.
    Die defekte Zysterne in der Mitte des Gewächshauses soll ebenso mit Schaumglas modifiziert
    werden, um dort zur Grundwärmegewinnung ab Oktober einen Langzeitheißkompost nach dem
    Vorbild von Ida und Jean Pain einzubringen, welcher im Frühjahr die Kompostmasse verstärken
    soll. Einen zweiten Teil des Gewächshausen wollen wir zur Überwinterung vor allem von
    Zitruspflanzen nutzen. Um deren Vitalität zu stärken und sicher vor hartem Frost zu sein, soll eine
    zweite LED-Vollspektrumlampe in den dunklen Monaten den Tageslichtzyklus etwas verlängern
    und eine Heizmatte mit Reglertechnik den ausreichenden Schutz vor Frost bieten.
    Zudem wollen wir mittels eines Mehrfachsonden Digitalthermometer die Wirkung des
    Heißkomposts dokumentieren, um eventuelle Standortoptimierungen im Gewächshaus ausfindig
    machen (Wärme-, Temperaturzonen).
    Für den erhöhten Strombedarf, wird eine Solaranlage aus gebrauchten Modulen mit
    Batteriespeicher dieses Jahr ans Netz gehen.
    Um eine weitere Schnittstelle für den Gemeinschaftsgarten zu schaffen, soll ein Teil des
    Überwinterungsplatzes der Nachbarschaft zur Verfügung stehen. Garten für Alle eben!

    Wie groß ist die Gärtner*innengruppe? Wie setzt sich diese zusammen?
    Aktuelle sind wir zwölf aktive Gärtner*innen, für größere Bauprojekte gibt es mehrere unregelmäßige Gärtner*innen die uns supporten, wie bspw. zwei Werkstättenleiter der Burg Giebichenstein, die wollen lieber bauen als pflanzen.
    Ich meine aktuell haben wir eine Alterspanne von 18-41 Jahren. Studies, junge Eltern, Selbständige, angestellt Berufler*innen, ALG-Empfänger*innen. Zwei unserer regelmäßigen Gärtner*innen sind nicht in Deutschland geboren. Also eher ein bunter Haufen aus vielen Ecken.

    Gärtnern die Gärtner*innen auch jenseits des Gartentages?

    Auf jeden Fall, wer in der Gartengruppe ist, kann jederzeit dort sein.
    Der Gartentag soll zwei Funktionen erfüllen.
    1. Interessierten einen Einstieg geben, uns unverbindlich kennenzulernen und mitzumachen wer
        möchte. Es ist eine öffentliche Veranstaltung, wo jeder kommen kann.
    2. Einen Schnittpunkt für direkte Absprachen untereinander zu schaffen. „Alle unter einem Hut“,
        möglichst offline.


    Wie oft und von wem wird die Gartenfläche und die Gewächshäuser genutzt?
    Die Gartenfläche wird ganzjährig genutzt, hauptsächlich von der Gartengruppe.
    Wir nutzen aktuell ein Gewächshaus ebenfalls ganzjährig.

    Was meinst du damit, dass bald 1x Monat die Kräuterbeete mit beerntet werden können. Von wem? Im Sinne von „Essbare Stadt“?
    Oh das weiß ich gar nicht, ob das unter „Essbare Stadt“ fällt. Die Idee ist eher daraus entstanden, das wir zu viele Kräuter haben, Dost und Muskatellersalbei wachsen bspw. wild und mit den vielen Kräuter wollen wir das Interesse an unserem Gemeinschaftsgarten wecken und da wir ein öffentliches Projekt sind, warum nicht an die Allgemeinheit geben.

    Wie groß ist die Fläche, wie viele Beete gibt es, was gibt es sonst noch an Infrastruktur (instand gesetzt oder noch als „to do“)
    Die Beetfläche sind ca. 300 m^2 – 350 m^2 mit 50-52 Beeten + vertikal Strukturen, je nachdem wie viel Engagement die Gruppe hat, können wir auch noch weitere Teile urbar machen oder Gründüngen säen. Das gesamte Projekt hat ungefähr 1 Hektar und es ist nicht strikt, welche Fläche/Räume zu welchem Teilprojekt gehören. Gartenflächen sind markiert, aber das ist unser Ding aus den Erfahrungen der letzten Jahre. 
    Auf dem Gelände existieren alle Versorgungsanschlüsse, die es für eine Gärtnerei in der Stadt benötigt.
    Es gibt eine Regenwasserzysterne, wir (das gesamte Projekt) haben noch mehrere Regenwassersammeltanks aufgestellt, andere Teilprojekte benötigen auch Wasser.
    Die Sammelsysteme der ehemaligen Stadtgärtnerei waren teilweise noch da und bislang hat der Gemeinschaftsgarten kein Trinkwasser gebraucht, da wir mit einer Solarpumpe die dezentralen Stationen, anpumpen brauchen wir im Garten auch kaum Netzstrom.
    Wir haben ca. 35 m^2 des Frühbeetsystems für den Gemeinschaftsgarten nutzbar gemacht, und  Altmaterial auf dem Gelände gesammelt, um optional die Frühbeete noch erweitern zu können oder/und Reparaturmaterial zu haben. Letztes Jahr ist ein Reh über ein Frühbeet gelaufen, das hat die Scheibe nicht so leicht genommen :-).
    Wir haben dieses Jahr noch einen Unterstand in Planung, Holz+Kohlelager und große Geräte wie Schubkarren und Co. in der ToDo Liste, unser Tischlermeister freut sich schon.

    Habt ihr einen Vertrag und wenn ja, wie lange könnt ihr auf der Fläche bleiben? Zahlt ihr Pacht? Gehört die Fläche der Stadt?
    Ja wir (das gesamt Projekt) pachten von der Stadt, der Vertrag läuft bis 2028 und kann auf Anzeige bis 2033 verlängert werden.

    Ich habe noch nicht ganz verstanden, was für ein Gesamtprojekt das ist, habe ich auch auf eurer Homepage nicht rausgefunden. Habt ihr Räume für all die anderen Angebote und der Garten gehört zu dem Haus?
    Also nutzt ihr Räume und natürlich die Fläche einer alten Gärtnerei für euer Gesamtprojekt?
    Das ist glaube ich auch nicht so einfach, die Homepage ist aktuell wieder etwas baustellig, die Gemeinschaftsgartengruppe ist eigentlich über Florapolis vernetzt und repräsentiert, aber leider ist die Seite seit einer Woche gelöscht, ich versuche gerade rauszubekommen was da los ist.
    Die gesamte Fläche war bis ~2010/12 die Stadtgärtnerrei von Halle. Wurde dann wegen Einsparung abgewickelt. Und dort finden alle Projekte ihren Platz zu denen auch der Gemeinschaftsgarten gehört. Die Projektidee fußt auf dem Freiraumgedanken für kulturellen, kreativen, antidiskriminierenden Raum und solidarisches Miteinander.

    Wie groß ist die Kompostgruppe und wie gebt ihr das Wissen und die Erfahrungen, die dort gewonnen werden, weiter?
    Eine Kompostgruppe gibt es nicht, es betrifft ja alle im Gemeinschaftsgarten, angefangen vom Sammeln und trennen der Abfälle über Kohlefass stopfen, bis zum Würmerfüttern.
    Ziel ist es das das alle aus der Gartengruppe können/verstehen und wird bestimmt auch Thema bei unserer Gartenvorstellung. Bestimmt wirds eine Infotafel geben. Aber darüber hinaus haben wir noch nicht gedacht. Es muss ja erstmal klappen.
    Würdet ihr eure Erfahrungen in den Praxisblättern teilen? https://urbane-gaerten.de/praxisseiten-urbane-gaerten
    Sehr gerne, können wir dort publizieren was rausgekommen ist. Haben bislang viel davon profitiert, herzlich Dank an euch!

    Was ist ein Kompostfdämpfer?
    Das ist im Prinzip ein Holzofen mit einer ungewöhnlichen Kochplatte, ich kenne es als Bauweise in einer Art Fass, bei dem oben Erde eingefüllt wird und erhitzt. Nutzen manche für die Jungpflanzenanzucht um vor allem den Schimmelpilz rauszubekommen und die Gelege von Schadinsekten.

    Wie groß ist das Gewächshaus?
    Das Gartengruppengewächshaus hat ca. 60m^2.

    Was passiert mit all den Jungpflanzen, die auf eurer Facebooksite zu sehen sind?

    Das ist ein anderes Teilprojekt, sowas kann die aktuelle Gartengruppe zusätzlich nicht stämmen. Seit letztem Jahr versuchen wir Menschen mit eigenem Garten oder Garteninteresse an die Anzucht, der verschiedenen Kulturen (Licht- und Dunkelkeimer sind oft schon herausfordernd), heranzuführen.
    Und einen Impuls für ökologische, biologische und vorallem torffreie Pflanzenanzucht an die Nachbarschaft zu senden.
    Wir sind umringt von fünf oder sechs Kleingartensiedlungen. Und wir hoffen das Nachbar*innen uns vielleicht dadurch bei unserem Projekt unterstützen.
    Man erreicht auch eine ganz andere Menschgruppe als bei den Kulturveranstaltungen.

    Was passiert überhaupt mit den Pflanzen, die ihr im Gewächshaus anbaut?

    Wir pflegen, präsentieren nutzen/essen sie.


    Vom wem werden diese dann (weiter) genutzt? Wollt ihr Lufaschwämme z.B. verkaufen?

    Nein, verkaufen entspricht nicht dem unkommerziellen Charakter des Projektes.
    Der Gemeinschaftsgarten Konsens ist:
    können wir es in der Gartengruppe nicht verwerten, geht die Frage an die anderen Teilprojekte, bspw. KüFa, Hühner usw., bei den Luffas wär es auch was für unseren Küchenbereich und in den seltenen Fällen, wo es doch mehr ist als wir im Projekt unterbringen können, stehen wir mit anderen örtliche Protagonisten, wie dem Tierschutz oder der vegan Community in Kontakt. Zudem Luffas ja lange lagerfähig sind und Mönchsfrüchte ja meist getrocknet als Süßungsmittel eingesetzt werden.
    Und was passiert mit der Ernte aus den Beeten (es gibt doch auch Beete im Freiland?)
    Auch die präsentieren nutzen/essen wir, geben sie an die Küfa(s), Hühner, unseren Helfer*innendunstkreis weiter, wenn es zuviel gibt und dann wie oben geht es weiter. Ziel ist es keine Lebensmittel zu verschwenden.

    Warum wollt ihr vermehrt Pflanzen anbauen, die hierzulande nur im Gewächshaus überwintern können?
    Weil wir, so weit ich es aus der Gruppe weiß, keine einheimische alternative für Luffas und Mönchsfrüchte haben, damit bspw. bei der Gartenvorstellung, die beiden Kulturen und die damit verbundenen Themen in den Fokus rücken, um auf ökologischere bzw. gesündere Alternativen zu verweisen, die man mit etwas Mühe auch hier kultivieren kann.
    Wir hoffentlich einige Gärtner*innen aus den umliegenden Kleingartenkolonien dafür begeistern zu können, das gegen die ein oder andere Tomatenpflanze in ihrem Gewächshaus einzutauschen (Know-How Transfer).
    Und nicht zuletzt das Interesse an unserem Gemeinschaftsgarten zu wecken und ein bisschen andere Natur, vielleicht Heimat, erfahrbar zu machen und unser Netzwerk interessanter und vielfältiger zu machen.
    Wie viele Menschen kümmern sich im Winter dann darum?
    Winter ist in unserem Garten meist nur ~6 Wochen außer es liegt außerhalb der Dezember/Januar „Pause“ Schnee. Und in der „Pause“ sind wir alle weiter aktiv beim Reparieren, Planen und Wintergemüse ernten. Und einmal wöchentlich zumindest kurz im Garten, um uns zu kümmern.
    Für wie viele bei euch ist das ein Thema?
    Derzeit finden vier Leute dieses Beet(e) spannend, wir treffen solche entscheiden nach dem Konsensprinzip. Ich würde vermuten, wenn wir sie haben und es funktioniert, kommen noch mehr Interessierte und Ideen dazu.

    Wie viele Leute werden und können sich an den Ausbauarbeiten beteiligen?
    Natürlich möglichst alle aus der Gartengruppe und unserem Unterstützer*innenkreis, denke aber mehr als fünf Leute können durch die baulich gegeben Grenzen nicht nebeneinander in/an den Heizungsschächten arbeiten. Der Rest muss dann eben den Garten bewirtschaften :-). 

    Das mit der Isolierung der Zysterne für eine Heißrotte verstehe ich nicht und wie ist die Methode von Ida und Jaen  P.?
    Bei der Isolierung geht es darum, den Wärmeabfluss in die Richtungen zu minimieren in den keine Pflanzen sind (Außenwand, Mittelgang, Boden). Die Zysterne ist ca. 10 cm über Bodenhöhe und ca. 25 cm in der Mitte tief. Ob die Tatsächlich mal zur Wasserversorgung oder fürs Treibhausklima war, wissen wir nicht. Und damit wir die Kompostgröße von 1m^3 schaffen, muss er hoch werden ohne das uns der Haufen in den Mittelgang vom Gewächshaus rutscht und Schaumglas kann Flächenlasten ganz gut verteilen und isoliert.
    Kann durchaus sein, das wir im nächsten oder übernächsten Jahr einen Wasserschlauch zur Wärmeverteilung vom Insidekompost in das Beet legen, wenn der Wärmefluss vom Komposthaufen nicht reichen sollte. Deshalb u.a. auch das Monitoring. Wenn es ohne geht, wär es einfacher nachzumachen.
    Ida und Jean Pain, waren meines Wissens die ersten, die das Prinzip des Biomeilers eingeführt hatten und das ist es ja im Prinzip mit dem Komposthaufen im Gewächshaus ggf. Wasserschlauch, als Wärmetauscher. Ist ein bisschen andere Kompostzusammensetzung, aber wir wissen noch nicht ob es darauf vielleicht doch nicht ankommt.
    Falls es dich interessiert: https://www.jean-pain.com/en das Standardwerk von den beiden heißt „Another Kind Of Garden“, gibts im Französischen Original und in Englisch, die haben recht verrückte Sachen gemacht, aus Kompost Strom bspw.. Ich fand das ganz interessant, vorallem weil es aus den 70er ist.

    Ist das, was ihr da aufbauen wollt auch für Gärtner*innen bedien- und nutzbar, die nicht so technisch versiert sind? Muss man dann eine Einführung machen?
    Die Endergebnisse sollte mit einer einfachen Anleitung bedienbar sein. Die Lampe hat einen Drehknopf mit Prozentangaben und die Heizmatte hat ein Temperaturdisplay mit zwei Pfeilen. Ist alles keine Weltraumtechnologie.
    Ich glaube das zur Sicherheit eine Einführung gemacht werden wird, dafür sind die Protagonist*innen in und um das Projekt zu heterogen. Und es beugt der Fehlbenutzung vor.
    Wenn jemand der nicht so vom Fach ist, verstehen will, wieso warum, dann wird es um eine Einführung nicht drum rum kommen.

    Zahlen die Nachbar*innen etwas für einen Standplatz im Gewächshaus?
    Das Projekt ist unkommerziell und wir werden allein wegen der Nebenkosten auf Spendenmöglichkeiten hinweisen, aber es gibt jeder was er kann oder beteiligt sich persönlich. Alle Protagonist*innen sind ehrenamtlich tätig.

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  • IG Lich hat sich gut entwickelt

    (Mail)

    der Internationale Garten Lich ist noch da.

    Er besteht aus 17 Einzelparzellen und mehreren Gemeinschaftsflächen. Wir verstehen uns als interkulturell. Vertreten sind im Momenr folgende

    Herkunftsländer: Deuschland, Russland, ex Sowjetrepubliken Kasachstan und Usbekistan, Kroatien, Türkei, Frankreich, Vietnam, Syrien, Afghanistan. Nebeneinander aus der Türkei Türken und Türkinnen, Kurden und Kurdinnen, Zaza. Aus Russland „echte“ Russen und Russlanddeutsche.

    Im Moment sind alle Parzellen vergeben. Es finden 4 Pächterversammlungen im Jahr und 3 mal Gemeinschaftsarbeit

    Wir machen einen Stand beim Historischen Markt im Frühjahr, wir grillen im Garten im Sommer und werden kleinere musikalische Veranstaltungen planen.

    In den Kulturtagen 2019 waren wir mit einem Vortrag mit Bildern zum

    Thema: „Wurzeln schlagen“

    Ein Werkzeugschuppen wurden von 2 Künstlerinnen bemalt. Die Bilder stellen bedrohte Arten dar.

    Probleme: Wir konnten noch nicht alle davon überzeugen, einen eigenen Kompost zu machen. Im Sommer waren viele frustriert, weil die Wasserversorgung eine Weile ausfiel.


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  • Stadtgarten H17 startet motiviert in die neue Saison

    (Gu aus Sachbericht)

    […]
    Etwas schade ist, dass wie jedes Jahr die Energie von uns durchweg ehrenamtlichen und in Studium und Beruf ziemlich eingebundenen Gartenmitglieder zum Ende der Saison nachlässt. Verbleibende Energie steckten wir in den Küchenbau, um vor Winteranbruch möglich gut voran zu kommen. Somit haben wir auch diesen Herbst leider nicht geschafft, unseren Kompost zu erweitern und gut zu schichten. Aber zumindest der Platz ist nun da, nach einer groß angelegten Aufräum- und Entrümpelungsaktion! […]

    Die guten Erträge in diesem Jahr hängen aber auch sicherlich damit zusammen, das wir im Sommer 2017 erstmalig zu unseren 3 Regen auffangenden Kubikmeterfässern und 2 kleineren Tonnen einen Wasseranschluss haben, der uns über die in Leipzig recht häufigen Dürreperioden hinwegrettet. Unser Mammutprojekt 2016 hat sich also voll ausgezahlt! Vorbei sind die Zeiten, in denen die Gärtner*innen kanisterweise Wasser aus dem heimischen Wasserhahn auf Fahrradkorb und -anhäger in den Garten schleppten – als Tropfen auf den heißen Stein. Das hat unsere gärtnerische Motivation in 2017 sehr gestärkt. […]

    Neben dem Gärtnern haben wir noch viele weitere Dinge gestemmt. Unser Mammutprojekt 2017 war wohl unsere Fundraising-Kampagne. Die dafür erstellten Materialien sind wirklich sehr ansehnlich geworden (Postkarten und Videoclips) und haben dafür gesorgt, dass wir mittlerweile eine gute Anzahl „Quadratmeterpaten“ haben – und es werden beständig mehr. Diese haben uns bis Jahresende schon ¼ der Ausgaben für unsere Pacht gespendet! Das ist ein Meilenstein für uns! Neben dem, das ca. 2000€ über Vereinsmitgliedsbeiträge reinkommen, braucht es nun nur noch ca. 1000€ aus Veranstaltungen im Jahr, um unsere Pacht stemmen zu können.

    Das wird für 2018 wiederum auch dringend notwendig sein, denn im Moment sind wir von etwas über 15 auf 10 Vereinsmitglieder geschrumpft (durch Wegzug, längere Reisen und Auslandsaufenthalte) – diese sind aber durchweg im Rahmen ihrer Möglichkeiten sehr Engagiert. Trotzdem müssen wir zunächst mit weniger Energie, was die Aufwendigkeit der Formate bzw. die Frequenz unserer Veranstaltungen angeht, planen.

    Interessenten gab es durchaus, doch war das Integrierender an der Vereinsarbeit Interessierten diese Saison leider etwas unser Stiefkind. Etwas was wir nun noch im Winter angehen. Der Großteil der Energie floss in die Fundraisingkampagne, unsere Veranstaltungen, den Küchenbau und mehrere moderierte Gruppenprozesstreffen zum Anfang sowie zum Ende der Saison. Auch die Aufarbeitung eines Finanzüberblicks über die letzten 3 Jahre für die Vereinsmitglieder nach der Übergabe des Schatzmeisterpostens von einer Person auf ein Finanzteam hat sehr viel Zeit gebunden.

    Somit konnten wir uns auch einer weiteren Sache bisher nur nebenbei widmen: der Gewinnung von Saatgut. Was sich von allein aussät wie Mangold oder Salat oder was recht unkompliziert ist, wie die Saatgutgewinnung von Tomaten, passiert so nebenbei. Bei allem anderen werden wir wieder Saatgut benötigen. Schön wäre es, wenn es in Zukunft auch einmal dafür mehr Energie für gibt. In unserer Jahresplanung 2018 haben wir uns jedoch erst einmal dahin orientiert, mehr Neues in Sachen Veranstaltungen auszuprobieren und somit die Öffnung des Gartens weiterhin in den Vordergrund zu stellen. So können wir vielen Menschen zu zeigen, das lokaler, biologischer und ressourcenschonender Gemüseanbau in der Stadt möglich ist und ein Ort der Begegnung und ein grüner Ort Entspannung inmitten des Häusermeeres sein – weiterhin unsere zentralen Anliegen.

    Sehr erfolgreich waren wir in 2017 mit einer neuen Idee: unsere Cafés mit Flohmärkten zu kombinieren. So konnten wir etliche Menschen in den Garten locken, die dann auch zu anderen Veranstaltungen wieder kamen. Unser Stadt-Gärtnern war also auch in 2017 gut sichtbar in der Öffentlichkeit. Auch zu unserem Sommerfest mit Vorstellung unserer Fundraising-Kampagne war kaum noch Platz zwischen den Beeten vor lauter buntem Gewusel. Unseren Bekanntheitsgrad im Viertel und darüber hinaus konnten wir definitiv erhöhen!

    Auch im Küchenbau sind wir gut voran gekommen, in kleinen aber stetigen Arbeitseinsätzen. So manch sonnigen Sonntag war der Garten gefüllt mit tüftelnden Vereinsmitgliedern und interessierten Freunden. Es wurden Fähigkeiten weitergegeben (Wie nivelliert man einen Fußboden? Wie erhöht man die Auflagefläche von Dachbalken in der Schräge? Wie benutzt man einen Stechbeitel?) und das gemeinsame Werkeln genossen. So haben wir Stück für Stück den Sommer über das Außenskelett komplett fertig gestellt und können uns in der Saison 2018 an die Innenausstattung machen (Fliesenspiegel, Arbeitsfläche mit Spülbecken und gut verschließbarer Stauraum). Die Innenausstattung wird den Anforderungen des Amts für Veterinär- und Lebensmittelaufsicht genügen, sodass wir sie dann für öffentliche Workshops nutzen können. Auch schon im Sommer 2017 war uns der schon stehende überdachte Raum, genutzt mit unserem alten Spültisch und als Buffet für kleinere Veranstaltungen ein großer Zugewinn.

    In 2017 ist also alles in allem sehr viel Tolles Entstanden, auch wenn natürlich nie alle Vorhaben und Ideen verwirklicht werden können. Wir konnten uns in Sachen Finanzierung und Garten-Infrastruktur weiterentwickeln, den Zusammenhalt in unserer Kerngruppe stärken und unsere Organisationsstrukturen sowie unsere Entscheidungsfindung basisdemokratischer gestalten, was letztliche eine breitere Aufgabenverteilung ermöglichte. So starten wir nun bereichert und motiviert in die neue Saison!


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  • neue Hochbeete für den Huttenplatz

    (gu aus antrag und antworten)

    Wir haben vier Hochbeete, die in 2012 gebaut worden sind. Alle vier Hochbeete gehen nun kaputt. Zum Einen liegt es daran, dass es unbehandelte Seitenteile von Treckeranhängern waren, die ohne Folie mit Erde befüllt worden sind. Schließlich war das Projekt ja auch nur für ein Jahr angedacht. Zum Anderen ist das Gefälle auf dem Platz so hoch, dass der permanente Druck auf die Seitenwände die Seitenteile auseinander gedrückt hat. Alle vier Hochbeete müssen nun erneuert werden. Zwei wollten wir gerne so bauen, dass auch die Mitgärtner*innen, die sich nicht mehr so gut bücken können, gut daran arbeiten können. Diese klassischen Hochbeete möchten wir gerne von unseren handwerklich begabten Freunden bauen lassen. Dafür würden wir gerne das Geld der anstiftung verwenden.

    Die Zwei anderen Hochbeete werden wir als Beispiele für alternative Hochbeetformen bauen. Zurzeit sind im Gespräch ein Hochbeet aus Feldsteinen. Ein Selbsterntegartenprojekt erweitert seine Flächen und würde uns dann diese Steine bringen. Desweiteren würden ein Beet aus Europaletten bauen.

    Wir haben uns entschieden, die Hochbeete etwas kleiner als jetzt zu bauen, damit die Haltbarkeit erhöht wird. Dafür werden die Beete aber etwas höher und somit rückenfreundlicher. Die Hochbeete haben eine Größe von etwa 3m x 2m x 70 cm.

    Bei der Komostierung haben wir immer mal etwas anderen ausprobiert. Wir haben mit Schnellkompostern gearbeitet, mit klassischen Kompostern und mit einer Wurmkiste. Leider hat alles nicht so gut funktioniert. Daher machen wir es jetzt so, dass wir ein Loch graben, den Kompost hineintun und wieder Erde darauf schaufeln. Bepflanzt wird dann dieses Beet mit Salat, Mangold, Radischen etc. So geht es reihum im Garten. Das halt sich als sehr erfolgreich und praktikabel erwiesen.

    Bisher haben wir jedes Jahr Erde vom Kompostwerk geholt. Mal in wiederverwertbaren Beuteln, einmal auch als Fuhre.

    Beim Hochbeetebau bekommen sie Unterstützung von einer Gruppe arbeitsloser Menschen (mehr …)

  • Komopstwürmer als Inspiration für Tanzperformance

    (Gu, mail)
    Im Wandelgarten/Freiburg:

    wer hätte das gedacht, dass unsere Kompostwürmer eine Tänzerinnen-Gruppe von TIP zu einer Performance anregen? Antonia Bischof, die unsere Kompostwürmer im Garten in ihrer Körpersprache und Bewegungsfreude studiert hat und einige nach Hause mitnahm, lädt uns zu Phenomen A ein.

    Sie sagte mir, dass sie und zwei Mittänzerinnen ein Tanzstück „Worms“ entwickelt haben und vorführen werden, zu dem sie sich durch die Wurm-Bewegungen inspirieren ließen. Wow!

       
       
       
       

    Liebe Wurmfreunde!

    Dieses und nächstes Wochenende werden zwei Tanzfreundinnen und Ich ein kleines Wurmstück „dekomposTia“ um unsere Wurmfreunde zu ehren und danken für ihre beständige, ruhige Arbeit die sie trotz allen möglichen Umwelt und Menschen einflüsse einfach wurmig und tapfer weiter machen.


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  • Lernort Wandelgarten

    (Gu, Mail)

    Lernort WandelGarten Vauban

    Im Jahr 2016 hat sich der WandelGarten als Projekt der Transition Town Freiburg weiterentwickelt – als experimentierfreudiger, lebendiger und für alle offener Gemeinschaftsgarten. Menschen ohne und mit Migrationshintergrund aus den Stadtteilen Vauban und St. Georgen sowie Merzhausen nutzen den Garten gemeinsam. Beerensträucher, Blumen und Stauden umrahmen den Garten, emsig besucht von den Bienenvölkern des Vauban-Imkers Wolfgang Berger. Viele sind erstaunt, welche Vielfalt an bekannten und weniger bekannten Gemüsesorten und Kräutern sowie an Anbauformen (Hoch-, Hügel- und Lasagnebeete) sich in der Mitte des 800qm-Areals befindet.

    Die Garten-Aktiven sehen es als wichtig an, auch den Austausch mit Passanten und Besuchern sowie Besuchergruppen aus aller Welt zu pflegen. So gärtnern Menschen aus Frankreich, Spanien, Kolumbien, Kroatien und Palästina mit. Benutzer von Bus und Straßenbahn nutzen Wartezeiten an der Umsteigestelle direkt am Garten zu Stippvisiten und fragen uns Löcher in den Bauch.

    Soja-Projekt. Der WandelGarten entwickelt sich inzwischen zum beliebten Lern- und Austauschort für biologisches Gärtnern ohne Chemie und Maschinen und für neue Ideen. Kompostwürmer als Wurmhumus -Produzenten, Bokashi und Erdisieren sind Experimentierfelder. Mulchen unbedeckter Erde mit verschiedenen Mulchstrategien, zum Beispiel auch mit Schafswolle, hält den Boden feucht und fruchtbar und spart Wasser. Der Bau von Sonnenfallen-Beeten sowie der Anbau von Sojabohnen im 1000-Gärten-Projekt fanden großes Interesse. Der Universität Hohenheim konnten wir im September mehr als 4000 Hülsen mit Sojabohnen zusenden. An der Hochschule wird zusammen mit der Freiburger Firma Taifun mit den Ernte-Erträgen aus mehr als 2000 teilnehmenden Gärten erforscht, wo welche Sojasorten in Deutschland am besten gedeihen, um Soja hier heimisch zu machen.

    Im Projekt „Guten Boden machen“ konnten die Aktiven Jahr 2016 fast 1600 Liter hochwertigen Wurmkompost herstellen in einer Anlage, die aus Euro-Paletten gebaut wurde. Unterstützt wurden sie dabei von der Kantine in der VillaBan, dem Kinderabenteuerhof, der Limette, Five Senses und Elephant Beans – mit Bio-Gemüseresten, Mist, Jutesäcken und Kaffeesatz.

    Wurmkompost herstellen. Im Sommer starteten die ersten Vor-Ort-Workshops zum Wormfarming. 30 Teilnehmer kamen zu den drei Samstagsworkshops und konnten Knowhow und eine Kompostwurm-Population im Substrat mitnehmen, um damit wiederum in Eigenregie Wurmhumus am Haus, im Garten oder Schulgarten herzustellen. Die Workshops werden im Frühjahr 2017 wieder aufgenommen.

    Ort der Begegnung und Kommunikation. Immer mehr entwickelt sich der Garten auch zum Begegnungsraum für Menschen aller Generationen und ethnischen Kulturen, die sich dort treffen, um sich umzuschauen oder zusammen aktiv zu werden. So entstehen viele spontane Gespräche zu biologischer Landwirtschaft, Ernährungssouveränität, dem Teilen von Ernte und Wissen, erneuerbaren Energien, autofreiem Wohnen und vielen Vauban-Themen.

    Vier Schulklassen nahmen 2016 am Kleeblatt-Projekt „Paprika statt Parkplatz“ teil, das gemeinsam mit der Innovation Academy, dem Autofreiverein und dem International World College geplant und im Juli im WandelGarten durchgeführt wurde. Sie untersuchten zum Beispiel, wie viele Hochbeete auf einen Parkplatz passen und wie viel Gemüse man dort anbauen könnte. In den Sommerferien betreuten wir zusammen mit dem Gartenamt eine Gruppe von Ferienpasskindern. Sie konnten den Garten erforschen, Kartoffeln ernten, das Leben der Kompostwürmer und im Bach erkunden und Kräuter suchen, aus denen sie sich Tee zubereiteten.

    Lernort Permakultur. Mehrere Dozenten der Permakultur aus Deutschland, Kenia und Spanien nutzten den Garten als Anschauungs- und Lernort.

    Regelmäßige Aktivitäten. Die Aktiven trafen sich 2016 in der Regel zweimal wöchentlich nachmittags im Garten. (mehr …)

  • P-Garten baut neuer GG in Berln Hellersdorf auf

    (Gu, Newsletter)

    Beginn Gemeinschaftsgartenprojekt am Alten Gut Hellersdorf

    Anfang Dezember ging es los auf dem Alten Gut Hellersdorf: in Zusammenarbeit mit dem Bezirk Marzahn Hellersdorf und weiteren Akteuren bauen wir dort gemeinsam mit zukünftigen NutzerInnen einen Garten auf, der als Nachbarschaftsort und Ausgangspunkt für weitere Belebung und Vernetzung des Gutes wachsen soll. Für 2017 ist unter anderem die Einbindung eines Kompostierungsprojektes geplant, welches in Kooperation der Freien Universität und dem Prinzessinnengarten, gefördert durch die Deutsche Bundesumweltstiftung stattfindet und unter Einbindung ansässiger Gartenbaubetriebe eine Kompostierung verwertbarer Abfälle der Berliner Tafel vorsieht. Der Garten selbst wird je nach Wetter ab März/April öffnen

    (Gartenbauauftrag für die Prinzessinnengärten) (mehr …)

  • Pedal Power Shredder für das Allmende-Kontor

    (Gu aus Newsletter)

    Danke an Ariane Krause von den Goldmacherinnen, die sich im Zuge ihrer Arbeit für einen Pedal Powered Shredder, einen fahrradbetriebenen Häcksler stark gemacht hat. Zusammen mit zwei weiteren Ingenieurinnen wird sie sich in den nächsten vier Monaten mit der Recherche, Planung, Design, Bau, Test, Dokumentation und Open Source Veröffentlichung eines Fahrrad-Garten-Häckslers beschäftigen. Das Projekt läuft in Kooperation mit der Hilfsorganisation Cadus, dem Kollektiv für angepasste Technik – KanTe und der offenen Metall-Werkstatt Linienhof, gefördert von der Heidehof Stiftung. Zwei fahrradbetriebene Häcksler, einen für Gartenabfälle zur Kompostvorbereitung und einen für PET-Flaschen als Plastik-Recycling sind geplant. Der Prototyp des Gartenhäckslers wird im Oktober fertig sein, wird dann beim letzten Kompost-Termin im Allmende Kontor getestet und die Bauanleitung später gemeingültig veröffentlicht bzw. durch Bau-Workshops in andere Gärten weitergetragen werden. Wir sind gespannt auf das neue Fitnessgerät im Garten! 😉 (mehr …)

  • Allmende Kontor bei 48 Stunden Neukölln dabei

    (Gu, Newsletter)
    Der Gemeinschaftsgarten Allmende Kontor und DIE BODEN SCHAFFT laden kommenden Samstag, den 25.6. von 16-21 Uhr zu Brot & Rosen: Kunst im Garten ein. Im Rahmen von 48 Stunden Neukölln wird es ein vielfältiges Kunst- und Mitmachprogramm geben: http://www.die-boden-schafft.de/blog.aspx . Ich werde mich mit alten Texten von Otto Nebelthau zu „Erde und natürliche Dünger“ und neuen Liedern beteiligen (mehr …)

  • o pflanzt is! München will mit Kon-tiki Planzenerde herstellen

    (Gu aus Antrag)

    o´pflanzt is holt die Ausstellung „Bodenschutz Urban“ nach München – diese findet dann vom 20. April bis zum 18. Mai bei ihnen statt, es wird ein Rahmenprogramm geben, in dem sie den bei uns beantragten Kessel „Kon-tiki“ auch einsetzen wollen.
    „Es geht darum, vor Ort im Garten Pflanzenkohle herzustellen“ Vorteilen:
    – Aus unterschiedlichsten Materialien wie Brennholz, Astwerk, Strauchschnitt, Chinaschilf, teilweise auch grünes Holz, etc. kann in ausreichendem Umfang Pflanzenkohle hergestellt werden.
    – Der Kessel ist so groß, bzw. klein, dass er mit einem PKW-Kombi transportiert werden kann.
    – Nebenbei besitzt er durch ein schwenkbares Gitter eine Grillfunktion (inzwischen ist auch ein Topf zum Kochen einsetzbar)
    – durch einen Geka-Anschluß kann von unten mit Wasser gelöscht werden, was die Porengröße der entstehenden Pflanzenkohle positiv beeinflusst.

    Bei o´pflanzt is wurde von Anfang an kompostiert. Seit letzten Sommer geschieht dies wieder intensiver, indem wir den Inhalt der ansässigen Vollcorner-Filiale wöchtenlich zusammen mit Häckselgut, Laub, anderem eigenen Material, Urgesteinsmehl und Tongranulat mischen.
    Es hat sich ein Zwischending zwischen klassischer Heißkompostierung und Wurmfarm eingestellt, da die ursprünglichen Würmer der Wurmfarm in die Komposte eingewandert sind.
    Was uns für einen Dauerhumus fehlt ist die Pflanzenkohle. Neben einer Vielzahl von positiven Aspekten, trägt sie auch zu einem besserem Wasserspeichervermögen der entstehenden Erde bei. Dies würde sich positiv auf unsere Hochbeete auswirken.
    Mit Patrick im Vorstand haben wir jemanden im Garten, der sich intensiv darum bemüht, junge Flüchtlinge in unsere Gartengemeinschaft einzuführen. Ein erster Schritt dazu ist, sie mit einfachen Dingen, wie Brennholz machen, zu beauftragen. Dies funktioniert bisher ganz gut. Zwei ehrentlich engagierte Landschaftsgärtner bei o´pflanzt is können immer wieder brennbares Material von ihren privaten Baustellen bringen. Das Betreiben des Kon-Tikis wäre ein weiterer Baustein zur Integration dieser jungen Menschen. Ferner würde es durch das gemeinsame Grillen am Kessel natürlich auch intern die Geselligkeit und Kommunikation fördern. 😉
    Interessant ist auch die Idee, die Gemeinschaftsgärten in München über die Verleihung des Kon-Tiki zu vernetzen. Sprich der Kon-Tiki steht zwar bei o´pflanzt is, kann nach Absprache aber jederzeit vom ÖBZ, dem Umweltzentrum Gauting und anderen Gemeinschaftsgärten in und um München ausgeliehen werden.

    Die Kompostierung auf unserem Gelände ist der erste Schritt zur eigenen Erdenherstellung in unserem Garten. Den fertigen Kompost wollen wir schon dieses Jahr mit Ziegelsplitt eines ortsansässigen Werks im Norden von München mischen, etwas lehmigen Sand beigeben und so eigene Erfahrungen mit unterschiedlichen Substraten sammeln.

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  • Rückblick Wandelgarten Freiburg 2014

    (Gu, aus Sachbereicht, 15.5.)
    […] Bau eines Gerätehäuschens und Inneneinrichtung mit Regalbrettern. Der Bau erfolgte in Kooperation mit einem Waldprojekt der Stiftung Waldhaus Freiburg für die SchülerInnen des Sprach-und Integrationskurses der Europa-Schule Freiburg für Migranten und Flüchtlinge. Das Gerätehäuschen wurde im März/April 2014 geplant und errichtet. Es steht seither den urbanen Gärtnern zum Unterstellen von Gartengeräten und Arbeitsmaterial zur Verfügung.
    […] Bau weiterer Hoch- und Hügelbeete sowie eines Square-Foot-Gardening-Beets und Kräuterwalls sowie von Lasagnebeeten. Ermöglichte mehr Anbaufläche, mehr Ernte und größere Sorten und Methodenvielfalt des Anbaus.
    Bokashi-Produktion und Kauf von Bedarf für die EM-Herstellung. Bodenverbesserung mit Bokashi durch Humusaufbau mit Gemüseabfällen, Pflanzenkohle, EM und Urgesteinsmehl.
    Aufbau von Wurmfarmen zur Gewinnung von Wurmhumus. Humusgewinnung durch Anzucht und Vermehrung von Kompostwürmern (eisenia foetida) in einer vertikalen Wurmfarm (Can-O-Worms) und im Komposthaufen. Ergebnis: in Verbindung mit Bokashi-Beigaben und Bio-Mist konnte bereits nach einem halben Jahr reifer Kompost gewonnen werden. Dies veranlasste uns, im April 2015 eine horizontale Drei-Komponenten-Wurmwanderfarm in Palettenbauweise zu errichten und mit Hasendraht gegen Ratten abzusichern. Ziel: im Jahr des Bodens 2015 und den folgenden Jahren größere Mengen an Humus im Halbjahres-Rhythmus ernten zu können.
    […] Vernetzungsarbeit der Urbanen Gärten Freiburgs und mit der Transition Town Freiburg. Mehrere gemeinsame Aktionen und Erfahrungsaustausch fanden statt: Runder Tisch mit dem Gartenamt der Stadt Freiburg, Austauschtreffen der urbanen Gärten, Bau eines Earthbags mit Philip Munyasia von OTEPIC aus Kenya als Beispiel für vertikales Gärtnern in eng bebauten Gebieten. Veranstaltung von Festen und Feiern zur Gemeinschaftsbildung. Zwei gut besuchte gemeinsame Feste mit den urbanen Gärtnern Freiburgs im Sommer, Verabschiedung von Mitgärtnern mit Songs und Picknick, Erntedankfest, Jahresabschluss-Fest mit PPT-Fotoshow als Rückblick auf das Gartenjahr 2014.

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  • Rosa Rose lebt

    (Gu, Projektbesuch, 20.8.)

    Die Beete bei Rosa Rose in Berlin-Friedrichshain sind nicht sofort identifizierbar: die Beete sind in der Wiese und die Wiese wuchert. Es sind auch nicht so sehr viele Beete da. Die Beete sind teilweise individuell und teilweise gemeinschaftlich, auch die individuellen. Es gibt immernoch ab und an kleinere Konflikte mit den Nachbarn, doch insgesamt sind sie da inzwischen akzeptiert, auch wenn nur sehr wenig direkte AnwohnerInnen mitmachen. Ab und an kommt was weg, ab und an wird was kaputt gemacht, aber alles im Rahmen. Werkzeug und Wasseranschluss sind nach wie vor in dem Pavillion aus Metall. Sie hatten da bis vor kurzem einen nur mit Werkzeug aufschraubbaren Verschluss – doch bald wussten viele auch ungebetene Gäste, wie man das aufmacht. Nun haben sie ein Zahlenschloss, was noch hängt (mein Gesprächspartner hatte dann aber den Code vergessen und kam nicht an das Wasser ran).

    Sie sind eine Kerngruppe von (Zahl leider vergessen) und alle machen ein bisschen was. Sie machen viele Kulturveranstaltungen und beteiligen sich bei Soliaktionen, Straßenfesten etc. Wenn jemand was im Garten machen will oder sich da einfach aufhalten will, muss niemand fragen. Sie sagen dann immer: ist doch ein öffentlicher Raum, klar kannst Du hier ein Konzert machen.

    Es sind noch ein paar Leute dabei, die auch in der alten Rosa Rose dabei waren und es gibt noch sehr viele Interviewanfragen für Uniarbeiten. Die „alten Hasen“ ermutigen die anderen, diese Anfragen selber zu beantworten und eben von ihrem Kenntnisstand auszugehen. Etliche Studierende haben nicht gut recherchiert und nicht mal die Infos auf der Website gelesen.

    Die Gruppe ist offen, jeder der will, kann mitmachen.

    Bei Rosa Rose haben wir den ersten Kompostworkshop mit einem besonderen Schnellverfahren finanziert. Und obwohl sie es in den heißen Tagen nicht geschafft hatten, den Kompost feucht zu halten und obwohl die Abdeckungsplane, die wichtig für die Temperatur ist, auch immer mal wieder mutwillig runtergerissen und zerfetzt wird, war jetzt schon Erde aus dem Biomüll geworden. Der Workshop hat allen Spaß gemacht, sie fanden auch, dass Martina es gut vermittelt hat.

    # Rosa Rose Berlin-Friedrichshain

    # öffentlicher Raum

    # Kompost

    # Kultur

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  • Sichtbare Fortschritte beim Spreeacker

    (Gu, Mail 12.8.)
    der Spreeacker:

    -wir sind nun ein Verein in Gründung

    -haben eine neue Mailadresse

    -eine neue Webseite http://spreeacker.de/   ; http://spreeacker.de/spreegarten/

    -wir haben bei Gerda beim langen Tag der Stadtnatur mitgemacht

    -bei der Gartenkarte vom Urban Gardening Projekt

    -beim Nabu torffrei gärtnern

    -Netzwerk 2 Forum Stadtgärtnern wird bei uns stattfinden

    -jüngst neu Hochbeete und Sitzgelegenheiten gebaut.  Bilder sind auf Facebook zu finden:

    https://www.facebook.com/media/set/?set=a.681960355231879.1073741851.292611330833452&type=1

    -Werkzeuge und Pflanzen eingekauft: nun haben wir ein Minzbeet mit 15 verschiedenen Sorten (wir wollen hier demnächst gern mit Bildungsarbeit beginnen) und endlich auch Beerensträucher_noch in Kübeln

    -wir sind gut vernetzt mit der Genossenschaft und dem Optionsraum Ernährung: Thema Food Coop und CSA

    -Martina wird im Rahmen der Experimentdays (_Postkartenflyer im Anhang, gern über alle Verteiler schicken) einen Workshop zum Thema Kompost geben

    -Ulrich Nowikow von der grünen Liga zum Thema Hofbegrünung und urbanes Gärtnern


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  • neues von Himmelbeet

    (Gu aus Newsletter vom 21.5.)
    […]“Donnerstags und Samstags könnt Ihr Euch beim Gartenarbeitstag die Hände schmutzig machen und auch für die Kleinen gibt es wieder jeden Mittwoch von 15-17 Uhr den Kinderbauspieltag
    Außerdem bieten wir diese Saison einige neue himmelbeet-Produkte an: vorbepflanzte Balkonkästen und die Möglichkeit, jeden Monat eine Überraschungsgartentüte im Abo zu erhalten. Doch damit nicht genug, ab Ende Mai wird es ein Mietfahrrad mit Anhänger im Garten geben, um Lasten zu transportieren.
    Veranstaltungen
    Ab morgen wird im Garten bei der himmelbeet Milonga wieder unter freiem Himmel das Tanzbein geschwungen. Jeden zweiten Donnerstag erklingen von 18:00 bis 22 Uhr Tangoklänge im Garten und ein eigens aufgestellter Tanzboden lädt Anfänger wie auch Fortgeschrittene zum Tanzen ein. […]
    Diesen Sommer bieten wir an fünf Samstagen je zwei kostenlose zweisprachige Workshops von Frauen für Frauen  mit Kinderbetreuung zu den unterschiedlichsten Themen wie z.B. Bewerben im grünen Bereich, Fahrrad reparieren, Kochen und vielen anderen spannenden Themen an. Erster Termin ist der 31. Mai.
    Wir machen beim DiBaDu Wettbewerb der DiBa mit, hier könnt Ihr für uns abstimmen.
    Am 1. Juni könnt Ihr uns an unserem Wildkräuterstand auf dem Umweltfestival am Brandenburger Tor besuchen und eine kostenlose Wildkräuterführung mit unserem Gärtner Jonathan Hamnett machen.
    Was es sonst noch Neues von uns gibt?
    Im April haben 117 Pächter die 151 Pachtbeete bezogen und gärtnern nun in ihren eigenen kleinen Boxen bei uns im Garten. Wir danken den Firmen und Privatpersonen, die 15 der Beete für soziale Einrichtungen wie Kitas und Schulen gespendet haben.
    Nach dem Motto „Kräuterküche statt Döner“  bauen wir diesen Sommer eine Kräutercafé, in dem interkulturelle Kochworkshops für Kinder und Erwachsene stattfinden werden und kleine Speisen sowie Getränke angeboten werden sollen. Setzt Euch gemeinsam mit uns auf der Spendenplattform betterplace für dieses Ziel ein! […]
    P.S. Gerne könnt Ihr uns Eure Küchenabfälle für den Kompost vorbeibringen! (mehr …)