Schlagwort: Konflikt mit Bezirk

  • Prinzessinnengarten und Umweltamt Neukölln reden über dauerhaften Erhalt des Gartens

    (alerts)

    m Streit um den Erhalt des Prinzessinnengartens in Neukölln ist nun eine Einigung in greifbare Nähe gerückt. Das Prinzessinnengarten Kollektiv Berlin und das Neuköllner Umwelt- und Naturschutzamt haben sich auf Gespräche verständigt. An deren Ende soll der dauerhafte Erhalt des urbanen Gemeinschaftsgarten-Projekts stehen. Zuvor haben mehr als 10.000 Menschen eine Petition (https://weact.campact.de/petitions/fur-den-erhalt-des-prinzessinnengarten-kollektiv-berlins-in-berlin-neukolln) für den Prinzessinnengarten auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, unterzeichnet.

    „Die viele Unterstützung von allen Seiten, die wir für den Prinzessinnengarten bekommen haben, war der Ausschlag für die Gespräche, die wir jetzt führen“, sagt Lisa Dobkowitz vom Prinzessinnengarten Kollektiv Neukölln. „Das hat gezeigt: Ein offener Gemeinschaftsgarten ist nicht nur wichtig für die ökologisch verantwortungsvolle Nutzung der Fläche. Er bringt auch die Menschen aus der Nachbarschaft zusammen. Wir werden weitermachen, bis wir eine gute Lösung finden.“

    Im Februar 2020 ordnete das Umwelt- und Naturschutzamt Neukölln an, dass unter anderem ein Gemüseacker und eine Komposttoilette wieder zurückgebaut werden müssen. Sie seien nicht naturschutzkonform. Die Anordnung hat das Garten-Projekt auf dem Gelände des St. Jacobi Friedhofs in seiner Existenz bedroht.

    Das Prinzessinnengarten Kollektiv engagiert sich seit zehn Jahren im Bereich von Umweltschutz und Umweltbildung in Berlin. 2019 zog das Kollektiv vom Prinzessinnengarten am Moritzplatz auf die brachliegenden Friedhofsfläche in Neukölln. (mehr …)

  • NUr noch 50% Förderung für Bürgergarten Oranienburg

    (Gu, alerts)

    Der 2016 gestartete Bürgergarten Oranienburg muss in diesem und im kommenden Jahr mit halb so viel Geld auskommen wie in den beiden Vorjahren. Wie es mit dem Projekt, das bislang vor allem viel Lob und Zustimmung erhalten hatte, weiter gehen soll, ist ersteinmal ungewiss. Der Begleitausschuss des Landkreises, der über die Vergabe von Fördermitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ entscheidet, kürzte die Summe von 20 500 Euro pro Jahr auf nun jeweils 10 000 Euro für 2018 und 2019. Die Ausschussmitglieder, darunter Vertreter von Verbänden, Organisationen und der Kreisverwaltung, folgten damit am Mittwoch einstimmig dem Antrag des Ausschussvorsitzenden Karsten Peter Schröder (SPD).

    Der Bürgergarten sei zwar im Sozialraum vernetzt und leiste als Gartenprojekt engagierte, vorwiegend ökologisch und niederschwellige Bildungs- und Begegnungsarbeit, würdigte Schröder. Der Förderschwerpunkt einer lokalen Bildungslandschaft sei aber nicht erfüllt worden. „Bei Besuchen von Mitgliedern des Begleitausschusses präsentierte sich das Projekt teilweise nicht optimal“, heißt es in dem von Schröder unterzeichneten Antrag. Die im Förderantrag bezeichneten Ziele seien nicht erreicht worden.  Der Förderschwerpunkt einer lokalen Bildungslandschaft tauche unzureichend oder gar nicht auf. Es erfolge keine Vernetzung der Bildungspartner. Hinweise des zuständigen Fachbereichs seien unzureichend wahrgenommen worden, heißt es weiter in der Begründung zur Mittelhalbierung.

    Hennig Schluß vom Evangelischen Bildungswerk, dem Träger des Bürgergartens, versuchte mit einem Bericht über die Aktivitäten im Garten genau das Gegenteil zu belegen. Durch die Kooperation mit der Kita „Kleine Fische“, der Lebenshilfe-Süd, der Initiative „Willkommen in Oberhavel“ oder dem Eltern-Kind-Treff seien umfangreiche Bildungsangebote für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen gemacht worden. Das 2016 im Hof des Eltern-Kind-Treffs gestartete Gartenprojekt zog nach dem Umzug an den Fischerweg vor einem Jahr zudem noch mehr Interessierte an.

    „Wir haben gute Argumente für das Projekt geliefert“, sagte Uta Gerber, Geschäftsführerin des Kooperationspartners Lebenshilfe-Süd. Die Ausschussmitglieder hätten diese aber nicht gehört. Offenbar habe schon vorher festgestanden, dem Antrag auf Mittelhalbierung zu folgen. Noch deutlicher wurde von den Gästen des Ausschusses kritisiert, dass der Bürgergarten nicht vorab über den Antrag informiert worden sei. Das Papier wurde während der Sitzung nur vorgelesen und erst auf Nachfrage im Anschluss ausgehändigt. „Dabei geht es doch um ein Projekt zur Demokratie“, sagte Uta Gerber. Anmaßend habe sie den Hinweis eines Ausschussmitgliedes empfunden, doch mehr ehrenamtlich zu arbeiten. „Das machen wir schon sehr umfangreich“, erwiderte sie.

    Tatsächlich wird die Fördersumme hauptsächlich für die Arbeit von zwei Honorarkräften, für Strom-, Wasser- und Versicherungskosten verwendet. Viele Veranstaltungen und Angebote wurden ehrenamtlich organisiert. Eine der beiden Honorarkräfte, der Sozialdemokrat Arne Probandt, der für die lokale Bildungslandschaft zuständig war, wird vermutlich nicht weiterbeschäftigt werden können. Er wisse aber auch noch nicht, wie es nun überhaupt mit dem Garten weitergehen könne, sagte Henning Schluß.

    Die Entscheidung des Begleitausschusses deckt sich allerdings mit der Überzeugung der Stadtverwaltung. „Wir überlassen das Thema Bildung keinem Verein“, sagt die zuständige Amtsleiterin Anke Michelczak am Donnerstagabend im Sozialausschuss. Der Garten könne maximal Teil einer Bildungslandschaft sein. Es habe aber eine Erwartungshaltung gegeben, die der Verein nicht erfüllen könne.

    Im Jahresbericht der Stadt zum Zertifikat „familienfreundliche Kommune“ wird der Garten aber genau als solche lokale sowie in Oberhavel einmalige Bildungslandschaft hervorgehoben. Dort wurde offenbar nur die Projektbeschreibung des Trägers übernommen: ein klarer Widerspruch zum Verständnis der Verwaltung. Die Stadt sehe sich als Kooperationspartner und fördere lediglich ein Gartenprojekt, an dem sich Bürger beteiligen könnten, stellte Michelczak klar. Dafür werde die Gartenparzelle am Fischerweg befristet zur Verfügung gestellt. „Wir haben mit dem Grundstück etwas anderes vor“, ergänzte Baustadtrat Frank Oltersdorf. Die Gärten sollen mittelfristig einer Wohnbebauung in attraktiver Wasserlage weichen. Für den Bürgergarten, falls er dann noch besteht, könnten aber alternative Flächen gesucht werden.

    Der Bürgergarten, dessen Angebote allesamt kostenlos sind, befindet sich also in doppelter Abhängigkeit von Stadt und Landkreis. Dabei reicht die Kreisverwaltung das Fördergeld vom Bund lediglich weiter. Mehr als 100 000 Euro stehen pro Jahr zur Verfügung, deutlich weniger als die Hälfte davon geht aber tatsächlich an Projekte in Oberhavel. Mehr als 50 000 Euro des Demokratie-Programms frisst die Bürokratie des Kreises auf. (mehr …)

  • Hirschgrün: Komposttoilette bedroht

    (Gu, Mail)

    Bei uns in Aachen geht es zumindest gleich ereignisreich los. Wir haben in den letzten zwei Jahren zusammen mit den Ingenieuren ohne Grenzen eine Modell Trocketrenntoilette in unserem Gemeinschaftsgarten HirschGrün gebaut (in Zukunft wollten wir sie als Komposttoilette nutzen). Dieser Bau wurde als Ausnahmebau in unseren Pachtvertrag aufgenommen, zusammen mit unserem Bildungsprojekt mit dem „NRW denkt nachhaltig Preis“ ausgezeichnet und finanziell durch die Anstiftung unterstützt. Soweit so gut. Nur hat die Aachener Politik und Verwaltung jetzt (kurz vor Nutzungsbeginn) entdeckt, dass es diese Toilette niemals hätte geben dürfen, da lt. Landesgesetzgebung alle Toiletten in Innenstädten in NRW an die Kanalisation angeschlossen sein müssen.


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  • ps wedding kämpft weiter

    (gu, mail)

    Umnutzung des ehemaligen Diesterweg-Gymnasiums in Berlin Wedding und unserem dort geplanten Nachbarschaftsgarten. Wir sind immer noch in Verhandlung mit dem Senat. Nachdem es im Frühjahr eine Einigung gab, mit der wir sehr glücklich waren, und die auch vom Senat getragen wurde, wurde diese nun wieder aus rechtlichen Gründen infrage gestellt. Wir haben den Eindruck, dass wir mit einem sehr konkreten neuen Vorschlag an Senat und Verwaltung herantreten müssen, um noch eine Chance auf eine direkte Umsetzung des Projektes zu haben.

    Wir werden noch vor Weihnachten ein (rechtlich abgesichertes) Angebot an Senatorin Lompscher zur Direktvergabe des Grundstücks in Erbbaurecht machen (mehr …)

  • Gartenprojekt am Centre Francais starte

    (Gu, aus Mails,Antrag und Antworten)

    In Berlin Wedding wird – zunächst auf einem Parkplatz, der dem Cente Francais gehört – ein Gemeinschaftsgarten angelegt. Sie wollen das Projekt, sobald eine Nutzungsgenehmigung des Bezirks vorliegt, auch auf Flächen um das Haus ausdehnen. Diese Flächen pflegen sie jetzt schon, doch hat der Bezirk sich bisher gegen die Anlage eines Gemeinschaftsgartens dort ausgesprochen (wäre dann „privatisiert“). Studierende der HU haben sich in einem Semester mit der Nutzung von öffentlichen Flächen durch GGs auseinandergesetzt und eine Nutzungsvereinbarung erarbeitet – in Anlehnung an die von Rosa Rose. Diese liegt nun dem Bezirk vor und das Center wartet auf Antwort. Um dieses Jahr aber schon loslegen zu können, es exisiert schon eine große Gruppe Interessierter, fangen sie mit dem Prakplatz an.

    Wie groß ist die Gruppe, die gärtnern möchte, jetzt schon? Und wie setzt sie sich zusammen?
    Die Gruppe beträgt ca. 40 Leute. Nicht alle konnten bisher zu allen Vorbereitungstreffen kommen, aber es kam auch noch mehr Interesse über die Mailadresse. Ich finde es schwierig,
    jetzt schon einzuschätzen, wie viele dann wirklich engagiert sind und regelmäßig mitmachen werden, aber die Resonanz ist groß. Bei den Interessenten handelt es sich um einzelne Leute und Familien, die in der direkten Nachbarschaft wohnen (Alter zwischen 30 und 60 sowie kleine Kinder), einige Bewohner*innen des angegrenzten Seniorenheims, die Kinder der deutsch-brasilianischen Kita, die ein paar Straßen weiter liegt, sowie einige jüngere neulich in den Wedding zugezogene Leute. Unter all diesen Menschen haben einen Teil einen Migrationshintergrung. Dadurch, dass wir ein sehr fransösisch geprägtes Haus sind, sind auch einige Franzosen in jedem Alter sind dabei, aber der Ort richtet sich an alle! In Zukunft möchten wir verstärkt mit Kitas arbeiten (es gibt allein im Kiez 5-6) und auch mit Flüchtlingen (wir haben im Herbst 2015 das Projekt Bienvenue Refugees Berlin auf die Beine gestellt https://de-de.facebook.com/BienvenueRefugeesBerlin)

    – Wie viele Hochbeete wollt ihr bauen? Für was für eine Größenordnung habt ihr den Bedarf kalkuliert?
    Wir haben unseren Bedarf für eine größere Großenordnung kalkuliert als die Fläche, wo wir anfangen möchten. Idealerweise möchten wir über ca. 300m2 anbauen. Wir möchten mit ungefähr 10 Beeten anfangen, wenn aber die Leute gut mitmachen, gerne mehr. Wir möchten auch im nächsten Frühling weiter machen und es kommen sicherlich beim Saisonbeginn mehr Leute dazu.

    – Muss man Schnittgutkaufen? Bekommt ihr das nicht auch so oder könnt es besorgen?
    Einen Teil des Schnittguts, die dazu dienen, die Hochbeete zu füllen
    und einen Teil des Komposts zu bilden, können wir hier von unserem eigenen Baumschnitt benutzen. Dies reicht aber nicht. Aber du hast recht man kann es wohl umsonst besorgen, ich habe inzwischen einige Baumpfleger angerufen. Die Linie im Budget bezieht sich eher auf Erde und Kompost, den man am Besten gleich in größerer Menge liefern lässt, um die Lieferkosten nicht immer wieder bezahlen zu müssen.

    – Ebenso die Paletten? Bekommt ihr die nicht auch kostenfrei? Sind die dafür gedacht, dass sie unter die Aufsetzrahmen gelegt werden sollen?
    Ich habe viel recherchiert und finde es ziemlich schwierig, Holz ganz kostenfrei zu bekommen. Wir haben uns mit der Gärtner/inngruppe darauf geeinigt, dass jeder guckt, welche Materialien jeder besorgen kann, aber bisher kam relativ wenig zurück. Die Idee war, einen guten Vorrat für die Gärtner/
    innen hier zu haben, damit sie sich ermutigt fühlen, viel zu bauen und machen. Einige Paletten können wir sammeln, aber wir würden dazu gebrauchte und unbehandelte Paletten beim Händler kaufen. Er besorgt auch Aufsetzrahmen, wovon wir ein paar nehmen würden. Sie wurden uns von anderen Gärten schwer empfohlen. Die Paletten würden wir als unterlegen, aber auch damit die „wände“ der Beete bauen. Ich bin außerdem mit der Materialmafia in Kontakt wegen Bretter. Wir möchten unterschiedliche Bauweisen und Hochbeete Typen ausprobieren, um zu sehen, was am Besten geht.

    – Was macht ihr nach der ersten Bauaktion mit dem Akkuschrauber und der Säge? Wird das im Garten gebraucht? Wie wäre das dann untergebracht, wer kümmert sich drum, wie kommt man dran? Wenn es nur für diese eine Aktion ist: könnt ihr euch das dann leihen?
    Für die erste Bauaktion mit den Jugendlichen vom Austausch dürfen wir die Geräte vom Schulumweltzentrum Mitte benutzen. Danach wäre es meiner Meinung sehr praktisch, zumindest eine Maschine und eine Säge zu haben, damit der Bau den Gärtner/innen leichter fällt. In dieser Saison werden wir nur begrenzt anfangen können, aber danach werden wir sicherlich immer wieder bauen müssen. Die teureren Geräte würden wir nicht im Container sondern entwerder in den Büros oder an der Rezeption des Hotels lassen.

    – Wo und wie werden die Gartenwerkzeuge untergebracht?
    Auf unserem Parkplatz stehen 2 Container, die dem Hotelbetreiber gehören. Einen wird er uns zur Verfügung stellen. Drinnen wollen wir alles, was
    zum Garten gehört (Geräte, Material, Dokumentation usw.), unterbringen, außer eventuellen teureren Geräten. Der Container wird mit einem Schloss mit Nummern zugeschlossen und ist somit den Gärtner/innen jederzeit zugänglich.


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  • Bezirksamt Mitte verbietet GG auf öffentlicher Grünfläche

    (Gu, mail, 3.3.)

    Das CFB möchte gerne einen Gemeinschaftsgarten auf einer zum Haus gehörenden Fläche, die in eine öffentliche Fläche übergeht, einrichten. Das Bezirksamt Berlin-Mitte hat ihnen verboten hat, die öffentliche Fläche zu nutzen.

    Das CFB ist das alte Kulturzentrum der frz. Alliierten und arbeitet intensiv an der Völkerverständigung, in dem wir Jugendbegegnungen, Schüleraustauschprojekte usw. organisieren. Wir möchten gerne auch die Nachbarschaft (Schulen, Kitas, Nachbarn, Altersheim…) näher an den Ort binden und wollten Gemeinschaftsgärten bzw. Hochbeete bauen und die zur Verfügung stellen. Das Geld haben wir dank einer Förderung zusammen, nur hat uns jetzt das Grünflächenamt überraschender Weise einen Strich durch die Rechnung gemacht. Hier ein kleiner Artikel des Weddingweisers, der über das Viertel hier berichtet: https://weddingweiser.wordpress.com/2016/02/28/kein-gemeinschaftsgarten-auf-oeffentlicher-gruenflaeche/

    Es handelt sich wie gesagt nur um eine Fläche, die zum Teil öffentlich ist.

    sie haben Widersprich eingelegt (das ist nicht der erste Konflikt, den sie mit dem BA haben) und den Bezirksbürgermeister eingeschaltet, der ihm Beirat von ihnen sitze und das Projekt gut finden – ein anderen Verwaltungsmensch hatte sich das vor Ort anguckt und auch schon so gut wie abgesegnt.
    Die Begründung des BA: wenn sie einmal die Genehmigung geben, auf einer öffentlichen Grünfläche sowas zu machen, müssten sie das jedem/r zugestehen.

    -> Gu hat Besipiele von Gärten in Berlin in Parks genannt, Manifest geschickt und Kontakt zu Kerstin als Vermittlerin zwischen den Welten.

    Aufgebaut werden soll der Garten von TN internationale Sommercamps und dann „zur Verfügung gestellt werden“


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