(alterts, 20.5.)
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Schröder: Wir finden es gut, wenn Bürger den öffentlichen Raum wahrnehmen und nutzen. Der Test mit der Fläche des Bunkergartens ist im Vorjahr erfolgreich verlaufen. Die Initiatoren waren sehr bemüht, auf Nachbarn zuzugehen. Der Gemeinschaftsgarten wurde von allen als Bereicherung empfunden. Deshalb haben wir gerne einer fünfjährigen Nutzungsdauer zugestimmt.
Frage: Urban Gardening ist vor allem in Großstädten ein Thema, weil Menschen dort keine Chance auf ein Gartenerlebnis haben. In Oldenburg mit seinen vielen Einfamilienhäusern ist das anders. Sehen Sie trotzdem Potenzial für diese Idee?
Schröder: Die Stadt ist schon so groß, dass Urban Gardening eine Rolle spielt. Das merken die Initiatoren am Zuspruch. Es gibt auch hier vermehrt Menschen ohne einen eigenen Garten. Wir sind nicht Berlin, aber das ökologische Bewusstsein, das damit transportiert wird, ist auch hier weit verbreitet.
Frage: Kann das Gemeinschaftsgärtnern auch auf andere öffentliche Brachflächen ausgedehnt werden?
Schröder: Das ist vorstellbar, ich sehe das positiv. Unsere lokale Agenda-21-Beauftragte Inka Thole nimmt Anfragen entgegen und holt dann das Grünflächenamt ins Boot.
Frage: Können Gemeinschaftsgärten von vornherein beim Bau von Wohnanlagen eingeplant werden?
Schröder: Durchaus. Wir haben so eine Planung bei der Bebauung des Kasernengeländes in Donnerschwee. Dort ist der Investor bereit, eine Fläche für Urban Gardening zur Verfügung zu stellen. Das kann ganz spannend werden.
http://www.nwzonline.de/interview/den-oeffentlichen-raum-nutzen_a_28,0,944527275.html (mehr …)