Schlagwort: Kooperation mit der Stadt

  • Halle: GutAlaune baut Planetengarten auf

    (Antrag, Antworten)

    Seit Anfang 2023 baut das Jugendarbeitskollektiv JutAlaune in Kooperation mit der Stadt Halle einen
    Gemeinschaftsgarten in Trotha auf. Das Gelände hat eine Fläche von ca. 3000 m 2
    , mit vielen
    Laubbäumen und Sträuchern. Historisch gehörte das Gelände ehemals zur Schule und zur
    angrenzenden Feuerwehr. Auch ein Fußballplatz soll hier mal gewesen sein. Das städtische
    Grundstück liegt mitten im Wohnviertel und ist durch einen Zaun und ein großes Tor umrundet. Auf
    dem Grundstück steht ein ausgebauter Bauwaagen, in dem auch gekocht werden kann. Der
    Bauwagen verfügt über Solarmodule auf dem Dach, sodass ökologischer Strom genutzt werden kann.
    Die Zugänglichkeit des Grundstücks außerhalb des regelmäßigen offenen Gartens für GärtnerInnen
    ist durch eine Schlüsselbox und einen zweiten Eingang mit Zahlenschloss gegeben. Der Ost bietet viel
    Raum für Gestaltung und Ideen aus der Nachbarschaft. Das Ziel dieses Projektes ist es, gemeinsam
    mit den AnwohnerInnen einen Begegnungsort zu schaffen, in dem gegärtnert, gebaut, ausprobiert
    und sich ausgetauscht werden kann.
    III. Die Visionen & Umsetzung
    Bei einem Workshop mit Menschen aus der Nachbarschaft haben wir Ideen und Wünsche für die
    Gestaltung des Gartens gesammelt. Die Wünsche an den Ort sind vielfältig und reichen von
    gemeinsamen gärtnern bis hin zu einem Nachbarschaftscafé und Veranstaltungen, wie gemeinsame
    Feste. Etabliert haben wir bisher einen festen Gartentag am Donnerstagnachmittag. Hier sind alle
    Menschen eingeladen, die den Garten kennenlernen möchten, gärtnern möchten oder auch einfach
    nur den Schatten der Bäume genießen wollen. Momentan kommen zum offenen Gartentag immer 2-
    3 Menschen, wobei manche Menschen regelmäßig kommen und auch immer neue Gesichter dabei
    sind. Zusätzlich zu den regelmäßigen Gartentagen gibt es regelmäßige Mitmach- Tage, an denen wir
    bestimmte Projekte im Garten angehen. So ist im letzten Jahr zum Beispiel mit Kindern ein Lehmofen
    entstanden, in dem Pizza und Brot gebacken werden kann oder es wurden mit Nachbarinnen und
    Nachbarn neue Beete und ein Naschgarten mit Beerensträuchern angelegt. Die Informationen zu den
    Aktionen streuen wir über Aushänge im Schaukasten vor dem Grundstück und angrenzenden Läden,
    über einen Telegram Kanal und unseren E-Mail Newsletter. Bei größeren Aktionen kooperieren wir
    mit der Bürgerstiftung und der Freiwilligenagentur Halle. Im vergangenen Schuljahr haben wir
    außerdem die Garten AG des Horts betreut und hier vielfältige Angebote für die Kinder geschaffen.
    Das Gelände ist nicht versiegelt und es gibt keine festen Wege. Der humose Boden eignet sich dafür
    Beete zum Teil direkt in der Erde anzulegen. An anderen Stellen wiederum ist das Anlegen von
    Hochbeeten geplant, um das Gärtnern auch für eingeschränkte Menschen attraktiv zu gestalten. Eine
    Vision ist es außerdem den Garten möglichst barrierefrei zu gestallten. In einem Bau-Workshop soll
    eine rollstuhlgerechte Terrasse entstehen, wir wollen gemeinsam mit Jugendlichen ein
    rollstuhlgerechtes Hochbeet bauen und die Hauptwege im Garten für die Nutzung mit Rollstuhl und
    Rollator ebnen. Eine weitere Vision ist es, dass der Garten und damit der Raum auch zukünftig von
    anderen Vereinen und Initiativen genutzt wird.
    IV. Das Team
    Das Team besteht momentan aus 4 Personen, die sowohl die Organisation des Gartens als auch die
    Umsetzung der offenen Gartentage und Aktionstage als Aufgabe hat. Wir organisieren uns kollektiv
    und übernehmen je nach Kapazitäten verschiedene Aufgaben. Zu dem festen Team kommen die
    Nutzerinnen und Nutzer des Gartes. Momentan haben wir zwei private Beete vergeben. Zu den
    offenen Gartentagen (Do Nachmittag) kommen im Schnitt 3 -4 Personen, wobei es sich hier nicht
    immer um dieselben Personen handelt. Unsere Mitmach-Tage sind mit 5-10 Personen auch immer
    gut Besucht. Wir sind bemüht den Garten in der Nachbarschaft noch mehr zu bewerben. Bis Ende Juli
    läuft noch eine Förderung der PostCode Lotterie. Um die Arbeit in dem Umfang fortsetzten zu
    können suchen wir momentan noch nach passenden Fördermöglichkeiten und schreiben Anträge.
    V. Kooperationen & Vernetzung
    Wir sind in der Stadt gut vernetzt mit der Freiwilligenagentur, der Bürgerstiftung und dem
    Freiraumbüro Halle und stehen im Austausch mit dem Quartiersmanager von Trotha. Außerdem ist
    die evangelische Gemeinde sehr wichtig für den Zusammenhalt im Viertel. In den Sommermonaten
    finden die regelmäßigen Quartiersrunden hier im Garten statt. Außerdem gab es im Schuljahr
    2023/2024 eine Kooperation mit dem Hort Delta. Eine Vernetzung der Gemeinschaftsgärten in Halle
    ist in Planung und soll noch dieses Jahr angestoßen werden. Ab Juni wird der Verein KrimZkrams e.V.
    auf der Fläche einen Bauspielplatz etablieren, sodass die Fläche dann gemeinsam genutzt wird. Mit
    der Etablierung des Bauspielplatzes ändert sich die rechtliche Grundlage der Flächenpatenschaft hin
    zur offiziellen Miete der Fläche beim Grünflächenamt der Stadt (Halle), was für uns eine
    Langfristigkeit des Projektes garantiert. Ein großer Vorteil der Kooperationen, vor allem durch den
    Bauspielplatz, ist die erhöhte Sichtbarkeit und Zugänglichkeit der Fläche für die Nachbarschaft.
    VI. Material & Zweck
    Wir möchten mit den Materialien zum einen Möglichkeiten für die Nachbarschaft bieten, sich
    einzubringen und selbst tätig zu werden und zum anderen zum Verweilen einladen. Wir möchten so
    einen Raum schaffen, der von der Nachbarschaft als Begegnungsort angenommen und genutzt wird.
    Trotha ist ein Stadtteil in Halle, mit einem Defizit an Infrastruktur für soziale Projekte und sozio-
    kulturelle Räume. Gleichzeitig ist dieses Stadtgebiet geprägt von sozial schwachen Strukturen und
    benachteiligten Anwohnenden. Wir möchten durch Workshops und gemeinsame Bauaktionen
    Wissen vermitteln und die Teilnehmenden so befähigen auch selbst Ideen zu entwickeln und
    umzusetzen. Dabei legen wir Wert auf eine Kreislaufwirtschaft und möchten den Menschen über
    Upcycling sowie Reparatur und Wiederverwendung von Materialien nachhaltige
    Gestaltungsmöglichkeiten näherbringen. Die finanziellen Mittel über die Förderung der anstiftung
    sollen in den gemeinsamen Bau von Infrastruktur fließen (barrierefreie Terrasse für
    Nachbarschaftskaffee, Hochbeete & Bänke). Außerdem möchten wir mit Hängematten und einer
    Tischtennisplatte das Gelände beleben und Anreize zum Aufenthalt auf der Fläche schaffen. Für den
    Gemüse- und Obstgarten möchten wir Pflanzen kaufen und diese auf gut vorbereitete Beeten mit
    Kompost versorgen. Zur Grundstückspflege benötigt es noch weitere Gartenwerkzeuge und da wir
    momentan noch nicht über einen Wasseranschluss verfügen brauchen wir weitere Infrastruktur zur
    Bewässerung der Beete

    1. Was sind die Rahmenbedingungen für eine Grünflächenpatenschaft?
      Die Grünflächenpatenschaft läuft direkt über einen Vertrag mit der Stadt Halle, vertreten durch den Oberbürgermeister. Patenschaften können von Einzelpersonen, Nachbarn, Gruppen, Vereinen oder Schulklassen übernommen werden. Die Gestaltung der Flächen ist dabei sehr individuell. Die Fläche gehört weiterhin der Stadt, gestaltet und gepflegt wird sie aber von der oder dem Paten. Vertraglich wurde die Entstehung eines Stadtteilgartens festgeschrieben.Die Patenschaft wird noch in diesem Jahr in ein Mietverhältnis umgewandelt. Die Fläche wird dann von dem Verein kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V.  gemietet und wir werden einen Kooperationsvertrag mit zugehörigem Untermietvertrag erhalten. Die Kosten für die Miete trägt die Stadt Halle selbst. Hier steht der Verein kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V. im Kontakt mit der Stadt Halle (Saale). Das Projekt Bauspielplatz wird in einem bestimmten Bereich des Geländes stattfinden (ca. 600 qm).
    1. Ist die Nutzung der Fläche befristet?
      Die Nutzung der Fläche (momentan über die Patenschaft, später über einen Mietvertrag) ist nicht befristet und das Projekt ist auf lange Sicht angelegt.
      Durch das kommende Mietverhältnis haben wir außerdem mehr Rechte und eine langfristige Perspektive. Auch die Stadt ist sehr an einer nachhaltigen Nutzung der Fläche interessiert. Der Bauspielplatz auf der Fläche ist Teil der städtischen Kinder- und Jugendarbeit im Trotha.
    1. Gibt es eine Ansprechperson in der Stadtverwaltung für Gemeinschaftsgärten?
      Es gibt keine Ansprechperson explizit für Gemeinschaftsgärten in der Stadtverwaltung. Unsere Ansprechpersonen setzten sich zusammen aus dem Quartiersmanagement ( Gregory Ward, quartiermanagement@halle.de, dem Dienstleistungszentrum Bürgerbeteiligung, der Bürgerstiftung und dem Grünflächenamt)
    1. Geht die Kooperation mit der Stadt über die Grünpatenschaft hinaus? Beteiligt sich die Stadt finanziell oder mit Materialien oder Dienstleistungen am Aufbau des Gartens?
      Die Stadt beteiligt sich bisher nicht finanziell am Aufbau des Gartens. Wir stehen mit dem Grünflächenamt im Kontakt, um Holzhackschnitzel zu beziehen. Bereits letztes Jahr erfolgte eine Lieferung mit Holzhackschnitzeln. Im letzten Jahr hat die Stadt vor dem Beginn der Patenschaft noch einmal Geländepflege, in Form von Mäharbeiten durchgeführt. Zum Thema Baumpflege werden wir zeitnah mit dem Grünflächenamt Kontakt aufnehmen, damit im Herbst nötige Arbeiten durchgeführt werden können. Hier sehen wir die Stadt als Eigentümer in der Pflicht.
    2. Auf was bezieht sich die Förderung der PostCode Lotterie? (Sind das Honorar, die ihr braucht, um die Gartentage zu machen) Und was passiert, wenn ihr keine Anschlussgelder bekommt?
      Die Förderung wurde im Bereich sozialer Zusammenhalt gestellt und bezieht sich auf die initiale Gestaltung des Geländes und die Etablierung des Gartenprojektes als gemeinschaftsgetragener lebendiger Austausch- und Bildungsort. Es werden sowohl Sachkosten als auch Honorarkosten bis Ende Juli gefördert. Zu den Sachkosten zählen unter anderem die Beerensträucher für den Naschgarten aber auch Schilder, sowie Gartengeräte und eine künstlerisch-pädagogische Leitung des Gartens. Honorarkosten wurden für Workshops, Öffentlichkeitsarbeit und Aktivitäten Ehrenamtlicher veranschlagt.
      Durch den Verein kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V. und dem Projekt Bauspielplatz ist die Fläche auch nach Auslaufen der Förderung gesichert. Auch nach dem Auslaufen der Förderung der PostCode Lotterie wollen wir den offenen Gartentag ehrenamtlich weiterführen und schreiben gleichzeitig weitere Förderanträge, um den Fortbestand des Gartenprojektes auf der Fläche zu sichern.
    3. Wie viele Beete sind geplant? Was für einen (auch räumlichen) Stellenwert hat da Gärtnern?
      Momentan gibt es 9 Beete in unserer Gartenecke auf der Fläche und ein weiteres großes Kürbis-Beet. Diese Anzahl der Beete kann je nach Interesse der Anwohnenden nochmal um ca. 10 Beete vergrößert werden. Zusätzlich können Hochbeete gebaut werden. Das Gelände bietet hier noch viel Platz und Möglichkeiten. Außerdem haben wir bei unserem letzten Mitmach-Tag eine Fläche von Brombeeren befreit, auf der zwei Hügelbeete entstehen werden.
    4. Sind die Wege denn barrierefrei?
      Die Wege sind alle mit Holzhackschnitzel ausgelegt und zum Teil auch schon rollstuhlgerecht. Ziel ist es einen durchgängigen breiten barrierefreien Weg über das Gelände anzulegen. Dazu müssen die Wege noch besser geebnet und verbreitet werden. Hier gibt es schon gemeinsame Pläne mit dem Verein kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V..
    5. Wo soll die Terrasse entstehen (am Bauwagen?) und ist diese für das Gärtnern wichtig? Habt ihr für die Finanzierung schon an die Aktion Mensch gedacht?
      Die Terrasse soll am Bauwagen als Eingangsbereich entstehen. Momentan liegen hier Paletten und ein barrierefreier Zugang zum Bauwagen ist nicht gewährleistet. Unebenheiten im Gelände könnten hierdurch ausgeglichen werden. In dem Wagen befindet sich neben Getränken für die GärtnerInnen auch Werkzeug und Handschuhe, daher ist der barrierefreie Zugang sehr wichtig. Wir haben durch Gespräche mit den Anwohnenden außerdem gemerkt, dass so ein Aufenthaltsort (welcher vom Eingang einsehbar ist) dazu einladen würde, in den Garten zu kommen. Der Großteil des Gemüsegartens befindet sich weiter hinten im Gelände und ist daher vom Eingang nicht gut einsehbar. Bei der Aktion Mensch haben wir bereits einen Förderantrag für eine barrierefreie Toilette gestellt. Hier warten wir noch auf eine Rückmeldung.
    6. Wer würde die Terrasse bauen und wie viele Menschen könnten am Bau teilnehmen?
      Der Bau der Terrasse wird durch uns geplant und und im Rahmen eines Workshop durchgeführt. Zielgruppe dieses Workshops sind Jugendliche aus Trotha. Eine Person aus unserem Team ist ausgebildeter Tischler und hat bereits Erfahrung in der Jugendarbeit. Die Teilnahme ist kostenfrei und die Honorarkosten können entweder noch über die PostCode Förderung abgerechnet werden oder es wird eine Förderung für Bildungsprojekte bei der Stadt Halle (Hallianz für Vielfalt) beantragt. Hier ist es sehr unbürokratisch möglich einzelne Aktionen fördern zu lassen. Die Anzahl der Teilnehmenden beschränkt sich auf 6 Personen, damit eine gute Betreuung und Ausstattung mit Werkzeugen gewährleistet werden kann.
    7. Wie viele Hochbeete wollt ihr bauen und wer baut diese dann?
      Die Anzahl der Hochbeete orientiert sich stak an dem Interesse und der Nachfrage der Anwohnenden. Da sich der Garten momentan noch im Aufbau befindet rechnen wir mit einem steigenden Interesse.
      Die Fläche bietet Platz für bis zu 8 Hochbeete. Gebaut werden können die Hochbeete im Rahmen von Mitmach-Tagen aber auch nach Absprache von den GärtnerInnen in Eigenregie. Die Werkzeuge und Materialien stellen wir zur Verfügung.
    8. Könnten sich die Kooperationspartner an der Finanzierung des Gartens beteiligen?
      Die Kooperationspartner können sich nur indirekt an der Finanzierung des Projektes beteiligen. So unterstützt uns die Gemeinde bei Festen z.B. mit Sitzgelegenheiten und Kuchen, deren Spendenerlös dann an den Garten geht. Außerdem profitieren wir vom kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V. (z.B. gemeinsamer Ausbau der Wege, Nutzung von Holzspenden). Das städtisch finanzierte Projekt Bauspielplatz sieht allerdings keine finanzielle Unterstützung des Gemeinschaftsgartens vor. Bei der gemeinsamen Planung von Veranstaltungen und Workshops profitieren wir aber sicher von den finanziellen Mitteln des Vereins.
    9. Sind Migrant*innen eine eurer Zielgruppen?
      Ja, MigrantInnen sind auch eine unserer Zielgruppen. Laut der aktuellen Sozialraumanalyse ist der Anteil der ausländischen AnwohnerInnen in den letzten Jahren in Trotha auf 7,8% gestiegen (18% 0-18 mit MGH) (Stand 2023). 2020 lag der Anteil noch bei 4,4%. Ein weiter Anstieg ist zu erwarten. Der Gemeinschaftsgarten wird in der aktuellen Sozialraumanalyse unter anderem als Angebot für Demokratieförderung und Partizipation von Jugendlichen genannt. Zeil ist es, dass auf dem Gelände ein Ort der Begegnung entsteht und sich alle Menschen, unabhängig von Geschlecht, Sexualität oder Herkunft wohlfühlen. So haben wir es auch in unserem Schaukasten kommuniziert.
    10. Wie sind die Kommunikations- und Entscheidungswege?
      Das Organisationsteam kommuniziert für kurze Abstimmungen über eine Telagram Gruppe und wir haben uns bisher je nach Bedarf aller 14 Tage zum Plenum getroffen um uns auf den neusten Stand zu bringen, Ideen auszutauschen und Aufgaben zu verteilen. Entscheidungen werden im Kollektiv besprochen. Da wir uns bei den offenen Gartentagen auch regelmäßig sehen sind wir immer ganz gut informiert.
      Zusätzlich haben wir für uns ein Pad zur Koordination der Termine und offenen Gartentage und eine Nextcloud zur gemeinsamen Arbeit an Förderanträgen.
      Zur Kommunikation nach Außen nutzen wir einen Telagram-Kanal, einen E-Mail Newsletter und die Plattform nebenan.de um über Aktionen und Termine zu informieren. Außerdem gibt es noch eine weitere Telegram-Gruppe für Absprachen unter den GärtnerInnen. Beim offenen Gartentag gibt es immer die Möglichkeit mit uns ins Gespräch zu kommen, um Ideen und Wünsche auszutauschen.
      Mit dem kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V. planen wir ein monatliches festes Treffen.
      Für die Zukunft wünschen wir uns selbstorganisierte AG´s, die sich auf der Fläche in unterschiedlichen Projekten einbringen und ihre Visionen und Ideen verwirklichen.

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  • Wiehl: Gartenprojekt auf entsteht auf Ex-Tennisplatz

    (Antrag, Antworten)

    Der Natur und Garten Treff ist ein Natur- und Gemeinschaftsgarten, der von einer generationsübergreifende Gruppe engagierter Gemeindemitglieder, in Kooperation mit der Stadt Wiehl und der Heimat und Verschönerungsverein Marienhagen/Pergenroth e.V. (HVV), über Monate durch den Corona-Zeiten geplant wurde. Durch viele Onlinetreffengestaltete die Gruppe ein Konzept für den Garten, der auf einer 1300 m3 großen Fläche eines verlassenen Tennisplatzes in Wiehl-Marienhagen errichtet wird. Die Stadt hat mit dem HVV, unter dem das Gartenprojekt läuft, einen Nutzungsvertrag mit unentgeltlicher Nutzung des Tennisplatzes abgeschlossen. Wasseranschlüsse und ein WC sind vorhanden.

    Der Natur und Garten Treff schafft für AnwohnerInnen einen Raum, um Gartenprojekte, Veranstaltungen wie Märkte und Konzerte, Freizeiten und vieles mehr zu planen und umzusetzen. Verschiedene Bereiche des Gartens dienen unterschiedlichen Zwecken. Geplant sind ein Gemeinschaftsacker, Hochbeete für Einzelpersonen, Familien oder Gruppen, ein Gartenbereich für Kinder, Naturgärten und einheimische Blumenwiesen, Wohnräume für Insekten und Vögel. Ein Teil der Ernte soll an lokale Suppenküchen gespendet werden. Es wird darauf geachtet, Barrieren abzubauen oder zu beseitigen, damit jeder, unabhängig von Alter oder Können, einen Platz im Garten findet.

    Bisher wurden Gartenbeete aus recycelten oder gefundenen Materialien hergestellt, oder selbst finanziert.

    • Ist die Nutzung der Fläche befristet?

    Wir haben einen Nutzungsvertrag mit der Stadt Wiehl zunächst für die Dauer von 5 Jahren. Er wurde Ende Oktober 2022 unterzeichnet.

    • Wie groß ist die Gruppe insgesamt? Wie groß ist die Kerngruppe, die das Projekt plant und weiterentwickelt? Wie viele Gärtner*innen sind Teil der Kerngruppe?

    Die größere Gruppe besteht aus x Personen, davon sind 8-10 leute aktiv als Kerngruppe, die das Projekt plant und weiterentwickelt. In der Kerngruppe sind 4 GärtnerInnen mit Hochbeet, und 3 die sich besonders für Naturgarten/Vielfalt interessieren, und dann sind Stakeholder von Stadt Wiehl, der ev. Kirche, und der HVV Marienhagen/Pergenroth Vorstand (Trägerverein) aktiv involviert. Mitglieder haben unterschiedliche Interessen, u.a. Naturgarten und Förderung der biologischen Vielfalt, und Gemüsegärten. Die Naturgärtner haben zum Beispiel ein starkes Interesse an einheimischer Blumenfelder und Nistmöglichkeiten für Vögel und Insekten. Die GärtnerInnen interessieren sich sowohl für Hochbeete als auch für gemeinschaftliche Arbeit auf einer Parzelle. Wir konzentrieren zur Zeit auf die Hochbeete und Blumenwiese, denn es gibt noch Planungsbedarf für die Gartenarbeit auf Parzellen, bzgl. der Boden und was der beste Ansatz ist, ihn urbar zu machen. 

    • Wie viele Beete gibt es schon und wie viele sollen es werden?

    Es gibt derzeit 6 Hochbeete und 8 große Kübel. Wie viele es werden sollen, hängt von der Nachfrage ab. Wir halten bis zu 10 weitere einzelne Hochbeete für 2022 und das kommende Jahr für realistisch. 

    • Wie groß (m²) ist die Fläche, auf der gegärtnert wird? Wie groß ist der Gemeinschaftsacker und wie groß der Anteil der Hochbeete für individuelle Nutzung?

    Die Fläche ist 1300 m². Im Moment konzentrieren wir uns auf eine Hälfte des Tennisplatzes, aufgeteilt in zwei Teile – einen für Hochbeete und einen für Gemeinschaftsgärten. Auf der gesamten Fläche werden Naturgarten Elemente integriert. Wir können je nach Interesse für Gemeinschaftsfläche oder einzelne Hochbeete die Fläche erweitern.

    • Wie ist der Garten organisiert, wie laufen Entscheidungen und Kommunikation?

    Zu den Kommunikationskanälen gehören E-Mail, What’s App und Microsoft Teams. Wichtige Entscheidungen werden mit den HVV-Vorstand und die Stadt Wiehl besprochen. Wir haben einen Entwurf für eine Gartenordnung, die wir verwenden, mit wichtigen Grundregeln, darunter kein Einsatz von Pestiziden, kein Torf, eine Bevorzugung von Regenwasser und so weiter. Wir planen ein Treffen 2x jährlich für die Hauptgruppe und mindestens vierteljährlich für die Kerngruppe, um Raum für Diskussion zu schaffen sowie Entscheidungen zu treffen.

    • Wer entscheidet, wer ein Hochbeet bekommt?

    Im Moment haben wir Platz für alle, die ernsthaftes Interesse haben. Bisher landen Anfragen bei mir und ich zeige ihnen den Platz und die Gartenordnung, und wenn sie weitermachen wollen, können sie sich für ein Hochbeet anmelden und eines bekommen. Vorerst haben wir nur wenige Kübel zum Einpflanzen, aber im Moment keine Kisten mehr anzubieten.

    • Für welchen Zeitraum bekommen die Interessierten ein Hochbeet?

    Hochbeete sind für ein Jahr zu haben.

    • Wer baut die Hochbeete?

    Bisher wurden die Hochbeete aus vorhandenen recycelten Kisten benutzt oder selbst finanziert, um in diese Gartensaison zu starten. Wir haben bereits Werkzeuge, um die Hochbeete zu bauen. Es ist geplant, sie nach Bedarf zusammenzubauen.

    • Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten? Wie die Gruppen?

    Zur Kostendeckung (Wasser- und Materialkosten) wird um eine jährliche Spende zwischen 30-50 Euro gebeten. Für die Nutzung der Fläche fallen keine Kosten an, aber wir zahlen für Wasser (wir bevorzugen zuerst Regenwasser, wenn möglich).  Wir bemühen uns um Förderung, Sponsoring und Sachspenden um einige Kosten zu decken. Für die Gemeinschaftsparzelle werden die Kosten den zukünftigen Pläne entsprechen und unter den Mitgärtnern aufgeteilt.

    • Wie ist die Resonanz bisher? Wie machen Sie auf das Projekt aufmerksam?

    Die Resonanz ist insgesamt positiv, aber dennoch etwas gemischt. Anfangs (und vielleicht immer noch) gab es ein wenig Verwirrung darüber, worum es bei dem Gemeinschaftsgarten eigentlich ging. Es gibt in der Nähe z.B. SoLaWi-Gruppen, Schrebergärten und so weiter, aber nicht allzu viele Gemeinschaftsgärten wie diesen (obwohl es werden immer mehr in der Region). Je mehr der Garten Gestalt annimmt, desto wächst das Interesse.

    Ältere Community-Mitglieder haben sich besonders gefreut, beteiligt zu sein, deren Wissen auszutauschen und die Möglichkeit zu haben, zusammenzukommen. Auch die 1. Klasse von der Grundschule möchte eine Blumenwiese pflanzen, die ihren Sachunterricht betrifft, und welche die in den nächsten Jahren beobachten können.

    Abgesehen von Flyern, Mundpropaganda und Instagram haben wir dieses Jahr nicht viel Werbung gemacht. Für das kommende Jahr werden wir mehr Werbung machen und einige kleine Veranstaltungen im Vorfeld der Gartensaison veranstalten. Wir werden weiterhin Networking-Veranstaltungen besuchen und Informationen an die lokale Zeitung und den Newsletter der Kirche senden.

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  • 2 Teilzeitstellen für GG Wurzelwerk in Dresden

    (Gu, alerts)

    Pieschener Gemeinschaftsgarten „Wurzelwerk“ eröffnet

    2. Mai 2018 | Tanja Tröger

    Pieschen bekommt eine weitere grüne Oase und einen Stadtteil-Treff obendrein. An der Heidestraße entsteht seit März der Gemeinschaftsgarten „Wurzelwerk“. Auf einer rund 1.700 Quadratmeter großen, derzeit ungenutzten Fläche der benachbarten Gärtnerei Nitzsche können Dresdner in Zukunft nicht nur zusammen säen und ernten, sondern auch Nützliches bauen, Neues lernen, Feste feiern, Workshops und Kulturveranstaltungen besuchen.

    Die Idee dafür hatten Gregor Scholtyssek und Philip Harms, der eine Sozialpädagoge, der andere Lehrer und Stadtplaner. Beide sind seit Jahren in Dresdner Gemeinschaftsgärten aktiv. Dort hätten sie erlebt, dass die beteiligten Ehrenamtler oft an ihre Belastungsgrenzen stoßen und deshalb bestimmte Dinge immer liegenbleiben, erzählt Philip. „Es braucht einfach feste Ansprechpartner und Zeiten, eben eine gewisse Regelmäßigkeit.“ Diese Vorstellungen wollten sie in einem neuen Garten umsetzen und entwickelten dafür das Projekt „Qnoten – Quartiersentwicklung und sozialer Knotenpunkt“. Knapp 70.000 Euro bekommen sie für zwei Jahre vom Europäischen Sozialfonds. Damit werden nicht nur zwei 12,5-Stunden-Stellen für die beiden Gründer finanziert, sondern auch zahlreiche kostenlose Workshops, Vorträge, fachliche Beratung, Feiern und Kulturveranstaltungen im „Wurzelwerk“.

    Gemeinschaftsgarten "Wurzelwerk"Eine eigene Adresse hat er zwar nicht, aber dank des großen Holztores ist der Garten nicht zu übersehen. Foto: T. Tröger

    Zeit für Erläuterungen und Netzwerkarbeit

    „Dank der festen Stellen sind wir zu bestimmten Zeiten verlässlich vor Ort und stehen für Fragen zur Verfügung“, erklärt Philip. „Wir erklären dann zum Beispiel neugierigen Leuten, was wir hier machen und wie das Zusammenarbeiten in so einem Garten funktioniert.“ Dadurch entstünden „schöne Nachbarschaftskontakte“. Er erzählt von einer Frau, die mit Blick auf den Garten wohnt und fragen kam, was denn hier geschehe und ob sie den in rauhen Mengen wachsenden Löwenzahn ernten dürfe. Als Dankeschön brachte sie am nächsten Tag junge Kohlrabipflanzen aus ihrem Kleingarten vorbei, die nun im „Wurzelwerk“ weiter gedeihen.

    Außerdem bringen die beiden jungen Männer mit ihrem Projekt die Anwohner zusammen, schaffen Begegnungs- und Lernangebote. „Etliche Leute aus der Nachbarschaft sind schon dagewesen, nachdem wir vor der Eröffnung Flyer verteilt haben“, erzählt Gregor. Mit Pieschener Initiativen wie dem Zentralwerk kooperiert das „Wurzelwerk“ bereits; künftig wollen die beiden Macher auf Freie Träger von Sozialarbeit zugehen und versuchen, beispielsweise Langzeitarbeitslose für das Gärtnern und die Teilnahme an Veranstaltungen zu begeistern und so wieder „unter Leute“ zu bringen. „Sozial benachteiligten Menschen wird Teilhabe sowie soziales und fachliches Lernen ermöglicht“ heißt das in der Projektbeschreibung. „Auch eine Zusammenarbeit mit Kitas kann ich mir gut vorstellen“, meint Philip. „Wir sind auch offen für Veranstaltungsanfragen“, ergänzt Gregor. „Demnächst findet hier ein Bücher-Speed-Dating statt, das vom Umundu-Festival für nachhaltige Entwicklung organisiert wurde.“

    „Könnt ihr das noch brauchen?“

    Während wir im Garten sitzen und die Jungs von ihren Plänen erzählen, kommt ein Mann durchs Tor und schnurstracks auf uns zu. „Ich hab noch ‘ne große Übersee-Transportkiste aus Holz, könnt ihr die brauchen? Für Hochbeete oder so?“ An der Oschatzer Straße wohne er, sagt der Fremde, und er finde das Gartenprojekt unterstützenswert. Kurzerhand wird ein Abholtermin ausgemacht, und schon ist der Mann wieder verschwunden. „Es fällt wirklich auf, wie viele Leute etwas einbringen wollen, Material spenden“, schwärmt Philip. Eine Baumpflegefirma hat ihnen zerhäckselte Äste für die Gartenwege überlassen, Nachbarn bringen vorgezogene Pflanzen vorbei, und vom Amt für Stadtgrün gab’s einen Berg Komposterde. Andere Dinge haben die Jungs für kleines Geld besorgt, beispielsweise den Baucontainer, der später mal Büro und Lager beherbergen sollen.

    Gemeinschaftsgarten "Wurzelwerk"In den alten Baucontainer sollen später Büro, Lager und Küche einziehen. Foto: T. Tröger

    Ein Traum aus Metall und Plastik

    Dem fehlt allerdings noch ein stabiles, regenabweisendes Dach. Also hält ein Zimmermann zu Pfingsten einen „Dachstuhl-Bau-Workshop“ im „Wurzelwerk“ ab. Mitmach-Einsätze zu den Themen Kompostklo, Zaunbau oder Europaletten-Möbel gab es bereits oder sollen noch stattfinden. Aber auch gärtnerische Fragestellungen wie Beetbau, Mulchen oder Speisepilzzucht kommen nicht zu kurz. Und „ganz nebenbei“ soll natürlich gepflanzt, gejätet, gegossen und geerntet werden. Die Ideen gehen den beiden „Wurzelwerkern“ nicht aus: „Ein Traum wäre, den momentan ungenutzten Folientunnel der Gärtnerei wieder zu aktivieren“, so Philip. „Vielleicht wenigstens einen Teil der 50 Meter. Dann hätten wir prima Bedingungen für Tomaten, Gurken und Melonen.“

    Am Verpächter, der Gärtnerei Nitzsche an der Weinböhlaer Straße, soll’s jedenfalls nicht scheitern. Inhaber Stephan Gonera unterstützt die beiden Macher nicht nur mit Wasser und Strom, sondern steht deren Ideen sehr aufgeschlossen gegenüber. „Wir hatten schon vorher geplant, die Fläche zu beleben und für ein Gemeinschaftsprojekt zu nutzen, aber für solidarische Landwirtschaft ist sie zu klein“, erzählt der Chef des seit 1878 bestehenden Familienbetriebes. „Dann kam der Herr Harms zu mir … Jetzt kriegen wir viel spannenden Input – menschlich, sozial, gärtnerisch.“

    https://pieschen-aktuell.de/2018/pieschener-gemeinschaftsgarten-wurzelwerk-eroeffnet/ (mehr …)

  • Düüselgrün wächst und gedeiht

    (Gu, Mail)

    Aktuell wird im Juni eine Kompostlernstation entstehen in Zusammenarbeit mit drei sehr engagierten ehrenamtlichen Kompostberaterinnen.
    Unsere Kompostklo-Pläne werden länger brauchen, da wir hier den offiziellen Weg gehen und da eine offizielle Erlaubnis erst noch mit Stadt/Verwaltung/… auf den Weg bringen müssen. Genauso sind auch noch für unsere Kohlpflanzen und einige Sträucher die Beetkisten noch nicht gebaut. […] Aber wir haben jetzt in der Tat einen Wasseranschluss von der Stadt bekommen und gestern von der Gartenamtsleiterin das Rohr offiziell übergeben bekommen!

    Und es ist schon viel gewachsen:
    * Ein Geräteschrank mit Geheimtür
    * Einige Tomatendächer
    * Ein Weidenbogen am Eingang
    * Ein überaus fleißiges Bienenvolk
    * 6 im Rahmen einer Performance kolumbianischer Künstler mit einer Milpa bepflanze Beetkisten

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  • neuer GG in FFm

    (Gu, RSS)

    Das neue Gartenprojekt [Gallus-Garten) liegt an der Schneidhainer Straße in direkter Nachbarschaft zum neuen Europaviertel, mitten im „Kamerun“, wie das alte Arbeiterviertel gerne genannt wird. Die Rasenfläche befindet sich zwischen zwei Reihen mit Miethäusern und ist rund 1.000 Quadratmeter groß. Als wir mit dem Fahrrad dort eintreffen, hält gerade Jessica Wiegand, Leiterin des Projekts „Inklusiver Sozialraum Gallus“ des Vereins Kinder im Zentrum Gallus, auf einer Bühne aus Palletten eine Rede. Sie ist eine der Initiatorinnen aus dem in direkter Nachbarschaft gelegenen Mehrgenerationenhaus. Etwa 50 Gartenfreunde feiern auf dem Grundstück, das von Hochbeeten mit kleinen Obstspalierbäumchen eingerahmt und mit vielen Luftballons geschmückt ist. „Das Mehrgenerationenhaus spielte schon seit Jahren mit dem Gedanken, einen Garten für die Kindergarten- und Hortkinder zu schaffen, die in unserem Haus aktiv sind“, erläutert Wiegand bei ihrem Vortrag. „Letztes Jahr sind wir das Projekt dann konkret angegangen und haben uns mit dem Quartiermanagement Gallus zusammengetan.“ Maria Schmedt vom Quartiersmanagement der Caritas, ebenfalls Rednerin, ergänzt: „Wir hatten zuvor eine Bewohnerbefragung gestartet, wie sich alte Stadtteilbewohner und die neuen im Europaviertel verbinden können. Dabei stellte sich heraus, dass vor allem öffentliche Grünflächen vermisst wurden. Alle Befragten wollten zudem Urban Gardening. So traf sich gut, dass es schon diesbezügliche Überlegungen gab.“

    Viele Kooperationspartner im Boot

    Wie wir weiter erfahren, waren erst im Februar die Genehmigung vom Ortsbeirat erteilt und damit Zuschüsse möglich geworden, wenig Zeit also, um das Projekt noch vor den Sommerferien auf die Beine zu stellen. Doch da sich viele Bürger, Ämter sowie gewerbliche Partner aktiv beteiligen, steht das Gartenprojekt bereits in voller Blüte. Allein das Grünflächenamt hat rund 18 Kubikmeter Pflanzerde zur Verfügung gestellt und hilft dabei, einen Antrag beim Stadtplanungsamt zu stellen, um Finanzen für die Planung aller vier zur Verfügung stehenden Flächen zu erhalten. Auch die Deutsche Bank beteiligte sich, sowohl mit Spenden als auch mit Volontären, die bei einem Social Day kräftig mit anpackten. „Die BPD hat zudem die ersten 40 Palletten für die Hochbeete spendiert und die GFFB eine Infowand gebaut, die zudem Platz für Pflanzenspenden bietet“, verdeutlicht Wiegand. Ein wichtiger Partner ist auch die Naturschule Hessen. Die Macher Torsten Jens und Stephanie König unterstützen mit ihrem Projekt „GrünTöne“ den Stadtgarten. Von ihnen wurde die schön gestaltete Pallettenbühne nebst Banner direkt am Eingang des Gartens errichtet. „Ich habe schon viele Gartenprojekte durchgeführt und begleitet und dabei festgestellt, dass Pflanzen oftmals nur verwaltet werden“, sagt Jens. „Das ist hier aber nicht der Fall. Es gibt so viele mit Herzblut gestaltete Beete, das ist ein guter Start für das Projekt.“

    Die meisten Kinder arbeiten gerne mit Pflanzen

    Neben den vielen offiziellen Partnern sind an diesem Eröffnungstag auch auffällig viele Kinder zu sehen, die zwischen den Beeten herumwuseln. „Ihnen macht die Arbeit mit Pflanzen besonders viel Spaß“, weiß Wiegand, als wir nach dem Grund fragen. „Mit unserer Kindergruppe aus dem Mehrgenerationenhaus haben wir bereits Insektenhotels gebaut, die noch aufgestellt werden.“ Langfristig soll als Schutz vor dem Autoverkehr eine Fläche für die Kita-Kinder eingezäunt werden. „Hier darf jeder ernten“, betont die Projektleiterin. Allein die Hochbeete, für die wir Patenschaften vergeben haben, sollen nur denen zur Verfügung stehen, die dort etwas gepflanzt haben. „Auf den hinteren Flächen, wo derzeit noch die Container der Kita stehen, wird künftig möglicherweise eine Streuobstwiese oder eine Bienenweide entstehen“, wirft Wiegand einen Blick in die Zukunft. Perspektivisch sollen alle Flächen bewirtschaftet werden. „Doch zunächst muss regulär überall der Boden untersucht, dann ausgekoffert und gegebenenfalls mit guter neuer Erde befüllt werden.“


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  • mehr Infrastruktur für den Basisgarten Borken

    (Gu aus Antrag und Antworten)

    Die Essbare Stadt Borken möchte in dem Gemeinschaftsgarten Basisgarten eine Toilette bauen, Regenwasser nutzen, Gartengeräte vor Ort haben und auch ein Insektenhotel bauen.
    Mehr Infos zu ihnen:

    50 Mitglieder, davon 15 Aktiv, davon 3 Vorstandsmitglieder

    –        Nicht eingetragener aber als gemeinnützig anerkannter Verein (Bescheinigung vom Finanzamt liegt vor). Eine Eintragung erfolgt voraussichtlich im Jahr 2017

    –        Entscheidungen werden monatlich (oder im Notfall zeitnah) durch den Vorstand getroffen (der Vorstand hat eine Geschäftsordnung). Es findet eine Regelmäßige Sitzung statt.

    –        Informationen werden über Facebook, Whats App-Gruppen und der örtlichen Infotafel kommuniziert

    –        Es gibt ein Jungpflanzenteam (6 Mitglieder), das sich jeden Donnerstag um die Jungpflanzenzucht kümmert. Wobei hier meistens immer 3-4 Leute anwesend sind. Die Anzucht sowie Verkauf geht von Anfang März – Ende Juli.

    –        Es gibt derzeit drei orte, wo der Verein aktiv arbeitet (Heimgarten von Mir – Gewächshaus 8m² für Setzlinganzucht / Ökohof in Rhedebrügge für Jungpflanzenanzucht auf mehr als 200m², Hühnerhaltung auf 1000m², Möglichkeit zur Herrichtung weiterer Parzellen auf ca. 400-600m², Himbeergarten auf ca. 200m²/ Basisgarten 600m, 15 Parzellen bis 22m² exkl. Gemeinschaftsparzellen von 4-20m²)

    –        Es gibt eine Homepage mit Onlineshop für Jungpflanzen

    –        Der Verein macht Werbung über Flyer und Facebook sowie Mundpropaganda

    C)        Vorhandene und zukünftig mögliche Unterstützung durch Stadt und Firmen

    –        Die Stadt Borken spendet kostenlos Wasser und füllt es in die vorhandenen 3x 1000ltr. IBC´s auf Anfrage immer nach.

    –        Die Stadt Borken spendet jederzeit kostenlos Hechselschnitt für Gehwege sowie Kompost für Beete

    –        Die Stadt Borken stellt Bagger und LKW für mögliche neue Gärten bereit (auf Anfrage)

    –        Die Stadt Borken stellt Beton bis 2m² bereit, falls mal ein Zaun gebaut werden soll (vorerst nicht angedacht)

    –        Die Stadt Borken stellt weitere Flächen (bei Bedarf) zur Herrichtung bereit und bezahlt die Pachtkosten und übernimmt die Versicherung

    –        Finanzielle Mittel werden von der Stadt Borken nach mehrmaliger Anfrage nicht bewilligt, das die Stadt mit den vorhandenen Leistungen Genugtuung empfindet

    –        Die Borkener Zeitung schaltet kostenlose Artikel und Anzeigen für uns in die Borkener Zeitung

    –        Das regionale Radio „WMW“ hat Interesse über uns zu berichten

    –        Der regionale Internet-TV Sender Borio.TV berichtet über uns seit ca. 2 Jahren 1-2x im Jahr

    –        Eine Suche nach Sponsoren (30 naheliegende Firmen wurden angeschrieben) war erfolglos, wir denken, dass das Projekt „Urban Gardening“ noch nicht richtig hier angekommen ist und den Leuten durch aktives und ordentliches Gestallten erst einmal zeigen müssen, dass Urban Gardening schön und Wertvoll ist.

    Hinweis zur Einnahme von Geldern aus Jungpflanzenverkäufen:

    –        Mit den Geldern der Jungpflanzenverkäufe wollen wir dieses Jahr 100% der Gelder in den Ausbau bzw. Herrichtung der Gewächshauses investieren, um im Jahr 2017 strukturierter und sauberer zu arbeiten. Außerdem soll das Saatgut für das Jahr 2017 daraus finanziert werden.

    –        Außerdem wollen wir mit den Geldern unsere Verkaufsstände ansehnlicher machen um mehr Leute zu erreichen

    –        Der Jungpflanzenverkauf dient in erster Linie als Werbung, um mehr Leute zum Selbstanbauen zu motivieren und eine Alternative zu überteuerten und gespritzten Gemüsepflanzen aus Bau- und Supermärkten zu bieten.

    Wir wollen also vorerst das Gewächsshaus mit den Verkaufseinnahmen, Privaten Mitteln und Spenden komplett ausnutzen und so herrichten, dass man es auch präsentieren kann und es Spaß macht, dort zu arbeiten, damit mehr Leute kommen und sich gerne dort aufhalten. Sobald dann „das Grundgesrüst“ steht, wollen wir ca. 20% der möglichen Einnahmen in den Erhalt der Anzucht und 80% in den Ausbau der Gemeinschaftsgärtenflächen investieren. Wir rechnen damit, dass wir bis Ende 2017 das Grundgerüst fertiggestellt haben.


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  • Düsselgrün hat neues Grundstück und zieht nun um

    (Gu, alerts und Mail, 31.10.)
    […] „Gestern übergab Gründezernentin Helga Stulgies die Fläche im Bürgerpark an der Stahlwerkstraße an die Düsselgrün-Vertreterinnen Viktoria Hellfeier, Paula Nowak und Anika Füger. Der neue Garten liegt in unmittelbarer Nähe des alten, quasi nur auf der anderen Seite der Kölner Straße. „Wir freuen uns natürlich, in der Nachbarschaft bleiben zu können. Dennoch wird der Umzug nächste Woche Samstag nicht ganz so einfach, denn die Hochbeete sind zum Teil sehr schwer“, sagt Viktoria Hellfeier. Heinrich Hannen vom Lammertzhof in Kaarst will mit Traktor und Anhänger helfen, die Gruppe ist aber für jede weitere Unterstützung dankbar (7. November, ab 10 Uhr).
    Dass die kommende Pflanzsaison eine besondere Herausforderung für die offene Gemeinschaft mit bis zu 50 Sympathisanten darstellen dürfte, liegt allein schon daran, dass das eingezäunte Grundstück mehr als doppelt so groß ist wie das alte, und auch sehr viele freier liegt.[…] Der für die Fläche hinter dem Hauptbahnhof vereinbarte Nutzungsvertrag ist unter Federführung des Gartenamtes erarbeitet worden und der erste seiner Art in Düsseldorf. „Von der Fortführung der Arbeit der Initiative geht ein positiver Impuls für vergleichbare Projekte in unserer Stadt aus“, erklärt Helga Stulgies, die betont, dass an dieser Stelle im Park bestimmt nicht irgendwann gebaut werde.

    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/stadtteile/oberbilk/gemeinschaftsgarten-duesselgruen-erhaelt-neue-flaeche-im-buergerpark-aid-1.5524318 (mehr …)

  • Essener GemeinschaftsgärtnerInnen bald ehreanamtliche MA der Stadt

    (Gu, Tel, 25.9.)
    Die Stadt Essen/Grün und Gruga forderte vor einer Weile, dass die Gemeinschaftsgärten einen Verein gründen oder eine andere Rechtsform annehmen. Bisher sind das alles Initiativen, die weder ein eigener Verein sind, noch Teil eines bestehenden Vereins. Es wird innerhalb der Gärten immer wieder kontrovers über das Thema diskutiert (pro: Gelder beantragen, Versicherung, Rahmen – contra: Bürokratie, Zeit, wer soll es machen, sind doch Flächen der Stadt) und auch dieses Mal gab es dazu keine Einigung. Bei einem Treffen mit der Stadt war klar, die Gärten sehen sich nicht in der Lage, der Aufforderung zu folgen. Nun ist es so, dass die GärtnerInnen wohl als ehrenamtliche MitarbeiterInnen der Stadt angesehen werden können und somit dann wohl die Stadt auch Trägerin ist. Aufbauten wir bei Neuland oder in anderen Gärten gibt es bei den Essenern nicht – und wird es wohl auch nicht geben, denn dafür würde die Stadt wohl nicht die Verantwortung übernehmen.
    Außerdem stehen wohl 40 Spielplatzflächen zur verfügung, um Gartenprojekte aufzubauen. Ein Vorbild ist der Haumanngarten.
    Ein Hintergrund dafür könnte sein, dass Essen 2017 Grüne Hauptstadt Deutschlands (mehr dazu: http://www.derwesten.de/staedte/essen/die-gruenen-helden-id11106173.html)wird und die Gemeinschaftsgärten ein Baustein dafür sind.

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  • Düsselgrün zieht um

    (Gu, Mail, 24.9.)
    Wir haben vor Ort tatkräftige Helfer die uns gegen geringe Entschädigung helfen werden die Beete zu bewegen (Jugendberufshilfe und der Biohof Lammerthof). Die Stadt hat uns eine Fläche weniger als 500 Meter entfernt in einem öffentlichen Park angeboten. Etwa 600qm. Sie bauen uns auf ihre Kosten einen Stacketenzaun. Wir haben den Pachtvertrag (unentgeltlich, auf unbestimmte Zeit, innerhalb 3 Monate kündbar) noch nicht unterzeichnet, da wir noch erreichen wollen, dass uns die Räumpflicht an den angrenzenden Wegen erlassen wird, sowie andere Kleinigkeiten.
    Insgesamt muss man sagen, dass „die Stadt“ sehr kooperativ ist und der Einsatz sich gelohnt hat. Der Referent der Umweltdezernentin hat einen Blick auf das Handeln der Verwaltung, denn es ist politisch gewollt und vereinbart, dass urbanes Gärtnern in Düsseldorf gefördert werden soll! Wir waren im Frühjahr im Ausschuss für Öffentliche Einrichtungen und das hat in der Tat einiges bewegt. Düsselgrün wird bei der Stadt nun als „Pilotprojekt“ betrachtet. Und die Stelle des „Urban-Garden-Beauftragten“ ist nun nicht mehr mit einer Praktikantin besetzt.
    Unser Glück ist, dass der neue OB Fan von düsselgrün ist. So haben wir z.B. am 3./4. eine Einladung zur Delegationsreise der Stadt Düsseldorf nach Chemnitz bekommen und Jutta wird nun mit Politikern und weiteren 30 “ Vertretern der Zivilgesellschaft“ für düsselgrün mitfahren. Da werden wir gerade regelmäßig überrascht.
    Da die neue Fläche komplett kahl, doppelt so groß ist und wir leider nicht alle Beete mit umziehen können
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  • Regenburger Gemeinschaftsgarten baut Solarpumpe

    (Gu aus Antrag, 18.3.)

    Wir, die Gartengruppe allein, sind eine Kerngruppe von 7 Leuten und ca. 20 Teilzeitaktive, die in Regensburg inzw. 3 Gärten bestellen . 2 davon sind eher kleinere  „PR-Gärtchen“ im Innenstadtbereich und unser größter , um den es auch hier geht, liegt in dem zum Weltkulturerbe gehörendem Regensburger Stadtteil Stadtamhof; ein wenig dezentral, aber sehr fein gelegen – direkt am Europakanal in unmittelbarer Donaunähe (~40m) .
    Er umfaßt 400m2, war früher eine ehemalige Parkfläche und wurde uns von der Stadt Regensburg, mit der wir eng kooperieren ( und seit 2014 auch im Koalitionsvertrag der regierenden Parteien im Stadtrat als förderungswürdiger Verein erscheinen – Punkt 10.4 ) , gegen ein kleines Entgelt zur Verfügung gestellt. 
    Seit Januar letzten Jahres bestellen wir den Garten und haben dabei sehr viel positive Resonanz von unseren Mitbürgern und der Stadt, insbesondere dem Gartenamt, bekommen, was sich auch in einer vielfältigen medialen Berichterstattung darüber widerspiegelte ( Mittelbayerische, TVA, Antenne Bayern,.. ) . Bevor ich hier viel erzähle, möchte ich Ihnen anbieten, auf unserem gruppeninternen Blog  einen tieferen Einblick in unseren Schaffensdrang zu gewinnen. 

    Zum Projekt selbst : 

    Im Garten haben wir das Problem, dass es dort weder Strom- noch Wasserleitung gibt. 

    Letztes Jahr haben wir das insofern gelöst, dass wir von der 40m entfernten Donau das Wasser mit Eimern (!) in den Garten getragen haben. ( ≥200l pro Tag .. )

    Dies ist jedoch eine auf Dauer nicht tragfähige Lösung, da es viele Menschen gibt, denen das aus diversen Gründen nicht möglich ist.

    Daher kamen wir zu dem Konsens, dass wir eine Lösung für diese Problematik brauchen. 

    Daraus entstand dann das Projekt der solarbetriebenen Wasserpumpe.


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