Schlagwort: Kompostklo

  • Dresden: Internationale Gärten

    Die IG Dresden haben nach dem Umzug vor einigen Jahren viel Fläche dazu gewonnen. Es sind 120 Gärtner*innen und in etwa 68 Beete. Sie wollen die Beete zu einem Dritten Geflüchteten, Migrant*innen und Deutschen geben. Derzeit ist die meiste Nachfrage bei Deutschen. Es gibt hauptsächlich individuelle Beete, doch auch einiges Gemeinschaftliches. Ein Imker nutzt den Garten auch. Sie haben eine Außenküche, einen großen Container, einen Brunnen mit Pumpe für die Wasserversorgung, einen großen Kompost, einen Grillbereich, einen Bereich, an dem Workshop stattfinden können.
    Es sind auch chinesische Gärtner*innen dabei, deren Gemüse leider oft schon geklaut wurde. Neulich hat ein Anwohner nachts fünf Taschenlampen gesichtet..Es wird schon eine Menge geklaut. Der Garten ist umzäunt, das Tor aber offen.
    Der Mitgliedsbeitrag ist 25 Euro p.a. , es gibt aber auch einen reduzierten Satz. Dazu kommt ein Betrag fürs Beet, der sich nach dem Einkommen richtet.

    Anke vom Vorstand beklagt, dass sich nur wenige für Gemeinschaftsaktivitäten interessieren oder sich einsetzen. Müll wird auch nicht immer mitgenommen. Es gibt AGS zu Kompost, dem Gartengeräteschuppen, den Blumen und für die Rosen usw.

    Das Kompostklo wird von vielen genutzt, die vollen Eimer leeren sie auf den Sträuchern aus und lassen es da verrotten.
    Jede*r kann Experimente im Garten vorschlagen und machen, so macht ein ghanaischer Wissenschaftler ein Kompost-Experiment, um das optimale Komposterzeugnis zu bekommen. Das Konzentrat will er dann verkaufen.

    Interessant auch ein Konflikt mit der Nachbarschaft/zwischen arabischen Frauen und deutschen Frauen. Die arabischen Frauen haben die Weinblätter geerntet, die deutschen Frauen waren entsetzt, da dann ihrer Kenntnis nach die Trauben nicht mehr richtig wachsen. Es gab eine Vermittlung, beide Seiten lernen viel über Verwendungsmöglichkeiten verschiedener Teile einer Weinpflanze. Inzwischen bauen die Familien Wein auch direkt af ihren Parzellen an.

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  • Freiburg: „Plumps und gut“ – Wissen zu Kompostklos

    Trockentoiletten – ökologisch, praktisch, hygienisch. 

    Als vorläufiges Finale unserer Bildungsreihe „Zu schade für die Schüssel. Wie wir unsere Nährstoffe wieder in den Boden bringen“ laden wir alle Interessierten noch einmal herzlich ein:

    Für eine spannende Exkursion rund um das Thema nachhaltige Sanitärsysteme verlassen wir Freiburg am 27. September ab 12.30h, und besuchen einen Berater und Anbieter moderner Trockentoiletten-Lösungen im Ortsteil Schwärzenbach bei Titisee-Neustadt.

    Gemeinsam tauchen wir ein in die Welt der fäkalienfreien Abwasserlösungen und beschäftigen uns mit:

    * Grundlagen der Fäkalienbehandlung

    * Handhabung und Pflege von Komposttoiletten

    * Überblick über Vor-und Nachteile verschiedener Toiletten-Systeme 

    * Verschiedene Einstreuarten für Trockentoiletten

    * Praktische Tipps aus der Beratungspraxis

    Die Teilnahme ist kostenlos (mehr …)

  • Berlin: ArtenGarten hat weitere Kooperationspartnerschaften

    (Sachbericht)

    Neue Beete
    Durch das Geld der an:stiftung konnten neue Beete gemacht werden (Beetbegrenzungen,
    Erde), es konnten neue Samen gekauft und Pflanzen gezogen werden.
    Reparatur des Gewächshauses
    Wir haben das malträtierte Glasgewächshaus repariert, Scheiben ersetzt, Bodenplatten
    verlegt und daraus einen Workshopraum gemacht, der schon mehrmals zum Einsatz kam
    für ökologische-kulturelle Bildungsveranstaltungen.
    Komposttoilette(n)
    Die geplante Reparatur der alten Komposttoilette (kaputte Treppe, verrottete Tür) wurde
    zugunsten eines Neubaus einer Komposttoilette ausgesetzt. Wir müssen ehrlich sagen,
    dass vieles viel länger dauerte, als wir uns das gewünscht hatten. Die Materialien wurdem
    im Dezember 2024 gekauft, die Toilette selbst erst im Frühjahr 2025 fertig gebaut. Zum
    einen, da wir keinen regelmäßigen Treff-/Aktionsrhythmus hatten, zum anderen weil viele
    Menschen nur punktuell bei der Gruppe dabei sind. Nichts destotrotz gedeiht der Garten
    zusehends und die Gruppe der Freiwilligen wird größer..
    Neue Garten-Partnerschaften: Tonttu e.V., Nena Berlin, BENN Britz
    Seit dem Herbst haben wir neue Partner im ArtenGarten: Tonttu e.V., ein Berliner Verein für
    Saunakultur betreibt seit Herbst eine wöchentliche Saunaveranstaltung. immer Freitags
    treffen sich Leute zum gemeinsamen Saunieren und Zusammenkommen.
    Dadurch haben wir neue Leute gefunden, die sich auch im Garten einsetzen und auch neue
    Ideen für die Garten-Nutzung mitbringen..
    Darüberhinaus haben wir neue Kooperation mi en mit umliegenden
    Geflüchtetenunterkünften aufgebaut, mit denen wir verschiedene Kunstvermittlungs- und
    Gartenangebote durchführen werden (NeNa e.V., BENN Britz)

    Es geht -zwar deutlich langsamer als gedacht – aber dennoch voran und es stehen sehr viele neue Beete im Garten und vor allem finden richtig viele Veranstaltungen statt!

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  • Halle: GG am Küttener Weg hat nun 3 Parzellen im Kleingarten

    (ANtrag, Antworten)

    Kurzbeschreibung des Vorhabens:
    Der Gemeinschaftsgarten „Am Küttener Weg“ besteht seit 2015 und ist seither ein Ort des
    gemeinschaftlichen Gärtnerns, des Austauschs und der gelebten Nachhaltigkeit. Auf bislang
    rund 700 m² haben Mitgärtner*innen über die Jahre Gemüse angebaut, Gemeinschaft
    gepflegt und Bildungsarbeit geleistet. Im März 2025 konnten wir zwei angrenzende
    Parzellen von einem bisherigen Pächter übernehmen, wodurch sich unsere Gartenfläche auf
    insgesamt 1.400 m² verdoppelt hat. Diese Erweiterung eröffnet uns neue Möglichkeiten, da
    unsere ursprüngliche Fläche in den letzten Jahren zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen
    gestoßen war.
    Unsere Ziele:
    ⦁ Vergrößerung der aktiven Gartengemeinschaft und Entwicklung demokratischer
    Entscheidungsstrukturen für eine größere Gruppe,
    ⦁ Ausbau der infrastrukturellen Versorgung,
    ⦁ Durchführung gemeinsame Arbeitsaktionen und Bau-Workshops,
    ⦁ Abbau von Gefahrenquellen auf den neu gepachteten Flächen,
    ⦁ Vorbereitungen für das Jubiläumsfest „10 Jahre Gemeinschaftsgarten Am Küttener
    Weg“ im September 2025.
    Die Erweiterung stellt für uns einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung des
    Gartens dar, die folgende Aufgabenschwerpunkte/Maßnahmen erfordern (einschließlich
    Zeitplanung):
    ⦁ Bau einer Trenntoilette (die bisherige, gemeinsam genutzte Trenntoilette war
    Eigentum des alten Pächters und wurde von ihm mitgenommen), bis September
    2025,
    ⦁ Aufbereitung und Instandsetzung einer 2019 erbauten Holzhütte, die dringend
    einen neuen Außenschutz (Holzlasur) benötigt, bis Juli 2025,
    ⦁ Aufbau einer Wasserversorgung in den neuen Parzellen, systematische Verbindung
    der übernommenen Regenwasserspeicher, bis Juni 2025,
    ⦁ Beseitigung verkrauteter Flächen und Nutzbarmachung sowie Verschnitt der Obst-
    und Nussgehölze, bis August 2025,
    ⦁ Infrastruktureller Ausbau: Mini-Kühlschrank sowie eine einfache Kochplatte, damit
    Gärtner*innen sich vor Ort versorgen und Lebensmittel angemessen lagern können,
    bis Juni 2025, spätestens September 2025,
    ⦁ Lagermöglichkeiten für Wechselkleidung der Gärtner*innen, bis Juni 2025,
    ⦁ Aufbau einer Wildgehölzhecke als Rückzugsort für Tiere und als Wind- und
    Sichtschutz, bis Juni 2025,
    ⦁ Schaffung neuer Beetflächen, u.a. für Tomaten, Rhabarber sowie Bohnen und
    andere Gemüsekulturen, bis Mai 2025,
    ⦁ Abriss einer zweiten, vom Einsturz bedrohten Holzhütte auf der neu gepachteten
    Fläche, bis Dezember 2025

    1. Wie groß ist die Gartengruppe und wie viele Menschen sind in der Kerngruppe aktiv?

    Derzeit besteht unsere Gartengruppe aus sechs Personen in der Kerngruppe sowie vier weiteren Mitgärtner*innen, die flexibel mitarbeiten. Durch die Erweiterung unserer Fläche möchten wir gezielt neue Menschen ansprechen. Erste Schritte dazu laufen bereits – über persönliche Netzwerke, aber auch digital. Wir überlegen, künftig feste Öffnungszeiten einzuführen, damit der Garten noch besser zugänglich wird.

    2. Wie stabil ist die Gruppe? Gibt es viel Fluktuation?

    Die Gruppe ist insgesamt stabil, auch wenn es über die Jahre immer wieder Wechsel gab. Der Garten wurde 2015 gegründet, aber erst ab 2017 wuchs eine konstante Gruppe, die das Projekt kontinuierlich weiterentwickelte. Viele waren damals in Ausbildung oder im Studium und haben nach rund drei Jahren aus beruflichen oder familiären Gründen Halle verlassen. Durch gezielte Ansprache, unsere Homepage und Postkartenaktionen haben wir jedoch stets neue Interessierte gewinnen können. Die meisten Mitgärtner*innen bleiben mehrere Jahre – das spricht für eine nachhaltige Bindung an den Ort.

    3. Wie setzt sich die Gruppe zusammen? Sind auch Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte dabei?

    Unsere Gruppe ist vielfältig und umfasst Menschen unterschiedlichen Alters und beruflicher Hintergründe. Die Gruppe war lange von jungen Menschen in Ausbildung oder im Studium geprägt, die mit wenig Geld lebten und im Garten einen Ort der Teilhabe fanden. Heute besteht die Gruppe vor allem aus Menschen mit festen Jobs, teilweise in Teilzeit oder im Schichtdienst – einer der Mitgärtner steht kurz vor dem Ruhestand. Aktuell ist niemand mit Migrations- oder Fluchtgeschichte aktiv, aber in der Vergangenheit hatten wir Mitgärtner*innen mit indischer und aserbaidschanischer Herkunft, teils aus der 1., teils aus der 2. Generation. Unser Garten ist offen für alle, unabhängig von Herkunft oder Hintergrund.

    4. Wie können neu Interessierte mitmachen, wer kümmert sich wie?

    Da wir mitten in einer Kleingartenanlage liegen, kommen kaum Menschen zufällig vorbei. Die meisten finden über unsere Homepage, soziale Medien oder durch persönliche Empfehlungen zu uns. Interessierte bekommen eine Gartenführung und ein Gespräch, bei dem wir unsere Grundideen vorstellen und über die Möglichkeiten der Beteiligung sprechen. Danach entscheiden sie selbst, wie sie sich einbringen möchten. Eine WhatsApp-Gruppe hält alle auf dem Laufenden, wer gerade im Garten ist oder was ansteht. Künftig planen wir regelmäßige gemeinsame Arbeitseinsätze, um Verbindlichkeit und Gemeinschaft weiter zu stärken.

    5. Wie lange sind Sie selber schon im Garten dabei und was ist Ihre Rolle?

    Ich bin seit 2017 Teil des Gartens. Zu dem Zeitpunkt war ich die einzige aktive Person. Nach und nach konnte ich wieder eine kleine Gruppe um mich sammeln. Inzwischen bin ich so etwas wie das „Bindeglied“ zwischen Interessierten, dem Vorstand und dem Gartenalltag. Ich übernehme die Begrüßung und Einführung neuer Gärtner*innen und organisiere ich viele Abläufe mit.

    Darüber hinaus engagiere ich mich für die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Dachvereins Gartenwerkstadt Halle e.V..

    6. Wie hoch ist die Pacht und wie wird diese finanziert?

    Pro Parzelle zahlen wir etwa 220 € Pacht, also 880 € jährlich für unsere vier Parzellen. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über die Mitgliedsbeiträge der aktiven Gärtner*innen, die ihre Beiträge nach eigenen finanziellen Möglichkeiten selbst festlegen. Eine externe oder vereinsübergreifende Quersubventionierung gibt es nicht – jede Gartengruppe trägt ihre Fläche eigenständig.​

    7. Wie offen ist der Garten? Kommen die Gärtner*innen jederzeit in die Kleingartenanlage?

    Von April bis Oktober ist die Kleingartenanlage tagsüber geöffnet, sodass der Garten frei zugänglich ist. In den Wintermonaten ist die Anlage abgeschlossen, jedoch verfügen wir über Schlüssel, um den Zugang zu gewährleisten. Unser Garten selbst ist nicht abgeschlossen und kann jederzeit betreten werden.​

    8. Wie machen Sie auf den Garten aufmerksam? Gibt es z.B. ein Schild am Eingang der Anlage und an den zusammengelegten Parzellen, die auf den Gemeinschaftsgarten und Mitmachmöglichkeiten hinweisen?

    Bislang gibt es keine Beschilderung am Eingang, das wurde intern mehrfach diskutiert. Einerseits möchten wir sichtbarer sein, andererseits gab es in der Vergangenheit wiederholt Diebstähle, was die Gruppe vorsichtig gemacht hat. Ich habe mich bei anderen Projekten umgeschaut und plane, gemeinsam mit der Gruppe eine passende Lösung zu entwickeln – informativ, aber dezent. Wir sind auch im Austausch mit dem Vorstand der Kleingartenanlage, da es in Teilen der Anlage noch Vorbehalte gegenüber unserer offenen Nutzung gibt.

    9. Wie viele Beete gibt es schon und wie viele sollen es werden?

    Aktuell gibt es 14 kleinere Beetflächen (meist rund zwei bis drei Meter Durchmesser) und ein größeres Gemüsebeet von etwa 15 m². Zusätzlich gibt es Staudenbereiche, Wildkräuterflächen, Beerensträucher und Baumscheibenbepflanzungen. Im Zuge der Erweiterung möchten wir die Anzahl der Gemüsebeete mindestens verdoppeln, also auf rund 30 Beete erweitern.

    10. Wie ist der Garten organisiert? Wird alles gemeinschaftlich begärtnert oder gibt es Patenschaften oder individuelle Parzellen?

    Wir verbinden gemeinschaftliches Gärtnern mit individueller Nutzung. Es gibt zentrale Flächen, die gemeinsam gepflegt, geerntet und genutzt werden (z. B. Kräuter, Beeren, Kompost, Geräte). Darüber hinaus hat jede*r eigene kleine Beete für individuelle Ideen oder Lieblingspflanzen. Wer gerade im Urlaub ist oder Unterstützung braucht, schreibt in die Whats-App-Gruppe – dann helfen wir uns gegenseitig. Bestimmte Ernten wie Tomaten, Bohnen, Zucchini, Obst oder Kräuter werden immer gemeinschaftlich geteilt.

    11. Woher kommt das Wasser/wie viel können Sie mit der Ernte von Regenwasser abdecken?

    Derzeit nutzen wir drei 210-Liter-Regenfässer, gespeist über das Dach der Gartenhütte. Durch Mulchen und angepasste Bewässerung kommen wir bisher gut zurecht. Bei längerer Trockenheit greifen wir auf einen Wasseranschluss der Anlage zurück. Auf den neuen Parzellen gibt es weitere Dächer für Regenwassernutzung und einen weiteren Außenwasseranschluss. Einige Fässer, die wir übernommen haben, sind defekt – diese möchten wir ersetzen. Ziel ist es, eine möglichst vollständige Eigenversorgung über Regenwasser zu erreichen.

    12. Wie beteiligen sich die Gärtner*innen finanziell am Garten?

    Alle Kosten werden gemeinschaftlich getragen. Jede*r beteiligt sich nach eigenen Möglichkeiten. Wo es geht, kaufen wir gebraucht oder nutzen Netzwerke. Saatgut ziehen wir oft selbst, Beeren vermehren wir durch Stecklinge. Bei größeren Anschaffungen legen wir zusammen. Die Möglichkeit einer Förderung ist für uns neu und würde es uns erleichtern, dringend notwendige Maßnahmen umzusetzen.

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  • Berlin: GG AllerArten Garten

    Stand der Dinge (GG in Neukölln):
    Wir bauen (in sehr kleinem Rahmen aktuell) an und konnten auch schon etwas ernten.

    Wir gestalten den Raum (Beräumung der Flächen, der Gewächshäuser, der vorhandenen Bauwägen), wir nutzen den Garten für private Anlässe (für Vereinsmitglieder und Interessierte, die Raum benötigen), wir hatten auch bereits initiativen hier, z.B. einen Saunanverein, der hier ein Wochenende die mobile Sauna aufgebaut hat und wir werden demnächst im Rahmen der Woche der kulturellen Bildung einen Workshop „Imaginationsgarten“ für Kinder und Jugendliche der nahegelegenen Geflüchtetenunterkünfte durchführen…

    Nichtsdestotrotz ist alles ziemlich mühsam, insbesondere es neben der sonstigen Arbeit her alles zu machen.

    Der Garten sieht aber schon ganz gut aus, es sind mehrere Beete entstanden, es wurde einige Fläche freigelegt, die wir für die kommenden Veranstaltungen/ Workshops nutzen wollen.

    Der vorhandenen und der neu zu bauenden Komposttoilette widmen wir uns voraussichtlich am 22.9. und darauffolgenden Tagen/ Wochenenden. Herausfordernd ist, dass wir eigentlich nur Samstags wirklich etwas im Garten arbeiten können, zumindest wenn wir bauen wollen… unter der Woche kommen wir kaum dazu und Sonntags geht es Lärmschutzmäßig nicht.

    Die größte Herausforderung ist aber, dass nicht immer die gleichen wenigen Personen sich einbringen und Verantwortung übernehmen oder Initiative zeigen, sondern etwas Abwechslung innerhalb der Gruppe stattfindet und neue dazukommen.

    Wir wollen aber dieses Jahr auf jeden Fall noch die Bänke gebaut haben und eine Art Schuppen/ Dachkonstruktion für die Gartenwerkzeuge, sowie die Komposttoilette. Das sind die Prioritäten für diese Saison.

    Nun, worüber wir uns sehr gefreut haben war der Regen zu Beginn dieser Woche, es war einfach alles so unglaublich trocken und die Wassersituation vor Ort ja durchaus immer noch etwas kompliziert, wenn auch wesentlich besser als noch zu Beginn. 


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  • Stuttgart: Kleine Wildnis als Klimaaktion

    (Besuch)
    In Stuttgart Hedefingen gibt es eine kleine Gruppe, die sich für die essbare Region Stuttgart einsetz. Bisland zu viert, nun zu sechst (da es wohl 2 Stellen geben wird). Es gibt ein paar kleine Beete, die von Nachbar*innen gepflegt werden. An der Kirche mussten sie ein wenig zurück rudern, da sie ungefragt einen kleinen Obstbaum gepflanzt hatten auf einer angrenzenden Fläche (neben dem Beet) und die Kirchengemeinde nun skeptisch ist.
    Sie haben 4 große verwilderte Gärten übernommen, in einem wird richtig viel angebaut, die anderen haben Obstbäume und Beeren und an manchen kleinen Stellen auch Gemüse. Sie zahlen Pacht und sind Teil der Kleingartenvereinsstruktur und darüber versichtert. Die Verträge haben sie privat abgeschlossen, einen Träger nutzen sie nur für Anträge.In einem steht eine Jurte, es gibt es (edle) selbstgebaute Komposttoilette, Lauben mit Werkzeug und vieles mehr. In einem der Gärten sind drei Bäume gepflanzt für verstorbene Menschen oder Gruppen. Eine Kurdin (bei der Gedenkfeier kamen über 50 Leute und der Baum wird immer mal wieder besucht), für eine Transperson, die sich wegen Diskriminiserungen verbrannt hat (bei der Feier kam niemand aus der Transcommunity) und für die Gruppe nigerianischer Widerstandkämpfer gegen die Umweltkatastophe im Delta, die (länger her) gehängt wurden.

    Flächen für die Beete (außerhalb der Gärten) zu bekommen, was recht schwierig. Das Friedhofs/Garten/Forstenamt hat immer abgelehnt. Die Gruppe ging über den Bezirksausschuss und dann ging es. Inzwischen gibt es auch einen Stadtbeschluss (?) dass Stuttgart essbare Stadt werden soll und dafür ist Geld eingestellt, das u.a. für 2 Stellen für die Aktiven und 1 Stelle im Amt gewidment ist. Noch ist das Geld nicht da.

    Die Gruppe ist klein, aber dedicated. Sie verstehen ihr Engagement als absolut notwendig in Abgesicht der Klimakrise. Ein Bildungsprojekt, ein Projekt, das vernetzt und Bezüge herstellt. Sie haben ein eigenes Logo entwickelt und verschenken alles, was geerntet wird, auch den Saft und die Marmelade, die aus dem Obst gemacht wird. Sie wollen, dass es in jedem Stadtteil ein essbares Projekt gibt.

    Sie verstehen ihre Gärten als Stadtteilgärtnerei, die Pflanzen für all die essbaren Inseln in Hedelfingen züchtet und dann abgbt.

    Sie sind gut vernetzt mit den anderen Gärten in Stuttgart und recht unzufrieden mit der kommunalen Anlaufstelle. Diese empfinden sie als sehr schwach, die machen nur das mit den Anträgen und 2x p.a. eine Austauchrunde. Keine Workshops o.ä., es geht nix weiter voran. Sie zucken auch immer mit den Achseln, wenn die Gärten Unterstützung bei der Verhandlung mit anderen Ämtern wollen (denen die Flächen gehören). Die Kleine Wildnis Gruppe wird immer wieder auf die Ansprechpartnerinnen verwiesen, die dann aber nicht weiter helfen.

    Sie wollen einen Humusworkshop für das Netzwerk machen, haben schon alles organisiert, wollen einen gemeinsamen Kompostplatz für die Gärten anlegen. Die Stadt macht das nicht, doch fördern wollen sie diese Initiative auch nicht. Bei uns wollen sie das nicht beantragen, da sie das nicht zielführend finden, das NICHT über die Fördermittel der Stadt laufen zu lassen.

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  • Waldkappeln: Fuchsgarten strukturiert sich um

    Mit dem Geld der Anstiftung konnten wir eine Trockentoilette für
    Draußenveranstaltungen fertigstellen, die die Veranstaltungen überhaupt erst
    möglich machten, Sträucher pflegen und Gemüse anbauen und
    verschiedenste Gerätschaften ersetzten, die mal hier mal da kaputt gingen.
    Was total schön war, war die interne Wuppwoche, während derer wir ua. die
    Trockentoilette gebaut haben. Es gab bei vielen unserer Mitmachaktionen
    vorher Leute von außerhalb, so dass wir unsere Gemeinschaft nicht richtig
    spüren konnten und bei den internen Wupptagen kamen wir richtig in eine
    gemeinsame Schaffenslust. Was gut klappte war, dass einige vorher die
    Bauvorhaben gut vorbereitet hatten und dann viele Hände dazukamen, um
    die Planungen zu realisieren.
    Hilfreich für unseren Gemüsegarten war die Umstrukturierung. Vorher hatten
    wir alle Beete gemeinsam und dann gab es manchmal einen Frust, wenn
    manche Leute dann doch öfter nichts machten und die Arbeit für die tätigen
    zu viel wurde. Letztes Jahr hatte jede Person die wollte ein eigenes Beet. So
    waren manche Beete ungepflegter und manche sehr ertragreich, dafür war
    die Verantwortung klar und der Frust geringer.
    In unserem Gesamtgarten pflanzen wir dieses Jahr mehr Hecken und haben
    ein Geländekonzept mit Zonierung für den Gesamtgarten erstellt, so dass nun
    klar ist: wo ist ein Bereich auch für Gäste, wo ein geschützter Bereich für uns.
    Zusätzlich haben wir uns einfach neue Schubkarren gekauft mit besseren
    Rädern, die nicht ständig kaputt gehen. Das schafft enorme Erleichterung,
    manchmal einfach neue Sachen kaufen zu können, wenn sie ausgedient
    haben.
    Insgesamt braucht es oft mehr Zeit als gedacht und wenn das klar ist, dann
    kann gemeinschaftliches wuppen total Spaß bringen (mehr …)

  • Tübingen: im Klimagarten wird zusammen mit Jugendlichen ein Kompostklo gebaut

    (Tel, Antrag)

    Die Entwicklung und der Bau eines Kompostklos in Kooperation mit dem Waldhaus, Fynn Zimmermann.

    Wir haben uns für eine abschließbare Bauvariante für die 13/14-Jährigen Kinder, die maßgeblich am Bau beteiligt wären, entschieden, wobei der wertvolle Ökologie-Nachhaltigkeits-Bewußtseinsschaffende Aufklärungseffekt an erster Stelle steht.
    Bau dauert ca. 1 Woche, vom Klimagarten ist das Bauteam und weitere Interessierte beteiligt (ca. 10 Leute), der Träger, der mit den Jugendlichen arbeitet, steuert die Häfte der Kosten bei.

    Der Nutzen für die Beete im Klimagarten:
    Kompost-Klo-Bau zur Gewinnung von Terra Preta

    Im Klimagarten gärtnern derzeit ca. 40 Personen (teilweise machen einzelne TN Pause oder sind nur temporär dabei und steigen evtl. später wieder mit größerem Einsatz ein). Richtig aktiv schätze ich ungefähr 20 Personen, die sich für die Beete, Gemeinschaftsflächen und Gartenaktionen, das Imkern mit den 6 Bienenvölkern, Kooperation mit den Stadtpiraten und der Adolf-Reichwein-Schule, Kooperation mit dem Abenteuerspielplatz, Arbeitscamps mit dem Waldhaus und vielen anderen interessanten Aktionen und Projekten engagieren.

    Die Fläche beläuft sich auf ca. 600 qm
    Der Vertrag mit GuT (Garten- und Tiefbauamt), Monika Borodko-Schmidt ist unbefristet und wir pflegen ein sehr gutes Verhältnis miteinander.

    Ein Teil der 26 Beete ist in personenbezogener Verantwortlichkeit, wobei alle mitgärtnern, es gibt Gemeinschaftsbeete, Schülerbeete, ein Stadtpiratenbeet, sonst einige Obstbäume, Nussbäume, Erlen, Vogelhäuschen, wir machen unseren eigenen Kompost (derzeit 5 natürliche in Paletten eingefasste Behälter, ein Hochbeet für Menschen im Rollstuhl also inklusive, ein Hochbeet aus Sandstein für alle, ein Hügelbeet, Brombeeren, Himbeeren, einen großen Kräuterhalbkreis, eine Gerätekiste, eine Kiste für alles andere, von Samen bis Imkerausrüstung) das Wasser bekommen wir vom Bach, der direkt am Garten wunderschön entlang mäandert. ‚Bisher haben wir Wasser aus dem Bach zum Gießen genommen und GuT mit Umweltschutzamt sind darüber informiert, wir haben bisher keine Schöpfrechte benötigt.

    Die Infrastruktur:
    Im Dietenbachpark gibt es viele Wiesen zum Turnen und Grillen, Obstbaumwiesen, Amphibienterrains, ein Volleyballfeld, einen See, eine Skaterbahn, Spielplätze, Callinatic Geräte, Tischtennisplatten, Abenteuerspielplatz, Grillstellen, Pferde, Slakline-Pfosten, Holzplattformen, viele wunderschöne schattenspendende Bäume und tolle Menschen, die den Park genießen.

    Der Standort des Kompostklos wäre vermutlich auf der Fläche zwischen den Bienen und dem Parkplatz im hinteren Bereich Nähe des Fußweges.


    Stand der Entwicklung: beim Bauprojektleiter, Fynn Zimmermann angefragt und Zusage erhalten, GuT Bewilligung angefragt, wird erfolgen, zwei Modelle erhalten Sie zur Ansicht im Anhang, ein konkreter Bauplan wird nach Bewilligung entwickelt, bzw. das Modell wird konkretisiert.
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  • Frankfurt: GemüseheldInnen starten neues Projekt

    (Antrag, Antworten)

    die GemüseheldInnen Frankfurt starten ein großes neues Projekt! Wir gehen eine Kooperation mit der Gärtnerei Anja Rappelt ein und möchten zum ersten Mal professionellen Gemüseanbau mit Gemeinschaftsgarten verbinden. Dafür werden wir, Juli und Laura, in Vollzeit bei der Gärtnerei angestellt. Wir werden Gemüse für den Laden der Gärtnerei produzieren und gleichzeitig eine Community aufbauen, die sich von denselben Flächen selbst versorgt. So können die Mitglieder der Community die Prinzipien des Market Gardening und der Permakultur und deren praktische Anwendung erlernen. Wir werden insgesamt 2 Hektar bewirtschaften, die in mehrere Flächen aufgeteilt sind. Auf zwei Flächen sollen Kräuter wachsen, eine Fläche möchten wir mit essbaren Blüten und sogenannten „Mesclun“-Zutaten (bunte Salate aus jung geerntetem Gemüse) bestücken, in insgesamt 6 Tunneln sollen Sommerkulturen wie Tomaten und Paprika zu stehen kommen, und auf einer großen Fläche bauen wir einen Market Garden mit 88 Beeten auf. Wir wollen intensiv mit Mischkulturen experimentieren und viel in Bodenaufbau investieren, denn die Flächen sind durch jahrelangen konventionellen Anbau heruntergewirtschaftet.

    Die erste Aktion hat bereits stattgefunden, mit mehr als 25 Menschen! Sie haben gemeinsam die Kulturreste aus dem Vorjahr aus den Tunneln entfernt, einen Kompostplatz angelegt und Müll gesammelt. Bei strömendem Regen war die Stimmung wunderbar! Ab sofort finden jeden Sonntag Gemeinschaftsaktionen statt; aber auch unter der Woche ist es jederzeit möglich, mitzugärtnern.

    Antworten auf meine Fragen:
    1. Die Flächen/Beete werden nicht geteilt. Alle Gemeinschaftsgärtner bauen auf allen Flächen mit uns gemeinsam an, und zwar das Gemüse für den Laden gleichzeitig mit ihrem eigenen. D.h., wir machen eine Kulturplanung, in der wir die Mengen einplanen, die die Gärtnerei braucht, und dazu noch deutlich mehr, damit immer genug da ist für alle zum Selberernten. Jeder darf sich dann immer mitnehmen, was er/sie will, wenn er/sie gärtnert. Die Kulturplanung macht Ilka, die auch bei den GemüseheldInnen dafür zuständig ist, und da wir 30-40 Gemüsearten und noch viel mehr Sorten einplanen, ist sicher für jede*n alles dabei. Auch Grüne Soße und andere Kräuter bauen wir an. Da die Kulturplanung für so große Flächen extrem komplex und aufwändig ist, kann die Community dabei allerdings zumindest dieses Jahr nicht involviert sein (wir sind sehr spät dran für einen Start noch dieses Frühjahr). 

    Bei der ersten Aktion am Sonntag waren 30 Leute da, wir denken, dass das jeden Sonntag möglich wäre. Wie bei unseren anderen Gärten möchten wir eine feste Community bilden, die sich austauscht, vernetzt, und auf Wunsch auch unter der Woche jederzeit mitarbeiten kann. Für die Community wollen wir auch viele Bildungsveranstaltungen anbieten – und die Gärtner*innen können hier lernen, wie man auf sehr großen Flächen hochproduktiv anbauen kann, lernen Market Gardening und Permakultur. Auch wollen wir uns gerade jetzt am Anfang intensiv mit Bodenaufbau beschäftigen, haben schon 150 m3 Grünschnitt- und Rinderdungkompost bestellt und wollen auch mit Terra Preta/Pflanzenkohle arbeiten. 

    2. Tatsächlich sind die Häuschen und Toiletten, die wir bei euch beantragt haben, schon vormontiert und würden wahrscheinlich an einem Sonntag zusammengebaut werden. Daran können sicherlich 20-30 Leute teilnehmen, wenn wir alles gleichzeitig aufbauen. Bisher haben wir immer alles komplett selbst gebaut, das kann aber unser Toilettenplaner und -bauer diesmal nicht leisten, weil er gleichzeitig das gesamte Bewässerungssystem plant. Deshalb müssen wir auf die einfachere Variante zurückgreifen, denn schon bei der 1. Aktion war das Fehlen von Toiletten ein Problem… 

    3. Die Leerung der Klos würde das feste Team erledigen. In anderen Gärten haben wir Toilettendienste ;-). Den Urin würden wir verdünnen und damit die Gründüngung gießen, um Mulchmaterial zu generieren. Die Feststofftüten brauchen wir, weil wir die Fäzes erst einmal nicht kompostieren würden; das ist ja ein komplexes Thema für sich, mit dem wir uns schon seit langem beschäftigen, und auch in der Grünen Lunge bekommen wir es bisher nicht hin. Jemand muss sich des Themas annehmen und es dann auch umsetzen, und diesen jemand haben wir noch nicht gefunden ;-).


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  • Ulm: Dichtergarten bekommt Wiese dazu

    (Projektbesuch)
    Der Gemeinschaftsgarten im Ulmer Dichterviertel hat die Hälfte der angrenzenden Wiese dazu bekommen. Bisher wurde die Wiese hauptsächlich als Hundeauslaufwiese genutzt.
    Sie wollen „ihren“ Teil mit ganz unterschiedlichen Materalien, die alle z.B. einen Zusatznutzen für Insekten oder Kleintiere haben und den Garten – neben dem gemeinschaftlichen Gärtnern – auch so in Richtung „Lern- und Schaugarten“ weiter entwicklen. Bisher steht auf dieser Zusatzfläche ein Schauhightechbeet, das selbstbewässernd und ein geschlossenes System ist. Das hat ein Ingenieur aus eigener Tasche bezahlt.
    Die Gartengruppe besteht aus ca. 15 aktiven Gärtner*innen. Die Gartenfläche ist bisher in einem Durchgang, leider wird auch viel geklaut und viel Müll hinterlassen. Die Stadt hat einen kleinen Mülleimer aufgestellt, der hinten und vorne nicht ausreicht. Einige Gärtner*innen, die neu dazu kamen, haben schon wieder aufgegeben, da zu viel weg kam. Es gibt auch Ratten.
    Die Zukunft des Gartens ist ungewiss, da die Fördeurng (im Rahmen von Stadterneuerung) nach sieben Jahren Ende des Jahres ausläuft. In dieser Förderung enthalten ist auch Geld für die Koordination. Diese teilen sich 3 Frauen (alles Minijobs). Noch ist es nicht gelungen, dass die Gruppe die Organisationsaufgaben mit übernimmt. Sie haben einen Folgeantrag gestellt.
    Noch dieses Jahr wird es einen Kompostklobauworkshop mit Kante geben.

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  • IG in Wiesbaden darf nur öffnen, wenn sie ein Klo haben

    (Antrag, Antworten)

    WisaWi, der Träger, hat u.a. einen Garten an einer Unterkunft aufgebaut. Um da weiter tätig sein zu können, brauchen sie eine Toilette, ansonsten dürfen sie den Garten nicht öffnen.

    1. Wie viele Menschen nutzen den Gemeinschaftsgarten/haben ihn durchschnittlich im letzten Jahr genutzt (trotz Corona)

    Das war unterschiedlich, 15 – 35 Menschen an den Tagen, wenn wir vor Ort waren und an Aktionstagen auch mehr (ca. 50). Manchmal wetterbedingt auch niemand. Jedoch nicht so viele, wie in den Vorjahren, das ging wegen Corona nicht. Es wurde vom Amt nicht erlaubt, dass die Menschen den Code für die Eingangstür bekommen, somit konnte niemand alleine hinein, was zum Gärtnern aber erforderlich gewesen wäre. Deshalb nur die Gemeinschaftsbeete und Kinderbeete, die wir dann, wenn nötig gegossen haben, im Sommer dann kurz nach der Arbeit. Dieses Jahr darf der Garten zwar nicht offen bleiben erstmal (früher war er bis 22 Uhr geöffnet), aber die Menschen, die in den Garten kommen und ihn nutzen, dürfen den Zahlencode bekommen. In den Jahren zuvor haben ca. 60 geflüchtete Menschen Beete angelegt und noch mehr Menschen befanden sich so im Garten.

    2. Wie viele Menschen werden die Komposttoilette zusammen bauen und wo soll der Bauworkshop stattfinden?

    Es werden so viele Menschen die Komposttoilette bauen, wie dann gestattet ist und praktikabel. Da wir einige Menschen haben, die aus gleichen Hausständen kommen (sowohl ehrenamtliche Einheimische, als auch ehrenamtliche Geflüchtete aus dem Verein), sind da durchaus einige möglich. Zu viele sollten es dabei aber nicht werden. Mein Mann ist Tischlermeister und wird dies alles leiten. Es findet alles im Garten statt. Wir halten uns (abgesehen von der Betreuung, wobei diese Menschen ebenfalls im Garten oft mitmachen) corona-bedingt mit Vereinssachen nur noch im Garten auf. Die Komposttoilette ist notwendig, da wir den Garten sonst für Gäste, das Come together Cafe, die Menschen der Unterkunft  nicht öffnen dürften.

    3. Besteht die Kindergruppe aus Kindern, die in der Unterkunft wohnen oder sind da auch Nachbarskinder dabei?

    Die „richtige“ Kindergruppe besteht aus Kindern der Unterkunft und ehemaligen Kindern der Unterkunft in diesem Jahr (wegen Umzug, sie haben aber schon gefragt, wann es endlich losgeht ;)), es kommen aber auch desöfteren andere geflüchtete Eltern mit ihren Kindern vorbei, z.B. die im Come Together Cafe mitmachen (das Come together Cafe hat eine Kooperation mit uns und sie können den Garten dementsprechend nutzen, bei allem mitmachen und auch ihr Café immer Donnertags abhalten).

    4. Bitte erläutern Sie das Kinderhaus noch ein wenig: wofür wurde es bisher genutzt? Letztes Jahr wurde es erst einmal aufgebaut (mit Kindern und Erwachsenen zusammen) und von den Kindern verschönert (bemalt). Im Winter/Herbst/ und bei Sturm wurde es als Lagerstätte genutzt, z.B. für Gartenmöbel und diverse andere Dinge. Dieses Jahr wird es für die Kinder eingerichtet, da in unserem „Erwachsenenhäuschen“ nicht auch noch Platz für Kindersachen ist und es deswegen im Erwachsenenhäuschen sehr chaotisch war. (Dafür beantragen wir hier aber kein Geld) . Das Kinderhaus ist dann nur für die Kinder (und Betreuerinnen).

    Das Kinderhaus wird aber im Winter weiterhin als Lagerstätte genutzt.

    Was soll nach Ausbau dort weiter passieren? 

    Der Anbau ist dafür da, Gartenmöbel, Schubkarren, Transportwägen und anderes im Regen/Winter zu schützen, ansonsten kann er im Sommer vielfältig genutzt werden, z.B. können auch Menschen auf  Gartenmöbeln darunter sitzen und spielen, Deutsch lernen, sich unterhalten, Hausaufgaben mit ihren Betreuern machen etc.. Da der Garten sehr groß ist, jedoch keine (großen) Bäume hat und wir nur einen richtigen, aber kleinen Holzpavillon haben, hätten wir auch noch einen Schattenspender, unter dem man sitzen kann.

    Wer würde die Kinderwerkstatt nutzen und ist diese nur für Kinder? Wer kümmert sich dann um die Kinderwerkstatt und wie soll diese ausgestattet werden?

    Die Kinderwerkstatt kann von Erwachsenen und Kindern benutzt werden.

    Zum Beispiel gibt es dann auch einen Platz für unsere (Erwachsenen) Werkbank. Wir haben bereits einige Werkzeuge für Kinder und Erwachsene und eine Werkbank für kleinere, die noch nicht die Große benutzen können, soll angeschaff werden (nicht mit Ihren Fördermitteln). 
    Im Prinzip ist es auch im Garten so, dass wir so gut wie alles mit den Kindern zusammen machen, das war von Anfang an so. Sie lassen sich auch gar nicht davon abhalten.

    Als Lager kann die Werkstatt im Herbst/Winter auch genutzt werden. Wir haben leider auch viele Sachen und auch Pflanzen, die im Winter etwas geschützt werden müssten, aber bisher kaum Lagerfläche als Schutz, sodass vieles auch frühzeitig kaputt geht. Manches wird auch mit Folie abgedeckt, aber das geht nur bei Manchem und schützt auch nur bedingt.

    5. Wer wird sich um die Säuberung und Leerung der Komposttoilette kümmern und was soll mit den Hinterlassenschaften dann passieren?

    Nowato wird die Wartung übernehmen und die Verwertung der Reststoffe durch Kompostierung, da wir dies hier weder im Garten dürfen, noch in den Kläranlagen. Das war die beste Möglichkeit und wird so auch noch verwertet. Kostet natürlich auch Geld, aber etwas anderes haben wir trotz Suche nicht gefunden.

    Säubern werden wir die Toilette/das Handwaschbecken natürlich auch, schon alleine wegen des Hygienekonzepts. Die Toilette werden nur Ehrenamtliche von WisaWi und Gäste nutzen. Die Tonnen wird Nowato säubern.


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  • Querbeet Leipzig hat tolles Programm in 2018

    (Gu, Newsletter)

    • Geteiltes Abendbrot, monatl. (Di.) ab März 2018
    • Yoga im Garten, wöchentl. ab April/Mai
    • Mitmachaktion Kräuterspirale anlegen
    • Bewegliche Großfiguren bauen für die „Grüne Parade“, Kinderangebot in Kooperation mit Helden wider Willen e.V.
    • Pflanzfest, 5. Mai (Sa.)
    • Mitmachaktion Trockentoilette bauen
    • Der Angst auf der Spur, Theaterworkshop für Ferien-Kinder/Jgdl., mit abschließedem „Angst-Fest“ für Groß und Klein
    • Mitmachaktion Zaun anmalen
    • Kleidertausch, 16. Juni (Sa.)
    • Flimmergarten, Filmfest zur Nachhaltigkeit, Ende Juni
    • Workshop Fermentation
    • Herbstfest, 22. September (Sa.)

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  • Kulturgarten Lüneburg: Komposttoilette ist fertig

    (Gu, aus Antrag)

    Wir als Kulturgarten sind in einem Kleingartenverein angesiedelt und haben komfortabler Weise Zugang zu Wasser und Strom, der Garten liegt jedoch etwas abgelegen und wir haben nur über das Vereinsheim des Kleingartenvereins Zugang zu einer Toilette. Dieses Abhängigkeitsverhältnis vom Kleingartenverein hat sich in der Vergangenheit als konfliktanfällig und unzuverlässig erwiesen. Um zu verhindern, dass sich die Beziehungen zum Kleingartenverein durch das Abhängigkeitsverhältnis verschlechtern oder dass Kulturgärtner*innen und Besucher*innen frühzeitig nach Hause fahren, weil es keine Toilette gibt und um zusätzlich etwas zur Verbesserung der Nährstoffkreisläufe und der Düngung in unserem Garten beizutragen, haben wir uns entschlossen eine Komposttoilette zu errichten. Wir haben versucht möglichst viel an der Toilette selbst zu bauen.

    Sie haben sie beim Sommerfest Ende Juli 2017 eingeweiht. (mehr …)

  • paar Infos zu Leipziger GGs

    (Gu, Projektbesuche)

    Die Bunten Gärten haben über Kontakte von Anke Kops-Horn, die nicht mehr aktiv ist, vier Parzellen in einer Kleingartenanlage bekommen. Für die Wiederurbarmachung dieser Parzellen haben sie Geld von der Stadt bekommen (explizit für Kleingärten). Sie haben auch schon 2x Bußgelder bekommen. Sie sind „ganz normale Pächter mit allen Rechten und Pflichten“. Gemeinschaftsarbeiten, die in der Anlage anfallen und die ja jede*r Pächter*in machen muss, gehen bei ihnen sehr schnell, da sie ja eine Gruppe sind.
    Vorbehalten gegenüber den migrantischen Mitgärtner*innen hatten sie befürchtet, sind aber ausgeblieben.

    Der private Eigentümer der Fläche von Querbeet hatte bei seinem letzten Besuch gesagt, dass er schon einen Käufer für die Fläche hat. Sie haben ihn „beraten“, die Fläche noch liegen zu lassen, da sie dann ja an Wert zunehme. Zwischenzeitlich haben sie eine AG Flächensuche gegründet und ein gutes Bild über mögliche Alternativen. Dann sagte der Besitzer, ja, so mache ich es, ihr könnt noch 2 Jahre bleiben.

    Im GG essbarer Palmengarten (mitten im Park, ohne Zaun) gibt es eine aktive Gruppe, die zu bestimmten Zeiten da ist. Inzwischen übernehmen Leute auch Patenschaften für bestimmte Pflanzen/Beete und manche labeln auch Beete mit ihren Namen. Es gibt keinen Wasseranschluss und so versuchen sie viel zu mulchen und Pflanzen anzubauen, die nicht viel Wasser brauchen („die Natur ist unser Vorbild“), doch soll nun bald die auch von uns mitfinanzierte Pumpe mit Schlauch richtig eingesetzt werden. Gartengeräte bringt die Koordinatorin 1x Woche mit dem Lastenrad mit, vor Ort gibt es noch keine Lagermöglichkeit.

    Stadtgarten H17: die Edith Mayron Stiftung hat die Fläche gekauft (80.0000 Euro) [http://www.maryon.ch/foundation/stadtgarten-h17/#.WRRa99ykKUk].
    Der Verein muss nun 4000 Euro Pacht p.a. zahlen, was die Leute unter einen immensen Druck setzt. Sie müssen nun viele Veranstaltungen machen, um Spenden einzuwerben, um die Pacht bezahlen zu können. 1/2 der Pacht können sie wohl über Mitgliedsbeiträge stemmen – jedes jahr gibt es dafür eine „Bieterrunde“, alle tun das rein, was sie denken/können, wenn es nicht reicht, gibt es eine weitere Runde). Pro m2 individuell genutzte Beetfläche zahlt man 1 Euro. Ab 2018 müssen sie monatliche Raten zahlen, bis dahin haben sie die Pacht mit Direktkrediten finanziert.. Sie wollen nun verstärkt die Idee einer m2 Patenschaft vorantreiben und einen Unterstützerkreis aufbauen.
    Über den Verfügungsfonds Leipziger Westen haben sie einen Wasseranschluss finanziert bekommen (die Stiftung hat dazu einen Eigenanteil geleistet, da es ja ihr Grundstück ist).
    Struktur: sie bielden dreiköpfige Tandems, die an bestimmten Tagen Gießen u.a. abdecken und es gibt AGs (Finanzen, Fundraising und ÖA, AG Kaffeebetrieb, ggf AG Kino u.a.). Der Vertrag ist auf 10 Jahre ausgelegt und sie können so lange bleiben, wie sie wollen. Sie sagen, wenn es nicht weiter gehen soll.

    Bei Annalinde gab es viel Vandalismus. Auch der Eiswagen war davon betroffen und dieser wird nun dem Besitzer zurück gegeben. Sie haben nun einen Container (wenn ich es mir richtig gemerkt habe, haben sie das Geld dafür über den Lush Charity Pot). Im Gemeinschaftsgarten von Annalinde findet 1x Woche ein Interkutureller Garten mit AnsprechpartnerInnen statt, zu dem gezielt Geflüchtete eingeladen werden. (finanziert über ESF)
    Die Annalinde Gärtnerein hat eine weitere Fläche in Aussicht: im Osten und zwar genau die Fläche, auf der einst die Bunten Gärten waren. Es gibt jetzt auch eine Azubine.
    Den Inhalt des Kompostklos im Gemeinschaftsgarten nutzen sie nicht selber, sondern bringen ihn zu Ökolokus, die das dann weiter verarbeiten.

    Info am Rande: seit Anfang diesen Jahres muss das Allmende-Kontor (Berlin) die 5000 Euro Pacht nicht mehr zahlen. Die so „freien“ Gelder wollen sie für Workshops nutzen.


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  • Johannstadtgarten findet seine Strukturen

    (Gu, Workshop, 20.9.)
    Der Johannstadtgarten, das erste Gartenprojekt des Ufer e.V. (dieses Jahr kamen das Hechtgrün und der Kleine Garten dazu), hat als sehr offenes Projekt begonnen. Um die brache Fläche zu gestalten, konnten viele Ideen einbringen und auch umsetzen. Inzwischen gibt es Beete (individuell und gemeinschaftliche), Frühbeete, ein Gewächshaus, einen selbst per Hand gebohrten Brunnen, Bienen, eine Komposttoilette, eine Regenwasserversorgung, einen Bauwagen mit kleiner Werkstatt, einen Versammlungs- und Feierort, eine Feuerstelle, der Garten wird als Bildungsort genutzt, es finden Veranstaltungen statt… Sprich: es gibt inhaltliche und „bauliche“ Strukturen, in die neue Leute sich einfügen müssen. Sie haben die interne Kommunikation auch getrennt: es gibt AGs und ein Gartenplenum und zudem eine Orga-Gruppe, die sich um die Vereinsangelegenheiten kümmert. (mehr …)

  • Bürgergarten Helle Oase will Strohballenhaus mit integrierter Komposttoilette bauen

    (Gu aus Antrag vom 23.5.)
    Die Koordinatorin des Bürgergartens Helle Oase in Berlin Hellersdorf beantragt bei uns die Kosten für den Bau eines Strohballenhauses mit Komposttoilette (Permakultur). Das Projekt ist u.a. ein Gemeinschaftsgarten, es gibt einen Spielplatz und Bauten für Jugendliche.
    Sie wollen gerne eine eigenen Toilette für das Projekt – bisher nutzen sie die Toiletten im benachbarten Jugendzentrum. Der Garten hat Permakultur als einen Schwerpunkt und so möchten sie die Toilette auch in diesem Sinne bauen: aus Strohballen und Lehm. Das soll in einem einwöchigen Workshop in den Sommerferien stattfinden, an dem max 20 Leute teilnehmen können. Bei 10 Anmeldungen wird der Workshop stattfinden.
    Das Fundament sollen Jugendliche bauen, die in „Maßnahmen der Berufsorientierung“ sind und so ein Praxisprojekt hätten. Schon einiges im Garten ist durch Jugendliche solcher Maßnahmen gebaut worden.

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