Schlagwort: Krebskontor

  • Gemeinschaftsgarten am Krebskontor entsteht

    (Antrag/Antworten

    Ein garten für den offenen Kunstraum Krebs-Kontor

    Einleitung

    Der „Hamburger Krebs-Kontor“ (www.krebskontor.de) ist ein offener Kunstraum. Neben Atelierräumen bietet er Werkstätten für Holzarbeiten, Töpferei, Siebdruck und analoge Fotografie. Die Räume werden ohne finanzielle Unterstützung von außen durch die Gemeinschaft getragen und können von Menschen aus dem Quartier im Rahmen von offenen Werkstätten und Austauschveranstaltungen genutzt werden.

    In diesem Frühjahr beginnt die Entwicklung des Gemeinschaftsgarten, mit dem zusätzlich zu den Arbeitsräumen ein Ort für Gartenarbeit und Entfaltung geschaffen werden soll. Der Garten soll neben den Nutzern des Krebs-Kontors auch einer benachbarten Kindertagestätte für ein eigenes Hochbeet zugänglich gemacht werden. Darüber hinaus soll ein „kuratiertes Hochbeet“ entstehen, in dem Pflanzen und Kunstwerke miteinander angesiedelt werden. Mit dieser wechselnden „Hochbeetausstellung“ soll die Überlagerung von Kultur und Natur, die jeder Form des Gartens, zugrunde liegt, unterstrichen werden.

    Für die Anlage von Boden- und Hochbeeten im Stadtgarten bitten wir Sie um finanzielle Unterstützung.

    Hintergrund

    Der „Hamburger Krebs-Kontor“ befindet sich in einem alten Kontorgebäude am Rand des Schanzenviertels. Die Räume wurden 60 Jahre lang als Lager für Feinkostprodukte (Hummer und Krebssuppen etc.) verwendet. Im Souterrain des Gebäudes wurden in 5 Räumen lebende Krebse für die Gastronomie gehalten.

    Mit der Geschäftsaufgabe der Feinkostfirma im Frühjahr 2018, konnten die ungewöhnlichen Räume angemietet werden. Nach 4-monatiger Renovierung in Eigenleistung wurde ein besonderer Ort geschaffen, der finanziell durch die Nutzergemeinschaft getragen wird. Auch die Werkstätten für Holz- und Tonarbeiten, Siebdruck und Fotografie wurden in Eigenleistung aufgebaut. Neben ca. 20 regelmäßigen Nutzern werden die Siebdruckwerkstatt, das Fotolabor und die Holzwerkstatt für Menschen aus dem Quartier im Rahmen von offenen Werkstätten geöffnet. Die Öffnung der Töpferei wird im Laufe des Jahres erfolgen. Weiterhin wird eine Papier- und Farbenwerkstatt aufgebaut.

    Zum Objekt gehört auch ein ca. 300m2 großer Garten, der nun ebenfalls entwickelt werden soll. Ziel ist es, die Fläche möglichst effizient auszunutzen und gleichzeitig einen Raum für Entfaltung zu erhalten, der den Nutzern der offenen Werkstätten zu Verfügung steht. In diesem Sinne sollen mehrere Boden- und Hochbeete (sowie ein kleiner Dachgarten auch einem im Garten stehenden, ehemaligen Kühlhaus) angelegt werden. Neben den Nutzern der Werkstätten, sollen auch die Kinder einer benachbarten Kindertagesstätte ein Hochbeet pflegen können. Die Kita verfügt über einen sehr kleinen Außenbereich, so dass ein Beet auf ihrem Gelände nicht denkbar ist. Den Kindern einen kostenlosen Zugang zum Garten des Krebs-Kontors zu ermöglichen, ist eine Bereicherung für das ganze Projekt, unterstreicht aber auch unsere Verbundenheit zum umliegenden Quartier.

    Da sich der Krebs-Kontor als offener Kunstraum versteht, möchten wir unsere kulturelle Ausrichtung auch im Bereich des Gartens ausdrücken. In unseren Augen sind Gärten eine Überlagerung von kulturellen und natürlichen Erzeugnissen. Gärten sind menschengemacht, indem ihnen eine künstliche Struktur auferlegt und Pflanzen kontrolliert angesiedelt werden. Anderseits steht im Garten das Natürliche mit seiner Entfaltung und seinem Zerfall im Mittelpunkt.

    In diesem Sinne soll ein „kuratiertes Hochbeet“ geschaffen werden, für das im Laufe der Vegetationsperiode mehrere Künstler als Kuratoren Verantwortung übernehmen. Im Rahmen der kleinen Ausstellungen sollen vergängliche und dauerhafte Kunstwerke zusammen mit Pflanzen angesiedelt und ausgestellt werden, um den kulturellen Charakter des Gartens hervorzuheben.

    Wie groß ist denn die Gruppe der potentiellen Gärtner*innen, mit denen das Projekt gemeinsam geplant und umgesetzt wird? Woher kommen die Leute und wie haben sie von dem geplanten Gartenprojekt erfahren? Sind das andere (weitere) Menschen, die bisher nicht im Krebskontor dabei sind?

    Die Gruppe der Gartennutzer umfasst ca. 10 Personen plus ca. 10 Kinder aus der benachbarten Kita. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Nutzer des Krebskontors und einen kleineren Teil nicht unmittelbar Beteiligte. Letztlich haben aber alle Nutzer über einen Besuch einer Veranstaltung im Kontor oder über andere Nutzer vom Gartenprojekt erfahren. Wir hoffen durch regelmäßige Gartenveranstaltungen den Kreis der Nutzer (für den gesamten Krebskontor) zu erweitern.

    Wie viele Menschen können insgesamt mitgärtnern?

    Wir gehen davon aus, dass die Fläche des Gartens letztlich für 20-25 Menschen Raum zum Gärtnern bietet (abgesehen vom Kita-Beet). Da wir den Krebskontor gerade an allen Enden entwickeln, möchten wir in diesem Jahr aber nur etwa die Halbe Fläche entwickeln.

    Wie offen soll das Gartenprojekt sein? Ist das Gelände jederzeit zugänglich? Wie kommen die Gärtner*innen ansonsten auf die Fläche?

    Der Garten ist tagsüber von 8 bis ca. 20 Uhr frei zugänglich. Außerhalb dieses Zeitraums können nur regelmäßige Nutzer den Garten durch ein Tor betreten. Regelmäßige Nutzer können einen Schlüssel bekommen. 

    Wie viele Beete insgesamt wird es geben (also Boden- und Hochbeete) und wie wird das Gartenprojekt organisiert sein? Soll es eher individuellen Beete geben (auch für Gruppen) oder gemeinschaftliche?

    Es sollen erst einmal 4 Hochbeete (100x150cm) und ein Bodenbeet (500x150cm) angelegt werden. Die Hochbeete sollen als Gruppenbeete organisiert werden, das Bodenbeet gemeinschaftlich.

    Wo ist das Gartenwerkzeug untergebracht und wie kommen die Gärtner*innen daran?

    Im Garten steht ein alter Schuppen, der von den vorherigen Mietern als Kühlhaus verwendet wurde (Wir verwenden ihn als Lager für die Siebdruckwerkstatt). Zwischen dem Schuppen und einer angrenzenden Halle haben wir ein ca. 20m2 großes Dach angebracht, unter dem Gerätschaften und Materialien untergebracht werden können. Dieser Bereich ist tagsüber frei zugänglich.

    Wo gibt es Wasser? Bzw. wie ist das geregelt?

    An der Außenwand des Kontors befindet sich ein Wasserhahn, der vom Garten aus frei zugänglich ist.

    Wer wird wann die Hochbeete bauen? Bauen die Kinder nicht mit? Wenn ich es richtig verstanden habe, soll eins der Hochbeete, für das Sie Materialien beantragt haben, an die Kita übergeben werden? Beteiligt sich die Kita an den Materialkosten?

    Die Hochbeete werden sobald eine Finanzierung gefunden wurde den Nutzern unter Anleitung eines pensionierten Gärtners gebaut. Unter den Nutzern des Kontors befinden sich auch verschiedene Handwerker. Werkzeuge sind in der Holzwerkstatt des Kontors vorhanden.


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