In Ramersdorf/Perlach und Berg am Laim gibt es offene Mietergärten. Einer ist schon bei uns im Netzwerk
Es ist ein Projekt vom RKU in Kooperation mit der Münchner Wohnen. Da werden nächstes Jahr noch mehr Gärten dazukommen. (mehr …)
Schlagwort: Kooperation
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München: Münchern Wohnen baut GGs auf
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Dortmund: Querbeet will GG auf IGA
(NL)
wie wollen wir in Zukunft gärtnern? Wie wollen wir in Zukunft leben? Das sind Fragen, die wir auf der Internationalen Gartenausstellung IGA 2027 in Huckarde beantworten dürfen. Nach Möglichkeit mit einem echten Gemeinschaftsgarten und die ganze Saison über. Wir – das sind Querbeet Dortmund und alle Gärten, Institutionen, Stellen und Vereine, die kooperieren wollen.Ihr wollt mit darüber nachdenken, Ideen entwickeln, mit aufbauen, Info- und Betreuungsjobs übernehmen? Zeigen, wie gesunde Ernährung in jeden Haushalt kommen kann? Vermitteln, wie man in Kita und Schule Obst und Gemüseanbau behandelt? Dann seid ihr herzlich erinnert und eingeladen zum großen Vorbereitungstreffen
Dienstag, 4. November 2025 (mehr …)
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Berlin. ArtenGarten entwicklelt sich gut weiter
Aktuell haben wir 7 Leute , die gärtnern. Wir haben noch weitere 4 aktive Mitglieder, die regelmäßig Events und Workshops organisieren.
Beim Sauna Projekt im hinteren Bereich gärtnern sie auch, sie kümmern sich um die Obstbäume und Pflanzen kleine Sachen ein.
Sie (Tonttu e.V. (in Gründung) sind gegen 15 aktive Leute. Die Sauna wird Freitags gut besucht.
Darüber hinaus gibt es gegen 200 Interessierte, die ab und zu kommen um zu gärtnern, mitzuhelfen und zu den Events. Wir bewerben unseres Projekt in der Nachbarschaft mit der Unterstützung von BENN Britz und NEZ (Neuköllner Engagementszentrum). Organisieren regelmässige Treffen mit weiteren Interessierten und Ehrenamtlichen.
Zum Winterfest am 30.11 kommen noch mehr Nachbaren zu Besuch und hoffentlich werden sie such noch einsteigen.
Aktuell haben unsere Garten- Mitglieder grössere Beete, und damit ist fast die ganze sonnige Fläche bereits bespielt.
Aktuell bauen wir eine Gemeinschaftsküche, wo wir Gemüse aus unserem Garten verwenden möchten. Diese Aktivität wird auch für mehr Menschen attraktiv werden.
Ab Januar führen wir die Mitgliedschaften im Garten ein, und werden mit Mitgliedern Verträge abschließen. Es wird unsere Struktur stärken.
Wir planen noch mehr Beete zu bauen, um mehr Leute und Gruppen zum Gärtnern einzuladen und für das nächste Jahr planen.
Aktuell arbeiten wir mit dem BENN Britz zusammen an der Vertragssicherung für die nächsten 10 Jahren. (mehr …)
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Dresden: Tuuwi Garten ist umgezogen
Der Garten an der TU Dresden war bisher hinter einer Baracke in der der STuRa untergebracht war. Diese Baracke ist abgerissen worden. Der Garten zog hinter eine Villa der Uni ganz in der Nähe.
Tuuwi = TU Umweltinitiative. In der Villa ist das Dezernat „Universitätskultur“ untergebracht.
„Wir sind in den letzten Monaten umgezogen. Von der Stura Baracke zur Mommsenstraße 5. Da kann man jederzeit reingehen. Die Gartentore stehen immer offen. Momentan wird sehr wenig gemacht, da Semesterferien sind und die meisten Menschen aus unserer Gartengruppe unterwegs. Auch sind wir ein wenig in einer Umbruchsphase, wo nicht sehr viele Menschen aktiv sind.“Über die Tuuwi gab es dieses Jahr auch einen Projekttag „Angewandte Transformation“ in der Alten Gärtnerei: https://tuuwi.de/urv/projekttag-angewandte-transformation-in-der-praxis-die-alte-gaertnerei/
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Butzbach: Saugarten ist gut vernetzt
(Antrag und Antworten)
Der Saugarten ist ein naturnaher Gemeinschaftsgarten. Dieser befindet sich an der Ecke
Saugasse/Spülgasse in Butzbach.
Er dient als nachbarschaftlicher Begegnungs- und Erfahrungsort.
Bisher gibt es auf dem 2000 qm großem Gelände einen Unterstand, eine Komposttoilette,
mehrere Hochbeete, ein Hügelbeet, zwei große Ackerflächen, eine Totholzhecke, zwei
Wildgehölzhecken und ein Gewächshaus, eine Sitzecke sowie einen Bauwagen.
Der Zweck des Ortes besteht darin gemeinsam Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu leben
und zu erlernen. Durch die Angebote wie „die Ackerzeit“ werden gemeinsamen Erlebnisse
im Garten geschaffen. Alle Mitgestalter*innen haben so die Möglichkeit eine persönliche
Beziehung zur Natur aufzubauen. Denn wir sind überzeugt, etwas, was man wertschätzt,
ist man auch bereit zu schützen! Es benötigt eine Beziehung und Aufklärung, um
Schutzgedanken zu säen und diese auch in der Nachbarschaft zu manifestieren. Deshalb
beschäftigen wir uns in der Gestaltung des Gemeinschaftsgarten mit Themen wie
insektenfreundlichem Gärtnern und bionischem, klimafreundlichem Bauen. Außerdem ist
eine Klimawerkstatt geplant, die Impulse zu Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Upcycling und
Biodiversität geben soll.
So können andere mitmachen:
• Den Treffpunkt nutzen und miteinander ins Gespräch kommen
• Zum Ackern im Garten vorbeikommen
• Eigene Ideen einbringen und den Garten mitgestalten
• Gemeinsam ernten und feiern
• An den Baukursen zum nachhaltigen Bauen in Kooperation mit dasgute.haus
teilnehmenDie Nachbar*innen des Saugartens sind die Zielgruppe unserer Idee. Gemeint sind dabei
ausdrücklich alle – von Kindern bis hin zu Senior*innen. Die Nachbarschaft ist sehr
heterogen: Kleingartenverein, Seniorenheime, Neubaugebiet, eine große Siedlung – jung
& alt. Der Saugarten soll all diese Menschen an einem Ort zusammenbringen. Er ist daher
als inklusiver, generationsübergreifender und diskriminierungssensibler Raum konzipiert.
Momentan sind wir nach der Gründung noch im Onboarding der Mitglieder. Neben den 9
Gründungsmitgliedern rechnen wir mit weiteren ca. 15 Personen. Somit planen wir bis zu
den Sommerferien ein Verein mit ca. 25 Mitgliedern zu sein, mit dem Wunsch weiter zu
wachsen.
Die Idee des Saugartens ist durch Anne Heyd geboren. Der Saugarten war bis vor drei
Jahren ein zugemüllter Brombeerhain, ein ungenutztes Stück Land. Als passionierte
Gärtnerin, Naturliebhaberin, Kunstpädagogin, Fachwirtin und Ackercoach, hat Anne Heyd
es sich zur Aufgabe gemacht aus diesem verwaisten Ort ein neues Zuhause für eine
Vielzahl an Lebewesen zu machen.
Seit 2024 kooperiert der Saugarten mit dem dasgute.haus in Butzbach und bietet jeden
Montag einen Gartentreff zum gemeinschaftlichen Gärtnern und vielfältige Kurse zum
nachhaltigen Bauen an. Für die Sommerferien ist der Bau eines Geodomes, unterstützt
durch die Nebenan Stiftung, geplant, der ganzjährig als Klimawerkstatt genutzt werden
kann. Diese Initiative ist in der Zusammenarbeit mit Julia Kline entstanden. Julia ist
Beraterin für Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft, Organisationsentwicklerin und
Naturliebhaberin.
Den Bau des Geodomes, die Anschaffung eines Sonnensegeln, sowie die Anschaffung
von Jungpflanzen für die Pflanzsaison 2025 finanzieren wir über einen bereits bewilligten
Förderzuschuss der Nebenan Stiftung mit einer Fördersumme von 1000€. Wir dürfen uns
außerdem glücklich schätzen, den Jury Preis der nebenan Stiftung gewonnen zu haben
und damit Heckenpflanzen für eine Wildstrauchhecke, sowie einen neuen Rasenmäher
anschaffen konnten. Ebenso haben wir bereits eine Starthilfeförderung der Stiftung
Mitarbeit erhalten, mit der wir Werbemittel wie Flyer, Plakate, Sticker und Banner drucken
lassen konnten. Mit diesen Werbematerialien haben wir letztes Jahr ein Erntedankfest
beworben, bei dem schätzungsweise 70-80 Personen teilgenommen haben.
Unsere Vision den Saugarten als möglichst biodiversen Ort mit vielen verschiedenen
Lebensräumen zu etablieren beinhaltet noch mehr Insektenfreundliche Wildblumenwiesen
und Staudenbeete. Momentan gibt es zwar Totholzhecken, Wildstrauchhecken und viele
Wilde Ecken aber wenig Nahrung für Insekten, neben den Wilden Pflanzen, die überall im
Garten wachsen.- Wem gehört die Fläche?
Die Fläche ist von Privat gepachtet. Der Pachtvertrag wird gerade von Anne Heyd auf den Verein umgeschrieben.
- Hat der Verein einen Vertrag zur Nutzung der Fläche? Ist dieser befristet? Müssen Sie Pacht zahlen und wenn ja, wie viel?
Wir erstellen gerade einen Pachtvertrag, wie oben bereits erwähnt. Der Vertrag ist nich befristet und wir zahlen keine Pacht, da wir die Person kennen und sie unser Projekt unterstützt.
- Wer hat den zugemüllten Brombeerhain urbar gemacht, so dass nun der Gemeinschaftsgarten dort entstehen kann?
Das war Anne Heyd mit Hilfe von Freund:innen und Familie vor der Vereinsgründung.
- Wie kooperiert ihr mit der Genossenschaft?
Wir stellen den Kursort für Baukurse (Fokus Nachhaltigkeit, Bionik & Bauen für die Biodiversität) und erhalten dafür die Bauwerke: Geodome, Nützlingshotels, einen Erdkeller etc.
- Wie viele Beete gibt es, in denen Gemüse/Kräuter angebaut werden?
Momentan sind es 24 Beete, 6 Hochbeete, 1 Tomatenhaus, und 1 Gewächshaus
- Sind jetzt schon Menschen dabei, die nicht zu dem Gründungskreis gehören?
Ja, neben den 9 Gründungsmitgliedern sind wir ca. 14 weitere Personen (inkl. Kinder). Wir arbeiten gerade an der Aufnahme der Mitglieder (Dokumente & Prozess) und hoffen bis Ende Juni 25 Mitglieder zu haben.
- Wie ist der Garten organisiert? Wird alles gemeinschaftlich begärtnert? Gibt es (auch) individuelle Beete? Ackerflächen sind große Beete? Ist hier Acker e.V. mit dabei?
Der Gemüsearten wird bisher komplett gemeinschaftlich begärtnert. Wir planen aber, dass einzelne Personen eigene Naturgartenprojekte umsetzen können. Individuelle Beete sind bisher nicht geplant, können bei Bedarf aber entstehen. Acker ist nicht beteiligt. Allerdings hat Anne dort ihre Weiterbildung als Ackercoahin gemacht, neben dem Fachwart.
- Wie erfahren Interessierte vom Garten und den Mitmachmöglichkeiten?
Der Garten ist nach außen mit einem großen Banner und mehreren Schildern gekennzeichnet. Die Baukurse werden über die Website & Instagram der Genossenschaft (dasgute.haus) beworben. Wir haben Flyer und Plakate an relevanten Stellen in der Stadt (Lokaler Einzelhandel, Kindergärten, Schulen, Betreuungen) und Flyer in der Nachbarschaft verteilt und aufgehängt. Wir planen weitere ähnliche Aktionen. Wir betreiben viel Netzwerkarbeit und gehen auf Veranstaltungen, so z.b. am kommenden Samstag, 24.5. Zum Tag des Grundgesetztes, sowie am 6.7. zum Stadtfest. Darüber hinaus wollen wir in der Zukunft noch gezielter auf verschiedene Akteur:innen und Zielgruppen sehr spezifisch zugehen. Darüber hinaus planen wir ein Sommerfest im September. Unser Instagramkanal wird wöchentlich mit 3 Posts bespielt, und hat innerhalb der letzten 3 Monate 50% mehr Reichweite erreicht. Eine Website ist ebenfalls in Planung.
- Woher werden eurer Planung nach die weiteren Vereinsmitglieder kommen? Muss man Vereinsmitglied werden, um mitmachen zu können?
Siehe oben. Nein, man kann auch so mitmachen.
- Woher bekommt ihr Wasser?
Wir erhalten Wasser von angrenzenden Kleingartenverein, sowie das Regenwasser das wir über unsere Dachflächen sammeln.
- Wurde der Zaun wegen der Wildtiere gebaut?
Nein, der Zaun wurde gebaut um Vandalismus vorzubeugen.
- Könnt ihr bitte die Kosten für die Gartengeräte ein wenig auffächern? Für wie viele Menschen sind die jeweils gedacht und wo werden die untergebracht? Bitte beachtet, dass wir Handschuhe nicht fördern.
Siehe Kostenkalkulation. Die Geräte sind für die genannten 25 Personen gedacht. Sie werden in einem abschließbaren Gartenhaus mit Zylinderschloss gelagert.
- Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten des Gartens?
Durch die Vereinsmitgliedschaft, Geld- und Sachspenden, Arbeitszeit
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Berlin: ArtenGarten hat weitere Kooperationspartnerschaften
(Sachbericht)
Neue Beete
Durch das Geld der an:stiftung konnten neue Beete gemacht werden (Beetbegrenzungen,
Erde), es konnten neue Samen gekauft und Pflanzen gezogen werden.
Reparatur des Gewächshauses
Wir haben das malträtierte Glasgewächshaus repariert, Scheiben ersetzt, Bodenplatten
verlegt und daraus einen Workshopraum gemacht, der schon mehrmals zum Einsatz kam
für ökologische-kulturelle Bildungsveranstaltungen.
Komposttoilette(n)
Die geplante Reparatur der alten Komposttoilette (kaputte Treppe, verrottete Tür) wurde
zugunsten eines Neubaus einer Komposttoilette ausgesetzt. Wir müssen ehrlich sagen,
dass vieles viel länger dauerte, als wir uns das gewünscht hatten. Die Materialien wurdem
im Dezember 2024 gekauft, die Toilette selbst erst im Frühjahr 2025 fertig gebaut. Zum
einen, da wir keinen regelmäßigen Treff-/Aktionsrhythmus hatten, zum anderen weil viele
Menschen nur punktuell bei der Gruppe dabei sind. Nichts destotrotz gedeiht der Garten
zusehends und die Gruppe der Freiwilligen wird größer..
Neue Garten-Partnerschaften: Tonttu e.V., Nena Berlin, BENN Britz
Seit dem Herbst haben wir neue Partner im ArtenGarten: Tonttu e.V., ein Berliner Verein für
Saunakultur betreibt seit Herbst eine wöchentliche Saunaveranstaltung. immer Freitags
treffen sich Leute zum gemeinsamen Saunieren und Zusammenkommen.
Dadurch haben wir neue Leute gefunden, die sich auch im Garten einsetzen und auch neue
Ideen für die Garten-Nutzung mitbringen..
Darüberhinaus haben wir neue Kooperation mi en mit umliegenden
Geflüchtetenunterkünften aufgebaut, mit denen wir verschiedene Kunstvermittlungs- und
Gartenangebote durchführen werden (NeNa e.V., BENN Britz)Es geht -zwar deutlich langsamer als gedacht – aber dennoch voran und es stehen sehr viele neue Beete im Garten und vor allem finden richtig viele Veranstaltungen statt!
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Köln: Game für NeuLand designed
(Insta)
All of the Critters
20–28 July 2024Two more game sessions on 27 & 28 July, 3pm.
All of the Critters is a role-playing game designed for the NeuLand Community Garden. No prior
experience is required to play. Participants take on the roles of organisms that live in, visit, or
otherwise interact with the garden.
Each player is given a project to complete. To complete the project, participants move through
the garden in search of tokens. All collected game cards and solved tasks can be added to a
virtual model of NeuLand and then activated. However, one person’s ideal habitat may be quite
the opposite for another. (mehr …) -
Halle: GutAlaune baut Planetengarten auf
(Antrag, Antworten)
Seit Anfang 2023 baut das Jugendarbeitskollektiv JutAlaune in Kooperation mit der Stadt Halle einen
Gemeinschaftsgarten in Trotha auf. Das Gelände hat eine Fläche von ca. 3000 m 2
, mit vielen
Laubbäumen und Sträuchern. Historisch gehörte das Gelände ehemals zur Schule und zur
angrenzenden Feuerwehr. Auch ein Fußballplatz soll hier mal gewesen sein. Das städtische
Grundstück liegt mitten im Wohnviertel und ist durch einen Zaun und ein großes Tor umrundet. Auf
dem Grundstück steht ein ausgebauter Bauwaagen, in dem auch gekocht werden kann. Der
Bauwagen verfügt über Solarmodule auf dem Dach, sodass ökologischer Strom genutzt werden kann.
Die Zugänglichkeit des Grundstücks außerhalb des regelmäßigen offenen Gartens für GärtnerInnen
ist durch eine Schlüsselbox und einen zweiten Eingang mit Zahlenschloss gegeben. Der Ost bietet viel
Raum für Gestaltung und Ideen aus der Nachbarschaft. Das Ziel dieses Projektes ist es, gemeinsam
mit den AnwohnerInnen einen Begegnungsort zu schaffen, in dem gegärtnert, gebaut, ausprobiert
und sich ausgetauscht werden kann.
III. Die Visionen & Umsetzung
Bei einem Workshop mit Menschen aus der Nachbarschaft haben wir Ideen und Wünsche für die
Gestaltung des Gartens gesammelt. Die Wünsche an den Ort sind vielfältig und reichen von
gemeinsamen gärtnern bis hin zu einem Nachbarschaftscafé und Veranstaltungen, wie gemeinsame
Feste. Etabliert haben wir bisher einen festen Gartentag am Donnerstagnachmittag. Hier sind alle
Menschen eingeladen, die den Garten kennenlernen möchten, gärtnern möchten oder auch einfach
nur den Schatten der Bäume genießen wollen. Momentan kommen zum offenen Gartentag immer 2-
3 Menschen, wobei manche Menschen regelmäßig kommen und auch immer neue Gesichter dabei
sind. Zusätzlich zu den regelmäßigen Gartentagen gibt es regelmäßige Mitmach- Tage, an denen wir
bestimmte Projekte im Garten angehen. So ist im letzten Jahr zum Beispiel mit Kindern ein Lehmofen
entstanden, in dem Pizza und Brot gebacken werden kann oder es wurden mit Nachbarinnen und
Nachbarn neue Beete und ein Naschgarten mit Beerensträuchern angelegt. Die Informationen zu den
Aktionen streuen wir über Aushänge im Schaukasten vor dem Grundstück und angrenzenden Läden,
über einen Telegram Kanal und unseren E-Mail Newsletter. Bei größeren Aktionen kooperieren wir
mit der Bürgerstiftung und der Freiwilligenagentur Halle. Im vergangenen Schuljahr haben wir
außerdem die Garten AG des Horts betreut und hier vielfältige Angebote für die Kinder geschaffen.
Das Gelände ist nicht versiegelt und es gibt keine festen Wege. Der humose Boden eignet sich dafür
Beete zum Teil direkt in der Erde anzulegen. An anderen Stellen wiederum ist das Anlegen von
Hochbeeten geplant, um das Gärtnern auch für eingeschränkte Menschen attraktiv zu gestalten. Eine
Vision ist es außerdem den Garten möglichst barrierefrei zu gestallten. In einem Bau-Workshop soll
eine rollstuhlgerechte Terrasse entstehen, wir wollen gemeinsam mit Jugendlichen ein
rollstuhlgerechtes Hochbeet bauen und die Hauptwege im Garten für die Nutzung mit Rollstuhl und
Rollator ebnen. Eine weitere Vision ist es, dass der Garten und damit der Raum auch zukünftig von
anderen Vereinen und Initiativen genutzt wird.
IV. Das Team
Das Team besteht momentan aus 4 Personen, die sowohl die Organisation des Gartens als auch die
Umsetzung der offenen Gartentage und Aktionstage als Aufgabe hat. Wir organisieren uns kollektiv
und übernehmen je nach Kapazitäten verschiedene Aufgaben. Zu dem festen Team kommen die
Nutzerinnen und Nutzer des Gartes. Momentan haben wir zwei private Beete vergeben. Zu den
offenen Gartentagen (Do Nachmittag) kommen im Schnitt 3 -4 Personen, wobei es sich hier nicht
immer um dieselben Personen handelt. Unsere Mitmach-Tage sind mit 5-10 Personen auch immer
gut Besucht. Wir sind bemüht den Garten in der Nachbarschaft noch mehr zu bewerben. Bis Ende Juli
läuft noch eine Förderung der PostCode Lotterie. Um die Arbeit in dem Umfang fortsetzten zu
können suchen wir momentan noch nach passenden Fördermöglichkeiten und schreiben Anträge.
V. Kooperationen & Vernetzung
Wir sind in der Stadt gut vernetzt mit der Freiwilligenagentur, der Bürgerstiftung und dem
Freiraumbüro Halle und stehen im Austausch mit dem Quartiersmanager von Trotha. Außerdem ist
die evangelische Gemeinde sehr wichtig für den Zusammenhalt im Viertel. In den Sommermonaten
finden die regelmäßigen Quartiersrunden hier im Garten statt. Außerdem gab es im Schuljahr
2023/2024 eine Kooperation mit dem Hort Delta. Eine Vernetzung der Gemeinschaftsgärten in Halle
ist in Planung und soll noch dieses Jahr angestoßen werden. Ab Juni wird der Verein KrimZkrams e.V.
auf der Fläche einen Bauspielplatz etablieren, sodass die Fläche dann gemeinsam genutzt wird. Mit
der Etablierung des Bauspielplatzes ändert sich die rechtliche Grundlage der Flächenpatenschaft hin
zur offiziellen Miete der Fläche beim Grünflächenamt der Stadt (Halle), was für uns eine
Langfristigkeit des Projektes garantiert. Ein großer Vorteil der Kooperationen, vor allem durch den
Bauspielplatz, ist die erhöhte Sichtbarkeit und Zugänglichkeit der Fläche für die Nachbarschaft.
VI. Material & Zweck
Wir möchten mit den Materialien zum einen Möglichkeiten für die Nachbarschaft bieten, sich
einzubringen und selbst tätig zu werden und zum anderen zum Verweilen einladen. Wir möchten so
einen Raum schaffen, der von der Nachbarschaft als Begegnungsort angenommen und genutzt wird.
Trotha ist ein Stadtteil in Halle, mit einem Defizit an Infrastruktur für soziale Projekte und sozio-
kulturelle Räume. Gleichzeitig ist dieses Stadtgebiet geprägt von sozial schwachen Strukturen und
benachteiligten Anwohnenden. Wir möchten durch Workshops und gemeinsame Bauaktionen
Wissen vermitteln und die Teilnehmenden so befähigen auch selbst Ideen zu entwickeln und
umzusetzen. Dabei legen wir Wert auf eine Kreislaufwirtschaft und möchten den Menschen über
Upcycling sowie Reparatur und Wiederverwendung von Materialien nachhaltige
Gestaltungsmöglichkeiten näherbringen. Die finanziellen Mittel über die Förderung der anstiftung
sollen in den gemeinsamen Bau von Infrastruktur fließen (barrierefreie Terrasse für
Nachbarschaftskaffee, Hochbeete & Bänke). Außerdem möchten wir mit Hängematten und einer
Tischtennisplatte das Gelände beleben und Anreize zum Aufenthalt auf der Fläche schaffen. Für den
Gemüse- und Obstgarten möchten wir Pflanzen kaufen und diese auf gut vorbereitete Beeten mit
Kompost versorgen. Zur Grundstückspflege benötigt es noch weitere Gartenwerkzeuge und da wir
momentan noch nicht über einen Wasseranschluss verfügen brauchen wir weitere Infrastruktur zur
Bewässerung der Beete- Was sind die Rahmenbedingungen für eine Grünflächenpatenschaft?
Die Grünflächenpatenschaft läuft direkt über einen Vertrag mit der Stadt Halle, vertreten durch den Oberbürgermeister. Patenschaften können von Einzelpersonen, Nachbarn, Gruppen, Vereinen oder Schulklassen übernommen werden. Die Gestaltung der Flächen ist dabei sehr individuell. Die Fläche gehört weiterhin der Stadt, gestaltet und gepflegt wird sie aber von der oder dem Paten. Vertraglich wurde die Entstehung eines Stadtteilgartens festgeschrieben.Die Patenschaft wird noch in diesem Jahr in ein Mietverhältnis umgewandelt. Die Fläche wird dann von dem Verein kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V. gemietet und wir werden einen Kooperationsvertrag mit zugehörigem Untermietvertrag erhalten. Die Kosten für die Miete trägt die Stadt Halle selbst. Hier steht der Verein kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V. im Kontakt mit der Stadt Halle (Saale). Das Projekt Bauspielplatz wird in einem bestimmten Bereich des Geländes stattfinden (ca. 600 qm).
- Ist die Nutzung der Fläche befristet?
Die Nutzung der Fläche (momentan über die Patenschaft, später über einen Mietvertrag) ist nicht befristet und das Projekt ist auf lange Sicht angelegt.
Durch das kommende Mietverhältnis haben wir außerdem mehr Rechte und eine langfristige Perspektive. Auch die Stadt ist sehr an einer nachhaltigen Nutzung der Fläche interessiert. Der Bauspielplatz auf der Fläche ist Teil der städtischen Kinder- und Jugendarbeit im Trotha.
- Gibt es eine Ansprechperson in der Stadtverwaltung für Gemeinschaftsgärten?
Es gibt keine Ansprechperson explizit für Gemeinschaftsgärten in der Stadtverwaltung. Unsere Ansprechpersonen setzten sich zusammen aus dem Quartiersmanagement ( Gregory Ward, quartiermanagement@halle.de, dem Dienstleistungszentrum Bürgerbeteiligung, der Bürgerstiftung und dem Grünflächenamt)
- Geht die Kooperation mit der Stadt über die Grünpatenschaft hinaus? Beteiligt sich die Stadt finanziell oder mit Materialien oder Dienstleistungen am Aufbau des Gartens?
Die Stadt beteiligt sich bisher nicht finanziell am Aufbau des Gartens. Wir stehen mit dem Grünflächenamt im Kontakt, um Holzhackschnitzel zu beziehen. Bereits letztes Jahr erfolgte eine Lieferung mit Holzhackschnitzeln. Im letzten Jahr hat die Stadt vor dem Beginn der Patenschaft noch einmal Geländepflege, in Form von Mäharbeiten durchgeführt. Zum Thema Baumpflege werden wir zeitnah mit dem Grünflächenamt Kontakt aufnehmen, damit im Herbst nötige Arbeiten durchgeführt werden können. Hier sehen wir die Stadt als Eigentümer in der Pflicht. - Auf was bezieht sich die Förderung der PostCode Lotterie? (Sind das Honorar, die ihr braucht, um die Gartentage zu machen) Und was passiert, wenn ihr keine Anschlussgelder bekommt?
Die Förderung wurde im Bereich sozialer Zusammenhalt gestellt und bezieht sich auf die initiale Gestaltung des Geländes und die Etablierung des Gartenprojektes als gemeinschaftsgetragener lebendiger Austausch- und Bildungsort. Es werden sowohl Sachkosten als auch Honorarkosten bis Ende Juli gefördert. Zu den Sachkosten zählen unter anderem die Beerensträucher für den Naschgarten aber auch Schilder, sowie Gartengeräte und eine künstlerisch-pädagogische Leitung des Gartens. Honorarkosten wurden für Workshops, Öffentlichkeitsarbeit und Aktivitäten Ehrenamtlicher veranschlagt.
Durch den Verein kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V. und dem Projekt Bauspielplatz ist die Fläche auch nach Auslaufen der Förderung gesichert. Auch nach dem Auslaufen der Förderung der PostCode Lotterie wollen wir den offenen Gartentag ehrenamtlich weiterführen und schreiben gleichzeitig weitere Förderanträge, um den Fortbestand des Gartenprojektes auf der Fläche zu sichern. - Wie viele Beete sind geplant? Was für einen (auch räumlichen) Stellenwert hat da Gärtnern?
Momentan gibt es 9 Beete in unserer Gartenecke auf der Fläche und ein weiteres großes Kürbis-Beet. Diese Anzahl der Beete kann je nach Interesse der Anwohnenden nochmal um ca. 10 Beete vergrößert werden. Zusätzlich können Hochbeete gebaut werden. Das Gelände bietet hier noch viel Platz und Möglichkeiten. Außerdem haben wir bei unserem letzten Mitmach-Tag eine Fläche von Brombeeren befreit, auf der zwei Hügelbeete entstehen werden. - Sind die Wege denn barrierefrei?
Die Wege sind alle mit Holzhackschnitzel ausgelegt und zum Teil auch schon rollstuhlgerecht. Ziel ist es einen durchgängigen breiten barrierefreien Weg über das Gelände anzulegen. Dazu müssen die Wege noch besser geebnet und verbreitet werden. Hier gibt es schon gemeinsame Pläne mit dem Verein kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V.. - Wo soll die Terrasse entstehen (am Bauwagen?) und ist diese für das Gärtnern wichtig? Habt ihr für die Finanzierung schon an die Aktion Mensch gedacht?
Die Terrasse soll am Bauwagen als Eingangsbereich entstehen. Momentan liegen hier Paletten und ein barrierefreier Zugang zum Bauwagen ist nicht gewährleistet. Unebenheiten im Gelände könnten hierdurch ausgeglichen werden. In dem Wagen befindet sich neben Getränken für die GärtnerInnen auch Werkzeug und Handschuhe, daher ist der barrierefreie Zugang sehr wichtig. Wir haben durch Gespräche mit den Anwohnenden außerdem gemerkt, dass so ein Aufenthaltsort (welcher vom Eingang einsehbar ist) dazu einladen würde, in den Garten zu kommen. Der Großteil des Gemüsegartens befindet sich weiter hinten im Gelände und ist daher vom Eingang nicht gut einsehbar. Bei der Aktion Mensch haben wir bereits einen Förderantrag für eine barrierefreie Toilette gestellt. Hier warten wir noch auf eine Rückmeldung. - Wer würde die Terrasse bauen und wie viele Menschen könnten am Bau teilnehmen?
Der Bau der Terrasse wird durch uns geplant und und im Rahmen eines Workshop durchgeführt. Zielgruppe dieses Workshops sind Jugendliche aus Trotha. Eine Person aus unserem Team ist ausgebildeter Tischler und hat bereits Erfahrung in der Jugendarbeit. Die Teilnahme ist kostenfrei und die Honorarkosten können entweder noch über die PostCode Förderung abgerechnet werden oder es wird eine Förderung für Bildungsprojekte bei der Stadt Halle (Hallianz für Vielfalt) beantragt. Hier ist es sehr unbürokratisch möglich einzelne Aktionen fördern zu lassen. Die Anzahl der Teilnehmenden beschränkt sich auf 6 Personen, damit eine gute Betreuung und Ausstattung mit Werkzeugen gewährleistet werden kann. - Wie viele Hochbeete wollt ihr bauen und wer baut diese dann?
Die Anzahl der Hochbeete orientiert sich stak an dem Interesse und der Nachfrage der Anwohnenden. Da sich der Garten momentan noch im Aufbau befindet rechnen wir mit einem steigenden Interesse.
Die Fläche bietet Platz für bis zu 8 Hochbeete. Gebaut werden können die Hochbeete im Rahmen von Mitmach-Tagen aber auch nach Absprache von den GärtnerInnen in Eigenregie. Die Werkzeuge und Materialien stellen wir zur Verfügung. - Könnten sich die Kooperationspartner an der Finanzierung des Gartens beteiligen?
Die Kooperationspartner können sich nur indirekt an der Finanzierung des Projektes beteiligen. So unterstützt uns die Gemeinde bei Festen z.B. mit Sitzgelegenheiten und Kuchen, deren Spendenerlös dann an den Garten geht. Außerdem profitieren wir vom kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V. (z.B. gemeinsamer Ausbau der Wege, Nutzung von Holzspenden). Das städtisch finanzierte Projekt Bauspielplatz sieht allerdings keine finanzielle Unterstützung des Gemeinschaftsgartens vor. Bei der gemeinsamen Planung von Veranstaltungen und Workshops profitieren wir aber sicher von den finanziellen Mitteln des Vereins. - Sind Migrant*innen eine eurer Zielgruppen?
Ja, MigrantInnen sind auch eine unserer Zielgruppen. Laut der aktuellen Sozialraumanalyse ist der Anteil der ausländischen AnwohnerInnen in den letzten Jahren in Trotha auf 7,8% gestiegen (18% 0-18 mit MGH) (Stand 2023). 2020 lag der Anteil noch bei 4,4%. Ein weiter Anstieg ist zu erwarten. Der Gemeinschaftsgarten wird in der aktuellen Sozialraumanalyse unter anderem als Angebot für Demokratieförderung und Partizipation von Jugendlichen genannt. Zeil ist es, dass auf dem Gelände ein Ort der Begegnung entsteht und sich alle Menschen, unabhängig von Geschlecht, Sexualität oder Herkunft wohlfühlen. So haben wir es auch in unserem Schaukasten kommuniziert. - Wie sind die Kommunikations- und Entscheidungswege?
Das Organisationsteam kommuniziert für kurze Abstimmungen über eine Telagram Gruppe und wir haben uns bisher je nach Bedarf aller 14 Tage zum Plenum getroffen um uns auf den neusten Stand zu bringen, Ideen auszutauschen und Aufgaben zu verteilen. Entscheidungen werden im Kollektiv besprochen. Da wir uns bei den offenen Gartentagen auch regelmäßig sehen sind wir immer ganz gut informiert.
Zusätzlich haben wir für uns ein Pad zur Koordination der Termine und offenen Gartentage und eine Nextcloud zur gemeinsamen Arbeit an Förderanträgen.
Zur Kommunikation nach Außen nutzen wir einen Telagram-Kanal, einen E-Mail Newsletter und die Plattform nebenan.de um über Aktionen und Termine zu informieren. Außerdem gibt es noch eine weitere Telegram-Gruppe für Absprachen unter den GärtnerInnen. Beim offenen Gartentag gibt es immer die Möglichkeit mit uns ins Gespräch zu kommen, um Ideen und Wünsche auszutauschen.
Mit dem kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V. planen wir ein monatliches festes Treffen.
Für die Zukunft wünschen wir uns selbstorganisierte AG´s, die sich auf der Fläche in unterschiedlichen Projekten einbringen und ihre Visionen und Ideen verwirklichen.
- Was sind die Rahmenbedingungen für eine Grünflächenpatenschaft?
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Ziegenhagen: GG hat neue Kooperationen und Anknüpfungspunkte gefunden
(Antrag, Antworten)
Mit der fünften Gartensaison geschieht einiges Neues auf dem Gelände.
• Die Weichen für eine Kooperation mit der örtlichen Eltern-Kindgruppe „Kindertreff“ sind gestellt. Um Kinder und junge Eltern im Gemeinschaftsgarten willkommen zu heißen und zu einer Mitarbeit einzuladen, sind dieses Jahr 2 Beete reserviert, damit Kinder selbst gärtnerisch aktiv werden können.
• Zwei Frauen aus dem Gartenteam sind Mitglieder bei den Gruppe der Landfrauen geworden. Die örtliche Gruppe der Landfrauen veranstaltet jedes Jahr ein Kohlkopf-Essen. Dieses Jahr wird der Kohl dafür im Gemeinschaftsgarten angebaut.
• Das Market-Garden Konzept, das zwar bereits eingeführt war, jedoch nicht von allen konsequent umgesetzt wurde, wird in diesem Jahr endlich zur Erleichterung aller wirklich durchgängig angewendet.
• In den vergangenen Jahren haben wir immer auf einem Viertel der Fläche Kartoffeln angebaut. In diesem Jahr startet nun auch auf Anregung unseres Teams ein neues Projekt im Dorf: der Dorf-Kartoffelacker. Auf einer Fläche von 2.500 m², die ein ortsansässiger Bio-Landwirt zur Verfügung stellt, werden von einem eigenständigen Team Kartoffeln für das Dorf angebaut. Wir freuen uns riesig darüber!
• Seit Anfang des Jahres sind nun zwei Frauen aus dem Team „Projektköpfe“. Dies hat sich bereits bewährt und zu Entlastung geführt.
• Auch haben wir zwei Menschen im Team, die sich um eine professionellere Anbauplanung kümmern. Für diese wird sehr vereinfacht die Planung aus einer regionalen SoLaWi übernommen.
• Für unser Team, für die Zusammenarbeit mit der Eltern-Kind-Gruppe und die Landfrauen, aber auch für interessierte Gäste, möchten wir eine gute und dauerhafte Beschilderung der Beete und Anbauflächen erstellen.
Es gibt weiterhin zwei feste Gartentermine in der Woche an denen gemeinsam gegärtnert wird und zu denen auch Neue eingeladen sind. Einmal in der Woche machen wir einen Rundgang, bei dem wir besprechen, welche Arbeiten im Laufe der Woche anliegen.
Die Anbauweise ist organisch biologisch – das verwendetet Saatgut biozertifiziert und samenfest (reproduzierbar). Der Garten ist naturnah mit Blühflächen, Insektenhotels und Schutzecken für Kleintiere und Insekten angelegt.
Wir haben die Anzucht der Jungpflanzen selbst organisiert, hierfür kooperieren wir teilweise mit der Gärtnerei einer regionalen Solidarischen Landwirtschaft. Von einigen Pflanzen haben wir bereits im ersten Jahr selbst Saatgut gewonnen.
Ja, Sie sprechen ein sensibles Thema an. Menschen dauerhaft an den Garten zu binden bez. die Kerngruppe zu vergrößern ist ein Prozess…..
Unsere Kerngruppe umfasst zu Zeit 7- 8 Menschen. Ca. 5 weitere Menschen flattern rein und raus. Unverbindlich, aber doch interessiert.
Fluktuation ist eigentlich nicht unser Problem. Ja, einzelne Menschen sind aus unterschiedlichen Gründen gegangen. Die Kerngruppe ist aber seid Jahren stabil. Sich für weiter Menschen zu öffnen und aktiv Menschen zu motivieren im Garten mitzuwirken ist daher jetzt dran.
Wir gehen auf Kindertreff und Landfrauen zu um die Kern und Gründungsgruppe zu verstärken, aber auch um die Vernetzung im Dorf voranzubringen. Die Landfrauen sind im ländlichen Raum nicht wegzudenken. Sie sind Multiplikatoren im Dorf und haben den Auftrag das Wissen für eine gute, gesunde Ernährung weiterzugeben. Ich bin davon überzeugt das wir mit unserem regenerativen, biologischen Anbaukonzept da weiterhelfen können ;-).
Akzeptanz für den Gemeinschaftsgarten ist erst jetzt, nach einigen Jahren, im Dorf da. Der Garten liegt mitten im Ort. Neugierig verfolgen Nachbarn und Bewohner was sich im Garten tut – wo uns die Arbeit und das Zusammensein gut gelingt und wo wir scheitern. Öffentlichkeitswirksam ist der Garten auf jeden Fall – Zaungäste gibt es reichlich… .
Isoliert darf der Garten aber nicht betrachtet werden. Wir sind ein Projekt der AG nachhaltiges Ziegenhagen. Unter dem Dach dieses Vereins findet Dorfentwicklung statt. Klassiker wie Büchertelefonzelle, Dorfzeitung oder Dorfflohmarkt sind hier entstanden und auch der schon erwähnte ( Bio) Kartoffelacker.
Diese Gruppe umfasst ca. 70 Menschen – mehr oder weniger aktiv!
Wir hoffen die “ neuen GärtnerInnen“ durch niedrigschwellige Einladungen zu erreichen. Wir gehen mit konkreten Angeboten auf die Menschen zu und holen sie dort ab wo sie sind. Es muss erst mal ganz leicht sein. Öffentlichkeitsarbeit.
– Für die Kinder bauen wir Kürbisse an um diese später bei einem Kürbisfest gemeinsam zu ernten und zu verarbeiten. (Kürbis schnitzen und Suppe kochen). Auch haben wir zwei “ Kinderbeete“ angelegt auf denen Gemüse für eine geplante Kochaktion angebaut wird. Hier ist das Ziel das wir eine Gruppe von Kindern motivieren können in den nächsten Jahren diese Beete selber zu betreuen – dafür braucht es vor allem die Eltern….
– Die Landfrauen bekommen eine Gartenführung mit Kaffeeklatsch. Auch hier bauen wir für ein traditionelles Kohlessen im Dorf, das einmal jährlich im Herbst stattfindet, Weißkohl im Garten an. Die Landfrauen werden diesen Kohl selber ernten und wir Gärtnerinnen können bei der folgenden Veranstaltung sicherlich drauf aufmerksam machen wo der Kohl diese Jahr herkommt. Und klaro – zum Kohl gibt es die Biokartoffel vom neuen Kartoffelfeld :-).
Der Garten wird also „diverser“. Dafür braucht es Struktur. Eine Beschilderung wäre hilfreich. Mit dem Versuch einer selbstgebastelten Beschilderung sind wir leider nicht gut weitergekommen. Um eine langfristig haltbare Lösung zu erreichen würden wir daher gerne etwas im Fachhandel besorgen. Als Gärtnerin einer solidarischen Landwirtschaft könnte ich da etwas passendes, praxistaugliches besorgen.
Unsere Gartengeräte bewahren wir in einer “ Hütte“ auf. Diese stand halbzerfallen auf dem Grundstück. Eine unsere ersten Aktionen war es dies Hütte zu entrümmpeln und instand zu setzen (Dach repariert, Boden gelegt).
Geräte, Kulturschutznetz und natürlich allerlei Geraffel was zum Gartenalltag gehört können dort nun geschützt aufbewahrt werden. Jochen, unser 83 jähriger Mitgärtner, hat die Rolle des Hausmeisters angenommen und schaut drauf das alle Geräte abends wieder sauber in der Hütte stehen. Auch eine kleine Draußenküche befindet sich in dieser Hütte. Ein Sammelsurium an gebrauchten Dingen, Geschirr und Töpfe ermöglicht es uns jederzeit nicht nur Kaffee und Tee zu kochen.
Bis jetzt waren wir in der glücklichen Situation das für die GärtnerInnen keine belastenden Kosten angefallen sind. Wir sind alle Mitglieder im Verein für Nachhaltigkeit in Ziegenhagen e.V. und führen dort kleinere Beiträge ab. Die Verwendung der Beiträge ist noch nicht ganz geklärt. Wir refinanzieren damit z.B. die Druckkosten der Dorfzeitung oder Plakate und Fleyer für den Dorfflohmarkt.
Gemüse das über den Eigenbedarf hinaus anfällt stellen wir gegen Spende an die Straße. Auch haben wir Einnahmen durch z.B. die offene Gartenpforte erzielen können. Bei der Veranstaltung wurde Kaffee und Kuchen gegen Spende angeboten. Der Verein für Regionalentwicklung hat den Garten mit einem elektrischen Rasenmäher und einem Gewächshaus gefördert in dem unsere Anzucht steht. Hier war bei der Anschaffung 20% der Kosten als Selbstbeteiligung von den GärtnerInnen nötig. Sach und Geldspenden kommen von Menschen aus dem Dorf die unsere Aktion klasse finden, sich aber anders nicht beteiligen können. Auch MitgärtnerInnen haben mit Spenden weitergeholfen. Alle Arbeit im Garten findet ehrenamtlich statt.
Den größte Teil der laufenden Kosten und Anschaffungen trägt aber seid Jahren die Anstiftung. Wir haben einige Menschen bei uns im Garten für die es hilfreich ist das keine Kosten für die Nutzung vom Garten anfallen.
Auch aus diesem Grund würden wir uns sehr freuen eine weitere Förderung zu erhalten.
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Meinhard: Gemeinschaftsgarten gibt es inzwischen
Den GG gibt es inzwischen. Es ist eine Kooperation zwischen Naturfreunden und Eschwege Institut.
Die Gruppe hat in einem heißen Sommer wie geplant mit einer Permakulturworkshopreihe losgelegt. Nach dem ersten erfolgreichen Workshop gab es Zwistigkeiten von zwei tragenden Personen aus der Gruppe mit der Workshop-Leiterin. Es fanden danach dann keine Workshops mehr statt.
Die Gruppe hat versucht, das Begonnen alleine weiter umzusetzen und sind noch dabei.
Als erstes haben sie Obstbäume gepflanzt. Sie haben, da es sehr heiß war, ein kaskadenhaftiges IBC-Bewässerungsystem gebaut, um (Regen)Wasser vom Naturfreundehaus nutzen zu können. Trotzdem sind ein paar Bäume eingegangen.
Außerdem haben sie eine Teilfläche mit Antiwild-Zäunen abgetrennt und mit Pappen versucht, die Fläche für Gemüseanbau urbar zu machen, das mussten sie 2x machen. Wegen der Hitze hat nicht viel Gemüse überlebt.
Sie haben aus alten Grenzzäunen (Ost/West) Komposter gebaut.
Sie wollen den Garten weiter aufbauen und mehr Flächen für Gemüseanbau schaffen. (mehr …) -
Moers: gelungene Bauaktion mit Schule im Zaubergarten
25 Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen der Grundschule Lindenschule haben im Rahmen des Sachunterrichtes mit ihren Großeltern / älteren Menschen aus dem Stadtteil Repelen einen Teil des AWO-Grundstückes bepflanzt und selber einen Komposter gebaut. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von einer Lehrkraft der Lindenschule, einer Mitarbeiterin des Internationalen Zentrums und von Ehrenamtlichen aus dem Stadtteil. Angeleitet wurden die Teilnehmenden von einer Floristin aus dem Stadtteil Repelen, welche sich für das Projekt zur Verfügung gestellt hat. Nachdem der Komposter gebaut wurde, konnte auf dem AWO-Grundstück eine Komposter-Rallye mit verschiedenen Stationen durchgeführt werden, die allen Beteiligten sehr viel Spaß bereitet hat. Es konnte bspw. Wissen darüber vermittelt werden, warum ein Komposter wichtig ist und was man in einen Komposter reinwerfen darf. Am 20.06.24 wurde geerntet und alle Menschen aus dem Stadtteil Repelen wurden hierzu eingeladen. Das Interesse an unserem generationsübergreifenden Garten von Seiten der Stadtteilbwohner*innen, der Politik und der Presse war nach wie vor groß (mehr …)
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Demmin: Stelle für zwei Jahre verlängert
Wir sind 2023 gut gestartet und konnten mithilfe mehrerer Fördermitteltöpfe den Gemeinschaftsgarten aufbauen. In den kommenden zwei Jahren werden weitere Bildungsangebote und Projekte vor Ort umgesetzt, um als Ziel die Verselbstständigung des Gartens – im positiven Sinne – zu erreichen. Dank der Förderung durch die NUE-Stiftung wurde nun auch unsere Personalstelle zur Betreuung des Gemeinschaftsgartens um zwei Jahre verlängert.
Träger ist der Heimatverein
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Berlin: Himmelbeet Projekt „Klima im Kiez“ und Kooperationsangebot
(NL)
Es gibt bei uns eine Stelle frei! Wir sind auf der Suche nach einer Person, die die Projektleitung vom Klima im Kiez übernimmt.
https://www.himmelbeet.de/projekt/klima-im-kiez-leichter-sprache
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Eine neue Koordinierungsstelle für Natur-, Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsbildung in Berlin Mitte!Der Bezirk Mitte richtet für 2024 und 2025 eine Koordinierungsstelle für Natur-, Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsbildung in Mitte ein. Dafür stehen pro Jahr 80.000 € zur Verfügung.
Das beinhaltet: bestehende Angebote im Bezirk Mitte sammeln und verbreiten, aufsuchende Beratung, Netzwerkarbeit, Umsetzung von Bildungsangeboten.
Wir freuen uns über diese Koordinierungsstelle und möchten die Umsetzung gerne unterstützen. Wir hoffen, dass auch die Gemeinschaftsgärten im Bezirk Mitte als wichtige Lernorte einbezogen werden!Wenn ihr eine Initiative sucht, über die ihr euch auf diese Koordinierungsstelle bewerben kannst oder eine Initiative, die eine gemeinsame Umsetzung realisieren möchte, dann wendet euch an uns! Wenn ihr eine Einreichung plant und später die Koordinierungsstelle durchführen wirt, freuen wir uns auf Kontaktaufnahme!
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Siegen: Kleingartenverein Unterm Sender entwickelt sich weiter
Wir sind eine der 9 Siegener Kleingartenanlagen und ein bisschen stolz darauf, dass wir uns als Verein mächtig weiterentwickeln konnten. Es gibt einen Gemeinschaftsgarten, in dem man ein Beet pachten kann, wir haben die Offene Ganztagsschule der benachbarten Grundschule mit Ihren mobilen Beeten zu Gast, das Kreisklinikum hat einen Garten für die Arbeits-Therapie bei uns und eine Studentengruppe der Uni Siegen hat gleich einen Verein gegründet und von uns die Parzelle dazu gepachtet.
Abgesehen davon haben wir 75 Gärten mit je rund 300qm Fläche in schönster Lage Siegens. (mehr …)
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Berlin: Infoveranstaltung inklusiver Stadtteilgarten Tempelhof
Eröffnungs-/Infoveranstaltung war am 14.11: https://stadtteilgarten-tempelhof.berlin/eroeffnung/
Die Besichtigung des Stadtteilgartens hatten wir wegen des Wetters und der jahreszeitlich kurzen Tage auf den Samstag danach verschoben.
Wir freuen uns sehr, dass sowohl bei der Eröffung wie auch bei der Besichtigung im Garten auch Menschen dabei waren, die auf der Suche nach einem Platz in einem Gemeinschaftsgarten waren. Wir haben die ersten Beete vergeben und die künftigen Mitgärtner_innen werden im neuen Jahr mit uns gemeinsam im Stadtteilgarten gärtnern.
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Berlin: Umzug vom Sonnenbeet
(Antrag/ANtworten)
Wie groß ist denn die Gruppe, die auf der neuen Fläche gärtnern möchte und wie viele aus dieser Gruppe haben den neuen Garten mit geplant und sind an der Umsetzung dieser Planungen beteiligt?Die diesjährige Gartengruppe des Sonnenbeetes besteht aus 13 Menschen, von denen 7 eine Beetpatenschaft übernommen haben. Alle anderen kommen regelmäßig zum Gärtnern in den Gemeinschaftsbeeten, zu Workshops oder zum Austausch und zur Erholung in den Garten. Alle haben Interesse an der neuen Fläche zu gärtnern. Ebenfalls Teil des Gartens ist ein Imkermeister, welcher mit einem Teil seiner Bienenvölker Interesse hat, auf die Fischerinsel umzuziehen.
Wir treffen uns wöchentlich und alle Informationen und Schritte der Planungen werden mit allen Anwesenden besprochen. An der aktiven Auseinandersetzung beteiligt sich bisher etwa die Hälfte, der Rest zieht eher mit. Zusätzlich gibt es einen Telegram Chat, um alle Informationen denen zukommen zu lassen, die zu einem Treffen nicht kommen konnten.
Wie viele Menschen aus der alten Gruppe werden mitziehen? Das ist ja schon ein Stückchen weg vom alten Standort und ein anderer Kiez. Sie schreiben, dass die bisherigen Gartengruppe eingebunden werden soll?Die Beetpat*innen haben signalisiert, dass sie Interesse am neuen Standort haben. Da es in der Gegend um den Alexanderplatz keine weiteren Gemeinschaftsgärten mit freien Beetpatenschaften gibt, ist der Bedarf da. Die „losen“ Gärtner*innen bekundeten ebenfalls Interesse, hin und wieder mitzugärtnern.
Wie viele Menschen aus der direkten Nachbarschaft des neuen Standorts sind an den Planungen beteiligt? Wie haben Sie diese erreicht? Sind tatsächlich schon Nachbar*innen dabei? Sie schreiben ja, dass die Nachbarschaft erreicht werden kann?Am neuen Standort gibt es bereits eine Gartengruppe, die aus etwa fünf Personen besteht und sich lose organisiert. Hier fand bereits Kontakt zur Koordinatorin und einzelnen Gärtner*innen statt, um Fragen zu klären, wo weitere Beete aufgestellt werden könnten, wo eine Obstbaumwiese und Naschbeete entstehen sollen und wer für was zuständig sein wird. Im September ist ein Arbeitseinsatz geplant, zu dem beide Gruppen sich kennenlernen und gemeinsam an der Planung gearbeitet werden kann.
Wir gehen davon aus, dass sich weitere Nachbar*innen anschließen werden, sobald wir regelmäßig vor Ort sind und diese uns kennenlernen können. Weitere Aktive sind im Garten sehr gewünscht. Jede*r kann mitmachen und eigene Ideen mitbringen.
Habe ich es richtig verstanden, dass der Garten dann auf der Fischerinsel dauerhaft bleiben kann? Soll dann nach den Baumaßnahmen rund um das Haus der Statistik dort ein neuer Gemeinschaftsgarten aufgebaut werden? Wann in etwa ist mit dem Ende der Baumaßnahmen zu rechnen?
Der Garten kann und soll dauerhaft auf der Fischerinsel bleiben. Für den Standort Fischerinsel, das Kreativhaus und für die Nachbarschaft ist ein Gemeinschaftsgarten und eine Begrünung des Standortes ein Mehrwert, den wir nicht nur vorübergehend, sondern dauerhaft dort erhalten möchten.
Nach den Baumaßnahmen am Haus der Statistik soll dort ein neuer Gemeinschaftsgarten entstehen. Sollten es die örtlichen Gegebenheiten zulassen, wollen wir bereits vorher freiwerdende geeignete Flächen wieder begrünen, ob temporär oder dauerhaft. Das Sonnenbeet stellte in den vergangenen vier Jahren einen deutlichen Mehrwert für das Gesamtprojekt dar. Für Pioniernutzer*innen diente der Garten als Pausenort, er zog Besucher*innen zum Verweilen an und war Plattform für Veranstaltungen, Workshops, Feste und Teambesprechungen. Es ist gewünscht, einen solchen Ort wieder zu schaffen.
Im Moment gibt es nur die Möglichkeit, im kleinen Rahmen in der Ersatzstätte Karla ein wenig zu gärtnern. Diese soll Ende 2024 zurückgebaut werden. In der kommenden Saison wollen wir hier ein paar Kräuterbeete anlegen und Experimentieren. Eine Gärtnerin möchte beispielsweise Vertikalbepflanzungen testen. Hierfür gibt es eine sonnige Wand, die genutzt werden kann. Da der Standort sonst sehr schattig ist, wollen wir Pilzprojekte ins Leben rufen und testen, welche Pilze sich hier gut züchten lassen. Für die Kräuterbeete wird im September in Kooperation mit Bauchfachfrau e.V. ein Bewässerungssystem gebaut. Wenn weitere Ideen eingebracht werden und wir den Platz dafür schaffen können, sollen diese in jedem Fall umgesetzt werden. Der Ort soll außerdem für die Nachbarschaft und Pioniernutzer*innen zur Nutzung zur Verfügung stehen.
Die Ergebnisse der Experimentierphase können später wieder in den Gemeinschaftsgarten am Haus der Statistik integriert werden.Wir hoffen auf den Erhalt der Ersatzstätte Karla auch über 2024 hinaus, entsprechende Anträge werden durch die Zusammenkunft Berlin gestellt. Sollte sich eine längerfristige Nutzung an diesem Standort ergeben, sind wir selbstverständlich daran interessiert, diesen auch weiter zu bespielen.
Die Bauphase wird voraussichtlich 2030 komplett beendet sein. Der erste Gebäudeteil – der Kopfteil an der Karl-Marx-Allee – soll bereits Anfang 2025 bezugsfertig sein. Nach aktuellem Planungsstand sind im Experimentierhaus X3 mit dem Thema „alternative Wohnprojekte und gesunde Zukunft“ eine für die Hausgemeinschaft begrünbare Dachterrasse und eine öffentliche Grünanlage im Innenhof vorgesehen. Wir beteiligen uns hierbei an Plantischen und haben bereits unser Interesse bekundet. Das Experimentierhaus X3 soll bis 2028 fertig gebaut sein.
Warum gab es einen Trägerwechsel?
Der Sun Seeker e.V. wurde 2019 gegründet, um den Gemeinschaftsgarten Sonnenbeet am Haus der Statistik zu betreiben. Die damalige Gruppe hat Ende letzten Jahres den Garten abgegeben, da der Lebensmittelpunkt der Akteur*innen sich verlagert hat, einige nicht mehr in Berlin wohnen oder anderweitig stark eingebunden sind.
Der Essbar e.V. wurde 2021 am Haus der Statistik gegründet, um verschiedene Aktivitäten rund ums Thema Lebensmittelverschwendung und -wertschätzung zu initiieren. Wir haben seither Beetpatenschaften übernommen, um mit Kräutern und Gemüse aus dem Garten zu kochen und diese für Workshops zu nutzen. Das Gemeinschaftsprojekt „Vom Beet auf den Teller“ ist entstanden. Ihren Verein wollten die Sun Seeker für sich erhalten, um ihn evtl. später wieder aktiv zu nutzen. Herr Dietrich ist seit Gründung im Sonnenbeet aktiv, hat den Garten mit aufgebaut und begleitet. 3 weitere Personen aus der alten Gruppe sind weiterhin dabei, davon 2 vom Essbar e.V. In den letzten beiden Jahren ist eine fruchtbare Zusammenarbeit entstanden, wir konnten viel voneinander lernen und haben uns deshalb entschlossen, die Betreuung des Gartens mit dem Essbar e.V. zu übernehmen.Wie groß ist die neue Fläche, wie viele Beete wird es dort geben können? Wie groß ist die Fläche, die gärtnerisch genutzt werden wird?
Wir haben derzeit ca. 30 aufgebaute Beete, die umgezogen werden müssen sowie 7 Obstbäume, 2 Beerensträucher und 10-20 weitere kleinere Pflanztöpfe sowie 3 Wassertanks, zahlreiche Sitzmöbel, 2 Komposte und Gartengeräte. Alles findet am neuen Standort Platz. Es gibt eine Terrasse, auf der Hochbbeete gestellt werden können. Außerdem eine freie Fläche im Innenhof und einen Außengarten mit Lehmofen. Die Fläche ist größer als die bisherige, sodass nach und nach mehr entstehen kann. Schätzungsweise können etwa 800m² von uns genutzt werden, die Gesamtfläche ist um ein Vielfaches größer.
Wie ist die Fläche bisher beschaffen?
Das Gelände an sich ist von Bäumen und einem neu angelegten Park umgeben. Die Terrasse ist bisher wenig begrünt, die beiden anderen Flächen wurden in den letzten Jahren nicht bewirtschaftet, es wächst teilweise Wiese, sonst recht nährstoffarme Erde.
Wenn es einen Garten und eine Gartenkoordinatorin gibt: wie wurde bisher dort bewässert?
Für die Bewässerung gibt es bisher drei Außenwasseranschlüsse und Gießkannen/Gartenschlauch. Wir haben bereits mehrere Möglichkeiten erspäht, Regenwasser aufzufangen. Hierfür ist allerdings noch eine bauliche Klärung notwendig. Wir möchten größtenteils mit automatischen Bewässerungssystemen arbeiten, um möglichst wassersparsam zu wässern und um mehr Kapazitäten für die Beetpflege frei zu haben.
Beteiligt sich das Kreativhaus an den Kosten für den Gemeinschaftsgarten?
Ja. Das Kreativhaus hat finanzielle Mittel für die Gestaltung des Außenbereiches. Die Wasserkosten werden übernommen sowie einige Materialkosten wie Erde und Sand. Für die Infrastruktur, die das Haus betrifft, also Wege, Sitzgelegenheiten, Sonnensegel, Beleuchtung, Bewässerung, Bereitstellung der Räumlichkeiten etc., übernimmt so weit als möglich das Haus die Kosten. Wir kümmern uns um Finanzierung der Beete, Begrünung und Bepflanzung sowie die Organisation von Projekten und Workshops.
Wer finanziert den eigentlichen Umzug und wie wird dieser von statten gehen? Oder sind das die im Finanzplan angegebenen 800 Euro?
Das sind die im Finanzplan angegebenen 800€. Wir wollen hiervon einen LKW inklusive Fahrer mieten, um die Beete zu transportieren. Wir rechnen hierbei mit etwa jeweils drei Fahrten an zwei bis drei Tagen.
Können Sie sich die für die Bauaktionen benötigten Werkzeuge nicht ausleihen? Wozu wird denn eine Handkreissäge gebraucht? Was passiert nach den Reparaturen an den Beeten mit den Werkzeugen?Einige Werkzeuge können wir im Haus der Materialisierung oder aus privatem Bestand leihen. Eine Handkreissäge benötigen wir zum Reparieren und Bauen der Hochbeete. Eine Handkreissäge steht uns derzeit nicht zum Verleih zur Verfügung, wurde aber bisher bereits immer wieder mal benötigt. Wir rechnen damit, dass wir auf der Fischerinsel diesen Herbst und nächstes Frühjahr regelmäßig Bauaktionen durchführen werden. Die Miete einer Handkreissäge im Baumarkt kostet 100€ pro Woche. Daher erscheint uns die Anschaffung einer Säge für sinnvoll und preiswerter. Die Säge verbleibt im Bestand des Gartens und steht uns sowie dem Team des Kreativhauses dauerhaft zur Nutzung zur Verfügung.
Handelt es sich um essbare Pflanzen und Sträucher, die Sie bei uns beantragen?
Es handelt sich um essbare Pflanzen und Sträucher. Wir möchten z.B. die jetzige Einfriedung des Objektes, an geeigneten Standorten mit Beerensträuchern aufwerten, wir planen ein großes Naschbeet im Bereich des Kinderspielplatztes im Objekt, zu dem wollen wir Fassaden mit Wein beranken.
Gibt es eine Pilz-AG?
In diesem Jahr ist das Pilz Kunst Labor, bestehend aus der im Haus der Materialisierung ansässigen Mitkunstzentrale und der TU Berlin, erstmalig bei uns im Garten aktiv. In vier Beeten wurde die Anzucht verschiedener Gemüsepflanzen in Töpfen aus Pilzmycel erprobt. Das Pilz Lab erforscht außerdem, wie Pilze zur Bauwende beitragen können, indem diese mit Materialresten verbunden werden, damit neue Materialien entstehen.
Außerdem sind wir im Austausch mit Menschen, die bereits Erfahrung in der Aufzucht von Speisepilzen haben, um uns wertvolles Wissen anzueignen. Die Sun Seeker haben sich bereits mit dem Thema Pilzzucht befasst und auch erfolgreich Pilze gezüchtet, sodass wir auch hier auf Erfahrungen der hier beteiligten Personen zurückgreifen können. Basierend auf diesem Wissensschatz wollen wir Speisepilze züchten und haben bereits entsprechende Ecken in der Ersatzstätte Karla dafür vorgesehen.
Haben Sie im Bezirk schon nach Finanzierungsmöglichkeiten Ausschau gehalten?Wir sind mit dem für Gemeinschaftsgärten zuständigen Senatsmitarbeiter in Kontakt, ob ein Zuschuss in Form einer Zuwendung möglich ist und warten hier noch auf Rückmeldung.
Zudem möchten wir die Möglichkeit nutzen, für das Jahr 2024 FEIN-Mittel beim Bezirk Mitte zu beantragen, insofern diese wieder von der Senatsverwaltung zur Verfügung gestellt werden. Die Antragsfrist war hierbei im vergangenen Jahr Mitte Dezember.
Über die Postcode Lotterie haben wir außerdem Personalmittel beantragt, um eine Stelle für die Koordination der Gartenthemen des Essbar e.V. zu schaffen.
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Berlin-Wedding: Sprachcafé im Himmelbeet
(Besuch)
Jeden Freitag findet im Rahmen des Projekts „FairWurzelt“ ein Sprachcafé im Himmelbeet statt.
Die Menschen erfahren u.a. über Flyer in Bibliotheken davon und über Hörenssagen.Leider war beim meinem Besuch Corona/Zugausfallbedingt niemand da und es gab dazu keine Info vor Ort, nur in der Whatsapp-Gruppe, die aber nur Leute kennen, die schon mal da waren.
Es waren drei Lern-Interssierte da, zwei zum ersten Mal, eine zum dritten Mal – und einer der Lern-Interessierten war in Begleitung einer Deutschen, die auch sonst mit ihm lernt. Die Frau, die zum dritten Mal da war, erzählte, dass bisher so immer 10 Leute da waren (Kommen und Gehen) und es aus dem Team immer jemanden gibt, der/die den Austausch moderiert.
Himmelbeet an sonst: Sommerzeit – Urlaubszeit: in vielen Beeten steckten Schilder mit der Bitte, mitzugießen. Das Café ist noch zu, aber sie haben wohl sehr bald endlich das mit dem Wasser- und Stromanschluss gelöst und können dann auch wieder das Café anbieten, ein wichtiger Faktor für Menschen, sich dort aufzuhalten. Und eine wichtige Einnahmenquelle für das Team.
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Stuttgart: Kleine Wildnis kümmert sich um Obstbäume
(ANtrag)
Seit drei Jahren pflückt der Gemeinschaftsgarten „Kleine Wildnis“ Obst in und um die Stadt
Stuttgart und verschenkt es auf Klimademos, bei der Nachbarschaftsarbeit und die Schule und Kindertagesstätte im Stadtteil Hedelfingen. Diese Aktivitäten haben wir ausweiten können und haben in diesem Jahr „Essbare Region Verschenke-Tütchen“ im Netzwerk der Urbanen Gärten etabliert. Wir haben dafür Hochstammbäume auf einer Streuobstwiese zur Verfügung mit einer Höhe von bis zu 7 Metern. Wir pflücken zusammen mit Klimabewegten, NachbarInnen, Kindern und dieses Jahr auch mit Schulklassen.Außerdem bieten wir einen Sensenkurs rund um die Bäume an. Dazu haben wir die Stuttgarter Sensenschwinger gewinnen können (mehr …)
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Friedberg: Kooperationspartner vom Begegnungsgarten
Ziele und Tätigkeit des Friedberger Begegnungsgarten e.V.
Mit dem Projekt „Friedberger Begegnungsgarten“ wird langfristig und nachhaltig ein Ort der Begegnung und Verständigung von Menschen aller Generationen, unterschiedlicher Kultur, Nationalität, sozialer Schicht und sonstiger Diversitäten geschaffen. Über die Nutzung in den Gärten soll ein reger Austausch unter den Beteiligten sowohl im sozialen Bereich als auch im Hinblick auf das Wissen über Pflanzen und deren Nutzung gefördert werden. Wichtig ist dem Verein auch die Vermittlung von ökologische und nachhaltige Aspekten.
Insbesondere werden durch eine intensive Zusammenarbeit mit dem Verein „Mensch mach mit !“ aus dem Bereich der Behindertenhilfe Menschen mit geistiger/körperlicher Beeinträchtigung eingebunden. Durch Ausbau und Entwicklung sozialer Kompetenz, die Entfaltung der Sinne bei Anbau, Pflege, Ernte und Verzehr, die Erweiterung kognitiver und motorischer Fähigkeiten sowie der Bewusstseinsstärkung wird dies zu einem begreifbaren Erlebnis für die Beteiligten.
Fachliche Kompetenz wird durch die Umweltwerkstatt Wetterau und Fr. B. Alberternst und Herrn S. Nawrath, Projektgruppe Biodiversität und Landschaftsökologie, Friedberg, maßgeblich vermittelt.
Unser Garten als Orte der Begegnung, wird dazu beitragen, dass für alle Bewohner des sozialen Nahraumes ein gemeinsames Naturerleben möglich wird und sie in dem Gartenprojekt durch unterschiedliche Aktivitäten in verschiedenen Bereichen durch soziale Aktivitäten handlungsorientiert zusammengeführt werden.
Der „Begegnungsgarten“ auf dem von der Stadt Friedberg zur Verfügung gestellten Gelände von ca. 11.000 qm besteht aus verschiedenen Parzellen, auf denen Obst, Beeren, Gemüse und Kräuter umweltfreundlich und für den Eigenbedarf angebaut werden. Der ökologische Aspekt soll durch eine professionelle Anleitung implementiert werden, indem das Wissen über nachhaltiges und ökologisches Anbauen vermittelt wird. So wird neben dem mit einheimischen Pflanzen hergestellten Gründach auf den Materialcontainern auch auf einem Teil des Geländes selten Stauden gezielt angepflanzt und vermehrt.
Eine ca. 2.500 qm große Streuobstwiese mit tlw. hessischen Lokalobstsortenbäumen wurde angelegt, hier wird nicht nur das Obst sondern auch das anfallende Schnittgut verwertete.
Darüber hinaus sind gemeinschaftlich genutzte Flächen für Kinderspiel, Veranstaltungen, Treffen und Ruhezonen vorgesehen.
Das Besondere jedoch im Projekt „Friedberger Begegnungsgarten“ wird die unmittelbare Einbindung und Kooperation von verschiedenen Akteuren und sozialen Einrichtungen sein.
· Interkultureller Garten Friedberg. Träger „Ev. Dekanat Wetterau“.
- Regionale Dienstleistungen Wetterau. Träger „Trockendock e.V.“
· Abenteuerspielplatz Jimbala. Träger „Kinderfarm Jimbala e.V.“
· Umweltwerkstatt Wetterau, Träger „NABU- Umweltwerkstatt Wetterau e.V.“
- Mensch pflanz mit, Träger „Mensch mach mit! e.V.“
- geplant ist auch die Einbindung einer Nutzung als Permakulturfläche
Das kooperative Projekt „Friedberger Begegnungsgarten“ wird durch ein gemeinsames rein ehrenamtliches Leitungsteam gesteuert, welches die Koordination und alle organisatorischen Arbeiten übernimmt. (mehr …)
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Eichstätt: Bau eines Geodomes im Kapuzinergarten
(Antrag, Antworten)
Der Kapuzinergarten Eden in Trägerschaft des Vereins für Nachhaltigkeit e.V. ist in den
vergangenen Jahren zu einem urbanen Gartenprojekt in Eichstätt geworden, welches durch
zahlreiche Veranstaltungen für mehr Klimaschutz sensibilisieren möchte. Dazu beigetragen hat
maßgeblich die Förderung im Programm „Kurze Wege für den Klimaschutz“ des BMU von 2019-
2021. Im Fokus unseres Gemeinschaftsgartens stehen Mitmach-Angebote zu ressourcenschonenden
Alltagspraktiken, wie z.B. Anbau, Pflege und Haltbarmachung von regionalen und saisonalen
Lebensmitteln. Schüler/innen, Studierende und Eichstätter Bürger/innen partizipieren im Garten
und lernen von- und miteinander. Drei Seminare der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt
finden regelmäßig im Garten statt und Schulen besuchen den Garten an den Vormittagen. Die
ehrenamtliche Gartengruppe, die auch als Arbeitskreis der Universität organisiert ist, nutzt und
pflegt den Ort gemeinsam und entscheidet demokratisch. Gern möchten wir unser Bildungsangebot
erweitern und neue Zielgruppen aufnehmen. Doch es fehlt dringend an einem überdachten Raum im
Garten, welcher Planungssicherheit für Aktionen bietet.Deswegen haben wir im letzten Jahr eine Förderung über die Deutsche Postcode-Lotterie
eingeworben. Dieses Jahr entsteht ein innovativer Geo-Dome, der zugleich Gewächshaus und
witterungsunabhängiger Unterschlupf für uns und andere Gruppen sein wird: ein Ort für Begegnung
und Austausch zu Themen einer nachhaltigen Entwicklung. Der Innenraum birgt Platz für eine
Gruppe von bis zu 25 Erwachsenen oder 30 Kindern. Außerdem ist er zugleich Gewächshaus für
den Anbau wärmeliebender Pflanzen, welche in der äußeren Randzone gepflanzt werden. Nach
Erteilung der Baugenehmigung haben in den Monaten April und Juni 2022 die ersten Vorarbeiten
mit den Schüler/innen der Berufsschule Eichstätt stattgefunden. Der Dome selbst wird im Juli 2022
unter Anleitung der Firma Vision Domes zusammen mit den Schüler/innen der Montessori-Schule
Eichstätt sowie der ehrenamtlichen Gartengruppe entstehen. Die Postcode-Lotterie fördert das
Vorhaben mit Material- und Personalkosten von November 2021 bis Mai 2023, jedoch fehlen uns
noch Mittel für den Innenausbau.Für den Innenbereich des Domes hat die Gartengruppe gemeinsam mit einem ehrenamtlichen
Architekten die Idee einer Art Trockenmauer entwickelt. Diese fungiert gleichzeitig als kreisrunde
Beetbegrenzung und Sitzmauer für Gruppen. Im Altmühltal werden seit Jahrhunderten Steine
abgebaut und verarbeitet (Solnhofener Plattenkalk), wobei die aufgelassenen Steinbrüche zu
einzigartigen Ökosystemen werden. Die Steine sind vor Ort (Anlieferung 3 km) verfügbar, quasi
unzerstörbar, vertragen Feuchtigkeit und Hitze im Gewächshaus, sind günstig und einfach zu
verarbeiten. Aktuell hat uns eine lokale Firma Ausschussware zu einem günstigen Preis angeboten.
Die Steine haben leichte Fehler und sind nicht perfekt, sind aber für unsere Zwecke geeignet. Für
die Maurerarbeiten ist bereits erneut die Berufsschule angefragt, die bereits an mehreren
Vormittagen mit den Bodenarbeiten unterstützt hat. Der Boden wird mit eigenem Häckselgut
bedeckt und die Beete mit Garten“abfällenWie groß ist die Gartengruppe inzwischen? Wie viele Leute sind in der Kerngruppe aktiv?
Die Gartengruppe ist in den letzten zwei Jahren stark gewachsen. In unserer Aktiven-Telegram-Gruppe sind 52 Mitglieder, allerdings ist davon nur ein Teil auch regelmäßig im Garten. Der „harte Kern“, der auch Verantwortung übernimmt und regelmäßig kommt, besteht aus etwa 15-20 Personen. Die anderen kommen punktuell bei Aktionen, Festen und Veranstaltungen.
Wie ist das Gärtnern der Gartengruppe mit den Gruppen, die (teilweise) auch gärtnern, vereinbar? Gibt es z.B. bestimmte Bereiche?
Der Kapuzinergarten ist ein riesiger alter Klostergarten mit viel Platz für verschiedene Gruppen bietet. Die Gartengruppe kümmert sich vor allem um den Gemüsegarten und den Kräuterbereich und ist das Herz des Gartens. Das Schulgarten-Seminar mit der Ackerdemia hat einen eigenen Bereich und das Gemeinschaftsgarten-Seminar pflegt die Hochbeete. Der Uni-Kindergarten gärtnert auf einem kleinen Hügelbeet. Es ist trotzdem immer noch viel Platz für neue Beete, Imkerei, Streuobstwiese etc.
Wie beteiligen sich die Gruppen und vor allen Dingen die Schulen an den Kosten?
Erst in diesem Jahr konnten coronabedingt die ersten Kooperationen mit Schulen anlaufen. Bisher haben sie jeweils einen kleinen monetären Beitrag gezahlt, wenn sie pädagogisch von uns betreut wurden. Gruppen, die ihr eigenes Programm machen, dürfen den Garten kostenlos nutzen. An den Kosten für den Geo-Dome beteiligen sich die Berufsschule und die Montessori-Schule durch ihre Arbeitskraft: Sie bauen und gestalten mit der Gartengruppe und der Baufirma gemeinsam das neue Gewächshaus, das sie hinterher auch als grünes Klassenzimmer nutzen dürfen. Dies wären sehr hohe Kosten, wenn wir sie an eine Firma vergeben würden. Der studentische Konvent unterstützt den Kapuzinergarten großzügig mit den Materialkosten und Honoraren für Dozenten.
Was wird neben den Angeboten für Schulen noch in dem Geodome stattfinden, welche Gruppen werden den noch nutzen?
Im Kapuzinergarten finden fast ganzjährig Veranstaltungen statt, die sie auf der beigefügten Liste einsehen können. Bei Regen haben wir bisher ein Problem, weil wir keinen Raum haben. In Zukunft können diese Veranstaltungen in den Dome ausweichen. Der Kapuzinergarten ist sehr gut in der Nachhaltigkeitsszene Eichstätts vernetzt. Vor allem bei FairEint, ein Zusammenschluss unterschiedlicher Initiativen und Vereine, die sich gemeinsam für eine lokal und global nachhaltige Entwicklung einsetzen, sind wir aktiv und bringen uns ein (https://faireint-eichstaett.de/). Raummangel ist für fast alle der Mitglieder des Netzwerks ein Problem und wir haben bereits den Dome als Treffpunkt angeboten. Es wird nach Fertigstellung des Domes eine Art Buchungsorganisation und eine Einführung in die Benutzung für alle Initiativen geben. Mit folgenden Gruppen kooperieren wir bereits und können den Dome nutzen:
- FairEInt
- Weltbrücke
- Eichstätt summt & Imkerverein Eichstätt
- Vegandenker
- Studentischer Konvent der KU Eichstätt
- Foodsharing
- Green Office
- Mensch in Bewegung
- Haus der Jugend Eichstätt
- International Office der KU Eichstätt
- Blaues Kreuz Suchthilfe
- Infozentrum Naturpark Altmühltal, Umweltbildung
- Malteser Eichstätt
- Pfadfinder Eichstätt
- Permakultur-Akademie
Außerdem finden regelmäßig folgende universitäre Seminare im Kapuzinergarten statt:
- Anwendungsbeispiele BNE: Imkerei
- Anwendungsbeispiele BNE: Gemeinschaftsgarten
- Schulgarten-Seminar mit Ackerdemia
Wie viele Hochbeete wird es in dem Geodome geben und wer kümmert sich um diese?
Im Dome wird es eine Sitzmauer in Höhe von ca. 45 cm geben, die gleichzeitig die Einfriedung des kreisrunden Beetes ist (s. beigefügte Zeichnung). Es gibt also ein großes rundes und leicht erhöhtes Beet mit einer Fläche von etwa 20 Quadratmetern. Bis zum Winter hatten wir ein etwas kleineres altes Gewächshaus, das seit zehn Jahren immer wieder repariert und ausgebessert wurde bis es im Winter komplett einstürzte. Die Pflege des Gewächshauses obliegt seit zehn Jahren der Gartengruppe.
Wie wird die Bewässerung der Hochbeete dort organisiert?
Für die Bewässerung gibt es einen Gießdienst, der bisher gut funktionierte. Dieser wird beim regelmäßigen Plenum festgelegt. Im Rahmen einer Masterarbeit der benachbarten KU entstand bereits eine Planung für eine automatische Bewässerungsanlage, die wir eventuell in der Zukunft gern realisieren würden, um das Gießen weiter zu vereinfachen.
Wer entscheidet, was dort gepflanzt wird, wer kümmert sich, was passiert mit der Ernte?
Die Gartengruppe ist das Herzstück des Gemeinschaftsgartens. Am Anfang der Gartensaison trifft sie sich in mehreren Plenen, um die Planung für die Saison zu machen. Dabei wird festgelegt, was in etwa gepflanzt und gesät wird, wer welche Kulturen vorzieht etc. Die hauptamtliche Leitung organisiert daraufhin fehlendes Saatgut und Material und achtet im Sommer darauf, dass genug Saatgut im Garten gesammelt wird. Es werden auch sogenannte „Hutaufhaber/innen“ für bestimmte Bereiche festgelegt: Diese Personen organisieren etwa jeweils den Bereich Stark-, Mittel- und Schwachzehrer, Kompost&Jauchen, Bäume&Sträucher, Gewächshaus, Feste und sind bei den Gartentreffen dabei. Neue Personen dürfen aber jederzeit dazukommen und in allen Bereichen mitgarteln. Es gibt auch ein Whiteboard im Schuppen, auf dem jeder Aufgaben vermerken oder nachsehen kann, was gerade zu tun ist. Unsere Regel zur Ernte lautet: Wer kommt, der darf mitmachen und auch miternten. Was beim Gartentreffen geerntet wird, teilen wir anschließend an alle anwesenden auf. Oft verarbeiten wir die Ernte auch gemeinsam vor Ort bei großen Aktionen wie Einkochen, Destillieren o.ä. oder essen sie direkt im Anschluss zusammen auf.
Wie viele Gärtner*innen werden an den bei uns beatragten Bauaktivitäten beteiligt sein? Können da auch Nachbar*innen mitmachen?
Die Einladung für die Bauwoche ging an alle aktiven Gärtnerinnen und Gärtner und auch an den erweiterten Kreis über unseren Verteiler. Auch Nachbarn sind herzlich über die Lokalpresse sowie den Tag der offenen Tür eingeladen worden und konnten sich bereits über unsere Homepage informieren. Schätzungsweise werden neben den Schulen, die beim Bau am engsten eingebunden sind, etwa 15 Gärtner beteiligt sein.
Wenn das in Kooperation mit einer Schule läuft: ist das dann hauptsächlich für vormittags geplant? Wer hat dann von den Gärtner*innen Zeit?
Die Bauwoche mit der Schule wird vor allem am Vormittag stattfinden. Ein großer Teil der Gärtnerinnen und Gärtner sind Studierende der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und deswegen in ihrer Zeiteinteilung flexibel. Die zweite Bauwoche haben wir als Puffer für alles eingeplant, was wir in der ersten Woche nicht schaffen. Die Schule wird in der zweiten Woche höchstens punktuell dabei sein und wir sind flexibler in der Zeiteinteilung. Je nachdem, was noch zu tun ist, werden wir die Gartengruppe oder auch einzelne Expertinnen und Experten dazu einladen.
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Potsdam: Midjui Wanawake Garden auf dem Gelände des Projekthauses
(Antrag, Antworten)
Partner*in „Women in exile“
Sie haben zudem einen Antrag auf Förderung von Honorarkosten bei
der Stiftung Umverteilen gestellt, der bewilligt wurde.Mit dem Aufbau des interkulturellen Gartens „“Midjui Wanawake Garden“ verfolgen wir diese
Ziele:
Geflüchtete Frauen und Mädchen bzw. Frauen und Mädchen mit Migrationsgeschich-
te erhalten einen Ort, wo sie sich treffen und vernetzen können, wo sie ihren Alltag
selbstbestimmt gestalten können.
Grundidee ist es, an diesem Ort gemeinsam einen Garten anzulegen, nach den eige-
nen Bedürfnissen und kulturellen Erfahrungen.
Dieser Gartenort bietet dann unterschiedliche Möglichkeiten. Dazu gehört natürlich
der Gartenbau mit Konzepten der Selbstversorgung, von selbsterfüllten praktischen
Tätigkeiten. Die beteiligten Frauen erhalten damit aber auch einen Schutzraum, den
sie selbst betreiben und einen Ort für den kulturellen Austausch – auch und gerade
entlang unterschiedlicher Erfahrungen mit dem Anbau und der Pflege von Gärten und
Pflanzen.
Da an dem geplanten Projekt unterschiedliche Gruppen beteiligt sind schaffen wir da-
mit auch einen Ort des Austauschs und Lernens aus verschiedenen Erfahrungen von
Frauen und Mädchen.
Nach bisherigem Planungsstand wollen wir mit drei Gruppen zusammenarbeiten.
Hauptpartner*in ist die Initiative Women in exile, die auf dem Gelände des Projekthauses ihr
Büro hat und mit der wir schon lange zusammenarbeiten. Die meisten Frauen kommen aus
verschiedenen afrikanischen Ländern. Zwei Frauen aus dieses Community werden das Auf-
bauprojekt auch koordinieren.
Außerdem wollen wir eine Frauengruppe aus dem eigenen Geflüchtetenprojekt einbinden.
Dies sind vor allem Frauen aus dem arabischen Kultur – und Sprachraum, unter anderem
aus Syrien und dem Irak. Mit ihnen arbeiten wir schon lange mit verschiedenen Integrations
– und Bildungsprojekten und haben die Seite http://www.womentowomen.de entwickelt.
Und zuletzt wollen wir auch versuchen, Frauen und Mädchen aus der Ukraine für den neuen
Garten zu interessieren, die wir seit einigen Wochen betreuen und die aus Partner*innen-
gruppen zu uns gekommen sind, mit denen wir seit einigen Jahren zusammen Begegnungs
– und Bildungsprojekte machen.Inhalte
Diese Ziele wollen wir auf den hier dargestellten Wegen, verbunden mit diesen inhaltlichen
Schwerpunkten umsetzen.
Wichtig ist, dass wir zeitnah anfangen, um jetzt im Frühjahr noch die Pflanzen in die Erde zu
bringen, die dann im Sommer und Herbst eine erste und hoffentlich motivierende Ernte er-
möglichen. Dazu ist es wichtig, dass sich die interessierten Frauen erstmals treffen und erste
Formen der Kommunikation und Entscheidung fest zu legen.
Dazu gehören zum Beispiel die Fragen, wie das Verhältnis zwischen Beeten und Aufent-
haltsorten sein soll und vor allem, ob die Beete durch alle bewirtschaftet werden sollen oder
jede interessierte Frau ein Beet für sich bekommt, was sie bewirtschaftet. Dies ist im Grunde
eine erste wichtige inhaltliche Frage der gemeinsamen Verantwortung für das Projekt inter-
kultureller Garten.
Ein zweiter Schwerpunkt ist dann deshalb sicherlich der Bau der gemeinschaftlich genutzten
Orte. Hierzu können eine Sitzecke, ein Sichtschutz zum Parkplatz, Aufbewahrungsorte für
Geräte, persönliche Gegenstände, Geschirr und ähnliches gehören. Dabei wird es sicher in-
teressant, wo stark die Frauen sich auch sichtbar abgrenzen wollen oder wie offen und zu-
gänglich der Garten auch für andere Menschen werden soll. Das wollen wir tatsächlich nicht
vorgeben, sondern offen mit den Menschen diskutieren.
Im Herbst 2022 wollen wir eine Art „Erntedankfest“ durchführen. Das kann gleichzeitig der
Tag sein, an dem die Frauen und Mädchen nicht nur die erste Ernte, sondern auch ihr ge-
samtes Projekt einer – selbst gewählten – Öffentlichkeit präsentieren. Damit verbinden wir
auch hier wieder die Einbeziehung ganz unterschiedlicher kultureller Traditionen. Wie feiert
mensch solch einen Tag oder die Ernte in den verschiedenen Herkunftsländern und auch
Religionen?
Zum Ende des Jahres und auch des Projektes gilt es, den interkulturellen Garten zukunftsfä-
hig zu machen. Das ist wichtig für uns, um kein einmaliges Projekt aufzubauen. Wir wollen
deshalb natürlich das Projekt und das Jahr mit den Frauen auswerten, die Kommunikations
– und Nutzungsstruktur anschauen und vor allem die Verantwortungen für das nächste Jahr
festlegen und überlegen. Auch deshalb wäre eine überjährige Förderung wichtig.– ist die Nutzung der Fläche befristet?
> Nein, wir haben eine dauerhafte Nutzung der Fläche auf dem Grundstück vereinbart.
>
> – was für andere Gärten befinden sich auf der Fläche des Projekthauses und auf dem Grundstück für den Frauengarten? Gemeinschaftsgärten oder Projekt-Gärten?
> Auf dem Gesamtgelände befinden sich weitere Gartenanlagen, die meist von den Bewohner*innen betrieben werden. In unmittelbarer Nachbarschaft ein Hochbeet der Menschen aus dem Haus, auf dem Grundstück des Projekthauses gibt es weitere, vor allem mobile Beete in Kisten, ein Hochbeet, was mal im Rahmen eines Deutsch – Französischen Jugendprojektes gebaut wurde (hier vor allem mit Kräutern und Erdbeeren) und drei neu bei einem Kinderferienprojekt angelegte Beete in großen Kisten direkt vor dem Werkhaus.
>
> – könnt ihr direkt in der Erde gärtnern oder werden Hochbeete gebaut?
> Besser Hochbeete bzw. Beete in großen Kisten oder Holzrahmen. Der Boden hier ist nicht gut, oft mit Bauschutt versetzt, weil da auch mal eine Baufirma und die örtliche Wohnungsgesellschaft war.
>
> – wer baut die Sitzecke und den Sichtschutz?
> Das wollen wir in Zusammenarbeit mit der Holzwerkstatt machen. Da haben wir die Maschinen und Expert*innen. Am Besten sollen die Frauen aber beteiligt werden.
>
> – wo werden die Gartengeräte untergebracht? Im Antrag steht, ihr wollt auch dafür einen Ort bauen? Wo sind die Geräte derzeit und wie sind diese zugänglich für die Gartengruppe?
> Dazu wollen wir einen kleinen Unterstand unmittelbar an den Beeten des Projektes bauen. Aktuell nutzen die Frauen die frei zugänglichen Gartengeräte des Projekthauses und des Vereins.
>
> – für was braucht ihr pädagogisches Material, bzw. habt ihr das nicht schon im Projekthaus?
> Immer mal wieder benötigt: Planungsmaterial wie Papaier, Stifte, Moderationsmaterial – da kaufen wir quasi monatlich nach. Außerdem Broschüren und Bücher in den Sprachen der Frauen, also auch mal arabisch oder auf Englisch.
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Wiehl: Gartenprojekt auf entsteht auf Ex-Tennisplatz
(Antrag, Antworten)
Der Natur und Garten Treff ist ein Natur- und Gemeinschaftsgarten, der von einer generationsübergreifende Gruppe engagierter Gemeindemitglieder, in Kooperation mit der Stadt Wiehl und der Heimat und Verschönerungsverein Marienhagen/Pergenroth e.V. (HVV), über Monate durch den Corona-Zeiten geplant wurde. Durch viele Onlinetreffengestaltete die Gruppe ein Konzept für den Garten, der auf einer 1300 m3 großen Fläche eines verlassenen Tennisplatzes in Wiehl-Marienhagen errichtet wird. Die Stadt hat mit dem HVV, unter dem das Gartenprojekt läuft, einen Nutzungsvertrag mit unentgeltlicher Nutzung des Tennisplatzes abgeschlossen. Wasseranschlüsse und ein WC sind vorhanden.
Der Natur und Garten Treff schafft für AnwohnerInnen einen Raum, um Gartenprojekte, Veranstaltungen wie Märkte und Konzerte, Freizeiten und vieles mehr zu planen und umzusetzen. Verschiedene Bereiche des Gartens dienen unterschiedlichen Zwecken. Geplant sind ein Gemeinschaftsacker, Hochbeete für Einzelpersonen, Familien oder Gruppen, ein Gartenbereich für Kinder, Naturgärten und einheimische Blumenwiesen, Wohnräume für Insekten und Vögel. Ein Teil der Ernte soll an lokale Suppenküchen gespendet werden. Es wird darauf geachtet, Barrieren abzubauen oder zu beseitigen, damit jeder, unabhängig von Alter oder Können, einen Platz im Garten findet.
Bisher wurden Gartenbeete aus recycelten oder gefundenen Materialien hergestellt, oder selbst finanziert.
- Ist die Nutzung der Fläche befristet?
Wir haben einen Nutzungsvertrag mit der Stadt Wiehl zunächst für die Dauer von 5 Jahren. Er wurde Ende Oktober 2022 unterzeichnet.
- Wie groß ist die Gruppe insgesamt? Wie groß ist die Kerngruppe, die das Projekt plant und weiterentwickelt? Wie viele Gärtner*innen sind Teil der Kerngruppe?
Die größere Gruppe besteht aus x Personen, davon sind 8-10 leute aktiv als Kerngruppe, die das Projekt plant und weiterentwickelt. In der Kerngruppe sind 4 GärtnerInnen mit Hochbeet, und 3 die sich besonders für Naturgarten/Vielfalt interessieren, und dann sind Stakeholder von Stadt Wiehl, der ev. Kirche, und der HVV Marienhagen/Pergenroth Vorstand (Trägerverein) aktiv involviert. Mitglieder haben unterschiedliche Interessen, u.a. Naturgarten und Förderung der biologischen Vielfalt, und Gemüsegärten. Die Naturgärtner haben zum Beispiel ein starkes Interesse an einheimischer Blumenfelder und Nistmöglichkeiten für Vögel und Insekten. Die GärtnerInnen interessieren sich sowohl für Hochbeete als auch für gemeinschaftliche Arbeit auf einer Parzelle. Wir konzentrieren zur Zeit auf die Hochbeete und Blumenwiese, denn es gibt noch Planungsbedarf für die Gartenarbeit auf Parzellen, bzgl. der Boden und was der beste Ansatz ist, ihn urbar zu machen.
- Wie viele Beete gibt es schon und wie viele sollen es werden?
Es gibt derzeit 6 Hochbeete und 8 große Kübel. Wie viele es werden sollen, hängt von der Nachfrage ab. Wir halten bis zu 10 weitere einzelne Hochbeete für 2022 und das kommende Jahr für realistisch.
- Wie groß (m²) ist die Fläche, auf der gegärtnert wird? Wie groß ist der Gemeinschaftsacker und wie groß der Anteil der Hochbeete für individuelle Nutzung?
Die Fläche ist 1300 m². Im Moment konzentrieren wir uns auf eine Hälfte des Tennisplatzes, aufgeteilt in zwei Teile – einen für Hochbeete und einen für Gemeinschaftsgärten. Auf der gesamten Fläche werden Naturgarten Elemente integriert. Wir können je nach Interesse für Gemeinschaftsfläche oder einzelne Hochbeete die Fläche erweitern.
- Wie ist der Garten organisiert, wie laufen Entscheidungen und Kommunikation?
Zu den Kommunikationskanälen gehören E-Mail, What’s App und Microsoft Teams. Wichtige Entscheidungen werden mit den HVV-Vorstand und die Stadt Wiehl besprochen. Wir haben einen Entwurf für eine Gartenordnung, die wir verwenden, mit wichtigen Grundregeln, darunter kein Einsatz von Pestiziden, kein Torf, eine Bevorzugung von Regenwasser und so weiter. Wir planen ein Treffen 2x jährlich für die Hauptgruppe und mindestens vierteljährlich für die Kerngruppe, um Raum für Diskussion zu schaffen sowie Entscheidungen zu treffen.
- Wer entscheidet, wer ein Hochbeet bekommt?
Im Moment haben wir Platz für alle, die ernsthaftes Interesse haben. Bisher landen Anfragen bei mir und ich zeige ihnen den Platz und die Gartenordnung, und wenn sie weitermachen wollen, können sie sich für ein Hochbeet anmelden und eines bekommen. Vorerst haben wir nur wenige Kübel zum Einpflanzen, aber im Moment keine Kisten mehr anzubieten.
- Für welchen Zeitraum bekommen die Interessierten ein Hochbeet?
Hochbeete sind für ein Jahr zu haben.
- Wer baut die Hochbeete?
Bisher wurden die Hochbeete aus vorhandenen recycelten Kisten benutzt oder selbst finanziert, um in diese Gartensaison zu starten. Wir haben bereits Werkzeuge, um die Hochbeete zu bauen. Es ist geplant, sie nach Bedarf zusammenzubauen.
- Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten? Wie die Gruppen?
Zur Kostendeckung (Wasser- und Materialkosten) wird um eine jährliche Spende zwischen 30-50 Euro gebeten. Für die Nutzung der Fläche fallen keine Kosten an, aber wir zahlen für Wasser (wir bevorzugen zuerst Regenwasser, wenn möglich). Wir bemühen uns um Förderung, Sponsoring und Sachspenden um einige Kosten zu decken. Für die Gemeinschaftsparzelle werden die Kosten den zukünftigen Pläne entsprechen und unter den Mitgärtnern aufgeteilt.
- Wie ist die Resonanz bisher? Wie machen Sie auf das Projekt aufmerksam?
Die Resonanz ist insgesamt positiv, aber dennoch etwas gemischt. Anfangs (und vielleicht immer noch) gab es ein wenig Verwirrung darüber, worum es bei dem Gemeinschaftsgarten eigentlich ging. Es gibt in der Nähe z.B. SoLaWi-Gruppen, Schrebergärten und so weiter, aber nicht allzu viele Gemeinschaftsgärten wie diesen (obwohl es werden immer mehr in der Region). Je mehr der Garten Gestalt annimmt, desto wächst das Interesse.
Ältere Community-Mitglieder haben sich besonders gefreut, beteiligt zu sein, deren Wissen auszutauschen und die Möglichkeit zu haben, zusammenzukommen. Auch die 1. Klasse von der Grundschule möchte eine Blumenwiese pflanzen, die ihren Sachunterricht betrifft, und welche die in den nächsten Jahren beobachten können.
Abgesehen von Flyern, Mundpropaganda und Instagram haben wir dieses Jahr nicht viel Werbung gemacht. Für das kommende Jahr werden wir mehr Werbung machen und einige kleine Veranstaltungen im Vorfeld der Gartensaison veranstalten. Wir werden weiterhin Networking-Veranstaltungen besuchen und Informationen an die lokale Zeitung und den Newsletter der Kirche senden.
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Meuchefitz: Gemeinschaftsgarten im Wendland entsteht
(Antrag, Fragen)
Antrag
„Auf dem Gelände des Kommunikationszentrum Meuchefitz befindet sich auch ein verwildertes Gartenareal, dieses soll im kommenden Frühjahr wieder nutzbar gemacht und zum Gemeinschaftsgarten gemacht werden Die Örtlichkeiten des KOZ werden von verschiedenen initiativen bespielt. Das Gartenprojekt wird vor allem vom Netzwerk „ Freier Fluss „ initiiert.
Der Freie Fluss ist ein ( für alle zugänglicher) Zusammenschluss von Menschen aus der Region, die (ehrenamtlich) das Ideal des tauschlogikfreien, bedarfsorientierten Wirtschaftens verfolgen. Das kann z.B. den Anbau von Gemüse bedeuten das nicht verkauft und auch nicht gegen andere Dinge eingetauscht wird sondern je nach Bedarf an all jene die vorher Bedarf angemeldet haben verteilt wird. Das Ideal ist es ein stabiles Netz aufzubauen das die Bedarfe der einzelnen sichert ohne dass dabei aufgerechnet oder verglichen wird. Dabei geht es um mehr als um die Versorgung mit Gemüse oder anderen materiellen Güter( wie Brot Tofu Apfelsaft,die bislang produziert werden) sondern vielmehr um eingesellschaftspolitisches Experiment.
Die Gartengruppe des FF versteht sich als Patin des Projekts und somit in Kooperation mit dem KOZ zuständig dafür den Überblick über das Projekt zu behalten. Neben der Nutzung für den Gemüseanbau im FF ist ein wesentlicher Aspekt der der Begegnung. Der Gasthof Meuchefitz ist seit jeher ein Begegnungsort . Begegnung zwischen Menschen die sonst wenig miteinander zu tun haben. Alteingesessenen Dörflern jungen Aktivist*innen ,Menschen die im Landkreis gelandet sind da sie aus ihren Herkunftsland fliehen mussten, Bewohner*innen des Projekt…
Durch die Corona Pandemie ist auch hier jedoch eine spürbare Lücke entstanden,alle ziehen sich stärker in ihre Enklaven zurück und es fehlt ein Begegnungsort Mit der Wiederbelebung des Gartens möchten wir einen solchen Corona kompatiblen neuen Begegnungsort schaffen
Offensiv möchten wir alte Dorfbewohner*innen einladen ihr Wissen weiterzugeben oder auch nur zum Klönschnack bei einem einmal alle drei Monate geplanten offenen Garten Tag mit Lagerfeuer und Verkostung vorbei zuschauen, Des weiteren wird eine Kooperation mit der Grundschule im Nachbarort angestrebt. Eine Kooperation findet auch mit der Gruppe solidarische Provinz statt die geflüchtete
Menschen im Landkreis unterstützt.
Was ist geplant? Wann ist es geplant?
Den Auftakt für die Wiederbelebung des Gartenareals solle ein Garten Aktionswoche In der ersten März Woche darstellen Diese Aktionswoche wird maßgeblich von der Garten Gruppe des FF initiiert und betreut, ist aber für alle offen. Die Woche soll genutzt werden den Garten gemeinsam zu planen wobei die Wünsche der verschiedenen Gruppen einfliessen sollen. Ein Teil soll der Anbau des FF Gemüse sein.
Darüber hinaus ist jedoch noch viel Platz. Eine Gruppe die den Orten für den Anbau von Heilkräutern sucht hat bereits Interesse
angemeldet und ist in Kontakt mit einer alten Dame aus dem Dorf die mit ihrem Wissen unterstützen möchte.
Die Grundschule Küsten hat ebenfalls Interesse bekundet an der Gestaltung teilzuhaben Mittelfristig sind regelmässig stattfindende workshoptage/Wochenenden geplant Bereits fix ist der Bau eines Geodomes für den Tomatenabau, das direkt im Anchluss an
die Auftaktwoche stattfinden soll. Dieses Projekt wurde von einer Initative von FLINTA Personen angeregt die den Bau und die Planung des Bauprojektes als Flinta Baustelle umsetzen wollen. Das fertige Tomaten Haus und die hoffentlich üppig darin wachsenden Früchten werden
für alle nutzbar sein weitere Aktionswochenendsthemen sind angedacht:
Ein Anwohner aus dem Dorfumfeld hat bereits agekündigt einen Workshop im Nutzen und Warten von Sensen, sowie regelmässig offene Dengel und Schärf anleitung anzubieten zu wollen.Angedacht sind desweitern ein Kompostworkshop,
ein Weidenzaunbau Wochenende sowie ein Heilfplanzen workshop Die Beschaffung der Materialien soll möglichst kostengünstig stattfinden.
Für den Jungpflanzenberdarf haben bereits verschiedene SoLaWis der Region zugesagt Pflanzen zu spenden und auch Baumaterialien werden wir möglichst gebraucht besorgen. Dennoch werden einige Kosten anfallen. Für diese wären wir froh ihre finanzielle
Unterstützung zu bekommen.“Antworten auf meine Fragen
Wie groß ist die Fläche und wem gehört diese Die Fläche gehört zum Kommunikationszentrum Meuchefitz,Grösse:ca 500m2
Was soll neben Beeten und dem Geodome noch an Infrastruktur auf der Fläche entstehen? Es gibt einen kleinen Geräteschuppen der wieder fit gemacht werden soll. es kann eine feuerstelle angelegt werden, oder bänke aufgestellt das liegt in den Wünschen der Gärtner*innen. Auch eine Komposttoilette die reaktiviert werden kann ist vorhanden
Woher kommt das Wasser? Es kann im Wassserwagen beim Kommunikationszentrum geholt werdenWo werden die Gartengerätentergebracht und wie haben die (potentiellen) Gärtner*innen jederzeit Zugang dazu? Es solle ein Geräteschuppen entstehen / ausgebaut werden der jederzeit zugänglich istIst das Gelände jederzeit offen?ja
Wie viele Menschen wohnen in dem Dorf? 54
Wo sind die Geflüchteten untergebracht, wie weit ist das von der Gartenfläche weg und wie würden die Menschen zum Garten kommen? Die Geflüchteten Menschen sind hier im Landkreis glücklicherweise nicht mehr alle zentral untergebracht .Die Meisten wohnen jedoch in Lüchow. Von dort ist Meuchefitz gut mit dem Fahrrad zu erreichen( ca 7km)
Wie viele Gärtner*innen sind in der Gartengruppe des FF und wo gärtnern diese derzeit? In der letzten Saison gab es ein Privatgrundstück einige Dörfer weiter das kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. DIeses ist dieses Saison nur noch bedingt nutzbar. Kern der Gartengruppe sind 5 Menschen.
Sie schreiben, dass es alle drei Monate einen „offenen Gartentag“ geben soll, wie und wann kann man sonst mit gärtnern? der offenen Gartentag ist offen für Leute die einmal reinschnupeprn möchten Ansonsten sollen Gruppen entstehen die bestimmte Projekte betreuen. zb. die Heilplflanzengruppe die kKräuterspirale, etc. auch diese Gruppen sind offen für alle sie treffen sich aber zu festen Teerminen und besprechen sich zu ihren vorhaben
Auf der Homepage habe ich noch keine Information zu dem geplanten Gemeinschaftsgarten gefunden, gibt es ein Schild? Wie machen Sie den Gemeinschaftsgarten bekannt?Wie wird die Auftaktwoche beworben? Wir können die Initiative gerne mit auf die homepage setzen.
Generell läuft die Kommunikation hier auf dem Land meist aber anders. Wir haben das Projekt am Schwarzen Brett des Dorfes, sowie dem des Gasthof Meuchefitz bekannt gemacht und vor allem aber im “ Gespräch über den Gartenzaun“ davon erzählt. Daraus ist bei einigen Interesse entstanden.
Im Netzwerk Freier Fluss wurde die Initiative bereits über den mailverteiler kommuniziert. Mit der Grundschule sind wir im direkten Gespräch ebenso mit der Geuppe solidarische Provinz. Auch in einem Jugendtreff der Gegend werden wir einen Aushang machen.
Die Gruppe ist aus der Freie Fluss Gartengruppe herraus entstanden. es sind weitere Personen dazu gestossen , teilweise aus dem Netzwerk Emanzipatorische Landwirtschaft
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Buxtehude: Stadt plant Gemeinschaftsgarten
(Mail)
Die Hansestadt Buxtehude plant gemeinsam mit Bürger:innen, Vereinen und der Volkshochschule einen Begegnungsgort und Gemeinschaftsgarten im Süden Buxtehude. Die Hansestadt hat im Jahr 2020 den Deutschen Nachhaltigkeitspreis gewonnen und das damit gewonnen Preisgeld in Höhe von 30.000€ soll helfen, dieses partizipative Projekt im Jahr 2022 anzustoßen.
Aktuell planen wir erste Veranstaltungen auf der Fläche (Ein Winterfest mit der Lebenshilfe, eine Bastelaktion mit einem lokalen Kindergarten, eine Samen– und Pflanzentauschbörse) um den Bekanntheitsgrad des Projektes zu steigern. Parallel beschäftigt sich eine Schüler:innengruppe Ende Januar mit dem Thema Bürger:innenbeteiligung und Aktivierung weiterer Akteure im Stadtteil.
Im Sommer möchten wir eine gemeinschaftliche Umgestaltungsaktion des Platzes durchführen (mehr …)
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Alt Ungnade: Garten auf dem Land kooperiert mit Garten in der Stadt
(Sachbericht)
Trotz der besonderen Situation durch die Corona-Pandemie stand das Jahr 2020 vor allem im Zeichen des Aufbaus und der Stärkung von Kooperationen mit unterschiedlichen Partnern. Diese Kooperationen konnten auch im Jahr 2021 erfolgreich weitergeführt bzw. vertieft werden. Da die Aktivitäten ineinander übergingen und vor allem in diesem Jahr wirksam wurden, werden in vorliegendem Bericht die Jahre 2020 und 2021 zusammengefasst.
In Kooperation mit dem Evangelischen Schulzentrum Martinschule (Gewinner des Schulpreises 2018) wurde ein Gartenprojekt gestartet. Wöchentlich besuchen Kinder aus der Martinschule im Rahmen des Unterrichtes das Gelände des Freiraum e.V. um u.a. im Garten aktiv zu werden. Dabei lernen sie die unterschiedlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Jahresverlauf kennen. Die Schüler:innen können dabei ihren Einsatzbereich selbst wählen und entscheiden sich gerne für den Bereich Gemeinschaftsgarten. In der Schule wird diese Aktivität u.a. durch die Gestaltung von Hochbeeten weitergeführt.
In Zusammenarbeit mit dem ikuwo e.V. nutzten zunächst Menschen aus der Stadt den Gemeinschaftsgarten in Alt Ungnade. Durch diese Zusammenarbeit inspiriert, entstand die Idee, im urbanen Kontext des ikuwo e.V. ebenfalls einen Gemeinschaftsgarten anzulegen. Der Freiraum e.V. unterstützte diesen Prozess durch begleitende Beratung. So wurden z.B. gemeinsam Hochbeete für unterschiedliche Einsatzbereiche geplant und gestaltet. Diese werden auch anderen Projekten im Umland zur Verfügung gestellt.
Weiterhin wurden gemeinsam Pflanzen angezogen bzw. Samen getauscht. Regelmäßig fanden in den Gemeinschaftsgärten in Greifswald und Alt Ungnade gemeinsame Arbeitseinsätze statt, so dass eine lebendige Stadt-Land-Kooperation entstand.
Nachdem im letzten Jahr die Pflege der Obstbäume auf dem Gelände des Freiraum e.V. verstärkt in den Blick genommen wurde, zeigten sich dieses Jahr bereits „die Früchte der Arbeit“. Einige nur noch wenig tragende Bäume konnten gepflegt und wieder „aktiviert“ werden. Bei den entsprechenden Pflegemaßnahmen waren ebenfalls Menschen aus Stadt und Land beteiligt.
Bei großen Mostaktionen wurde ein Teil der Äpfel zu Apfelsaft weiter verarbeitet. Auch hierbei waren u.a. Familien aus der Stadt beteiligt.
Im Foliengewächshaus fanden Experimente mit selbst gebauten Bewässerungsanlagen aus Regenwasser statt. Dabei liegt der Fokus auf der Vereinbarkeit einer preisgünstigen Lösung mit der Balance zwischen ausreichender Bewässerung und nachhaltigem Umgang mit Wasser.
Auch die Erträge des Gemeinschaftsgarten werden regelmäßig sowohl im Ort selbst auch in der Stadt getauscht bzw. verschenkt. Dabei werden sie u.a. auch bei Aktionen anderer Vereine oder Projekte in der Region genutzt.
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Coswig: IG Coswig kooperiert mit „Coswig Ort der Vielfalt“
(Mail)
in 2021 fanden einige Veranstaltungen im Garten für die Mitglieder beider Vereine und auch für Kinder:am 17.08.21 trafen wir uns zu einem Bastelnachmittag im Garten.
Wir stellten Windlichter her mit einer Dekoration aus Gerste, die wir angebaut hatten. Wir waren erstaunt, wie schön diese einfachen Grannen wirkten, zusammen mit bunter Wolle. Auch für Kinder gut zu machen, da haben wir gleich Erfahrung gesammelt.
Ein spannender Naturerlebnistag fand am 03.09.21 statt, hier konnten wir einige Kinder für die Wasserlebewesen, die sich in unserem Teich angesiedelt hatten, begeistern. Wir machten Bekanntschaft mit dem „Rückenschwimmer“ der übrigens auch fliegen kann, und stechen auch. Diese Veranstaltung machen wir nächstes Jahr wieder, mit hoffentlich einer größeren Zahl an Kindern, es waren nur 5, aber es hat ihnen sehr gefallen.
Am 15.10.21 war der Kräuteröltag, hier hatten wir am Vormittag Bedenken, diesen überhaupt stattfinden zu lassen, weil regnerisches Wetter war und die Blüten sonnentrocken eingelegt werden müssen. Aber, es hatte jemand die rettende Idee, zusätzlich doch einfach Pesto herzustellen. Asia-Salat und viele Kräuter waren gut geeignet, Sonnenblumenschrot war schnell besorgt. Ebenso legten wir Hagebutten in Essig ein. Bei der Arbeit war Zeit für die Mitglieder beider Vereine, Verschiedenes zu besprechen. Wir waren an die 13 Leute und es kamen viele Ideen, was wir alles noch auf die Beine stellen können.
In Vorbereitung ist auch gemeinsames Adventskranzbinden, voraussichtlich am 26.11.21, dies haben wir im letzten Jahr schon gemacht. Die Kränze wollen wir wieder an Einrichtungen wie Pflege- und Kinderheim in Coswig als Adventsgruß geben.
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Doku Prinzessinnennachbarschaftsgarten am Moritzplatz
(mail)
Es ist viel passiert, seitdem die nomadisch grün ggmbh den Moritzplatz verlassen hat und common grounds die Trägerschaft des dort nun neu entstehenden Nachbarschaftsgartens übernommen hat.
Online hier zu sehen:https://issuu.com/gartenammoritzplatz/docs/doku_garten_neu_issue?fbclid=IwAR0_lfpauaqfTFTQhvUjm_uv7NxXBOXuMrBBk_SeqQLW7BZ1lcXLtBd6XWc (mehr …)
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Stand der Dinge Jakobusgärtchen
(Mail)
Wir haben unseren Bürgergarten am letzten Septemberwochenende mit sehr vielen interessieren Menschen, auch aus der Politik, einweihen können. Wir hatten an diesem Tag Bürgermeister-Stichwahl.
Es war ein wunderbarer Moment, an dem wir glaube ich noch einmal zeigen konnten, wie viel so ein Garten an unterschiedlichen Gruppen und Menschen zusammen bringt. Ein absoluter Mittelpunkt ist der Jakobusgarten für Langerwehe ☺️.
Wir als Ortsgruppe des BUND haben es mit der Luna e.V. in einem zweijährigen Projekt geschafft, viele Akteure mit ins Projekt einzubinden. Einer der wichtigsten Partner war der WVER (Wasser Verband Eifel-Rur), der den Wehebach, welcher an unserem Garten entlang fließt, auf unsere Anregung hin zu renaturiern und zugänglich zu machen. Das macht unsere Fläche noch einmal interessanter und sooooo schön! Wir konnten in Kooperation mit dem WVER eine Handpumpe an der Bach-Böschung errichten und haben dadurch kristallklares Bach-Wasser zur Bewässerung unserer Hochbeete direkt am Garten. Die Pumpe und der Jakobusgarten sind schon seit dem Frühsommer immer wieder Treffpunkt für viele unterschiedliche Gruppen und Menschen (mehr …)
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Querbeet Tenever soll langfristig bleiben
(alerts)
Er schützt kein gallisches Dorf, denn der neue Zaun rund um das Gelände des Gartenprojekts Querbeet an der Neuwieder Straße soll Menschen gerade nicht abhalten, sondern dazu animieren mitzumachen. Die eigentlich paradoxe Funktion des Zaunes ist sichtbarer Ausdruck, dass das Projekt auf Zeit sich zu einem Langzeitprojekt gemausert hat.
„Ich fand das eigentlich immer etwas befremdlich“, sagt Roland Wozniewski vom Verein Treffpunkt Natur und Umwelt, der das Projekt maßgeblich steuert, mit Blick auf den etwa 1,80 Meter hohen Holzzaun. Letztlich erhoffe er sich aber nun eine regere Teilnahme der Menschen vor Ort, denn Vandalismus und zurückgelassener Müll verschiedener Gruppen hätten sicherlich einige Anwohner abgeschreckt, Arbeit in den Garten zu investieren. „Wir haben zuvor viel versucht, um mit den Jugendlichen in Kontakt zu kommen und sie zu erziehen“, sagt Wozniewski. Das habe aber leider nicht so funktioniert.
26.000 Euro hat die Anlage des Zauns gekostet, gesponsert von der Postcode-Lotterie. Das Lotterie-Angebot wurde in den Niederlanden gegründet und spendet einen Teil der Wetteinnahmen an Projekte aus dem Bereich Natur- und Umweltschutz und Chancengleichheit. Eine Investition, die nur mit der Aussicht auf eine langfristige Nutzung des Geländes sinnvoll sei, so Wozniewski. Seitens der Gewoba, die Eigentümerin des Geländes ist, gebe es aber mittelfristig kein Interesse an dem Grundstück, sagt er.
„Ich erhoffe mir durch den Zaun, dass mehr Leute mitmachen, und das gesamte Gelände erhält dadurch auch eine neue Wertigkeit“, sagt Wozniewski. „Man macht vielleicht eher mit, wenn man weiß, dass die Sachen auch erhalten bleiben“, so seine Hoffnung.
Der neue Zaun soll das Gelände eingrenzen und zum Mitmachen im Garten einladen. (Petra Stubbe)Spielmöglichkeiten für Kinder
Künftig sollen mehr Spielmöglichkeiten für Kinder auf dem Gelände geschaffen werden. „Wir wollen einen U3-Minispielplatz einrichten, mit einem Sandkasten und einer Matschmischanlage“, sagt Wozniewski beim Rundgang über das Gelände. Mit der Aussicht auf eine langfristige Nutzung des Grundstücks, plane der Verein auch mit einer Stromversorgung. „Damit wir hier Ökostrom beziehen können und nicht auf Benzin für den Generator angewiesen sind und uns auch mal einen Kaffee machen können.“
Künftig könnte außerdem eine Art Kinder-Wildnis auf dem Querbeet wachsen. „In Richtung des Fleets sind noch ungefähr 1500 Quadratmeter Platz für eine Wildnis.“ Mit heimischen Sträuchern, aufgeschütteten Hügeln könnte ein naturnaher Abenteuerspielplatz entstehen. „Wir haben hier ja auch viele Familien mit Kindern.“
Aber nicht jedes Vorhaben klappt, wie gewünscht. „Unser Bienenvolk wurde im vergangenen Herbst von Wespen beraubt und hat den Winter nicht überlebt.“ Das Imkerprojekt soll aber wiederbelebt werden. „Die Nachfrage ist auf jeden Fall da, aber ohne Imker würde ich das nicht machen können.“
Für die kommenden zwei Jahre finanziert sich das Projekt unter anderem aus Mitteln der Umwelt-Lotterie Bingo. Der Verein TNU (Treffpunkt Natur und Umwelt) mit dem Gartenprojekt Querbeet ist als Basiseinrichtung für Gewässer anerkannt. Insgesamt gibt es in Bremen vier geförderte Basiseinrichtungen, je zwei für Gewässer und für Klimaschutz, darunter zum Beispiel die Kinder und Jugendfarm der Hans-Wendt-Stiftung. „Darüber bekommen wir jetzt eine halbe Stelle für zwei Jahre finanziert und können dadurch auch eine Stelle für einen FSJler gewährleisten“, sagt Wozniewski. Tatsächlich habe es schon erste Bewerbungen gegeben. „Leider nicht aus Tenever“, wie Wozniewski bedauert.
Die Corona-Pandemie hat allerdings auch in der Neuwieder Straße Spuren hinterlassen. „Wir konnten zum Beispiel nicht mehr alle Workshops, die wir anbieten, in dem Umfang stattfinden lassen.“ Die Gartenarbeit dagegen konnte nicht ruhen. „Denn sonst wäre hier innerhalb des Jahres alles verkommen.“
Feste Kooperationsverträge zur besseren Planung
Kooperationen gebe es mit der Gesamtschule Ost und Oberschule Koblenzer Straße. „Wir wünschen uns für die Zukunft mehr feste Kooperationsverträge, damit wir besser planen können“, sagt Wozniewski. Für das kommende Schuljahr gebe es außerdem noch Platz für weitere Kita- und Schulgruppen. „Wir können unter Berücksichtigung des Infektionsschutz Gruppen mit bis zu zehn Kindern betreuen“, sagt Wozniewski.
Eine enge Zusammenarbeit gebe es hingegen mit dem Mütterzentrum Tenever. „Die haben zum Beispiel hier eine Benefizveranstaltung für die Familien aus der Neuwieder Straße 3 gemacht.“ In dem Wohnblock war Anfang Juli ein Feuer ausgebrochen. Mittelfristig will Wozniewski das Gelände enger mit den Bewohnern vor Ort verzahnen. „Das Ziel ist, dass wir die Gärten in die Hand der Anwohner übergeben.“
Zumindest die Übergabe der reifen Früchte klappt schon ganz gut. „Wir wollen, dass die Sachen, die wie hier anbauen, auch vor Ort bleiben.“ Beim „Bio für alle“ können Anwohner Bio-Gemüse zu Discounter-Preise kaufen. „Überzähliges geht an die Institutionen im Stadtteil, zum Beispiel an das Café Gabriely“, erklärt Wozniewski.
https://www.weser-kurier.de/bremen/stadtteile/stadtteile-bremen-suedost_artikel,-gartenprojekt-in-tenever-soll-langfristig-bleiben-_arid,1930329.html (mehr …)
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neues Gartenprojekt in Augsburg auch für blinde und sehbehinderte Menschen
(ANtrag und Antworten)
Der Vorgarten am alten Gaswerk in Oberhausen wird zu einem biologisch geführten Klein-Biotop
umgestaltet und mit medialen Elementen versehen. Es wird ein Garten entstehen, der mit allen Sinnen
erlebbar ist, damit Menschen mit und ohne Behinderung teilhaben können. So findet Inklusion
lebendig und unbeschwert in Verbindung mit Umwelt- und Naturthemen statt. Das gemeinsame
Gärtnern wird zum Ausgangspunkt für den Austausch von Menschen aus unterschiedlichen
Herkunftskulturen und mit verschiedenen Lebensformen.
Die Stadtwerke Augsburg haben uns ein ca. 250 qm großes Grundstück kostenlos überlassen. Es besteht
aus einer öden Grasfläche mit Hecke darum. Das Grundstück grenzt direkt an die Straße und ist von
außen durch eine Gartentür begehbar. Wir haben die Herausforderung angenommen, daraus ein
Biotop und eine Erlebnisfläche zu machen, inmitten eines Industriegebietes am Eingang zum Alten
Gaswerk, das von den Stadtwerken derzeit zum Kreativquartier umgestaltet wird.
Wir kultivieren essbare Pflanzen, zum Riechen, Schmecken und Ertasten. Die Nachbarschaft ist
aufgerufen, sich an der Ausgestaltung des Gärtleins zu beteiligen. Zu allen Pflanzen erstellen wir einen
Steckbrief in Form eines Audiobeitrages, abrufbar über QR-Codes. Wir bringen außerdem Tafeln in
Brailleschrift an. In Workshops werden Pflanzbehälter wie Hochbeete und Sitzmöbel gebaut. Dabei
greifen wir vorrangig auf vorhandenes Material wie Paletten zurück. Erstes Pflanzgut und Komposterde
haben wir bereits aus privaten Spenden und vom Botanischen Garten erhalten. Die Stadtwerke werden
uns hierbei ebenso unterstützen.Wie viele Leute sind denn an Planung und Umsetzung beteiligt und wie viele davon wollen/können mit gärtnern?
Wie setzt sich diese Gruppe zusammen?
Zur Zeit sind wir sechs Leute, die die Initiative gestartet haben. Es sind Künstler*innen, die im Kreativquartier Gaswerk ein Atelier haben und Leute vom Gaswerksmuseum. Außerdem eine alte Dame vom Oberhauser Museumsstüble aus der Nachbarschaft. Wir haben Kontakt zum Blindenverband und es ist das Ziel, dass sich Sehbehinderte und Blinde am Geschehen beteiligen können.
Das Ganze ist als Akt zivilen Ungehorsams entstanden. Wir haben einfach auf der Fläche gemacht, das als Kunst bezeichnet und die Stadtwerke hatten nichts dagegen. Inzwischen finden sie es gut.
Wie viele Beete wird es geben und wird denn auch Gemüse angebaut? Wer kann das dann ernten?
Wir planen keine einzelnen individuellen Beete. Alle dürfen alles bepflanzen und beernten. Auch die Passant*innen, die gegenüber zum Arbeitsamt oder zum Bundesamt für Migration gehen. Das Gärtchen soll zum sozialen Ort und Begegnungsstätte werden.
Wir haben zunächst 250 qm. Potenziell können weitere 500 qm dazu kommen. Davon müssen wir die Stadtwerke aber vorsichtig überzeugen.
Auf den Flächen wird im nächsten Jahr noch ein Bodenaustausch wegen Contanimation (Gasproduktion) statt finden. Daher ist ein Gärtner zunächst nur in Pflanztrögen und Hochbeeten möglich.
Wie kann man mitmachen und vor allen Dingen mit gärtnern?
Das Vielfaltsgärtlein gehört zum Stadt Labor, einem Ort für Kultur, Wissenschaft und bürgerschaftliches Engagement direkt ab Garten. Wir haben dort Räume, die derzeit immer freitags geöffnet sind, an anderen Tagen sporadisch auch. Wer kommt, kann mitmachen.
Wer entscheidet, was angebaut wird?
Das wird sich zeigen. Die Strukturen müssen sich festigen. Wir starten bald einen Aufruf an die Nachbarschaft, Pflanzen zu bringen und mitzumachen. Sicher wird es künftig ein Gartenplenum geben.
Wo werden die Gartengeräte untergebracht und wie zugänglich sind die dann?
Wir haben einen Keller und dort auch Wasseranschluss (Schlauch).
Der Garten ist noch in Planung, gell?
Eigentlich nicht, es ist losgegangen und der Prozess ist im Gange. Von Planung kann man eigentlich nicht mehr sprechen.
Nach der Beschreibung würde ich denken, dass es sich vor allen Dingen um einen Lehr- und Schaugarten handeln soll, in dem auch Workshops stattfinden?
Ja, auch. Aber auch die niedrigschwellige Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung ist uns wichtig.
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IG Potsdam bedroht
(telefon)
der Integrations- und Schulgarten Potsdam/Schlaatz ist bedroht. Auf der Fläche soll eine zweigeschossige Sporthalle gebaut werden. Sie waren beim Planungsverfahren zwar auch mal eingeladen, doch nun soll der Garten wohl doch „verrutscht“ werden. Doch dann würden andere Projekte vom Garten verdrängt werden. Sie überlegen, wie sie sich nun wehren werden.Zudem ist inziwschen eine ganz andere „Klientel“ im Garten. Eher Menschen aus Afgahnistan, Syrien und Menschen, die über eine Kooperation mit „Hand in Hand“ (Flüchtlingshilfe) kommen. Viele der bisherigen Gärtner*innen sind inzwischen zu alt. Die russisch-stämmigen Gärtner*innen hatten sehr viel Zeug in den Garten geschleppt, sie haben mit 3 Containern noch nicht alles weg schaffen können. Sie wollen den Garten neu strukturieren, plastikfrei bekommen und haben auch die Küche neu eingerichtet. Carla (seit 2 Jahren in Rente) meint, der Garten ist auf einem guten Weg. (mehr …)
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IG Altenkirchen: Corona und Planungen
(Mail)
Wir haben festgestellt, dass es uns trotz Corona gut geht. Die Zeit, die sonst mit anderen Terminen belegt war, haben wir in unserem Garten verbracht.
Dadurch sieht es bei uns ziemlich gut aus. Das Wetter hat ja auch mitgespielt. Der Regen kam immer zur rechten Zeit. Unsere Gärtner nutzen den Garten als Treffpunkt mit Freunden, ich bin auch dankbar dafür.
Ich möchte unseren Garten weiter öffnen. So findet bei uns alle 14 Tage ein ev. Bibelkreis statt. Die Kooperation mit der ev. Landjugendakademie findet im Aug. auch wieder statt.
Dann gibts für die Teilnehmer einer Bildungswoche im ökologischen Gärtnern einen Sensenkurs auf unserer Wiese. Nächstes Jahr gehe ich in Rente, dann habe ich mehr Zeit.
Aber für all die Aktivitäten braucht man die Unterstützung aller Mitglieder. Für diese Kontakte zu pflegen und zu festigen war Corona positiv und die Feststellung welchen Schatz wir in unserem Garten haben macht uns froh.
(Mail)
die ev. Landjugendakademie, Altenkirchen ist unser Kooperationspartner.Dort arbeitet Christof Diefenbach als Referent für ländliche Bildung.
Seine Kurse sprechen unterschiedliche Menschen an.
Er organisiert die Kurs und wir sind in den letzten drei Jahren ein Modul in der Bildungswoche gewesen. Der Bildungsurlaub jetzt steht unter dem Motto:“Natur-und Artenschutz in unseren Gärten“.
Es nehmen 8 Leute unterschiedlichen Alters und aus dem ganzen Bundesgebiet teil. Ursprünglich war der Kurs mit 16 Teilnehmern voll belegt. Naja, Corona. Bei uns können sie praktische Erfahrungen machen, wie Sensen lernen, eine Hummelburg bauen usw.
Wir können unser Gartenkonzept erläutern und Anregungen geben. Ein Besuch im interk. Garten ist auch für andere Gruppen der LJA ein Ziel der Stadterkundung. Das ist dann ganz unverbindlich und halt nur ein Spaziergang mit Führung. Die Vernetzung ist es eben.
Noch was Schönes: Wir haben ganz alte, kaputte Bänke und haben einen Förderantrag beim Leader-Ehrenamtsprogramm gestellt und werden gefördert. Mit wieviel Geld weiß ich zwar noch nicht. Ich denke aber wir können bald unsere vier Bänke in Ordnung bringen.
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neuer GG in Aachen entsteht
(Antrag, Antworten)
Wir, ein Netzwerk unterschiedlicher Träger im Westen Aachens, unter anderem organisiert in einer Stadtteilkonferenz und demgemeinnützigen Verein Westparkviertel e.V., planen ein „community-gardening“ Projekt. Der Garten soll auf einer, der katholischen Pfarrgemeinde St.Jakob gehörenden Wiese hinter dem Pfarrheim Jakobushaus realisiert werden.
Das Projekt wird von der Stadtteilkonferenz befürwortet und umfassend unterstützt.Eine erste Befragung und ein erstes Treffen zu diesem Thema haben ergeben, dass es ein hohes Interesse besonders bei den studentischen Bewohnern und den Familien im Viertel für dieses Projekt gibt. Auch einzelne andere Gruppen wie die Pfadfinder haben ihr Interesse an der Teilnahme an diesem Projekt bekundet. Die Vielfalt der Kooperationspartner und das hohe spontane Interesse unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen haben in uns die Überzeugung vom Gelingen des Projektes wachsen lassen.
1. Zurzeit engagieren sich ca. 10 Personen bei der Planung des Gemeinschaftsgartens. Alle möchten später auch gärtnern. Wir bewerben das Projekt zeitnah auf verschiedenen Kanälen. Instgram/Facebook/Webseite/Stele der Pfarre, Webseiten von: Stadtteilkonferenz, Westparkviertel e.V, Quartier 55+, und nebenan.de. Es werden Postkarten, Flyer und Plakate gedruckt.
2. Oben genannte Gruppe. Diese Gruppe erarbeitet prozessorientiert Entscheidungs-und Informationswege.
3. Der Garten ist ca. 460 qm groß über Tag frei zugänglich und wird über Nacht verschlossen. Es ist geplant aktiven Mitgliedern der Gruppe Schlüssel für das Tor auszuhändigen.
Der Boden ist nicht kontaminiert. Die Hochbeete dienen der besseren Bearbeitung besonders auch für ältere Menschen.
4. Oben genannte Gruppe, Mitglieder der Reparaturtreffgruppe und der Pfadfinder bauen mit Unterstützung und unter Anleitung der Schreiner des Sozialwerkes Aachener Christen
die Hochbeete. Bei der Bepflanzung unterstützen und beraten uns deren Gärtner. Einige Werkzeuge stehen aus der, durch den Stadtteil Fond unterstützten Bibliothek der Dinge zur Verfügung. Bei Bedarf werden von allen Mitarbeitenden auch private Werkzeuge mitgebracht. Auch die Werkzeuge der Gärtner und Schreiner stehen für den Aufbau zur Verfügung. Werkzeuge stehen vor Ort zur Verfügung Da die meisten anfallenden Arbeiten erst im Herbst anstehen und draußen stattfinden werden diese wohl nicht mehr all zu sehr von der Corona-Krise beeinträchtigt werden. Unsere Planungstreffen werden zurzeit draußen auf der überdachten Terrasse abgehalten.
5. Eine detaillierte Kostenaufstellung für das Gartengerätehaus ist mir zurzeit nicht möglich, da die Schreiner zum einen Restholz und Material verwenden wollen und das Haus auch noch nicht im Detail geplant ist. Es soll der Aufbewahrung der Gartengeräte, des Saatgutes etc. dienen.
6. Für ca. 10 Personen: 2 Spaten, 10 kleine Schaufeln, 5 kleine Harken, 2 Schuffeln für Bodenbeete, 1 Schubkarre, 10 Eimer, 2 Gartenscheren mittelgroß, 1 Gartenschere groß, 1 Mistgabel, Pflanzstöcke, Schnur
7. Das Regenfass wird an die Fallrohre des Pfarrheimes angeschlossen.
8. Die Beteiligung der Teilnehmer an den Kosten ist noch zu klären. Wir werden um freiwillige Spenden für das Ernten von Gemüse bitten. Die Mitglieder sind bereit auch auf eigene Kosten Samen und Pflanzen beizutragen.
9. Hauptamtliche: Gemeindereferentin – Planung, Lenkung, gärtnern; Quartiersmanagerin55+ – Planung, Lenkung, Öffentlichkeitsarbeit; wechselnde Mitarbeiter des Sozialwerkes – Planung, gärtnern
10. Wenn klar ist, dass das Projekt stattfinden kann, werden wir die örtlichen Garten Center, Holzhandel etc. für Spenden anfragen. Auch Gelder aus dem Stadtteil Fond und Spenden der Sparkasse werden wir versuchen zu bekommen.
Da es sich um das private Geländer der Pfarre handelt weiß ich nicht, ob das Grünflächenamt uns unterstützen wird. Wir werden nachfragen. Es steht aber ein Hausmeistergehilfe der Pfarrei zur Mithilfe zur Verfügung.
11. Die Vernetzung mit anderen Projekten und der Besuch ähnlicher Unternehmungen wie z.B. Hirschgrün werden wir im Rahmen unser konkreten Planungen angehen. Gerne würden wir vorher eine einigermaßen gesicherte perspektive haben, dass wir das Projekt auch realisieren können bevor wir uns auf den Weg zu anderen tollen Gärten machen.
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Lehmbauprojekte im Garten der Begegnung Berlin-Marzahn
(Antrag/Antworten)
Garten der Begegnung, Antrag auf Materialien für Lehmbauprojekte:
ja, alle können mitmachen, das wollen wir auch noch verstärken, ich habe mich bereits mit einigen Akteuren getroffen – Tagore–Gymnasium, DRK, Wohnbaugesellschaften, Freiwilligenagentur Marzahn-Hellersdorf, Kita, Geflüchtetenunterkünfte, Frauentreff…
Es ist weder ein Schulgarten noch ein Schrebergarten…
- Wie groß ist der Garten, wie viel davon wird für „Anbau“ genutzt, wie viele Beete gibt es und was ist sonst noch auf dem Grundstück los?
3500 qm, ein Drittel Anbaufläche für Beetnutzer*innen, ein Drittel Freifläche mit Gemeinschaftsbeeten (Kräuter, Stauden), Teich, Obstbäumen, ein Drittel Veranstaltungsfläche, Lehmhaus mit Terrasse, Geräteschuppen, Grünes Klassenzimmer, Labor, so ungefähr
- Wem gehört das Grundstück und müsst ihr eine Pacht zahlen? Wenn ja, wie hoch ist diese?
Das Grundstück gehört dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf, wir zahlen keine Pacht
- Wie lange läuft der Nutzungsvertrag? Was war vor dem Garten auf der Fläche?
Unser Nutzungsvertrag läuft erstmal für zwei Jahre, aber das Bezirksamt und das QM haben ein sehr aufwendiges Ausschreibungsverfahren gestartet, um einen geeigneten Träger zu finden, der ein Betreiber- und Nutzungskonzept für die Zeit nach Verstetigung des QM entwickelt. Dafür haben wir den Zuschlag bekommen, nicht für die inhaltliche Durchführung von Projekten. Ich beantrage z. B. auch Mittel für ein Projekt zur gesunden Ernährung. Nach den zwei Jahren machen wir entweder weiter oder eine neue Struktur (Verein) übernimmt das Ganze, das wird sich finden. Auf jeden Fall hat der Bezirk ein außerordentliches Interesse an dem Garten.
- Wie viele Leute sind in dem Garten aktiv?
50 Beetnutzer*innen, Schulklassen (Schulprojekt mit 170 Kindern im Juni 2020 geplant), Besucher an Festen: 150-200, ca. 5-8 Feste pro Jahr durch geführt vom Träger des Gartens, vom DRK oder BENN/QM
- Wenn es bisher ein QM-Projekt war: wie ist der Garten organisiert? Was an Verantwortung/Aufgaben liegen bei den Gärtner*innen?
Bisher war der Garten eine Art Service-Gesellschaft, das war sicher auch ein Grund für den Trägerwechsel. Wir möchten gerne die Gärtner*innen viel stärker einbinden und aktivieren, dass sie sich mit eigenen Ideen einbringen. Daher wird es ab 16.4. einen wöchentlichen Gartennachmittag zum gemeinschaftlichen Gärtnern geben, im Laufe der nächsten Monate wird ein Gartenrat einberufen, mit dem wir in einem anderen Garten gute Erfahrungen gemacht haben. Der Gartenrat setzt sich aus Beetnutzerinnen, im Garten tätigen Teammitgliedern, Ehrenamtlichen ohne Beet zusammen und sammelt die Anliegen, die dann an uns weitergetragen werden.
- Über welchen „Topf“ wirst du bezahlt? Und wie lange und wie intensiv kannst du den Garten begleiten?
Für das Projekt stehen Restmittel aus dem Programm Soziale Stadt zur Verfügung, aus denen ich und in geringem Umfang Honorarkräfte (Evaluierung, spezielle Thematische Workshops) bezahlt werden, weiterhin Betriebskosten, Veranstaltungskosten, Öffentlichkeitsarbeit.
Ich werde versuchen, den Gartentag selbst durchzuführen und moderiere die Sitzungen des Gartenrates. Außerdem bin ich für das Gesamtkonzept verantwortlich (Themensetzung, neue Nutzergruppen erschließen, Netzwerkarbeit, Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit, Teamaufbau, Admin, Steuerungsrunde, Betreuung der Nutzer*innen bist der Gartenrat seine Rolle gefunden hat). Die Bewirtschaftung und Pflege des Gartens werden zukünftig die Gärtnerinnen mit übernehmen. Weiterhin habe ich gerade einen Bufdi eingestellt.
- Was passiert in dem Lehmhaus und wie ist es ausgestattet? Trefft ihr euch da bei Regen z.B.
Das Lehmhaus ist voll ausgestattet und eignet sich als Seminarraum für kleine Veranstaltungen (Konzerte, Lesungen, Kreativwerkstätten, Workshops), bis 20 Personen, eine Küche ist angeschlossen (keine Gastroküche), es gibt dort auch eine kleine Bibliothek. Und ja, wir treffen uns dort auch bei Regen oder nächste Woche zur Begrüßung der Beetnutzer*innen am Suppentopf. Sie sind schon sehr gespannt wer der neue Träger ist 😉
- Wenn ich es richtig verstanden habe, dann beantragst du Geld für den Tagesworkshop Anfang April. Warum können da nur 4-5 Personen dran teilnehmen? Das erscheint mir sehr wenig. Wie können denn andere auch dabei sein/teilnehmen?
Die 4-5 Leute sind gewissermaßen Multiplikatoren, die Zahl hat LehmWerk vorgeschlagen, da direkt am Bau gearbeitet wird, und nicht alle gleichzeitig Hand anlegen können. Der Workshop ist eingebettet in eine kleine Reihe, zum Ausflug kommen mehr Leute mit, und die Teilnehmer*innen bei den anderen Veranstaltungen sind nicht notwendigerweise die des Workshops. Insgesamt sollen möglichst viele Leute teilnehmen.
- Könntet ihr Mauerwerkzeug und Malerwerkzeug ausleihen? Oder was würde nach dem Workshop damit passieren? Wofür wäre es noch und oft nutzbar?
Die vertraglich festgelegte Aufgabe ist es, das Lehmhaus instand zu halten und regelmäßig zu warten. Da dort auch Wespen und Vögel ein- und ausziehen, ist regelmäßig etwas zu tun. Das Material lebt. Ausserdem wurden schon Stimmen nach einem Lehmofen laut. Ich würde auch Lehmkunst sehr attraktiv finden, es muss aber gewollt sein. D.h. wir werden regelmäßig Werkzug brauchen (mehr …)
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Utopiastadt: bei Afritopia geht es auch ums Gärtnern in der Stadt
(alerts)
Afritopia – Global Food Lab
30.08. bis 01.09.2019 – Gepa und Utopiastadt Wuppertal

Ihr habt Lust mehr zu aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen in der afrikanischen Landwirtschaft zu erfahren? Ihr möchtet Auswirkungen unseres Konsums, die Rolle von Agrarmultis und unserer Politik auf Ernährung in afrikanischen Staaten kritisch diskutieren?
Ihr möchtet Alternativen einer nachhaltigen Landwirtschaft und politische Handlungsmöglichkeiten kennenlernen? Ihr interessiert euch für regionale Ernährung, Urban Gardening und Co. und möchtet euren Blick über den Tellerrand in die Welt hinaus lenken? Dann seid ihr genau richtig beim Afritopia – Global Food Lab in Utopiastadt!
Workshops, Diskussionen und Infostände widmen sich Herausforderungen wie Landraub, Fischerei, Auswirkungen des Klimawandels oder Pestizidexporten, aber auch den nachhaltigen Alternativen, die es hier und in Ländern Afrikas gibt.Für die Sinne gibt es Musik, kreative Aktionen und am Samstag ein Essensangebot. Am Sonntag wollen wir gemeinsam mit allen Brunchen – mit selbstgemachten Speisen, die jede*r mitbringt, für das gemeinsame Buffet. (mehr …)
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Stadtoase Bad Säckingen: Lehmstrohhaus wird gebaut
(ANtrag/ANtworten)
Unser Projekt, ein 3000 m2 grosses Grundstück für einen öffentlichen Gemeinschaftsgarten anzulegen, der auch als Bildungsgarten für und mit Schulen und Kindergärten dient, geht ins 3. Bestehungsjahr. Die Anstiftung hat dazu bereits einmal Fördermittel bereitgestellt. Wir haben mittlerweile ein Bildungsprogramm entwickelt „gesunde Lebensmittel in der Stadt“, welches von unseren kleinen GärtnerInnen begeistert aufgenommen wurde.
Unser Verein leistet einen wertvollen Beitrag zu den Themen Bürgerbeteiligung, gemeinsames Gestalten der Stadt durch die Einwohner und das Fördern eines Generationen- und kulturübergreifenden Miteinander. Das Projekt fördert die Stadtökologie und schafft Orte der Nachhaltigkeitsbildung. Durch Infostände am Wochenmarkt binden wir die lokale Bevölkerung in den Gestaltungsprozess mit ein.
Nun möchten wir unser nächstes Projekt angehen:
Bau einer Stroh-Lehm Hütte auf dem Areal des Gemeinschaftsgartens Stadtoasen Bad Säckingen e.V.
Die Hütte wird aus organischen Materialien gebaut (Stroh, Lehm, Holz). Wir benötigen die Hütte für Gemeinschaftsanlässe und zur Abhaltung von öffentlichen Kursen und Workshops für Kinder/Jugendliche und Erwachsene (Permakulturkurse z.B.) Weiters planen wir den Aufbau und das Aufbewahren einer eigenen Samenbank mit alten Sorten.
Die Workshops und Veranstaltungen werden auf unserer Homepage und mittels Flyer und Plakaten in der Stadt angekündigt. In den vergangenen zwei Jahren haben wir diverse Workshops bereits im Freien durchgeführt (Die Reise in die Vesperbox. Ökologische Bewirtschaftung eines Hochbeetes).
Zum Teil wird uns das Holz vom Stadtforst gespendet. Auf dem Dach der Hütte soll dann eine PV-Anlage errichtet werden, wofür wir bereits einen Spender gewinnen konnten.
Für die professionelle Durchführung konnten wir einen erfahrenen Architekten und einen Schreinermeister gewinnen, deren Beratung durch einen Beratungsgutschein der Allianz für Beteiligungen honoriert werden sollen. Die Bauarbeiten sollen von unseren Mitgliedern unter der Anleitung der beiden Profis durchgeführt werden. Dazu wurde ein Bauteam gegründet.
Im September 2017 bestand die Gartengruppe ja aus 35 Leuten und 60 Menschen waren Vereinsmitglieder. Wie ist denn Stand der Dinge derzeit? Wir haben bis jetzt 79 Mitglieder.
Wie viele Leute sind aktiv mit im Garten dabei und wie setzt sich diese Gruppe zusammen? Die aktive Gruppe, welche gärtnert, ist ein bisschen geschrumpft. Einerseits, da einige weggezogen sind, andererseits da die meisten Flüchtlinge nun vom Flüchtlingsheim in Bad Säckingen in Wohnungen in der ganzen Region verteilt wurden. Zusätzlich zur aktiven Gruppe haben wir nun eine Baugruppe gebildet, welche aus 6 Mitgliedern besteht. Die Baugruppe hat die Errichtung des Lehmofens, der ökologischen Toilette, des Bienenhotels übernommen und wird auch beim Bau der Strohlehmhütte tätig sein.
Hat sich bei der Kernorga-Gruppe etwas verändert? Sind Leute aus der Gartengruppe mit eingestiegen? Ja, seit der letzten Hauptversammlung am 1.3.2019 hat der Vorstand Zuwachs durch 3 Beisitzer bekommen. Der Vorstand ist gleichgeblieben. Durch die 3 Beisitzer können wir die Aufgaben und Verantwortungen ein bisschen besser verteilen.
Sind noch Geflüchtete mit im Projekt dabei und ggf. noch mehr geflüchtete Menschen dazu gekommen? Wir haben derzeit nur mehr 2 Flüchtlinge dabei, eben aus dem Grund, da alle anderen bereits auf Wohnungen im Grossraum Hochrhein verteilt wurden.
Wie viele Beete gibt es inzwischen und wie groß ist der Anteil der Beete/gärtnerischen Nutzung an der Gesamtfläche? Es gibt einerseits die Hochbeete (5) und dann die Erdbeete (ich würde Ihnen das gerne auf einem Foto zeigen, den zählen lässt sich das schlecht) Der Anteil der Beete/gärtnerische Nutzung beträgt 50 % der Gesamtfläche.
Hat es sich für die Gruppe bewährt, alles gemeinschaftlich zu machen oder gibt es inzwischen auch individuelle Beete oder Mischformen? Nein, es wird weiterhin alles gemeinschaftlich bepflanzt, außer 2 niedrige Hochbeete, welche von dem Kindergarten der Arbeiterwohlfahrt betreut werden.
Wie beteiligen sich Schulen und Kindergärten an den Kosten des Gartenprojekts? Die Kindergartenkinder bepflanzen und betreuen ihre beiden Hochbeete. Die Anton-Graber Schule wird in nächster Zeit ihr eigenes Hochbeet bauen und bewirtschaften. Weiters finden Veranstaltungen im Garten statt, wie z.B. „Die Reise in die Vesperbox“. Kosten entstehen dabei keine, ausser eventuelle Setzlinge oder Samenkäufe durch die Schulen und Kindergärten.
Handelt es sich bei der Strohlehmhütte um das Vorhaben, das Sie im Antrag von 2017 mit erwähnt haben? Das wollte der Verein ja ursprünglich 2018 realisieren, was hat denn zur Änderung der Planungen geführt? Ja, es handelt sich um das selbe Vorhaben. Wir konnten es aus Geldmangel 2018 nicht realisieren. Ausserdem hatten wir andere Projekte vorgezogen, wie den Lehmofen, die Toilette, Bienenhotel, Bienenstock.
Bitte skizieren Sie mir in etwa wie viele Kurse es geben soll, ob diese kostenfrei für die Zielgruppen sind und wie der Anteil an speziellen Angeboten für Kinder und Jugendlichen dabei liegt. Es gab und wird geben bis zu 10 Kurse im Jahr, woran etwa 50 Kinder teilgenommen hatten und teilnehmen werden. Diese Kurse sind kostenfrei für die Zielgruppen. Brauchen Sie eine genaue Aufstellung der Kurse? Es sind aber auch Workshops für Erwachsene angeboten worden und werden auch in Zukunft angeboten. Diese Workshops sind für Mitglieder gratis und für Nichtmitglieder stellen wir eine Spendenbox auf.
Soll die Samendatenbank in das Strohballenhaus einziehen? Ja, wir brauchen die Hütte auch zur Aufbewahrung der Samen.
Dann interessiert mich noch, woher die Strohballen und der Lehm kommen werden und wie viele Strohballen und auch wie viel Lehm gebraucht werden. Den Landwirt hatten Sie wahrscheinlich schon gefragt, ob er die Ballen spenden würde? Die Strohballen kommen von Markus Fliegauf Strohballen in Bad Krotzingen (100 Stk. Kleinballen). Der Lehm wird voraussichtlich einem regionalen Lehmhersteller in der Nähe von Schopfheim geliefert (3 ½ m3). Wir werden sicher fragen, ob beide einen Teil für eine gemeinnützige Sache spenden wollen. Wir können ja auch Spendenbestätigungen ausstellen. Dann brauchen wir noch 15 m3 Kies in unterschiedlicher Grösse für Fundament und Boden und Sand. Letzteres werden wir voraussichtlich gratis vom Stadtforst bekommen, wie schon die Holzbalken.
Wäre es denkbar, dass vom Bau des Hauses eine Bauanleitung erstellt wird, die wir dann hier hochladen können? https://anstiftung.de/urbane-gaerten/praxisseiten-urbane-gaerten/107-praxisblaetter/urbane-gaerten/102481:infrastrukturen-selberbauen. Ja, sehr gerne, wenn wir dann fertig sind und alles gelungen ist, machen wir das. Es wird auch ein Video gedreht.
Wie viele Menschen sind in der Baugruppe und wie lange würde der Bau dauern? Wir sind 6 Leute in der Baugruppe und es wird ca. 3 Monate dauern (witterungsabhängig). Jedoch wird die Zeit um die Lehmtrocknung um 2-3 Wochen verlängert.
Und was sind Beratungsgutscheine der Allianz für Beteiligungen?Für den Bau der Hütte brauchen wir einen Architekten und einen Schreiner vom Fach, die uns beraten. Für solche Experten fördert die Allianz für Beteiligungen Vereine oder Initiativen mit einem Beratungsgutschein für die eventuellen Honorare dieser Experten für ihre Beratungstätigkeit.
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„Junges Stadtgemüse“: Kinderangebot im Grünspitz
(Gu, alerts)
[…]
Die Faszination des Gärtnerns an Kinder und Familien weiterzugeben, das hat sich das Projekt »Junges Stadtgemüse« vom Verein SPIELkultur zur Aufgabe gemacht. Im Giesinger Gemeinschaftsgarten am Grünspitz öffnen sich jeden Sonntagnachmittag die Tore. Je nach Jahreszeit wird dann fleißig drauf los gegartelt. Mit Sonnenhüten und Gartenhandschuhen gewappnet gehen die kleinen und großen Gärtner ans Werk: Beete bauen, Samen aussäen, Pflänzchen vorziehen und einsetzen, Dünger herstellen, Vogelscheuchen basteln und natürlich gießen.»Toll, dass es sowas gibt!«, melden die Besucher oft zurück. Im schnöden Grau der Stadt ist der von Green City gegründete und von den »KulturVERSTRICKUNGEN« betreute Garten ein erfrischender Farbklecks, eine Oase zwischen Tegernseer Landstraße und Martin-Luther-Straße. »Den Kindern tut es wahnsinnig gut, hier ein Stück Natur zu erleben und ihr selbst gepflanztes und gehegtes Gemüse wachsen zu sehen«, erläutert Projektleiterin Kati Landsiedel. »Sonst glauben sie am Ende weiter, dass die Tomaten im Supermarkt einfach so entstehen!«
Neben den Gartenarbeiten gibt es auch viel Magisches in der Natur zu entdecken. Im Mai wurde etwa ein »Wurmbistro« gezimmert, hinter dessen Glasscheibe man »Kompostfernsehen« gucken kann – also wie aus Gartenabfällen wieder fruchtbare Erde wird. Im Juli waren die Bienen im Garten die Stars, die beim Nektarsammeln nicht nur die Gemüsepflanzen bestäuben, sondern daraus auch noch Honig machen.
Naturlich soll die viele Arbeit auch Früchte tragen. Bei den verbleibenden Terminen im Herbst wird geerntet und genossen, was bis dahin gewachsen ist. Ein Kartoffelfest steht am Sonntag, 16. September, an, dazu ein Kürbis- und ein Maistag mit Verkostungen und Bastelaktionen. Auch für die tierischen Mitbewohner der Stadt soll etwas dabei herausspringen. Lustige Vogelfutterkugeln sowie eine gemütliche Igelburg müssen noch her. Zum großen Abschluss werden dann Beerengrütze und Nussmus angerührt. Natürlich alles frisch und von Hand zubereitet – so schmeckt es am Besten!
Angefangen hat alles in Schwabing
Das Projekt »Junges Stadtgemüse« startete 2013, damals noch im Gemeinschaftsgarten »o‘pflanzt is!« in Schwabing. Der allerdings musste inzwischen der überall drohenden Bebauung weichen. Es ist nicht leicht, im engen München Freiräume wie urbane Gärten zu schaffen und zu erhalten. Das »Junge Stadtgemüse« zog dann kurzerhand an den Grünspitz um. »Ich bin froh, dass wir hier weitermachen können«, freut sich Kati Landsiedel. »Die Bildung für die Gärtner von morgen muss ja weitergehen!«
Auch der Grünspitz ist allerdings nur als »Zwischennutzung« in Giesing zu Gast. Den Traum, dauerhaft zu bleiben, versuchen die aktiven Gartler durch unermüdliches Engagement zu erreichen. »Wenn sich der Garten als grün-bunte Oase in der Stadt so etabliert, dass er aus dem Viertel nicht mehr wegzudenken ist, können wir vielleicht bleiben«, hofft Landsiedel. Die bunten Beete des Jungen Stadtgemüses versuchen, ihren Teil dazu beizutragen.
Das Programm findet noch vom 16. September bis 8. Oktober sonntags von 14 bis 18 Uhr statt. Dank einer Förderung des Stadtjugendamtes sind die Nachmittage für die Besucher kostenlos.
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Neutopia Halle will Strukturen verstetigen
(Gu aus Antrag)
Die Trefen auf der Grünfäche nden jeden Freitag statt, sie sind ofen für
alle Garteninteressierten sowie für eigene Ideen- und Gestaltungswünsche.
Die Grünfäche soll auch in diesem Jahr 2018 mit Pfanzen und noch mehr Menschen
belebt werden. Vor allem steht in diesem Jahr das Ziel im Vordergrund, geschafene
Strukturen zu verstetigen und die Gemeinschaft von Gärtner*innen aus der
Nachbarschaft zu festigen.
Maßnahmen
In Zusammenwirkung mit dem freien Jugendhilfeträger congrav new sports e.V., dem
Bürgerverein Halle-Neustadt e.V. und dem Sozialpädagogischen Institut werden die
Zielgruppen erreicht und die Pacht der Fläche für fünf Jahre ermöglicht. Die langfristige Einbindung der Nachbarschaft soll durch die Vergabe von
„Patenschaften“ für ein oder mehrere Beete gelingen. Diese Beete werden von den
Paten selbst verwaltet, bepfanzt, gepfegt und abgeerntet und, falls essbar, verspeist.
Weiterhin wird es Gemeinschaftsbeete geben und Gemeinschaftsfächen, die bei den
Gruppentrefen freitags in gemeinsamen Pfanz- und Bauaktionen gestaltet und
gepfegt werden. Weitere Erläuterungen dazu anbei in dem Dokument „Antworten und
Fragen zum Neutopia-Garten“. Die „Beetpatenschaften“ und die gemeinschaftlichen
Bau- und Pfanzaktionen bei den Gruppentrefen freitags werden vom
GartenWerkStadt e.V. mit Kristin Wicklein als Ansprechpartnerin koordiniert.
Angeleitete Bauaktionen mit Einladung von externen Expert*innen
– Bau einer Dach- bzw. Sonnensegelkonstruktion und eines Strandkorbs aus Paletten in
Unterstützung von der ehrenamtlichen Initiative „Modellbau verbindet“ aus Halle
– Bau von Insektenhotel für Marienkäfer, Hummeln, Schmetterlinge und
Glühwürmchen (Zielgruppe Grundschulkinder)
– Anlegen von Themen- und Gemeinschaftsbeeten (z.B. Drei-Schwestern-Beet: Mais,
Kürbis, Bohne; Kräuterschnecke; Flächen-Bufet la Weltacker „Schnitzel mit Pommes“
mit 2,19m² Fläche/Portion, Gemüseeintopf“ 0,77m² Fläche/Portion etc.)
– Anlegen barrierefreier Wege
Öff entlichkeitwiirkwame eeranwtaltungen
– Begrüßung und „Taufe“ des „Neutopia“-Bienenvolkes, öfentliches Schauimkern und
Schauschleudern mit Honigverkostung mit Kleinfolgenreich e.V.
– „Kompost – wie gewinnen wir Gold für unseren Garten?“ – Workshop zum
Kompostieren
– 2 Radtouren zu anderen Stadtgärten im Rahmen der „Fête de la musique“ und des
Festivals „All you can paint“ – auch im Sinne „all you can PLANT“
– Sommerfest mit Samentauschbörse und Picknick
– Groß-Arbeitseinsatz (z.B. Frühjahrsblüher stecken) am Freiwilligentag in Halle
– Erntefest mit gemeinsamer Kochaktion im Rahmen der interkulturellen Woche (mehr …) -
Pallasgärten: Vernetzung durch KonTiKi
(Gu, aus Sachbericht)
Der u.a. von uns finanzierte Kontiki für die Pallasgärten bringt Leute zusammen.
Am 15.07.2017 fand schließlich die feierliche Einweihung des Kon-Tikis als Programmpunkt
des jährlichen Sommerfestes (schöne(w)ort_tage) der Pallasgärten statt. Neugierig
bestaunten die BesucherInnen des Festes den Holzkohlemeiler und diskutierten lebhaft über
die richtige Nutzung des Geräts.Hier findet sich ein Bericht der Bloggerin, Initiatiorin und Vorsitzenden der
Interessengemeinschaft Potsdamer Straße und Initiatiorin des Projekts “Die Potsdamer
Straße wird grün” Regine Wosnitza:
http://potseblog.de/2017/07/16/kon-tiki-pallas-lilli-flora-terra-petra/
Der Kon-Tiki-Meiler befindet sich derzeit im Gartenhaus des Gemeinschaftsgartens und
steht den Berliner Gemeinschaftsgärten zur freien Nutzung zur Verfügung. 2018 sind u.a.
eine Kooperation mit einer Gartenkolonie am Priesterweg angedacht. Die GärtnerInnen
dieser Kolonie sollen im Herbst/Frühling ihren (getrockneten) Baumschnitt zur gemeinsamen
Herstellung von Pflanzenkohle in die Pallasgärten bringen und mehr über den Einsatz von
Biokohle lernen. Die gewonnene Kohle soll zwischen Pallasgärten und den GärtnerInnen der
Kolonie geteilt werden. Weiterhin soll das Wissen über Biokohle und Terra Preta zunehmend
unter den Berliner Gemeinschaftsgärten verbreitet werden. Im Rahmen des gerade
entstehenden lokalen Netzwerks von Pallasgärten e.V., Wachsenlassen e.V. und den
Rosenduftgärten im Gleisdreieckpark werden wir im Januar/Februar einen Vortrag zu
Kon-Tiki, Pflanzenkohle und Terra Preta in der Grünen Bibliothek bei Wachsenlassen halten.
Daran anschließen sollen sich im Frühjahr Praxisworskhops unter Einsatz des Kon Tiki.
Beim Urban Gardening Summer Camp in Stuttgart wurde auch der Vorstand des
Allmendekontors auf das Kon Tiki aufmerksam und auch hier wurde eine Zusammenarbeit
geplant.
Ein weiteres Ziel ist die verstärkte Erschließung und Verwertung von Biomasse (die sonst im
Abfall landen würde) zu Terra Preta; hierzu möchten wir Kooperationen z.B. mit
(Bio)-Märkten, -Cafés schließen (mehr …) -
Lastenrad für mehrere Träger und Projekte in Hamburg
(Gu aus Antworten)
Ihr schreibt:
Wer baut das Rad konkret?
Ein Mitstreiter aus dem FuhlsGarden Barmbek (Peter Grauvogel)
Ein Mitstreiter der neuen RepairCafe-Initiative Barmbek, die inzwischen ein
e.V. ist und aktuell Räume sucht (N.N.; vermutlich Francois Entringer, den ihr
vom Workshop in der Motte kennt, oder Ole Burmester)
Jochen Blauel (Netzwerk- und Gemeinwesenarbeiter, Kinderwelt Hamburg
e.V)
Natürlich unter Anleitung von Till Wolfer, XYZ
Hat der Gemeinschaftsgarten FuhlsGarden echten Bedarf?
Ja, der Garten liegt in einem Grünzug und kann nicht mit Auto erreicht werden
(Besorgungen/ Einkäufe Material; ggfs. Schutt/ Müll abfahren)
Für Aktionen wie Feste, Ernte-/ Gartentage/ Teilnahme an den diversen
Stadtteilveranstaltungen mit Info- und Mitmachständen
Zur Nutzung der geplanten mobilen Küche (Warme Getränke/ Ernte
gemeinsam kochen)
Zur Teilnahme an und Beitrag Netzwerkveranstaltungen des bestehenden
Hamburger Garten-Netzwerks (Saatgutbörsen/ Aktionstage/ Infostände)
Zur angestrebten Mobilität im Stadtteil (Werkzeug-Ausleihe/ Kontakt andere
Projekte)
Gibt es irgendwo Informationen zu Lokis Blumenwiese?
Nein, da sind wir noch am Anfang. Aber es besteht eine konkrete Kooperation
mit einem angrenzenden Kleingartenverein und es hat bereits zahlreiche
Gespräche und Unterstützungszusagen gegeben: Bezirk Hamburg Nord,
Schulen aus dem Umfeld, Stadtteilgremien Barmbek Nord (Stadtteilrat und
Ratschlag Barmbek)
Das Projekt entsteht unweit vom FuhlsGarden, und wir hoffen die Projekte –
auch über die Nutzung des Lastenrads – miteinander verknüpfen zu können
Dem geplanten Repaircafé?
Das ist die Weiterentwicklung der „WelcomeWerkstatt Barmbek“, die Francois
Entringer ins Leben gerufen hat, den ihr über einen Workshop in der Motte
auch schon einmal kennengelernt habt: https://www.welcome-
werkstatt.de/satzung/ ; aktuell sucht der Verein mit Unterstützung
verschiedener Stadtteilgremien nach einer neuen dauerhaften Bleibe in
Barmbek Nord oder nächster Umgebung
Gibt es sowas wie Interessenbekundungen o.ä. zum Bedarf in Sachen Co-
Nutzung eines solchen Lastenrades?
Ich habe die Projektidee in mehreren Stadtteilgremien vorgestellt und bin
durchweg auf großes Interesse an einer Mitnutzung gestoßen; hieraus ist
maßgeblich die Idee der verschiedenen Module entstanden, die den
möglichen unterschiedlichen Nutzungen Rechnung trägt: Kochen/ Info/
Transport/ Garten/ Werken etc.
U.a. sind dies: Stadtteilrat Barmbek Nord, Ratschlag Barmbek, AK Barmbek
für Kinder- und Jugendfragen, Sanierungsbeirat, Welcome Werkstatt,
Netzwerk Solidarisches Gemüse
Beantragt der Garten das deshalb nicht selber bei uns, da er nicht als
gemeinnützige Körperschaft organisiert ist?
Einerseits ja, der Garten hat keine Körperschaft
Andererseits besteht die Kooperation mit Kinderwelt Hamburg e.V. als
gemeinnützigem Träger von Beginn an und der Träger stellt dem Garten die
Flächen zur Nutzung zur Verfügung. Aus seiner Entstehungsgeschichte als
gemeinwesenorientierter Stadtteilakteur beschäftigt Kinderwelt Hamburg e.V
auch z.B. mich selbst, um solche Projekte zu unterstützen und begleiten, bzw.
mit bestehenden Strukturen vor Ort in Verbindung zu bringen.
Wir glauben, dass es die Initiativen entlastet, wenn sich Kinderwelt Hamburg
e.V. vorrangig um die Vergabe und Instandhaltung des Lastenrades kümmert;
sobald oder wenn hier Strukturen entstehen, die dies verlässlich möglich
machen (z.B. Repair Café in neuen Räumlichkeiten), kann dies auch
übergeben werden
M.a.W. klingt das bisher sehr KiTa-lastig, was nicht unser Arbeitsgebiet ist.
Kannst du mir da etwas genauere Info geben?
Ja, die Nutzung durch Kitas kann und soll ein Nutzungsaspekt sein, damit das
Fahrrad auch gut ausgelastet wird; Hintergrund ist hier aber vor allem, dass
die (Stadt-)Kinder raus kommen, in die Natur, in den Stadtteil, in den
Gemeinschaftsgarten – und somit keine ausschließlich „nach innen“ gerichtete
Nutzung
Wir stellen uns das Lastenrad eher als eine Sichtbarmachung und Bestandteil
der „Bildungslandschaft Stadtteil“ vor: hier kann Beteiligung, gemeinsame
Verantwortung aber auch die praktische Umsetzung von BNE-Bildung für
nachhaltige Entwicklung gezeigt und umgesetzt werden (mehr …) -
Garten für Alle in Friedland – Bericht von Shimeles
(Info von Shimeles)
„Friedland Garten“-Garten für Alle
I. Hintergrundinformation
Das Grundstück wo der „Garten für Alle“, liegt am Ortseingang/Ausgang. Der Aufnahmelager ist direkt gegenüber. Ein kleiner Bach trennt die beiden. Die Verpächter, ein älteres paar, hatte das Grundstück als Gemüse und Obstgarten bewirtschaftet. Sie hatten die Produkte auf dem Wochenmarkt verkauft. Es gab sogar Zeiten wo sie das Flüchtlingslager mit Gemüse belieferten!
Jetzt können sie die Fläche aus alters Gründen nicht mehr bewirtschaften.
Die beiden Ältere paare waren selbst von der Idee eines gemeinschaftsgarten angetan. ich war beim Gespräch zu Flächen Verpachtung dabei, so könnte ich die beiden älteren Verpächter kennenlernen.
Vor zwei Jahren war ich als Referent bei der LEB eingeladen um die Gärten vorzustellen. Eigentlich die Idee einen Garten in Friedland aufzubauen ist sehr alt, aber die Finanzierung und die Trägerschaftsfrage klappte nicht. Die Internationalen Gärten wurden angefragt ob sie die Trägerschaft für den“ Friedland Garten“ übernehmen können. Der Vorstand der Internationalen Gärten hat aus kapazitätsgründen sich dagegen ausgesprochen. Die ländliche Erwachsenenbildung übernahm die Trägerschaft. Das Projekt wird mit Mitteln des EU-Programms LEADER, der Gemeinde Friedland und des Caritasverbands für die Diözese Hildesheim e.V. gefördert.
II. Veranstaltung am 25.August
An dem Tag hatte ich small talk mit dem Träger des Projektes, die Ländliche Erwachsenenbildung NDs gehabt, an sonst waren einige Kommunalpolitik erIn.
Was gut sichtbar war wie gut der Garten in dem ländlichen Raum(Landkreis Göttingen) gut vernetzt ist! Es gab verschiedene Unterstützer und Mitmacher(Feuerwehr, Schulen, Friedlands Museum, Jugendaktiongruppen. Viele der Gäste kamen mit Geschenken bepackt!!!
Hier sind einige Geschenke
1. Bauwagen
Geschenkt v. „Jugendraum Groß Lengden“
2. Bänke und Stuhle: Ein Schreiner aus Ludolfs hausen mit SCI-Freiwilligen für den Garten zusammen getischlert hatte
3. Kulturstuhl spende v. Frau Samah Al Jundi-Pfaff vom Museum Friedland (der Stühl wurde auf World Refugee Day gestaltet)
Leider haben die Internationalen Gärten kein Geschenk mitgebracht!!
4. Gäste: es waren Viele Menschen aus dem Nachbarn Ortschaften und Dörfern gekommen, auch viele geflüchtete aus dem benachbarten Lager. Es gab Kinder singgruppe, Boat-People Theatergruppe, Museum in Friedland, etc…
Die Übersetzung in Arabisch, persisch, … hat ein Man und Frau Samah Al Jundi-Pfaff aus dem Friedland Museum gemacht. War perfekt!
Bericht /Shimeles/082017
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Gemüsebbete am Essener Rathaus
(gu, alerts)
Städtische Mitarbeiter haben Hochbeete auf dem Tiefgaragen-Dach bepflanzt.Das Pilot-Projekt soll Bewusstsein für gesunde Ernährung schärfen. Einen eigenen Garten besitzt Cathrin Lehmann nicht. „Nur einen Balkon, aber darauf wächst nichts.“ Umso erfreuter war die städtische Angestellte, als sie hörte, dass ihr Arbeitgeber ihr nun die Gelegenheit gibt, eigene Hochbeete zu bepflanzen. Bald kann sie zusammen mit 14 Kollegen Kohlrabi, Radieschen und Salate ernten, die seit Juli in Hochbeeten auf dem Tiefgaragendach des Essener Rathauses wachsen.Jeweils ein Quadratmeter groß ist die Fläche der 30 Hochbeete, die die Stadt ihren Mitarbeitern, die sich für das Projekt bewerben konnten, zur Verfügung gestellt hat, jeder kann zwei davon beackern. Die Mini-Bio-Gemüsegärten sind Teil eines Pilot-Präventionsprogramms, das die Stadt Essen im Grünen-Hauptstadt-Jahr zusammen mit der Barmer Krankenkasse und dem jungen Essener Start-Up-Unternehmen „Ackerhelden“ initiiert hat.[…]
https://www.nrz.de/staedte/essen/essen-hat-das-erste-rathaus-mit-eigenem-gemuesegarten-id211738965.html (mehr …)
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Düsselgrün und Initiative Mehrwert richten erstes lokales NWT für Gärten in Düsseldorf aus
(Gu, RSS)
18.09.17
In vielen anderen Städten gibt es bereits Garten-Netzwerke – in Düsseldorf noch nicht. Darum wollen wir zu einem ersten Treffen einladen, uns austauschen und herausfinden, wo es Bedarf an weiterer Vernetzung und Unterstützung gibt. Durch eine Vernetzung verschiedener Initiativen, die es in Düsseldorf gibt, könnten Erfahrungen und Ressourchen gebündelt werden.
Beispiele für Vernetzung aus anderen Städten sind z.B. das gemeinsame Bildungsprogramm Seitentriebe aus Dresden oder in unserer Nachbarschaft Wuppertals Urbane Gärten sowie die Gemeinschaftsgärten Köln.
Solche bereits bestehenden Garten-Netzwerke führen beispielsweise gemeinsam Workshops durch, sind Mitglied in einer Gärtnereigenossenschaft und erhalten so günstigere Einkaufsbedingungen, betreiben zusammen Öffentlichkeitsarbeit, bewerben sich um Fördertöpfe, betreiben gemeinsam politische Lobbyarbeit – oder feiern auch einfach mal zusammen ein Fest.
Das erste Vernetzungstreffen „Gemeinsam Gärtnern in Düsseldorf“ soll dazu dienen, interessierte Akteure aus dem Düsseldorfer Urban-Gardening-Bereich „an einen Tisch“ zu holen, um sich darüber auszutauschen, welche Erwartungen und Vorstellungen es in Bezug auf ein Düsseldorfer Garten-Netzwerk gibt.und außerdem kooperiert Düsselgrün mit der Zentralbibliothek Düsseldorf, die im August erstmals mit ihrem Willkommen-Café düsselgrün besucht hat.
Bei einem gemeinsamen Mitbring-Picknick trafen sich über dreißig Menschen unterschiedlichster Herkunft zum gegenseitigen Austausch, Kennenlernen und Geschichten Erzählen in unserem Gemeinschaftsgarten und bekamen eine kurze Gartenführung mit Blick in die Bienenbox (mehr …) -
Stadtverwaltung Jena übergibt Lastenradanhänger an die Gartenprojekte
(Gu, alerts)
Lange haben die Jenaer Urban-Gardening-Initiativen sich einen Lasten-Fahrradanhänger gewünscht.
Jetzt ist er da: Heute haben ihnen Umweltministerin Anja Siegesmund und Denis Peisker, Dezernent für Umwelt und Stadtentwicklung der Stadt Jena, das Anhänger-Modell Carla-Cargo übergebenhttp://www.focus.de/regional/jena/jena-stadtverwaltung-jena-lasten-fahrradanhaenger-an-gaertner-initiativen-uebergeben_id_7419871.html
Die Jenaer Urban-Gardening-Initiativen haben ein Lastenanhänger erhalten. Zu ihnen gehören die „Essbare Stadt“, das Repariercafé, das Paradieschen (Wurzelwerke), Foodsharing, das Umweltreferat der Universität Jena, der Stadtteilgarten Winzerla, der Abenteuerspielplatz, das Jeninchen und die Offenen Gärten Jena. Die Gesamtkosten für den Anhänger belaufen sich auf 5700 Euro. Davon hat das Dezernat für Umwelt und Stadtentwicklung der Stadt Jena 1850 Euro übernommen. Der restliche Betrag wurde durch Lottomittel des Landes Thüringens und durch Spenden finanziert. Zudem stellt die Stadt Jena den Abstellraum an der Alten Feuerwache zum Unterstellen des Anhängers zur Verfügung.
Der Anhänger, der mit bis zu 150 Kilogramm beladen werden kann, könne auch an externe Nutzer verliehen werden. Die Modalitäten dafür müssten noch geklärt werden, teilt die Stadt mit. Primär solle die nachhaltige Anschaffung aber den Initiativen zugute kommen.
http://jena.otz.de/web/jena/startseite/detail/-/specific/Initiativen-erhalten-einen-Anhaenger-1611390208 (mehr …)
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Neutopia: noch ein Gemeinschaftsgarten in Halle
(Gu aus Antrag und Antworten)
In Halle Neustadt entsteht auf der Brache einer ehemaligen Schule der Gemeinchaftsgarten NeutopiaDie Fläche zum Gärtnern ist ca. 800qm groß. Sie ist offen zugänglich. Es gibt kein Tor oder Tür, sondern Lücken zwischen dem Weidenzaun und der Benjeshecke, damit es für jedeN offen zugänglcih ist und zum mitmachen einlädt. Der Zaun/die Hecke sind optische Markierung der Pachtfläche, damit für alle ersichtlich ist, wo gepflanzt werden kann. Die Pachtfläche ist nur ein kleiner Teil der gesamten Brachfläche der Stadt Halle, daher ist eine Abgrenzung nötig.
– wie sieht die Nutzungsvereinbarung mit der Stadt aus? Gibt es eine Befristung? Auf was beziehen sich die fünf Jahre? Müssen Sie Pacht zahlen und wie hoch ist die Pacht?
Congrav e.V. ist Pächter der gesamten Fläche (Turnhalle inkl. Freifläche). Die Fläche selbst wird zunächst als Zwischennutzungsfläche von der Stadt Halle (Saale) zur Verfügung gestellt bis 31.12.2021. Der Halle-Neustadt-Verein ist „Unterpächter“ von Congrav. Hierzu gibt es bislang nur eine mündliche Nutzungsvereinbarung sowie zwischen dem Halle-Neustadt-Verein und dem GartenWerkStadt e.V.. Eine schriftliche wird derzeit erarbeitet. Ein symbolischer Pachtbetrag wird durch Congrav an die Stadt gezahlt, der Halle-Neustadt-Verein und die GartenWerkStadt e.V. zahlt nichts.
– wie groß ist die Gruppe, die das Gartenprojekt mit plant und gärtnern möchte und wie setzt sich diese Gruppe zusammen?
Derzeit sind es ca. 14 GartennutzerInnen. Darunter sind MitarbeiterInnen von SPI und Halle-Neustadt-Verein sowie PraktikantInnen und der GartenWerkStadt e.V., die die Aktivitäten im Garten koordinieren. Die anderen 8 GartennutzerInnen sind Hobby-BotanikerInnen und GarteneueinsteigerInnen (StudentInnen und Arbeitssuchende) und Anwohnende, darunter zwei Grundschulkinder, die seit dem Tag der offenen Tür mit Congrav (Eröffnung der Turnhalle) am 18.02.2017 dabei sind oder zu den gemeinschaftlichen Bau- und Pflanzaktionen am Freitag im letzten Monat dazugestoßen sind.
– wie viele Beete soll es geben und sind diese alle gemeinschaftlich oder soll es auch individuelle Beete geben? Können Interessierte anbauen, was sie wollen?
Derzeit gibt es 5 Gemeinschaftsbeete, 2 weitere sollen entstehen. Individuelle Beete kann es auch geben, wenn es gewünscht wird. In Gemeinschaftsbeeten wird das angebaut, was in der Gemeinschaft besprochen wird (Freitagsgruppe) und auf den individuellen Beete kann alles angebaut werden, was gewünscht ist – außer genverändertes Saatgut. Bäume und Sträucher müssen vorher abgesprochen werden.
– wer entscheidet (hat entschieden), was angebaut werden soll und dass es Themenbeete geben soll??
Das bisher Angepflanzte und Gesäte sind Schenkungen und Spenden anderer Gärten, von Privatpersonen oder von den GartennutzerInnen selbst, die beim Säen und Anpflanzen dabei sind und mitbestimmen, was wie viel wo in die Erde soll. Absprachen mit den 6 anderen GartennutzerInnen vom Halle-Neustadt-Verein und SPI-Ost erfolgen wöchentlich per E-Mail, Telefon oder am Freitag direkt auf der Fläche. Das Anlegen von Themenbeete oder andere vorbestimmte Vorhaben sind für das angeleitete Gärtnern mit Schulgruppen oder Workshops mit anderen Gruppen angedacht und erfolgen durch GartenWerkStadt e.V. oder MitarbeiterInnen vom Halle-Neustadt-Verein oder SPI-Ost. Information und Abstimmung mit anderen GartennutzerInnen erfolgen über die Treffen freitags.
– wie können die Interessierten sich einbringen? Können die GärtnerInnen auch außerhalb des Freitags auf die Fläche und gärtnern?
Es sind sowohl im Umfeld der Fläche als auch über diverse Netzwerke die Gartenöffnungszeiten und Ansprechpartner bekannt gemacht. Regelmäßige Pressemitteilungen/ Facebook-Nachrichten und Veranstaltungsaufrufe werden unterstützend genutzt, um die Kontaktdaten von Kristin Wicklein, GartenWerkStadt e.V. und Franziska Seidlitz, Halle-Neustadt e.V. wiederholend bekannt zu geben. Der Garten selbst ist frei zugänglich und ermöglicht so eine Auseinandersetzung mit der Freifläche. Durch die regelmäßigen Arbeitseinsätze und Veranstaltungen wird Aufmerksamkeit auf die Fläche gelenkt, sodass hier Raum für Ansprechmöglichkeiten gegeben wird. Zudem ist die Rollsporthalle an zwei Tagen in der Woche geöffnet, sodass hier Publikumsverkehr die Wahrnehmung der Öffentlichkeitsarbeit (Plakat/Aushang) erhöht.
– wie werden die Geräte untergebracht und wie sind diese dann zugänglich für die GärtnerInnen?
Die Geräte sind in der Turnhalle untergebracht. Der Schlüssel ist beim Halle-Neustadt-Verein und im Sekretariat der SPI-Ost im Familienzentrum Pusteblume, An der Saaleaue 51 a, schräg gegenüber der Fläche hinterlegt , Montag bis Freitag 8-16Uhr offen.
– wo kommt das Wasser her?
Es gibt Regentonnen und in der Turnhalle ist ein Wasseranschluss.
– wie und von wem werden Entscheidungen getroffen und wie läuft die Kommunikation/Information?
Strategische Entscheidungen werden vom Halle-Neustadt-Verein, Franziska Seidlitz, der SPI-Ost, Johanna Ludwig und dem GartenWerkStadt e.V., Kristin Wicklein (z.B. Budgetierung, Veranstaltungsorganisation) unter Einbezg aller GartennutzerInnen und operative Entscheidungen werden direkt vor Ort von allen GartennutzerInnen getroffen (z.B. was wird wo gepflanzt, . Die Absprahcen und Abstimmung
– wann und wo haben sie die Projektidee bei der Nachbarschaft schon vorgestellt?
Auftaktveranstaltung auf der Fläche war am und wurde mit vorherigem Briefkasteneinwurf beworben. Es haben direkte AnwohnerInnen teilgenommen und der Jugendclub „Dornröschen“ aus dem Stadtviertel sowie Sozialarbeiter von anderen Familienzentren und Jugendclubs. Derzeit läuft eine Umfrage zum Gartenprojekt durch StudentInnen in der Nachbarschaft. Aushang mit Treffen für gemeinschaftliches Gärtnern am Freitag sowie andere Veranstaltungen, z.B. Ad hoc Kochen, mobile Küche auf dem Geländer, befinden sich am Turnhalleneingang draußen an der Tür.
– wie werden die restlichen Kosten gedeckt?
Pacht-, Miet- und Wasserkosten gibt es nicht. Baukosten werden minimal gehalten, da auf Recycling gesetzt wird (Paletten, Reifen, Baumstämme und -stümpfe etc.). Erde wird von der Stadt zur Verfügung gestellt. Die übrigen Kosten werden durch den Congrav e.V., Halle-Neustadt-Verein und die SPI getragen. Für die Gemeinschaftsgartenaktionen freitags vom GartenWerkStadt e.V. gibt es bisher noch keine speziell vorgesehenen finanziellen Mittel, so dass wir mit Schenkungen (Paletten, Reifen, Erde) arbeiten und Geräte von SPI und Halle-Neustadt-Verein mitnutzen- bei zunehmenden MitgärtnerInnen wird dies jedoch nicht mehr ausreichen. Es war eine Förderung über den HALLIANZ-Fond angedacht, der jedoch für 2017 ausgeschöpft ist, sodass wir erst 2018 diese Möglichkeit einer Förderung nutzen können.