(Gu aus alerts, 15.7.)
[…] Seit März versuchten wir, den Antrag durchzubekommen.“ Endlich! Genehmigt am 18. Juni in der BV III. Alles hat seine Gründe. Schwerwiegende. Dagegen ist die Gemeinschaftsfläche in Frohnhausen schon ein prächtiges Pflanz-Paradies.
Die Luft flirrt. Doch munter stehen auf der tristen, über 1000 qm Fläche in Altendorf Wiebke Jünger, Petra Huber und Oliver Deppe. Treffen mit Bezirksbürgermeister Klaus Persch und Ratsfrau Jutta Pentoch. Wo sind Schattenspender? Kaum. Ringherum wirres Strauchwerk. Ackern hier? Ja! Nachdem in Zusammenarbeit Grün und Gruga, BV III u. a. Bodenproben ausgelotet wurden.
[…] Jedenfalls ist der Name für den Gemeinschaftsgarten, bisher fünf Mitglieder, geboren: „Loren-Garten“.
Nach ökologischen Richtlinien soll auf der noch tristen Kante ein urbaner Garten entstehen.
„Gruppen wie Kindergärten, Schulen, Vereine, Flüchtlinge, die sich beteiligen möchten, bieten wir die Möglichkeit, mitzumachen, dass hier etwas Fruchtbares passiert. Wir sehen das als gesellschaftsbildend an, indem man Kontakte knüpft, sich mehr mit dem Stadtteil verwurzelt. Unterstützer mit Sachspenden sind herzlich willkommen“ Hauptproblem ist fehlendes Wasser. […]
Moment! Neugierig auf den Gemeinschaftsgarten Diergardtstraße?
Hereinspaziert! Der Garten ist umsäumt von Bäumen. Eine Wohltat bei der Glut von Klärchen. Das Schild „Nachbarschaftsgarten“ lockt. Udo Seibert strahlt. „Die Nachbarschaft bis hin zur Kerckhoffstraße, zum Frohnhauser Markt, kommt öfter. Jeder, der Lust hat, darf mitmachen beim Gärtnern und Ernten. Leider ernten aber zu wenig. Man muss sie animieren.“
Voll Leidenschaft sprudelt er los, zeigt herrlichen Pflücksalat, duftende Kräuter, Pfefferminze, Fenchel, Blumen. Alles, was das Herz begehrt. „Zuckererbsen! „Die wurden bereits geerntet – beginnen gar wieder zu blühen…“ Massig Mangold, Rote Beete, Stangen-, Buschbohnen, Spitzkohl, blühende Erdbeeren. Seibert pflückt Himbeeren „Die werden unter guten Bedingungen zwei Meter hoch, absolut madenfrei!“
Woher das Geld? „Null-Unterstützung!“ betont Gartentalent Seibert. „Lediglich das Treibhaus kam vom Kreisverband der Linken. Das gesamte Werkzeug bettelten wir uns zusammen. Himbeeren durften wir bei Freunden in Hamminkeln ausbuddeln; Johannisbeeren wurden uns von Nachbarn geschenkt. Einiges erhielten wir von den „Ackerhelden“, Essen-Rüttenscheid.“
[…]
Was ist mit Wasser? „Das kommt vom Markushaus gegenüber“. Dabei strahlt Udo Seibert glücklich, trotz 38 Grad. „Im Garten gibt’s keine Hierarchie. Aber genug Kümmerer.“
http://www.lokalkompass.de/essen-west/leute/gemeinschaftsgaerten-ansteckender-bio-boom-d564887.html (mehr …)