Schlagwort: KTS-Garten Berlin Treptow

  • KTS-Garten Berlin ersetzt Beete und Werkzeuge

    (Antrag/ANtworten)

    • Wie offen zugänglich ist das Gelände, wie offen ist der Garten? Ich erinnere mich an Zeiten, als das Gelände nicht immer frei zugänglich war, da ja auch Menschen dort leben.

    Genau, es gibt hier auch einen Wagenplatz. Alle die Teil des Gartens sind kennen den Zahlen Code am Tor. Wenn wir eine Veranstaltung, Workshop usw haben, steht das Tor offen.

    • Leben alle Mitglieder der aktiven Gruppe auf dem Gelände? Oder kommt auch jemand/ein Teil aus der Nachbarschaft?

    Wir kommen größtenteils aus der Nachbarschaft, aber wohnen nicht auf dem Platz

    • Wie groß ist denn die Fläche, auf der ihr gärtnert und wie viele Beete habt ihr da schon? Sind das alles Hochbeete?

    Ca 300qm und wir haben 10 Beete und 1 Gewächshaus. Nach drei Jahren muss das alles aber Mal erneuert werden.

    Wir versuchen natürlich erstmal Materialien, die wir vor Ort finden zu verwenden, haben ein Material Lager, aber teils müssen wir auch Material und Geräte neu anschaffen und auch Erde kaufen. 

    • Was verstehst du unter „Helfer*innen“? Gibt es euch als Kerngruppe und dann ab und an noch Leute, die mitmachen?

    Genau, die Leute, aus Nachbarschaft und Freundeskreis

    • Wie kann man Teil der „festen“ Gärtner*innengruppe werden?

    Zum Plenum kommen oder ein paar Tage mitmachen. Dann entscheidet, die Gruppe, ob es passt.

    • Wie viele Hochbeete wollt ihr bauen? Wollt ihr weitere Hochbeete haben, also euch vergrößern oder geht es darum, vorhandene zu erstetzen? Wer wird diese bauen und wann soll das stattfinden? Und wie wollt ihr die „coronagerecht“ bauen?

    Wir wollen vorhandene Beete ersetzen. Wie bauen alles selbst. Wir bauen die Beete ganz gewöhnliche. Zwei Leute dürfen auch während der Ausgangsbeschränkung in den Garten. 

    • Es sind ja Offene Werkstätten auf dem Gelände: warum leiht ihr euch die Werkzeuge, die für den Bau notwendig sind, nicht bei denen?

    Sie benötigen die Werkzeuge selbst für Workshops, Schrauberplatz. Natürlich können wir uns auch manchmal was ausleihen, aber mit eigenem Werkzeug, besonders auch für den Bau des Huhnerstalls und der Sitzgelegenheiten sowie Lagerräumen 

    • Wie sollen die Werkzeuge und auch die Gartengeräte untergebracht werden, wer hat wie Zugang?

    Für Gartengeräte gibt es einen für alle zugänglichen Geräte schuppen.

    Für Werkzeuge haben wir einen Lagerraum mit Schlüssel.

    • Wollt ihr Gartengeräte ersetzen oder braucht ihr weitere? Habt ihr Bäume (wegen der Säge?)

    Brauchen teils neue Gartengeräte, zb Rasenmäher, Häcksler, Umgrabegabel

    Und ja, es ist zu schattig und wir müssen Bäume beasten. Vor allem Ahorn

    • Wer baut das Gewächshaus und wer kann das dann nutzen? Wann wollt ihr das bauen?

    Wir bauen das Gewächshaus, so bald wie möglich. Wir und zb auch die Wohngruppe des Wagenplatzes kann es benutzen. 

    Die Förderung wird beantragt von einem transkulturellen Forschungs- und Lern-
    Gemeinschaftsgarten, in dem auch eine kleine Hühnerzuchtanlage integriert ist. Wir sind
    eine Gruppe von derzeit 7 festen Aktiven* aus unterschiedlichen Bereichen: Theater, Film,
    Sozialpädagogik, Bouldertraining, Permakultur, Tanz, Stadtentwicklung
    Der Ort:
    Der KTS Gemeinschaftsgarten versteht sich als Teil des solidarischen Projektnetzwerks
    Visionen e.V.. Projekte sind u.a. eine Fahrradwerkstatt, eine Holzwerkstatt und eine
    Metallwerkstatt. Zudem wohnt dort auch eine feste Wohngruppe in Bauwägen, die z. B. eine
    Pflanzenkläranlage angelegt hat.
    Der D.I.Y / Selbstorganisations-Gedanke und Austausch unter den Projekten ist sehr
    präsent in diesem Netzwerk verankert.
    Es finden spendenbasierte Soli-Events auf dem Platz statt. Die Spenden gehen einerseits
    an soziale Projekte und ein Teil an den Platz/Verein. Diese Veranstaltungen werden meist
    von den Projekten gemeinsam organisiert.
    Es findet 1x Monat das Projektplenum statt, wo alle Projekte des Platzes
    zusammenkommen und gemeinsam über Themen sprechen und abstimmen. Es gilt das
    Vetoverfahren. Jedes Projekt spendet nach dem Bieterverfahren (ähnlich wie bei
    Solidarischen Landwirtschaftsgemeinschaften) einen Betrag an den Verein.
    Die Projekte kommunizieren über einen Email-Verteiler. Jedes Projekt hat einen festen
    Ansprechtpartner*in für andere Projekte oder Kontakte von aussen.
    Unser Vorhaben:
    Der transkulturelle Gemeinschaftsgarten verfolgt die Prinzipien der Permakultur.
    Geschlossene Ressourcenkreisläufe sind daher ein großer Bestandteil. Der Kompost wird
    mit selbst hergestellter Pflanzenkohle und Hühner Fäkalien angereichert (Terra Preta). Wir
    verwenden nur torffreie Erde und samenfestes Saatgut (auch mehrjährige). Die Hühner
    werden auch für die Bodenvorbereitung eingesetzt. Zusätzlich zu Gründüngung und Mulch
    bieten die Fäkalien eine gute Nährstoffversorgung für die Pflanzen. Die Kompostboxen
    können auf von Leuten auf und um den Platz mitbenutzt werden. Manchmal verschenken wir
    auch Hühnereier.
    Die mehrschichtigen Gemüse-Beete werden als Hochbeete angelegt, da die Erde auf dem
    Gelände schadstoffbelastet ist. Es wird viel Wert auf Mischkultur gelegt und sich gegenseitig
    begünstigende Sorten angepflanzt. Ausserdem legen wir Kräuterspiralen und Bienenwiesen
    (mit bienenfreundliche Blumen und Kräutern) an.
    Das Gemüse reicht nicht für die Selbstversorung und dient eher dazu mehr über ihren
    Wuchs und Pflege zu lernen sowie einen Beitrag für Umwelt und Natur in der Stadt zu
    leisten. Natürlich ernten wir auch und verarbeiten das Gemüse gemeinsam zu leckeren
    saisonalen Gerichten.
    Die Aktiven treffen sich einerseits in regelmäßigen Gartenplena, mind. 1x Monat sowie auch
    1x Monat für das Platz-Projekteplenum. Die Gruppe kommuniziert über eine
    Telegramgruppe und Email-Verteiler. Zu unseren Plena heissen wir interessierte
    Helfer*innen willkommen. Sie können hier den ersten Kontakt mit uns schliessen sowie sich
    über das Projekt informieren. Es gibt einerseits die Möglichkeit fester Bestandteil der Gruppe
    zu werden oder an unseren Gartentagen (1. Sonntag im Monat) mit uns zu gärtnern, zu
    handwerkeln oder etwas über die Prinzipien der Permakultur und Ressourcenkreisläufe zu
    lernen. Zudem freuen sich auch unsere Hühner neue Gesichter kennenzulernen. In der
    Nachbarschaft kommen die gefiederten Nachbarn besonders gut an, besonders bei den
    Kindern. Unser Hühnerexperte gibt gern sein Wissen über die richtige Hühnerhaltung weiter
    und Kinder können sie unter Aufsicht auch füttern, Eier sammeln oder sie beobachten und
    etwas über die verschiednen Rassen lernen.
    Gern können Helfer*innen auch selbst Ideen einbringen.
    Es gibt einen Aushang mit Kontaktdaten und kurzer Beschreibung sowie Flyer, die verteilt
    werden, damit Helfer*innen auf das Projekt aufmerksam werden. Ausserdem gibt es eine
    Anzeige auf dem Verteiler von Stressfaktor und Reflect.
    Zudem bieten wir anderen transkulturellen Gruppen und selbstverwalteten
    Hilfsorganisationen (u.a. Schlafplatzorga und Women in Exile), sowie Deutschkursgruppen
    aus unserem Netzwerk an, den Garten als Ort der Begegnung, für Workshops, Unterricht
    und Plena zu nutzen.
    Der Garten veranstaltet zudem inklusive Soli-Events wie z.B. feministische Filmvorführungen
    mit themenanknüpfenden Workshops und Filmgesprächen. Uns ist es vor allem wichtig
    Frauen* sowie Trans* Menschen zu unterstützen, ihnen einen “safer space” zu bieten, den
    D.I.Y Gedanken zu leben und sich auszutauschen, einfach eine gute Zeit miteinander zu
    haben. Ausserdem können Kinder auf unserem Bauspielplatz spielen und uns helfen diesen
    weiter auszubauen. Ganz in der Nähe befindet sich ein Heim für Geflüchtete*, mit dem wir in
    Zukunft auch kooperieren möchten. (mehr …)