Schlagwort: Markt

  • Eppelheim: Garten konnte sich vergrößern

    Der Garten blüht, wächst und ist zu einer echten grünen Oase mitten im Stadtkern geworden. Es ist inzwischen sogar eine größere Fläche als zu Beginn, ein nach Vandalismus gerettetes Apfelbäumchen wächst prächtig, ein neuer überdachter Sitzplatz wurde gebaut, Beete und Trockenmauern angelegt, ein Stand am Wochenmarkt, um die Flut an Topinambur zu verschenken u.V.m. Betreut wird der Garten von einer kleinen, tatkräftigen Gruppe Engagierter, mit tollen Ideen für den Garten.

    Der Garten gehört zum Dach des Hauses der Begegnung, unter dem sich viele ehrenamtliche Gruppen organisieren. Die Engagierten dort gründen gerade einen Verein, um das Haus mit all seinen Angeboten zu verstetigen.

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  • Leipzig: Pflanzen- und Kunstmarkt bei Querbeet

    Jungpflanzenmarkt, Küfa und Kunstmarkt in unseren Gärten

    Jungpflanzenmarkt des Querbeet Leipzig e.V.????????????

    Auch in diesem Jahr haben die Ehrenamtlichen des Querbeet Leipzig e.V. besonders schöne und außergewöhnliche Sorten von Tomaten, Kürbissen und vielem mehr vorgezogen.

    Es erwartet euch eine bunte Auswahl an Pflanzen, die eure Gärten und Balkone verschönern werden.

    Neben den Pflanzen gibt es auch eine vegane Küfa (Küche für alle). Kommt vorbei, genießt die gute Stimmung und unterstützt uns bei unseren Projekten!

    • Wirrwuchs Mitmachgarten

    Schlehenweg 29, 04329 Leipzig

    Mi. 07. ; Do. 08. und Fr. 09. Mai, 12-18 Uhr

    • Ehemaliger Schulgarten
      am Bernhardiplatz, 04315 Leipzig (Wegbeschreibung s. Grafik)

    Mi. 14. ; Do. 15. ; Fr.  16. und Sa. 17. Mai, 16-19 Uhr
    + KÜFA  am Mi. 14.05., 17:30-19:30 Uhr

    Die Spenden aus dem Jungpflanzenmarkt fließen direkt in unsere soziokulturellen und umweltpädagogischen Projekte in Paunsdorf. Mit eurer Unterstützung können wir weiterhin wichtige Initiativen vorantreiben und die Gemeinschaft stärken.

    Kunstmarkt im Ludwigsgarten

    Ludwigstr. 59

    So, 18. Mai, 12-17 Uhr
    Wir präsentieren regionale Künstler*innen in einer schönen, frühlingshaften Atmosphäre im Ludwigsgarten.

    Es erwarten euch Snacks, Getränke und ein kleiner Pflanzentisch.

    Wir freuen uns auf euch! ???? Bei sehr schlechtem Wetter muss der Markt leider ausfallen.


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  • schöner Artikel über IG Coswig

    (gu, alerts)

    Der etwas andere Garten

    Die Freunde des Coswiger Interkulturellen Gartens beenden die Saison mit einem Herbstfest. Es ist offen für alle.

    Von Uta Büttner

    Zufrieden mit dem Ergebnis. Die Ernte im Interkulturellen Garten Coswig ist in diesem Jahr üppig ausgefallen. Die Vereinsmitglieder und Interessenten (v.l.) Johannes Hoppe, Cornelia Obst, Matthias Arnold und die Deutschinderin Jaspal Kauer präsentieren stolz das Gemüse.
    Zufrieden mit dem Ergebnis. Die Ernte im Interkulturellen Garten Coswig ist in diesem Jahr üppig ausgefallen. Die Vereinsmitglieder und Interessenten (v.l.) Johannes Hoppe, Cornelia Obst, Matthias Arnold und die Deutschinderin Jaspal Kauer präsentieren stolz das Gemüse.
    © Matthias Schumann

    Coswig. Nikolai und Waheed unterhalten sich angeregt. Der eine spricht russisch, der andere urdu – National- sowie Amtssprache in Pakistan. Wie sie sich verstehen, bleibt das Geheimnis der beiden. Dann lachen sie, klatschen sich auf die Schulter. Der Russe sagt: „da, da“, der Pakistani „tike“ – was „ja“ heißt.

    Wie sich die Männer da verständigen, weiß auch Cornelia Obst nicht. Aber sie freut sich genau über diese kleinen Begegnungen. Denn das war das Anliegen der Gartenbauingenieurin, als sie 2009 gemeinsam mit Almut Böttcher den Interkulturellen Garten in Coswig gründete. Soziale Kontakte knüpfen, ins Gespräch kommen, fremde Kulturen kennenlernen. Und zwar bei gemeinsamer Arbeit und Begeisterung für die Natur. Der Lohn: sich wohlfühlen und eine reiche Ernte – so wie in diesem Jahr.

    Immer mittwochs und samstags jeweils drei Stunden treffen sich auf der Jaspisstraße 42 zahlreiche Einheimische, Aussiedler und Migranten zum gemeinsamen Gärtnern, Schwatzen, Lernen oder auch Kochen. Der Garten ist für jeden offen. „Matthias Arnold kommt immer mal vorbei und kauft etwas“, sagt Cornelia Obst. Andere bringen kostenfrei ihren Grünschnitt her oder informieren sich über in Deutschland eher selten wachsende Pflanzen. So hat der Verein ein Lehrbeet am Eingang des Gartens angelegt. Zu finden ist dort unter anderem das in Südamerika beheimatete Süßkraut oder die Artischocke.

    „Wir wollen Menschen zusammenbringen, voneinander lernen“, sagt Obst. So ist die Inderin Jaspal Kauer bereits seit einigen Jahren dabei. „Wir haben schon so viel über das Leben in ihrer Heimat erfahren. Beispielsweise, dass Mädchen angehalten werden, still zu sitzen und nicht zum Spielen rauszugehen und etwa Fahrrad zu fahren. Das habe Jaspal erst in Deutschland gelernt. „Sie fühlt sich wohl bei uns, und wir sind froh, dass sie da ist.“

    Manchmal ist aber auch zu wenig Zeit zum Gedankenaustausch. Denn die etwa 4 700 Quadratmeter große Anbaufläche muss bewirtschaftet werden. „Da wird es ganz schön hektisch, vor allem, wenn wir verkaufen“, erzählt Cornelia Obst.

    Der Stand muss vorbereitet, das Gemüse frisch geerntet werden. Deshalb gibt es seit Mai immer am letzten Sonnabend im Monat nach getaner Arbeit einen Treff unter dem Nussbaum im Garten. „Hier können wir in Ruhe reden.“ Denn der Garten ist auch Anlaufpunkt bei Sorgen und Problemen – für Deutsche und Migranten, betont die Vereinsvorsitzende. Meist kann jemand einen Tipp geben oder direkt helfen. Und wenn es regnet, können sich die Hobbygärtner zurückziehen – in ihr kleines „Vereinshaus“, einen Unterstand mit ein paar angebauten Seitenwänden, damit der Wind nicht so durchpfeift. Darunter steht ein langer Holztisch, der genug Platz für Bastelnachmittage bietet.

    Im Frühjahr hat sich der Verein zwei Bienenvölker mit insgesamt 100 000 Bienen zugelegt. So verkauft er neben Gemüse und Kräutern auch Honig. Zweimal im Jahr wird dieser geschleudert. „Wir hoffen, dass die Bienen über den Winter kommen. Unsere Idee war eigentlich auch, diese Insekten Kindern zu zeigen“, berichtet die Vereinsvorsitzende. Überhaupt wünscht sich der Verein mehr Kinder und Jugendliche in seinem Garten. Ideen zu Kooperationen mit Partnern gibt es, doch die Zeit für die Organisation fehlt. Deshalb freut sich Cornelia Obst über jeden neuen Interessenten. Reichlich 20 Mitglieder zählt der Verein derzeit. Eines der neusten Mitglieder ist eine Rentnerin aus Coswig. Sie sei Gärtnerin mit Leib und Seele, erzählt Cornelia Obst.

    Am 21. Oktober ist das jährliche Herbstfest zum Ende der Gartensaison geplant. Dann sitzen Hobbygärtner und Gäste gemeinsam um die Feuerschale. Im Lehmofen wird frischer Kuchen gebacken, im sogenannten Dutch Oven eine leckere Suppe mit Kürbis, Chili-Schoten und Möhren gekocht. Dieser Outdoor-Kochtopf oder Feuertopf aus Gusseisen wird mit glühenden Kohlen beheizt. Zuvor, am 14. Oktober, findet in Kooperation mit dem Partner Initiative Coswig – Ort der Vielfalt ein Begegnungstag im Interkulturellen Garten statt. Natürlich wieder offen für alle.

    Und wenn die Gartensaison im März 2019 von Neuem beginnt, hofft Cornelia Obst wieder auf ganz viele Neugierige und vielleicht auch ein paar neue Mitstreiter.

    http://www.sz-online.de/nachrichten/der-etwas-andere-garten-3789607.html (mehr …)

  • Kiezmarkt beim Himmelbeet

    (Gu, RSS)

    Jeden letzten Samstag im Monat (mit einer Ausnahme im September) verwandelt sich das himmelbeet in einen bunten Marktplatz, der sich regionalen Produkten und den selbst gemachten Köstlichkeiten aus dem Garten widmet.

    Ihr könnt auf unserem Flohmarkt Trödel oder Selbstgemachtes anbieten. Eine Standmiete dafür gibt es nicht. Tische haben wir in begrenzter Zahl. Anmeldungen für Verkäufer*innen bitte an: hohmannandrea [aett] himmelbeet.de

    Beim himmelbeet-Kiezmarkt findet Ihr unsere leckeren, selbst gemachten himmelbeet-Produkte (Kräuter, Honig, Essig, Tees).

    Neben unseren Gartenprodukten, spielen tolle Musiker*innen.
    Zwischen 14 und 18 Uhr legen LaVruss und ein Kollege auf. http://magstdumichau.ch/artist/lavruss/

    Der Eintritt zum Markt ist für alle Besucher*innen frei. (mehr …)

  • Himmelbeet: neue Ideen für 2017

    (Gu, RSS)
    Himmelbeet

    Für 2017 planen wir einen Markt der regionalen Köstlichkeiten. Jeden letzten Samstag im Monat verwandelt sich das himmelbeet in einen bunten Marktplatz, der sich regionalen Produkten und Selbstgemachtem aus dem Garten widmet. Der erste himmelbeet-Markt erwartet Euch am 29. April.

    Wir freuen uns auch auf die Blaue Stunde, einen regelmäßigen Treffpunkt für Menschen mit und ohne Fluchterfahrung aus dem Wedding. Hier könnt Ihr gemeinsam Projekte realisieren, kochen und Pizza backen, quatschen und musizieren oder einfach nur gemeinsam Zeit verbringen.

    Ihr dürft auf Programmbeete gespannt sein: Robin plant ein Beet, das über den Gebrauch der verschiedenfarbigen Maissorten bei den Hopi aus Nevada informiert. Weitere umweltpädagogische Beete sollen die Mischkultur Milpa der Maya vorstellen oder auch die Ackerbaumethode Three Sisters, bei der die wesentlichen Feldfrüchte der Indigenen Nordamerikas (Kürbis, Mais und Bohnen) zusammen angebaut werden. Wieder andere Beete widmen sich Färberpflanzen oder dienen als Bienen- und Insektenweiden.


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  • Neue Ideen und Projekte beim Himmelbeet

    (Gu, Mail)

    Wir stecken mitten in den Vorbereitungen für die Saisoneröffnung und das Osterfest im April. Diese Woche habe ich dank der vorausschauenden Planung der anderen den Kalender ordentlich füllen können: http://himmelbeet.de/termine/
    Ich persönlich möble gerade die Webseite auf und schreibe spannende Projekte an (Dycle und das Gartenlabor aus Berlin, Gemüsegartenkiosk aus Mönchengladbach u.a.), um zusammen zu arbeiten. Für 2017 planen wir monatliche Märkte im Garten, auf denen lokale und regionale Anbiet*erinnen ihre Nahrungsmittel verkaufen können. Und die „Blaue Stunde“, ein monatlicher Treffpunkt für Geflüchtete und Berlin*erinnen mit kulturellem Programm und Pizzabacken.

    Außerdem wollen wir uns mehr mit anderen Berliner Gärten vernetzen und starten einen kleinen Beettausch mit „UnserGarten Bruck“ aus Erlangen, die Ihr Tischtennisbeet mit „typischen“ himmelbeet-Pflanzen bestücken. Dafür kommt die Erlanger Bohne, wenn ich mich recht entsinne mit ein paar Infos zur Garten-Partnerschaft in eins unserer Beete.

    In diesem Zuammenhang planen wir weitere „Programmbeete“, die umweltpädagogische und soziale oder kulturelle Zwecke haben. Daher wird es auch ein Beet geben, das über den Gebrauch der verschiedenfarbigen Maissorten bei den Hopi (eine indigene Kultur in Nevada) informiert oder auch eine Darstellung von Milpa (ein Landwirtschaftssystem der Maya) bzw. den Three (Four) Sisters. Andere Beete werden Färbepflanzen und Bienen-/Insektenweiden gewidmet. Auch eines mit der Gemüsepflanze des Jahres vom VEN, der Steckrübe.

    Die Verhandlungen mit dem Bezirk ziehen sich. Wir haben den Green Urban Labs Antrag gestellt, um final mit allen Parteien einen abgestimmten Masterplan zu erarbeiten, der die Existenz von himmelbeet am Standort sichert. Mitte Februar, also schon sehr bald, soll es eine Entscheidung darüber geben. Dann wie immer im Blog nachzulesen: http://himmelbeet.de/ueber-uns-2/weiterwachsen/

    Mehr zum Green urban lab Antrag:
    Wir haben uns als Modellvorhaben für das Green Urban Lab beworben. Die mit dem Bezirk abgestimmte Projektskizze für die zukünftige Gestaltung der Fläche Ruheplatzstraße 12 ging an das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Im Januar 2017 folgte eine Flächenbegehung. Bis Mitte Februar soll über den Antrag entschieden werden. Mit dem Vorhaben zielen wir auf einen final mit allen Parteien (Bezirk, Amandla EduFootball e.V., himmelbeet gGmbH) abgestimmten Masterplan, der die Existenz des himmelbeet am Standort sichert.
    Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) beabsichtigt das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in dem neuen Forschungsfeld „Green Urban Labs“ (Experimenteller Wohnungs- und Städtebau) Modellvorhaben durchzuführen, die neue Ansätze einer urbanen Grünentwicklung erproben. Die Laufzeit der Modellvorhaben beträgt drei Jahre; voraussichtlicher Start ist Anfang 2017.
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  • Frankfurter Garten in der SZ

    (alerts)

    Unter dem Pflaster der Garten


    Das Frankfurter Ostend galt lange als Arme-Leute-Gegend. Doch mit dem Bau der Europäischen Zentralbank veränderte sich dort vieles – auch mit dem „Frankfurter Garten“.

    Die Gegend um den Frankfurter Ostbahnhof versprüht wenig Glamour, lange war sie ein Glasscherbenviertel. Doch seitdem ein Teil der ehemaligen Großmarkthalle abgerissen wurde und die Türme der Europäischen Zentralbank nach den Plänen des Wiener Architekturbüros Coop Himmelb(l)au ihre Schatten auf das Viertel werfen, verschwand manche düstere Ecke. Neue Wohnungen entstehen, der öffentliche Nahverkehr wurde ausgebaut, das Quartier verändert sich.

    An der ehemaligen Wendeschleife der S-Bahn am Danziger Platz blüht auf den Pflastersteinen seit 2013 der „Frankfurter Garten“. Der gleichnamige Verein verwandelte diese unwirtliche Brache in einen grünen Treffpunkt für das Viertel. Ein Zaun hegt die 2500 Quadratmeter große Fläche ein. Wer durch das Tor tritt, findet dort ein buntes, sympathisches, alternatives Miteinander.

    Einen Teil des Areals nehmen Hochbeete ein. Akkurat gezimmerte Exemplare stehen neben niedlichen, fast filigranen Kisten auf Stelzen, dazwischen machen sich klobige Betonkübel breit, die irgendwann als Verkehrsinsel dienten. In einem dieser Ungetüme schwimmen Fische, an der Oberfläche blühen Seerosen. Zum Frankfurter Garten gehört auch eine Holzwerkstatt, in der ehrenamtliche Helfer Hochbeete aus Abfallholz zusammenschrauben. Upcycling und Urban Mining, also Überflüssiges einsammeln und eine neue Verwendung dafür finden, zählt auch zum Konzept des Gemeinschaftsgartens. In ausrangierten Reissäcken wachsen Tomaten.

    Regelmäßig begleitet ein Hobby-Gärtner vom Verein „Frankfurter Garten“ Besucher durch die grüne Oase. An einem heißen Sommerabend leitet Boris eine kleine Gruppe. In einer Beetreihe wachsen beispielsweise die Zutaten für die Frankfurter grüne Soße. Zögerlich schnuppern die Gäste an den Blättern von Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch, zerreiben die Blätter zwischen den Fingern, riechen, schmecken, raten. Eine ältere Dame erweist sich als echte Pflanzenexpertin. Vor Kurzem sei sie in die Stadt gezogen, erzählt sie, und bald möchte sie dort mit dem Gärtnern beginnen.

    Ebenso individuell wie die Pflanzen in den Gefäßen blühen Kräuter und Blumen um die Wette. Manche Bürger säen Radieschen und Salat, andere experimentieren mit dem Fruchtwechsel, eine Heilpraktikerin züchtet dort Heilkräuter. Verglichen mit den Hochglanzbildern vieler Gartenratgeber wirkt das Ganze ziemlich improvisiert; für jemanden, der mit einem großen Nutzgarten aufgewachsen ist, in dem es akkurat eingeteilte Gemüsebeete und Blumenrabatten gab, ist das gewöhnungsbedürftig.

    Gärten in der Stadt erfüllen eine andere Funktion als die auf dem Land. Wurzeln schlagen in einer neuen Umgebung, eine Anlaufstelle finden oder einfach raus aus den eigenen vier Wänden – es gibt viele Gründe, weshalb sich immer mehr Menschen in Ballungsräumen in gemeinschaftlichen Gartenprojekten engagieren.

    Deutschlandweit gibt es mittlerweile mehr als 550 solcher Initiativen, wie die Münchner Stiftungsgemeinschaft „Anstiftung“ auf ihrer Website auflistet. Manche von ihnen widmen sich interkulturellen Aspekten, andere wollen Stadtkindern die Natur näherbringen. Die gemeinsame Form des Gärtnerns kommt den meisten gelegen, denn ein eigener Garten ist harte Arbeit und braucht viel Zeit, das merken auch manche, die einen Schrebergarten pachten. Die Einstiegshürden in den meisten Gemeinschaftsprojekten sind dagegen niedrig: Einfach vorbeikommen und mitmachen.

    Wartelisten für die Hochbeete gibt es im Frankfurter Garten nicht, denn oft schließen sich mehrere sogenannte Beetpaten zusammen. Es gibt Studenten- und Familienbeete, passionierte Gärtner empfehlen das Gemeinschaftsprojekt ihren Kollegen und Freunden weiter. Auf diese Weise wächst die Gartengemeinde.

    Gemeinsam gärtnern hat eben diesen großen Vorteil: Die Arbeit lässt sich auf mehrere Schultern verteilen. „Wir gießen zwei Mal am Tag alles, für alle Beete brauchen wir rund dreieinhalb Stunden“, sagt Ilona Lohmann-Thomas, Vorstand des Vereins Frankfurter Garten. Für viele Hobbygärtner wäre das nicht machbar, deshalb helfen viele Freiwillige mit. Auch drei Teilnehmer eines Wiedereingliederungsprojekts kommen regelmäßig vorbei.

    Das offene Gartenprojekt ignoriert soziale Grenzen, das „Du“ wird gepflegt. Der Frankfurter Garten zieht auch manche Gestrandete an, die noch ihren Platz im Leben suchen. Am Danziger Platz helfen sie mit und finden einen Anker. Der Garten ist auch eine soziale Anlaufstelle. Junge Familien mit ihren Kindern versammeln sich um den kleinen Spielplatz mit Sandkiste und Schaukel, die Boule-Bahn bringt ein bisschen französische Lebensart ins Frankfurter Ostend. Selbst ein kleines Gewächshaus zählt zum Garten, in dem schon im Frühjahr angesät wird.

    In einer Ecke des Gartens hat Thorsten Herget acht Bienenvölker angesiedelt. Die 400 000 Bienen fühlen sich dort offensichtlich wohl. Ganze Schulklassen kommen vorbei, um die fleißigen Honigsammlerinnen aus der Nähe zu beobachten. Einige seiner Bienenvölker zogen schon aufs Land um, wenn es im Ostend zu eng wurde, wie der Hobby-Imker erzählt. Anders als manche konventionellen Imker, die den Bienenvölkern oft den kompletten Honig wegnehmen und durch Zuckerwasser ersetzen, lässt Herget seinen Bienen die Nahrung, die sie brauchen, um gut über den Winter zu kommen.

    Hier sprechen Frauen über die kleinen Sorgen und Nöte des Alltags

    Mittwochnachmittag lockt ein wöchentlicher Markt besonders viele Besucher an. Aber statt eines Wochenmarktes mit frischem Obst oder Gemüse bieten verschiedene Stände auf dem Danziger Platz Bratwürste, Fisch, Flammkuchen, türkische Gerichte sowie Kaffee und Kuchen an. Ein klassischer Wochenmarkt mit Produkten in Bioqualität habe sich nicht gelohnt, sagt Ilona Lohmann-Thomas. Doch die Idee eines Marktes wollte der Verein nicht aufgeben, und so gibt es Essensstände.

    An einem heißen Sommerabend sind die meisten schattigen Plätze belegt. Drei Nachbarinnen aus dem Viertel sitzen bei einem Glas Apfelwein zusammen und strahlen die Gelassenheit zufriedener Rentnerinnen aus. Sie besprechen die kleinen Sorgen und Nöte des Alltags, ihre Pläne für die kommende Woche. Und nebenbei beobachten sie, den wievielten Apfelwein sich der junge Nachbar genehmigt und mit wem er heute da ist.

    Im Frankfurter Garten arbeiten etwa 50 Ehrenamtliche. Es gibt Kurse für Schulen und Hortgruppen, Firmen schicken ihre Mitarbeiter zum „Teambuilding“ dort- hin, um beispielsweise gemeinsam ein Hochbeet zu bauen oder das Sprayen wie ein Streetart-Künstler zu lernen. Längst nicht alle Besucher wollen ihren grünen Daumen kultivieren. Manche schauen den anderen einfach gern beim Gärtnern zu. Auch für sie gibt es genügend Platz im Frankfurter Garten.

    http://www.sueddeutsche.de/geld/urban-gardening-unter-dem-pflaster-der-garten-1.3144319
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  • offene Bühne und Sonntagsmarkt im Himmelbeet

    (Gu, Mailing, 11.8.)
    Pimpinella – Kleinkunst im himmelbeet: Unter freiem Himmel wird musiziert, getanzt, gelesen oder gespielt. Es wird eine offene Bühne geben, bei der IHR dazu aufgerufen seid, Euch auszuprobieren und gern auch verschiedene Kunstformen zu kombinieren. Warum nicht mal Goethe auf einem Einrad rezitieren oder auf Wasserkanistern trommeln und dazu Tango tanzen? Jeder kann mitmachen.
    Jeden Sonntag von 11-20 Uhr
    In den Supermarkt gehen und in viel zu viel Plastik verpackte, denaturierte Lebensmittel kaufen kann Jeder. Aber woher kommen diese überhaupt, wie frisch sind die Produkte noch und warum das alles so umständlich?
    Wir drehen den Spieß um – bringen den Konsumenten zu Gemüse&Co.
    Tanngoabend & Gartenmilonga
    An jedem 2. und 4. Donnerstag im Monat von 18:30–22 Uhr.
    Auf dem eigens aufgestellten Tanzboden
    Kinderbauspieltag
    Jeden Mittwoch von 15–17 Uhr gibt es ein kostenloses Programm speziell für Kinder & Jugendliche:
    Bei verschiedenen Aktionen in Verbindung mit Spiel und handwerklichen Tätigkeiten, lernen die Kinder neue Interessen kennen, trainieren ihre Fingerfertigkeiten und können ihre Freizeit auf diese Weise sinnvoll nutzen.


     

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