(Gu, Projektbesuch im Workshoprahmen, 20.9.)
Der Wächtergarten (500m², nicht alles bewirtschaftet) in Dresden-Löbtau ist auf dem Gelände des ersten und einzigen Wächterhauses in Dresden. Sie sind in der dritten Saison (den Garten gibt es seit Mai 2012), einige vom Wächterhaus sind dabei und einige aus der Nachbarschaft. Sie sind so 10 – 15 Leute. Zu jedem Saisonbeginn ist ein Ansturm auf die Beete, doch dann flacht es ab und etliche machen dann doch nix (was ärgerlich ist, da anderen abgesagt wurde). es gibt kein Schild, gab es wohl mal, es läuft über Mund-zu-Mund. Die Fläche war völlig überwuchert von Brombeeren und da die Leute vom Wächterhaus sehr viel mit dem Haus zu tun haben und einige, die unbedingt ein Beet wollen, dann doch nicht dazu kommen, es zu bewirtschaften und da hier anscheinend alles sehr gut wächst und wuchtert, nimmt sich die Natur sehr schnell wieder die Beete zurück – sprich: sie kommen nicht nach und sind ständig eher im Kampf mit der Natur. Das Mitmachen kostet nix, sie zahlen auch nix für die Nutzung der Fläche. Im Oktober nun wird die Fläche umgestaltet und sie wollen dann auch mehr gemeinschaftliche Beete und nicht mehr nur individuelle. Sie haben einen Deal mit dem Umweltamt. Wer Bäume abholzt (was schon schwierig ist), muss an anderer Stelle welche pflanzen. Wer keine Fläche hat, zahlt an das Umweltamt, was dieses Geld für die Pflanzung von Bäumen und Gehölzen ausgeben muss. Das Umweltamt darf nun auf der Fläche – entlang der Vorstellungen der GärtnerInnen – Bäume und Gehölze pflanzen, macht dafür die Fläche insgesamt plan, reißt Baumstümpfe aus, macht die Fläche urbar. Die Ersatzpflanzungen müssen 15 Jahre auf der Fläche bleiben können (mehr …)