(5.12, Gu, Projektbesuch)
Der Frankfurter Garten hätte mit urban gardening nicht mehr viel zu tun, so sagte mir eine Gärtnerin, die während des Weihnachtsgartens einen Stand betreute und schon lange dabei ist, als ich ihr ein Manifest in die Hand drückte und sie es las. „Hier geht es doch nur noch um Kommerz, ich kann das Wort Event schon nicht mehr hören. Der Garten ist doch nur noch Staffage für die Gastro. Die braucht und, aber wir brauchen die nicht. Und auch keinen Strom etc.“. Das ist natürlich eine Einzelstimme. Sie beklagte weiter, dass der Verein und gerade die Geldflüsse nicht transparent sind und das Gärtnern ist im Hintergrund. Die Gastro muss Geld ranschaffen und dazu müssen die Leute konsumieren und dafür braucht es Events. Wozu das Geld wirklich notwendig ist, leuchtet ihr nicht ein, denn zum Gärtnern brauchen sie nur Erde, Wasser, Samen. Sie bekommen auch keinerlei Ermäßigungen, wenn Sie Stände betreuen oder andere Arbeiten ehrenamtlich leisten. Es knirscht im Gartenorgagetriebe. Von uns und unseren Workshopangeboten/Tagungen etc. hatte sie noch nie gehört, es wird nix weitergeleitet. Ein wichtiger Kooperationspartner hat das Projekt verlassen, die Naturschule. Ihr war es wohl zu kommerziell. In der Frankfurter Ökoszene wird das Projekt kritisch gesehen, wegen des Sponsorings u.a. durch Fraport. Außerdem habe ich erfahren, dass die Initiatorin des Projekts, Daniela, wohl nicht von sich aus aus dem Vereinsvorstand gegangen ist, sondern nicht mehr gewählt wurde. Interessant: der Foodsharing-Schrank wurde während meines Aufenthalts mehrfach genutzt, von Leuten, die sich daraus was genommen haben.
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