Schlagwort: Kräuter

  • Wuppertal: Gartenprojekt wirkt in den Stadtteil hinein

    (Sachbericht)
    [Urbaner Garten Bayer Platz]
    2023 stand im Zeichen des Aufbaues. Dank der Förderung von Anstiftung konnten wir ein Grundstück, dass ausschließlich aus Beeten bestand in eine grüne Oase verwandeln. Palletten- Möbel entstanden, ein Rosenspalier wurde umgesetzt, ein Kompost wurde gebaut, in Kunstprojekten arbeiteten Senior*innen und Menschen jedes Alters im Garten und pflanzen Gemüse und Blumen. Kinder züchteten Schmetterlinge. Ein Küchenwagen ermöglichte es fünf Mal im Jahr direkt in der grünen Oase frisch Geerntetes zuzubereiten.

    Auch 2023 trafen sich in der grünen Oase inmitten von Häusern und Beton Menschen des Stadtteils. Senior*innen legten mit Menschen mit Fluchthintergrund eine Kräuterschnecke an und ernteten Salat, der dann in arabischer und deutscher Weise zubereitet wurde. Nach einer Kartoffelernte wurden alle interessierten Bürger zu einem Kartoffelfest eingeladen.

    Ein Zirkusfest unter dem Rosenspalier war ein weiteres Highlight für Groß und Klein.

    Auch dieses Jahr arbeiteten wir partizipativ. Alle Ideen wurden in der Gruppe beschlossen. Ein Umwelt- und Gartenpädagoge schulte uns in der Anbauweise.

    Auch 2024 wurde viel geplant und umgesetzt. Ein Schwerpunkt waren gartenpädagogische Angebote in Zusammenarbeit mit der Grundschule des Quartieres (mehr …)

  • Otterndorf: Garten der Hoffnung ist nun im Kleingartenverein

    (Sachbericht)

    Rückblick auf 2021

    Im Mai, Juni, Juli und August haben wir jeweils kleine Feste für die Garten-Aktiven veranstaltet, an denen ca. 12-20 Personen teilnahmen. Die neu erworbenen Pavillons konnten wir dabei wahlweise gegen Sonne und gegen Regen gut gebrauchen. Besonders schön war das Fest im Juli, weil überraschend eine kurdische Familie dazu kam, die vor 2 Jahren nach Buxtehude umgezogen ist, und eine afghanische Familie, die sich im letzten Jahr nicht mehr an den Gartenaktivitäten beteiligt hatte, weil sie arbeitsmäßig inzwischen voll eingespannt sind: auch wenn die Lebensumstände sich verändern: die Verbindungen bleiben häufig erhalten.

    Individuelle Förderung in deutscher Sprache fand das ganze Jahr über statt, in den kälteren Monaten nutzten wir hierfür die Räume des Initiativentreffs (Hadler Forum), in den Sommermonaten natürlich den Garten und dann besonders intensiv, da eine Frau aus unserer Gruppe dreimal wöchentlich Übungsstunden angeboten hat.

    Im September haben wir eine uns bekannte Kräuter-Expertin zu einer Veranstaltung eingeladen, die im Garten begann und dann in der Küche von einer Frau aus unserer Gruppe fortgesetzt wurde. Hier konnte unter Anleitung der Fachfrau in einer gemeinsamen Aktion Kräutersalz und Gemüsebrühe hergestellt werden. An diesem Kräuter-Treff nahmen mit großem Interesse sowohl geflüchtete Frauen teil als auch drei Frauen, die den Gemeinschaftsgarten bislang noch gar nicht kannten.

    Im Oktober haben wir mit vielen großen und kleinen Menschen zusammen die Äpfel und Birnen geerntet. Es waren nicht so viele wie letztes Jahr, deshalb haben wir diesmal keinen Apfelsaft gemacht, stattdessen die Früchte untereinander verteilt und große Mengen getrocknete Apfelringe hergestellt. Leider hatten wir auch viele Äpfel mit Schadstellen. So haben wir beschlossen, im nächsten Jahr noch einmal einen Fachmenschen für Obstbäume einzuladen, um den Baumschnitt und die Schädlingsbekämpfung (Leimringe u.ä.) anzuleiten.

    Im Oktober und November etablierte sich eine neue Gewohnheit: an mehreren Samstagen haben wir nach der Gartenarbeit gemeinsam etwas gekocht oder jemand hat vorbereitetes Essen mitgebracht: es begann mit Pfannkuchen und (selbstverständlich aus eigenen Äpfeln hergestelltem) Apfelmus, ging weiter mit einer Gemüsepfanne vornehmlich aus Gartenfrüchten, dann gab es eine Suppe nach iranischem Rezept und ein besonders opulentes afrikanisches Gericht. Das Essen wurde auf einem Gaskocher hergestellt oder warm gemacht, der Tee dazu auf offenem Feuer (Feuerschale) zubereitet. Das schaffte gerade in dieser kälteren Jahreszeit eine besondere Atmosphäre. Alle Beteiligten haben den Wunsch, diese Gewohnheit im nächsten Jahr fortzusetzen.

    Bilanz und Ausblick

    Die Gartengruppe zeigt nach nunmehr 5 Jahren immer noch Kontinuität: außer einer Frau, die 2021 weggezogen ist, sind alle mit deutschem Pass (acht Personen) dabeigeblieben, die iranische Familie, die von Anfang an dabei ist, und die pakistanische Frau sind verbindlicher Bestandteil dieser Gruppe. Einige Geflüchtete haben inzwischen Aushilfsjobs am Wochenende und können deshalb nicht mehr regelmäßig teilnehmen. Andere ziehen sich phasenweise zurück, weil ihre Situation hier und die Situation in den Herkunftsländern sie psychisch allzu schwer belastet. Doch sie alle, selbst diejenigen, die weggezogen sind, fühlen sich dem Gemeinschaftsgarten verbunden und kommen dazu, wenn sie es ermöglichen können.

    Unser Vorhaben, häufiger im Garten gemeinsam zu kochen eröffnet die Möglichkeit, noch weitere Menschen in die Struktur einzubinden, die an der Arbeit im Garten nicht so ein Interesse haben oder körperlich dazu nicht in der Lage sind. So kam z.B. eine Frau, die Patin für eine irakische Familie ist, mit zwei der Kinder regelmäßig zu unseren Mahlzeiten im Oktober und November.

    Ende des Jahres lief der Pachtvertrag mit der Kirche aus und wir sind als Verein in den vor zwei Jahren neu gegründeten Kleingartenverein eingetreten. Die Atmosphäre ist freundlich und offen. Möglicherweise ergeben sich hieraus auch noch neue Kontakte und Verbindungen, sobald die Corona-Beschränkungen aufgehoben sind und wir auch mal wieder ein größeres Fest wagen können.

    Unsere Idee, vermehrt Kräuter anzupflanzen, die geernteten und getrockneten Kräuter in kleine Tüten zu verpacken und gegen Spende abzugeben, haben wir wie geplant umgesetzt: an den beiden Tagen, an denen wir zu Marktzeiten in Otterndorf unseren Stand gemacht haben, sind wir alle Tüten losgeworden, konnten ca. 150 € an Spenden sammeln, haben unsere Gartenaktivitäten dargestellt und einige Gespräche auch über die Themen Krieg und Fluchtursachen bekämpfen geführt. Im kommenden Jahr wollen wir die Verarbeitung der Kräuter intensivieren.


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  • Pödelwitz: Gruppe startet zweiten Garten

    (Mail)
    der Kräutergarten, der im Rahmen der Förderung [durch uns]     angelegt werden soll, entsteht zusätzlich zum Projektgarten (Der gerade verspricht, wieder lebendiger denn je zu werden!) – wenn es natürlich auch personelle Überschneidungen gibt, Pödelwitz ist halt klein! 😉
    Die Vision wäre, ganz Pödelwitz mal zu einem gemeinschaftlich gepflegen und genutzten „essbaren Dorf“ zu machen, eine entsprechende AG Essbares Dorf gibt es auch schon, die fleißig (Guerilla-)gärtnert und die jungen Bäume und Sträucher pflegt. Vor unserem Dorffest am 18.9. soll auch eine erste gemeinschaftliche Ernte- und Verarbeitungsaktion stattfinden.
    Da ja aber 80% der Fläche noch immer in MiBrAG-Hand sind entstehen bis dato nur punktuellere Ansätze, dort, wo es eben möglich ist, die sich dann hoffentlich dereinst zu einem Ganzen zusammensetzen werden! Gerade aber sind die Projekte räumlich getrennt und auch über unterschiedliche Vereine gepachtet – der Projektgarten ist ja schon länger im Dorf und ein autonomes Projekt, der Kräutergarten entsteht jetzt aus unserer Initiative für die Dorfentwicklung heraus
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  • Heilkräutergarten

    Innerhalb eines Jahres konnten wir unseren dort aufgebauten
    Heilkräutergarten „Hevrin Khalaf“ mit Leben und Kräutern befüllen und
    zusammen mit vielen Frauen* (Migrant*innen, Geflüchtete, Kinder und
    interessierte Unterstützer*innen) einen ganzen Gartenzyklus durchleben.

    Wir haben in Workshops und Aktionstagen aber auch in Kleingruppen
    theoretisches Wissen und praktische Umsetzung im Garten angeboten und
    durchgeführt .

    Vom Aufbauen, Säen, Bewirtschaften und Ernten bis zur Kräuterkunde und
    Austausch über alternative Heilungsmethoden war der Garten fast
    durchgängig von interessierten Frauen besucht.

    Seit November 2020 bieten wir zudem im selbstgestalteten Design
    Kräutertees zum Erwerb an. Für die beteiligten Frauen und auch geflüchteten
    Frauen in Unterkünften stehen die Kräutertees kostenlos zur Verfügung.
    Innerhalb eines laufenden Beratungsprojektes können sie sich vorab bei
    unserer Heilpraktikerin und Ärztin informieren und beraten lassen.

    Der Erlös der Tees soll in ein Projekt für geflüchtete Frauen* und Kinder
    fliessen, viel mehr geht es aber um das Verbreiten der Geschichten von den
    Frauen mit Fluchterfahrung durch beiliegende Flyer und durch das
    Weitererzählen und den solidarisches Aspekt, gemeinsam für einen guten
    Zweck etwas herzustellen und es öffentlich zu machen.

    Im Garten sollen nach einer kleiner Winterpause ab Februar 2021 wieder
    regelmäßig Workshops stattfinden. Er etabliert sich immer mehr zu einem Ort, an dem die Frauen zur Ruhe kommen, mithelfen und sich untereinander
    austauschen können.

    Unsere direkten Nachbarn auf dem Jacobi-Friedhof sind die
    Prinzessinnengärten mit denen wir uns auf gärtnerischer und persönlicher
    Ebene viel austauschen und uns gegenseitig unterstützen.

    Der Bedarf an Heilkräutertees (Thymian, Rosmarin, Salbei, Minze, Fenchel
    und Kamille) ist sehr hoch, so dass wir unseren bisherigen Bestand erweitern
    wollen. Um im kommenden Frühling unsere Kräuter wieder biologisch und
    nachhaltig zu bewirtschaften, benötigen wir daher weiteres Material, um in
    gemeinsamen Aktionstagen, weitere Hochbeete aufzubauen.

     
    • Wie viele Frauen gärtnern inzwischen in dem Gartenprojekt?
    ca. 20 Frauen (von der kurdischen Community sind immer ca. 10 Frauen
    da, manchmal auch mehr und viele Kinder, dann noch ca. 10 Frauen aus
    dem Flamingo Kern plus an Projekttagen und Workshops und
    Beratungsangeboten immer so zwischen 2-6 Frauen.
    • Gibt es eine Kerngruppe?
    Ja, die Kerngartengruppe von Flamingo zu denen auch die kurdischen
    Community Frauen zählen, also ca. 15 Kernfrauen
     
    • Wie oft gärtnert ihr zusammen oder kommen Frauen auch „einfach
    so“?
    Die Kerngruppe ist vereinzelt oder in Gruppen mehrmals die Woche im
    Garten. An den Tagen können alle Interessierte auch kommen und
    mitmachen
    • Gärtnern alle Frauen mit oder machen manche auch „nur“ bei
    Workshops oder bei Verarbeitungsaktionen mit?
    Die ca. 20 Frauen Gärtnerei hauptsächlich und darüberhinaus gibt es die
    Frauen und Kinder die explizit bei Workshops mitmachen oder bei
    Aktionstagen kommen Frauen dazu
    • Wie habt ihr das Gärtner, die Beratungen und die Workshops unter
    Einhaltung der Corona-Regularien gestalten können?
    Da hatten wir Glück, weil wir den Frühling und Sommer in kleinen
    Gruppen (je nach Massnahme) mit genug Abstand und in der freien Luft
    arbeiten konnten. Die Workshops konnten auch unter Einhaltung der
    Hygienmassnahmen stattfinden. Und jetzt ist es etwas schwierig weil es
    sehr kalt ist, aber unser Bauwagen hat seit letztem Monat Solarpanele
    und eine Heizung. Donnerstags sind Beratungen dort und auch das geht
    trotz Coronamassnahmen mit Mundschutz und Händewaschen und
    disentfizieren. Im Garten selbst wird gerade nichts grosses gemacht bis
    Januar / Februar.
    • Wie viel Kräuter habt ihr in etwa geerntet und zu Tees und anderen
    Produkten verarbeitet?
    Wir haben nur Tees produziert. Von den Sorten ca. 2kg: Salbei und Minze.
    Von Kamille etwas weniger, da ist was schief gelaufen ;( bei der
    Bewässerung, aber wird im kommenden Jahr dafür richtig laufen. Von
    Thymian und Rosmarin haben wir nur einen Teil bis jetzt geerntet: jeweils
    ca. 1kg.• Wie viel davon verkauft ihr/wollt ihr verkaufen? Wie groß sind die
    bisherigen Einnahmen aus dem Verkauf der Tees?
    Wir haben einen grossen Teil für den Eigenbedarf für die beteiligten
    Frauen und den anderen Teil wollen wir verkaufen, das wird aber eher ein
    kleiner Teil sein. (in diesem Jahr).
    • Wie viele Hochbeete plant ihr (bitte schlüssle die Kosten dafür noch
    auf) und wer wird die wann bauen?
    26 Hochbeete ich schicke dir den Kostenvoranschlag von PG mit. Lisa
    von PG wird sie mit uns zusammen bauen, also als Workshop und
    Aktionstage für alle offen.

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  • Stadtgarten Connewitz: Teich wird in Eigenarbeit saniert und großes Kräuterbeet wieder neu angelegt

    (Antrag)

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    Antrag auf Förderung des Projektes „Gemeinsam gärtnern ::
    Zusammen wachsen“ durch die „Stiftungsgemeinschaft anstiftung &
    ertomis“
     
    Ein Projekt des Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V. | Januar 2019 bis Dezember 2019
     
    Kontakt:  
    Christiane Heinichen | Telefon: 0341 3065 114 | E-Mail: christiane.heinichen@oekoloewe.de
     
    Zur Organisation:
     
    Der „Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V.“ ist ein anerkannter Umwelt- und Naturschutzverein
    und die regionale Plattform für umweltfreundliche Ideen, Projekte und Aktionen. Seit der
    politischen Wende 1989 engagiert dieser sich für eine nachhaltige Stadt- und
    Regionalentwicklung, gibt Impulse in der Umweltpolitik und setzt Natur- und
    Artenschutzprojekte um. Als Verein mit rund 1.500 Mitgliedern kooperiert er mit kommunalen
    und überregionalen Initiativen und Netzwerken. Der Verein betreibt die Leipziger
    Umweltbibliothek mit 20.000 Medien, organisiert die Ökofete und die Leipziger Umwelttage
    und bietet Bildungsangebote für jährlich 5.000 Menschen. Konkrete Projekte des
    durchführenden Fachbereiches „Grüne Stadtgestaltung“ sind der Stadtgarten Connewitz, die
    Fassadenbegrünungskampagne „Kletterfix – Grüne Wände für Leipzig“, die Kampagne „Leipzig
    soll blühen“.
     
    Projektbeschreibung:
     
    Die 4.300 m² große „grüne Oase“ wurde 1993 vom Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V. von
    der Stadt Leipzig gepachtet und genutzt und 2011 durch den Kauf vor einer möglichen
    Bebauung gerettet. Mit dem Projekt „Gemeinsam gärtnern :: Zusammen wachsen“ wird der
    „Stadtgarten Connewitz“ zu einem sozialen und integrativen Ort entwickelt. Der
    Gemeinschaftsgarten bindet verschiedene NutzerInnengruppen ein. Es etabliert sich eine
    partizipative Ehrenamtsstruktur. Der Garten bietet optimale Voraussetzungen, ökologisches
    Gärtnern in der Stadt zu erfahren. Mit seinem Altbestand an Obst- und Laubbäumen und der
    langjährigen konsequenten ökologischen und naturnahen Bewirtschaftung ist er ein
    einzigartiges Ökosystem und fördert die Biodiversität und das Mikroklima vor Ort.  
     
    Ziele und Maßnahmen für 2019:
     
    Im Jahr 2018 lag der Schwerpunkt unserer gemeinsamen Aktivitäten auf der Umsetzung von
    längst überfälligen Infrastrukturmaßnahmen. Diese teils sehr umfänglichen Arbeiten haben viele
    Ressourcen und Kapazitäten gebunden. In diesem Jahr soll mit dem Bau eines
    Grundwasserbrunnens eine weitere wichtige bauliche Maßnahme realisiert werden. Der heiße
    Sommer im vergangenen Jahr hat gezeigt, dass die Nutzung des Regenwassers über eine
    Zisterne nicht ausreicht. Mit einem Brunnen ist der Garten für zukünftige Hitzeperioden
    gewappnet.  
     
    An offenen Gartentagen werden 2019 weitere Interessierte eingeladen, den Garten und die
    Gemeinschaft kennenzulernen. Es gilt weitere GemeinschaftsgärtnerInnen zu gewinnen, die
    sich verlässlich, engagiert und mit eigenen Ideen im Projekt einbringen.     
     
     
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    Eine intensive Ansprache bestimmter Zielgruppen (Nachbarschaft, Geflüchtete, Menschen
    mit Beeinträchtigung) lässt den Kreis der aktiv beteiligten GemeinschaftsgärtnerInnen ebenfalls
    weiter wachsen. In Erfahrung gebracht werden soll, ob es mit einer nahegelegenen
    Gemeinschaftsunterkunft gelingen kann, gemeinsame Anknüpfungspunkte zu finden. Kontakte
    gibt es ebenfalls zu einem in der Nachbarschaft gelegenen integrativen Wohnprojekt. Hier leben
    acht junge Menschen mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen selbstbestimmt in
    einem Wohnprojekt gemeinsam mit einem Betreuerteam.  
    Je mehr Engagierte das Projekt tragen und Aufgaben übernehmen, umso näher kommt das
    Projekt dem Ziel, selbstragende Strukturen zu schaffen und den Garten zu einem Ort der
    Vielfalt, des Miteinanders und der Begegnung zu entwickeln.  
     
    Mit der Erstellung und Pflege von Informationsmaterialien werden das Projekt und die
    Veranstaltungen in die Öffentlichkeit getragen. Selbstverständlich gibt es auf der Homepage des
    Ökolöwen und über den vereinseigenen Emailnewsletter regelmäßige Informationen zum
    Projektfortschritt sowie Presse- und Medienarbeit zur Teilnahme an thematischen
    Veranstaltungen.  
     
    Ebenfalls intensiviert werden soll in diesem Jahr der Austausch mit anderen
    Gemeinschaftsgarten-Initiativen in Leipzig. Nach einem ersten Auftakttreffen im Februar ist
    die Motivation gemeinsame Ideen voranzubringen und den Austausch fortzusetzen, groß.
     
    Die Neuanlage und Aufwertung der 300 qm großen Kräuterbeetfläche wird in diesem
    Jahr ein Schwerpunkt des gemeinschaftlichen Schaffens sein. Mit großem Interesse haben die
    GemeinschaftsgärtnerInnen bereits begonnen, sich Wissen über die Anlage einer solchen Fläche
    anzueignen.  
     
    Die Sanierung des Naturteichs muss in diesem Jahr noch vollendet werden. Hier haben die
    GemeinschaftsgärtnerInnen viel Vorarbeit geleistet, die nun noch mit der passenden
    Uferbefestigung und mit Teichpflanzen abgeschlossen werden soll. Das Biotop ist Lebensraum
    diverser Amphibien. Beide Maßnahmen sind gute Beispiele dafür, wie
    GemeinschaftsgärtnerInnen Ideen selbstbestimmt umsetzen und Selbstwirksamkeit erleben. Es
    ist uns ein großes Anliegen, diese Bemühungen nach Kräften zu unterstützen.
     
    Der Ökolöwe fungiert weiterhin als Rahmengeber und Moderator (manchmal auch Mediator) in
    diesem Prozess und berücksichtigt die Verbindlichkeit eines Aktionsplanes für den Garten.  
     
    Erwartete Wirkung:
     
    Als Gemeinschaftsgartenprojekt leistet „Gemeinsam gärtnern :: Zusammen wachsen“ einen
    wichtigen Beitrag zur sozialen Integration, zur Stärkung des Bürgersinns und der Zivilgesellschaft
    in Leipzig. Die Ausrichtung des Stadtgartens als Gemeinschaftsgarten ist langfristig angelegt.
    Der Ort gilt dabei als Veranstaltungs-, Begegnungs- und Erholungsstätte und als Treffpunkt für
    die Nachbarschaft. Er ist aufgrund der naturnahen Gartenelemente, seiner Artenvielfalt und
    seinem wertvollen Altbaumbestand ein einzigartiger lokaler Beitrag zu Klimaschutz und zum
    Erhalt der Biodiversität. Er erfüllt damit auch eine wichtige ökologische Funktion. Das
    ökologische Gärtnern sensibilisiert für Belange des Umwelt- und Naturschutzes und forciert ein
    bürgerliches Engagement zugunsten gemeinnütziger Zwecke. Die gemeinsame Gestaltung und
    die Entwicklung einer Nutzungsstruktur fördert das Bewusstsein für natürliche
    Lebensgrundlagen und Kreisläufe. Gerade in einer Stadt, die in den letzten Jahren eine
    Nachverdichtung der Bebauung erlebt, sind naturnahe geschützte Orte und Begegnungsstätten
    – außerhalb von Konsumangeboten – eher Ausnahmen, die besonders im Gemeinschaftsgarten
    einen Raum finden. Das erzeugt ein Gefühl der Zugehörigkeit und stärkt den sozialen   
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    Zusammenhalt. Die unmittelbare Nachbarschaft hat die Möglichkeit sich neu kennen zu lernen,
    womit die lokale Anbindung gestärkt wird. Zusätzlich soll der Kontakt und Austausch mit
    anderen Gemeinschaftsgärten in Leipzig gepflegt werden, um auf Erfahrungen und Konzepte
    zurückzugreifen und sich zu vernetzen.
     
    Gefördert werden soll die Anschaffung von Saatgut, Kräuter- und Teichpflanzen. Die
    GemeinschaftsgärtnerInnen planen für dieses Jahr die Neustrukturierung des Kräuterbeets, dafür
    werden unter anderem neue Pflanzen benötigt. Außerdem haben sie schon im letzten Jahr
    damit begonnen den Teich zu sanieren (mehr …)

  • Workshop von Najeha im Garten Bad Sooden Allendorf

    (von Najeha)

    Bericht über den Workshop in Bad Sooden-Allendorf am 26.09.2018

    Diesmal habe ich die Gruppe erst im Garten angetroffen. Die meisten waren Frauen und Kinder. Die beiden einzigen Männer waren der deutschstämmige Ehrenämtler David und ein Flüchtling aus Syrien.

    Alle waren sehr stolz darauf mir den Garten und ihre Ernte zu zeigen. Ich war aber auch wirklich sehr überrascht über ihren Fortschritt damit. Es ist kaum zu glauben was für einen schönen Garten sie aus dem schwierig zu bearbeitendem Grundstück aufgebaut haben. Überall lag reichlich Ernte auf dem Boden. Im Garten finden sich fast nur Flüchtlingsfamilien. Die beiden einzigen deutschstämmigen sind der Ehrenämtler David und Nadjas Mutter. Nadja ist die ehrenamtliche Koordinatorin des Gartens. Nach einer kurzen Besichtigung im Garten ging es zu Fuß zum Familienzentrum. Dieses wurde kürzlich saniert und sieht demensprechend sehr gut aus. Die Räumlichkeiten sind modern eingerichtet, es gibt eine tolle Küche, einen schönen Unterrichtsraum und viele Spielmöglichkeiten für die Kinder. Gemeinsam haben wir dort dann die Gesichtscreme vorbereitet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Workshop hatten viele Fragen, vor allem dazu, wie sie schneller Deutsch lernen können. Der Kontakt zu Deutschen ist ein wichtiger Bestandteil zur Erlernung der Sprache, weshalb ich mich mit der nicht ganz unwichtigen Frage an die Organisatorin gewendet habe, weshalb es keine deutschen Familien im Garten gibt. Sie meinte sie wollte erst mit den Flüchtlingen mit der Arbeit im Garten beginnen und dann erst wenn eine Vertrauensbasis geschaffen wurde auch Deutsche dazunehmen. Für die nächste Saison im neuen Jahr haben bereits ein paar deutsche Familien ihr Interesse für den Garten mitgeteilt und sich dafür angemeldet. Die Vorbereitung der Gesichtscreme hat nicht lange gedauert, aber der Beratungsbedarf war zeitlich dafür umso intensiver. Fast alle waren junge Mütter mit jeweils mehreren Kindern und alle haben geraucht. Ich habe mit ihnen über den für die Gesundheit schädlichen Rauch, insbesondere für ihre Kinder, die diesen passiv mitrauchen müssen diskutiert. Alle kommen aus kleinen und engen Gesellschaften, aus Dörfern und lebten immer unter großer Angst, weil sie Kurden sind. Ein Großteil ihrer Familien lebt noch immer dort und sie erklärten mir, dass ihnen das Rauchen bei der Bewältigung ihrer Lebensumstände hilft. Es würde sie von ihren Ängsten und Sorgen um ihre Familienangehörigen ablenken. Aber auch über andere Themen, wie die Erziehung der Kinder und eben die Rolle der Sprache wurde gesprochen. Viele der Frauen baten mich mehrmals darum in ihre Nähe zu ziehen, weil sie meine Motivation und Unterstützung brauchen. Nadja hat sich ebenfalls sehr über meinen Besuch und meine beratenden Gespräche gefreut. Während der Zubereitung der Gesichtscreme kamen einige Fragen zu Wildkräutern aus dem Garten und ihre Nutzung auf, deshalb werde ich im neuen Jahr wieder hin fahren und ich werde dazu ein Workshop geben.


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  • Inklusiver Kräutergemeinschaftsgarten im Wedding verkauft Produkte

    (Gu, Projektbesuch)
    Auf dem parkähnlichen Gelände einer Freizeiteinrichtung der Lebenshilfe ist in Kooperation mit Himmelbeet ein inkluisver Gemeinschaftsgarten entstanden, in dem fast ausschließlich Kräuter angebaut werden. Zunächst gab es eine Art Rondell mit einzelnen Beeten, die dann aber nicht auf genug Interesse bei den NutzerInnen der Einrichtung fand. Dieses Rondell wurde mit Gelder der Aktion Mensch eingerichtet. Durch den Kontakt mit Himmelbeet und einer weiteren Förderung der Aktion Mensch konnte der Garten vergrößert werden und nun sind 20 Leute aktiv. Die Leute mit Behinderung sind von Anfang an dabei, die ohne Behinderung wechseln meist zur neuen Saison.
    Die Gruppe trifft sich 1x/Woche mit jemanden vom Himmelbeet, der ihnen gärtnerisch zur Seite steht und Wissen vermittelt. Die Kräuter ernten und verarbeiten sie gemeinsam: zu Kräutersalzen, – ölen u.ä. und verkaufen sie an z.B. einen Eisladen im ediing und auf Märkten. Sie wollen auch einen Sternekoch ansprechen, der mal ein Beet im Himmelbeet hatte und eine Cocktainbar in Neukölln, die einen Schwerpunkt auf regionalen Zutaten hat. Das Geld fließt zurück ins Projekt. Was passiert, wenn die Förderung von Aktion Mensch ausläuft, ist noch offen. (mehr …)

  • Ein Heilpflanzengemeinschaftsgarten entsteht in Berlin

    (Gu aus Antrag)

    Im Wagendorf Berlin-Karow ist auf ca. 800 qm ein Heilpfl anzengemeinschaftsgarten
    im Entstehen. Interessierte Menschen können hier Heilpfl anzen anbauen, ernten und
    verarbeiten, sowie eigene Erfahrungen sammeln und sich austauschen, sich aktiv um
    ihre Gesundheit kümmern. Dazu gestalten wir das Gelände zu einem Biotop, in dem
    eine Vielzahl von Pfl anzen, Tieren, Mineralien, Menschen, Sonne, Mond und Wetter
    gemeinsam wirken.
    Der Heilegarten ist off en für alle interessierten Menschen und Kooperationen mit
    Bildungsträgern jeglicher Art sind ausdrücklich erwünscht.

    Der Heilegarten ermöglicht Bildung durch ganzheitliches Erfahren und Erleben von
    Heilpfl anzen. Der Gemeinschaftsgarten als solcher fördert einen intensiven Austausch
    zwischen allen Mitwirkenden. Weiterhin ist der Heilegarten ein off ener Bildungsort für
    Vorträge, Workshops, Exkursionen und Kindergarten-, Schulprojekte usw.
    Die Pfl anzen werden beschildert und Erfahrungen dokumentiert und veröff entlicht.
    Maßnahmen zur Umsetzung der Inhalte und Ziele
    Boden verbessern, Geländestrukturen und Hochbeete anlegen
    • Auf einem Großteil der Fläche besteht der Boden aus Kies und Sand mit einer
    nur 10 cm starken humushaltigen Oberschicht. Für die Trockenheit liebende
    Pfl anzen bleibt ein Teil so erhalten, in anderen Bereichen ist die Einbringung
    und bzw. Aufschüttung von Lehm und Komposterde geplant. Bis 10/2018
    • Drei Wälle ein Hügel und eine feuchte Senke werden errichtet. Von 9/2017
    -10/2018
    • Bau von vier Hochbeeten mit ca. je 12 – 18 qm Oberfl äche für Rotationsanbau
    Von 9/2017 – 10/2018
    • eigene Erde herstellen mit Bokashi, Wurmkompost, Eselmist Seit 05/2017 in
    Zusammenarbeit mit dem Naturkindergarten „Tante Josefi ne“
    • Kräuterspirale anlegen Bis 10/2018
    Gemeinsames Gärtnern
    • Es gibt mindestens einen festen Gartentag pro Woche mit Betreuung von
    neuen Interessentinnen und regelmäßige Planungstreff en
    • Bäume, Büsche, Sträucher und Hecken pfl anzen Bis 10/2018
    • Wildkräuter ansiedeln und vermehren  Seit 09/2017 fortlaufend
    • Beete und Flächen bewirtschaften
    • eigenes Saatgut gewinnen und Pfl anzen vermehren
    • Treff punkte für Menschen einrichten Bis 10/2018
    ◦ Treff  unter der Linde in Zusammenarbeit mit dem Naturkindergarten
    ◦ Sommerküche in Zusammenarbeit mit dem Kunstwerkstall
    Heilegarten Projektbeschreibung 2018-02 / Die Pankgräfi n e.V. Pankgrafenstr. 12 d, 13125 Berlin / www.heilegarten.deBildungsangebote
    • Fortlaufend Worshops und Seminare zu Heilpfl anzen, deren Anbau, ihrer
    Anwendung und zur Herstellung von Tinkturen, Tees, Salben etc.
    • Angebote zur Erhaltung der Gesundheit
    • Projekte mit Schulen und Kindergärten (mehr …)

  • Inklusive Gemeinschaftskräutergarten im Wedding

    (Gu, Mail)

    Natürlich können die GärtnerInnen auch Kräuter für sich selbst mitnehmen. Eigentlich sind es zwei Gärten neben einander. Wir haben mit einem Kräuter-Rondell angefangen, wo jede*r Teilnehmer*in eine kleine Parzelle hat, um das anzubauen was er/sie möchte. Im zweiten Jahr haben wir einen Produktionsgarten angelegt, um gezielt die Kräuter anzubauen die wir für die Produkte brauchen. Aber auch da produzieren wir viel mehr als was wir verarbeiten können, also können alle auch dort Kräuter ernten. Der Produktionsgarten hat zusätzlich dazu die Funktion eines Schaugartens. In 2018 wollen wir ein Paar Hoch- und Tischbeete anlegen damit Menschen mit körperlichen Einschränkungen besser teilnehmen können.

    Wenn du dir einen visuellen Eindruck vom Projekt machen willst, kannst du das brandneue Dokumentationsvideo anschauen: https://vimeo.com/247103768


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  • urbane Landwirtschaft und Mitmachgarten auf der Bonnekamphöhe

    (Gu aus Antrag und Antworten)

    Die Bonnekamphöhe im Essener Bezirk 6 ist ein Modellprojekt für urbane Landwirt­schaft nach dem Gärtnerhof-Prinzip. Wir wollen zeigen, dass eine im Sinne der regio­nalen Ernährungssouveränität produktive Nutzung der verinselten Freiflächen im Emscher Landschaftspark möglich ist. Dabei spielt auch die Integration ansonsten schwer vermittelbarer Menschen in sinnvolle, kooperative Arbeit eine wichtige Rolle.
    Gleichzeitig entsteht auf dem knapp drei Hektar großen Areal ein Natur-Erlebnis-Park. Sowohl Kinder als auch Erwachsene haben hier die Möglichkeit, heimische Artenvielfalt und ökologische Zusammenhänge zu erleben und zu verstehen.Thematische Schwerpunkte sind z.B. Biodiver­sität, Wechselwirkungen zwischen Natur und Kultur, biologische Erzeugung von Nah­rungsmitteln sowie Ernährungsbewusstsein und Förderung praktischer Fertigkeiten.
    Durch die konsequente, extensiv-biologische Bewirtschaftung seit 6 Jahren hat sich eine Art Naturschutzreservat gebildet. Das heißt Artenreichtum/Biodiversität sind „ex­plodiert“.
    Zurzeit soll der biologische Gemüseanbau erweitert, eine Anzahl neuer Mitmachbeete und verschiedene erlebnisorientierte und umweltpädagogische Angebote für Kinder und Erwachsene geschaffen werden.
     

    Grundsätzlich ist festzuhalten, dass sich die „Szene“ um und im Garten auf der Bonnkamphöhe jährlich verändert, Strukturen sind deswegen weitgehend im Wandel, neue Menschen und Ideen kommen hinzu, Altes entwickelt sich oder verschwindet……

    Die Bonnekamp-Stiftung für die integrative Stadt wurde im Herbst 2014 gegründet. Vier Jahre vorher begannen in Privatinitiative die vorbereitenden Arbeiten (Entmüllung des Geländes, Beete- und Wegebau, Brunnenbohrung, Anlegen des Teiches, erste Obstbaumpflanzungen, Folientunnel,etc).

    Das Gelände der Bonnekamp-Stiftung ist insgesamt ca 3 Hektar groß. Darauf verteilt gibt es mehrere weiter unten beschriebene gärtnerische Aktivitäten die zusammengefasst sind unter dem Namen:

    1.       Urbane Landwirtschaft:

    Hier geht es um den Aufbau eines Gärtnerhofes im Sinne von Ernährungssouveränität, Regionalisierung und Umweltbildung. Es sollen ausgewählte Restaurants aber auch Endverbraucher mit ökologisch angebautem Gemüse versorgt werden. Alle auf dem Gelände gebrauchten Jungpflanzen werden hier angezogen, Überschuss den angrenzenden Kleingärten angeboten.
    Die Stiftung stellt das Gelände und die bisher geschaffene Struktur zur Verfügung (Zäune, Brunnenbohrung, Stromversorgung, Bewässerungsteich, Schuppen,). Alle laufenden Kosten werden zurzeit durch Spenden aufgebracht.
    Zur urbanen Landwirtschaft gehören 10 bis 15 Bienenvölker, die von einem Hobby-Imker betreut werden.
    Es arbeiten hier 2 Personen hauptverantwortlich und ein junger Mann aus einer WfB.
    Es gibt 27 Beete a 9 qm für Feingemüse,weitere unterschiedlich große Beete von insgesamt ca 1000 qm (700 qm davon neu in diesem Jahr bewirtschaftet), 1 Folientunnel a 250 qm

    2.       Mitmachgärten:
    Ein Teil der Beete der urbanen Landwirschaft, ca 100 – 200 qm werden in diesem Jahr als Mitmachfläche bewirtschaftet (ca 15 bis 20 Personen, 100 – 200 qm);
    Auf einem anderen Teil des Geländes hat eine 10er StudentenWG ca 30 qm Brombeeren gerodet für den Gemüseanbau und pflanzt dort Gemüse an für den eigenen Bedarf .
    In unmittelbarer Nähe davon hat eine Gruppe der Sozialtherapie der Bruderhausdiakonie weitere ca 80 qm gerodet und wird in diesem Jahr dort gärtnern. Die Erstellungskosten wie Beeteinfassungen, Mutterboden sowie Saatgut werden von der Bruderhausdiakonie erbracht. Im Gegenzug dazu die Infrastruktur des Geländes genutzt.
    Auf einem ca 40 qm großen Beet wird von einem der Mitgärtner mit Permakultur experimentiert.
    Ein „Naschpfad“ ist im Entstehen, ebenfalls von MitgärtnerInnen initiiert. Hier ist ein ca 150 Meter langer Weg im vergangenen Herbst mit 25 Obstbäumen (vorwiegend alte Sorten) bepflanzt, ca 100 Beerensträucher sollen in diesem Frühjahr dazu kommen.
    Ein Praxisseminar der Hochschule Essen wurde und wird im Sommersemester angeboten, betreut von einem qualifizierten Mitgärtner. Es geht um den Themenkomplex „Heilpflanzen“. Dazu werden entlang eines Weges verschiedene Kräuter und Heilpflanzenbeete angelegt und gepflegt. Im Wintersemester werden von den geernteten Pflanzen Auszüge, Tinkturen, Salben, etc hergestellt. Die Finanzierung läuft über die Universität Essen-Duisburg.
    Die Zahl der Mitarbeitenden schwankt und ebenso deren Intensität des (ehrenamtlichen) Engagements. Der kontinuierliche Kern der Gruppe besteht aus ca 10 bis 15 Personen. Weitere Mitarbeitende in unterschiedlichster Form sind ca 50 Personen.
    Wer sich bei den Mitmachbeeten verbindlich engagiert, zahlt 2017 einen noch zu bestimmenden monatlichen Betrag.
    Die beantragte Summe für das Saatgut 2017 wird hauptsächlich von dem Bereich der urbanen Landwirtschaft und den GärtnerInnen der Mitmachbeete genutzt, kommt aber zB als vorgezogene Gemüsepflänzchen allen zugute, bzw es wird getauscht und verschenkt.
    Entscheidungen werden ganz pragmatisch während der Zusammenarbeit oder in unregelmäßigen Gesamttreffen gefunden.


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  • Gartenprojekt an Flüchtlingsunterkunft in Zuffenhausen: viel positive Resonanz

    (Gu, Mail, 26.11.)
    In Stuttgart/Zuffenhausen ist dieses Jahr ein Gartenprojekt an einer Flüchtlingsunterkunft entstanden.
    „Das Projekt wurde über den Flüchtlingsfreundeskreis gestartet und durch interessierte Menschen aus unterschiedlichen Bereichen unterstützt. So zum Beispiel aus der Unterkunft und aus dem Freundeskreis selbst, sowie aus der Nachbarschaft und der mobilen Jugendarbeit Rot. Die Erfahrungen bisher sind ausschließlich positiv. Anwohner der Flüchtlingsunterkunft sind begeistert, genau wie Anwohner aus der Nachbarschaft die die Beete mit nutzten.“
    Es gibt den Anwohnern aus der Unterkunft, aber auch Anwohner aus der Nachbarschaft die Möglichkeit der Begegnung und der Zusammenarbeit im Kräutergarten. Im nächstem Jahr entsteht noch eine Fahrradwerkstatt und eine Tischtennisplatte, sowie Sitzmöglichkeiten. Das Projekt stößt überall auf großes Interesse.“
    Sie begärtnern bisher 20m², die Gartenfläche hat insgesamt 150m²


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  • Kräuterfest bei Querbeet

    (Gu, Mail, 24.6.)
    Am Sonntag, den 28. Juni, lädt die europäische Lernpartnerschaft PLANT ein zum Kräuterfestival im Gemeinschaftsgarten Querbeet. In kostenfreien Workshops zeigen Kräuterfachleute aus Griechenland, Irland, Polen, Estland und Deutschland was man aus Wild- und Kulturkräutern Spannendes machen kann. Von Holunderessig bis Brennnesselhaartonic gibt es allerlei Kräutriges zu entdecken, dazu Geschichten und Lieder sowie kulinarische Leckerbissen. Zum Ausklang lässt das Bluesorchester das Tanzbein zucken.

    Zeit: 14-18 Uhr, danach Musik
    Programm: http://www.querbeet-leipzig.de/wp-content/uploads/2015/06/Plant-Flyer-Kräuterfestival.pdf


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  • 2 Veranstaltungen bei Querbeet im Juni

    (Gu aus Newsletter, 3.6.)
    13. Juni, 10-16 Uhr, wird es einen Flohmarkt bei uns im Garten geben. Also kramt Eure alten guten Sachen raus, macht es Euch bei uns im Garten gemütlich und preist die noch zu gebrauchenden Schmuckstücke des Alltags an. Aufbauen kann bei uns, wer einen selbst gebackenen Kuchen dem Kuchenbuffet beisteuert.

    Am 28. Juni findet schließlich noch das Europäisches Kräuterfest statt, ab 14 Uhr mit Workshops zur unterschiedlichen Verwendung von Kräutern, Kulinarischem aus Kräutern zum Probieren sowie Kräutergeschichten, vorgetragen von Peggy Burian. Zum Abend wird es musikalisch. (mehr …)

  • Kurs zum Heilen mit Knospen bei o pflanzt is

    (Gu, RSS, 25.2.2015)
    In der Reihe von Heilpflanzen-Kursen nach Jahreszeit dreht sich im nächsten Workshop mit Heilpraktikerin Bettina Bütow (Schwerpunkt Phytotherapie und Hildegard von Bingen) alles um Gemmotherapie und Mazerate.
    Der Frühling ist nicht mehr aufzuhalten, an den Bäumen brechen die Knospen auf. Wahre Wunderwerke der Natur, voller Energie und Heilkraft! Gemmotherapie heißt die Lehre vom Heilen mit Knospen.
    Wir wollen ein Johannisbeermazerat herstellen, ein sehr wirksames Allergie-Notfallmittel mit kortisonähnlicher Wirkung! (Falls die Johannisbeere noch nicht so weit sein sollte, machen wir ein anderes Mazerat und treffen uns dafür dann noch ein anderes Mal!).
    Bettina Bütow bringt weitere Beispiele essbarer Baumknospen mit und erklärt, was sie so alles können, was man noch damit herstellen kann. Und da gibt es einiges!


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  • Update HackMuseumsGarten

    (GU, Mail, 19.2.2015)
    Mittlerweile geht unser Garten in die vierte Saison, die wir grade mit Feuereifer planen. Bis zur offiziellen Eröffnung am 20. März ist noch viel zu tun. Eine neue Bühne für unsere zahlreichen interkulturellen Feste und Musikevents ist in Planung, ebenso sind etliche Gärtner dabei, die grünen Kunststoffkisten, die uns größtenteils als Beete dienen und langsam unansehnlich werden, durch Holzbeete zu ersetzen. 
    Neben der eigentlichen Gartenarbeit gibt es bei uns reichlich Zerstreuung: Die Grills rauchen auch mitten im Winter, zum gemeinsamen Feiern findet sich immer ein Anlass, egal ob es grade kalt ist oder heiß.
    Die Gärtnergemeinschaft unternimmt gerne gemeinsame Ausflüge, in diesem Sommer wollen wir zusammen die Gartenschau in Landau besuchen, auch das Städtchen Freinsheim beispielsweise steht auf unserem Plan. Ganz besonders freuen wir uns auch über eine Einladung in den Bürgergarten Pfingstweide, diesem wollen wir im Juni einen Besuch abstatten. Auch Kultur und Ausstellungsbesuche kommen nicht zu kurz, schließlich sind wir ein Museumsgarten und stolz darauf. In gewisser Weise wirken wir Gärtner sogar an einer Ausstellung mit: „Helden der Stadt“ im Ernst-Bloch Zentrum Ludwigshafen wartet u.a. mit Bildern und einigem anderen aus dem Hackgarten auf. Die Planungen laufen derzeit auf Hochtouren. Auch in die Aktionen zum internationalen Museumstag sind wir eingebunden.
    Unsere Kräuterpädagogin bietet verschiedene Workshops im Garten an, „Eierfärben mit Pflanzenfarben“ zur Osterzeit, „Rund um den Bärlauch“ oder „Salat bereiten mit Blüten“ um nur einige zu nennen (mehr …)

  • Mauergarten: auch im Winter viele Aktivitäten

    (Gu, Newsletter, 1.12.)

    Montag, 1. Dezember: im Freizeiteck 11 bis 16 Uhrinternationale Küche: Gemeinsam bereiten wir das türkische Rezept, das auf unserer großen Festtagstischdecke im
    textil-Workshop aufgenäht wurde. (am 8.12.) gibt es dann den Workshop "arabisch kochen oder Gemüse fermentieren.
    Dienstag, 2. Dezember: 8.30 Uhr Qi Gong im Mauergarten Samstag, 6. Dez. 2014 : im Mauergarten 10 bis 12 Uhr Nikolaus-Kräuterworkshop. In dem Ernährungsworkshop lernen wir über Wirkungs- und Heilweisen vieler getrockneter Kräuter,
    beispielsweise für Tees in der kalten Jahreszeit. Alle sind willkommen. Bringt Fragen und euer Wissen ein! Die Teilnahme ist kostenlos.
    und am Sonntag, 7.12. wird der Garten entrümpelt und winterfest gemacht.

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  • Gesund durch den Winter: Kräuterworkshop bei o pflanzt is

    (Gu, RSS, 26.11.)

    WIE KOMMEN WIR GESUND DURCH DEN WINTER?

    aus der Reihe von der Jahreszeit entsprechenden Heilkräuter-Kursen
    mit Heilpraktikerin Bettina Bütow(Schwerpunkt Phytotherapie und Hildegard von Bingen).Wie können wir uns vor den typischen Wintererkrankungen schützen und welche Hausmittel gibt es, wenn es uns doch erwischt hat? Ein paar Erste-Hilfe- und Notfallmittel für die Hilfe zur Selbsthilfe, die nicht nur im Winter aktuell sind.
    Es gibt Hildegard-Energiekekse zum Probieren und abschließend werden wir zusammen ein entspannendes Duftöl mischen.

    am:  Sonntag, 14. Dezember, um:  11 bis 14 Uhr, im:   o’pflanzt is!-Garten

    Kosten: 8 € / Vereinsmitglieder 5 €
    plus Materialkosten 7 €
    Maximale Teilnehmerzahl: 15 Personen

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  • Teezeromonie im Mauergarten

    (Gu, Mail, 26.11.)

    Einer der Workshops im Mauergarten diese Woche ist eine Teezeremonie. „ In dem Workshop wollen wir beisammen sitzen und uns über unterschiedliche Tee-Zeremonien, Tee-Sorten und Kräuteraufgüsse sowie Gewürze austauschen. Um nicht zu frieren, werden wir einen wärmenden Chai über dem Fondu-Set zubereiten. Viele getrocknete Kräuter haben hervorragende Wirkungen, die wir kennenlernen wollen“

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  • Drachengarten Murnau an VHS und Umweltamt angebunden

    (25.10., Gu Projektbesuch)

    Der Drachengarten Murnau ist ein (noch) ganz kleiner Gemeinschaftsgarten unweit des Bahnhofs, der auf einer kommunalen Fläche entstanden ist, die an eine Kirche grenzt. AnsprechpartnerInnen sind jemand von der VHS und jemand vom Umweltamt. Es soll ein Mehrgenerationenprojekt sein und noch stärker werden. Bisher sind ein paar Beete (nur Kräuter) im Boden entstanden, die im Kreis angeordnet sind) und drumherum ist ein kleiner Zaun aus Weiden angelegt worden. Geräte werden mitgebracht, doch wollen sie eine Kiste bauen oder hinstellen. Wasser gab es bisher nur in Form von Regenwasser, doch wollen sie die Kirche ansprechen, ob sie das Regenwasser vom Dach sammeln können. Ansonsten denken sie über IBC-Container nach. Es gibt zwar ein Schild, doch auf dem steht lediglich „Drachengarten“. Es gibt dann ein aufkalppbares Infoboard, auf dem steht, um was es sich handelt und was als nächste Aufgaben ansteht. Es machen verschiedene Leute mit, eher Ältere. Ein paar Jugendliche sind dabei, die immer extra angesprochen werden. Sie sind derzeit auf der Suche nach einer Form für den Garten und die Betreuung des Gartens. Er ist so klein, dass es nicht so leicht vorstellbar ist, was man denn dort machen kann. Zumal, wenn man alleine da ist oder eben zu anderen Zeiten als die Gruppe. Das Projekt ist noch recht unbekannt, auch bei den anderen Vereinen. Sie wollen es im Rahmen von VHS-Veranstaltungen immer wieder vorstellen. Zu einer dieser VHS-Veranstaltungen kommt auch Ella und will Ausschnitte aus dem neuen Film vorstellen.

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  • Bericht über das Kräuterseminar am 13.September im Friedensgarten Grone

    Eine kleine Gruppe hat sich im Garten um 14:00 Uhr getroffen, um sich über Wildkräuter zu informieren und das Wissen unter einander auszutauschen.  Eine besondere Freude war, dass zwei neugierige Männer dabei waren.

    Die Schritte des Seminars waren:

    Welcher Teil der Wildpflanze ist nutzbar?

    Wo und wann kann man die Wildkräuter ernten?

    Wie und wo kann man sie trocknen und lagern?

    Sind alle Wildkräuter essbar?

    Wie heilsam sind die Wildkräuter?

    Welche Inhaltstoffe enthalten die Wildkräuter?

    Wir haben jeden Punkt intensiv erklärt.

    Es gibt Kräuter, bei denen Blüten und Blätter verwendet werden wie z.B. Johanniskraut und Frauenmantel. Bei anderen nimmt man Blüten, Blätter und Wurzeln wie beim Löwenzahn:  Als Drittes nutzt man nur die Wurzel wie bei Beinwell;  und als Letztes nur die Blätter wie beim Salbei.

    Manche Wildkräuter nimmt man nur für die äußere Verwendung  wie Arnika und Beinwell (als Salbe).

    Man muss die Kräuter am Vormittag bei trockenem Wetter von sauberen (nicht gespritzten) Wiesen pflücken.

    Nach dem Pflücken  (ohne Abwaschen) im Schatten, in einem luftigen Raum trocknen, dann in Gläsern im Schrank aufbewahren.

    Es gibt viele essbare Kräuter, daneben gibt es auch giftige wie Hahnenfuß (ich habe den TeilnehmerInnen Hahnenfußkraut gezeigt).

    Die Wildkräuter beugen vielen Krankheiten vor und heilen andere, wie Bronchitis, Erkältung, Bauchschmerzen.

    Die Heilung mit Wildkräutern ist langsamer als mit chemischen Medikamenten.

    Das Essen wurde auf dem Tonofen von unserer Töpferlehrerin gekocht. Alle haben das Essen und Trinken genossen.

    Zum Schluss wollten die Teilnehmer aus dem Friedensgarten eine Führung im Sinnespfad im Garten erhalten und die nutzbaren  Wildkräuter auf der Parzelle kennenlernen.

    Najeha Abid

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